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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seperate Tollwutimpfung ?



Kaboo
16.06.2004, 23:58
Hallo,

wer kann mir weiterhelfen ?
Die meisten Impfungen für Hunde sind ja sogenannte Kombinationsimpfungen, d.h. es wird gegen mehrere Krankheiten eine Spritze verabreicht !
Kann mir Jemand sagen, ob es möglich ist, einen Hund NUR gegen Tollwut impfen zu lassen ?

Danke und lieben Gruß,
Kaboo

4711
17.06.2004, 07:08
Hallo

Logisch ist das möglich. Man kann ja auch seinen Hund gegen alles einzeln impfen lassen, damit er die einzelnen Impfstoffe besser verträgt.

Gruß 4711

Kaboo
17.06.2004, 09:24
Hallo 4711,

Danke für die Antwort !

Überlege nämlich momentan, ob ich alle Schutzimpfungen wirklich jedes Jahr machen soll !
Die endlosen Debatten über Überimpfung und Nebenwirkungen sind hier ja bestimmt zumindest im ansatz bekannt.
Tollwut ist ja immer noch Pflicht, jedes Jahr zu impfen - jedenfalls wenn man wie ich 1-2 Mal im Jahr die Landesgrenze mit seinen Hunden überschreitet !
Oder bin ich da fehlimformiert ?

Gruß,
kaboo

Naddel633
17.06.2004, 16:42
Tollwut muß aus rechtlichen Gründen JEDES Jahr geimpft werden- auch in deiner gewohnten Umgebung und auch, wenn es kein Tollwutbezirk ist.
Mein TA hat gesagt, wenn ein Hund im Wald herrenlos aufgefunden wird, dann darf der Jäger ihn erschießen, wenn er keine gültige TW-Impfung hat!

Tollwut sollte man schon jedes Jahr impfen lassen. Und auch wenn es einige Disskussionen um die Imfpschäden gibt, so denke ich sollte man das auf den Hund sehen. Einen Jungen Hund würde ich persönlich die ersten 3 Jahre voll impfen lassen- und danach nur noch jedes 2. Jahr. Aber das ´muß jeder entscheiden.

VG, Naddel

4711
17.06.2004, 19:08
Hallo

Naja das mit dem Jäger und dem erschießen ist ja abhängig vom Bundesland und dann auch eher vom Waldgesetz.
Ein Jäger kann ja schwer erkennen, ob ein Hund geimpft worden ist oder nicht. Für den heißt es dann eher: Oh der könnte wildern...und tschüß.
Fakt ist wohl, dass jeder Hund der nicht geimpft worden ist und im Verdacht steht Tollwut zu haben getöt wird (durch Biss eines Tollwütigen Tieres o.ä.).

Aus Seuchengründen halte ich diese Impfungauch für sehr sinnvoll (da kommt dann doch mein Job wieder durch) und wichtig, da diese Krankheit zu gefährlich für den Menschen ist und sie bei weitem noch nicht in Deutschland ausgerottet ist.

Welche anderen Impfungen man seinem Hund zukommen läßt bleibt jeden sich selbst überlassen unser erster Hund hatte Staupe und das möchte ich nicht nocheinmal mit ansehen müssen. Daher lasse ich impfen, aber das ist auch nur ´ne persönliche Erfahrung gewesen. Tausende von ungeimpften Hunden bekommen keine Staupe o.ä..

Gruß

4711

Hovi
17.06.2004, 19:38
Hallo,

leider gibt es nicht jeden Impfstoff einzeln...das wäre wohl zu einfach!

HIER findest Du die derzeit in Deutschland zugelassenen Kombi-Präparate und Einzel-Impfstoffe:
http://www.pei.de/downloads/hunde.pdf

Die Tollwut-Impfung ist in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die verwendeten Tollwut-Impfstoffe halten (sogar nach Angaben des Herstellers, guckst Du HIER:
http://www.vetpharm.unizh.ch/TAK/00000000/00001186.VAK)
allesamt über 2 Jahre. Ein Jäger darf einen Hund nicht einfach abschießen, es sei denn, der Hund wildert - was sind denn DAS für Schauermärchen? Das wäre ein Verstoß gegen das TierSchG (Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund).

