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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Problemhund: Bitte helfen



Schäfergirl
31.05.2004, 06:53
Halli Hallo,
Es geht nicht um einen unserer Hunde, sondern um einen 12 Monate alten Appenzeller (3/4)-Spitz (1/4)-Mix. Gestern riefen Leute an, sie hätten unsere Nummer von einem Kollegen, und wollten fragen ob mein Vater ihnen nicht helfen würde. Wir sollten "Pluto" nehmen. Geht aber nicht, weil wir mit vier Hunden wirklich genug beschäftigt sind.
Aber sie sollten doch zum Platz kommen. Ging nicht, weil der Hund im Auto randaliert, also fuhren wir hin.
Folgende Geschichte: Der Hund war ein Einzelwelpe, wurde mit 3 Wochen von der Mutter getrennt, da er operiert werden musste. Ein junges Mädchen zog ihn auf, gab ihn mit 10 Wochen an diese Leute ab, da er zwickte:rolleyes: . Bei denen riß er die Vorhänge runter und stubenrein war er auch nicht, woraufhin diese draußen ein "großes Gehege" bastelten. Dort lebt er nun:mad: . Morgens und abends lassen sie ihn zum Geschäft machen in den Garten, denn spazieren gehen geht nicht. Der Hund springt plötzlich an einen hoch und beißt einen (richtig fies, mit Knurren und richtig fest). Hat er den Maulkorb drauf, klammert er sich am "Opfer" fest oder zieht wie ein Irrer an der Leine. Jetzt hat er die 18-jährige Tochter krankenhausreif gebissen (liegt seit einer Woche nun schon dort). Und ein 8-jähriges Mädel ins Gesicht. Auch die anderen Familienmitglieder haben Bisswunden.
Wenn ich das lesen würde, würde ich sagen: Einschläfern. Aber ist man in dieser Situation.... Also mein Vater und ich wollen dem Hund helfen. Aber er reagiert dermaßen seltsam. Er zeigt absolut null Angst, lässt sich brav streicheln, plötzlich geht er knurrend auf einen los, beißt, lässt los, beißt wieder usw. Klar ist der Arme auch total unterfordert und unausgeglichen:0( .
Bitte weiß jemand warum Pluto das macht und ob man ihm helfen kann? Bitte fragt, was ihr wissen müsst ! Wir möchten den Kleinen zugern helfen.

Eure Lisa

Bonni
31.05.2004, 11:56
Hallo!!
Schön , das du dem Hund helfen möchtest, aber für mich klingt das als wenn da nur ein Profi helfen kann ,Hundetrainer oder Psychologe, damit nicht noch mehr falsch gemacht wird und noch mehr Menschen verletzt werden!!!

LG Martina +MAX

neaira
31.05.2004, 20:55
Hallo Lisa!

Sorry, dass ich das jetzt mal so sage, aber das klingt mehr als schlecht!
Zum einen, weil die Haltungsbedingungen nicht unschuldig daran sind, dass dieser Hund ein derartig asoziales Verhalten an den Tag legt und zum anderen, weil ich aus Deinem Posting rauslese, dass er ohne Vorwarnung angreift und keinen Respekt vor anderen Lebewesen zu haben scheint.
Mal davon abgesehen, dass ich vermute, dass dem Ganzen ein Rangordnungsproblem zugrunde liegt, ebenso wie das Fehlen vom Aufzeigen von Grenzen, scheint auch die Sozialisation absolut zu kurz gekommen zu sein.
Wenn überhaupt sollte da ein !echter! Fachmann ran, der sich auf sowas spezialisiert hat, ob nun Trainer oder Psychologe ist egal.
Falls es aber so extrem ist, wie Du sagst, würde ich immer im Auge behalten, dass man ein derartige Situation mit einem Tier, dass eine Gefahr für die Umwelt ist, egal wie sehr es einem Leid tut, nicht riskieren darf.
Es sollte auch zur Debatte stehen, ob diese Familie überhaupt in der Lage ist, diese Verantwortung zu übernehmen, bzw., ob ihnen die erforderliche Umstellung des Alltags, die zwangsläufig aus so einer Situation resultiert, überhaupt zuzutrauen ist. (nichts gegen diese Familie, aber so ein Hund gehört m.E. ausschliesslich in "kennerhände", wenn er überhaupt gehändelt werden kann! Ich möchte persönlich solch eine Verantwortung nicht übernehmen müssen...)
Ich würde mal an Unis oder in TA-Praxen nach Verhaltenstherapeuten fragen, zumindest ist es bei uns in Berlin so, dass man über die Freie Universität auch Adressen bekommen konnte.
Ansonsten mal nach BHV googeln, ist der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater!
Ich wünsche Euch trotzdem viel Erfolg und das es nicht zum Äussersten kommen muss...
Viele Grüsse, Silvana

