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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tränenkanäle nicht ausgebildet?



Superbuff
26.05.2004, 08:07
Mein BKH Kater ist nun 4 Monate alt und tränt aus den Augen. Das war bereits bei meiner Züchterin so, die mir erklärte, dass es lediglich ein kosmetisches Problem sei. Die Tränenkanäle seien noch nicht richtig ausgebildet, allerdings könne dies auch zukünftig bleiben.
Eine befreundete, angehende Tierärztin sagte auch, dass die Kanäle verstopft sind.

Ich frage mich nun, ob noch Hoffnung besteht, dass sich der Zustand normalisiert. Zum einen sieht es nicht schön aus, zum anderen möchte ich nicht täglich die Augen säubern, da ich Angst habe, dass Entzündungen entstehen. Ich benutze allerdings immer ein trockenes oder feuchtes Papiertaschentuch.

Hat jemand einen Rat für mich?

Frikka
26.05.2004, 08:46
Hallo Superbuff,

meinem EKH-Kater laufen auch die Tränen. Ich habe bereits alles mögliche versucht, was heißen soll:

- Tränenflüssigkeit untersuchen lassen und spezielles AB erhalten (Tränen liefen nicht für ca. 2 Wochen)

- Tränenkanäle durchspülen lassen, ging aber nicht, weil diese "seien aufgrund einer früheren Sinusitis verstopft".

Allerdings habe ich gemerkt, daß seine Augen erst dann sehr tränen, wenn er Trockenfutter bekommt. Ohne Trockenfutter sind die Augen okay.

Das hat auch Dr. Wolff in seinem Buch "Unsere Katze gesund durch Homöopathie" beschrieben!

Gabi
26.05.2004, 08:50
Hallo,

einen Rat habe ich nicht für Dich, nur eine Katze mit dem gleichen Problem.

Hat Dein TA denn getestet, ob der Tränen-/Nasenkanal durchlässig ist? Es könnte ja auch ein anderes Problem vorliegen, wie z.B. Konjunktivare Follikel (ich weiß jetzt nicht, ob das richtig geschrieben wurde) - aber dadurch können die Augen auch gereizt werden und tränen.

Klar musst Du ständig drauf achten, dass das Auge sich nicht entzündet und dann schnellstens reagieren und mit Salbe/Tropfen behandeln.

Ich werde mit meiner Katze zu einem Augenspezialisten (in HH gibt es wohl einen sehr guten) gehen, damit der sich den Tränenkanal mal ansieht und weiteres veranlasst.

Alles Gute für Deinen Kater.

Superbuff
26.05.2004, 09:07
Hallo,

beim Tierarzt war ich noch nicht, da meine Züchterin meint, ich solle noch abwarten. Nur wie lange? Ausserdem drücke ich mich noch etwas vor den TA-Kosten. Eigentlich steht ja auch im Kaufvertrag, dass das Tier in einem objektiv gesunden Zustand übergeben wird.

Soll ich nun abwarten? Meine Züchterin hat sicherlich genug Erfahrung damit. Vielleicht geht es ja noch weg, der kleine ist ja noch im Wachstum...??

Gabi
26.05.2004, 09:23
Also, ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass sich an den Tränenkanälen noch etwas ändert....entweder sie sind gleich richtig ausgebildet oder eben nicht...finde die Aussage der Züchterin
etwas komisch.... :?:

sabine136
26.05.2004, 10:23
tränenkanäle, die "noch nicht richtig ausgebildet sind" gibt es meines wissens nach nicht. also würd ich nachsehen lassen. und auch wenn in deinem kaufvertrag steht, die katze sei optisch gesund, stimmt dies nachweislich nicht.

Superbuff
26.05.2004, 10:56
Also ich habe den TA angerufen. Wenn der kleine kastriert wird (in ca. 4-6 Monaten) werde ich nachsehen lassen, da er dann sowieso eine Vollnarkose bekommt. Vorher möchte ich ihm das nicht zumuten.

Ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass meine Züchterin mich täuschen wollte. Wir haben einen guten Kontakt. Vielleicht dauert es ja wirklich noch etwas? Aber ich habe immer ein ungutes Gefühl, wenn ich ihn saubermache. Manchmal läßt er es einfach über sich ergehen, manchmal ahnt er allerdings auch schon, was ihm blüht und wehrt sich pfotenringend dagegen...

