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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neugierige Frage: Seid Ihr bei Eurer eigenen Ernährung auch so konsequent?



kenya
27.06.2004, 21:38
Hallo liebe Nafu, Trofu, Rofu- Verfütterer:)
meine Frage ist gar nicht NUR scherzhaft gemeint - sondern da habe ich schon einige Male drüber "philosophiert" während ich die diversen Ernährungs-Threads durchforstete und mir manchmal ein Kopfschütteln nicht verkneifen konnte...
Da dachte ich mir immer angesichts der absolut bedenklichen Ernährungslage hier bei uns und in anderen "reichen" Ländern mit allen bekannten Folgen wie Übergewicht etc: würden nur alle die Meßlatte bei sich selbst auch so hoch legen, und auch in Bezug auf Giftstoffe wie Nikotin usw :?:
Und so würde mich jetzt echt mal interessieren, ob diejenigen, die sich hier ganz viel und oft und vehement für diese und gegen jene Katzennahrung engagieren, teilweise ausgefeilteste Analysen studiert haben und das ganze schon fast missionarisch betreiben, selbst auch supergesund leben??? Nicht, dass ich das Gegenteil unterstellen wollte - aber es wäre doch echt mal aufschlussreich zu wissen und wäre letztlich dann eigentlich auch konsequent, wenn sich herausstellen würde, dass es echt so wäre! Andererseits fände ich es merkwürdig, wenn jemand, der seine Katze 110 %igklasse ernährt und sich megaviel Wissen angeeignet hat selbst mit Tonnen Übergewicht herumliefe und offensiver Chipsverköstiger wäre
:sn: :sn:
Wie gesagt, das ganze bitte nicht bierernst nehmen, aber wer weiß, vielleicht gibt das ja ne ganz interessante Diskussion;)

angie2904
27.06.2004, 22:11
hi,

ich habe mich vor kurzem (bevor ich meine zwei tiger aufnahm) auch über eine "gute" Ernährung für die zwei informiert.

OK, ich ernähre mich selber nicht wirklich gesund. Habe Übergewicht, und rauche. Aber das habe ich selbst in der Hand.

Die Miezis hingegen sind auf das angewiesen, was ich ihnen gebe, und können sich (da reine Stubentiger) nicht selber ernähren. Von daher möchte ich schon, das sie "Das beste" bekommen, was ich ihnen geben kann.


LG
Angie

Davidson
28.06.2004, 07:12
Hallo Kenya,


sehr interessante Frage :D

Ich würde sagen, ich achte sowohl auf die Ernährung meiner Katzen als auch auf meine eigene - beides jedoch in einem gewissen Rahmen :p

Bei den Katzis beschränke ich mich darauf, halbwegs abwechslungsreich zu füttern, will heißen: eine Reihe hochwertiger NaFu verschiedener Hersteller, denen gemeinsam ist, daß sie keinen Zucker sowie keine pflanzlichen Nebenerzeugnisse enthalten, gelegentlich ergänzt durch etwas Joghurt, Quark, Ei oder laktosefreie Milch.

Was mein eigenes "Futter" betrifft, bevorzuge ich Nahrungsmittel, bei denen ersichtlich ist, was sie enthalten. Fertigware wie Mensa-Essen sowie gekaufte Süßigkeiten und Wurstwaren meide ich einfach, weil sie mir erstens nicht besonders gut schmeckt und zweitens 'ne Menge "Scheißdreck" drin ist. Weiterhin vertilge ich nicht massenhaft Weißmehl, Zucker, Alkohol und Fett. Wobei ich auf meine Butter auf'm Brot nicht verzichten würde :)

Alles in allem: ich achte sowohl bei der Ernährung der Tiger als auch bei mir drauf, daß halbwegs ersichtlich ist, was ein Nahrungsmittel enthält. So, wie ich mir gelegentlich ein Stück selbstgebackenen Kuchen genehmige, gönne ich meinen Katzis gelegentlich auch ein Leckerli oder Futter wie Schmusy, in denen auch mal Nebenerzeugnisse vom Tier drin sind ;)

Hoffe, Du bist mit der Antwort zufrieden ;) Ist wirklich 'ne interessante Frage!

Liebe Grüße

Frauke
28.06.2004, 07:51
Also ich muss gestehen, dass ich auf die Ernähung meiner Katzen mehr achte als auf meine eigene.


Andererseits fände ich es merkwürdig, wenn jemand, der seine Katze 110 %igklasse ernährt und sich megaviel Wissen angeeignet hat selbst mit Tonnen Übergewicht herumliefe und offensiver Chipsverköstiger wäre

Finde ich nicht wirklich merkwürdig ... denn, ob meine Katzen sich gesund ernähren können, hängt schließlich von MIR ab, sie können ja nicht selbst entscheiden. Und wenn ich für jemanden verantwortlich bin, dann möchte ich auch nur ihr bestes.

