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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trauer



Codileine
19.04.2002, 14:48
Hallo, wie komm ich aus meinem tiefen Loch wieder heraus, das ich seit 9 Monaten habe? Es geht um meinen kleinen Cookie. Er war wie immer auch mit seinen 13 Jahren putzmunter, bis er umgekippt ist und das in einer Woche 3 x. Er hat infusion bekommen und als ich an einem Freitag wieder zur Infusion sollte, ist er im Auto wieder umgekippt, das hat die Tierärztin gesehen und sofort gesagt"lassen sie ihn hier, ich mach ihn auf, rufen sie in einer Stunde an". Ich war so geschockt und habe natürlich das gemacht, was sie sagte. Sie hat übrigens nicht gesagt, was mein Hund haben könnte. Als ich nach Hause kam, hatte die Sprechstundenhilfe auf meinen AB schon gesprochen und gesagt. Frau DOktor ist gerade dabei ihren Hund einzuschläfern. Wir haben unseren toten Cookie wieder mit nach Hause genommen und mein Mann hat ihn nach Bayern in unseren Garten geschafft. Bei Cookie soll die Leber total mit Tumoren kaputt gewesen sein. Seitdem ist kein Tag ohne Tränen bei mir vergangen, obwohl ich noch einen Hund (10) habe und wir uns auch wieder einen kleinen geholt haben. Aber leider ist mir der kleine süße Hund fremd, ich bin noch zu sehr bei meinem Cookie

tine
20.04.2002, 00:26
es tut mir leid um deinen hund. ich selbst habe auch meinen hund im oktober letzten jahres, nach 9 jahren verloren. er hatte krebs (habe auch einen beitrag im forum)
ich fühle wohl genauso wie du, obwohl ich keinen anderen hund habe und mir auch keinen anderen angeschafft habe. es tut weh, ein tier, das einem ans herz gewachsen ist, zu verlieren.
ich denke, niemand hat da einem weiterhelfen. man kann nur versuchen, trost zu geben und wieder mut zu machen. so geht es mir auf jeden fall. ich bin froh, daß ich hier so ein forum gefunden habe, und schon einige auf meinen beitrag geantwortet haben.... das tut ganz gut, finde ich.
ich habe auch viel mit freunden gesprochen, alles haben mich getröstet. er und auch dein hund, sind jetzt im "Hundehimmel", ihnen geht es bestimmt gut und sie sind bestimmt dankbar für die schöne zeit, die wir ihnen gegeben haben und auch bestimmt dabkbar dafür, daß wir sie von den qualen erlöst haben. aber auch, wenn ich mir sowas sage... trotzdem tut es weh. und es wird wahrscheinlich noch lange weh tun.
wir haben ihn auch bei meinen eltern im garten vergraben. er hat an diesem platz ganz viele blümchen und ich gehe dort fast jeden tag hin. manchmal stehe ich davor und "rede" mit ihm. naja wahrschinlich so, wie es auch viele leute machen, die einen menschen verloren haben und vor dessen grab stehen.
es ist nicht einfach. ich habe ein schönes buch geschenkt bekommen. es heißt "jenseitsbotschaften". da ist auch ein kapitel über einen hund. James van Praagh (der autor dieses buches) ist ein bekanntes medium, der mit dem geist von verstorbenen kontakt aufnehmen kann. in diesem buch werden sseie sitzungen beschrieben, und auch etwas über den tod... das leben danach. das lesen des buches hat mir etwas geholfen, das ganze aus einem anderen blickfeld zu sehen. Ich glaube sowieso an so etwas (magst mich jetzt bestimmt für verrückt halten:-)) und in meiner trauer tat es gut, dieses buch zu lesen.
leider kann ich dir kein "rezept" geben, wie du aus deinem loch wieder rauskommen kannst. es wird bestimmt momente geben, an denen du nicht mehr so stark an deinen hund denkst, weil du vielleicht abgelenkt bist. es wird aber auch momente geben, an denen du dich vielleicht in eine ecke verkriechen möchtest und nur weinen willst. so fühle ich mich auch.
vielleicht bin ich auch die falsche, die dir jetzt antwortet, da ich auch in so einer phase stecke. ich weiß es nicht. vielleicht kannst du dir dieses buch mal kaufen und es lesen. ich habe es durch meine freundin kennengelernt und hatte im internet nach dessen beertung geschaut. da war dann von einer frau ein beitrag, in dem sie geschrieben h atte, daß sie auch einen hund verloren hat und seit dem sie dieses buch hatte, fühlte sie sich etwas besser. mir geht es auch so (auch wenn es zwischendurch ganz depremierende tage gibt).
ich wünsche dir vom herzen alles, alles liebe und viel kraft.
liebe grüße tine

Codileine
20.04.2002, 22:49
irgendwie hatte ich geantwortet, aber nun ist es weg

Codileine
20.04.2002, 22:56
ich hoffe, daß es nun klappt. Weißt Du alle sagen, auch mein Doc, ich sollte mal zum Psychater gehen, aber der weiß doch nicht wie es in mir aussieht, auch wenn ich es ihm erzählen würde, also muß ich es irgendwie alleine schaffen. Wenn Du Lust hast, dann kannst Du meine beiden Hundis, Cookie und Dino, am 22.5. in Tier des Tages sehen, ich bin sehr dankbar darüber, daß sie meinen Beitrag genommen haben, und unser neuer kleiner Stinker ist am 15.5. drin. Weißt Du, als mein Papi gestorben ist, war ich auch lange Zeit in einer anderen Welt, aber nuns sagen sie alle, bei meinem Hund sit es mit mir viel schlimmer, aber ist doch klar, der kleine war Tag und Nacht bei mir. Ich versuche mich jetzt schon mit Internetspielen abzulenken, klappt auch eine Zeit lang. Die Leute mit denen ich spiele, sind wirklich sehr nett. Aber Abends, wenn ich ins Bett gehe, kommt wieder das große heulen. Am Tag auch, denn ich sehe den kleinen noch überall, und alles was er gemacht hat, fehlt mir, z.B. in den Staubsauger beißen, oder morgens aufs Bett springen, wenn ich aufwache und noch viele tausend Dinge mehr. Vielleicht würde ich auch alles besser verstehen, wenn das mit der Ärztin nicht so blöd gelaufen wäre, wenn ich gesehen hätte, daß er tot krank war, aber er war ja immer fröhlich, bis 2 Stunden zuvor.
Liebe Grüße

Topsy
21.04.2002, 10:02
Hallo madeleine,

es tut mir sehr leid, dass Dein Kleiner nicht mehr bei Dir ist. Was Dich so schmerzt, liegt bestimmt daran, dass Du keine Möglichkeit hattest Dich zu verabschieden. Musste die TÄ den Hund öffnen, gab es nicht die Möglichkeit über Ultraschall den Bauchraum zu untersuchen? Das Verhalten der TÄ finde ich nicht gut und sie hat Dich bestimmt überrumpelt.
Meine Hündin ist auch 13 1/2 und ich denke, dass sie bis auf ein paar kleine Alterszipperlein gesund ist, aber wie ich an Deinem Fall sehe, weiß man das nie genau und morgen kann es schon anders aussehen. Ich muss zugeben, das macht mir angst und ich mag gar nicht daran denken...
Ich habe außer meiner Topsy kein anderes Tier und der Gedanke, dass sie eines Tages gehen wird schmerzt schon heute, wie wird es dann nur an dem Tag X sein...???

Gruß

Elke

Codileine
21.04.2002, 13:26
danke für Deine Antwort. Das Problem ist ja ich hab seit 30 Jahren eine ganz tolle Tierärztin, nur an dem Tag, als mein Cookie umgekippt ist war sie nicht da, und da bin ich zu der hingegangen, die auch das Meerschweinchen ganz liebevoll behandelt hat, nicht so wie ein anderer Doc zuvor, der hat dem armen kleinen Ding 1 Woche lang jeden Tag vier Spritzen reingehauen, dann hat es mir gereicht und ich hab mir jemand anderes gesucht, weil meine richtige Tierärztin keine Meerschweinchen behandelt wegen Allergie. Also ich war mit ihr sehr zufrieden, sie hat das kleine Schweinchen genommen. gestreichelt, untersucht und sogar mit der Spritze gefüttert, ich fand sie so gut und deshalb bin ich in meiner Angst auch zu ihr mit Cookie hingegangen. Wie gesagt, als ich mit Cookie dann den Freitag wieder zur Infusion sollte, hat er hier auf dem Parkplatz noch eine Katze gejagt und gebellt, er hatte glänzendes Fell und eine nasse kalte Nase, also keine Anzeichen, daß er totkrank war. Ich hab das dann meiner alten Tieräztin erzählt und sie sagte auch es war unmöglich mich nach Hause zu schicken, sie hätte Ultraschall gemacht, und wenn sie ihn hätte aufmachen müssen, dann hätte ich warten sollen, das macht sie immer so bei Probeschnitten, denn dann kann sie mit dem Besitzer darüber reden, was für den Hund am Besten ist. Verabschiedet habe ich mich ja, aber da war er ja schon tot. Ich wäre nur gerne dabei gewesen, als er gestorben wurde. Ich war aber so lange da, bis er von der Narkose eingeschlafen ist, aber das ist für mich nicht dasselbe. Liebe Grüße Madeleine

Andrea9
13.05.2002, 22:11
hallo madeleine, hallo tine; auch wenn das jetz im ersten moment seltsam klingen mag und das vorher in dem einen oder anderen beitrag geschrieben wurde, ich kann 100%ig nachvollziehen wie es euch gegangen is, als ihr euren "liebling" zum tierarzt gebracht habt.
Es war letzten dienstag, der 7. mai um 13:45 als ich meine daisy (9 3/4 jahre altes beagle-mädi) zu unserem tierarzt brachte, weil sie seit längerem harn verlor ( das ging schon ein paar monate so und wir versuchten auch es mit tabletten in den griff zu bekommen). doch an diesem tag war ein OP termin angesetzt, um einmal nachzusehen, ob vielleicht irgendetwas auf die blase drückt, das man ja ev. entfernen könnte. der tierarzt gab ihr die narkose und sie schlief unter meiner streichelnden hand ein. eigentlich hätte die OP 1std gedauert, doch nach einer halben stunde rief uns der doktor an und sagte er könne nichts mehr für meine maus tun, sie habe einen riesigen blasenhalstumor und es sei das beste und schmerzfreiste weg sie einzuschläfern, und ob ich sie noch sehen wolle. unter heulkrämpfen betrat ich (gott sei dank inzwischen mit meinem freund) die tierarztpraxis und sah meine daisy am rücken unter narkose liegend (der bauch war noch aufgeschnitten und da begriff ich was der doktor meinte mit "es ist zwecklos zu operieren" - es war ein kindskopfgrosser tumor) . ich blieb noch lange bei ihr, streichelte sie und flüsterte ihr in ihr ohrli, dass ich sie lieb hab und sie niemals vergessen werde.
der tierarzt sagte es sei nun an der zeit zu gehen, er würde sie nun einschläfern. unter tränen verließ ich den raum und ich glaube, dass sie mich gehört hat als sie unter narkose war.
sie weiß dass ich immer an sie denken werde und sie niemals vergessen werde - mit der zeit wird der schmerz nur leichter zu ertragen sein als er es heute ist .

Codileine
13.05.2002, 23:28
Hallo Andrea, ich werde immer traurig, wenn ich sowas lese, es ist ja grad mal 1 Woche her mit Deinem kleinen Stinker, Bei mir sind es jetzt fast 10 Monate und es heilt bis jetzt keine Zeit meine Wunden, ich komm einfach nicht zur Ruhe, ich sehe meinen Cookie immer noch überall und ich weine täglich, weil ich ihn nicht mehr auf den Arm nehmen kann, da hilft mir auch leider unser neuer kleiner Hund nicht, obwohl das auch ein ganz kleiner süßer Kerl ist. Ich hab, so traurig es ist, eine sehr dicke Mauer um mich gepackt und ich finde kein Loch um da raus zu kommen. Aber Deine Zeilen haben mir gezeigt, daß es doch möglich ist, daß man glaubt, der Tierarzt operiert den Hund, den man dann ja gesund wiederbekommt , das eben alles anders kommt. Dein Tierarzt hat sich wenigstens noch Mühe mit Dir gegeben und mit Dir darüber gesprochen. Meine TÄ hat auf den AB gesprochen und gesagt, mein Hund wird gerade eingeschläfert, und als ich dann meinen toten Hund wieder abgeholt habe, hat sie mir auch nichts weiter gesagt, nur das er Lebertumor hatte , und das ist das Problem, womit ich nicht fertig werde
Ich hoffe für Dich, daß Du nicht so lange leidest wie ich.
Liebe Grüße Madeleine

Topsy
14.05.2002, 08:21
Hallo Andrea,

Deine Zeilen haben mich sehr berührt. Das gleiche Problem wie Du hattest, habe ich zur Zeit mit meiner 13 1/2 jährigen Hündin auch. Meine Hündin ist seit mehreren Wochen plötzlich inkontinent und kein Medikament hilft ihr. Sie verliert den Urin "nur" im Schlaf und weil sie klein ist, geht es wenn ich ihr ein Höschen wie zu den Zeiten der Läufigkeit anziehe. Ich finde die Inkontinenz jetzt nicht mehr so schlimm, da meine Hündin nicht leidet und wir einen Weg gefunden haben, dass sie nicht die Wohnung verunreinigt. Der Gedanke, dass eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken könnte, erschreckt mich sehr. Wie hat sich die Inkontinenz bei Deinem Hund bemerkbar gemacht, verlor sie den Urin auch nur im Schlaf? Hätte man den Tumor nicht über Röntgen oder Ultraschall diagnostizieren können? Meine Hündin macht einen munteren gesunden Eindruck, hoffentlich täusche ich mich nicht... Der Gedanke, dass sie mich verläßt ist unerträglich, obwohl mir bewußt ist, dass in ihrem Alter jeder Tag ein Geschenk ist. Aber wie heißt es so schön, wenn der Tag x kommt ist es immer zu früh, egal wie alt das geliebte Tier ist. Der einzige Trost ist dann, dass unsere Tiere bei uns ein schönes Leben hatten und zum Schluß nicht leiden mussten.

