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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Abschiedsbrief an unseren kleinen Murkel



DannyWa
24.05.2004, 20:40
NUR FÜR DICH, unser kleiner Liebling Felix,
liebevoll auch Murkel genannt

geb. 16.05.2002 gest. 18.05.2004

Lieber kleiner Felix,

Wenn kleine Engel schlafen gehen,
dann kann man das am Himmel sehen,
für jeden Engel leuchtet ein Stern,
Deinen lieber Felix, kleiner Murkel, sehen wir besonders gern.

Vom ersten Tag an, Du warst so klein, schlichest Du Dich in unsere Herzen ein.
Lieber kleiner Murkel, 2 Jahre durftest Du nur leben, es waren 2 wunderschöne Jahre mit Dir. Dann, der schreckliche Unfall – ein Auto, WARUM, wir können immer wieder nur fragen warum. Es gibt keine Antwort darauf. Du bist nie zur Straße vor gelaufen, was ist nur geschehen, wir können es nicht begreifen. Wir vermuten, Du bist irgendetwas nachgelaufen, Du hast gespielt.
Tag und Nacht haben wir auf Dich aufgepasst, wir waren ständig auf Dein Wohl bedacht.
Wir haben Dich beschützt immer und überall, Du warst für uns das wichtigste im Leben.
Du bist für uns der Sonnenschein, warum kann es nicht wieder so wie immer sein.
Du bist von uns gegangen ohne ein Wort, und nun bist Du einfach so fort,
das kann doch nicht sein, Du kleiner Sonnenschein.

Ich sitze nun hier an Deinem Grab, stundenlang, wie jeden Tag,
ich denke an die wunderschöne Zeit mit Dir,
Tränen laufen über mein Gesicht,
Du bist nicht mehr bei uns, das gibt es doch nicht.
Manchmal regnet es, mir ist kalt und ich frier, doch ich bleibe hier bei Dir.

Bitte lieber Felix komm’ wieder zurück zu uns.
Alles würden wir dafür geben,
mit unseren eigenen Händen würden wir nach Dir graben,
könnten wir Dich doch wieder bei uns haben.

Sag lieber Felix, kleiner Murkel,
mit wem sollen wir jetzt jeden Tag kuscheln und schmusen,
mit wem sollen wir jetzt immer spielen,
wer springt uns aus seinem Versteck auf die Füße,
mit wem sollen wir jetzt jeden Morgen in den Garten gehen,
wen sollen wir jetzt jeden Tag füttern, wer möchte jetzt immer Leckerli,
wen sollen wir jetzt jeden Tag ständig verwöhnen,
wer bestimmt jetzt unser Leben,
wer gibt uns jetzt immer Nasenküsschen,
wer schnurrt jetzt vor Freude immer so schön,
wer kommt jetzt immer in unser Bett schlafen und kuschelt sich richtig an uns,
wer legt sein kleines Köpfchen beim Schlafen in meinen Arm,
wer weckt uns morgens ganz lieb und sanft, wenn er hinaus möchte,
wer kommt jetzt immer ganz lieb und leise und streichelt uns mit seinem Pfötchen,
wer freut sich jetzt, wenn wir wieder nach Hause kommen,
wer kratzt ganz sanft an Fenster und Tür, wenn er wieder herein möchte,
wessen schwarz-braunes Fell mit weißen Pfötchen und weißem Latz sollen wir streicheln,
wer schaut uns jetzt immer mit seinen großen Kulleraugen so lieb an,
wer gibt uns Trost, wenn wir traurig sind,
wer setzt jetzt sein kleines Köpfchen durch, und macht doch was er möchte.
Lieber kleiner Murkel, das alles kannst nur Du, wir vermissen Dich so sehr.
Du hast uns jeden Tag viel Freude gemacht, Du hast uns jeden Tag zum Lachen gebracht.
Kleiner Murkel, ein Leben ohne Dich wie soll das gehen, Du warst der Mittelpunkt in unserem Leben,
wie sollen wir das überstehen, wir können Dich nicht wieder sehen.