Lieben Gruß
Frauke

Gabi
28.06.2004, 08:19
Dem Posting von Frauke kann ich nichts hinzufügen, entspricht genau meiner Meinung :cu:

Sima
28.06.2004, 09:04
Frauke trifft auch meine Meinung genau auf den Punkt :tu:

Buecherwombat
28.06.2004, 09:38
Genau.
ICH bestimme, was bei mir UND den Katzis auf den Tisch kommt. Und die Katzis haben keine andere Wahl. Daher sollte man sich da schon mal einen Gedanken drum machen.
Bei ihnen kommt aber - meiner Meinung nach - noch hinzu, dass sie im Gegensatz zu uns keine Allesfresser sind und ihre Ernährung da schon etwas schwieriger "richtig zu machen" ist als unsere eigene... (und offenbar hilft die Tierfutterindustrie dabei nicht so wirklich)

Ich bin zwar nicht jeden zweiten Tag bei MCD oder hab einen Chipsvorrat zu Hause, der jeden Tante Emma Laden vor Neid erblassen lassen würde, aber wirklich gesund ernähr ich mich nicht. (Mein Obstkonsum ist z.B. im Vergleich zu früher rapide gesunken - weil mir das Zeug nicht mehr richtig schmeckt. Alles so wasserig... :( )

So langsam hab ich aber bei den ganzen Katzenfutteranalysen und Rumrechnereien auch die Schnauze voll:
TroFu ist schlecht, TroFu ist besser als NaFu...
im NaFu soll möglichst viel Fleisch drin sein - wo das drin ist, ist dann aber meistens angeblich Natriumnitrit drin :sn: ...
tierische Nebenerzeugnisse sind Mist oder auch doch wieder nicht...
Animonda Carny ist ein gutes Futter - es dürfte aber dem Bozita vergleichbar sein und das enthält Lunge als erste Zutat in der Liste....
Die Vitaminzugaben sind teilweise zwischen den einzelnen Futtern so unterschiedlich, dass man sich fragt, woher die alle ihre Berechnungen zum Vitaminbedarf einer Katze nehmen...
EG Zusatzstoffe können natürliche und künstliche Stoffe bezeichnen und genau zu deklarieren ist es erst ab 10kg Packungen (und so ganz nebenbei schaden geringe Mengen der künstli. Stoffe nicht, sondern wirken sogar krebshemmend :confused: )...
and so on endlessly...

Eine BARF Fütterung kommt für mich nicht in Frage.
Also fütter ich jetzt munter ca 4 verschiedene NaFu Sorten (von Shah bis Grau) plus Fischdosen und gelegentliche Rohmahlzeiten und versch. TroFu Sorten und hoffe, dass es unterm Strich schon ok sein wird (wie ich das für meine eigene Ernährung auch hoffe ;) )
:cu:

Khyrsanth
28.06.2004, 09:47
Da kann ich mich nur anschliessen: Was ICH esse das hängt von mir selbst ab, was meine (Wohnungs-) Katzen fressen können sie nicht selbst bestimmen, das mache auch ich.

Ich bin für sie verantwortlich und versuche sie gut zu ernähren. Kein Supermarktfutter, zwar auch kein Premium (Paté hassen sie) aber wenigstens gute Mittelklasse, damit kann ich und sie gut leben.

Ich esse schon sehr gerne Süssigkeiten:sn: koche nicht gerne (1x die Woche am Wochenende) und wenn ich Obst kaufe dann ess ich maximal 1-2 davon und den Rest muss ich irgendwann entsorgen weil sich weisse Pferde drauf tummeln:rolleyes: , so 10 Kilo weniger würden auch nicht schaden... aber wenigstens rauche ich nicht und hasse Alkohol :D

MickeyIM
28.06.2004, 09:52
Hallo Kenya,

die Frage ist irgendwie witzig, weil ich mich erst vor kurzem selber gefragt habe, was mich dazu brachte, mich gesünder zu ernähren - der Anstoß war/ist definitiv die Beschäftigung mit den Inhalten und der Zusammensetzung von Katzenfutter :D .

Muss ehrlich zugeben, dass ich bis vor wenigen Jahren so ziemlich alles in mich reingestopft habe, was mir so schmeckte. Ich LIEBE Süßigkeiten über alles und hatte, da ich früher exzessiven Leistungssport getrieben habe, auch nie große Gewichtsprobleme. Habe auch, seit ich 14 Jahre alt war, regelmäßig geraucht (ne Zeitlang lag ich über zwei Schachteln starke Marlboro Menthol am Tag) und für Tofifee, Hamburger, Kuchen und Pizza hab ich jegliche andere Nahrungsmittel liegen lassen.