Liebe Grüße

Elke mit Topsy :)

Andrea9
14.05.2002, 10:37
liebe madeleine, ich finde das schon eine riesen gemeinheit von dieser tierärztin, dass sie es dir erst sagte, als es "zu spät war". ich glaube irgendwo gelesen zu haben, du hast deinen kleinen im garten beerdigt, oder? bei uns ist das verboten, und tierfriedhöfe gibt es in österreich nicht. mein tierarzt hat gesagt : im endeffekt werden alle hunde verbrannt; nun ja jetzt ist sie mit anderen hunden gemeinsam noch am nächsten tag in wien verbrannt worden - die asche wurde nach kärnten gebracht - wo sie auf einer wiese (eben mit den anderen hunden dieser woche) eingegraben wurde. naja, sie war nicht alleine...
liebe topsy,
bei meiner daisy hat das ca. vor einem halben jahr begonnen...immer nur ein paar tropfen... dann mußten wir schon alle eineinhalb std mit ihr hinaus, weil es sich sonst nicht mehr bis runter (6.stock) ausging - aber es ging sich aus...dann ging alles irrsinnig schnell; die zeiten wo sie harn verlor verringerten sich immer mehr und man hatte das gefühl es drückt irgendetwas auf die blase (!). sie machte teilweise mitten auf die gehwege, obwohl rundherum wiese ist - ich wohne im wiener prater. dann ein monat vor dem tag x konnte sie den harn nicht mal mehr eine halbe stunde halten - es ging rapide schnell - eine woche zuvor verschmähte sie ihre lieblingskeksi und sogar ihr futter, das sie 1x am tag bekam (außerdem wurde sie zunehmend müder und trank irrsinnig viel, ich bemerkte, dass sie irgendetwas irritierte) - ihr müsst wissen sie war in ihrem ganzen leben ein irrsinnig verfressener hund, aß alles was nicht niet und nagelfest war - sogar unterwegs fand sie an den verstecktesten stellen irgendetwas fressbares. eigentlich verlor sie ihre lacki nur mehr in den letzten paar wochen im schlaf (sie merkte das nicht einmal - blieb in der lacke liegen und sprang ganz entsetzt auf als sie es bemerkte) .
wir röntgenisierten sie 2 jahre zuvor, da sie blut im urin hatte - es stellte sich heraus :blasenstein (der aber nichts mit dem tumor zu tun hatte; lt. TA). vor der OP röntgenisierten wir sie nat. auch nochmal, aber es war nur ein kleiner schatten zu sehen, der niemals auf einen tumor hinwies.
ich glaube dass deine hündin an ganz normaler inkontinenz alterbedingt leidet, lt deinen schilderungen. natürlich aknn ich es dir nicht versprechen. ich wünsche dir von ganzem herzen, dass du bis ans ende ihres lebens eine schöne zeit mit deiner maus verbringen kannst ( der hund meiner freundin wurde - und ich schwöre ich lüge nicht - 19 jahre . sie kannte ihn ihr ganzes leben lang, er starb an altersschwäche )
liebe grüße, eure traurige andrea (mit einem daisy geheul a la beagle vom hundehimmel)

Topsy
14.05.2002, 12:13
Hallo Andrea,

danke für Deine Antwort.
Ich wünsche Dir, dass die Trauer weicht und nur schöne Erinnerungen bleiben. Du hast Deine Hündin geliebt und alles für sie getan, das hat sie bestimmt gewußt. Wie sagte mal ein schlauer Mensch, ich glaube es war Trummler: "Das schreckliche am Hund ist, dass er nicht so alt wird wie wir Menschen." Er hatte damit völlig recht...
Es ist schwer, ein geliebtes Tier zu verlieren, aber die Freude und Liebe die wir bekommen haben ist mit nichts aufzuwiegen. Ehrlich gesagt, habe ich mit denen Mitleid, die nie einen Hund hatten, denn sie wissen nicht, was sie im Leben verpassen...
Leider weiß ich nicht, wie ich Dich trösten kann, aber Dein Hund wird immer bei Dir sein, nur auf einer anderen Ebene.

Liebe Grüße

Elke :)

Andrea9
14.05.2002, 13:09
danke topsy für deine liebe antwort,
ich bin froh, dass ich jemanden gefunden habe ( auch madeleine), der mich hundert%ig verstehen kann.
klingt vielleicht komisch, aber unsere hunde haben sich vielleicht auch gerade im hundehimmel kennengelernt und unterhalten sich jetz über uns.

tine
15.05.2002, 21:56
wie geht es euch beiden denn?
Als ich deinen (andrea) beitrag gelesen habe, hat es mich sehr berührt. mir persönlich geht es auch noch nicht gut, um bei meinen chap sind es schon 7 monate.... aber nach meinem schmerz zu beurteilen kommt es mir so vor, als wäre es gestern gewesen. wenn ich alleine hier bin, ist es ganz leer. er f ehlt mir sehr. und manchmal....oder oft... stecke ich auch so wie du, madeleine, in einen loch und weiß auch keinen weg. im meiner wohnung hängen ganz viele bilder vom chap.... um den einen rahmen habe ich seine hundemarke drum gemacht.... um meinen garderobenspiegel hängt sein halsband mit seiner leine... aber der der da noch fehlt ist chap. ich hätte nie gedacht, daß es so sehr weh tut, wenn er mal gehen muß. und ich hatte ja eigentlich eine sehr lange zeit gehabt, mich damit abzufinden. aber ich habe es wohl in dieser zeit verdrängt, oder ich konnte es nicht wirklich glauben oder wahrhaben, daß er unheilbar krank ist.
mein hund liegt auch im garten vergraben.... ob es verboten ist oder nicht, weiß ich nicht. er hat es dort schön... es sind immer frische blumen da und alles ist mit vielen bunten blumen bepflanzt.... und ich weiß so, daß er noch bei uns ist.
liebe grüße tine

laßt wieder was von euch hören

Andrea9
16.05.2002, 11:29
liebe tine : wie lange hast du denn schon davon gewußt ? - es muß ganz schrecklich gewesen sein, hätte ich es zum Beispiel ein oder auch mehrere wochen vorher schon gewußt . Aber wäre das bei mir so gewesen, hätte sie mein tierarzt auch schon früher eingeschläfert, da es ein tumor war, den man nicht operieren kann. mein tierarzt hat zu mir gesagt, dass es genau der "richtige " zeitpunkt war zu operieren; denn hätten wir zugewartet (was eigentlich so gewesen wäre, da die OP auf "meinem mist" gewachsen ist; der doktor ahnte nichts schlimmes und schon gar keinen tumor in diesem ausmaß, aber ich spürte innerlich dass meine daisy irgendetwas "bedrückte" ) hätte meine maus nur mehr ein bis zwei wochen zu leben gehabt ( und wäre dann elendiglich an inneren vergiftungen infolge des "explodierten" tumors, der schon irrsinnig groß war am 7.5. , gestorben- mit irrsinnigen schmerzen und erbrechen,...). Hätten wir sie "auf verdacht" schon ein paar monate zuvor operieren lassen, hätte ich sie schon viel früher verloren (und sie hätte die ersten sonnigen+heißen tage, die ich noch ein paar wochen zuvor mit ihr auf unserer lieblingswiese verbracht habe, gar nicht mehr erlebt). Sie hatte (noch) keine schmerzen, höchstens ein drückendes gefühl im bauch -

naja, wie geht es mir jetzt ? - gestern war ich das erste mal nach 8 tagen auf unserer lieblingswiese, habe mich auf unser lieblingsplatzi gesetzt, ... und geweint.
ich sage mir immer, dass ich sie erlöst habe von den irrsinnig starken schmerzen, die noch auf sie zu gekommen wären, und dass es ihr im hundehimmel sicher gut geht...

ich habe eine gassigehfreundin, die hat auch ihren liebling - einen dalmatinerrüden "Roger" - am 6.10. letzten jahres verloren und als ich die ersten zeilen deiner letzten nachricht gelesen habe, dachte ich im ersten moment sofort an sie -

tine
16.05.2002, 21:39
ich habe es durch einen dummen zufall am 24.3 01 erfahren. ich hebe an dem tag meinen geb nachgefeiert... naja das wollte ich eigentlich, aber meine gäste haben die meiste zeit ohne mich verbracht. war zuvor mit ihm gassi, als wir wiederkamen hat er sich auf den boden gesetztz und gerubbelt.... und hinter ihm eine blutspur. bin sofort mit ihm und einer freundin zum nottierarzt. er sagte es wäre ein tumor, aber es liesse sich operieren. ich war zwar geschockt, habe mir da aber noch nichts schlimmes gedacht. ersat als ich am momtag darauf zu meinem haustierarzt gefahren bin. er sagte, man könne nicht opereiern, da er dadurch nur noch schmerzen beim geschäft erledigen hätte und man wüßte auch nicht, ob es überhaupt was bringen würde. an dem tag brach eine welt für mich zusammen. ich habe mich mit ihm in mein auto gesetzt und bin weinend gefahren.... wie ich da überhaupt nach hause gekommen bin, weiß ich selbst nicht.
wir haben ihn dann mit hormonspritzen behandelt. es hat den prozess zwar aufgehalten, aber es war klar, daß dadurch die tumore nicht weggehen würden. aber ich denken, mein problem ist und war wohl, daß ich es wahrscheinlich verdrängt hatte. ich wollte es nicht wahrhaben und habe bestimmt mir nur immer eingeredet, daß er bald wieder gesund wird.
als dann seine außenliegenden tumore geplatzt sind und ich die blutung nicht mehr stillen konnte, mußte er eingeschläfert werden. die ärztin hat auch gesagt, daß es besser ist. und ich weiß es auch, aber es hilft mir trotzdem nicht. ich muß auch noch sagen, daß ich es nicht übers herz gebracht habe, selbst zum tierarzt zu fahren. meine papa und mein freund sind gefahren. vielleicht war es falsch, aber ich konnte es nicht. ich habe mich von ihm verabschiedet, aber jetzt mache ich mir schreckliche vorwürfe das ich nicht dabei war. es mag sich jetzt vielleicht blöd anhören, aber das macht mich total fertig. wäre ich bloß mitgefahren.....
jedesmal, wenn ichnhier beiträge lese oder selber einen schriebe, bin ich am weinen, wie ein wasserfall:-)
es war bestimmt hart für dich, auf dieser wiese zu sein und an deinen hund zu denken, wie ihr dort herumgetollt seit. es tut mir auch schrecklich leid für dich. ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie du dich fühlst.
ich finde es gut, daß ich dieses forum gefunden habe. man kann sich austauschen und sich gegenseitig trösten. vielleicht hilft es auch .
unsere hunde haben es jetzt bestimmt gut, wo sie sind.... und wer weiß, vielleicht schauen sie uns zu????

liebe grüße tine

Andrea9
17.05.2002, 11:16
ich kann mir sehr gut vorstellen wie du dich fühlst - an deiner stelle würds mir genauso gehen (obwohls mir ja nicht besser geht als dir).

es klingt vielleicht einfach gesagt, aber du brauchst dir wirklich keine vorwürfe zu machen, denn dein kleiner hat immer gewußt, dass du ihn ganz lieb hast und er hat es auch an dem tag noch gespürt...
... ich war auch nicht bis zum "ende" bei meiner süssen, denn als der tierarzt ihr die letzte spritze gab, war ich nicht mehr bei ihr - frag mich nicht warum; der doktor hat gemeint, es ist jetz besser für mich zu gehen. Aber ich glaube, es war vielleicht besser so, denn so konnte sie den weg zur regenbogenbrücke sicher finden ( liest sich irgendwie total komisch, oder ?)... aber ich versuche halt im moment alles das aufzuschreiben, was mich echt total beschäftigt und ich fühle ein bißchen, wie es mir hilft.

...unsere hunde haben sich vielleicht auch gerade im hundehimmel kennengelernt und reden jetz über uns...

tine
17.05.2002, 22:04
nein, es hört sich nicht komisch an, was du schreibst. ich persönlich glaube an so was. habe mir, nachdem das mit meinenm hund passiert ist, ein buch gewünscht, das heißt "jenseitsbotschaften". es ist total klasse..... und da ist auch ein kurzes kapitel über eine frau, die ihren hund verloren hat und über das medium mit ihm kontakt aufgenommen hat. das buch ist von "James van praagh" vielleicht hast du schon was von ihm gehört.
wer weiß, vielleicht kennen sich unsere hunde wirklich.....
lg tine

MSigl
19.05.2002, 18:57
Als ich gerade ein paar der Beiträge gelesen habe, bin ich wieder in Tränen ausgebrochen. Ich weiß momentan nicht, was ich machen soll! Mein Hund Muckl ist gestern im Alter von 16 Jahren in meinen Armen gestorben!
Er hatte von genau einem Jahr einen Tumor, den ich operativ hab entfernen lassen. Schon damals machte ich mir große Sorgen, doch er erholte sich wieder sehr gut und sah putzmunter aus. In den letzten Wochen und Tagen ging es ihm zusehends schlechter und ich war mit ihm in der Tierklinik und er bekam Medizin. Leider erbrach er diese immer wieder und er wankte durch die Gegend und hatte Probleme, sich überhaupt auf den Beinen zu halten. Gestern Vormittag fuhr ich wieder in die Klinik, um ihn nochmal untersuchen zu lassen! Dabei wurde festgestellt, dass seine Nieren versagt haben und er vergiftet wird - von Innen. Er fraß und trank nichts mehr und das Erbrechen waren die Anzeichen für diese Vergiftung. Die Ärztin meinte, wir könnten die nächsten paar Tage noch mit Infusionen versuchen ihn zu entgiften, doch sie gibt ihm wenig bis garkeine Chance. Ich gab die Zustimmung, ihn einschlafen zu lassen! Dieser Hund war für mich kein Hund! Er war mein Liebling, mein Baby und er hat gezittert unter mir, als ich in Tränen ausbrach und er hat mich angesehen mit einem Blick, den ich niemals mehr vergesse! Er wollte nicht sterben, er hatte solche Angst! Und als die Ärztin die Spritze ansetzte, da dachte ich: Was tust du hier eigentlich? Es war zu spät um aufzuhören und dieser Blick von ihm!! Er starb in meinen Armen und ich brach zusammen. Ich begrub ihn unter unserem Ahorn-Baum. Als ich noch klein war, ging ich mit ihm spazieren und wir fanden diese 'Hubschrauber' von den Ahorn-Bäumen und ich pflanzte sie ein. Heute ist das ein großer Baum - unser Baum. Er liegt jetzt da unten und es regnet und er wird nass - dieser Gedanke bringt mich um! Alle 5 Minuten laufe ich hinaus und knie an seinem Grab! Er war ein Teil von mir - und ich hab ihn umgebracht....
Es ging ihm schlecht, ja...doch kann ich über sein Leben entscheiden?

Ich schaff das nicht.
Ehrlichgesagt war er der Grund, weshalb ich meine zahlreichen Selbstmordgedanken nie in die Tat umgesetzt habe. Ich dachte mir immer, ich kann nicht gehen, solange er noch da ist. Er braucht mich, mein Schatz. Doch jetzt ist er nicht mehr da und ich hab niemanden mehr.

tine
20.05.2002, 12:23
das tut mir schrecklich leid um deinen hund. mir geht es auch immernoch schlecht, wenn ich an ihn denke. und das tu ich sehr oft. aber das leben geht weiter. und man darf nicht daran denken, sich umzubringen. tu das nicht. dadurch erreichst du nichts. für deinen hund kannst du dadurch nichts machen, und du würdest nur deine familie und deine freunde alleine lassen.
du darfst dir auch niemals die schuld geben, daß dein hund eingeschläfert wurde. auch wenn er dich traurig angeguckt hat, du hast richtig gehandelt. ich habe mir auch immer vorwürfe gemacht, weil mein hund noch einen tag bevor es soweit war, mit mir getobt hat. aber mir ist jetzt klar, das es auch das richtige für ihn war. er hatte bestimmt schmerzen, und deiner wird bestimmt auch schon schmerzen gehabt haben. hunde können leider nicht sprechen, sonst würden sie uns sagen, was zu tun ist. ich habe mir das immer so vorgestellt als wäre er eine mensch.... und wie würde sich ein mensch in dieser situation fühlen. sie es vielleicht auch von dieser seite. glaub mir, das war richtig was du getan hast. du hast ihn erlöst.... und er hat sein ganzes leben genossen. er wurde schon 16 jahre... und das ist ein gutes alter für einen hund. meiner wurde nur 9.:-( dein hund ist dir bestimmt dankbar, denn jetzt hat er keine schmerzen mehr. ich weiß es ganz genau, es tut schrecklich weh. das kenne ich.
lg tine
meld dich wieder

Inge1810
20.05.2002, 13:26
Hallo MSigl (wie ist denn Dein Vorname?),
es tut mir unsagbar leid, daß Du Deinen Muckl hergeben mußtest und ich fühle mit Dir, denn ich habe im Februar d.J. meinen Hund erlösen lassen müssen (er war 10,5 Jahre alt und litt ebenfalls unter Nierenversagen). Glaub mir, Du hast ihm sehr großes Leid erspart und darauf kannst Du stolz sein. Nach Deiner Schilderung bin ich mir sicher, daß er, egal unter welchen Bedingungen, nur Dir zuliebe weiterleben hätte wollen, denn ich glaube daran, daß er ganz genau gespürt hat, wie sehr Du ihn gebraucht hast. 16 Jahre ist ein sehr hohes Alter und er ist sicher nur Dir zuliebe so alt geworden, um Dich vor Dummheiten zu bewahren. Ich war erschrocken, daß Du Dich mit Suizidgedanken quälst. Wenn Deinem Hund so viel daran lag, daß Du weiterlebst, dann solltest Du seine Bemühungen nicht kaputt machen, indem Du überhaupt Gedanken an Suizid aufkommen läßt. Das bist Du Deinem Hund einfach schuldig. Bitte suche Dir Hilfe. Schämen brauchst Du Dich nicht, denn mir sind im Laufe meine Lebens einige Menschen über den Weg gelaufen, die des Lebens überdrüssig waren. Du bist nicht allein. Therapeutische Hilfe, auch mit Betroffenen halte ich da unbedingt für nötig und kann Dir viel Mut und Kraft geben. Jeder Hundebesitzer geht anders mit seiner Trauer um. Ich hatte bereits nach wenigen Wochen wieder ein Hundebaby und es hat mir gut getan, denn die Kleine bringt wieder richtig Schwung in die Bude. Klar wird sie meinen Hund nie ersetzen, aber das soll sie auch nicht. Dein Hund würde sich sicher freuen, wenn Du wieder einen treuen Gefährten an Deiner Seite hättest, nachdem er nicht mehr diesen Platz ausfüllen kann. Ich habe gelesen, daß Du gerne reitest. Pferde können einem sehr bei so starker Trauer helfen. Bitte trauere um Deinen Hund, aber schau auch nach vorne, denn es kann doch so schön sein zu leben. Das solltest Du von Deinem Hund gelernt haben, denn er hat es Dir vorgemacht. Ich wünsche Dir alles Gute weiterhin.