Lieber kleiner Felix,
schaust Du auch ab und zu von Deiner Wolke zu uns hinab,
siehst Du Dein liebevoll geschmücktes Grab,
siehst Du die drei weißen Rosen auf Deinem Grab, sie sollen Dich begleiten in Gedanken an uns,
von jedem Deiner Lieben eine Rose nur für Dich, damit Du nie alleine bist,
siehst Du die drei Kerzen brennen, sie sollen Dir leuchten, damit Du nie im Dunkeln bist,
siehst Du auch den roten Rosenstrauß, er drückt unsere große Liebe für Dich aus.
Dein Grab ist geschmückt mit weißem Flieder, lieber kleiner Murkel,
irgendwann sehen wir uns wieder.
Siehst Du auch das kleine Sträußchen, welches Dein Grab schmückt,
auch Oma und Opa, sie vermissen Dich.
Siehst Du auch die roten Herzen, sie sollen Dir sagen - wir drücken Dich ganz fest,
unsere Sehnsucht nach Dir, sie ist so groß, wir lieben Dich, Du bist unser kleiner Schatz.
Deine Kratzbäume, sie stehen nun ganz still hier, verziert mit einem Bild von Dir.
Jeder Platz erinnert an Dich, Du warst überall,
doch jetzt sind die Plätze alle so leer, es ist so schwer.
Siehst Du auch wie traurig wir sind, ein Leben ohne Dich, es hat keinen Sinn.
Du bist jetzt im Katzenhimmel, im Regenbogenland.
Wir hoffen und wünschen Dir von Herzen, dass es Dir dort wo Du jetzt bist sehr sehr gut geht, Du sehr sehr glücklich bist, dass Du gesund bist und mit den anderen Tieren spielen kannst.

Wir legten Dich für immer schlafen mit leiser Musik, sie begleitete Dich auf den Weg in den Himmel, auf die lange Reise, ganz sanft und leise.
Du liegst in Deinem Körbchen als wenn Du schläfst, warm zugedeckt von uns, damit Du nicht frierst. Auch ein Abschiedsbrief, ich las ihn Dir vor, Dein Spielzeug und drei weiße Rosen auf Deinem Körbchen, sie decken Dich zu. Sie sind von uns, sie sollen Dich beschützen, damit Du Dich immer geborgen fühlst und Du weißt, dass Du nie alleine bist, damit Du unsere Wärme spürst, wir vermissen Dich und brauchen Dich.
Auch Dein kleines Kuscheltier, Du nahmst es mit.

Unsere vielen Tränen die wir weinen, sie sollen Dich jeden Tag als Sonnenstrahl erreichen,
sie kommen von Herzen und sollen Dich wärmen, als würden wir Dich in unserem Arm halten.
Und regnet es bei uns, so wissen wir, jeder Regentropfen ist ein Küsschen von Dir.
Wir lassen ihn über unser Gesicht laufen, spüren Deine Zärtlichkeit, als wärst Du hier.
Jeder Regentropfen an der Fensterscheibe sagt uns ganz sanft und leise, „ich denk an euch und hab euch lieb“.
Wir denken immer an Dich.

Kleiner Engel, lieber Murkel, unser Herz es trägt sehr schwer, Dein kleines Herz, es schlägt nicht mehr.
Egal wo wir sind, Du fehlst überall, unsere Gedanken sind immer nur für Dich bestimmt.

Du bist so ein kleiner süßer und hübscher Murkel, so voller Leben und Übermut, hattest vor nichts Angst. Du warst so neugierig, alles musstest Du erkunden, und hast auch immer wieder etwas neues gefunden. Du warst so lieb und anhänglich, wo wir waren, da warst auch Du,
Du warst so zutraulich, bei jedem Klingeln, der erste an der Tür warst Du.
Unser Garten, er war Dein Reich, kein Baum war Dir zu hoch. Du bist ständig auf Eroberungsjagd gegangen, nichts war vor Dir sicher. Wusstest Du vor Übermut manchmal nicht wohin, hattest Du nur Streiche im Sinn. Du konntest alles bei uns tun, egal was es auch war, wir lächelten Dich an und freuten uns, was für ein kleiner putzmunterer Kerl Du bist.

Du warst und wirst es immer bleiben unser kleiner Sonnenschein.
Du bist von uns gegangen, ohne einen Ton, hast Du unser zärtliches Streicheln gespürt?
Du kleiner schwarzer Murkel, was soll nun aus uns werden,
Du fehlst uns allen so wahnsinnig sehr,
ohne Dich - wir haben keine Freude mehr, ohne Dich - das geht einfach nicht.
Der Himmel ist verzaubert, weil ihm ein neuer liebevoller Stern geschenkt wurde.
wir sehen zum Himmel, sehen unseren leuchtenden Stern - Du bist für uns der leuchtenste Stern - unseren kleinen Engel, Dich lieber Felix.