Inge1810
29.05.2004, 16:47
Mein Kater (vermutlich auch BKH mit drin) hatte ebenfalls tränende Augen und bei der Kastration wollte ich sie wieder durchgängig machen lassen. Er hat aber keine, was ein Geburtsfehler ist. Er wird die tränenden Augen zeitlebens behalten, aber es ist wirklich nur ein Schönheitsfehler. Ich habe viel ausprobiert (Sälbchen, ständiges Saubermachen etc.) und hatte dann aber den Eindruck, dass es nur noch schlimmer wurde. Irgendwann hab ich es einfach in Ruhe gelassen und mein Kater hat gelernt damit umzugehen und macht sich selbst sauber, wenn es ihn stört. Nur wenn ganz dicke Tropfen da sind, gehe ich vorsichtig mit nem trockenen Papiertaschentuch hin und sauge ihn damit auf.
Bei Katzen ist die Entzündungsgefahr nicht so hoch, wie bei Hunden, die evtl. noch in`s Wasser gehen, also wird da meist gar nichts gemacht. Bei Hunden gibt es die Möglichkeit eines künstlichen Tränenkanals. Bei Katzen vermutlich auch, aber ich sehe keinen Sinn darin, der Katze so eine komplizierte OP zuzumuten. Besucher von mir wissen was los ist und neue stellen halt immer die obligatorische Frage "hat der ne Krankheit?" Wir leben damit und es stört uns nach sechs Jahren nicht mehr.
Vielleicht habt Ihr ja Glück und sie können freigemacht werden, wenn nicht, es ist wirklich nicht schlimm für die Katze und Du wirst Dich daran gewöhnen.
:cu:
P.S. Was die Züchterin sagt, halte ich persönlich für Quatsch, entweder sind sie verstopft, vernarbt oder einfach nicht vorhanden.

Superbuff
29.05.2004, 16:56
Danke für die Antworten. Ich habe nächsten Freitag einen Termin beim Tierarzt. Der Zooplus-Tierarzt hat mich auf den leicht und unkompliziert durchzuführenden Fluoreszenz gebracht, den ich dann durchführen lasse. Es ist nicht teuer und ich habe dann Gewissheit, dass zumindest keine andere Erkrankung dahintersteckt.

Gabi
29.05.2004, 19:05
Meinst Du diesen Test, wo die Katze eine neongelbe Flüssigkeit in die Augen bekommt? Wenn diese Flüssigkeit zur Nase wieder rauskommt, ist alles OK mit den Tränenkanälen...diesen Test haben wir mit Whitney auch schon zweimal machen lassen...das erste Mal war der Kanal durchlässig...das zweite Mal plötzlich nicht mehr....

Viel Glück!

Snowi
30.05.2004, 20:10
Hallo,

ich habe einen Perserkater, der eine "Extrem-Nase" hat. Da ist es leider normal, dass die Augen tränen und manchmal auch die Nase. Würde auf jeden Fall zu einem Tierarzt vor Ort gehen, dass er sich das selbst ansehen kann, ist im Zweifelsfall immer das beste.
Wenn das so bleibt, je nach dem wie stark das Tränen ist, kommt der Kater selbst damit klar und wenn es stärker ist, es gibt spezelle Reinigungsmittel für Katzen, das reitzt die Augen dann nicht so wie nur ein trockenes Tuch oder Wasser.

Sandra1980
31.05.2004, 14:04
Wenn die Katze damit leben muss würd ich persönlich übrigens nciht so oft die Augen säubern! Wie Du selbst ja auch schon befürchtest reizt das doch ganz schön, und die Tränenspuren sind ja nciht wirklich schlimm. nur halt nicht besonders schön.

Viel Glück!

Frikka
01.06.2004, 12:56
Hallo Sandra,

die Tränenspuren müssen täglich abgetupft werden, da sie ansonsten eintrocknen und sich die Haut entzünden kann. Man kann sogar etwas Calendula-Salbe auftupfen, damit sich die Haut von der ständigen Reizung durch die Tränen erholt.