MSigl
20.05.2002, 18:52
Ich heiße Manuela.
Ich danke euch für eure Antworten. Ehrlichgesagt seid ihr die einzigen mit denen ich 'rede'. Ich sage seit Samstag nicht mehr sehr viel. Im Großen und Ganzen waren es bestimmt nur 10 Sätze.
Heute habe ich Muckls Grab mit Steinen umrandet. Ich hab mich mit ihm unterhalten, so wie immer. Ich stelle mir immer vor, er wäre noch da. Nur dann - auf einmal - wird mir bewußt, dass es nicht so ist, und dass mir mein Liebling so fehlt! Es wird niemehr so wie vorher sein!
Dass er so lange gelebt hat, um mich vor etwas Schlimmem zu bewahren, das kann wohl sein. Ich meine, ich war so oft bei ihm und hab ihn umarmt und hab geweint. Ich war so froh, dass ich ihn hatte. Und das hat er sicherlich gespürt. Ich möchte aber so gerne wieder bei ihm sein. Einen neuen Hund will ich nicht. Keiner ist so wie er. Wir haben uns einfach verstanden - ohne Worte - nur mit Blicken.
Wisst ihr, das Tragische ist, dass ich durch mein Verhalten vieles kaputt machen werde. Ich bin mit jemandem zusammen, der noch bei seiner Lebensgefährtin und seinen Kindern lebt und sich trennen will. Seit das mit Muckl passiert ist, reagiere ich abwertend und wimmle ihn ab, wenn er z.B. anruft. Die ganze Zeit denke ich mir, dass mir dieser Mann niemals so viel bedeuten wird, wie mein Muckl. Das schafft keiner! Wieso also sollte ich meine Zeit verschwenden? Versteht ihr das? Wenn jemand weiß, was wirkliche Liebe ist, und sie schon einmal erfahren hat (egal ob diese Liebe einem Hund, einem Menschen, oder einem Baum galt), kann sich mit etwas Geringerem einfach nicht zufrieden geben. Mein Muckl war immer da für mich, er war mir immer treu und er hätte mich niemals im Stich gelassen. Und ein Mann?
Vor kurzer Zeit sagte ich noch, dass ich darauf warte, dass sich in meinem Leben etwas verändert - aber so habe ich das nicht gemeint. Ich kann nicht glauben, dass ich das getan habe, dass ich ihn hab sterben lassen. Nein, das ist so unvorstellbar! Ich weiß nicht, war es gestern oder heute Morgen, da dachte ich wirklich, dass ich alles nur geträumt habe! Ich wachte auf und dachte: solche Dinge träumt man nur - die passieren nicht! Und dann, die traurige Erkenntnis.
Ich werde mich jetzt wieder auf meine Couch in mein Eck setzen und vor mich hinstarren und wieder in Tränen ausbrechen. Morgen gehe ich zur Arbeit und werde wieder weinen, weil ich furchtbar aussehe und mich alle fragen werden, was mit mir los ist! Und was sage ich? Dass mir ein Stück von meinem Herzen fehlt...

Ich danke euch von Herzen fürs Zuhören!

Manuela

Inge1810
20.05.2002, 20:43
Hallo Manuela, ich muß schon sagen, Deine Geschichte macht mich unwahrscheinlich betroffen. Auch wenn Du es jetzt noch nicht willst, was ich verstehen kann, aber ich rate Dir ganz dringend, Dein Herz für einen Hund wieder aufzumachen. Laß Dir Zeit, aber versperr Dich nicht. Zum Thema Mann packt mich doch die absolute Wut. Sorry, aber denk gut drüber nach, ob Du sowas wirklich in Dein Leben lassen willst. Denn was er jetzt mit seiner Lebensgefährtin macht, macht er später höchstwahrscheinlich auch mit Dir. Leider habe ich schmerzliche Erfahrungen mit so einer Art Mann, auch wenn die Umstände etwas anders gelagert waren, machen müssen. Das hat mich über zwei Jahre meines Lebens gekostet, in denen ich nicht frei für Jemanden war, der es wirklich ernst mit mir gemeint hätte und kein Sprungbrett in der Besenkammer braucht. Daran knabbere ich noch heute. Ich kann solche Menschen einfach nicht mehr respektieren und heute lege ich Wert drauf, daß ein Mann den Mumm aufbringt, sich erst zu trennen, alleine ein Leben aufbaut und dann erst wieder offen für eine Frau ist, aber dieses nahtlose Zeugs finde ich einfach nur schrecklich, weil meistens die Frauen dabei auf der Strecke bleiben, denn sie sind nur der Energietank, den Mann leersaugt. Es gibt auch Ausnahmen (ich kenne sogar welche persönlich), aber die sind doch sehr rar. Sowas trägt meiner Meinung dazu bei, daß man Stück für Stück immer einsamer und schwächer wird, ohne es gleich zu merken. Den Männern geht es dabei immer hervorragend, denn doppelt gemoppelt hält ja besser *gggrrrr*. Ein kleines Hundebaby, für das Du da sein kannst, wird Dir die Energie wieder geben und wird Dich vielleicht nicht so verstehen, wie Dein Muckl, aber es wird auch fühlen, wie es Dir geht und dementsprechend darauf reagieren und Dich wieder zum Lachen bringen. Laß Dir Zeit, aber sag niemals nie. Da es jetzt hier schon recht persönlich geworden ist und ich ungern die breite Masse an meinem Leben teilhaben lassen möchte, kannst Du mir auch gerne mailen, wenn es Dir ähnlich geht. Nur wenn Du willst natürlich. Ich hab immer ein offenes Auge ;) Liebe Grüße und viel Kraft morgen in der Arbeit.

tine
20.05.2002, 21:42
ich kann dich gut verstehen, was deinen hnd angeht, daß du sehr traurig und verzweifelt bist. aber du darfst dich nicht ganz zurückziehen. gerade wenn du alleine bist, denkst du viel über deinen hund nach. das geht mir nicht anders. aber wenn ich abgelenkt bin und mit anderen leuten zusammen bin, dann vergesse ich es in dem augenblick.... nicht vergessen in dem sinne sondern, das ich in diesen momenten nicht so stark nachdenke. es gibt schon oft zeiten, an denen ich mit meinem freund unterwegs bin, und ihm auch selbst sage: hier hätten wir gut mit meinem chapi spazieren gehen können oder so ähnlich. aber ich sehe es im moment mit anderen augen... und bin froh darüber das ich es jetzt so sehen. ich habe meinen chapi von seinen schmerzen erlöst, auch wenn er mich immer in der letzten zet traurig angeschaut hat. aber das vielleicht darum, weil es ihm vielleicht leid tat, mich so gehen zu lassen und er nichts daran ändern kann. verstehst du was ich meine?. ich ahbe mir auch oft gedanken darüber gemacht, einen neuen hund zu kaufen. aber es geht nicht aus beruflichen gründen. ich denke, ein neuer hund gibt einem wieder eine aufgabe. er wird aber niemals den ersetzen, den man mal hatte. man darf diesen anderen hund nicht mit seinem vergleichen. denn dieser war einzigartig. aber ichglaube selbst ich würde wahrscheinlich einen neuen hund mit meinem chap vergleichen, obwohl ich jetzt hier so tolle ratschläge versuche zu geben. naja, eigentlich weiß ich gar ob ich jetzt dafür bereit wäre, einen neunen hund anzuschaffen.
was deinen partner angeht: ich denke ich habe da eine andere meinung. klar ist es nicht gut seine familie sitzen zu lassen, aber wir hier kennen die umstände nicht. klar kann es durchaus sein, daß dir dann auch mal sowas passiert. aber das muß nicht sein. ich kenn auch eine, die mit einem mann zusammen ist, der verheiratet war. er hat sich scheiden lassen und die beiden leben nun glücklich zusammen. man soll da nicht alle über einen kamm schären, finde ich. du selbst, weißt am besten, wie er ist. du darfst dich aber nicht verschließen, auch wenn es dir im moment schwer fällt. zwing dich dazu rauszugehen. vielleicht will dich dein partner auch trösten, aber er kommt nun nicht an dich ran. gib ihm eine chance dazu, wenn er dir was bedeutet. in solch einen situation, in der du dich nun befindest, braucht man freunde und leute um sich herum, sonst geht man kaputt... glaub mir ich spreche aus erfahrung. ich bin immer noch traurig, nach 8 monaten, aber meine freunde haben mir geholfen, mit meiner trauer umzugehen.
alles gute wünsche ich dir, es wird dir bestimmt wieder besser gehen... verschließe dich nicht.
meld dich
lg tine

Andrea9
21.05.2002, 09:29
hallo,
liebe manuela, ich kann voll verstehen, dass du total fertig bist, weil ich es nämlich AUCH bin - und sogar in einer annähernd ähnlichen situation wie du war.
Ich erfuhr zwar erst am selben tag von diesem sch.... tumor wie meine daisy (ein ganz ganz liebes beaglemädi) eingeschläfert werden mußte, aber auch sie hätte sich innerlich vergiftet (wenn dieser tumor geplatzt wäre). es tut mir sehr leid, auch wenn das jetz blöd klingt, dass es bei deinem hund schon so fortgeschritten war (dass er schon erbrochen hat usw.), aber ansonsten hättest du ihn wahrscheinlich schon früher einschläfern müssen.

du brauchst dir echt keine vorwürfe machen, ihn umgebracht zu haben - du hast ihn außerdem nicht umgebracht - ehrlich gesagt verstehe ich das nicht : ich sage mir - obwohl ich fast ständig traurig bin - das obwohl ich mich versuche viel abzulenken : ich habe meine daisy von den qualen erlöst.

Ich möchte dir sagen, dass du großes glück gehabt hast , deinen Süssen 16 jahre lang bei dir zu haben; ich habe meine maus "nur" 9 jahre 9 monate bei mir gehabt.
viele hunde sterben im alter von 16 jahren eines natürlichen todes - sicher ein "besserer(?)" tod ?!

denk immer daran - du hast in seinem ganzen leben immer nur das absolut beste für ihn gemacht; das hat er gewußt und das weiß er sicherlich auch heute...

... er hätte nicht gewollt, dass du dir dein leben nimmst - das hätte er niemals zugelassen...

lg an alle, andrea

Topsy
21.05.2002, 09:46
Hallo Manuela,

im Großen und Ganzen kann ich mich Inge anschließen. Hör auf auf Dein Herz und frage Dich, ob der Mann wirklich der richtige für Dich ist, denn in Deinem Beitrag liest man einige Zweifel...
Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass Du Dich von Deinem Hund trennen musstest und es ist völlig normal, dass Dich sein Tod aus "der Bahn wirft".
Dass Du Deinen Hund einfach hast sterben lassen, glaube ich nicht, also mach Dir deshalb keine Vorwürfe. 16 Jahre sind übrigens ein tolles Alter für einen Hund, wenn auch für uns Menschen doch viel zu kurz. Du hast alles für Deinen Hund getan und es wäre unmenschlich gewesen, ihn leiden zu lassen. Du warst bei ihm bis zum Schluß, was sehr mutig von Dir war. Ich hoffe für mich, dass ich mal, sollte mein Leben nicht mehr lebenswert sein, im Kreise meiner Lieben in Würde sterben darf. Hunde dürfen es und darum beneide ich sie.
Ich kann da nur für mich sprechen und ich werde mir so schnell wie möglich einen neuen Hund holen, sollte meine Topsy von mir gegangen sein. Er wird natürlich meine Hündin NIEMALS ersetzen, denn sie ist wie jeder Hund einmalig und es wäre auch langweilig wäre jeder Hund gleich. Es wird eine andere Rasse sein, damit ich nicht vergleiche. Ich muss sogar so handeln, da ich eine starke Hundehaarallergie habe und jeder Tag ohne Hund die Allergie zum Ausbruch bringen kann und ohne Hund finde ich das Leben trostlos. Natürlich muss das jeder für sich entscheiden und es ist besser keinen Neuen zu holen, wenn er nur als Ersatz gedudet wird. Das würde den Neuen auch nur traurig werden lassen. Wenn Du meinst, dass Du soweit bist, sieh Dich einfach mal, ganz unverbindlich im Tierheim, beim Züchter... um. Vielleicht findest Du doch den Richtigen, der Dein Herz berührt, wer weiß???? Wenn nicht, gehst Du wieder oder siehst Dich woanders um. Das ist natürlich nur ein Tipp, die Entscheidung musst Du selbst treffen. Und denke nicht, Du würdest Deinen Hund "verraten" wenn du Dir einen anderen holst. Er würde von oben auf Dich runter sehen und sich freuen, dass Frauchen wieder glücklich ist...

Ich wünsche Dir viel Kraft...

Liebe Grüße

Elke

MSigl
22.05.2002, 08:03
Ich konnte gestern leider nicht schreiben. Ich hatte (Gott sei Dank) viel um die Ohren.
Die Arbeit hat mich abgelenkt, doch manchmal hab ich einfach nur dagesessen und hab ins Leere gestarrt. Ich glaub, ich hab gestern sowieso nichts auf die Reihe gebracht. Hatte schon Schwierigkeiten beim Autofahren.
Nach der Arbeit war ich dann bei einem Bekannten, der einen Steinmetzbetrieb hat. Ich hab für Muckl einen Grabstein ausgesucht. Naja, nur nen kleinen Stein, auf den dann sein Name und seine Daten kommen. Gestern war mein Freund wieder da, und es ging mir eine Zeit lang gut, doch ich hatte wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich mich grad wohl fühle. Trotzdem war alles nicht das Selbe. Ich war mit meinen Gedanken stets woanders.
Ich habe gestern wirklich daran gedacht, mir einen neuen Hund aus dem Tierheim zu holen. Ich hab auch mit meiner Mutter darüber geredet. Doch sie sagte auch, dass wir den neuen Hund nur wieder vergleichen würden mit unserem Muckl. Und sie möchte, wenn dann, schon wieder so einen Mischlingshund wie Muckl. Und ich sagte, dass wir dann wieder Muckl zu ihm sagen - auch wenn er anders heißen sollte. Aber das ist nicht mein Muckl! Er mag vielleicht ähnlich aussehen, doch er ist es nicht! Ich sagte, das wäre so, als wenn man seinem Baby einen Namen gibt und das Kind wenige Wochen nach der Geburt stirbt, man wieder ein neues Kind zur Welt bringt und ihm den selben Namen gibt!
Das ist geschmacklos und für mich unvorstellbar.
Heute werde ich Blumen auf sein Grab pflanzen. Irgendwie denke ich gerade, das alles ist nicht passiert.

