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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schmerzen???



susemihl
05.08.2004, 07:11
Hallo liebe Mit-Fories,
da mein Kater schon sehr alt ist, nichts mehr hört und auch die Sehkraft offensichtlich immer mehr abnimmt, stelle ich mir in letzter Zeit oft die Frage, wie man eigentlich bemerkt, ob eine Katze Schmerzen hat.
Er bewegt sich recht langsam, liegt viel (an kühlen Orten) und auf´s Sofa springt er nicht mehr schwungvoll, er steigt mehr so vorsichtig hoch.... Ich habe auch wenn er läuft das Gefühl, er ist sehr vorsichtig, und manchmal "taumelt" er ein bißchen...
Allerdings frisst er (meists) noch gut (manchmal muss man es ihm allerdings vor die Nase stellen bzw. zu ihm bringen...), sein Fell sieht sehr schön aus und schmusen liebt er auch sehr - und manchmal jagt er auch noch unserer anderen Mieze hinterher, das wird aber immer seltener.
Also: wie zeigt eine Katze, dass sie Schmerzen hat??
:confused: :(
Danke im voraus für Eure Antwort!!!

RotFuchs
05.08.2004, 08:53
Hallo Moni,

so richtig kann ich Dir die Frage leider nicht beantworten.
Ich habe aber jetzt schon mehrfach gelesen, das sich Katzen, denen es nicht gut, an einen ruhigen Ort zurück ziehen.
Was Du von Deinem Kater schreibst scheint aber nicht daraufhin zu deuten.
Für mich ließt es sich so, das er einfach in die Jahre kommt und alles einbischen langsamer funktioniert.
Auch habe ich gelesen, das es sein kann, das Katzen, die Schmerzen haben, schnurren.
Da wüßte ich aber nicht, ob und wie man das von dem gut-geh-schnurren unterschieden kann.

Mehr kann ich Dir leider nicht dazu sagen.

susemihl
05.08.2004, 11:36
Liebe Britta,
vielen Dank für Deine Antwort - es scheint ja echt eine schwierige Frage zu sein, die ich da gestellt habe.... das hatte ich schon befürchtet, dass ich da sehr wenig Resonanz bekomme...

Ich verdränge jetzt einfach diese Geschichte :o und hoffe, dass Petie noch viiiele Jahre bei uns bleibt - wenn er das braucht, werde ich für ihn einen Lifta-Treppenlift einbauen lassen!!!:p

Pelznasenmutti
05.08.2004, 22:14
Hallo Moni,

Katzen sind die Weltmeister im Verbergen von Schmerzen.:D
Ich glaube, man muß die Katze sehr genau beobachten, um festzustellen, ob sie Schmerzen hat oder nicht.

Habe selbst einen Kater, der Schmerzen hat aufgrund seiner Krankheit, die in Schüben auftritt. Und immer wenn er einen akuten Schub hat, ist er sehr müde, bewegt sich irgendwie langsamer und hockt manchmal nur auf dem Boden.

Lediglich bei unserem TA fängt er an zu Schnauben, wenn er Moritz (so heißt er) an der bestimmten Stelle drückt bei der Untersuchung. Daran, glaube ich, merkt man dann schon, daß er da auch Schmerzen hat.

Ich könnte mir bei Deinem Kater schon vorstellen, daß er aufgrund seines Alters auch etwas Gelenkschmerzen hat. Ist aber völlig normal bei alten Katzen. Unsere Knochen schmerzen im fortgeschritten Alter doch auch (habe ich mir wenigstens sagen lassen :D )

Morítz hat auch schon richtig gejammert, wenn er, wie nach seiner OP Anfang des Jahres beim Herunterspringen Schmerzen hatte.
Er ist aber von unseren dreien der einzigste, der mir ein bißchen wehleidiger vorkommt, als die anderen.

Hast Du Deinen Kater denn schon mal sicherheitshalber durchchecken lassen wegen der Gelenke?

Liebe Grüße!:cu:

susemihl
06.08.2004, 06:42
Hallo Christine,
erstmal danke, dass Du Dich "meiner angenommen" hast!!!:D
Diesbezüglich habe ich Petie noch nicht durchchecken lassen, das mit den Gelenken ist aber auch noch nicht so lange auffällig - er hat ein chronisches Magenproblem, das wir dank TA und Gastricumeel-Tabletten SEHR gut in den Griff gekriegt haben. Er ist aber sowieso bald wieder zur Untersuchung fällig, dann sind auf jeden Fall auch mal die Gelenke dran! Für ihn ist der Besuch beim TA selbst überhaupt nicht stressig, er mag es scheinbar, im Mittelpunkt zu stehen und von der Assistentin beschmust zu werden! Aber er HASST es, in der Transportkiste sitzen zu müssen (das lauteste Geschrei, das man sich nur vorstellen kann, alle Leute im Wartezimmer gucken verstört, "was hat denn die arme Mieze?"...);)

Ich denke ja auch, dass das einfach ganz normale Alterserscheinungen sind - ich bin zwar erst 40, aber ich merke ja auch schon, dass ich nicht mehr sooo fit bin - und mein Katerchen ist ein echter Ur-Opa!

bea_z
06.08.2004, 08:37
Hallo Moni,

Du schreibst, dass Du eh bald zum TA musst. Ich würde ein großes Blutbild machen lassen um abzuchecken, dass kein Nierenproblem, Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion oder ähnliches vorliegt.