Inge1810
31.05.2004, 22:12
Hallo Lisa,
wenn meine ehrliche Meinung erwünscht ist, dann les weiter, wenn nicht, lass meine Antwort aus.....
Ich würde:
1. Diese Leute beim Ordnungsamt anzeigen
2. Den Hund von einem Profi begutachten lassen (mir fällt da nur ein Mann ein, den ich für absolut tauglich erachte, im Sinne des Hundes zu entscheiden und das wäre Anton Fichtlmeier, mag ja mehrere kompetente Leute geben, aber auf die Schnelle einen zu finden..... Nadel im Heuhaufen sag ich mal) und ggf. von seinem Dasein erlösen, bevor Schlimmeres passiert, denn mal ehrlich, welche Chancen hat dieser Hund? Soll er denn weiter bei seinen derzeitigen Haltern, die ihn versaut haben bleiben?
Ich bin immer dafür, Tieren zu helfen, aber dieser Hund hat EIN KIND INS GESICHT!!!!! gebissen.
Die Leute haben es verbockt und sollten zur Verantwortung gezogen werden. Der Hund wird es ausbaden müssen und das ist traurig, ganz klar, aber an Eurer Stelle wäre mir das Risiko zu gross. Stell Dir vor, Ihr versucht zu helfen und dabei passiert etwas. Wie wollt Ihr damit leben, wenn ein weiteres Kind zu Schaden kommt?
Euer Engagement in allen Ehren, aber ich befürchte, das könnte eine Nummer zu gross für Euch sein.
:cu:

HaTerJe
01.06.2004, 00:17
Eine Ferndiagnose wird ganz sicher niemand erstellen können.
Sind denn gesundheitliche Ursachen ausgeschlossen?
Warum war er ein Einzelwelpe?
Evtl. Erbkrankheiten?
Ein kompletter Gesundheitscheck wäre aus meiner Sicht unbedingt notwendig. Hätte er es nicht sogar im Tierheim besser, als dort, wo er jetzt ist? Evtl ist er rudeltauglich und kann von anderen Hunden lernen?

Gruß

HaTerJe

Schäfergirl
01.06.2004, 07:33
Danke erstmal für die ehrlichen Antworten. Natürlich tragen die Haltungsbedingungen maßgeblich zu dem Verhalten bei. Nur, so ein Angriffsverhalten haben wir noch nie gesehen. KeineWarnung, kein ersichtlicher Grund usw.
Einzelwelpe war er, weil seine Mutter bei seiner Geburtschon 12 Jahre war. Sie hätte drei bekommen, doch zwei starben kurz nach der Geburt. Pluto wurde am Penis operiert, da er nicht Wasser lassen konnte. Das geht heut ohne Probleme. Anderen Hunden gegebüber verhält er sich "tollpatschig", er scheint die Hundesprache nicht zu kennen, ist aber nicht aggressiv. Ich kenne Mutter und Vater, sie sind beide kerngesund.
Wisst ihr, das Problem ist folgendes: Die Leute wollen nicht viel Geld ausgeben. Klar gesagt: Sie geben sich keine Mühe. Alles ist zu aufwendig. Einer vom Tierheim hat ihn sich angesehen und gemeint, dass einschläfern das beste wäre, da der Hund nicht zum Vermitteln wäre.
Es tut mir so weh zusehen zu müssen, dass wieder ein Hund, höchstwahrscheinlich wegen unwissenden und bequemen Menschen sterben muss.
Wenn jemand nochTipps hat, wäre ich dankbar. Wir wollen auf jeden Fall einen Fachmann zuRate ziehen.
Wo wohnt denn dieser Anton Fichtelmeier?