Ich möchte euch noch sagen, dass ihr mir wirklich sehr geholfen habt in den letzten Tagen! Vielen lieben Dank!

Meldet euch!

Manuela

Topsy
22.05.2002, 08:32
Hallo Manuela,

ich würde mir keinen Hund holen, der so aussieht wie Dein Muckl, denn dann würdet Ihr den Hund mit Muckl vergleichen und er kann und wird ihn nicht ersetzen können. Ganz davon abgesehen, würde ich es gegenüber dem neuen Hund unfair finden...
Den gleichen Namen würde ich einem anderen Hund auch nicht geben, da das auch ein Vergleich ist und für mich hört sich das nach Ersatz an. Ein neuer Hund ist anders, da er wie Euer Muckl einen eigenen Charakter hat und wie er, auch einmalig wäre, da hätte er es auch verdient einen "eigenen" Namen zu haben.
Hol Dir bitte erst einen anderen Hund, wenn Du Dir sicher bist, dass er mit seinem Charakter eine Chance hat, denn eines ist sicher, wie Muckl wird er NIE sein und das MUSS Dir klar sein.
Führ doch in einem nahegelegenen Tierheim mal einen Hund aus, dann wirst Du sehen, ob Du für einen anderen Hund schon bereit wärst...

Liebe Grüße

Elke

Andrea9
22.05.2002, 09:05
was topsy vorgeschlagen hat, wollte ich auch grad schreiben.

ich war letzten freitag in einem hundeheim in meiner nähe und war mit einer mischlingshündin namens cleo gassi. ich hatte es mir vorher schlimmer vorgestellt, weil ich ja im prinzip von den wegen her nur die hatte, die ich auch immer mit meiner daisy durchstreifte, doch an diesem tag empfand ich es einfach nur als der cleo ein geschenk machen zu können und nahm mir vor am nächsten tag wieder zu kommen. aber am samstag war ich wieder total down und habs einfach net geschafft dorthinzugehen, weil mich alles an meine maus errinnert hätte - für mich persönlich wäre es jetzt nach 2 wochen viel zu früh überhaupt an einen eigenen neuen hund zu denken - ganz abgesehen davon, dass sich meine eltern einen halben tag um ihn kümmern müssten (uni) und sie aber definitiv gesagt haben, sie nehmen sich keinen hund mehr .

wollte dir damit vielleicht nur zeigen, dass du dir bei der entscheidung einen neuen - sei es nun einer wie muckl oder nicht, heißt er nun auch muckl oder nicht - auf alle fälle zeit lassen solltest - bis du ein bißchen wenigstens (ich weiß es ist schwer und ich glaube es selber nicht darüber ein bißchen hinwegkommen zu können) darüber hinweggekommen bist.

lg an alle, andrea

MSigl
23.05.2002, 08:33
ich weiß nicht, ob ein neuer Hund für mich so gut wäre.
Ich hab ja schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit meinem Freund zusammen bin und es mir teilweise wieder besser geht, weil er mich ablenkt.
Während dem Tag rede ich mit Muckl, so wie ich immer mit ihm geredet habe. Das ist beruhigend, dass ich weiß, dass er jetzt bei mir ist. Ich sag ihm dann auch immer, dass ich bald auch bei ihm sein werde. Er muß sich nur etwas gedulden und dann sind wir wieder zusammen! Ich freu mich schon auf ihn! Auch wenn es bei mir noch (wenns gut geht) Jahrzehnte sein werden, die ich abwarten muß, freu ich mich schon auf unser Wiedersehen. Und das läßt mich wieder hoffen, und bei dem Gedanken, ihn wieder in die Arme schließen zu können, geht es mir gut.
Das ist der einzige Rat, den ich momentan jemandem geben kann, der auch in der selben Situation steckt. Freut euch auf das Wiedersehen! Ich hab einmal einen Film gesehen, der heißt 'Hinter dem Horizont'. Und da wird gesagt, dass ein Leben im Himmel nur ein Herzschlag ist. Das heißt, was für mich 'mein Leben lang warten' heißt, bedeutet für meinen Liebling Muckl nur einen bruchteil einer Sekunde. Mein Muckl ist also nicht lange alleine, weil ich bald wieder bei ihm sein werde. Und, ihr könnt mich jetzt für verrückt halten, aber, ich habe gestern Nacht etwas gesehen - ein Licht. Ich hab geschlafen und wurde etwas wach, als ich mich mal umgedreht habe, und ich hab die Augen ein ganz wenig aufgemacht und habe ein Lichtchen gesehen, das mich anleuchtet. Bei uns sind rund herum keine Häuser, und der Mond scheint auf einer anderen Seite des Hauses. Draußen ist nur der Garten und neben dem Schlafzimmerfenster ist Muckls Grab. Ich hab mir gedacht, dass er mich besucht hat, und schaun wollte, obs mir gut geht.

Gruß

Manuela

Codileine
28.05.2002, 10:30
hallo mauela,
wie geht es dir denn jetzt? ich muß dir dazu sagen, daß es mir nach 10 monaten, wo mein kleiner cookie nicht mehr da ist, noch genauso schlecht geht, wie zu anfang. ich wache mit weinen auf (weil er nicht auf bett kommt und mir bussi gibt) und gehe mit tränen schlafen. ich ziehe mich leider genauso zurück wie du. wir haben einen neuen kleinen hund, weil mein mann es leid war mich heulen zu sehen, aber es hat mit dem "nichtheulen" nicht geklappt. er ist ein süßer kleiner hund, aber eben nicht cookie. ich sehe meinen cokkie noch überall und sein grab ist in bayern, wo ihn mein mann auf unser grundstück gebracht hat und ich wohne aber in berlin. es ist alles schrecklich. ich wollte dir eigentlich nur sagen, daß ich nie ohne hund sein möchte, daß ich mir wegen dem kleinen auch noch eine große mauer um mich baue, aber ich möchte ihn trotzdem nicht missen, ich liebe ihn auch, aber eben anders. ich denke mal er merkt auch, daß mit mir etwas nicht stimm. dieser kleine hund ist auch nicht so lustig und fröhlich wie mein cookie, der war nämlich bis zum schluß fröhlich. vielleicht ließt du mal meine anfangsgeschichte, die TÄ hat mir übel mitgespielt, und darüber komme ich auch nicht hinweg. ich muß mich zusammenreißen, kann es aber nicht ich sehe schrecklich aus, aber keiner hat was davon, nur daß alle mich fragen warum ich solche augenränder habe. man kann sich ja nach so langer zeit auch mit niemanden darüber unterhalten, weil es keiner versteht, alle fragen "was nach so langer zeit?" ich sage dann auch immer, es ist ein teil von mir gegangen und mein lebenselexier ist weg. - ich war mal ein fröhlicher mensch - mein cookie fehlt mir, und ich sage immer, es kann nur eine große liebe im leben geben, und das war mein cookie, nicht mein mann!!. das ist böse ich weiß, aber es sind schon zwei hundis von mir gestorben, aber bei keinem war es sooooo schlimm. weißt du bei meinem neuen kleinen hund denke ich immer, es ist gut, daß er bei mir ist, er wird geliebt, wer weiß wo er sonst hingekommen wäre und dieser gedanke ist auch unerträglich, es gibt ja so viele böse menschen. ok er ist nicht cookie, ich werde ihn wahrscheinlich nie soo lieben können, aber eben anders und ich bin wirklich froh, daß ich ihn habe. ich weiß nicht, ob ich es jetzt richtig rüberbringen konnte, aber vielleicht verstehst du mich
liebe grüße madeleine

Nasida
29.05.2002, 00:27
Hallo,
kann Dich sehr gut verstehen, habe fast das selbe durch gemacht und bin nach über zwei Jahren immer noch darüber hinweg.
Mit der Zeit wird der Schmerz und Trauer besser, glaub mir.

MSigl
30.05.2002, 22:03
Madeleine,
ich kann dich so gut verstehen! Als ich die letzten Zeilen in deinem Beitrag gelesen habe, dachte ich: Sie spricht mir aus der Seele! Mein Baby (mein Muckl) war meine große Liebe! Ich liebe diesen Hund mehr als alles andere, und ich weiß, dass mir niemals wieder jemand so viel bedeuten wird, wie er. Er war immer für mich da, fast 15 Jahre lang. In schweren, sowie auch in schönen Zeiten, und als er vor mir lag und die Spritze bekommen hat (das ist jetzt 2 Wochen her), spürte ich, wie ein Teil von mir gestorben ist. Diesen Schmerz zu erfahren, wünsche ich niemanden! Nur ich denke, wenn jemand nie in seinem Leben diesen Schmerz spürt, dann hat dieser Mensch nie richtig geliebt! Ich habe eingesehen, dass er sehr krank und schwach war. Ich habe es nicht sehen und verstehen wollen, weil ich ihn nicht verlieren wollte! Als ich mit ihm zum Tierarzt fuhr, habe ich die Musik im Auto angemacht und leise mitgesungen, um ihn zu beruhigen. Seit diesem Tag kann ich keine Musik mehr hören. Wenn jemand einen Witz erzählt, lächle ich nur - ich kann nicht mehr lachen. Für mich ist nichts mehr so schön, dass ich richtig lachen kann. Eigentlich ist das traurig. Ich verliere meine Lebensfreude.
Ich weiß nicht, ob mich jemand versteht, ich habe das noch niemandem gesagt. Ich muß es aber loswerden. Bitte, verurteilt mich nicht! Ich habe meinen Muckl geliebt, und ich liebe ihn noch! Mehr, als sich jemand vorstellen kann! Und genau darum geht es. Ich wußte, dass ich niemals für eine richtige Beziehung in der Lage sein würde, solange mein Muckl an meiner Seite ist, weil ich ihn mehr lieben würde, als einen Mann. Wenn ich einen meiner Freunde angesehen habe und dann meinen Süßen, wurde mir klar, dass diese Männer in 1000 Jahren niemals für mich das sein würden, wie mein Baby. Das war mit ein Grund, immer wieder diese Beziehungen zu beenden. Es gab niemanden, der mir so viel bedeutet hat. Und ich dachte, die große Liebe meines Lebens ist bei mir - ich muß sie nicht suchen! Und dann habe ich irgendwann verstanden, dass ich nicht das Leben führen kann, das ich gerne führen möchte - eine Familie, Kinder...Ich hatte ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Muckl, wenn ich einen Mann geliebt habe! Ich dachte, ich tue ihm damit weh.
Ich bildete mir ein, ich könne erst dann anfangen, einen Mann so zu lieben, so an ihm zu hängen, wie an meinem Muckl, wenn Muckl nicht mehr da ist. Ist das nicht verrückt? Und je schlechter es Muckl ging, umso mehr kämpfte ein Mann für mich, mit dem ich nun zusammen bin, und der mit mir nun über unsere Zukunft und unser gemeinsames Haus und solche Dinge redet! Ich habe deshalb solche Schuldgefühle, weil ich nicht will/wollte, dass es SO ist! Weil es für mich selbst so aussieht, als hätte ich meinen Hund sterben lassen, weil ich einen Mann liebe, mit dem ich zusammen alt werden könnte, und Angst hatte, dass ich ihn wieder verliere. Es war nicht so, doch ich fühle mich schuldig! Deswegen habe ich es auch so lange hinausgezögert, ihn einschläfern zu lassen! Ich wollte dieses Schuldgefühl nicht ertragen!
Und nun hänge ich an diesem Mann, und er wird zu meinem Mittelpunkt des Lebens. Jetzt habe ich Angst, dass er mich vielleicht enttäuscht. Und dann erkenne ich wieder, dass mein kleiner Liebling mich niemals enttäuschen würde und immer für mich da wäre - und alles beginnt von Vorne.

Ich stehe irgendwo in der Mitte. Am Ende eines Lebensabschnitts und am Beginn eines Neuen. Ich bin so schrecklich verwirrt. Ich lebe in einer Traumwelt. Seit Muckls Tod kann ich mich weder konzentrieren, noch irgendwie am Riemen reißen! Wenn mich etwas stört, dann werde ich aufbrausend - ohne an die Konzequenzen zu denken und mache damit anderen das Leben schwer! Ich bin gemein und ungerecht zu anderen und genau in diesen Momenten geht es mir gut!
Ich hoffe, das wird wieder. Ich werde aber nie wieder der selbe Mensch wie zuvor sein. Das weiß ich. Ein Teil von mir ist einfach am 18. Mai um 11:30h gestorben.

Manuela

Inge1810
30.05.2002, 23:00
Hallo Marion,
ich habe jetzt einige Zeit über Deine Worte nachgedacht. Hm, nicht sehr fremd, was ich da höre. Das könnten meine Worte vor einigen Jahren gewesen sein. Nur etwas anders. Ich bin mit Tieren aufgewachsen, habe sie auf die Welt kommen, aufwachsen, leben und sterben sehen. Ich habe gelernt, damit umzugehen. Sicher trauere ich, aber es ist die Natur und ich bin froh, dass ich meine Tiere überlebe (hoffentlich auch weiterhin), denn was würde aus ihnen werden, wäre ich nicht mehr? So weiß ich, dass ich bis zum Schluß bei ihnen sein kann und sie nicht in einer ungewissen Zukunft lassen muß. Ich will eigentlich etwas anderes sagen. Mir ist aufgefallen, dass Du andere Lebewesen dringend für Dein Lebensglück brauchst. Sicher ist das Drumherum wichtig, aber letztendlich bist Du alleine dafür verantwortlich. Du mußt Dein inneres Gleichgewicht finden. Dich mit Dir ganz alleine wohlfühlen können. Ich nenne es Selbstliebe entwickeln und die steht über allem. Denn dann ist es egal, ob eine Beziehung hält oder nicht, denn Du schaffst es auch alleine. Es ist ein langer Weg, aber ich bin überzeugt davon, dass es unbedingt nötig ist, sein inneres Gleichgewicht zu finden, um ein glückliches Leben zu führen. Um dahin zu gelangen, war ich lange Zeit allein und wäre dabei fast durchgedreht. Eines Tages bin ich aufgewacht, hab die Sonne gesehen und dachte, boah, was für ein genialer Tag. Das erste mal in meinem Leben war ich allein und glücklich. Seitdem habe ich keine Verlustangst mehr, denn was kann mir schon passieren? Ich werde auch alleine aufwachen und glücklich sein können. Lebe mit Deinem Freund zusammen und sei glücklich mit ihm, aber werde Du selbst zu Deinem eigenen Mittelpunkt. Ein Tier, so sehr wir es auch lieben, ersetzt aber keinen Menschen. Ich wünsch Dir alles Gute

Inge1810
30.05.2002, 23:01
herrje bin ich blöd... tut mir irre leid... MANUELA natürlich. Siehst, so sehr hab ich nachgedacht, dass ich Dich schon umbenenne.... *schäm*

Codileine
30.05.2002, 23:19
hallo Inge, ich habe Deinen Beitrag gelesen, bei Deinem letzten Satz denke ich anders. Weißt Du ich bin 25 Jahre verheiratet, und als mein Cookie gestorben WURDE, ist von mir auch was gestorben, da hilft mir mein Mann auch nicht und ich erzähle jedem, daß ich in den 13 Jahren mit meinem Cookie länger zusammen war, als mit meinem Mann in 25 Jahren. Ein Tier hat keine Launen, ein Tier verspricht nicht was es nicht halten kann, und ein Tier ist ehrlich verdammt ehrlich. Sind das Menschen auch???
Liebe Grüße Madeleine

Andrea9
31.05.2002, 09:37
so etwas ähnliches wie madeleine geschrieben hat, habe ich mir auch erst unlängst gedacht. meine daisy hatte ich sozusagen mein halbes Leben - ich bin jetz 21 und hatte sie fast 10 jahre; insofern denke ich (weiß ich), dass mir meine daisy schon in vielen sachen wichtiger war als mein freund, - und gerade dehalb leide ich so, weil sie mir von anfang an in mein herz gewachsen ist !
lg andrea