Sandra1980
01.06.2004, 13:04
:eek:
Oh, das hab ich echt nicht gewusst!

Tut mir leid. Dann kann man meinen vorherigen Beitrag wohl vergessen...:rolleyes:

Inge1810
01.06.2004, 13:30
Hallo Frikka,
da muss ich Dir doch dezent widersprechen ;) Kommt auf die Katze an, aber ich leb nun seit über 6 Jahren mit einen Tränauge zusammen und ich muss gar nix täglich machen, im Gegenteil, das hat es nur verschlimmert und seit ich es in Ruhe lassen, sieht es wesentlich besser aus.
Ich würde beides erstmal ausprobieren (tägliche Reinigung und in Ruhe lassen) und dann wählen, womit die Katze am Besten zurechtkommt.
:cu:

Inge1810
01.06.2004, 13:38
Hallo Sandra,
ich handhabe es so, wie Du sagst, nicht zuviel dran machen, mehr der Katze überlassen und bin sehr gut damit gefahren (hab alles durchprobiert, oft genug zum Tierarzt gerannt...), also ist Dein Beitrag schon o.k.. Mein Kater hat gelernt, sich selbst zu putzen, wenn es ihn stört und nach meiner Erfahrung, ist das für seine Augen und auch die Spuren der Tränen das Beste. Ich habe es selbst gereinigt, gesalbt etc., ich habe es den Tierarzt machen lassen und das Ergebnis war, dass es anschliessend noch viel mehr getränt hat, was alles wieder zunichte gemacht hat. So reguliert es sich von selbst und wir hatten nicht einmal in all den Jahren eine Entzündung.... sieht halt nicht so schick aus, wenn es mal etwas mehr tränt, aber was soll`s.

:cu:

Frikka
01.06.2004, 14:17
Hallo Inge,

erst 6 Jahre!!! Da kann ich doch mehr bieten! :D Ich lebe seit 9 Jahren mit einem "Tränentier"! Die Tränen wechseln aber ihre Konsistenz. Manchmal sind sie scharf, manchmal nicht. Und ich tupfe sie lieber ab, als das sie richtig fest mit dem Fell verbacken, denn dann tut's richtig weh. :bl:

Inge1810
01.06.2004, 19:59
Manchmal sind sie scharf, manchmal nicht. Und ich tupfe sie lieber ab, als das sie richtig fest mit dem Fell verbacken, denn dann tut's richtig weh.

Kommt auf die Katze an, aber ich leb nun seit über 6 Jahren mit einen Tränauge zusammen und ich muss gar nix täglich machen, im Gegenteil, das hat es nur verschlimmert und seit ich es in Ruhe lassen, sieht es wesentlich besser aus.
Hallo Frikka,
das ist halt Deine Erfahrung, aber bitte lass meine gelten, auch wenn ich davon drei Jahre weniger habe ;)
Ich sagte ausdrücklich, dass BEIDES ausprobiert werden sollte und es dann so weitergeht, wie es für die Katze am Besten ist. Für meinen Kater ist es halt ohne viel Aufwand besser (und ich hab alles durchprobiert), weil er gelernt hat, sich selbst zu reinigen (dazu muss man es aber auch erst ne Zeit in Ruhe lassen, bis die Katze selbst damit umgehen kann) und bei Dir ist es eben anders besser, wie es bei uns halt gar nicht geklappt hat. Superbuff soll doch beide Möglichkeiten erfahren dürfen, denn Dein Umgang mit tränenden Augen ist nicht besser und nicht schlechter, als meiner.
:cu:

Frikka
02.06.2004, 16:54
Liebste Inge,

ich wollte und werde mich nicht mit Dir zanken. Ich will damit auch nicht sagen, daß Du auf Streit aus bist. Ich fand das eher mit den Jahren (6 oder 9) lustig! Deswegen auch die Smilies! :)

Ich habe meinem Kater eine Zeitlang mal nicht die Tränen abgetupft, er mochte es auch nicht so gern, bis er dann richtig festes Zeug auf den Stellen hatte und der TA mich ins Gebet nahm! :( Jetzt wische ich sie ab!

Superbuff muß darauf achten, ob die Flüssigkeit gleich bleibt oder sich verändert.

