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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund soll gebissen haben



Tinka68
13.07.2004, 10:18
Hallo!
Ich habe eine Sache, die mir auf der Seele brennt. Mein Hund war gestern mit einer Freundin unterwegs, wie jeden Tag. Diese Freundin hat eine alte Dame getroffen und die beiden haben geklönt. Die Hündin hat zwischen den Damen gelegen, fast auf den Füßen, ohne Leine. Viele Leute sind vorbei gegangen, Hund liegt eben da. Eine fremde Dame in Begleitung kommt die Strasse lang, geht an der Gruppe vorbei. Die alte Dame erinnert sich, dass die Frau auf den Hund zugegangen sei. Aber beide haben nichts gesehen. Dann, ohne knurren oder irgendwas, brüllt die Frau los, der Hund hätte sie gebissen. Der Hund liegt/sitzt aber immer nocvh bei den beiden anderen.
Die Frau geht nach Hause und kommt mit 2 Pflastern an der Hand wieder und meckert los. Hund reagiert immer noch nicht. Meine Freundin ging davon aus, dass die Frau offenbar von hinten angekommen ist und den Hund angefasst haben muß. Der hat sich erschrocken und vielleicht geschnappt.
Aber die Frau sagt, der Hund wäre aufgestanden, auf sie zu gegangen, hätte sich streicheln lassen und dann gebissen. Nicht geschnappt. Das hätte doch jemand sehen müssen, oder?
Jedenfalls habe ich am abend, ich bin natürlich sofort zu der Frau gegangen um zu sehen, wie es ihr geht, jedenfalls war an der Hand nichts zu sehen, außer den beiden kleinen, weißen Pflastern. Naja, sie hat uns angezeigt, der Hund müsse einen Maulkorb tragen, der sei ja bissig und so weiter.
Ich habe heute morgen gleich meiner Versicherung Bescheid gegeben. Normalerweise würde ich mich 1000 mal entschuldigen, wenn meine Ronja wirklich geschnappt hat. Ab die ganze Story ist so unwahrscheinlich, da Ronja Angst vor anderen Menschen hat und immer ausweicht, wenn jemand nach ihr greift. Das erleben wi täglich auf den Hundeplätzen, im Büro, in der Stadt - überall, wo wir sind halt.
Jedenfalls habe ich tierisch Angst, dass diese Anzeige Folgen für Ronja hat, nur weil die Frau eine Geschichte erfindet! Ich meine, die hat selber Hunde und muß doch wissen, dass man fremde Hunde nicht einfach anfasst, oder? Und vor allem, dass sie so eine Geschiche daraus macht. Das passt überhaupt nicht zu der Aussage der beinen Damen (alte Dame und Hundeführerin) und auch nicht dazu, wie ich den Hund kenne!
Weiß jemand, was die Folgen einer solchen Anzeige sind? Die Versicherung wird den Fall jedenfalls prüfen und nicht einfach zahlen, weil die Story eben so wild ist. Aber was kann meinem Hund passieren? Ich möchte ungerne eine Schuld übernehmen, die Ronja so nicht hat?!?!

Hat jemand soetwas schoneinmal erlebt? Ich bin völlig aufgeregt und würde mich über Antowrt freuen!

Tinka und Ronja (Astralian Shepherd)

Sandra1980
13.07.2004, 11:36
Ohje, das hört sich ja nciht gut an.:(

Wenn die "Dame" das wirklich glaubhaft rüberbringen kann, wird das durchaus Folgen für Euch haben.

Hast Du eine rechtschutzversicherung? Das würde Dir etwas Rpckenhalt geben, da Du dann einen Anwalt einschalten kannst. Was hat denn die Versicherung gesagt?

Och Mensch, das tut mir echt leid.

Es gibt immer wieder so komische Leute!

(ich glaub ja nciht mal dass dein Hund sie überhaupt auch nur berührt hat! Wahrscheinlich geht ihr irgendwas anderes gegen den Strich - kann das sein? mag sie den Hund nicht?