Inge1810
31.05.2002, 10:15
Guten Morgen Madeleine,
guten Morgen Andrea,
ich habe mich etwas ungenügend ausgedrückt, aber es ging mir eben zu viel durch den Kopf gestern.
Ich meinte damit natürlich nicht alle Menschen der Welt. Klar, dass ich da meinen Hund ebenfalls vorziehe. Ich lebe zur Zeit in keiner festen Partnerschaft... naja, auch nicht in einer unfesten, also gar keiner ;) Ich habe aber das Glück einen Sohn zu haben und der steht ganz klar ein riesiges Stück über meinen Tieren. In der Konstellation möchte ich allerdings nicht alt werden, denn mein Sohn verläßt irgendwann das Haus und dann? Ich möchte nicht allein als schrullige Alte mit ner Katze aufm Rücken und nem zusammengerollten Hund neben meinen Füßen leben. Klar, dass ich so meine Ansprüche an einen evtl. zukünftigen Partner habe und auch an die Verflossenen hatte. Ich würde keins meiner Tiere für einen Mann, nur weil er sie nicht mag, abgeben, dann müßte schon er sein Köfferchen packen. Wäre ich allerdings einige Jahre in einer festen Beziehung und würde eine Allergie ausbrechen, dann hätte ich zwar schon einen Gewissenskonflikt, aber sollte ich dann den Partner rausschmeißen? Da steht für mich dann doch der Mensch über dem Tier, denn Menschen brauchen Menschen. Ich bin auch enttäuscht worden (wer noch nie, der möge sich melden) und lebe zur Zeit ganz gern mit meinem Sohn und meinen Tieren allein zusammen, aber ein Dauerzustand soll das dennoch nicht werden, denn trotz Enttäuschungen, brauche ich dennoch meine Artgenossen, die ein Tier für mich nicht ersetzen kann. Ich liebe meinen Hund und das nicht wenig, aber er ist für mich kein Partnerersatz und kein Mensch muß mit ihr konkurrieren, denn meine Liebe zu den Tieren ist anders, als die Liebe zu Menschen (besonderen Menschen wohlgemerkt).
Liebe Grüße

MSigl
31.05.2002, 18:39
Inge,
ich hab verstanden was du meinst.
Für mich war es genug, meinen Hund zu lieben. Diese Art von Liebe könnte ich wohl niemals für einem Menschen empfinden, weil sie etwas ganz anderes ist! Und genau deswegen denke ich, dass das die wahre Liebe ist!
Dass ich einen Menschen - einen Artgenossen - brauche irgendwann, kam mir nie in den Sinn! Ich werde zu einem Menschen niemals die selbe Beziehung haben, wie zu meinem Mucki. Deswegen der Gedanke: Wieso dann die Zeit verschwenden, die ich in jemanden investieren könnte, der mir dafür auch ewig dankbar und mir von Herzen treu ist? Dass ein Tier niemals einen Menschen ersetzen könnte, ist wohl wahr! Doch mal anders ausgedrückt: Kann ein Mensch auch ein Tier ersetzen?? Kann er genauso treu sein? Genauso zärtlich und liebevoll und wird er dich auch niemals verletzen oder sich von dir trennen? Mein Muckl war bis zum bitteren Ende bei mir und er hätte noch weiter so dahingelebt, wie er es zuletzt getan hat. Es GING ihm schlecht! Es ging ihm sogar wahnsinnig schlecht! Doch er wollte nicht gehen! Ich habe ihn nicht gehen lassen! Ich hab immer zu ihm gesagt, er soll mich nicht alleine lassen! Zuletzt habe ich erkannt, dass ich ihn nicht ewig halten kann und er seinen ewigen Frieden und seine Ruhe verdient hat. Und wir werden uns bald wieder sehen an einem Ort, wo es schöner ist als hier und wo es wieder so ist, wie es mal gewesen ist. Er ist bei mir und wird es immer bleiben - in meinem Herzen, in meinen Gedanken.

Ich war heute Nachmittag mit einem Hund aus dem Tierheim Gassi. Er ist 8-9 Jahre alt und hat vor einem halben Jahr sein Herrchen verloren. Er ist ein lieber Hund und ich werde morgen nochmals hinfahren und ihn vielleicht sogar mit nach Hause nehmen. Wenn ich nicht klarkomme, muß ich ihn wohl zurückgeben. Mir ist einfach klar geworden, dass meinen Muckl niemals jemand ersetzen wird und schwer wird so ein Schritt sowieso werden - ob es nun 2 Wochen her ist, seit er gestorben ist, oder 2 Jahre.

Gruß

Manuela

Codileine
31.05.2002, 19:19
liebe Manuela ich geb Dir in ALLEM Recht, ich fühle genauso wie Du, aber mich hat ein Satz gestört, kannst Dir bestimmt schon denken welcher. ! Bitte überlege es Dir gut mit dem Hund aus dem Tierheim, ich habs Dir ja schon in der mail geschrieben, wenn Du Dich entscheidest ihn mitzunehmen, dann gib ihm bitte ein schönes zuhause die letzten Jahre und habe ihn lieb. Er wird nie Deinen anderen Hund ersetzten, SOLL ER AUCH NICHT, KANN ER AUCH NICHT, aber weißt Du wie es wäre, wenn er sich freut und ein schönes zuhause zu haben, und wenn Du meinst, Du kommst mit ihm nicht zurecht, ihn dann wieder ins Tierheim bringst?? Diese Gedanken kannst DU nicht wirklich haben. Das glaub ich Dir auch nicht. Ich frage immer die Leute, die sowas machen, ob, wenn sie ein Kind haben und es wird nicht so, wie sie es sich vorstellen, geben sie es dann auch weg?????? Ich glaub Du verstehst mich. Sei bitte nicht böse, aber ich bin immer ehrlich und sage, was ich denke.
Liebe Grüße Madeleine

tine
31.05.2002, 23:23
ich kann dich auch sehr gut verstehen, was du in deinen beiträgen geschrieben hast. auch ich habe meinen hnd verloren, das war am 13.10.2001, aber vielleicht weißt du das auch schon. und noch heute ist es schrecklich für mich und ich vermisse ihn wahnsinnig.
aber in einem fall muß ich madeleine recht geben. überleg es dir gut, mit dem hund aus dem tierheim. ich finde es auch nicht gut, sich einen hund zu holen, und, wenn man dann mit ihm nicht klarkommt, ihn wieder zurückzubringen. ich verstehe auch solche leute nicht wirklich. klar, kann es sein, daß man vielleicht mit einem hund nicht klarkommt, aber ich denke, man hat vorher genug zeit, es herauszufinden. und wenn man viel zeit mit dem hund verbringt, bevor man ihn endgültig mit nach hause nimmt, ist man bestimmt sicherer bei der entscheidung. und ich denke, du solltest das auch tun. lern erstmal den hund kennen... geh öfters mit ihm gassi....
ich denke auch, daß du es vielleicht gar nicht so gemeint hast, wie du es geschrieben hast. manchmal schreibt man auch etwas, ohne darüber nachzudenekn:-)
lg tine

MSigl
01.06.2002, 23:41
Ihr habt ja recht. Ich hab das nicht wirklich so gemeint. Ich habs wahrscheinlich nur deshalb geschrieben, weil ich mir noch unsicher war.
Wie ich Madeleine schon geschrieben habe, wird das mit dem neuen Hund wohl nicht klappen. Bei einem Gespräch mit meinen Eltern ist mir gesagt worden, dass mein Vater sich um eine neue Arbeitsstelle umsieht und dann wahrscheinlich nicht mehr Nachtschicht hat und dann auch nachmittags nicht mehr für den Hund da sein kann. Ich hab mich ehrlich schon auf den Kleinen gefreut. Und ich hab ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn nicht geholt habe. Aber erstmal weitersehen. Auf jeden Fall werde ich weiter mit ihm Gassi gehen und ihn besuchen.

Hier ein Text, den ich heute von einer Frau erhalten habe, der ich mein ganzes Leben lang dankbar sein werde.


Die Regenbogenbrücke

Vor dem Himmelstor gibt es einen Ort, der die Regenbogenbrücke genannt wird.

Wenn ein Tier stirbt, das jemandem besonders nahe stand, dann geht es an diesen Ort. Dort gibt es Wiesen und Hügel für all unsere besonderen Freunde, wo sie laufen und spielen können. Es gibt immer genug Futter und Wasser und sie fühlen sich wohl im warmen Sonnenschein.

All die Tiere, die alt oder krank waren, sind dort wieder jung und gesund. Jene, die verletzt oder verstümmelt waren, sind dort heil und sprühen vor Lebenskraft, genau so, wie wir sie aus unseren Träumen vergangener Tage in Erinnerung haben. Die Tiere sind glücklich und zufrieden, abgesehen von einer Kleinigkeit. Sie vermissen jemanden ganz besonders, den sie zurücklassen mußten.

Sie alle laufen und spielen zusammen, doch der Tag kommt, wenn eines plötzlich inne hält und in die Ferne späht. Seine Augen leuchten und sein gespannter Körper bebt. Plötzlich läuft er weg von seinen Spielkameraden. Er fliegt über das grüne Gras und seine Beine tragen ihn schneller und schneller.

Er hat Dich gesehen und wenn Du und Dein ganz besonderer Freund sich endlich treffen, dann umarmt ihr euch in freidigem Wiedersehen um nie wieder auseinander zu gehen.

Er bedeckt dein Gesicht mit feuchten Küssen. Deine Hand streichelt seinen Kopf und Du siehst endlich wieder in die vertrauensvollen Augen deines Freundes, der für so lange Zeit aus deinem Leben gegangen war, doch nie aus Deinem Herzen.

Dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogenbrücke..........

Autor unbekannt



Gruß,
Manuela

Andrea9
06.06.2002, 11:59
jedes mal wenn ich die regenbogenbrücke lese, kommen mir tränen in die augen : erstens weil es so eine schöne vorstellung ist, den geliebten hund wieder zu sehen und zweitens weil ich wieder traurig werde und sofort an meine daisy denken muss...

lg an alle, andrea

Marie-Theres
06.06.2002, 21:48
Hallo, ich wollte dir nur schreiben, dass ich sehr traurig darüber bin, was dir da mit deinem Schatz passiert ist!! Ich habe eine 10 jährige Schäferhündin und ich muß mich selber so langsam an den Gedanken gewöhnen, dass irgendwann der Tag kommt, an dem ich mich von ihr trennen muß. Sie war vor kurzem sehr krank, hatte eine Gebärmutterentzündung, aber sie wurde in Duisburg/Kaiserberg erfolgreich operiert und ist jetzt wieder fit. Sie hat allerdings HD und fängt jetzt auch an zu humpeln. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn mir so etwas, wie dir, passieren würde. Ich kann verstehen, dass du so verzweifelt bist, weil du auch nicht bei dem Hund warst, und dich, eigentlich, auch nicht wirklich von Cookie verabschieden konntest. Es tut mir wirklich leid und ich kann dich gut verstehen. Ich kann dir keine Ratschläge geben, wie du es verarbeiten kannst, weil mein Hund mein erster ist und ich so etwas noch nicht erlebt habe. Ich wünsche dir alles Gute und deinen anderen Hunden auch!! Marie-Theres

Codileine
06.06.2002, 21:55
danke für Deine lieben Zeilen, es hilft zwar nichts und ich weine immer noch jeden Tag seit 10 Monaten, aber ich freue mich natürlich, daß es doch noch viele liebe Menschen gibt, die sowas verstehen. In meinem persönlichem Umfeld versteht das keiner mehr. Ich sage mir immer, die TÄ hat meinen Cookie einfach umgebracht, ich kann leider bei der TÄ auch nicht nachfragen, denn ich bin zu emozional eingestellt ihr gegenüber, wenn ich könnte ich würde ihr auch eine Spritze verpassen. Es ist hart, aber sie hat mir ohne mit mir darüber zu reden das alleraller liebste genommen, einfach so. Ich sage das jetzt so, natürlich sind mitr meine Kinder das allerliebste, aber es ist anders, sie wohnen nicht mehr bei uns, aber mein Cookie war Tag und Nacht 13 Jahre bei mir und hatte nie schlechte Laune. verstehst Du was ich damit sagen will??
LG Madeleine

tine
06.06.2002, 22:25
ich verstehe dich sehr gut, das weißt du ja:-) wir haben oft darüber gesprochen und ich dachte ich schreibe es dir jetzt hier...
ich verstehe das echt immernoch nicht von der tierärztin, wie die das einfach ohne deines wissens machen konnte. das ist wirklich unfaßbar. auch wenn man nichts mehr für ihn tun konnte (was wir alle nun mal leider nicht wissen), gibt es ihr kein recht, einfach über deinen kopf hinweg zu bestimmen, was mit deinem lieben schatz passiert. ich hätte auch wahnsinnige wut, wenn mir das passiert wäre. der tierarzt muß doch mit der besitzerin darüber reden... auf die paar minuten kam es wohl wirklich nicht mehr an. er lag ja nicht mit schmerzen da, so daß jede sekunde gezählt hätte. mir ist das ja nicht passiert, aber ich kann mich sehr gut in deine lage hineinversetzen und rege mich schon die ganze zeit über diese ärztin auf. hab dir das nur nie geschrieben, da ich dich eher auf andere gedanken bringen möchte. und ich dachte hier geht es ja um das thema, also kann ich es hier mal tun:-)
ich glaube, ich würde wirklich mal, wenn ich soweit wäre... und wenn es noch etwas dauert, mal dahinfahren oder anrufen (aber das sagte ich dir auch schon am tele), um einfach klarheit zu haben und auch mal die meinung zu sagen. sie denkt mit sicherheit nicht mehr daran, wer weiß vielleicht weiß sie noch nicht einmal mehr, wer du bist, aber du schleppst diese ungewissheit dein leben lang jetzt mit dir rum. verstehst du, was ich damit meine?
ganz liebe grüße tine

Codileine
06.06.2002, 22:30
ich verstehe das sehr gut meine liebe Tine, die weiß bestimmt nicht mehr wer ich bin, aber ich würde sie wahrscheinlich nur anschreien oder würgen, ehrlich so eine Wut habe ich oder Haß???? Ich lebe immer mit dem Gedanken, sie hat ihn umgebracht. Sie sollte das hier mal alles lesen.
LG

zwilli27
07.06.2002, 19:50
was sich diese TÄ erlaubt hat ist sowas von unglaublich! Ich habe Ähnliches nochmal gehört - wie heisst denn die "Dame" - praktiziert sie in Berlin?
Ich denk an dich
Petra

Codileine
07.06.2002, 20:07
hallo die hieß Laininger ja aus Berlin nicht Bayern. Kennst DU sie oder hast den Namen schon mal gehört?????

liliana
07.06.2002, 22:53
ohhhhhhhhhhhhh wie ich das alles verstehen kann.
Vor 5Jahren musste meine Katze eingeschläfert werden.Ähnliche Sache wie bei Dir sie blutete plötzlich aus einem Ohr.Die Ärztin sagte dann das sei bestimmt ein Tumor und in der nähe des Gehirns sei da meist nicht viel zu machen.Wir könnten es aber versuchen etwas Hoffnung gäbe es immer aber sie wolle uns die Entscheidung nicht abnehmen.Naja was macht man nicht alles wenn man sooooooo an eiem Tier hängt.Wir haben den Tumor dann entfernen lassen.Zwei Wochen war sie Putzmunter hat wieder normal gefressen ect. Doch dann plötzlich hatte sie total erweiterte Pupillen war auf einem Auge blind, übergab sich nur noch ect.Also der Zustand war dann für niemanden mehr erträglich.Wir haben dann mit dem Ta telefoniert und er sagte das es ihm sehr leid tun würde er da aber nichts mehr machen könnte als, wir wüssten ja schon.
Ich hatte damals nichtmals den Mut mitzu fahren , keiner meiner Familie.Mein Freund lies sie dann einschläfern.
Das Tierchen war 18 Jahre alt ich bin heute 23 Jahre, also wisst ihr jetzt alle wie viel Zeit ich mit ihr verbringen durfte.
So doof wie sich das jetzt anhören mag, aber ich erlitt damals einen Nervenzusammenbruch und war 4Wochen krank geschrieben mit Beruhigungspillen ect.
Heute mache ich mir grosse Vorwürfe.
Erstens weil ich ihr nicht die letzte Ehre erwiesen habe und sie in ihren ewigen Schlaf gegrault habt , Zweitens weil ich sie überhaupt erst operieren lassen habe.
auch jetzt muss ich noch weinen wenn ich darüber nachdenke.
Auch wenn ich alte Videos oder Fotos sehe auf denen sie ist muss ich denn Raum verlassen da mir sofort die Tränen in die Augen schiessen.