Mein voriger Kater, der Simba, hatte im Alter von 10 Jahren genau die gleichen Anzeichen. Hat sich gerne auf kühle Stellen gelegt, wollte nicht mehr zu seiner Katzentür raus, weil er dafür auf die Waschmaschine springen musste.....

Ich hab mir da auch nicht viel dabei gedacht. Dachte, er ist halt nicht mehr der Jüngste............
Er hat auch gefressen wie ein Scheunendrescher, geschmust wie immer, auch auf den Sofa ist er raufgehüpft, nur halt nicht mehr auf höhere Plätze ........

Eines morgens lag er tot auf seinem Lieblingsplatz, dem Schreibtisch. Hat abends noch gefressen, sich auf den Schreibtisch gelegt und ist dort eingeschlafen. Für immer. Und war doch erst 10 Jahre alt...........

Erst DANACH bzw. SEITDEM treibe ich mich im Internet auf Katzenseiten herum. Weil ich mir Vorwürfe mache, nicht reagiert zu haben. Dass man ihn zur Haustüre rauslassen musste, begann ca. ein halbes Jahr vor seinem Tod. Und seit ich soviel lese, mache ich mir auch Vorwürfe, dass Simba nur TroFu gefressen hat (er war ein TroFu-Junkie). Vielleicht war es ein Nierenproblem oder sowas, ich weiß es nicht. Ich hatte nicht die Kraft, eine Obduktion durchführen zu lassen..........
Simba war ein ganz besonderer Kater, sehr auf mich bezogen, unheimlich anhänglich - ich wollte noch mindestens 6 bis 8 Jahre mit ihm verbringen und ich war total am Ende als er gestorben ist.

Deshalb, lass vom TA abchecken, ob er was mit den Nieren hat oder Diabetes oder sowas........

Für meine beiden jetzigen Racker habe ich mir vorgenommen, alle 3 Jahre oder so mal ein großes Blutbild machen zu lassen........... um auf der sicheren Seite zu sein.

Natürlich hoffe ich für Deinen Kater, dass da nichts bei rauskommt, er wirklich nur Probleme mit den Gelenken hat......

Grüßle, die Bea

susemihl
06.08.2004, 09:04
Hallo Bea,
das mit dem großen Blutbild haben wir letztes Jahr gemacht, als er so Magenprobleme hatte.... die Nieren waren okay (laut TA), und auch sonst war er fit, aber er hatte eben eine chronische Magenschleimhautentzündung o. ä..
Außerdem ist Petie ja schon 19, ich denke, da darf ich nicht mehr von allzuvielen gemeinsamen Jahren träumen.... auch wenn´s schön wäre...

mk75
06.08.2004, 10:59
Hallo susemihl,

ich denke deine Katze zeigt es dir, wenn es ihr gar nicht mehr gut geht. So war es bei der Katze von meiner Schwester, mit 15 Jahren hat sie Krebs bekommen und wurde behandelt und operiert da am Anfang noch Hoffnung bestand, dass noch nichts gestrahlt hat und Miezi auch noch recht "fit" war. Leider hatte der Krebs schon gestrahlt und 1,5 Monate nach der OP hat Miezi es sehr deutlich gezeigt, dass ihr Ende gekommen ist, sie hat sich zurück gezogen und lag nur noch irgendwo unter. Unser TA hat sie dann über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
Hab ein bischen vertrauen in dein Gespür, Katzen zeigen zwar meist keine Schmerzen aber wenn eine alte Katze keinen Lebensmut mehr hat, weil der Körper nicht mehr kann dann zeigt sie das an ihrem Verhalten. Zum TA gehst du ja regelmässig was bei alten Katzen ganz wichtig ist und mehr kannst du nicht machen.
Und wer weiß vielleicht hast du doch noch 6-8 Jahre mit deinem Petie vor dir, er scheint ja so noch ganz fit zu sein, vor einem Monat habe ich ein Bericht über eine Katze gelesen, die dieses Jahr 28 Jahre alt wird und Anfang des Jahres einen Bericht über eine Kätzin die ihren 26 Geburtstag feiert.
Also Kopf hoch und Positives Denken......

Viele Grüße
Micha
Jeanie und Aladin

Grizabella
06.08.2004, 14:32
Hallo, Moni,

Ganz schlüssig wird sich das nie sagen lassen, ob Petie Schmerzen hat. Unsere Fipsi ist jetzt 18 1/2 Jahre alt, blind, und das Gehör ist nicht mehr sehr leistungsfähig, da ist Petie wahrscheinlich noch besser dran. Fipsi hat so ihre Brüllanfälle, die mit Miauen nichts zu tun haben, aber die Rückfrage beim ZP-TA hat ergeben, dass sie ihr Gehör vermutlich mehr und mehr verliert, und das muß mit diesen Brüllanfällen getestet werden, denn nun wird es sehr still um sie. Wir haben viele Tiere, die immer wieder dem hierortigen Tierarzt vorgestellt werden, aber mit Fipsi und den Schildkröten fahre ich die 60 km in die nächste Uni-Klinik, denn die haben mit solchen Sonderfällen (Reptilien oder besonders alte Tiere) viel Erfahrung und einfach mehr Untersuchungsmöglichkeiten. Leider wird der Tag kommen, wo auch die Uni-Klinik nichts mehr tun kann. Hoffentlich dauert das bei dir und bei mir noch lange.