Gruß,
Sandra

Fritzfranz
13.07.2004, 14:07
Da Du offenbar eine Haftpflichtversicherung hast, die auch (oder nur) den Hund abdeckt, bis Du schon mal etwas abgesichert. Zu den Aufgaben einer Haftpflichtversicherung gehört es nämlich auch, unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Wichtig ist, dass Du Deiner Versicherung klar sagst, dass Du Zweifel an den Behauptungen der Frau hast. Die Versicherung wird dann im Interesse der Beweissicherung bemüht sein, ein ärztliches Gutachten über die Verletzung zu bekommen. Wichtig ist auch, dass Du die beiden Zeugenaussagen festhälst, also beide Zeuginnen bittest, alles genau aufzuschreiben, woran sie sich erinnern und dies auch der Versicherung zur Verfügung stellst.
Julia:cu:

Tinka68
13.07.2004, 14:41
Tja, die "Dame" wird uns anzeigen. Sie will Leinenzwang, Maulkorb, Schmerzensgeld und Verdienstausfall.

Angeblich war sie in der Nacht im Krankenhaus, weil sie solche Schmerzen hatte. Trotzdem hat sie heute gearbeitet (als Bäckerin!). Die Hand wäre entzündet. Attest hat sie nicht, will sie aber noch besorgen. Warum ist sie denn gestern nicht gleich bei einem Arzt gewesen?

Ich hatte der Haftpflicht ja heute morgen den Schaden gemeldet, die wollten einfach so bezahlen, obwohl ich Zweifel angemeldet habe. Dann hat die "Dame" aber selber dort auch angerufen, weil sie mir nicht geglaubt hat, und sich so benommen, dass dort der Fall gleich weiter gegeben wurde und nicht bezahlt. Jetzt muß ich die Zeugenaussagen anbringen, Papierkram erledigen, Aussagen "fachkundiger Menschen" zum Wesen des Hundes, muß bei der Polizei vorstellig werden und den Hund vorführen... Mit einem Bußgeld müssen wir auch rechnen, sagt die Versicherung!

Was kann ich denn noch mehr tuen, als meinen Hund gut auszubilden, sie auf den Füßen liegen zu haben und den Fall sofort an die Versicherung zu geben? Im äußersten Fall hat der Hund geschnappt, wenn sie versucht haben sollte, ihn anzufassen und Ronja dabei erschreckt hat. Das kann ich nicht wissen. Aber mehr nicht. Das hätte man doch gehört oder gesehen!

Jedenfalls steht uns jetzt eine Menge Ärger ins Haus. Ich habe einfach Angst, dass Ronja Leinenzwang oder so verpasst bekommt, absolut ungerecht, wegen dieser Dame, deren beiden Hunde nur angeleint laufen, weil sie sonst jeden anderen Hund angreifen.

Ronja ist wirklich kein Angreifer. Sie ist schüchtern und zurückhaltend. Eine sehr kleine Aussiehündin, immer bemüht zu gefallen und bei Fremden zurückhaltend.

Hoffentlich kommt diese Frau noch zur Besinnung! Das ist so abwegig, damit kann sie doch eigentlich nicht durchkommen! Oder doch? Ich fühle mich sehr, sehr unwohl mit der Situation und sage schoneinmal Danke! für Eure Bemerkungen. Ich bin wirklich niemand, der leichtfertig riskiert, anderen zu schaden, und Birgit, die mit Ronja unterwegs war, auch nicht!
Schaun wir mal, was jetzt passiert!

Gruß,
Tinka:confused:

Fritzfranz
13.07.2004, 18:16
Wenn die Frau am nächsten Tag schon wieder gearbeitet hat, wie kann sie da Verdienstausfall haben?
Was das Schmerzensgeld angeht: Sie muss beweisen, dass sie von Deinem Hund gebissen wurde, nicht etwa umgekehrt. Könnte es sein,dass sie von einem ihrer eigenen Hunde gebissen wurde und das jetzt Deinem in die Schuhe schieben will, um Geld rauszuholen? Ist nur so eine Idee, aber nach Deiner Beschreibung könnte das sein.
Alles Gute und halte uns auf dem Laufenden...
Julia:cu:

Ivonne
13.07.2004, 19:01
Sag mal, hat die Frau denn nen Zeugen? Verletzung hin oder her, Deine Leute waren zu zweit da...