Ich weiss das war jetzt bestimmt nicht hilfreich für Dich aber ich wollte dir nur zeigen das es Dir nicht alleine so geht.Irgendwann wirst Du die Trauer wohl überwinden vergessen tun man sie allerdings nie.Und irgendwie bin ich der Meinung das das auch gut so ist.Sozusagen als ewiges Andenken und als Ehrfurcht vor den Tieren die wir betrauern.

Heute habe ich wieder Katzen und einen Hund,auch wenn ich gar nicht an den Tag denken mag, aber dismal würde ich es anders machen.
Lucky würde ich in seiner letzten Stunde zu Seite stehen wollen,die Beziehung zu einem Hund ist doch immernoch intensiever als zu einer Katze.

"Ach Gott ist das ein beschissenes Thema jetzt sitz ich schon heulend vor meinem Pc"
Werde das Thema aber nicht schlecht bewerten ;)

liliana
07.06.2002, 22:55
Habe total vergessen Dir alles Gute und viel viel Kraft für die Zukunft zu Wünschen .
Kopf hoch lili

Sandra1980
14.06.2002, 10:25
Ja, es ist wirklich schlimm, vor allem, wenn man sich noch zusätzlich quält. Ich war bei dem Tod meiner Donna dabei. Es war schlimm, wir haben sehr geweint, aber ich bin froh dass wir dabei waren, und auch dass der Tierarzt zu uns gekommen ist. So konnt sie eigentlich in Frieden sterben. Und nicht allein, alle Leute, die sie geliebt haben waren bei ihr und nahmne ihr die vielleicht vorhandene Angst. Sie lag auf einem deckchen an ihrem Lieblingsplatz, mit dem gewohnten sanften Licht und nicht auf einem kaltem Behandlungstisch mit grellem Licht, voller Angst. Ich würde es wieder so machen. Auch wenn ich sie sehr vermisse und es kaum übers Herz brachte, wir wussten die Zeit ist gekommen, sie leidet sonst zuviel. Und so war es echt das beste.
Ich kann jedem empfehlen, wenn man es psychisch schafft sollte man seinem Tier beistehen, es hat einen auch lange Zeit im Leben beigestanden.

Als meine kleine Katze (4-5 Wochen) gestorben war habe ich geschlafen, aber mein Freund war bei ihr. Ich hätte ihr gerne beigestanden. So ein kleines Kätzchen hat mit em Tod gekämpft und dann doch verloren. Da mache ich mir Vorwürfe, dass ich geschlafen habe, während mein Baby gestorben ist. Vorher haben wir uns immer abwechselnd um sie gekümmert, aber da hätte mein freund mich schon wecken können.

Nun, dafür haben wir ihre Schwester und ein kleines Findelkind gerettet (Er lief in der Naht vor dem ersten Schnee, es war bitterkalt vor meinem Freund über die straße, er stieg aus, Sylver miaute kläglichst, und er wurde mitgenommen. Die mutter war nicht auffindbar, die Bauern meinten wir sollten ihn wieder aussetzen. Zwischen zwei Dörfern! Im November. Wir haben ihn behalten und aufgepäppelt. Er hat es geschafft und ist uns ewig dankbar.)
Das habe ich erzählt um zeigen, dass mein sein Herz öffnen soll für andere Tiere, andere Lebewesen. Meine Donna hat da zwar noch gelebt, aber wer weiß, vielleicht haben wir die Wiedergeburt eines ganz lieben Hundes adoptiert.
Seit Donna tot ist versuche ich kein einziges Tier mehr zu töten. nicht mal eine Fliege, die mich nervt. Mein Freund findet ich übertreibe, aber man kann ja nie wissen. Einmal als ich ausgeritten bin hat sich eine Fliege auf meine HAnd gesetzt und ist eine Viertelstunde mit mir mitgegangen. Ich habe sie gefragt, ob sie Donna kennt, und sie ist näher auf mich zugegangen und hat mich angesehen. Das kann Einbildung gewesen sein, aber wer weiß?

Achtet jedes Leben, und das Leben wird Euch achten!

MSigl
17.06.2002, 11:36
Hallo an alle,

Madeleine, ich hab dir schon gesagt, ich hab mir den Hund aus dem Tierheim geholt am Samstag Nachmittag.
Er ist lieb und echt ein wunderbarer Kerl.

Erschlagt mich, ich hab ihn gestern Abend wieder zurück gebracht.
Es war schön, ihn da zu haben. Nur er konnte nicht alleine sein. Er hat sich so auf mich fixiert - er ist nicht bei meinen Eltern geblieben. Er war wie mein eigener Schatten, was zwar wunderbar war, aber ich konnte nirgends hingehen - nichtmal für 2 Minuten, keinen Schritt, ohne dass er da war.
Ich hab ihn dann mal alleine gelassen, um zu testen, was er macht. Mein Vater hat ja Nachtschicht und schläft vormittags. Er bellte und jaulte und winselte. Auf einmal hörte man nichts mehr. Ich ging runter in meine Wohnung und er lag auf meiner Wohnzimmercouch. Alles voller Haare (ja klar) und er hat praktisch versucht, auf der Couch 'sein Bett' zu machen. Jetzt habe ich Kratzer auf der Couch (Leder).
Folglich hätte ich ihn tagsüber in dem dunklen Flur lassen müssen und das wollte ich nicht. Er ist so ein lieber Kerl, aber er war sein Leben lang bei einem Mann, der immer, zu jeder Zeit für ihn da gewesen ist. Er war nie alleine, das merkte man. Und ich muß sagen, dass ich mich etwas überschätzt habe. Ich hatte das ganze Wochenende über geweint und hab mir selber immer gesagt, dass ich das nicht schaffe....
es war schlimm. ich wußte nur nicht, wieso ich diese Panikattacken hatte.
Ich brachte ihn zurück und seitdem bin ich fertig mit den Nerven. Ich bin den ganzen Vormittag schon dabei, ein neues zu Hause für ihn zu finden. Eventuell nimmt ihn meine beste Freundin, die schon einen Hund hat und bei denen ist immer jemand daheim und sie geht wundervoll mit Tieren um.

Ich werde aber bis dahin weiter mit ihm spazieren gehen. Ich denke, es war gut so, dass er nur 1 1/2 Tage bei mir war und nicht länger. Ich werde ihn weiter besuchen kommen, dass er sich keine Vorwürfe macht, weil er wieder dahin zurück musste. Er hat sich aber gefreut, als er die gewohnte Umgebung erkannte und die Hunde bellen hörte. Er kann nicht alleine sein und ich denke, im Tierheim, bei den netten Besitzern ist es für ihn schöner als in einem dunklen Flur.
Ich hoffe, ich finde jemanden für ihn, einen älteren Mann, für den er dann da sein kann - und umgekehrt.

Es tut mir so leid.

Manuela

Inge1810
17.06.2002, 20:54
Hallo Manuela, es tut mir leid, dass es mit dem Hund nicht geklappt hat, vielleicht war es doch zu früh für Dich, einen Hund heimzuholen, da Du doch sehr schnell aufgegeben hast. Der Hund hatte ja gar keine Chance sich einzuleben. Das geht nicht mal eben in 1,5 Tagen. Mit viel Geduld und Spucke, gewöhnt sich jeder Hund ans Alleinsein. Aber wie gesagt, war wohl noch zu früh. Zu der Kaputtmacherei... mein vorheriger Hund hat kaum was kaputtgemacht. Kira allerdings ist das krasse Gegenteil. Meine Wohnung sieht teilweise aus, als wär eine Bombe hochgegangen. Ich darf gar nicht drüber nachdenken, was sie bereits alles zerstört hat, denn dann würde ich sicherlich die nächsten zehn Jahre durchheulen. Wenn wieder was kaputt ist, dann atme ich einmal tief durch, räume es weg und vergesse schnell, dass ich es jemals besessen habe. So ist es nunmal mit einem Hund und ich bin unverbesserliche Optimistin, dass es eines Tages besser wird und freue mich über jeden Tag, an dem ich von der Arbeit heimkomme, meine Wohnung wiedererkenne und mich nicht von liebgewonnenen Gegenständen trennen muß. Kira hergeben kommt aber niemals in Frage, denn sie steht über materiellem Wert und will mir damit ja nichts Böses antun. Sie hatte ihren Spaß, ich den Herzschmerz und gut ist ;) Warte einfach noch ab. Irgendwann bist Du vielleicht wieder so weit einen Hund aufzunehmen oder Du entscheidest Dich dagegen oder sogar für ein ganz anderes Tier. Liebe Grüße

MSigl
17.06.2002, 21:22
das Problem ist nur, wenn ich daran denke, wie sehr in den Hund verletzt habe, geht es mir furchtbar schlecht!
Ich verbringe wirklich schon den ganzen Tag damit, für ihn ein Herrchen zu finden.
Es ist halt schwierig, einem 9 Jahre alten Hund beizubringen, alleine zu sein, wenn er bis jetzt immer jemanden an seiner Seite hatte.
Es wäre unfair von mir gewesen, ihn bei mir zu behalten, weil ich momentan meine Probleme nicht so richtig gelöst habe. Ich hätte ihn praktisch nur an den Tagen 'gebraucht' an denen ich alleine gewesen wäre. Es ist tragisch, das so zu sagen. Ich meine das auch nicht so. Nur ich denke, dass es gut so war, weil ich mich nicht auf ihn konzentrieren konnte und ich mit dieser Verantwortung ihm gegenüber nicht klargekommen wäre.
Er tut mir nur so leid. jetzt ist er wieder alleine und ich werde mit dem Gedanken nicht fertig, einen so lieben Kerl so verletzt zu haben.
Ach, ich weiß, ich steigere mich so sehr hinein, doch ich kann nicht einfach über solche Dinge hinwegsehen. Ich werde erst wieder Ruhe haben, wenn er ein neues zu Hause hat.

Wisst ihr, ich habe mich selbst so sehr an ihn gewöhnt - obwohl er nur 1.5 Tage bei mir war. Er fehlt mir.

Manuela

Codileine
17.06.2002, 21:31
hallo Manuela, schade, daß Du kein Tier bist, dann würdest Du Dein Herrchen nicht so enttäuschen. Sorry aber ich mußte das jetzt mal sagen, weil ich das wirklich nicht schöbn finde, was Du da gemacht hast

tine
17.06.2002, 23:22
es tut mir leid, aber ich muß madeleine recht geben. wenn man sich einen hund aus dem tierheim holt, dann informiert man sich vorher über ihn. und du weißt ja ziemlich viel über ihn, wie du geschrieben hast. er lebte mit einem mann und er war immer für ihn da.... ich nehme doch keinen hund, wenn ich weiß, er ist anhänglich und er kann nicht alleine bleiben. und das man einem älteren hund sowas nicht mehr beibringen kann, damit hast du recht. aber dann frage ich mich wirklich WIESO du diesen hund genommen hast? wenn du doch wußtest, dass er es nicht gewohnt ist alleine zu bleiben??? er hat ansich nichts böses gemacht, er ist halt so... und nun muß er wieder weg
lg tine

MSigl
18.06.2002, 09:22
Ich habe ja nie behauptet, dass es richtig von mir gewesen ist, was ich getan habe.
Ich muß aber auch mal sagen, dass mir das jetzt nicht gerade sehr hilft, wenn ihr mir auchnoch diesen Fehler vorwerft!
Ich komme ja so schon nicht klar mit dieser Situation!
Ich hätte es mir denken können, dass er anhänglich ist. Es hätte ja auch sein können, dass es ihm nichts ausmacht, mal alleine zu sein und sich einfach hinzulegen und zu schlafen. Im Tierheim wurde mir gesagt, er ist lieb und brav - das war auch so. Ich habe einfach gedacht, er ist wie mein Muckl. Mein Muckl war ein Familienhund - er hat sich bei jedem wohl gefühlt und er ist auf jeden von uns zugegangen.
Wasti jedoch ging nur zu mir - nicht zu anderen. Ich hab doch seine Macken auch nicht gekannt - und die im Tierheim auch nicht!
Meine Freundin hat sich überlegt, dass sie den Hund eventuell nimmt, wenn dies möglich ist. Sie hat auch einen Hund und er wäre dann tagsüber nicht alleine. Ich werde Wasti auf jeden Fall weiter besuchen kommen, weil er nicht meinen soll, ich habe ihn zurückgelassen.
Ihr wisst doch garnicht, wie sehr ich geheult hab die ganze Zeit!

Egal was ich sage, alles hört sich so an, als wären es dumme Ausreden, nur damit ich besser da stehe.
Ich würde diesen Hund nur zu gerne behalten, und wenn ich an ihn denke, meine ich immer, ich muß am Abend nochmal hinfahren und ihn wieder holen. Aber dann wird mir bewusst, dass ich einen Hund möchte, der so ist wie mein Muckl. Und so ist keiner.
Soetwas weiß man erst dann, wenn man es mal versucht hat und es klappte nicht.

Ich versuche, ein Herrchen für ihn zu finden. Jemand, der immer da sein kann für ihn.

Manuela

Topsy
18.06.2002, 13:29
Hallo Manuela,

ich muss Madeleine und Tine voll und ganz zustimmen. Was Du da gemacht hast ist das Allerletzte... Gerade ein altes Tier hat es nicht verdient so behandelt zu werden (junge natürlich auch nicht). Wenn Du den Hund besuchst, denkt der Arme doch nur, dass Du ihn aus dem Heim wieder rausholen willst. Dass gerade ein älterer Hund eine gewisse Eingewöhnungszeit braucht um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, hätte Dir klar sein müssen. Wenn du einen Ersatz für Deinen Muckl suchst, den findest Du nicht..., denn jedes Lebewesen ist einmalig. Der Hund dachte, er hätte ein Herrchen gefunden und war darüber bestimmt sehr glücklich und was hast Du getan... So handeln nur rücksichtslose Menschen... Fraglich ist auch, ob Deine Freundin ihn auch behält, falls sie ihn überhaupt will und ihn nicht auch bei der ersten Schwierigkeit wieder abgibt. Der Hund tut mir leid und ich wünsche ihm, dass er Menschen findet die ihn so lieben wie er ist, inclusive seiner "Macken" und ihn nicht als Erstz missbrauchen.
Das Dein Muckel Dir fehlt ist jedem klar, auch ich habe schon Tiere verloren, aber wie Du jetzt handelst ist nicht normal...
das musste ich mal loswerden.

Topsy
18.06.2002, 13:36
Hallo Manuela,

ich muss Madeleine und Tine voll und ganz zustimmen. Was Du da gemacht hast ist das Allerletzte... Gerade ein altes Tier hat es nicht verdient so behandelt zu werden (junge natürlich auch nicht). Wenn Du den Hund besuchst, denkt der Arme doch nur, dass Du ihn aus dem Heim wieder rausholen willst. Dass gerade ein älterer Hund eine gewisse Eingewöhnungszeit braucht um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, hätte Dir klar sein müssen. Wenn du einen Ersatz für Deinen Muckl suchst, den findest Du nicht..., denn jedes Lebewesen ist einmalig. Der Hund dachte, er hätte ein Herrchen gefunden und war darüber bestimmt sehr glücklich und was hast Du getan... So handeln nur rücksichtslose Menschen... Fraglich ist auch, ob Deine Freundin ihn auch behält, falls sie ihn überhaupt will und ihn nicht auch bei der ersten Schwierigkeit wieder abgibt. Der Hund tut mir leid und ich wünsche ihm, dass er Menschen findet die ihn so lieben wie er ist, inclusive seiner "Macken" und ihn nicht als Erstz missbrauchen.
Das Dein Muckel Dir fehlt ist jedem klar, auch ich habe schon Tiere verloren, aber wie Du jetzt handelst ist nicht normal...
das musste ich mal loswerden.

