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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lob oder Schimpfe??



Mobart
19.04.2002, 16:23
Hallo,

unser Moritz, 1,5 Jahre alt, macht gerne mal was er will, wenn wir spazieren gehn. Er ist (noch) nicht kastriert ( das ist jetzt wieder eina anderes Thema...können uns nicht dazu entschliessen), aber auch ganz verträglich und umgänglich, auch mit den meisten Rüden.
Es passiert aber manchmal, daß er im Wald einen bekannten Hund sieht, und ihn dann nicht s mehr hält, er sprintet dann weg, ich kann rufen wie ich will, er ist weg! Zwar in Sichtweite, aber es geht ja ums Prinzip. Könnte ja auch eine läufige Hündin etc sein....er soll ja hören. Nach kurzer zeit kommt er dann immer von allein wieder, was ja auch nicht Sinn der Sache ist...wie soll ich mich verhalten???
Eigentlich soll man ja immer loben, wenn er dann endlich kommt, aber doch nicht, dann, wann es ihm passt!!!
Ich habs bis jetzt immer so gemacht:Gerufen, gepfiffen , dann hinterher und in der Nähe von ihm "aufgebaut" und ihn erbost zu mir "gebeten". Der weiß dann auch schon ganz genau was sache ist, und will nicht kommen, guckt mich dann an, mit eingezogenem Schwanz, so daß ich ihn mir dann doch schnappen muß, dann gibts meist einen auf den Popo(natürlich nicht zu feste, bin ja kein Tierquäler), und dann schimpf ich noch mit ihm...aber ich denke dass das nicht effektiv genug ist, er vergißt das schnell wieder und ist bei nächster Gelegenheit wieder weg..wie heut morgen auch wieder....ich will ihn aber auch nicht immer and er leine lassen.
Wenn wir spazieren gehn ist es auch nicht so, daß ich nie mit ihm übe. Er kann bei Fuß, wenn man es ein paar mal energischer sagt (er ist ziemlich eigensinnig), Sitz, Platz und komm her...aber eben nur, wenn gerade kein Spielkamerad in der Gegend ist! nebenbei bemerkt, was kann man tun, damit er das Stöcken oder den Ball auch mal zurückbringt?!naja, auf jeden Fall hab ich mal gesehn, daß es so ein Gerät gibt, dass man dem Hund um den Hals hängt , wie ein 2. Halsband, und dann per fernsteuerung ein Luftzug auf seine nase gelenkt werden kann, wenn er böse ist!Wo gibts sowas und was kostet das?Brigt es auch was???Viele Grüße, Mobart

Virgilswelt
19.04.2002, 19:27
Hallo,

ich glaube, du machst einen entscheidenden Fehler: Du vermenschlichst den Hund! Als erstes soltest du lernen in "hündisch zu denken". Zum Beispiel willst du, daß dein Hund zu dir kommt. Macht er das nicht, wirst du böse, baust dich auf und zeigst durch deine Körpersprache eigentlich das Gegenteil von dem , was du erreichen willst. Der Hund fühlt sich von dir bedroht und versucht, durch zeigen von unterwürfigen Gesten (klein machen, Schwanz einziehen) dich zu beschwichtigen. Was machst du, statt ihm zu zeigen "ja ich habe verstanden, ich will dir auch nichts Böses" schnappst du ihn dir. Dein

Virgilswelt
19.04.2002, 19:35
Upps, mail war plötzlich abgeschickt.

ich wollte sagen, das dein Hund dich einfach nicht versteht und das du in seinen Augen völlig unberechenbar bist. Er wird wenn du nichts daran änderst, sein Vertrauen in dich verlieren. Hier alle deine Fragen zu klären führt zu weit, am besten kaufst du dir ein paar gute Hundebücher über Verhalten und Erziehung.

Viele Grüße
Mandy

PS: Dein Hund weiß nicht was er zwei Minute vorher gemacht hat. Sicher soll er kommen wenn du es willst und nicht wann er es denkt, aber es sollte ihm eine Freude sein zu dir zu kommen, etwa weil du sein Chef bist und er sich bei dir sicher fühlt, oder weil du super Spielideen hast und es bei dir nie langweilig ist.