Wann ein Hund wegen Tollwut-Infektionsverdacht getötet werden darf, steht in der Tollwut-Verordnung, § 9:

"Schutzmaßregeln bei Ansteckungsverdacht
(1) Für Hunde und Katzen ordnet die zuständige Behörde die sofortige Tötung an, wenn anzunehmen ist,
daß sie mit seuchenkranken Tieren in Berührung gekommen sind. Sie kann die sofortige Tötung dieser
Hunde und Katzen anordnen, wenn anzunehmen ist, daß sie mit seuchenverdächtigen Tieren in Berührung
gekommen sind."

Also: Der Hund muß mit einem seuchenkranken Tier in Berührung gekommen sein. Ist er ungeimpft und dieser Nachweis geführt, wird er getötet.

Ist er nur mit einem seuchenverdächtigen Tier in Berührung gekommen (Achtung, Tücken des Juristendeutschs), dann KANN die Behörde die Tötung zwar anordnen, wird es aber i. d. R. nicht tun, da hier wieder das TierSchG (Töten von Wirbeltieren) greift und der Hundehalter hier eine einstweilige Verfügung erwirken kann. Der Hund kommt dann allerdings in Quarantäne.

Es muß wohl jeder für sich entscheiden, ob er seinen Hund TW-impfen läßt, obwohl dies nachweislich im 1-Jahres-Rhythmus nicht nötig ist. Wer viel verreist, auf Ausstellungen geht usw., wird es wahrscheinlich tun.

Forschungen in den USA haben ergeben, dass die Grundimmunisierung gegen Staupe und Parvovirose beim Hund etwa 7 Jahre anhält. Über den Sinn jährlicher Impfungen existiert bereits ein anderer Thread, wo dieses Thema ausführlichst (!) diskutiert wurde!

LG
Claudia

Kaboo
17.06.2004, 20:15
Hallo,

Danke für die Antworten !
Abgesehen von der Tollwutimpfung werde ich die anderen Impfungen nicht mehr jedes Jahr machen lassen ! Einfach aus dem Grund, da ich auch viel über die längere Wirksamkeit von Impfstoffen bzw. Überimpfung und deren Folgen ( also das, was Claudia schon geschrieben hat ) gelesen habe !
Mache das bei meinen Katzen übrigens auch so und die TÄ hat mir da zugestimmt !

Viele Grüße,
Kaboo

Brana
17.06.2004, 22:20
Hallo Kaboo,

ich lasse meine Hunde schon immer nur alle zwei Jahre impfen und da dann die 'Tollwutimpfung (da Lebendimpfstoff)' von den anderen getrennt nachdem mein Hund 5-Kombinationsimpfung absolute Probleme hatte. Vorher und danach haben meine Hunde die Impfungen immer gut vertragen, aber wie gesagt ich lasse die toten Impfstoffe von den lebenden Impfstoffen im Abstand von 14 Tagen spritzen.

LG
brana

Kaboo
18.06.2004, 09:08
Hallo Brana,

da muß ich doch jetzt nochmal genauer nachfragen - die Tollwutimpfung läßt Du auch nur alle zwei Jahre machen ?

Gruß,
Kaboo

Naddel633
18.06.2004, 12:56
@Claudia : Es braucht nur so sein, das ein Ort als "Tollwutgefährdet" eingestuft wird - wenn man dann einen herrenlosen Hund im Wald aufgreift und der nicht gültig gegen Tollwut geimpft ist, darf man ihn erschießen- weil der Verdacht liegt, das er mit z.b. mit gefährdetem Wild Kontakt hatte. Das sind keine Schauergeschichten- sondern Tatsache. Das ist bei uns in der Nähe schon mal so passiert, sonst wird sich das ein TA bestimmt nicht aus den Fingern saugen, oder?

LG, Naddel

Hovi
18.06.2004, 15:20
Hallo Naddel,

es ist auch schon passiert, dass Jäger Hunde abgeschossen haben, die nicht gewildert haben, obwohl sie es nicht durften.

Mag sein, dass das, was Du beschreibst, genauso bei euch passiert ist. Nur: weil etwas schonmal passiert ist, heißt das noch lange nicht, dass es rechtens ist.

Um hier mal "weiterzuspinnen": Ein Hund, der im Wald "aufgegriffen" wird, wie Du schreibst, hat üblicherweise seinen Impfpass nicht mit dabei. Die Tollwutmarke allein sagt überhaupt nichts aus, denn die könnte man ebensogut gefunden haben. Sie ist also keine Urkunde im rechtlichen Sinne. Als Dokument und Nachweis über die Impfung gilt hier ausschließlich der Impfpass. Der Hund wäre also so oder so getötet worden, ob er nun geimpft war oder nicht - und rechtswidrig war die Tötung so oder so.