Inge1810
18.06.2002, 15:02
Also ich hatte die ganze Zeit Verständnis, selbst als der Hund wieder zurückgebracht wurde, aber der letzte Beitrag.... ne, das macht mich doch etwas sauer. Muckel ist tot und wird tot bleiben. Auf der Welt gibt es niemals wieder einen Hund, der so ist. Was Du schreibst, Manuela, strotzt nur so vor Egoismus. So benimmt sich kein tierlieber Mensch, der zudem den Kinderschuhen entwachsen ist. Tut mir leid, aber bei Dir darf ein Hund nicht Hund sein. Muß sich so benehmen, wie Du es erwartest und das aber zackig. Jeder Mensch und jedes Tier hat einen anderen Charakter. Was machst Du, solltest Du mal ein Kind haben und das entspricht nicht Deinen Vorstellungen? Ich hab einen Sohn und einen Stall voll Tiere. In meinen kühnsten Träumen hab ich mir das eine oder andere auch anders vorgestellt, aber ich habe die Verantwortung übernommen und egal was passiert, ich werde sie versuchen mit Liebe zu tragen und wenn mein Sohn wieder mal nicht zur vereinbarten Zeit heimkommt und ich tausend Tode sterbe vor Angst um ihn, Kira zum hundertsten Mal eine Zimmertür aufmacht und darin wütet, meine Katzen mir wieder mal die Wurst vom Brot gezogen haben, weil ich nur kurz aus dem Zimmer bin und mein Pferd mich draußen vor Übermut fast absetzt, oder die Seitengänge in der Halle nicht so läuft, wie ich es von ihm erwarte. Ich hab hier daheim einfach Lebewesen um mich und keinen Heintje, der fröhlich Mama trällert, keine Lassie, die mir einfache Hausarbeiten abnimmt und keinen Fury, der auf Pfiff angerannt kommt. Gott sei Dank kann ich nur sagen. Bitte hol Dir auf keinen Fall ein Lebewesen, bis Du Deine Probleme und Deinen Egoismus im Griff hast und laß den Hund im Tierheim in Ruhe. Er wird hoffentlich bald weitervermittelt, aber gutmachen kannst und brauchst Du nichts. Für ihn ist es besser so, denn er hat das Recht um seinetwillen geliebt zu werden. Ich glaube auch nicht, dass Du um den Hund weinst. Eher dass Du darum weinst, dass er nicht so ist wie Muckel. Das waren jetzt klare Worte von mir, aber auch das mußt Du Dir mal anhören. Vielleicht wachst Du auf und arbeitest endlich mal an Dir, damit sowas nicht mehr vorkommen kann. Ich wünsch Dir alles Gute

MSigl
18.06.2002, 15:39
dass ich hier Verständnis finde.

Es war nicht richtig.
Vielleicht kommt ihr mal in meine Situation; normalerweise wünsche ich dies keinem, doch euch würde es wirklich mal gut tun. Mein Leben ist vielleicht nicht gerade so einfach wie eures, und es ist schwer, klarzukommen.
Soll ich einfach einen Hund, der es verdient hat, geliebt zu werden, einfach behalten, wenn ich nach einem Tag feststelle, dass ich es nicht verkraften kann? Hat der Hund dann ein schönes Leben??
Nicht jeder Hund ist für jeden der richtige!
Muß ich das euch auch noch sagen?? Das wisst ihr genauso wie ich, oder? Der Hund braucht ein anderes zu Hause. Ich hätte ihm das nicht geben können, was er zuvor hatte und was er auch gewiss wieder wollte und was er auch verdient hat!
Deswegen suche ich für ihn jemanden, wo ich sicher sein kann, dass er nun das Heim kriegt, das er verdient.

Ihr urteilt hier über Menschen, und kennt sie nichtmal.
Ihr seht die Menschen nicht vor euch und wisst nicht, wies in ihrem Inneren aussieht.
Es ist schön, auf jemanden einzuhacken, wenn er was verkehrt gemacht hat, oder?

Ich sehe es auch mal von der Seite: besser nach 1 Tag als nach 1 Woche oder mehr!

Denkt IHR mal über euer Verhalten nach!

Immer soooo verständnisvoll und macht einer mal einen Fehler, stürzt ihr euch auf ihn!
Ich möchte nochmal festhalten, dass ich NIEMALS behauptet hatte, dass das gut war, was ich getan habe.


Manuela

Codileine
18.06.2002, 15:54
hallo Manuela, wir haben alle, wirklich alle, Verständnis für Dich und wir haben auch alle unsere Probleme, der eine weniger der ander ganz schreckliche. Ich kann mich bei den schrecklichen anschließen, aber irgendwie muß es gehen. Ich sag mir auch oft das Leben hat keinen Sinn und es wäre besser wenn ich nicht mehr da wäre, aber das sind nur Gedanken, denn es gab Situatinen in meinem Leben mit denen ich schwer fertig geworden bin oder ich bin es noch garnicht. Ich bin 54 und habe altersbedingt bestimmt mehr Probleme als Du . Ich muß Inge recht geben, ich glaube auch das Du das Problem bist. Ich bin echt sauer, wenn ich sowas lese. Ich will nicht auf Dir rumhacken, wie Du es nennst, alle die auf Dir hier "rumhacken" meinen es gut mit Dir und haben das gleiche Schicksal mit ihren Tieren erlebt wie Du. Mein Miky ist auch nicht mein Cookie und es vergeht immer noch kein Tag, wo ich nicht weine und wo ich rede jeden Tag mit Cookie und sage ihm wie sehr er mir fehlt. Ich glaube daran, daß wir uns wiedersehen, aber ich bin trotzdem froh, daß Miky da ist OBWOHL ER NICHT ANSATZWEISE SO IST WIE COOKIE. Aber es ist ein ganz süßer lieber kleiner Kerl. Außerdem hat er es bei mir gut und das beruhigt mich, wer weiß wo er sonst hingekommen wäre. Jemand anderes hätte ihn vielleicht auch schon weggegeben, denn er kotzt und hat laufend Durchfall und das auf meinen Teppich. So nun denkst Du bestimmt ich bin die letzte die Dich "fertiggemacht" hat, aber das ist nicht der Sinn dieses Talks. Wir wollen uns hier alle nur Trost geben. Aber etwas gutes hat meine Wut, ich habe in diesem Moment nicht an Cookie gedacht

Inge1810
18.06.2002, 18:06
Hallo Manuela, auch mir liegt es, wie Madeleine und sicher auch den anderen fern, auf Dir rumzuhacken. Bis zu einem gewissen Grad habe ich ja auch Verständnis, aber Dein Leben kann nicht daraus bestehen, wie schlecht es Dir geht, wieviel Probleme Du hast und und und... und dabei müssen Lebewesen mit reingezogen werden. Gut, Du hast Deinen Fehler in Sachen Hund erkannt und das erkenne ich an und hoffe, Du hast daraus gelernt, aber bring doch endlich mal den Hintern hoch und bekämpfe Deine Probleme. Willst Du Dein Leben lang wie ein Häufchen Elend oder wie eine Marionette rumlaufen? Schneid die Fäden ab und lauf selbst. Muckel konnte Dich vielleicht unterstützten, aber letztendlich bist Du allein für Dein Wohlergehen verantwortlich. Wie oft würde ich am Liebsten davonlaufen, weil mir alles zuviel wird, aber dann tret ich mir wieder selbst in den Hintern idm denk mir "auf Alte, das packst Du auch noch". Wieviele Leute wollen mir quasi "an`s Bein pinkeln", ich häng kurz durch, derappel mich wieder, setz mein Grinsen auf und denk mir "ihr könnt mir doch gar nix". Das erfordert eine Menge Kraft und die hab ich auch nicht über Nacht bekommen. Bin mehr als einmal umgekippt, aber ich hab mich entschieden, kein vor Selbstmitleid zerflossenes Bächchen sein zu wollen. Ich habe viel Streß, viel Probleme (an denen auch ich fast zerbrochen wäre), aber mittlerweile auch vvviiieeeellll Spass am Leben und das lass ich mir nicht nehmen. Also, nicht nur Du führst ein schweres Leben. Madeleine tut es, ich tu es und eine Menge anderer hier auch, aber wir haben gelernt trotzdem oder gerade deshalb mit Verantwortung umzugehen. In dem Fall finde ich, dass Du weniger Verständnis, sondern einen Tritt in den Hintern brauchst. Ich hab so einige abbekommen in meinem Leben und bin heute dankbar drum.

tine
18.06.2002, 19:17
wie die anderen hier schon sagten, es will keine auf dir rumhacken. uns alle stört es wahrscheinlich, wie du dich ausdrückst... das problem hatten wir schon mal, am anfang... kannst du dich erinnern? da hast du dich auch falsch ausgedrückt. les dir doch mal deine beiträge selbst mal durch, vielleicht siehst du das auch mit anderen augen, was du da geschrieben hast. denn ich muß sagen, auch mich hat dein letzteer beitrag sehr verärgert. du kannst doch nicht deinen muckel mit anderen hunden vergleichen. so hart es nun mal klingt, dein muckel ist nicht mehr da. er wird auch nie mehr wieder kommen.. es gibt keinen hund, der so ist wie dein muckel. jeder hund, jedes lebewesen, jeder mensch ist einzigartig... es gibt vielleicht ähnlichkeiten, aber man darf die niemals vergleichen (auch wenn ich es wahrscheinlich anfangs auch machen würde).
wie du sicherlich weißt, habe ich meinen chap auch verloren. klar sage ich auch mal"guck mal der sieht so aus wie chap" aber es ist NICHT chap. meinen chap gibt /gab es nur enmal. verstehst du, was ich dir damit sagen will? ich habe auch mit dem gedanken gespielt, mir einen hund zu holen.. und auch aus dem tierheim, aber ich kann es auf grund der berufstätigkeit nicht. sonst hätte ich schon längst wieder einen. aber ich würde mir nicht einen hund holen, der so aussieht wie mein chap. ich würde es auch vermeiden, ihn zu vergleichen. es wäre ein neuer hund und nicht mein chap.
ich hoffe du verstehst uns alle. dir will keiner von uns was böses. wir sind nur über deine art.. und deine art zu schreiben verärgert
lg tine

liliana
18.06.2002, 21:13
Hi Ihr Lieben,
um himmels willen was geht denn hier ab?
Dir liebe Manuela muss ich sagen, das ich den Rest der Manschaft hier zimlich gut verstehen kann.(will auch nicht hacken)
Verständniss dafür das einem ein verstorbenes geliebtes Tier vehlt haben hier sicherlich alle, davon kannst Du ausgehen jeder hier, aber wirklich jeder kann sich vollkommen in Deine Lage hinein versetzen.
Aber man kann halt nicht immer alles auf sein hartes oder kaputtenes Leben abschieben und meinen damit wäre alles entschuldigt.Vielmehr liegt es doch an uns etwas dagegen zu tun.Wenn Du Probleme hast solltest Du Dir Hilfe von aussen suchen und wenn Du das nicht einsiehst dann wird es Dir immer schlecht gehen.Und die Frage ist doch will man das.
Ich bin auch der Meinung das Dir hier keiner helfen kann wenn Du die Beiträge nicht richtig liest.Es hackt keiner auf Dir run sondern man sagt Dir wie Du Dich besser verhalten könntest,Und um Tips hast Du selber gebeten, dann muss man auch Kritik einstecken.
Wie meine Vorrednerin denke auch ich das Du Dich evt etwas unglücklich ausdrückst.
So Sätze wie:" nicht jeder Hund passt zu jedem Menschen." also ich weiss ja nicht!
Würde ich nicht denken da sitzt ein total verzweifelter Mensch würde ich jetzt behaupten das wegen Leuten mit so einer Einstellung überhaupt erst Tierheime entstanden sind.
Wieviele Hunde soll man denn ausprobieren bis man den gefunden hat der zu einem passt???????????
Dann müsste sich jeder einen Welpen besorgen, und Ihn so erziehen wie man es gerne hätte und da jedes Tier seine Macken hat müsste so eine Erziehung wohl ziemlich übel aussehen.Und sind wir mal ehrlich kann ein Hund dann noch Hund sein?
Mir gefällt es auch nicht wenn Lucky mal wiedre in Gülle gebadet hat , oder ausgerechnet bei meiner Lieblingssendung jault und raus will oder was weiss ich was,aber weisst Du wenn ich solche Einbussungen nicht machen will oder kann dann darf ich mir kein Lebewesen anschaffen und mir einreden ich könnte dafür Verantwortung übernehmen.Ich muss sagen das unser Hund sehr pflegeleicht, blödes Wort, ist aber dafür ist eine unserer Katzen umso anstrengender.Das konnte auch keiner ahnen.Wenn sie rollig ist miaut sie Tag und Nacht sie klaut Essen vom Tisch, macht Gardinen ect zu nichte und wenn sie länger alleine ist pinkelt sie aus protest ins Bett.Das gefällt mir ganz sicher auch nicht und glaube mir wir haben sämtliche Erziehungsmethoden ausprobiert , alle anderen Katzen sind artig,aber sie ändert sich nicht mehr.
Was würdest Du jetzt wohl an meiner Stelle tun?Sie weggeben?
NEIN,!!!!!!
Wie schon gesagt aus solchen Gründen gibt es überfüllte THs.
Was macht man wohl?Man beisst die Zähne zusammen geht mit viel guter Hoffnung und Elan in den nächsten Tag und opfert so viel Mühe wie nur irgendwie möglich.
Was heisst hier opfert man bekommt ja auch viel zurück dafür lieben wir unsere Tiere ja so.
So ich glaube ich habe genug gesagt.Und bevor Du wieder denkst es wolle noch ein weiterer Mensch auf Dir " herumhacken", sieh es doch einfach mal als Denkanstösse.
Und tu Dir einen Gefallen komm erst mal wieder mit Dir selbst klar und lerne erst mal Dich wieder selbst zu lieben bevor du Gaubst ein Tier lieben zu können.
Alles nicht böse gemeint aber denk mal darüber nach, ich weiss das Du selbst weisst das Du einen Fehler gemacht hast.
Alles Gute lili

liliana
18.06.2002, 21:17
muss noch was an Madeleine los werden.
ich hoffe es geht Dir ein wenig besser und das du den kleinen bald genauso in Dein Hertz schliesst wie Cookie, ich hoffe ich habe den Namen jetz richtig geschrieben.
Vieleicht hast Du meinen ersten Beitrag ja gelesen und er konnte ein wenig helfen.
Alles alles Liebe lili