Alpha
20.04.2002, 00:16
Niemals sollte man einen Hund abstrafen,wenn er(auch nach Stunden)ankommt.Ich könnte Dir natürlich jetzt den richtigen Tipp geben,was Du machen kannst-allerdings bin ich dabei selber lieber persönlich anwesend,um es richtig an dem Hund vormachen zu können bzw. es Dir zu erklären-ich muß mir das stark überlegen.Als Ratschlag:schau hin(ganz genau),was Hunde eines Rudels(vielleicht kennst Du einen zwei-hund-Haushalt)machen,wenn sich der eine,rangniedrigere zu weit vom Rudel entfernt hat,wie dann der ranghöhere reagiert.Es geht nicht um das Umdrehen,welches hier oftmals fälschlicherweise als Abstrafung dargestellt wurde.Es geht um etwas anderes.Solltest Du auch noch so wütend sein,wenn Du zu Deinem Hund hingehst(ihm hinterherläufst),Du darfst es nicht an ihm auslassen,wenn er zurückkommt.Das Schwanz-einziehen etc. ist überhaupt kein gutes Zeichen,es zeigt,daß Dein Hund Dich nicht einschätzen kann(als gutartig und fair).Hebe Dir die Wut für den Moment auf,wenn er das nächste Mal erste Anzeichen gibt,wegzustromern,lasse sie dann raus,sobald er durchbrennen will-schlage ihn jedoch nicht!Vielleicht hast Du ihn mal im Nacken geschüttelt?Dann verstehe ich sein Mißtrauen erst recht-was Schlimmeres kann man nämlich kaum tun.
Sobald er durchstarten will(über einen best.Radius hinaus),stoppe ihn,da er sich nicht zu weit von Dir zu entferenen hat.Das o.g. stimmt soweit,was falsche Signale angeht.Gruß,Alpha

Alpha
20.04.2002, 00:24
Ah,nochwas zur Kastration:die kann ich bei jedem Rüden(nicht Hündinnen)nur empfehlen!Wenn sein Sozialverhalten zuende entwickelt ist,ist der richtige Zeitpunkt.Es gibt keine Nachteile einer Kastration bei Rüden.zum einen ersparst Du ihm(und Dir auch)einigen Stress wegen läufiger Hündinnen(die er meilenweit wahrnehmen kann),zum anderen bekommen Rüden im Laufe ihres Lebens immer wieder neue Dominanzschübe,welche Du per Kastration stoppen würdest.Natürlich kann Dein Hund dennoch weiterhin einige Rangfragen stellen,doch nicht in dem deutlichen Maße wie ohne Kastration und sie sind leichter erzieherisch in den Griff zu bekommen als bei Nicht-kastrierten.Bei einingen,nicht allen Rüden muß man etwas aufs Gewicht achten(wegen wegfallenden Hormonstresses),das stellt aber nur ein klitzekleines Problem dar.Jeder Rüde bleibt genauso lebenslustig wie ohne Kastration-falls das Deine Sorge ist.Gruß,Alpha

Natalie
22.04.2002, 20:37
@ Alpha

Was ist denn am Nackenschütteln so schlimm, dass Du bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit so dagegen wetterst?

Erklär es mir! :) Natalie

Thomas
22.04.2002, 21:33
Hallo Natalie,

Du hattest zwar Alpha direkt angesprochen und ich will mich ja nicht vordrängeln aber eines steht mal fest und sollte sich wirklich so langsam aber sicher rumgesprochen haben:

Nackenschütteln ist ein Relikt aus alter, längst überholter (da zweifelsfrei widerlegbar) Hundeausbildung. Leider ist der Nackenschüllter auch heute noch nicht nur auf SV-Plätzen (ihr wißt schon welche ich meine, die Hunde-Abricht-Stätten, in den sich vorzugsweise Männer mittleren bis gehobenen Alters treffen um drei/vier Bierchen zu kippen, während die Hunde draußen im Kofferraum zu warten haben und die dann zwischen dem 2.ten und 3.ten Bier dem Hund Unterordnung "beibringen"....) sondern, was ja noch viel erschreckender ist ÜBERALL statt. Erst gestern sah ich in der Fußgängerzone eine ca. 23-jähriges Mädel, die ihrem Jack-Russell, der offensichtlich "schwierigkeiten mit dem Bei-Fuß gehen hatte" mit dem Worten "Jetzt lauf anständig bei Fuuuuuß !!!" und einem deftigen Nackenschüttler "abstrafte". Tja, wo danach die Ohren und der Schwanz des armen Jackys waren könnt ihr euch ja denken... Aber nicht nur in solchen krassen Fällen ist ein Nackenschüller grundverkehrt sondern IMMMER!

Ein Schütteln des Nacken bedeutet nichts anderes als "töten wollen". Ich denke es gibt mittlerweile genügend wissenschaftliche Abhandlungen darüber so das es eigentlich als zweifelsfrei erwiesen bezeichnet werden kann. Wer´s nicht glaubt kann sich ja mal 24 Stunden vor eine Wurfkiste setzen und darauf warten, ob die Mutterhündin ihre aufdringlichen Welpen per Nackenschüttler zurechtweist. Ihr werdet zwar alle möglichen anderen Zurechtweisungs-Methoden beobachten - jedoch niemals einen Nackenschüttler. Warum sollte also ein Hundehalter ausgerecht diese Methode bei seinem Hund einsetzen? Am besten "gefallen" mir dann noch Aussagen der entsprechenden Halter, das Ihrer Meinung nach der Hund kein richtiges Vertrauen zu Ihnen hat.....ja wen wundert´s denn?

read ya´
Thomas

PS. Ob diese Info nun, wie Alpha vielleicht meint, prophylaktisch bei jeder Erziehungsfrage angebracht werden soll/muß sehe ich allerdings mit etwas Skepsis. :confused:

Mascha
22.04.2002, 21:47
Hallo Mobart!

Ich kann mich meinen VorrednerInnen nur anschließen: Dein Hund und Du - Ihr habt ein Verständigungsproblem.

Er zeigt Dir deutlich seine Unsicherheit und Angst, die Du nicht erkennst; Du bist wütend, was der Hund nicht begreifen kann - auch wenn Deine Wut für Menschen verständlich ist!

Bevor Du mit irgendwelchen Hilfsmitteln (ferngesteuerte Halsbänder und so) die Symptome zu bekämpfen versuchst, probier lieber erstmal aus, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Es gibt viele Bücher, die Dir dabei helfen können; einige finden sich vielleicht in der Stadtbücherei, so dass Du nicht alle kaufen musst.

Wenn Du jedenfalls Deine Wut weiter an dem Hund auslässt oder ihn mit neuen "Tricks" zu strafen suchst, wird er nur immer unsicherer und ängstlicher werden und sich noch weniger trauen, zu Dir zu kommen oder Deine Kommandos zu befolgen.

Man ärgert sich so leicht über seinen Hund, der anscheinend ungehorsam ist, der nicht tut, was man sich vorgestellt hat...

Vielleicht hilft Dir der Gedanke, dass es doch eigentlich ein Wunder ist, wie die Hunde dem Menschen so vertrauen und gehorchen, wie man es eben kennt; wie erstaunlich es eigentlich ist, dass Hunde von sich aus mit Menschen zusammen sein wollen - und dass jeder Mensch, der einen Hund hat, sorgfältig mit diesem Wundertier umgehen sollte.

Mascha

Natalie
24.04.2002, 11:01
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Information - das erscheint ja ganz logisch.