Als meine Mickey dann vor ziemlich genau vier Jahren im Alter von nur sieben Jahren an Nierenversagen starb (am 24.06. war jetzt grade Jahrestag :0( ) , habe ich mich viele, viele Stunden vors Netz gesetzt und recherchiert. Dabei stieß ich auf die möglichen Zusammenhänge zwischen minderwertiger Ernährung und Krankheiten. Tja, das war für mich ein Aufhänger, auch einige meiner Eßgewohnheiten zu überdenken und schon damals einiges gleich mit zu ändern.

Letztes Jahr im März war ich mir dann eine Nacht lang ganz sicher :D , dass mein Cooniekater Sammy Bronchialasthma oder Krupphusten haben muss (hatte wieder mal zu intensiv in einem Forum gestöbert, nachdem er wohl an nem querliegenden Haar gehustet hatte :D ), ihn am nächsten Morgen zur TÄ geschleppt (mit negativem Befund) und mich in dieser fast schlaflosen Nacht zum ersten Mal damit beschäftigt, wie es wäre, nach 21iger "Raucherkarriere" evtl. nicht mehr zu rauchen - es wäre mir (zumindestens zuhause) bei so einer Diagnose auch nix anderes mehr übrig geblieben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Stein war im Rollen, letztes Jahr im Juni hab ich tatsächlich aufgehört mit Rauchen. Seitdem hat auch mein sehr allergisches Mädi (auf deren Allergien ich mittlerweile gekommen war) keinen Schub mehr gehabt. Da ich seitdem nun doch etwas mit dem Gewicht kämpfe (nicht dramatisch, aber ein paar Pfunde versuchen immer wieder, sich anzusiedeln), da 21 Jahre Qualm nu mal stoffwechseltechnische Spuren hinterlassen, ernähre ich mich mittlerweile SEHR gesund und vollwertig, um das im Griff zu haben.

Tja, ich kann nur sagen: BEI MIR WAREN DIE KATZEN SO ZIEMLICH AN ALLEM SCHULD, WAS MIT DER RICHTUNG "GESUNDE ERNÄHRUNG UND LEBENSWEISE" SO ZUSAMMENHÄNGT :D :D :D : Im übrigen werden mir seitdem, wenn jemand mein Alter schätzt, immer fünf bis zehn Jahre abgezogen, was mich denne schon auch mal freut :wd: .

Liebe Grüße, Sylvia

bea_z
28.06.2004, 10:25
Hallo Kenya,

auch ich ernähre mich nicht übermäßig gesund. Süssigkeiten und fette Sachen sind einfach lecker und haben im Laufe der Jahre etliche Kilos auf meinen Rippen hinterlassen. (Mag jemand 20 kg abhaben, es gibt ja auch zu Dünne
:p )

Auch meine Katzen (seit 1978) habe ich immer mit Whiskas und Co ernährt. Und dachte, ich tu denen was Gutes, weil ich doch das teure Sheba kaufe ;)
Mein Simba hat sich dann irgendwann auf Royal Canin Sensible TroFu eingeschworen. Muss super lecker sein, das Zeug.

Ich hab den Kater geliebt.

Simba war fett.
Als die TÄ sagt, er müsse abnehmen, sonst müsse ich damit rechnen täglich Insulin zu spritzen, habe ich mich immer noch nicht informiert. Habe einfach Royal Canin light gekauft. Er hat auch tatsächlich abgenommen. Von 9 kg auf 7,5 kg.
Und dann der Schock - er lag morgens tot auf seinem Lieblingsplatz. 9 Jahre alt. Dabei dachte ich, noch weitere 8-10 Jahre mit ihm zu verbringen......
Erst dann habe ich angefangen, im Netz zu recherchieren.
Ich weiß nicht, an was Simbi gestorben ist. Meine Nerven lagen derart auf Grundeis, dass ich keine Obduktion habe machen lassen. Gesund gelebt hat er mit reiner TroFu-Fütterung sicherlich nicht. Es könnte die Ursache gewesen sein. Und ich möchte mir nicht noch einmal diese Vorwürfe machen müssen, die ich mir wegen ihm gemacht habe, nachdem ich angefangen habe nachzulesen.

