PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund beißt Leine kaputt



Lhamo
24.06.2004, 16:58
Hallo, Ihr Wissenden,

mein Tibet Terrier "Lhamo" ist mittlerweile 6 1/2 Monate alt und entdeckt seinen Dickkopf. Er zieht an der Leine mit Allradantrieb und wenn ich stehen bleibe oder die Richtung wechsel beißt er in die Nylonleine.
WAS KANN ICH TUN???

Wäre ein Halti sinnvoll? Welche Größe bräuchte er? Und kann ich dieses Ding auch ohne professionelle Anleitung nutzen?

LG

Danny + Lhamo

Rocky
24.06.2004, 20:36
Hallo Danny!
Ja,diese Erfahrungen habe ich auch schon gemacht.Ihm passt es jetzt einfach nicht dass Du Ihm etwas verbietest.
Gehst Du zur Hundeschule?
Also bei mir hat das am meisten geholfen.Sam hat Anfangs auch gezogen wie ein Idiot.
Dann haben wir gelernt wenn er zieht soll man Ihn zurückziehen(ganz kurzer Ruck)und Langsam sagen...Wenn er langsam läuft(und wenn es nur 10 sekunden sind),dann gib Ihm sofort ein leckerle und sag "Fein langsam".Sobald er wieder zieht zieh Ihn zurück und wiederhole das langsam.Sobald die Leine Spannung bekommt mußt Du Ihn sofort mit einem kleinen Ruck zurückziehen.Und wenn es 20 mal in der Minute ist.Das hört sich hart an,ist es aber nicht.Du darfst Ihn eben nicht so zurückziehen bis es Ihn schleudert,nur ein leichter ruck.Und sobald er lieb läuft-loben nicht vergessen!Dann wird auch das mit dem Leine beissen besser...
Natürlich kannst Du auch ein Halti versuchen.Bei manchen klappt das ganz gut.
Wegen der Grösse nimmst Du Ihn am besten mit in ein Fachhandel...dann kannst Du es am besten testen.




LG Mone:D

Cisali
24.06.2004, 23:12
Hallo Danny,
Also bei einem Welpen von 6 1/2 Monaten würde ich noch kein Halti verwenden.
Besser wäre eine Hundeschule,aber da mag nicht jeder hingehen.Du mußt deinem Welpen immer wieder sagen das er langsam gehen soll und ihn mit einem kurzen Leinenruck daran erinnern.Aber sei vorsichtig dabei der Hundehals ist sehr empfindlich.Und mache die Übungen immer nur kurz ,denke daran es ist noch ein Hundekind,das die meiste Zeit spielen will. Das beißen in die Leine mußt du ihm gleich von Anfang an deutlich verbieten sonst wird das ein lästiges Spiel das man ihm schwer wieder abgewöhnt.Nimm ihm die Leine aus dem Maul und sag dabei ein Lautes Nein,Pfui ist das.Du wirst sehen das kapiert er ganz schnell.Und wenn was klappt vergiss das Loben nicht.Dem Hund richtig zeigen das Du dich freust wenn er es richtig gemacht hat,egal wie die Leute auch gucken:p .

LG Cisali

Thomas
25.06.2004, 01:08
Hallo Danny!

Er zieht an der Leine mit Allradantrieb und wenn ich stehen bleibe oder die Richtung wechsel beißt er in die Nylonleine.
Falls noch nicht geschehen, würde ich erstmal von Halsband auf Geschirr umsteigen. Zum einen kann sich dadurch, mit etwas Glück, der Vorwärtsdrang von alleine etwas abmildern, da der Gegendruck schwächer wird (Druck erzeugt noch mehr Gegendruck). Zum anderen hat das Geschirr in Deinem speziellen Fall mit der Leinenbeisserei noch den Vorteil, das die Leine auf dem Rücken eingehakt wird und somit deutlich schlechter für ihn erreichbar wäre. Grundsätzlich kann man dem lästigen Leinebeissen auf 2 Arten begegnen, würde ich individuell vom Hund abhängig machen. Entweder stehenbleiben und ignorieren ignorieren ignorieren, wenn er dann von selbst aufhört, also die Movtivation verliert weil Du ja nicht "mitspielst", dann iss gut. Falls er unablässig weitermacht (selbstbelohnendes Verhalten) dann ruhig eine Zurechtweisung per Anrempeln und/oder in die Flanken kneifen und deutlichem "Nein!".


Wäre ein Halti sinnvoll? Welche Größe bräuchte er? Und kann ich dieses Ding auch ohne professionelle Anleitung nutzen?
Probiers erst mal ohne. Es sollte eigentlich nicht nötig sein. Falls doch, dann nur mit professioneller Anleitung.