Wer´s nicht glaubt kann sich ja mal 24 Stunden vor eine Wurfkiste setzen und darauf warten, ob die Mutterhündin ihre aufdringlichen Welpen per Nackenschüttler zurechtweist. Ihr werdet zwar alle möglichen anderen Zurechtweisungs-Methoden beobachten - jedoch niemals einen Nackenschüttler.
Aber man wird wohl auch keine Mutterhündin finden, die ihren Welpen "Nein!" zuruft, wenn sie sich daneben benehmen; und trotzdem können Hunde das verstehen lernen!? ;)

Also, was ich meine: Es gibt im menschlichen Verhalten vieles, was einem Hund zuerst mal unbegreiflcih ist, er aber im Laufe seines Lebens trotzdem verstehen lernt. Warum nicht auch den Nackenschüttler als menschlichen Ausdruck der Ablehnung seines aktuellen Tuns?

Was ist am Nackenschüttler so viel schlimmer als
am - beispielsweise - ebenfalls weit verbreiteten Anbrüllen, dass Alpha es echt immerzu erwähnen muss? :confused:

Natalie

Alpha
25.04.2002, 01:19
Schlimmer,viel schlimmer ist das Nackenschütteln,weil dahinter für den Hund Tötungsabsicht steht und hinter Anbrüllen "nur" Anzeigen von Nicht-erwünschtem(Anbrüllen kann ähnlich dem Knurren oder Bellen sein,je nach Art).Für den Hund ist es am schlimmsten,wenn ihm jemand "ans Leben "will übers Nackenschütteln.
Das verbale "nein"wird unter Hunden nicht benutzt,ist also nicht mit Bedeutung besetzt,daß Nackenschütteln jedoch bereits mit"tötenwollen".Das "nein" kann ich meinem Hund also beibringen,indem ich es mit einer Bedeutung besetze(egal ob Abstrafung oder z.B.ins Auto springen),das Nackenschütteln hat für den Hund von Geburt an,da instinktiv,die Bedeutung "Tötenwollen".
Wer seinen Hund schüttelt,kann in dessen Augen nie vertrauenswürdig sein(wer vertraut schon seinem Mörder) geschweige denn Rudelchef sein(schließlich hat man ohne Erfolg versucht,ihn umzubringen,-muß also sehr schwach sein).
Ganz einfach.bemittleidenswert ist jeder hund,der mit einem Schüttel-Halter zusammenleben muß,da er sich seines Lebens nie sicher sein kann.

Inge1810
25.04.2002, 15:12
Hallo Mobart,
ich würde Dir raten, quasi von Null anzufangen. Ich weiß nicht, ob Du Deinen Hund mit Naß- oder Trockenfutter fütterst, wenn es Trockenfutter ist, dann super.. Fütter Deinen Hund hauptsächlich aus der Hand. Steck Dir reichlich ein und rufe ihn immer wieder beim Gassigehen zu Dir und geb ihm was davon. Wenn er richtig Kohldampf hat, was glaubst Du, wie er sich freut zu Dir zu kommen. Dann schick ihn wieder weg. Auch während dem Spiel mit anderen Hunden. Immer wieder rufen, belohnen und wieder wegschicken. Nehm auch sein Lieblingsspielzeug mit, z.B. einen Knoten oder eine Beißwurst zum Zerren. Ruf ihn und dann gibt`s erstmal richtig Spaß und zwar mit Dir. Du mußt Dich zur Attraktion machen. Ich kann Dir dazu das Buch von Dr. Felicia Rehage "Lassie, Rex & Co." empfehlen. Bei meinem leider verstorbenen Hund habe ich wohl weit mehr als 1000 Fehler gemacht, was mir im nachhinein unendlich leid tut. Bei meinem Hundebaby (knapp 4 Monate alt) habe ich nun etliches geändert, auch dank des Buches und was soll ich sagen, es ist doch soooo einfach einen Hund zu erziehen, wenn man nur weiß wie und bereit ist zu lernen, wie ein Hund denkt. Ich wünsch Euch viel Erfolg.