Eure sehr deprimierte Lisa:0(

Ilona
01.06.2004, 09:08
Hi Lisa,

wenn ich lese, dass die Leute nicht viel Geld ausgeben wollen, heißt das für mich, dass das Todesurteil über den armen Kerl schon gesprochen ist. Eine Resozialisierung kriegt man nicht für nen Appel und ein Ei.

Es gab doch da einen Gnadenhof für diese armen Geschöpfe. Fällt Euch noch ein, wo der grad war?

In München arbeitet Frau Dr. Renate Jones mit Problemfällen aller Art. Sie gehört zu denen, die man wie ne Stecknadel im Heuhaufen suchen muss. Sie ist einfach gut.
Da bei Dir nur Bayern steht, liebe Lisa, weiß ich nicht, wie weit das für Euch wäre als Alternative zu Fichtlmeyer, der sicher auch horrende Preise nimmt.

Ich sehe gar nicht, wie Ihr dem armen Kerl helfen könnt. Selbst wenn ich Euch eine Bachblütenmischung empfehlen würde, nützte das nichts, wenn nicht mit dem Hund eindringlich gearbeitet würde.

Auch zum Gesundheitscheck hätte ich so meine Fragen. Vielleicht hat er eine unheilbare Krankheit - wer weiß? Solche spontanen Übergriffe auf Menschen (ohne Vorwarnung?) können ein Symptom sein...Da könnte der Hund nicht mal was dafür.

Illi

Inge1810
01.06.2004, 12:42
Hallo Lisa,
Anton Fichtlmeier wohnt am Starnberger See (www.fichtlmeier.de). Ich kam auch direkt auf ihn, weil Du aus Bayern kommst. Problem sehe ich a) beim Geld, b) den Hund überhaupt erst hinzubringen, denn mit Sedierung dürfte es zwar mit der Autofahrt klappen, aber der Hund ist auch sonst ruhiggestellt und so wirds schwierig bis unmöglich.
Fakt ist, es wird Geld kosten und zwar sehr viel Geld und wenn die Leute es nicht ausgeben wollen, obwohl es definitiv ihre Schuld ist, dass der Hund ist, wie er ist, ist er ihnen nix wert. Eine Eutha ist da wesentlich billiger, aber wenn es nicht an`s Ordnungsamt gemeldet wird, was wird passieren? Neuer Hund, neues Glück?
Mir ist bei der Geschichte einfach nicht wohl, denn der Hund ist grad mal 1 Jahr alt, also bleibt er, wo er ist, es ändert sich nichts, Geld soll nicht investiert werden, dann kann davon ausgegangen werden, dass er noch max. 2 Jahre hat, bis er richtig gefährlich ist (wobei, bisher reicht es schon vollkommen aus, aber es wird sich noch steigern).
Es tut mir leid, aber Ihr solltet den Leuten nicht helfen, denn damit macht Ihr es ihnen verdammt leicht, weil sie ihre Verantwortung einfach auf Euch abwälzen und das wird NICHTS ändern. Zeigt sie an (Wer sind denn die Eltern des gebissenen Kindes?), verweist sie an einen Profi, mehr kann ich leider nicht raten. :(
Grüsse

cheroks
01.06.2004, 14:42
Hallo Lisa,
der Hund kann definitiv nicht bei diesen Leuten bleiben, sie haben im Kopf des Hundes schon längst verwirkt. Ich bezweifle sehr, das an dieser schlechten Mensch-Hund Beziehung noch etwas zu retten ist.
Du bräuchtest jemanden, der diesen Hund als eine Herausforderung ansieht, sich sehr gut mit Hunden auskennt, vielleicht ein paar Hunde hat die gut sozialisiert sind, der nicht zuviel erwartet, der keine Angst hat usw.

