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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : dauerbellen nach Autounfall



Ardnas69
15.06.2004, 20:42
Hallo,
der Mischlingshund meiner Nachbarin ist vor 3 Monaten von einem Auto angefahren worden. Als ich ihn fand, lag er reglos mit offenen Augen am Strasenrand. Der TA konnte keine Knochenverletzungen feststellen. Nach seiner Meinung handelte es sich nur um eine sehr schwere Gehirnerschütterung. Der Hund konnte 2 Monate nur liegen. Im Anschluss darann konnte er wieder sitzen und nach einer weiteren Woche wieder laufen. Er benutzt den linken vorderen Fuss nicht. Der TA meint, dass die unterseite der Tatze taub wäre. In der Pfote scheint er jedoch Gefühl zu haben. Das ist jedoch nicht das Hauptproblem. Seit dem er wieder so einigermassen mobil ist, bellt er an einem Stück. Er ist natürlich sehr heisser. Es hört sich ungefähr an wie das heulen einer Robbe. Der TA geht von einer Schwellung im Gehirn aus die auf irgend ein Zentrum drückt. Hat jemand Erfahrung mit soetwas, oder eine gute Idee, evtl. auch homöopathisch?
Schmerzen scheint er nicht zu haben und die Besitzerin kümmert sich rührend um ihn.

Viele Grüse

Sandra

billymoppel
15.06.2004, 21:19
hallo sandra,
das kann hier sicher keiner beantworten, der hund ist ja offensichtlich noch nicht wirklich gründlich (außer äußerlich) untersucht worden. da täten schon computertomografie und kernspin not. ein normaler ta kann das natürlich nicht machen und billig ist das sicher auch nicht.
wahrscheinlich ist schon eine hirnverletzung anzunehmen, nur wegen einer gehirnerschütterung liegt ein hund ja nicht zwei monate rum.
ich wäre mit meinem hund schon längst in einer tierklinik gewesen, die können dann vom augenschein her vielleicht mehr dazu sagen. ich muss ehrlich sagen, ich finde solche feld-wald-und-wiesen-diagnosen vom einem ta auch nicht in ordnung, er (oder sie) hätte den hund längst überweisen und sich um einen spezialisten kümmern müssen. woher wissen tä immer so genau, dass der hund keine schmerzen hat?

liebe grüße
bettina

Ardnas69
15.06.2004, 21:36
Ich finde das ja auch sehr problematisch! Ich habe selbst einen Hundi. Der Hund unserer Nachbarn ist ein Bauernhofshund. Der Bauer wollte ihn sofort einschläfern lassen....
Das Frauchen liebt diesen Hund abgöttisch. (Kindersatz?)
Da ich den Hund täglich sehe und auch seine Fortschritte bin ich mittlerweile vom Thema einschläfern abgekommen. Wenn Herrchen schimpft und Frauchen nicht da ist, bellt Hundi manchmal bis zu 1er Stunde nicht. Von meinem Gefühl her, denke ich nicht, das er schmerzen hat. Da Frauchen sich vom Bauern trennen will und sehr wenig Geld da ist und Hund der einzige halt ist, wird auch in Zukunft keine weitere TA-Behandlung zu erwarten sein.

Ich hoffe ich kann vielleicht mit Euren Ratschlägen weiterhelfen.

Viele Grüsse

Sandra

Ardnas69
15.06.2004, 21:38
Sorry,

ich denke, dass er keine Schmerzen hat!