@ Mone

Sobald die Leine Spannung bekommt mußt Du Ihn sofort mit einem kleinen Ruck zurückziehen.Und wenn es 20 mal in der Minute ist.
Allein die Aussage das diese "Einwirkung" (bis zu) 20 Mal in der Minute, jedenfalls sehr häufig, "notwendig" sein kann, führt diese Ausbildungsmethode ad Absurdum. Meiner Wahrnehmung nach, kommen diejenigen, die sich einmal auf das Leinerucken eingelassen haben, nur sehr schwer wieder davon los. Der Gewöhungseffekt für den Hund ist viel zu schnell da, er kommt trotzdem an´s Ziel und mit der Zeit muss der Ruck dann eben stärker werden um nicht vollends zu verpuffen. Nicht mein Ding.

@ Cisali

Also bei einem Welpen von 6 1/2 Monaten
:?: Aus dem Welpenalter ist der längst raus - tut aber nix zur Sache.

Du mußt deinem Welpen immer wieder sagen das er langsam gehen soll und ihn mit einem kurzen Leinenruck daran erinnern.
Ihm sagen? Auf deutsch? Ihn erinnern? Auf deutsch? Wie lernt ein Hund? Was versteht er? Einen Leinenruck? Leinruck = Hündisch für LANGSAM?

Aber sei vorsichtig dabei der Hundehals ist sehr empfindlich
Ist ja nett von Dir, das Du Dich (zurecht!) um den Hundehals sorgst, aber warum etwas tun, was man dann doch nicht "richtig" (weil AUA) tun kann/soll? Warum nicht gleich anders?

Gruß
Thomas, geht jetzt ruck-zuck ins Bettchen

Ivonne
25.06.2004, 09:05
Moin,

schließ mich Thomas an.

Sollte er dennoch an die Leine kommen (manche Männer können ja ganz gelenkig sein *feix*), versuchs mit einer Kettenleine. Brauch ja nur ne ganz dünne sein, aber so kannst Du bedenkenlos weiterüben und vielleicht läßt Wauzi das dann auch sein, weil is ja unangenehm.

Rocky
25.06.2004, 13:16
Ok,Thomas.Du empfindest das mit dem Leinenruck nicht richtig,aber ich habe es in der Hundeschule so gelernt und es klappt bei uns so gut dass ich nicht mehr an der Leine rucken muß.Es kommt bestimmt auf den Hund an,aber ich sehe es als ganz sinnvoll an.Und die Hundeschule empfiehlt es auch nicht umsonst,schließlich kennen die sich sehr gut aus:D


LG Mone

Ivonne
25.06.2004, 13:32
Naja, das is kein Argument, das die HS ja weiß, was sie tut.

Gibt genuch, dies immer noch nich wissen und ihren Quark verbreiten können :)

Naddel633
25.06.2004, 13:47
Hallo,

generell ist ein Halti bei solchen Problemen eine Gute Sahce. Aber hauptsächlich einzusetzten, wenn die Größenverhältnisse zwischen Hund und Halter erheblich sind (Wenn z.b. einé 1,60m Frau eine Deutsche Dogge hat, die zieht wie Harry). dann ist das Halti durchaus zu empfehlen.

An deiner Stelle würde ich das Ziehen einfach ignorieren. Ich würde Stehen bleiben, das er merkt " wenn ich mich bockig stelle geht es nicht weiter". damit habe ich gute Erfahrungen gemacht. Einfach ignorieren. Dein Hund wird dich dann vermutlich ziemlich verdutzt anschauen unter dem Motte "na geht es nicht weiter". Ist er aufmerksam- weiterlaufen. Läuft er gut- Belohnung. Zieht er- das gleiche von vorne. Das kann zwar anstrengend sein, aber so muß der Hund selber überlegen was falsch ist und wird sich das Ziehen nicht richtig angewöhnen. Wenn du ihm aber immer wieder an der Leine ruckst, dann ist ihm das irgendwann vermutlich egal , weil es trotzdem weitergeht.

Das mußt du für dich und deinen hund ausprobieren.

Viele Grüße und Viel Glück und Geduld

Eule
25.06.2004, 14:21
Warum zieht der Hund? Warum soll der Hund denn bei dir bleiben? Da hinten, da, wo er nicht hin kann wegen dieser doofen Leine, da ist es doch VIEL besser. Himmel, da will er hin aber es geht nicht, egal wie sehr er zieht. Nicht aufgeben, irgendwann klappt es schon.

Mein Lösungsvorschlag:
Mach DICH interessant, sorge dafür, dass der Hund neben dir laufen WILL!!!!!

Das klappt am besten mit Leckerli. Der Tipp, der mir mal gegeben wurde: Laufen und dabei stopfen, stopfen, stopfen. Bei sehr heftigen Ziehern, die so gar nicht kapieren wollen, nimmt man einen hungrigen (!!!) Hund und Mega-Leckerli (bei uns klein geschnippelte Wiener. Es gehen auch Käsestückchen. Irgendwas, das leicht zu schlucken ist und nicht lange gekaut werden muss und wofür der Hund durch’s Feuer laufen würde). Wenn der Hund erst mal kapiert hat, dass es sich lohnt, in deiner Nähe zu bleiben, wird er es freiwillig tun. Kombinieren sollten man diese Übung dann mit einem Befehl, z.B. "Bei Fuß" oder "Hier" oder so. Immer, wenn du diesen Befehl sagst, gibt es automatisch ein Leckerli. Anfangs ist es nicht so wichtig, ob der Hund auch wirklich "Bei Fuß" läuft, er wird erst mal auf diesen Befehl konditioniert: "Bei Fuß" heißt Fressen!