Mit 3 Wochen lernt ein Welpe gerade mal laufen.... alle wichtigen Phasen wie Präge, Sozialisation, Rudel und Rangordnungsphase sind vorbei. Diese Defizite aufzuholen ist fast unmöglich.

höchstwahrscheinlich wegen unwissenden und bequemen Menschen sterben muss.
100% ist das die alleinige Schuld des Menschen! Wenn ein Hundewelpe mit 3 Wochen von der Mutter weggenommen wird und der Mensch achtet nicht drauf, dass er sich artgerecht entwickeln kann, sind Verhaltensstörungen vorprogrammiert.
Stell dir mal vor, wie schnell sich aus Zwicken ein aggressives Angreifen entwickeln könnte:
der Mensch reagiert instinktiv mit wegzucken - Hund hat Erfolg - Mensch zieht immer wieder weg. Und der Hund setzt sich damit immer weiter durch, weil sein Besitzer dem Hund an einem Punkt nicht klarmachen konnte, das zu dolles Zwickem nicht ok ist... Mit 12 Monaten weiss er, je heftiger und doller ich zupacke, desto nachhaltiger lassen sie auch ab, in jeder Situation.

Bei so einem Waisenhund muss man so viel beachten, damit er sich "richtig" entwickelt...:(
Wenn so ein Hund kaum Konatakt zu anderen Hunden hat und die Menschen verstehen seine Sprache nicht und reagieren permanent "falsch" auf ihn ( kliescheehafte Erziehung, Zeitung, Nase in die Pfütze, Genickschütteln usw.)... dann ist er so geprägt.

Vielleicht sollte er erstmal unter Hunde, an denen er sich orientieren kann.

lg tina:(

Ivonne
01.06.2004, 17:07
Denke so wie Inge...

Gruß
Ivonne

Schäfergirl
01.06.2004, 17:33
Na, toll. Morgen kommt die Tochter aus dem Krankenhaus und will diesen Hund nicht mehr sehen. Er ist grad bei uns. Bis heut abend. Wir gehen nur gut geschützt mit ihm um (Schutzhandscguhe usw.). Beim Gassi gehen hat er Maulkorb. Ich könnt heulen. Nach einem zweistündigen Spaziergang verhält er sich ruhig. Mit unseren Hunden versteht er sich. Futter bekommt er nur gegen Leistung(Gehorsamsübungen) aus der Hand. Nur: Wir können ihn nicht behalten und auch den Trainer nicht zahlen. Bis jetzt hatte er erst einen Ausflipper, als er Platz machen sollte. Mein Vater hat ihn dann so gepackt.... Ich hab sowas noch nie gesehen. Das war ein echter Kampf. Ich hab heulen müssen. Allerdings verhält er sich meinem Papa gegenüber nun nicht mehr so gleichgültig. Er hat ihn aber sehr hart behandelt. Ehrlich gesagt hab ich, seit ich so einen Angriff gesehen hab, auch Angst vor ihm.
Ich versuche die Leute zu überzeugen dass sie einen Tierarztcheck und Trainer bezahlen müssen. München und Starnberger See sind nicht weit von uns. Denn so einen Hund vermitteln ist doch schier unmöglich, oder? Ich hab aber den Eindruck als dass er einfach keine Grenzen kennt. Er rempelt uns an, uriniert und bespringt unsere Beine, greift an, wenn man etwas will. Aber ich glaube so wie mein Papa den Armen heut auf den Boden gedrückt hat war zu krass. Ich war überrascht, weil er sonst so ruhig und geduldigmit Hunden ist. Ok, er hat angegriffen, aber Gewalt ist doch nichtdas Richtige, oder? Nichts gegen meinen Vater, aber er war schon brutal. Na, ja wenigstens scheint er ihn wenigstens zu akzeptieren.

ich weiß echt nicht mehr. ich bin einfach nur fertig

Lisa

Ivonne
01.06.2004, 17:40
Hi Lisa,

das die Tochter den Hund nich mehr sehn will, is mehr als verständlich.