Lies Dir einfach die Tollwutverordnung durch. Da steht alles drin, was Du wissen mußt.

Jäger sind NICHT berechtigt, die Entscheidung über die Tötung des Hundes zu fällen! Die Entscheidung über die Tötung obliegt alleine der zuständigen Behörde, also in diesem Fall dem Amtsveterinär.

Der Jäger, der bei euch den Hund abgeknallt hat, hatte schlichtweg Glück, dass der Hund herrenlos war. Er hätte einen Prozess mit Pauken und Trompeten verloren, weil ihm diese Entscheidung nicht zusteht.

Und wie gesagt: Auch eine Tollwutimpfung hätte diesem Hund bei so einem Jäger nichts geholfen.

Dies nur zur rechtlichen Lage, damit keine Mißverständnisse aufkommen - die Tollwut-Impfung hält nachweislich länger als 2 Jahre. Jeder muß für sich selber entscheiden, inwie weit er seinen Hund trotzdem jährlich impfen lassen will.

LG
Claudia

Naddel633
18.06.2004, 17:25
Hallo Claudia,

mag sein das es nicht rechtens ist- aber das wird sicher nicht nur einmal, sondern leider immer wieder und überall mal wieder passieren.

Zu dem Impfstoff: Ich weiß das man sagt, das die Tollwutimpfung über 2 und der Rest über bis zu 7 Jahren "hält"- aber wie du schon sagst, man muß das individuell und auf jeden einzelnen Hund abgestimmt entscheiden.

LG, Naddel

Kaboo
18.06.2004, 17:41
... ist schon wirklich schwierig da eine richtige Entscheidung zu treffen ! -> Wenn es überhaupt eine " richtige " Entscheidung gibt !
Für mich ist aber klar, dass ich die Tollwutimpfung jedes Jahr machen werde, schon allein, weil ich mind. 1 mal im Jahr mit meinen Hunden die Landesgrenze überschreite und da ist nunmal die jährliche Impfung eine Pflichtveranstaltung !
Die anderen Impfungen werde ich nur noch alle 2 später vielleicht nur alle 3 - 4 Jahre machen lassen !
Bin auch der Meinung, dass sollte man für seinen Hund individuell entscheiden !
An einigen Krankheiten sollen ältere Hund auch zum Beispiel überhaupt nicht mehr erkranken ..
Da kenn ich mich aber zu wenig mit aus, um da mehr drüber sagen zu können !

Lieben Gruß

Brana
18.06.2004, 21:41
Hallo Kaboo,

nein, die Tollwutimpfung lasse ich jedes Jahr machen, obwohl hier in und um München herum seit 30 Jahren kein Tollwutfall mehr aufgetreten ist.

Wenn man aber den Link von Claudia liest hält auch die TW-Impfung 2 -3 Jahre, was ich gerne glauben mag.

Meine Ärztin ist aber so super, daß sie von selbst fragt, ob ich nicht nur dieses oder jenes impfen lassen möchte, weil sie der Meinung ist das ist genug.

Da meine Maus im Ausland eh nicht überall einreisen darf habe ich mich sowieso entschlossen nur in deutschsprachige Länder mit ihr zu reisen solange es sie gibt.

Gegen das Chippen habe ich auch was. Ich finde jeder, der seinen Hund chippen läßt sollte sich selbst chippen lassen um zu sehen wie gut das tut und was danach weiter passiert (allergische Reaktionen auf das Material, wandern des Chip usw.).

Wenn wir nach Österreich oder in die Schweiz fahren, dann poker ich einfach, ich lege den Hundepass, daß Geierzeugnis (für den Papagei), Maulkorb und Leine alles gut sichtbar ins Auto. Wenn sie mich anhalten, dann eigentlich nur wegen des Vogels und da studieren sie die Papiere genau, aber der hat ein lebenslanges Einreisevisum für die Schweiz und die Ösis gucken sich halt nur gelangweilt die Papiere an. Beim Hund fragen sie nur, welche Rasse das ist. Hier drück ich mir selbst die Daumen, hoffentlich bleibt das weiter so.