Ich denke, es ist ein wenig wie bei den Kindern. Hast du Kinder?
Vor meinen beiden Söhnen habe ich mir auch keine Gedanken um Ernährung gemacht. Aber als die beiden auf der Welt waren, da wurde täglich gekocht. Und zwar auch Gemüse, das ich bis dahin nicht angeguckt hatte.
Ich habe redlich versucht, den beiden Jungs Obst schmackhaft zu machen und mit der Oma heiße Streitgespräche um Schokolade geführt.

Jetzt versuche ich einen Mittelweg zu gehen. Für mich, für uns und auch für die Katzen.
Es gibt (fast) täglich eine selbstgekochte Mahlzeit für uns Menschen in der Familie. Obst steht immer zur Verfügung. An Getränken ist hauptsächlich Mineralwasser und Fruchtsäfte im Haus, neuerdings allerdings auch wieder Limo auf ausdrücklichen Wunsch der Jungs und weil sie jetzt alt genug sind, das selbst zu entscheiden.
Zusätzlich zu gesunden Sachen habe ich aber auch Süßigkeiten und Wurst und auch mal Weißbrot im Haus.
Die Katzen bekommen Dosen der Mittelklasse (Paté fressen sie nicht), Rohfutter und auch mal TroFu in kleinen Mengen und ab und an mal Leckerlies vom Tisch oder aus dem Kühlschrank.

Und seit ich mich mit Katzenernährung beschäftige, ertappe ich mich dabei, dass ich Obst mit an den Arbeitsplatz nehme ;)

Grüßle, die Bea

Kerstin50
28.06.2004, 11:29
Okay, gute Frage, ich oute mich :-)

Ich koche selber (die meisten Zutaten kommen von Aldi oder Lidl), aber wenn es schnell gehen muss, tut es auch eine TK-Pizza oder MC oder der nächste Lieferservice.
Wir rauchen beide nicht, haben es nie probiert und haben auch nie ein Verlangen danach gehabt.
Ein Glas Rotwein darf es nach Feierabend auch sein und die Chips/Popcorn zur DVD dürfen auch nicht fehlen. Gegen den Biergarten haben wir auch nichts einzuwenden und gefeiert wird bei uns auch das eine oder andere mal.
Nach Süßigkeiten habe ich wenig Verlangen.
Obst und Gemüse ist immer da, wer will kann bei uns zugreifen, wer nicht, der muss es nicht. Jeder wie er will.
Zum Übergewicht sind wir nicht veranlagt.
Bewegung ja, läßt sich jedoch nicht immer regelmäßig ausführen. Ein Spaziergang sollte immer drin sein, besser als gar nichts.

Unsere 3 Rassekatzen haben sich im Laufe der Jahre für Felix entschieden und leben seit nun 15 Jahren damit.
Ein paar Versuche ihnen was anderes unterzujubeln schlug fehl und das schon von klein an. Wenn sie´s nicht wollen, wollen sie es halt nicht.
Ein anderes Thema ist das Trockenfutter.
Da gab es bei uns immer gutes Futter aus dem Fachhandel, weil sie dieses hauptsächlich essen.
Sorte? Quer durch den Markt, denn eine von den dreien, verträgt immer irgendwas nicht.
Morgens und abends gibt es Felix, TroFu gibt es im Spender immer zur Verfügung.
Wasser kommt auch aus dem Wasserspender.
Freigänger sind es nicht, haben also nicht die Möglichkeit, sich mal ´ne Maus zu fangen. Dafür halten sie die Wohnung Spinnen- und Fliegenfrei. Alles was mehr als 4 Beine hat, wird konsequent vernichtet.
Alles in allem, nichts aussergewöhnliches. Gesundes Mittelmass bei Mensch und Tier.

Ich habe eine ausgeglichene kleine Familie und ob das hauptsächlich an der Ernährung liegt, wage ich zu bezweifeln.

emes
28.06.2004, 11:39
In der Tat ist mir genau diese Frage auch schon einmal durch den Kopf gegangen: als ich nämlich krampfhaft versuchte meine Kater mit rohen Fleisch zu beglücken, weil das ja sooo gesund ist (naserümpf).

Hunderte von Einträgen zu diesem Thema. Fast so wie in der Brigitte zu Diäten.

Bei mir ist es eher andersrum: ich mag eigentlich nur Sachen, von denen ich weiß was drin ist - und auch dort kann man nie 100% sicher sein. Viel Gemüse, Obst und Bewegung.

Das habe ich dann auch für meine Tiere beschlossen. Also hochwertiges TROFU gibt sich mit NAFU aus dem Rossmann die Klinke in die HAnd. Draußen gibt es Freigang und ab und zu ein Vögelchen...

Lekkerlies kennen meine eigenltich gar nicht, selbst wenn ich ihnen manchmal nur etwas Gutes tun möchte nehmen sie die Sachen auch nicht mit Riesenbegeisterung auf.