billymoppel
14.07.2004, 08:20
hallo tinka,
nimm dir einen anwalt, dieser sache wirst du sonst nicht allein gewachsen sein.
mir ist auch mal so was merkwürdiges passiert: ich war in der apotheke, hatte billy an der laterne davor angebunden: normalerweise interessiert er sich dann null für vorbeikommende hunde (na gut, ne heiße hündin wäre was anderes :D). es war viel los, ich musste ne weile warten. auf einmal höre ich tumult draußen, dann kommt eine alte mit ihrem dackel rein und behauptet, mein hund hätte sich auf ihren gestürzt und ihn gebissen. mir tat das natürlich leid und ich war an billy am zweifeln, ich habe der alten meine addresse gegeben, damit sie sich wegen der versicherung bei mir melden kann. als sich die aufregung gelegt hatte und ich wieder draußen war und billy abgemacht habe (und ich konnte ihn wirklich nicht mehr richtig leiden in dem augenblick) kam eine weitere frau auf mich zu und sagt, sie hätte das ganze beobachtet und es war alles ganz anders: billy war sehr brav, die alte hatte ihren an so einer flexi und null unter kontrolle. der hat sich dann auf billy gestürzt, der sogar noch versucht hat, wegzukommen, was ja wegen der leine nicht möglich war und erst als der dackel ihm an der kehle hing, hat er kontra gegeben. zuhause habe ich dann auch festgestellt, dass er unter dem fell ein paar ordentliche schrammen hatte.. ich frag mich bis heute, wie die alte so dreist sein konnte und sachen in völliger verkennung des tatsächlichen geschehens behaupten konnte. was mich so sauer gemacht hat, waren nicht die schrammen - billy ist nicht aus pappe - sondern, dass ich an meinem hund zunächst zweifeln musste, den ich meinte, zu kennen.
na ja. männe und ich arbeiten im richtigen beruf und die sache hat sich dann schnellstens in luft aufgelöst.

gruß
bettina

Tinka68
14.07.2004, 08:44
Guten Morgen!

Als ich gestern nach Hause kam, ein Schreck. Polizeiwagen steht vor meinem Haus. Aber der Polizist war sehr nett.
Fakt ist, dass gegen uns Strafantrag gestellt wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung, dann eine Anzeige wegen Halten eines gefährlichen Hundes mit Klage auf Schadenersatz etc. Und zum Schluß eine Meldung/Anzeige als Ordnungswidrigkeit, gegen den bissigen Hund. Der soll Maulkorbpflicht bekommen.

Der Polizist meinte aber, wir können beruhigt sein. Die Dame hat zwar eine Zeugin, Ihre Schwägerin, aber die Story war unglaubwürdig. Zu Protokoll kam denn auch eine realistischere Version. Sie ist von hinten an den sitzenden Hund gegangen, der hat geschnuppert, sich dann umgedreht und gebissen. (Wobei, wenn er sich nach dem Schnuppern umdreht und beisst - hat er dann mit der Rute gebissen?!?!)

Jedenfalls sollen wir uns keine Sorgen machen, strafrechtlich kann nichts kommen. Das wird abgewiesen.
Wegen der Sanktionen gegen Ronja sollen wir uns auch keine Sorgen machen, er, der Polizist, hatte in der Wartezeit mehrere Nachbarn (die alle zufällig auf der Strasse waren, als die Polizei vor unserer Türe stand :-) ) nach dem Hund gefragt, und alle haben Loblieder auf den süßen, kleinen, lieben und vor allem wohlerzogenen Hund. gesungen.

Jetzt haben wir Unmengen von Papierkram vor uns, aber nicht wirklich Folgen zu erwarten.

Hoffentlich denkt sich diese Frau nicht noch mehr aus! Außerdem bin ich mal gespannt, ob sie ein Attest vorweisen kann, oder ob wirklich alles gelogen war!! Und wenn sie einen Biss hat, glaube ich immernoch nicht (genau wie Du Julia!), dass es Ronja war. Aber leider zahlt meine Versicherung dann trotzdem. Sie muß leider, leider nur beweisen, dass es ein Hund war.
Sie bekommt aber nur die Arztkosten, da sie ja keinerlei anderen Schaden hat. Schmerzensgeld bestimmt nicht, da sie ja sogar arbeiten gehen kann!

Hauptsache, für Ronja hat die Sache keine negativen Konsequenzen und mein Hundebabysitter bleibt uns trotz des Nervkrames treu!

Bei einem Aussie sind die zusätzlichen 2h Toben mit Birgit nämlich klasse. Der Hund überfordert uns sonst
:D

erleichterte Grüße,

Tinka und der Kampf-Aussie

Sandra1980
14.07.2004, 10:28
Das ist gut zu hören!

Dann wünsche ich Euch Durchhaltevermögen und alles Gute!

Wird schon werden!