Lass uns 'ne Friedenspfeife rauchen und das noch nicht mal ausgegrabene Kriegsbeil da lassen, wo es verbuddelt ist. :D

Inge1810
02.06.2004, 17:17
Liebste Frikka,
auch ich verwendete ein Smiley ;)
Hab keine Ahnung, wo das Kriegsbeil überhaupt begraben liegt..... mir ging es einfach nur darum, zwei Meinungen am Leben zu halten, Deine, aber auch meine, um Superbuff damit eine Hilfestellung zu geben, zu ihrer eigenen zu gelangen, zu der, die eben für ihre Katze die beste sein wird.

die Tränenspuren müssen täglich abgetupft werden, da sie ansonsten eintrocknen und sich die Haut entzünden kann. Man kann sogar etwas Calendula-Salbe auftupfen, damit sich die Haut von der ständigen Reizung durch die Tränen erholt.
Das las sich halt so allgemeingültig und ich kann ja auch nix dafür, dass mein Kater tränt, ich nix mehr dran mache und sich trotzdem nix reizt oder besser gesagt, sich gerade deswegen nix mehr reizt ;)
Ich rauch ein Zigarettchen, statt der Pfeife, auch o.k.? :D
:cu:

Frikka
04.06.2004, 09:14
Hallo Inge, hallo Superbuff,

ich habe mich jetzt noch einmal mit der Fachseite über die zwei Meinungen (abtupfen ja/nein) unterhalten und mir wurde bestätigt, daß die Flüssigkeit abgetupft werden muß, da sich dort alle möglichen Keime sammeln und es zu Hautreizungen bzw. Entzündungen kommt.

Ich habe gemerkt, daß bei meinem Kater, bei dem die Tränenkanäle verstopft sind und sich auch nicht weiten lassen, die Tränen hauptsächlich dann auftreten, wenn er Trockenfutter frisst. Mir wurde jetzt gesagt, daß sich im Trockenfutter IMMER Milben aufhalten und die tränenden Augen durch den Milben-Kot verursacht werden. :(
Weiß jemand etwas darüber??

Inge1810
04.06.2004, 13:12
*Seufz* ;)
[Quote]ich habe mich jetzt noch einmal mit der Fachseite über die zwei Meinungen (abtupfen ja/nein) unterhalten und mir wurde bestätigt, daß die Flüssigkeit abgetupft werden muß, da sich dort alle möglichen Keime sammeln und es zu Hautreizungen bzw. Entzündungen kommt. [Quote]
Ich sagte doch, mein Kater hat gelernt, sich selbst drum zu kümmern, die Tropfen bleiben nicht dort, wo sie sind, er putzt sich selbst und es scheint für ihn schonender zu sein, als wenn ich das mache, weil sein Tränenfluss durch Reinigung (welcher Art auch immer, hab verschiedene Varianten durch)von mir UND vom Tierarzt verschlimmert wurde. JEDE KATZE IST HALT ANDERS ;) Bei uns geht`s halt seit Jahren gut, ohne dass ich was mache, kannst das nicht so stehen lassen? Ausprobieren muss es jeder für sich und seine Katze selbst. Ausserdem ist der erste Weg immer, die Reinigung selbst zu übernehmen, aber wenn das nicht zufriedenstellend klappt, kann die Lösung halt darin liegen, einfach NICHTS zu machen und zu sehen, wie die Katze damit umgeht. Langsam glaub ich, Du versteifst Dich auf die Entzündungen, die da kommen müssen und wenn die nächsten drei Jahre bei uns Entzündungen (die halt...verzeih ;)... seit etwas über sechs Jahren nicht da waren) kommen, dann bin ich die Erste, die mir der Katze zum Tierarzt rennt und dann halt wieder nen anderen Weg einschlägt. Du sagtest zudem, dass die Tränenkanäle bei Deinem Kater verstopft sind und sich nicht weiten lassen,w enn Du TroFu fütterst..... sind sie also noch etwas durchgängig? Mein Kater hat nämlich gar keine.
Zu den Milben, die lassen sich bei TroFu wohl leider nicht vermeiden, aber hast es schonmal mit einfrieren probiert? Die Milben sind dann zwar immer noch da, aber vielleicht haben sie im toten Zustand nicht mehr solche Auswirkungen, sollte es nicht nur am Milben-Kot liegen. Wenn doch, dann bleibt Dir vielleicht nichts anderes übrig, als komplett auf DoFu umzustellen bzw. öfter mal selbst kochen. Nicht so toll für die Zähne, aber da musst halt abwägen, wo das "geringere Übel" für Euch liegt. Vielleicht wäre auch Barf ne Lösung für das Problem. Ist Dein Kater denn schon auf Milben-Allergie getestet worden? Milben sind ja nicht nur im TroFu, sondern auch überall in der Wohnung.
:cu:

Superbuff
04.06.2004, 16:50
Hallo,
heute Mittag habe ich meinee Fellbombe beim TA vorgestellt. Man hat ihn vorsichtshalber auf eine mögliche Entzündung oder andere Ursachen untersucht. Der Fluoreszenztest war leider negativ, d.h. die Flüssigkeit, die in die Augen getropft wurde, kam nicht durch die Nase wieder heraus. Nun gibt es einmal die Möflichkeit, dass die Nasen-Tränenkanäle verstopft sind oder - und das will ich nicht hoffen-, dass sie gar nicht ausgebildet wurden, also Geburtsfehler.

Um beide Möglichkeiten zu testen, werde ich bei der Kastration die Kanäle unter Narkose durchstechen und spülen lassen. Sollte der TA mit der Kanüle nicht durchkommen, sind keine Kanäle vorhanden. Bis dahin soll ich täglich mit einem Taschentuch oder kleinem Wattebausch abtupfen. Man kann es auch mit einer Heparin-Salbe probieren. Die Chancen stehen 50/50, dass sich eine Verstopfung löst (wenn vorhanden...). Leider habe ich nun erst in ca. 6 Monaten Gewissheit. Ich werde allerdings erst einmal vom Schlimmsten ausgehen damit ich mich möglicherweise doch noch freuen kann. Die Wahrscheinlichkeit für verstopfte Kanäle ist weitaus höher als für nicht vorhandene Tränenkanäle. Falls jedoch Kanäle ausgebildet sind (und das sind sie immer von Geburt an) kriegt man das Problem der tränenden Augen auch langfristig in den Griff..

Inge1810
04.06.2004, 19:27
Hallo Superbuff,
na dann weisst Du jetzt schon etwas mehr. Geh erstmal so vor, wie gehabt, also wegtupfen und evtl. die Salbe. In einem halben Jahr hast Du dann Gewissheit und dann siehst Du schon, wie Ihr beide damit klarkommt. Vielleicht sind sie ja wirklich nur verstopft, also mach Dich nicht verrückt.
Falls bei Euch der Fall eintritt, wie bei uns, dass ein Geburtsfehler vorliegt und gar keine Tränenkanäle vorhanden sind (was in der Tat sehr selten vorkommt), dann ist das aber auch nicht das Schlimmste. Die Katzen können sehr gut damit leben und Du wirst Dich daran gewöhnen, weil es wirklich nur ein Schönheitsfehler ist, weswegen wir unsere Katzen ja nicht weniger lieben. Bei Hunden ist das Entzündungsrisiko erheblich höher als bei Katzen. Das Schlimmste wäre für mich eine unheilbare Krankheit. Wäre es denn für Dich wirklich so schlimm, wenn Deine Katze für immer tränende Augen hätte?
Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen, dass sie durchgespült werden können.

:cu:

Superbuff
04.06.2004, 19:57
Nein, für mich wäre es nicht schlimm. Er würde mir nur etwas leid tun, dass er damit leben muss.

Miez
06.06.2004, 00:56
Meine Lissy (links, die schwarze) hatte als Baby Katzenschnupfen.

Seitdem sind die Tränenkanäle wohl verstopft.

Die TÄin hat bei der Kastration versucht sie durchzustoßen, das hat aber wohl nicht geklappt.

Ich hab immer rosa Tränchen auf den Fliesen.

Wenn sie auf mir rum turnt wische ichs mitm Kleenex ab, habe eine Packung in Couch-Griffnähe stehen.

Sonst hab ichs nämlich hinterher im Gesicht oder in den Klamotten.