Dafür haben sie mir am Freitag ne ganze Leberwurst genüsslich auf dem Küchenboden zerfetzt (3 Minuten), die ich kurz danach aus Spaß an der Freude essen wollte. Daran merkt man: So eine Katze ist auch nur eine Mensch, oder?


emes

foisseur
28.06.2004, 12:36
Naja, ganz so verbissen sehe ich die Sache nicht. Jimmy bekommt eigentlich nur das, was er mag.
Was zu 90% auch gesund ist, aber manches eben nicht. Wie ein Schweinenierle oder ein paar Crevetten, von meinen Gianduiotti schleckt er auch manchmal

Gabi
28.06.2004, 13:14
Original geschrieben von foisseur
Crevetten, von meinen Gianduiotti

WAS bidde???? :?: :eek: :p

foisseur
28.06.2004, 13:26
Crevetten sind Riesengarnelen und Gianduiotti ist italienischer Nougat. Leckereien halt, die ich genauso gern mag wie mein Kater.

Gabi
28.06.2004, 13:37
Danke ;) Gianduiotti könnte mir auch schmecken :D

foisseur
28.06.2004, 13:40
Also auch ein Schleckermäulchen:D
Was wäre das Leben ohne kleine Sünden?

Bonzo
28.06.2004, 14:27
Ich glaube, das wir uns hier noch mehr reinsteigern :)
Egal was ich kaufe für mich oder meinen kleinen, ob es wirklich gesund ist, weiß keiner. Scheiß Konserviererei :)
Früher hat die Wurst 2 Tage gehalten und? Sind wir gestorben? NEIN wir sind dann alle 2 Tage zum Fleischer gelaufen. Und die Flaschenmilch war def. besser als der tetrapack-MIST.
Achja und Omas Äppel die soo schön krumm und schrumpelig aussehen schmecken auch besser als die Supermarkt glänzenden perfekten Äpfel. Ich will nur damit sagen, das in der heutigen Zeit nur noch auf das äußere geachtet wird und das es extra lange hält. Wer kauft schon Wurst die nach 2 Tagen abläuft? Keiner! Und da können wir uns mal die Frage stellen ob die ganzen Konservierungsstoffe so sinnvoll bzw. gesund sind. Ich bin jetzt 23 Jahre alt und hatte als kleines Kind keine einzige Allergie und nun schnupfe ich nur noch rum...woran liegt das wohl??

Wie gesagt wir können es NICHt vermeiden ob im Kafu schlechtes Fleisch oder sogar andere Dinge drin sind :( Egal was man kauft die Gefahr ist groß das es unseren kleinen vielleicht nicht bekommt. Ich mache mich da nicht sonderlich verrückt. Ich achte darauf das kein Zucker drin ist, das es ihm schmeckt und das es nicht so stinkt :)
Und ich selber esse das was mir schmeckt, nein ich bin nicht dick :) Aber ich denke man kann in der heutigen Zeit in Sachen Lebensmittel nicht mehr so viel Einfluss nehmen, ob es wirklich so gesund ist. Am besten ist es immer noch das Gemüse aus dem Garten zu ernten !!!:?:

Anna G.
28.06.2004, 15:16
Ich habe bisher nur mitgelesen, fand das Thema aber auch echt spannend.

Habe gerade, weil ich rausfinden wollte, ob bei Spatzen die Männchen auch die Kleinen füttern (bei mir brütet im Rolladenkasten ein Pärchen), das hier gefunden:

"Wenn von den Spatzeneltern anstelle von Insekten leichter zu beschaffende Nahrung wie Reste von Pommes gefüttert werden, haben die Jungen oft verkümmerte Federn und können nicht fliegen."

Ich denke gerade bei Wohungskatzen, die ihre Ration nicht mit Mäusen und Vögeln ausgleichen können, ist etwas mehr Gedanken zum Thema Futter durchaus angebracht.
Auch wenn ich mich nicht mehr so verrückt damit mache wie früher...

Viele Grüße,
Anna

Anna G.
28.06.2004, 15:22
Original geschrieben von Bonzo
Früher hat die Wurst 2 Tage gehalten und? Sind wir gestorben? NEIN wir sind dann alle 2 Tage zum Fleischer gelaufen. Und die Flaschenmilch war def. besser als der tetrapack-MIST.


Hi Bonzo,

da gebe ich Dir recht. Denn eine gebrühte Wurst, wie z.B. Mortadella, ist normalerweise GRAU und niemals rot! Denn Fleisch wird nun mal beim Kochen grau. Aber wer kauft eine Mortadella in Grau? Wahrscheinlich keiner.