LG
brana

Kaboo
19.06.2004, 13:46
Hallo Brana,

dass Chippen hat Vor- und Nachteile !
Klar, kann der Chip im schlimmsten Fall wandern und Entzündungen verursachen - dann müßte er halt wieder entfernt werden ( auch wenns nicht so einfach ist ) !
Aber dies passiert nur äußerst selten !
Der Chip hat aber auch positive Seiten ! In unserem örtlichen Tierheim werden NUR gechippte Hunde abgegeben - so kann sie später niemand einfach aussetzten, denn der Besitzer könnte immer ermittelt werden.
Dies ist meiner Meinung nach auch der größte Vorteil - stell Dir vor, dass Tier läuft Dir weg, hat kein Halsband um etc. ( auch ein gut erzogener Hund kann weglaufen, wenn er in Panik gerät ) der Chip ist immer dabei, geht nicht verloren und wird nicht unlesbar ( wie eine Tätowierung ) .
Auch glaube ich, dass gechipte Hunde etwas besser vor Tierfängern geschützt werden, die die Tiere an Versuchslabore verkaufen ( angeblich sollen nämlich dort Kontrollen gemacht werden ) ! Die meißten gechippten Tiere tragen ja eine Tasso Plakette, so das auch nach Außen hin sichtbar gemacht wird, dass das Tier bei Verlust gesucht wird !
Darüberhinaus ist es für die betreffenden Hunde in der Huundeverordnung Pflicht, gechipt zu weden.

Meine Hündin unterliegt zwar nicht dieser Verordnung, aber ich habe ihn trotzdem aus anderen guten Gründen chipen lassen !

Zu Deiner Meinung, die Menschen sollten sich mal chipen lassen :
Du glaubst ja garnicht, was sich Menschen unter die Haut pflanzen lassen ... Kugeln, etc.
Habe neulich erst im TV gesehen, dass sich Discogänger einer bestimmten Disco chipenlassen können ( und viele tuns ) sie können dann im voraus Geld auf ein Konto des Discobetreibers überweisen, Daten werden auf dem Chip gespeichert und beim Getränke bezahlen wandert einfach ein Lesegerät über den implantierten Chip und zieht das Geld vom angelegtem Konto ab !
Nix für mich, aber wems gefällt ...

Und wer weiß, vielleicht gibt es in ein paar Jahren auch keinen Perso mehr, sondern wir werden ALLe gechiped ?!
:D Ok, will hier keine wagen zukunftsprognosen erstellen !

Brana
19.06.2004, 21:20
Hallo Kaboo,

Du hast schon recht, aber meine Abneigung ist so groß gegen das Chippen.

Du meinst man kann so einen Chip nicht verändern, das dürfte eine der leichtesten Übungen für jeden Techniker aus der EDV-Branche zu sein das Teil umzuprogrammieren, zu löschen oder wenigstens unlesbar zu machen.

Und Versuchslabore kümmern sich einen Dre.. um Tätowierungen und Chips zumindest vielen der Labors ist es egal woher das Tier stammt. Das weiß ich aus allererster Quelle.

Und das man sich für eine Disco chippen läßt naja, dazu spare ich mir jeden Kommentar.

Ich persönlich bin absolut dagegen und mache mir meine Gedanken dazu wie ich das alles umgehen kann.

Ich finde es genauso widerwärtig Kälbern und Ferkeln Steiffmarken ins Ohr zu drücken. Für mich ist das eben nicht normal, unmenschlich und Tierquälerei. Vielleicht stehe ich alleine da mit meiner Meinung, aber dazu stehe ich eben auch.

Zu Deiner Zukunftsprognose - ich werde da dann wohl einer der weinigen sein, der sich nicht chippen läßt und illegal hier lebt.

Liebe Grüße
brana:cu:

Kaboo
20.06.2004, 10:16
Hallo Brana,

mit Sicherheit stehst Du mit Deiner Meinung nicht allein da !
Der Chip, wie fast alle anderen Dinge im Leben auch, hat Vor- und Nachteile - wofür man sich letzendlich entscheidet, ist ein Stück persönliches Empfinden.
Gut, dass Du Deine Meinung vertritts, die Sachen, die Du sagst, lassen sich ganz klar nicht von der Hand weisen !
Ob ein Elektrotechniker den Chip von " außen " manipulieren kann, würde mich schon interessieren ... :?:
Was sagen da die Elektrotechniker hier im Raum ?

Der Gedanke mal als Mensch später auch einen Chip tragen zu müssen, gefällt mir auch nicht ... wahrscheinlich noch mit Standortkontrolle ( so wie es schon möglich ist Handys zu lokalisieren ), da hätte man ja ein Gefühl der ständigen Kontrolle !
Zum Glück machen sich Hunde nicht diese Gedanken ! *lach*