Sandra

billymoppel
14.07.2004, 16:02
hallo tinka,
ich kann dir in deinem und im interesses deines hundes nochmals nur nahelegen, einen anwalt aufzusuchen. was der nette herr polizist da behauptet ist ja schön und gut, nur entscheidet weder er noch die polizei überhaupt, ob ein verfahren eingestellt wird oder nicht. das tut die staatsanwaltschaft. und natürlich ist man unter umständen strafbar, wenn der eigene hund gebissenen hat. wegen fahrlässiger körperverletzung zum beispiel. dann gibt es da noch die zivilrechtlichen ansprüche, die vom ausgang eines strafrechtlichen verfahrens völlig unberührt bleiben. schließlich könnte deiner versicherung, die gern zu zahlen scheint, zum einen auf die idee kommen, bei dir rückgriff zu nehmen (wegen grober fahrlässigkeit), zum anderen, dich aus der versicherung zu schmeißen. damit bist du dann auch für andere versicherungen ziemlich tod. von dem ganzen owi-kram rede ich mal gar nicht wenn du in bayern oder nrw wohnst, wird das ganze sicher alles andere als lustig.

gruß
bettina

Hovi
15.07.2004, 16:32
Hallo Tinka,

nimm Bettinas Rat an, geh zu einem Anwalt.

Der Polizist kann nichts weiter tun, als seinen höchstpersönlichen Eindruck schildern. Er war bei dem Vorfall nicht dabei.

Die letzte Entscheidung liegt schließlich beim (Verwaltungs) Gericht, wenn es darum geht, ob Dein Hund als gefährlich eingestuft werden soll.

Trenne bitte auch die strafrechtliche Schiene (Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung) von der verwaltungsrechtlichen. Beide haben nicht viel miteinander zu tun. Das Verfahren gegen Dich wegen fahrlässiger KV kann (wegen Geringfügigkeit) eingestellt werden, während das Ordnungsamt dann trotzdem Leinen- und Maulkorbzwang zwecks Gefahrenabwehr anordnet.

Nochmal: Geh zum Anwalt!

LG
Claudia

Tinka68
16.07.2004, 10:09
Hallo Ihr!

Ich hoffe ja immernoch, dass wir ohne Anwalt auskommen.

Gestern habe ich die Zeugenaussagen aufgeschrieben und werde die heute unterschreiben lassen. Dann geht ein Exemplar mit dem Strafantrag an die Polizei, eins an die Versicherung. Die Sache ist eigentlich echt klar. Der Hund hat sich nicht bewegt. Und weniger bewegen kann er sich auch an der Leine nicht.

Bisher hat die Dame kein Attest beibringen können, auch geht sie normal zur Arbeit.

Ich denke, wenn sie kein Attest bringt, hat Ronja überhaupt nichts getan, das kann dann auch kein Ordnungsamt und keine Polizei anders sehen. Dann hat die Frau wirklich nur versucht, Geld von uns zu bekommen.

Oder sie hat eine Verletzung, dann eine sehr kleine, sonst könnte sie nicht in der Backstube arbeiten. Und auch hier ist fraglich, ob das Ronja war. Selbst wenn - wer sich von hinten an einen sitzenden Hund "schleicht", den dann anfasst, der ist nach mehreren mir bekannten (mittlerweile werde ich "Fachmann") Urteilen zumindest sehr mit schuld.

Durch die Hundevereine, Begleithundeprüfung und sehr viele Zeugen ist relativ klar, dass Ronja super friedlich ist, und wenn überhaupt, aus Schreck geschnappt hat. Dafür kann man doch wirklich keinen Hund bestrafen, oder?

Und ich will nicht mit Kanonen (Anwälten) auf Spazen (die dusslige Frau) schießen. Ich denke, unsere Gerichte haben eigentlich besseres zu tun...

liebe Grüße,
Tinka

Hovi
16.07.2004, 10:28
Hallo Tinka,

klar haben die Gerichte Besseres zu tun... aber Ärger machst ja nicht Du, sondern die Frau!

Ich würde trotz allem in die Offensive gehen: Die Frau anrufen, fragen, ob sie nun gedenkt, etwas zu unternehmen (dabei höflich und sachlich bleiben!!!) und falls ja, ihr sagen, dass Du das dann Deinem Anwalt übergeben wirst... Möglicherweise (!) hält ja die Erwähnung des Anwalts sie schon vor weiteren Schritten ab.