Alpha
25.04.2002, 15:37
Hallo Inge!
Mag jeder Mensch mit seinem Hund spielen,wie er will-nur bitte nie mit dem Hund um eine Beute(Ob Seil oder Hase) zerren!Fakt ist,daß dies nur relativ ranggleiche untereinander tun,also nie Ranghöhere wie Ranghöchste.Wenn ich also mit meinem Hund zerre,stelle ich mich dabei höchstens auf seine Stufe-lasse ich ihn dann auch einmal gewinnen,sogar unter ihn.Auf der anderen Seite will ich das "Recht" haben,von meinem Hund Gehorsam mir gegenüber zu erwarten?Das widerspricht sich und verunsichert Hunde,da man auf der einen Seite sich nicht wie ein Ranghoher verhält,auf der anderen Seite wie ein Ranghoher vom Hund respektiert und behandelt werden will.Bitte vergiss nicht,daß Hunde nicht "spielen",wie wir es machen(zum Vergnügen),sondern im Spiel ganz klare Signale bezüglich der Rangposition senden.
Zudem fördert man per Zerrspiel das "Festbeißen und nicht mehr loslassen"-Ergebnisse siehe Medien.
Das Buch von Rehage ist tatsächlich gut,zumindest enthält es einige richtige Ansätze.
Gruß,Alpha

Inge1810
25.04.2002, 16:09
Hallo Alpha,
dann erscheint es mir doch unlogisch, daß viele Rettungshundausbilder die Beißwurst zur Ausbildung verwenden. Ich war selbst bei einem Training dabei. Keine Probleme mit der Rangordnung, der Hauptausbilder hat jahrzehntelange Trainererfahrung, er bildet die Hunde mit Hilfe des Spieltriebs!!! aus, dauert zwar etwas länger, aber seine Hunde sind in der Lage Leben zu retten und das widerspricht sich doch. Wären Zerrspiele (gibt leider Gottes Menschen, die unter Zerrspiele was anderes verstehen, siehe Medien, da hast Du Recht) so gefährlich, dann würden sich diese Tiere an den Opfern festbeißen, aber davon waren die weit entfernt. Ich denke nicht, daß dadurch die Rangordnung in Frage gestellt wird, denn ich habe schon x-mal am anderen Ende eines Stöckchens gezogen und trotzdem nie Probleme mit der Rangordnung bekommen.

Alpha
25.04.2002, 16:30
Hallo Inge!
Wir haben also unterschiedliche Ansichten ,okay.Ich weiß,daß in fast allen Hundeschulen und Ausbildungsbetrieben für Hundetraining anders gearbeitet wird(die meißten meiner Kunden kommen ja eben deshalb zu mir,weil sie dort waren),das ist für mich persönlich allerdings kein Grund,ebenso zu arbeiten.Ich möchte artgerecht arbeiten und langfristig-nicht nach Menschenmethode,so leicht mach ich es mir nicht und dem Hund nicht so schwer.
Aber gut,jeder wie er will-und von solchen falschen Hundeschulen lebe ich ja quasi.
Was das Zerren angeht,da gibt es kein Pardon.Es ist so,wie ich es schrieb und wirklich nicht anders,sorry.Das das Zerrspielen Mensch Spaß macht,weiß ich und deshalb fällt es den Leuten ja auch so schwer,darauf zu verzichten.Ansonsten wäre es wohl nicht so schwer,einfach auf bestimmte Spiele mit Hund zu verzichten,zu dessen Wohl .
Gruß,Alpha

evalino74
25.04.2002, 17:14
ich habe auch so einen Exemplar daheim und sie hat noch dazu ein tolles Jagdinstinkt. habe mit 7 mon. gekriegt und sie kam am anfang und es wurde immer schwieriger sie an die Leine zu tun. paarmal ist sie Hasen hinterher gerannt, dann habe ich keine Lust mehr gehabt. Sie bleibt immer an der Leine, weil es ist so wenn man sie ruft sie läuft dann eher weg wie das sie kommt. habe früher auch geschimpft jetzt bin ich im garten ganz lieb dann kommt sie auch, aber ich lasse sie draussen nicht los, dafür ist mir das Risiko zu gross. Unser anderer Hund folgt super ohne Probleme, wir haben ihm erst seit einem Jahr aus dem Tierheim, aber er ist ja super anhänglich und sie eher unabhängig und dickköpfig ( chow-chow-husky mischling ):p

Kerstin3
27.04.2002, 01:00
[.Als Ratschlag:schau hin(ganz genau),was Hunde eines Rudels(vielleicht kennst Du einen zwei-hund-Haushalt)machen,wenn sich der eine,rangniedrigere zu weit vom Rudel entfernt hat,wie dann der ranghöhere reagiert.Es geht nicht um das Umdrehen,welches hier oftmals fälschlicherweise als Abstrafung dargestellt wurde.