Codileine
18.06.2002, 21:29
hallo lili, ich hab den kleinen ins Herz geschlossen, aber es schließt nicht aus, daß Cookie meine ganz ganz ganz große Liebe war. Und ich bin immer noch davon überzeugt, daß es die Art und Weise war, von der TÄ. Ich sag doch, wenn ich gesehen hätte, daß Cookie totkrank war, vielleciht hätte ich das alles besser verkraftet. Ich liebe klein Miky . Ich möchte Miky nicht mehr missen, denn sonst hätte ich doch nicht zugelassen, daß mein Mann Miky geholt hat. Wenn ich anders denken würde, dann dürfte ich keinen Hund haben, Miky ist mein 5. Hund. Weißt Du mit Dino ist es seit 11 Jahren auch nicht einfach, andere Leute hätten das nicht mitgemacht wie ich, denn er ist nur zu Hause ein ruhiger Hund, auf der Straße ist es grausam, er bellt alles an, was sich bewegt und er zieht und und,.... Hab schon viel Ärger mit Leuten gehabt wegen Dino aber das ist mir Wurscht, aber ich weiß, daß es ein "Schisserhund" ist und damit lebe ich, und ich liebe ihn.
Lg

liliana
18.06.2002, 21:47
Liebe Madeleine,
erst mal muss ich Dir sagen das ich Dich ganz ganz süss finde,ohje wie hört sich das denn an.Nein ich will damit nur sagen das ich glaube das Du eine ganz starke Frau bist und desswegen weiss ich auch das es Euren Hunden bei Euch gut geht und Du den kleinen natürlich auch liebst.
Das mit Dino finde ich auch toll, Respekt!!
Ohne wieder böses Blut verteilen zu wollen , aber ich denke Menschen wie Manuela hätten Euren Dino oder unser Flöhchen nicht berhalten.
Deswegen RESPEKT vor all den Lueten die so denken wie wir.
Und zu Deiem Cookie, wie schon in meinen aller ersten Beitrag zu dem Thema, kann ich nur sagen, es wird auch nie mehr so eine Katze geben wie meine erste, und deswegen ist es gut und auch richtig das wir sie unser Leben lang nicht vergessen und auch immer mal wieder eine Träne vergiessen.
Gruss lili

Codileine
18.06.2002, 21:58
hallo lili, eigentlich bin ich nicht stark, sonst würde ich nicht mit weinen aufwachen und mit weinen einschlafen. Aber ich glaube ich mußte mich ziemlich durchbeißen im Leben, mein erster Mann ist von mir weg wegen einer Krankenschwester, als ich mit meinem 2. Kind im 3. Monat schwager war und mein 2. Mann ist Alkoholier, aber seit 15 Jahren trocken. Nun frag mich nicht, wieviele Nervenzusammenbrüche ich hatte. Nun nochmal zu Dino. Ich liebe ihn und ich verstehe immer nicht, wenn ich eine Tierheimsendung im fernsehen sehe, was so mache Menschen drauf haben, entweder durch Umzug, also ich würde ja nie in eine Wohnung ziehen, wo ich mein Tier nicht mitnehmen darf, dann weil das Tier alt ist, und denen wünsche ich auch, daß sie abgeschoben werden, wenn sie alt sin, oder wegen Krankeit des Tieres. Das ist mir alles zu hoch. Ich meine meine 3 Kinder sind auch alle anders und bei meinem jüngsten habe ich ehrlich die ersten 3 Jahre nicht eine Nacht durchgeschlafen!!!!! Gibt man so ein Kind auch ins Heim??? Also meine Meinug ist ja, wenn man ein Familienmitglied bekommt oder kauft oder was weiß ich was, das gehört immer dazu, egal was kommt.
Lg Madeleine

Codileine
18.06.2002, 22:07
ich bins nochmal, Lili hast Du Dir meine süßen bei Tier des ages schon mal angeschaut????? Noch sind sie drin
Lg

liliana
18.06.2002, 22:31
Und genau deswegen bin ich der Meinung das Du sehr stark sein musst.
Sie selbst in den Spiegel und denk daran was Du durchmachen musstest, und?
Was siehst Du ?
Ich sehe eine Frau die sich durchgebissen hat ,ihre Kinder liebt und gross bekommen hat, ihren Mann in schlimmen Zeiten zur Seite gestanden hat,sich für ihre Tiere aufopfert.
Und ohne Dich zu kennen weiss ich auch das sich diese Frau nie wirklich beschwert hat sondern abends in ihrem Bett liegt und weint.
Und da willst Du mir erzählen das Du nich stark bist?
Ich bitte Dich , ich habe vor Menschen wie Dir echt HOchachtung.
Zum Thema Tier nochmal, ich denke auch wenn man sich ein Tier anschaft muss das auch für immer sein ohne wenn und aber.
wir haben hier auch einiges durchmachen müssen und geben nie auf , denn das darv man einfach nicht.
Wir wohnen zusammen mit den Schwiegereltern auf deren Bauernhof.
Vor ca einem Jahr mussten beide Hunde der Schwiegerelten eingeschläfert werden.Blacky war 16Jahre alt und hatte Leukemie, Brax hatten meine Schwiegereltern eigendlich nur zur Pflege als er drei Jahre alt war.Als Welpe muss ihm wohl jemand über den Fuss gefahren sein und die damaligen Besitzer wollten ihn nicht operiren lassen.Also hatte der Hund als er herkam einen verkrüppelten Fuss.Naje die Pflege sah dann so aus das man den Hund abholte und wieder her brachte weil er sich in seinem alten zu Hause nicht mehr wohlfühlte.Schwiegermama wollte dann den Fuss richten lassen doch kein TA hat sich getraut den Eingriff durchzu füren.
So kam es dann das auch der arme Kerl zur gleichen Zeit bedingt durch die Spätfolgen mit eingeschäfert wurde.Er hatte durch den fuss einen krummen Rücken udn durch die wenige Bewegung auf Grund des kaputteneb Fusses Wasser im Hertzen.Das war natürlich super heftig gleich zwei Hunde auf einmal.
Das schlimmst daran war allerdings das unser Lucky von Brax erzogen wurde uns sehr gelitten hat versteht sich.
Also musste schnell ein neuer Hund her, was nicht schwer war.Es gibt ja viele arme Kerlle die nach einem neuen Zu Hause schreien.
Also bekamen wir ca drei Wochen später einen ) Wochen alten Mischling namens Ron.
Der ahtte sich gerade eingelebt, das hat mein Mann ihn beim rüchwerts ausparken überfahren.Das war glaub ich der schlimmste Tag seines Lebens, so nen kleinen Hund zu überfahren und dann auch noch den seiner Mutter also so gut wie der eigene.
Wie auch immer wir sind sovort zum TA. Kiefer war gebrochen , unzählige Prellungen, Sehnenriss im Bein ect.
Er wurde operiert, tagelang ging es ihm natürlich super schlecht und wir dachten wir würden einen weiteren Hund verliehren. Doch irgendwie wollte unser Lucky ihn wohl nicht gehen lassen.Hat ihn total Bemuttert und ich denke mal er wird ihm wohl immer wieder gesagt haben:" lass mich nicht alleine."
Jedenfalls ist er heute wieder munter.Er hat zwar einen dezent krummen Kiefer aber dafür lieben wir ihn um so mehr.
oh jeh ich weiss zwar gar nicht warum ich das alles schreibe, aber ich wollte damit wohl sagen das man niemals ein Tier verstossen darf.
Egal ob es einen Schönheitsfehler hat oder etwas kaputt macht, ob es blind wird oder taub, egal was auch immer sie brauchen uns, genauso wie wir sie.
lili

Fontana
18.06.2002, 23:49
Hallo Manuela!
Ich bin nur durch zufall auf Deinen Artikel gestoßen und muß sagen das auch ich nicht gerade erfreut war über das was ich gelesen habe.
Am Freitag habe ich meinen Hund vor genau neun Jahren aus dem Tierheim geholt. Es war liebe auf den zweiten Blick! Damals war mein wastl so zwei bis drei Jahre alt und keiner wußte irgendwas über ihn, da er erst seit kurzem im Tierheim war. Er ist passend zur Ferienzeit aufgegriffen worden. Typisch!!!! Das einzige was man uns sagen konnte war, daß er andere Rüden nicht so gern mag.
Er war also praktisch ein "Überraschungsei". Ich war damals zwar erst dreizehn a ber dieser Hund mußte es sein. Das stand nach fünfzig Metern die wir gegangen waren fest. Also nahmen wie ihn mit.
Meinem "Traumhund" entsprach er nie und wird er wohl auch niemals entsprechen. Fremde Hunde , vorallem Rüden, werden mit lautem Gebell mind. 50 Meter vorher angekündigt und auch verabschiedet. Natürlich nicht ohne an der Leine wild zu zerren. Dies macht ein ableinen praktisch (trotz Hundeschule) unmöglich. Ein leben an der Leine, habe nämlich auch keinen Garten. Haare liegen ständig und überall herum (Bett, Sofa, frische Wäsche bleibt auch nicht verschont, Teppich, etc.). Mülleimer werden geplündert und der Inhalt zerlegt. Dies sind nur einige der Dinge die er tut und getan hat.
Und was er seit fast neun Jahren noch ständig tut, ist mir auf schritt und tritt ständig zu folgen. Ins Schlafzimmer, zur Toilette, in die Küche usw..Mich stört das nicht! Er mag mich halt und das freut mich! Wir haben uns damals gesucht und gefunden. Und so langsam muß ich mich an den Gedanken gewöhnen das mein Schatten mich irgendwann verlassen wird.......Und das macht mich schon jetzt trotz seiner Macken unendlich traurig. Ich habe auch mehr als genug davon und trotzdem sind meine Eltern, Geschwister, Freund, Freunde usw. immer für mich da. Probleme habe ich auch mehr als genug, aber alles läßt sich irgendwie regeln. Das eine besser, das andere weniger gut. Und Wastl ist der Tröster. Ob wir immer ein "Dreamteam" waren und sind kann ich auch nicht genau sagen, aber wir arrangieren uns. Zudem ist er jetzt auch schon um einiges ruhiger als damals, aber auch nicht immer einfach. Ich bin sicher, nicht jeder hätte ihn behalten, aber für uns war es die beste Entscheidung.
Also: Kopf hoch und hör auf zu jammern, denn das hilft nichts! Und wenn Du glaubst die richtige Entscheidung damit getroffen zu haben ihn weg zu bringen, dann nimm das so hin und nörgel nicht, denn das hilft weder Dir noch ihm!

Alles Gute

Codileine
19.06.2002, 09:23
hallo Lili, weißt Du was ich sehe, wenn ich in den Spiegel schaue, eine um 10 Jahre gealterte und verheulte Frau, Mich haben schon viele Leute angesprochen wo denn die lustige und fröhliche Frau geblieben ist. Ich vergleiche meine Hundis nicht wirklich nicht, aber ich frage mich jeden Morgen warum Cookie nicht da ist und auf mein Bett hopst und Blödsinn macht.
Ich frage mich warum kein Arzt herausfindet was mit Miky los ist, er ist nicht normal für 11 Monate. Er hat immerzu Durchfall und brich auch viel. Ich bin mit ihm mehr beim Arzt als mit meinen Hundis und dazu kommt noch die Angst, das er vielleicht nicht lange bei uns ist und die Angst um Dino, ich habe seit Cookie die totale Verlustangst, aber ich heule nur, wenn ich alleine bin, wenn mein Mann nicht soviel arbeiten würde, und sehen könnte wie es um mich steht, er würde es nicht verstehen, er versteht zwar, daß ich traurig bin aber er würde nicht verstehen, daß ich mich überhaupt nicht einkriege, so wie jetzt. Mußmal Schluß machen.
Tschüß

liliana
19.06.2002, 22:37
Liebe Madeleine,
es tut mir wirklich sehr sehr leid das es Dir so schlecht geht und Du Dein lachen verlohren hast.Aber ich glaube ehrlich das alles im Leben seinen Sinn hat. Und ich glaube auch das Dein Cookie immernoch da ist und über Dich wacht.
Deine Tränen werden sicherlich irgendwann vergehen glaube mir ,auch wenn das momentan noch ganz weit weg klingt.
Aber das mit dem kleinen ist wirklich komig kann man denn gar nicht feststellen? hat man ihn mal geröntgt?
ich hoffe wirklich das es Dir bald wieder gut geht, Kopf hoch das wird wieder. Zeit heilt alle Wunden.
lili
Ps: Deine süssen konnte ich leider nicht mehr sehen

Codileine
19.06.2002, 22:46
hallo Lili, die süßen kannst Du doch noch sehen, wenn Du das Tier des Tages anklickst und dann links auf Hunde gehst, da sind sie noch drin, aber vielleicht ist Miky morgen weg, es ist noch ein Hund danach. Ja jetzt ist Miky geröngt worden und meine TÄ hat mich heute noch zu einem anderen TA geschickt, und alle haben das gleiche gesagt, er muß irgendein Spielzeug, wahrscheinlich einen Nuckel den ich gesucht habe, runtergeschluckt haben. Ich bin schon wieder voller Panik, er wird morgen um 9 Uhr aufgeschnitten. Ich habe gefragt ob es ein Tumor sein könnte, alle sagten nein so ein junger Hund noch nicht. 3 TÄ haben gesagt, da ist was drin, was nicht hingehört. Ich bin auch auf mein TÄ sauer, ich hab immer gesagt, als es ihm so schlecht ging, sie soll röntgen, aber nein immer nur Tabletten gegen Durchfall und Brechen. Ich kriege langsam einen Haß auf alle TÄ . Es geht ja Miky schon 2 Monate schlecht
Lg

Codileine
08.07.2002, 12:34
:confused: so hallo an alle, die mich kennen. Ich hatte Euch doch geschrieben, daß es Miky so schlecht geht. Er ist nun endlich geröngt worden, und die TÄ sagte, er muß was verschluckt haben, weil das Kontrastmittel nicht durchging. Sie hat mich dann woanders hingeschickt, damit der Kollege sich das Röntgenbild auch anschaut. Er wurde kurzfristig operiert, weil er auch dachte, Miky hat was verschluckt. So und nun? Der kleine Stinker hatte nichts verschluckt, sondern eine Milzdrehung, er hätte sterben können und das ganze hätte schon vor einem 1/4 Jahr gemacht werden können, wenn die TÄ gleich geröngt hätte. Ich war doch jetzt in Bayern 2 Wochen und hab das Grab von Cookie schön gemacht, und je näher der Todestag rückt (2o.7.02) desto nervöser werde ich, mir kommt es so vor, als hätte die TÄ meinen Cookie erst gestern umgebracht. Ich komme immer noch nicht damit klar. Mir hat jemand geschrieben, daß ich nicht mit meinem toten Hund leben soll, sondern mit den lebenden. Aber ich schaffe es immer noch nicht.
Lg Madeleine

Sandra1980
12.07.2002, 19:24
Ich Versteh das so, liebe Madeleine!
Bei mir ist es erst 2 Monate her, und ich glaube ich werde in einem Jahr noch immer so an sie denken, und mir wünschen sie wäre jung und gesund und bei mir!
Ich galube, Dein anderer Hund macht es Dir leichter. Schlimm wäre es gewesen, wenn die Tierärzt nicht mal beim Aufschneiden die Milzdrehung gefunden hätten! (Kann bei den heutigen Tierärzten bestimmt auch vorkommen... grrr)
Ich habe keinen anderen Hund, will ich auch nicht, ich lebe in meiner Trauer. Die Katzen lenken mich zwar etwas ab, aber jeder weiß, dass ein Hund einfach etwas ganz besonderes ist. Vor allem nach fast 14 Jahren!
An alle:
Haltet durch!
Sandra (und Donna)

Codileine
12.07.2002, 20:29
hallo Sandra, das schimme an der ganzen Sache ist, daß es mir mein anderer Hund nicht leichter macht. Das hat mein Mann bestimmt auch gedacht, als wir den kleinen neuen Stinker geholt haben, aber es ist nicht so. Also versteh das bitte jetzt nicht falsch, ich will diesen kleinen nicht mehr missen, ich liebe ihn auch wahnsinnig, ich hatte ja bei der OP gewartet, wenn da was schief gegangen wäre... ich weiß ja nicht, aber er ist eben nicht Cookie, soll er auch nicht sein, aber es kommen doch immer die Gedanken, wo ich mich frage, warum der kleine jetzt hier ist und nicht Cookie. Man ich kann mich da nicht so richtig ausdrücken. Als ich jetzt in Bayern war und spazieren gegangen bin, hab ich immer noch Cookie vor mir gesehen.
Nächsten Sonnabend ist es 1 Jahr her und es ist immer noch kein Tag vergangen, wo ich nicht weine. Wie ich schon sagte, er war meine ganz ganz große Liebe
Lg Madeleine