Ansonsten kann man daran nichts machen meint die TÄin.............

Ziemer
06.06.2004, 14:49
Hallo Superbuff,
wir haben vier Perserkater und bei einem auch das Problem mit zu engen Tränenkanälen. Ihm muss ich nach jeder Mahlzeit die Augen säubern, da so ein brauner Schmadder Richtung Nase läuft. Wenn er sich schüttelt, ist dieser Schmadder natürlich in der Wohnung verteilt. Bei einem anderen Kater hat sich das gegeben. Aber da war er wesentlich älter als 4 Monate! Mit vier Monaten ist der Kopf noch lange nicht ausgewachsen und du wirst dich wirklich noch relativ lange gedulden müssen, ob sich die tränenden Augen geben oder nicht, da man das wirklich erst sagen kann, wenn der Kopf ausgewachsen ist.
Viele Züchter kreuzen Perser bei den BKH wegen der Fellverbesserung ein. Die langhaarigen Katzen, die dabei entstehen, sind von einigen Zuchtverbänden als selbständige Rasse (Highlander) anerkannt und von anderen nicht. Nun kannst du zwar mal deinen Stammbaum nehmen, falls vorhanden, und feststellen, das da gar kein Perser bei war. Damit möchte ich sagen, dass vor Generationen trotzdem ein Perser in dem Stammbaum auftauchen könnte, aber so viele Generationen gehen aus dem Stammbaum einer Katze auch gar nicht hervor, variiert aber auch innerhalb der Zuchtverbände.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein BKH jemals Katzenschnupfen hatte. Es soll schon vorgekommen sein, dass sich ein Züchter diesen Virus von der Straße einschleppte, bevor die Babys dagegen geimpft werden konnten, halte dies aber trotzdem für sehr unwahrscheinlich.
Sei doch froh, wenn du deiner BKH nur einmal täglich die Augen sauber machen musst, das muss ich bei unseren anderen drei auch machen, allerdings handelt es sich hierbei nicht um ein so nasses Geschmadder. Es ist aber dringend notwendig, dass man diesen Bereich trocken hält, weil sich sonst die ständig feuchte Haut entzündet. Beim Reinigen muss man darauf achten, dass man abgekochtes Wasser oder Augenpflegemittel aus der Zoohandlung nimmt, da diese Reinigung ganz in der Nähe der Augen vorgenommen wird, kann es sonst zu einer Augenentzündung kommen, wenn Keime ins Auge kommen. Sollte sich doch mal die Haut durch die ständige Feuchtigkeit entzünden, kann man Bepanthen-Augensalbe nehmen oder eine Ringelblumensalbe aus der Apothek OHNE KONSERVIERUNGSSTOFFEN.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass die Tränenkanäle von einem TA mittes Sonde eventuell gereinigt werden. Dies kann aber nur unter Vollnarkose vorgenommen werden und kann trotzdem auch wieder kommen. Aus diesem Grund bin ich strickt gegen diese Prozedur und halte dafür deinen Kater noch viel zu jung. Allerdings könnte auch nur mit dieser Methode festgestellt werden, ob die Tränenkanäle verstopf oder nicht richtig ausgebildet sind.
Aber wenn du mal beim TA mit deiner Katze bist, kann ganz einfach festgestellt werden, inwieweit die Tränenflüssigkeit durch die Tränenkanäle abläuft. Dazu wird ein Kontrastmittel in die Augen geträufelt. Wenn es durch die Tränenkanäle fließt, muss es aus der Nase rauskommen. So wurde mir es jedenfalls erklärt und diese Untersuchung ließ ich auch bei einigen Katern machen. Allerdings würde ich dies auch erst machen lassen, wenn der Kopf ausgewachsen ist. Nun würde ich mich an deiner Stelle auch fragen, wann denn der Kopf bei einer Katze ausgewachsen ist. Aus meiner Erfahrung kann das drei Jahre dauern, jedenfalls bei Perserkatern. Es ist aber von Rasse zu Rasse und von Tier zu Tier unterschiedlich.
Ich hoffe jedenfalls, dass ich dir etwas helfen konnte.
Viele Grüße
Andy und 4 Fellmonster