Gemüse aus eigenem Garten ist übigens auch nicht unbedenklich, denn saurer Regen, Rückstände in der Erde und dem Gießwasser (wie Hormone, Düngerreste usw.) machen es praktisch unmöglich, ein 100% biologisches und unbelastetes Gemüse oder Obst zu ernten.

VG,
Anna

Pikephish
28.06.2004, 15:59
Ich mach mir eigentlich schon genauso viele Gedanken um die Ernährung meiner Katzen wie um die meine.
Die Ernährung meiner Katzen ist mir aus oben genannten Gründen (Verantwortung, etc.) sehr wichtig. Bei mir selber muß ich auch drauf achten, da ich Vegetarier und aber auch Leistungssportler bin. Dadurch fällt fast immer Fertigfutter weg (zuviel Fett und Kohlehydrate wie Zucker und zu wenig Proteine).
Daher steht viel Obst und Gemüse auf meinem Speiseplan. Leider nicht vom Biohof, dann das würde mein Geldbeutel nicht verkraften.

Und bitte jetzt nicht falsch auffassen, aber wenn ein bißchen mehr Leute auch auf ihre Ernährung achten würden, und auch sonstigen Genußgiften wie Alkohol und Rauch nicht so unkritisch gegenüberstehen würden, hätten viel weniger so scheußliche Zivilisationskrankheiten zu erleiden. Es würde also lohnen.
*Vortragsmodusaus* ;)

Grüße

Anna G.
28.06.2004, 17:02
Hi Petra,

ich habe gestern einen Bericht gesehen, was Rauchen besonders bei jungen Frauen auslöst. Gruselig. Aber wenn ich mal mittags im Café sitze, das neben einer Schule ist, sehe ich fast ausnahmslos tierisch junge Mädels (und Jungs) paffen. Ganz offen. Iss halt cool. Was tut da schon Lungenkrebs...

Und die ganzen Farb- und Konservierungsstoffe (Zauberformel: ... laut Lebensmittelgesetz) scheinen auch nicht ernsthaft jemand davon abzuhalten, die Dinger zu kaufen. Ich hatte auf einer Party vot Kurzem mal spaßeshalber durchgelesen, was im ausliegenden Snack (sah aus wie Brotchips) drin ist. Was soll ich sagen: was aussah, wie getrocknete Brotscheiben, hatte eine Inhaltsliste von ca. 100 Wörtern, davon 3 Stoffe der Gruppe E und alles mögliche andere, was sich sehr künstlich anhörte...

Ich finde es auch echt erstaunlich, das in D. soviel über genmanipulierte Lebensmittel diskutiert wird, aber die völlig unnatürlichen Zutaten der meisten Produkte der LM-Industrie als eine Sebstverständlichkeit problemlos konsumiert werden.

Anna

kenya
28.06.2004, 21:50
Hallo liebe "Outer",
hatte heute den ganzen Tag ein Seminar und komme jetzt erst dazu, in meinen gestern Abend "angestoßenen" Thread zu schauen! Mächtig interessant, wie unterschiedlich Eure Antworten so ausfallen. Was ich besonders toll finde, ist, dass alle ehrlich sind - es hätte mich auch sehr erstaunt, wenn plötzlich nur noch "Gesundheitsapostel" unter uns gewesen wären.
Was mich erstaunt hat, war das Argument, die Katzen seien ja von Euch futtermäßig abhängig und könnten nicht selber wählen - darum wollt Ihr futtermäßig das beste rausholen. Ich finde allerdings, Ihr selbst habt es bei Euch ja auch in der Hand und seid letztlich auf Euch selbst angewiesen;)
Ich halte es bei meinen Katzen (und bei mir ) so, dass ich versuche, abwechslungsreiche und ausgewogene Kost anzubieten. Bei den Katzen heißt das Premium-Fertigfutter ( Tro und Na), ab und zu mal etwas Katzenmilch (zuckerfrei alles) oder Thunfisch . Leckerchen gebe ich eigentlich so gut wie nie, das kennen meine gar nicht. Außerdem habe ich auch die Zusammensetzung der einzelnen Futtersorten nicht bis ins letzte Detail analysiert, ich achte lediglich auf gutes Nährstoffverhältnis, hohen Fleischanteil und Zuckerfreiheit.
Bei mir achte ich auf viel Bewegung (laufe seit mehr als 11 Jahren bis Marathondistanz), wenig Fette (aber "gute" Fette wie Olivenöl etc dürfen natürlich sein), rauche nicht, trinke aber gern mal Bier oder Wein (in Maßen). Wenig Fleisch (wäre gern Vegetarierin, aber habe Kinder, die denn doch auch mal nach Fleisch "schreien") selten Fast Food (aber ganz ohne geht's halt auch nicht) und mein richtig großes Laster ist Kuchen:D da werde ich viel zu oft schwach, aber ich vermeide wenigstens üppige Sahnetorten, statt dessen dann Obstkuchen oder was "trockenes".
Ich gestehe auch, wie ich auf das Thema kam: als ich mal bei einer Katzenausstellung war (als Gast, nicht als Aussteller) fiel mir auf, dass unheimlich viele Leute rauchten und unheimlich viele Katzenhalterinnen sehr übergwichtig waren und massenweise Süßigkeiten futterten.. Da ich kurz zuvor eine ellenlange Ernährungsdiskussion, die sehr ernsthaft und "messerscharf" geführt wurde als stille Mitleserin verfolgt hatte, begann ich, mich ein wenig zu wundern und dachte mir: wie kann das sein???
So, vielleicht geht's ja hier noch weiter, ich freue mich, dass Ihr so zahlreich Auskunft gebt, find' ich klasse, dankeschön!