Gruss
Sandra

Yosoy
16.06.2004, 05:05
Hey Sandra!
Mal ganz davon abgesehen, dass ich bei solchen Beiträgen immer daran denken muss, was wäre, wenn das mir und einem meiner Hunde passiert:( und ich daher sehr mit der Besitzerein mitfühlen kann und auch das Problem solcher "Hofhunde" kenne , gehe ich jetzt mal zu deinem Problem!
Es ist schon sehr verwunderlich, dass er solange liegt, wie Bettina schon sagte. Und auch die Sache mit der genaueren Untersuchung müsste theoretisch gemacht werden.Mich verwundert nur, was du geschrieben hast, dass Hundi bei Herrchen ruhig ist, wenn Frauli NICHT da ist! Heißt das Hundi bellt nur, wenn Frauli da ist? Und das sich Frauli ganz rührend um ihn kümmert und auch gekümemrt hat, als er noch wirklich krank war? Ich will jetzt nicht abstreiten, dass er es nicht mehr ist, sondern nur ne andere Möglichkeit nennen. Hast du schonmal was vom "Aufmerksamkeit fördenden Verhalten" gehört? Sicherlich, als ordentlicher Hundehalter;) . Unbeabsichtigte Konditionierung ist meist die Ursache. Das würde in diesem Fall heißen, Hundi behält ursprünglich krankheitsbedingte Verhalten bei ( Bellen, möglicherweise auch Hinken, aber wenn der TA da schon diagnostiziert hat, die Pfote wäre taub, will ich da nicht zuviel sagen), obwohl er schon genesen ist, da er gemerkt hat, dass es offensichtlich Zuwendung des Besitzers auslöst. War das Bellen auch, als er noch ganz krank war? Vielleicht war es ja ursprünglich krakheitsbedingt, und er behält es wie oben genannt bei. Oder er merkte schon so, dass Frauchen ja immer da war, als er krank war und daiese Situation " hund im Mittelpunkt, versucht er beizuhalten und mit Bellen zu fordern. Und da Frauchen nicht weiß, was mit dem Hund ist, kommt sie auch gleich ( würde ich ja auch machen, wenn mein Wuff sowas hatte;) ) und das wirkte ja immer toll, also warum nicht einfach beibehalten und steigern. Vielleicht liegt ja auch da die Ursache des Humpelns oder gar nicht Benutzen der Pfote? Seine Krankheit hat ja offensichtlich viiiel Zuwendung bei Frauchen ausgelöst, logo, und er sucht sich jetzt den besten Weg, dass sich daran auch ja nichts ändert!
:D
Wie gesagt, es ist eine Möglichkeit, da ich auch von Hunden gehört habe, die lange nach der Genesung noch Humpeln , Erbrechen oder Husten, da sie wissen, dieses Verhalten erzeugt Aufmerksamkeit. Berichte auf alle Fälle weiter über den hund! Du meintest, du hast ihn am Straßenrand gefunden, hat der Autofahrer Fahrerflucht begangen?
Wie gesagt, um hier darüber zu urteilen, sind die Informationen des Krankheitsverlaifes und die Schwere der Krankheit einfach zu rar, aber ihr könnt ja mal einen Verhaltenstherapeuten konsultieren, was der davon hält, und was man als nächstes machen sollte. Der kann euch sicher auch Tipps in Richtung weitere tierärztliche Untersuchungen geben.
LG
Janie

Ardnas69
16.06.2004, 07:59
Ja, in diese Richtung des bellens aus Gewohnheit habe ich auch schon gedacht. Das Herrchen findet den Hund einfach nur doof und nennt Ihn blöde Kanalratte. Der Hund bellt auch in seiner Anwesenheit. Bauer brüllt Hund an und Hund ist anschliessend ca. 1 Sted. ruhig. Ich kann das so genau beantworten, weil ich von zu Hause aus arbeite und mein Büro schräg über dem Bauernhof liegt. Wenn Frauchen nach Hause kommt nach 3 Std. Abwesenheit, beginnt das Dauergebell. Nun hilft auch kein schimpfen mehr.
Ich dachte auch schon darüber nach, ob man dem Hund evtl mit einer art Maulkorb für vielleicht 1 Std. täglich zeigen kann, das sein gebell nicht normal ist. Der Hund wurde übrigens schon geröntgt und ca. 2 Wochen täglich gegen schmerzen gespritzt. TA wollte natürlich auch einschläfern. Vielleicht könnte man dem Hundi mit Bachblüten, oder Globolis weiterhelfen.
Ich sah den Unfall aus meinem Auto heraus. Der Autofahrer fuhr weiter. 2 Mädels am Strassenrand schrieben sich die Nummer auf. Die Polizei nahm wirklich wg. Sachbeschädigeung und Fahrerflucht die Ermittlungen auf. Der Autofahrer äusserte sich nur dahingehend, dass er dachte, der Hund wäre doch sowieso hinüber. Wieso dann noch anhalten?
Die Besitzerin wird jedoch nichts weiter unternehmen, da im Auto angeblich eine Beule ist und der Hund alleine über die Hauptstrasse lief. Er ist an diesem Tag das erste Mal ausgebüchst. Es gibt schon viel Elend auf der Welt.

Viele Grüsse

Sandra