Hallo Alpha,

Bitte sei doch so nett und erlaeutere kurz :
Auf welche Weise der ranghoehere normalerweise
reagiert, wenn der rangniedere sich zu weit
entfernt hat.Es ist mir nicht moeglich diese Situation
zu beobachten.

Gruesse
Kerstin3

Mckoy
20.04.2009, 21:46
Ich bin so froh diesen Thread hier gelesen zu haben beim durchstöbern dieser Homepage, ja auch ich habe meinen Hund am Nacken geschüttelt und versuchte Ihn damit zu erziehen, da es der Erste Welpe ist den ich habe und gehört hatte so macht man es richtig...oh man Leute was habe ich getan...Ok vergessen wir das Schütteln mal wieder ganz schnell....Was ich noch mache immer wenn mein kleiner was gut macht lobe ich ihn sehr und verwende dabei auch das ein oder andere Leckerlie, ich hoffe doch das ist richtig?

Ein Problem stellt sich momentan dar, das der Kleine noch nicht ganz Stubenrein ist und ich wenn er in den flur macht aus der Haut fahren könnte, was ich aber nicht tue sondern ich gehe dann mit ihm raus, das Problem dabei ist wir gehen fast alle 2 Stunden mit ihm und warten bis er Groß gemacht hat*dann loben wir ihn*, dann kommen wir nach Hause und kurze Zeit später macht er wieder in den Flur, ist das normal?

Ich kann es immer noch nicht fassen, das es bedeutet das man den Hund töten will, das war nie meine Absicht:(

Gruß

kai

Emma1978
20.04.2009, 22:17
Hallo Kai

Wie alt ist denn Dein Hund?
Bei manchen Hunden dauert es sehr lange, bis sie wirklich stubenrein sind. Loben , wenn er draußen sein Geschäft macht, ist schon mal richtig... Erzähl doch mal bissl mehr. Wie sieht so Euer Tagesablauf aus?

der dicke hund
20.04.2009, 22:21
hallo du
leider schreibst du nicht wie alt dein kleiner ist und ob männchen oder weibchen auch ein name wäre schön



schön das du das schütteln lässt. wann hast du ihn denn geschüttelt? was wolltest du erziehen?.
das mit dem stubenrein dauert. wenn du nun weisst das dein welpe diese angewohnheit hat beobachte ihn......wenn er anstalten macht sich zu seztzen raus mit ihm.
ich denke auch man kenn seinem welpen schon ruhig sagen so das ist blöde was du machst aber da langt in der regel ein etwas schärferes wort.
die erfolge werden sich einstellen........
was macht ihr denn wenn er/sie pipi gemacht hat? also draussen. ich lese immoment ihr lobt das grosse geschäft..........
wie gesagt es dauert.
und bleibe dabei deinen hund nie wieder zu schütteln:hug:

Mckoy
21.04.2009, 20:57
Ja mein neuer Welpe ist ein Griechischer Jagdhund mit Anatholischer Hirtenhundmix Rüde jetzt gerade 5 Monate alt, ich habe ihn seit knapp 2 Wochen.

Wir haben ihn aus einer Pflegefamilie die Hunde aus Griechenland *Streuner* und Hunde die dem tod geweiht sind rettet, eines der Mädels war schwanger und so ist unser Sidney entstanden^^

Ich wollte mit dem Schütteln das "im Flur machen" bestrafen :(

Der Tagesablauf ist schnell erklärt, ich bin früh wach und gehe zuerst mit dem Hund, von da an gehen wir momentan alle 1,5-2 Stunden mit ihm, ich habe das Gefühl er macht zwar draussen, aber hebt sich noch was für drinnen auf, weil manchmal dauert es nicht lange und schwupp macht er im Flur kurz nach dem Rausgehen...Ich mein ok er hat auch Durchfall gehabt und konnte es wahrscheinlich nicht halten.