Sima
29.06.2004, 09:21
"Was mich erstaunt hat, war das Argument, die Katzen seien ja von Euch futtermäßig abhängig und könnten nicht selber wählen - darum wollt Ihr futtermäßig das beste rausholen. Ich finde allerdings, Ihr selbst habt es bei Euch ja auch in der Hand und seid letztlich auf Euch selbst angewiesen "
@kenya

...nochmal wegen der Verantwortung.
Ich denke schon, dass da ein Unterschied zwischen mir und meinen Katzen (oder auch kleinen Kindern, wenn ich welche hätte) besteht:
Klar bin ich auch für mich selbst und meine Gesundheit verantwortlich. Aber ich kann eben selber entscheiden, ob ich was gesundes oder was ungesundes essen mag und muss dann halt mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen, die ich ja auch kenne. Wenn jemand sich nur mit Fast Food mästet und irgendwann Herzprobleme bekommt, braucht er sich nicht groß zu wundern. Wer jahrelang raucht, kann sich nicht beschweren, wenn er Lungenkrebs bekommt.
Aber abgesehen davon, dass meine Katzen gar nicht wissen, was passieren würde, wenn sie sich nur mit Whiskas oder Wurst vollschlagen würden, könnten sie mir ja gar nicht mitteilen, ob sie vielleicht doch lieber gesund ernährt werden möchten und damit eine Chance auf ein langes, gesundes Leben haben. Diese Verantwortung liegt bei mir, ganz alleine. Sie sind auf mich angewiesen. Und ich will nur ihr Bestes. Ich würde mir nie verzeihen, eine meiner Katzen leiden zu sehen, weil ich sie falsch ernährt habe !

Dennoch ist es natürlich auch empfehlenswert, auf die eigene Gesundheit und Ernährung ein Auge zu werfen ;) , keine Frage !

nykytah
30.06.2004, 11:09
Hallo,
dieses Thema find ich echt interessant und bringt manchen vielleicht ins Grübeln! ;)
Also ich halte es so ähnlich wie Pikephish. Ich beschäftige mich sowohl mit der Ernährung meiner Katzen (aber im vernünftigen Rahmen), wie auch mit meiner eigenen.
Ich bin Vegetarierin und kaufe hauptsächlich im Bioladen, aber nicht nur.
Meiner Ansicht nach ist es nicht sehr viel teuerer beim Biobauern, wenn man vernünftig kauft, außerdem will ich auch diese Wirtschaft unterstützen.
Na ja, auch ich will kein Moralapostel sein... :D

Gruß, Sandra

Anschla
30.06.2004, 12:41
100% NEIN!!!

Ich bin absolut inkonsequent, ich liebe Chips und ähnlich ungesunde Sachen...

Allerdings achte ich ansonsten schon ein wenig drauf, was ich esse, wobei ich mich nicht kasteie...ich liebe so oder so Gemüse, ob roh oder gegerat...Obst mag ich allerdings fast gar nicht....

Ich denke, ich höre viel auf meinen Körper...wenn ich im Winter mal heisshunger auf eine Haxe hatte, mag ich am nächsten Tag automatisch den großen Salatteller, ohne dass ich groß planen muss...
Ansonsten bin ich auch ein Naturjoghurt Fan und gehöre zu den seltenen Exemplaren, die fast nie Schokolade und nie Eis essen .- ich mag es einfach nicht...wie gesagt, ich bin eher fürs herzhafte...

Wenn ich mich für was ungesundes entscheide, geniesse ich es aber sehr bewusst!!!!!