Eigentlich sollte es mit ein wenig Übung klappen. Wenn der Hund anfängt zu ziehen, wird er auf den Befehl hin neben dir laufen und auf sein Leckerli warten. Dass sollte aber vor allem am Anfang SOFORT kommen, bis das sitzt. Später kann man dann vom Leckerli langsam weg, indem man erst ein paar Schritte weiterläuft, bevor der Hund etwas bekommt.
Bei Rückschlägen muss man wieder am Nullpunkt anfangen.

Ganz klar meine Strategie: Nicht das unerwünschte Verhalten muss abgewöhnt werden, sondern das erwünschte Verhalten muss gelernt werden. Wenn das klappt, dann ist das Problem gelöst!

Naddel633
25.06.2004, 14:58
Hallo,

man muß aber Bedenken: alles was man mit Leckerlis "lernt" muß nach und nach auch wieder verringert werden. Und da gibt es so einige Spezialisten unter den Hunden, die das gleiche Kommando ohne Leckerchen gar nicht ausführen-:-) und man dann wieder den Ärger hat.

Das muß jeder für sich selbst ausprobieren, aber ich persönlich würde lieber Geduld mitbringen und auf kleine Erfolge waretn, als am Anfang alles zu erwarten und dann ohne Leckerli wieder am Anfang zu stehen.

Bin mal gespannt, wie die Lösung des Problems aussieht?!!
Denn jeder macht ja mit seinem Hund andere Erfahrungen.

Liebe Grüße

Rocky
25.06.2004, 18:56
@Naddel
Ja,genau,jeder macht seine eigenen Erfahrungen und ich finde das auch gut so.Ich meine jeder muß herausfinden was bei seinem Hund am besten klappt.
Das mit den Leckerlies sehe ich genauso!Man sollte nicht ständig mit Leckerlies arbeiten.Ein Hund muß es auch irgendwann mal ohne Leckerlies kappieren...Und das ist schwer es erst einmal abzugewöhnen..

@Ivonne:
Ich war auch schon auf einer Hundeschule die nicht effektiv war.Darum habe ich jetzt zu einer privaten gewechselt die wirklich sehr gut ist!Wie gesagt-jeder hat eben seine Methoden.Und nur weil Du es nicht für angebracht empfindest,denke ich dass die Hundeschule trotzdem super ist.Es heißt ja lange nicht dass Du dies ausführen mußt!Aber wenn ich die 3 Hunde unserer Lehrerin anschaue,dann wären mit Sicherheit manche hier froh wenn denen Ihre Hunde so folgen würden...:D
Und diese hat sie genauso erzogen-meiner Meinung nach sehr erfolgreich!


LG Mone

Rüsselterriene
25.06.2004, 19:23
:?: Wielange muss man eigentlich in diesem Forum registriert sein, um ein oder zwei Themen zur "Leinenführigkeit" gelesen und verstanden zu haben?

Anke *denkt da jetzt wirklich drüber nach*

Lhamo
26.06.2004, 15:19
Hallo, Ihr lieben Ratgeber,

die ganzen Tricks, die den Hund dazu bringen sollten nicht an der Leine zu ziehen, praktiziere ich schon...mit leidlichem Erfolg...weil der Dickschädel alles interessanter findet als Futter!!!

Ich hab jetzt das untere Teil der Leine durch eine Kette ersetzt und hoffe, dass die nicht sooo lecker ist wie Nylon!!!

Wenn doch, dann hält die Kette wahrscheinlich lange, aber Lhamo muss dann bald passierte Kost fressen.

Mal abwarten.

Ich versuche immer wieder konsequent zu sein, aber wenn ich jedesmal stehen bleiben würde, wenn Wauwi zieht, kämen wir auf einen Schnitt von 50m in der Stunde, das nervt doch ganz schön.

OM ich bin die KONSEQUENZ in Person HUM

LG

Danke für die Tipps

Danny

Ekle
28.06.2004, 12:11
Hallo Lhamo,

wenn Du nicht wirklich einige Tage 100% konsequent bei jedem Zug an der Leine stehen bleibst - auch wenn Ihr in einer Stunde nur 20 m weit kommt -, dann brauchst Du es garnicht erst anzufangen.

Im Moment führst Du das Prinzip der variablen Belohnung durch. Das einzige was Dein Hund dabei lernt ist: Wenn ich nur beharrlich genug bleibe, und auch zwanzig Versuche mich nicht weiterbringen, der einundzwanzigste Versuch bringt mich doch ans Ziel.

Also wenn Du nicht wirklich absolut, total konsequent bist, wirst Du Deinem Hund ganz im Gegenteil zu dem was Du wünscht, nur beibringen noch beharrlicher an der Leine zu ziehen.

Viele Grüße Ekle