Nachmittags bin ich dann wieder da und die Kinder dann wechseln wir uns ab mit dem Gehen, laufen spielen machen alles mit ihm, wir wollen diesmal alles richtig machen, da unser Balu vorher früh gestorben ist, haben wir nun das Gefühl alles intensiver zu erleben und wollen alles perfekt machen, was nicht mmer gelingt, da wir nicht wirklich wissen wie der hund *tickt*, aber wir haben ihn ja auch erst 2 Wochen^^

Was mit wohl schon aufgefallen ist und was ich gut finde er zeigt jetzt schon das er Unterwürfig ist, mit Tröpchen lassen und auch auf den Rücken drehen, ich denke doch das es das heisst? :) Eine gute Basis den Hund richtig zu erziehen, ich mein als Welpe ist er doch super lernfähig, oder?

Was mich stutzig gemacht hat ist das ich dachte ok 5-6 mal raus gehen, Hund loben und schwupps Stubenrein, so hörte sich das hier im forum immer an, wenn man list Stubenrein in ein paar tagen ;)

Er bekommt nicht nur fürs gr0ße Geschäft eine Belohnung, er bekommt eigentlich immer leckerlies, wenn er was gut macht, sind zwar einige viele Leckerlies am Tag, aber ich denke das ist der richtige Weg um ihm zu zeigen das er was ganz tolles macht.
Mit den Leckerlies bekommt er natürlich auch ganz ganz viel Lob und vor allem Liebe :)

wie bringt man einem Hund am besten bei auch mal etwas alleine zu bleiben, ohne das er die Nachbarn zusammenheult, könnt ihr auch da evtl. ein paar Tipps geben?

Ich meine wir lassen Ihn bisher nicht alleine, aber auch er muss lernen mal 2-3 Stunden ohne uns zu sein. Unser alter Hund hat das ohne viel Probleme gemacht. Kann ich ihn einfach mal alleine lassen und soll ich ihn dann heulen lassen? Lernt er das so?

Kai

Theolino
21.04.2009, 21:12
Hallo Kai,
das mit dem allein sein muß man üben - wie so vieles.... und manche Hunde lernen das sehr schnell, andere brauchen ein wenig länger.

Fangt in kleinen Schritten an, zuerst bleibt er nur kurz allein, während Ihr in ein anderes Zimmer geht, später geht Ihr eben mal kurz für die Tür.... und gaaaaanz langsam könt Ihr die Zeitabstände steigern....

Wichtig ist auch, daß Ihr NICHT zurück geht, wenn er bellt oder jault, sonst lernt er: Jaulen = meine Menschen kommen zurück und wird umso mehr jaulen....

LG
Helma

der dicke hund
21.04.2009, 22:29
hi du
dein hund wohnt seit ein paar wochen bei euch. gebt ihm zeit. das tier braucht zeit.
das ein hund in ein paar tagen stubenrein ist gibt es dann kommt es aber von einem züchter der schon gute vorarbeit geleistet hat.
einen schlecht geprägten hund der baucht einfach.
meine enny hatte eigentlich gute startbedingungen, aber sie hat ewig gebraucht um stubenrein zu werden.............sie ist fast 2.
wrum und wieso sie solange brauchte weiss ich nicht. eigentlich hat sie keinen grund.....denn den sie hat um ab und an noch in die wohnung zu machen den verät sie mir nicht:rolleyes:
wenn du deinen hund erwischt wenn er pinkelt.dann darfst du ruhig sauer sein , ein scharfes wort.und dann rausgehen . wenn pipi draussen freudengeheul. dann wird das.
wenn er sich auf den rücken dreht und dabei urin verliert heisst das er unendliche angst hat. damit kann man nicht arbeiten...sorry das siehst du leider falsch.
da muss dein hund rausgeholt werden.
wollt ihr wirklich eine basis auf angst und unterwürfigkeit? wenn ja tut mir der hund sher leid. wenn nein.schaue das du dir wissen aneignest wie man mit einem hund umgeht.
du schreibst er ist ein jagdhund mix. die müssen erzogen werden.....aber nicht auf der basis der unterwürfigkeit.
hole dir hilfe..............ich denke das ist für euch eine gute sache.