Sollte ein Schreiben von der Ordnungsbehörde kommen in puncto "Hund ist gefährlich, weil er gebissen hat", dann würde ich nicht mehr zögern, mit dem Schreiben und sämtlichen Unterlagen, die Du hast, zum Anwalt zu gehen.

LG
Claudia

steph
22.07.2004, 09:17
Hallo Sandra,

gibt es schon was neues????

Tinka68
28.07.2004, 09:25
Hallo Ihr!

Seit ein paar Tagen liegen die unterschriebenen zeugenaussagen bei der Versicherung und der Polizei. Die Gebissene läuft teilweise mit einem mega-Verband rum - morgens früh habe ich sie aber -ohne Verband- beim Heckeschneiden gesehen. Laut Versicherung ging bislang auch kein Attest dort ein.
Mein Verdacht, dass in Wirklichkeit überhaupt nichts war und die Dame nicht einen Kratzer hat, scheint wahrscheinlicher zu werden.
Leider wirkt sich das fehlende Attest nicht auf den Strafantrag aus. Dafür reicht ihre Aussage. Aber ich denke, wenn die Sache nicht wegen Geringfügigkeit, oder aufgrund der recht eindeutigen Zeugenaussagen, niedergelegt wird, dann muß sie ihr Attest vorweisen, um zu beweisen, dass sie verletzt wurde. Und daran wird es hoffentlich scheitern.

Und selbst, wenn sie einen Kratzer hatte, mehrere Zeugen und letztlich auch ihre eigene Angabe bei der Polizei zeigen, dass sie auf den liegenden/sitzenden Hund von hinten zu gegangen ist und den angefasst hat. Das ist auf jeden Fall Mitschuld.

Und mir tut es auch richitg leid, dass ich an Ronja gezweifelt habe! Sie beißt nicht. Punkt!
Selbst auf einem Kindergeburtstag hat sie mit Leidensmiene die Kids ertragen und nicht gegrollt oder gar geschnappt!

So, liebe Grüße,
Tinka

Just_me
28.07.2004, 10:23
Original geschrieben von Tinka68
Mein Verdacht, dass in Wirklichkeit überhaupt nichts war und die Dame nicht einen Kratzer hat, scheint wahrscheinlicher zu werden.
Leider wirkt sich das fehlende Attest nicht auf den Strafantrag aus. Dafür reicht ihre Aussage. Aber ich denke, wenn die Sache nicht wegen Geringfügigkeit, oder aufgrund der recht eindeutigen Zeugenaussagen, niedergelegt wird, dann muß sie ihr Attest vorweisen, um zu beweisen, dass sie verletzt wurde. Und daran wird es hoffentlich scheitern.



Also, mir erscheint die Sache schon auch mehr als suspekt. Nach einem Hundbiss an der Hand geht man normalerweise nicht am nächsten Tag arbeiten. Ist denn sicher, dass sie überhaupt beim Arzt war?

Denn dass sie beweisen muss, dass sie gebissen wurde, das denke ich auf alle Fälle, da könnte ja jeder sich allerhand einfallen lassen, um an ein paar Mark Schmerzensgeld zu kommen.

Mein Sohn war einmal von einem Hund gebissen worden. Die Dame wollte mir weder ihren Namen noch ihre Versicherung sagen, sie behauptete, ihr Hund wäre vor meinem Sohn erschreckt worden und hätte daher zugebissen, folglich träfe sie oder ihren Hund keine Schuld und sie, bzw. ihre Versicherung hätte nichts damit zu tun.

Nun, natürlich war das ein wenig anders. Mein Sohn war tatsächlich gerade von einer Rampe gesprunge, als die Dame mit ihrem Hund vorbeiging, soweit war das schon richtig. Doch als Hundehalter bin ich IMMER dafür verantwortlich, wenn mein Hund einem anderen Schaden zufügt und es ging ja hier auch nicht um einen Strafantrag oder dgl. Ich musste mit dem Kind zum Doc und der riet mir, zur Polizei zu gehen, damit die Daten der Hundehalterin festgetellt werden konnte. Das hab ich dann auch gemacht und später hat die Krankenversicherung sich die Kosten von der Haftpflicht der Hundehalterin erstatten lassen. Aber ohne "Beweis" der Verletzungen wäre das sicher nicht möglich gewesen.

Nochmal zu Deinem Fall: dass die Behörden der Sache nachgehen müssen, ist völlig klar; das ist deren Aufgabe. Doch Du kennst Deinen Hund und darum würde ich mir da nicht allzuviele Gedanken machen.