Und nein: So einen Hund kannst Du momentan unter keinen Umständen mit einem ruhigen Gefühl vermitteln.

Ob Dein Vater brutal oder gewalttätig war, läßt sich ja schwer beurteilen, weil nich dabei.
Was genau hat er denn gemacht? Wie hättest Du anders reagiert?
Allerdings denke ich, wenn ein Hund so massiv reagiert, kommt man mit gutschigutschi auch nich unbedingt weiter.

Was willst Du machen, wenn die Leute nich mit sich reden lassen?

Gruß
Ivonne

Inge1810
01.06.2004, 22:12
Hallo Lisa,
da der Hund jetzt bei Euch ist.... naja.... sicher, dass es nur bis heute Abend ist? Habt Ihr ihn zurückgebracht? Wann wird er wieder zu Euch kommen? Weisst, es bringt halt wirklich gar nichts, wenn Ihr den Leuten die Verantwortung abnehmt.
Dass Dein Vater ihn hart angepackt hat.... nun... war keiner von uns dabei, aber es schockt mich jetzt auch nicht wirklich, denn wie gesagt, mit Liebkosungen kommt Ihr nicht weiter, aber für Deinen Vater hätte es auch böse ausgehen können. Glück gehabt, dass er diesen Kampf gewonnen hat und vielleicht hat es geholfen, dass der Hund Deinen Vater als Boss ansieht, aber wer weiss, wie kaputt er im Kopf ist und auf seine nächste Gelegenheit wartet, es Deinem Vater zu zeigen. Wenn Du Angst vor dem Hund hast, dann, sei mir bitte nicht böse, ist das die Disqualifizierung für Eure Familie, diesem Hund helfen zu wollen, aber deswegen brauchst Du Dich nicht schlecht fühlen, denn ganz ehrlich.... ich hätte auch Angst. Abgesehen von Deiner Angst, Du hast gesagt, dass der Hund nicht bei Euch bleiben kann, also wird es genau 0,0 Sinn machen, wenn der Hund stundenweise bei Euch ist. Ein Pferd mit so einer Vorgeschichte würde ich erstmal mind. ein Jahr ohne nennenswerten Menschenkontakt mit einer festen Herde auf eine Koppel stellen, komplett in Ruhe lassen, damit es in der Herde wieder einen klaren Kopf bekommen kann und dann ganz langsam anfangen Bindung zu Menschen aufzubauen, aber bei Hunden ist das kaum machbar. Was diesem Hund angetan wurde, könnt Ihr nicht in ein paar Stunden richten und ich bleibe dabei, dass diese Leute die Konsequenzen zu spüren bekommen müssen.
Viele Grüsse

Schäfergirl
02.06.2004, 07:26
Bei, dem Angriff bestand nicht wirklich Gefahr für meinen Vater, er war völlig geschützt. Er hat ihm am Genick gepackt und auf den Boden geschleudert. Der Hund hat sich sehr gewehrt. Ich bin wie versteinert da gestanden. Noch nie hab ich ein Tier gesehen, dass dermaßen heftig reagiert, und mein Vater hat schon viele Problemhunde (die meistens keine waren) dagehabt.
Gestern Abend haben die Leute sich nicht gemeldet, wir sind hin gefahren, aber sie meinten, sie könnten den Hund einfach nicht haben, es aber auch nicht mitansehen wenn er eingeschläfert wird.
Er ist bei uns, wo er, wie gesagt nicht bleiben kann. Doch er liegt grad an der Tür und beobachtet uns genau. Mir ist das unheimlich, er liegtda und beobachtet. Wenn wir nur wüssten, was erdenkt....:( .
Mein Vater will es noch bis Ende der Woche beobachten, wie er sich verhält. Er meinter soll merken dass er gar nix zu melden hat uns von den Menschen abhängig ist. Futter nur aus der Hand, Unterordnungsübungen usw. Er meint, dass das die einzige Chance für ihn wär. Wir wenden uns an die Trainer. Gestern Abend hater übrigens das erste mal mit unserer DSH-Hündin gespielt. Der Hund kennt kein Spiel, keine Autos, gar nix.