Mckoy
22.04.2009, 17:32
Vielleicht hast Du das falsch verstanden, der Hund zeigt keine Angst, er dreht sich nicht auf den Rücken und macht gleichzeitig..

Er freut sich mich zu sehen und dreht sich auf den Rücken um sofort gekrault zu werden O_o und er macht ein Tröpchen wenn ich die Türe rein komm, das soll gut sein steht auch in jedem Hundebuch.

Ich denke ich bekomme das schon hin mit ihm und bin auf dem richtigen Weg, das dauert halt alles seine Zeit, das war es was ich lernen musste...Geduld zu haben ist das Wichtigste.

Gruß

Kai

NinaV
22.04.2009, 18:39
...
Er freut sich mich zu sehen und dreht sich auf den Rücken um sofort gekrault zu werden O_o und er macht ein Tröpchen wenn ich die Türe rein komm, das soll gut sein steht auch in jedem Hundebuch.
...

Hallo Kai,

das Tröpfeln gehört zur Unterwerfungsgeste, das ist schon richtig. Ich würde aber die Beziehung zu meinem Hund überdenken, wenn dieser meint in die sog. passive Demutshaltung fallen zu müssen, wenn ich die Türe reinkomme.
Diese submissive Haltung soll z.B. verhindern, dass Du Deinem Hund etwas tust.

Warum sollte das gut sein, dass Dein Hund meint, Dir in normalen alltäglichen Situationen in stärkster Art und Weise signalisieren zu müssen:"Tu mir nix, ich mache Dir Deinen Rang nicht streitig"? In welchen schlechten Hundebüchern steht das??

In einer Konfliktsituation, in der ich beispielsweise meinem Hund drohe, fände ich eine solche Reaktion absolut nicht unangemessen, im normalen, friedlichen Umgang schon.

Wenn Du Empfehlungen zu guten Hundebüchern mit aktuellen Verhaltenserkenntnissen benötigst, helfe ich Dir gerne weiter.

LG
Nina

Mausefurz
22.04.2009, 20:29
@Mckoy

NinaV hat absolut Recht. Dein Hund hat wahrscheinlich in seinem kurzes Leben schon einiges durchgemacht unddann kommst Du und attackierst ihn, weil er seine Notdurft verrichtet...

Ihr müßt erstmal euer Verhältnis ganz neu aufbauen. Der Hund muss lernen, dass er Dir doch vertrauen kann und dass Du ihm NIE NIE wieder in irgendeiner Art und Weise körperlichen Schaden zufügen willst.

Ich würde die Unterwürfigkeitszeremonie nicht mitmachen: heißt wenn der Hund sich hinschmeist nur flüchtig "hallo" oder "na Du" und weg von ihm gehen (sonst bestätigst Du ihn auch noch darin!). Sobald er aufsteht würde ich mich ihm soft zuwenden und streicheln.

Puschvorfälle ohne Kommentar entfernen (der Hund sollte dabei nicht zusehen). Einfach vorübergehend noch öfter kurz raus.

Eins habe ich noch zum "Herankommen" (da dies eigentlich das Thema war): generell ist es richtig den Hund zu loben, wenn er kommt (positive Verknüpfung). Aber wenn ein Hund ewig lange trödelt und irgendwann mal meint zu erscheinen - gar keine Reaktion, weder positiv noch negativ - einfach ohne Worte anleinen und weiter gehen.
Doch soweit würde ich es gar nicht kommen lassen: vorher würde ich bereits in die andere Richtung wegflitzen (damit der Hund Angst bekommt: Mist, wenn ich jetzt nicht folge isse weg)...