Bei meinen Katzen achte ich eher auf ernährung als bei mir...wenn auch nicht immer perfekt.

kenya
30.06.2004, 12:49
und alle anderen natürlich auch...

Mir ist schon klar, Sima, was Du meinst, weil ich eben zwei Kinder habe und bei denen vor allem in der Baby-Kleinkindphase eine sehr große Tendenz zum "Perfektionismus" hatte, u.a. auch, was die Ernährung betraf. Ich glaube auch, ich habe das ganz gut hinbekommen: meine Kiddies ernähren sich auch heute bestimmt noch wesentlich gesünder, als viele Altersgenossen, obwohl sie mittlerweile schon Teenies sind. Vor allem war ich ein gutes Beispiel in Sachen Sport, und ich hoffe, dass ich demnächst auch immer mehr vegetarische Sachen anbieten kann. Es gab da letztens so einen Film über ein Schwein namens Kork, - wer den gesehen hat, mag glaube ich kein Fleisch mehr essen. (Aber das wäre ein Thema für nen neuen Thread):0(
Ich finde es einfach interessant, dass teilweise das Wohlergehen der "Schutzbefohlenen" noch über der eigenen Befindlichkeit steht..denn wenn man es jetzt GANZ streng nehmen würde, dann müsste man ja in Anbetracht der langen Lebenserwartung unserer Katzen für sich selbst mindestens genau so gut sorgen, damit man nicht etwa noch vor ihnen das Zeitliche segnet;) Aber keine Angst, ich will hier überhaupt niemanden bekehren oder irgendwem was vorschreiben - mich hat einfach nur mal Eure Einstellung zu dieser Thematik interessiert!
:cu:

Sima
30.06.2004, 13:40
@kenya
ich finde Deine Idee zu diesem Thread auch wirklich klasse und vor allem die Antworten seeeeehr interessant :D
Falls Du mal wieder so 'ne Diskussions-Anregung hast...nur her damit ;)
:cu:

Sandra1980
12.07.2004, 19:21
Ist zwar schon etwas her, aber irgendwie hat es mich doch nciht losgelassen:

Ja, ich bin so konsequent bei meiner ernährung wie bei der von meinen Katzen. Allerdings übertreibe ich es weder bei den Katzen, noch bei mir.

So wie die Kazen hin und wieder aus dem Supermarkt einen Beutel Felix oder so bekommen, gönne ich mir hin und wieder Chips oder so.

Ich lese mich bei den AKtzen nciht so extrem in die ernährung ein - wenn man was hört vermeidet man es halt (Zucker, K3,...) ebenso bei meiner ernährung.

Mal sehen wie alt wir alle werden!;)

kenya
12.07.2004, 22:36
Hi Sandra,
jawoll, genau so sehe ich das auch. Verantwortung hin oder her: meine Kinder dürfen auch mal Cola trinken, meine Katzen sind ab und zu mal ganz yep auf ekelhaften Felix-Fraß: wenn beides die große Ausnahme bleibt, gönn ich's Katz und Kegel:D
Also für mich ist es einfach ein bisschen schwer nachvollziehbar, wenn man sich mit der Katzenernährung schon fast wissenschaftlich auseinandersetzt und dann nicht auch automatisch bei sich selbst weitermacht. Denn irgendwie kann man das dann ja nicht mit Unwissenheit entschuldigen :)
Ich mag es nicht, wenn man das ganze zum Heiligtum hochstilisiert. Ein Tierarzt sagte mir mal, als ich ihn auf den Zahnstein meines Katers ansprach und ihm vorjammerte, dass ich doch nur das beste und zuckerfrei und überhaupt verfüttern würde: "Wissen Sie, dass Streunerkatzen auf Kreta alles mögliche haben, Flöhe, Katzenschnupfen etc - aber niemals Zahnstein???? Wenn die Streunerkatzen ansonsten medizinisch versorgt würden, also geimpft, entwurmt und kastriert, wären das Katzen, die DESWEGEN kerngesund wären, weil sie sich den ganzen Tag bewegen auf der Suche nach Futter. WAS das für Futter ist: nicht so relevant, Mäuse, Abfälle, Milch....egal. Was machen unsere Hauskatzen dagegen: ein paar Spielchen, ein bisschen toben...aber die Katze ist genetisch immer noch darauf ausgeleget, auf der Suche nach Nahrung weite Wege zurückzulegen. So hat Zahnstein u.a. auch etwas mit Bewegungsmangel unserer "verwöhnten" und im Nahrungs-Überfluss lebenden Stubentiger zu tun!"
Witzig, gelle?
Liebe Grüße
Kenya