Danke für eure Ratschläge!!

Lisa

Ivonne
02.06.2004, 16:22
Hi Lisa,

will da ganix weiter zu sagen, weil man jetz wohl nur abwarten kann.

Nur eine Überlegung meinerseits, weiß nich, ob ich damit richtig liege.
Aus der Hand füttern halte ich für richtig, gakeine Frage.
Aber ich weiß nicht, ob ich das mit den Unterordnungsübungen so gut finde. Ich mein, der Hund kennt nix, kennt Euch nich und hat null Vertrauen in Niemanden. Er weiß ganich, wies so abgeht zwischen Hund und Mensch.
Vielleicht würde ich etwas sachter mit der UO sein und ihn stattdessen "nebenher" laufen lassen und nur einschreiten, wenn er Fehlverhalten zeigt.

Wie gesagt, is nur sone Idee, weil ich denke, das UO jetzt Öl-ins-Feuer-gießen gleichkommen würde.

Gruß
Ivonne

cheroks
03.06.2004, 12:41
Da gebe ich Yvonne recht,
ich würde ihn erst mal auch nur "so nebenbei mitlaufen lassen" damit er die Spielregeln begreifen kann. Wenn möglich, unterstelle ihn erst mal einem gut sozialisierten Hund der auch dem Menschen gegenüber ein gutes Verhältnis hat. Wenn er sich da gut eingliedert, würde ich ihm erst mal nur durch Körpersprache (wenn du das machst, mache ich das - sehr gutes Timing gefragt!!!)zeigen, was ich von ihm will. Über den sozialisierten Hund kommt man vielleicht eher an ihn ran.
lg tina

Inge1810
03.06.2004, 12:53
Sorry, wenn ich da nochmal einhake, was soll das alles bringen, wenn der Hund eh nicht bleiben kann?
Lisa, Du bist nicht drauf eingegangen, was mit den Besitzern passiert, werden sie jetzt einfach aus ihrer Verantwortung entlassen?
Ich hab da immer noch gemischte Gefühle, der Hund dürfte kaum vermittelbar sein, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es so viele Leute gibt, die eine komplette Schutzkleidung zuhause haben und die den ganzen Tag tragen wollen. Auch reagieren die Wenigsten so couragiert, wie Lisa`s Vater.
Versteht mich nicht falsch, ich würde mich unwahrscheinlich für diesen Hund freuen, wenn er die Chance auf eine Resozialisierung bekommen könnte, aber.... wer erklärt sich langfristig bereit dazu? Was mich etwas ärgert ist, dass diese Leute wohl keinerlei Konsequenzen zu erwarten haben, weil sie soviel Hilfe bekommen, statt ordentlich den Marsch geblasen zu bekommen UND eine Anzeige, die sie verdient haben. Wollen wir wetten, wie lange es dauert, bis ein neuer Hund angeschafft wird?
Grüsse

Schäfergirl
03.06.2004, 14:50
Also, Pluto reagiert sehr heftig wenn man ihn an der Kruppe berührt. Morgen gehen wir zum TA. Haben gehört dass der Vater der Familie Alkoholiker ist (na ja, aber die Leute reden viel...:?: ). Er kommt auf keinen Fall zurück zu den Leuten. Was wir mit denen machen weiß ich noch nicht...

Gruß Lisa

Fineprospekt
14.06.2004, 19:57
Ihr solltet diesen Hund einmal gründlich Untersuchen lassen wir hatten auch so einen im Bekanntenkreis er hat immer unvermittelt zugebissen er litt unter einem Tumor der ihm immer unvermittelt starke schmerzen bereitet hat diesen schmerz hat er wohl den Menschen in seiner Umgebung zugeschrieben und hat zugebissen.Gruß Fineprospekt

Heike+Lina
25.06.2004, 14:20
Hallöchen,

wollte nur mal wissen wie es mit Pluto ausgegangen ist?

LG
Heike