Abschied von Dir kleiner Murkel zu nehmen, es fällt so wahnsinnig schwer,
Du kleiner Felix, Du kommst nicht mehr.
Der Abschied von Dir er kam so plötzlich und schnell,
das Licht in uns, es ist nicht mehr so hell.
Lieber Felix, Du bist nun an einen anderen Ort, Du bist einfach so von uns fort.
Du bist nicht mehr hier, Du bist nicht mehr bei mir.
Am liebsten würden wir jetzt zu Dir fliegen,
wir möchten Dich wieder zu uns holen, wieder mit Dir toben.
Wir möchten Dich noch einmal streicheln,
wir möchten mit Dir kuscheln, ohne zu weinen.
Wir möchten Dich wieder bei uns haben,
wir möchten wieder Deine Wärme spüren.
Die Trauer um Dich werden wir nie überwinden,
eines Tages werden wir uns wieder finden.
Wir wollten mit Dir noch soviel erleben,
doch es wurde uns nicht gegeben.
Du wurdest mitten aus dem Leben gerissen,
uns hat es das Herz zerrissen.
Jeden Morgen stehen wir voller Trauer auf,
Deine liebevolle Begrüßung, sie fehlt uns sehr.
Es ist nichts mehr, wie es einmal war,
das Haus und der Garten, es ist alles so trostlos und leer,
ohne Dich lieber Felix, es schmerzt so sehr.
Du bist so ein kleiner lieber süßer Murkel, alt werden wollten wir mit Dir,
doch nun sind wir alleine hier.

Zum ewigen Schlafen bekamst Du den Sonnenplatz in unserem Garten,
dort wo Du Dich so gern aufgehalten hast.
Doch lieber Felix hätten wir Dich lieber wieder hier,
alle Bilder von Dir liegen auf dem Stubentisch, eine Kerze leuchtet Dir.

Wenn Liebe könnte Wunder tun,
unsere Tränen Dich erwecken,
so würde Dich lieber Felix, kleiner Murkel,
nicht unsere Erde decken.

Wir lieben Dich Du kleiner Murkel, Du bist für immer ganz tief in unseren Herzen,
Du bist etwas ganz besonderes, ein ganz besonders liebenswerter kleiner Kerl.
Deinen Platz kann nie ein anderer einnehmen, Du bist unersetzlich.

Wir danken Dir für die wunderbare Zeit, welche wir mit Dir erleben durften,
wir danken Dir für die Freude, die Du uns immer bereitet hast und
wir danken Dir für Deine uns bedingungslos geschenkte Liebe.

Irgendwann sehen wir uns wieder, das versprechen wir Dir.
Dann gehen wir gemeinsam über die Regenbogenbrücke, Du holst uns dort ab. Wir freuen uns, dass wir wieder zusammen sind, wir schmusen, kuscheln und spielen wieder gemeinsam.
Wir holen die Zeit nach, die uns jetzt genommen wurde.

Mit Tränen in den Augen sagen wir nun tschüß lieber Felix, kleiner Murkel,
In unseren Herzen lebst Du immer weiter, Deine großen lieben Kulleraugen,
wir werden sie nie vergessen.
Lieber kleiner Murkel vergiss uns nicht.
Wir lieben Dich, in unserem Herz hast Du einen ganz besonderen Platz.
Nun schlafe lieber kleiner Felix und ruhe sanft.

Deine Dich über alles liebende Familie

eis
24.05.2004, 22:54
Hallo Danny,

wir weinen mit dir! :0(

Vor zwei Jahren wurde uns Moritz durch einen tragischen Unfall genommen. Nächste Woche hat er Todestag. :0(

Ich kann euch so gut verstehen.

Traurige Grüße
Eva und Katzerei

biber
26.05.2004, 17:13
:0( :0( :0( :0(

Liebe Danny,

tut mir wirklich leid, mit Deinem Kleinen Murkel.... hab Deinen Beitrag gelesen und Rotz und Wasser geheult!!!

Morgen hat meine Metzi Geburtstag, vor 4 Wochen musste ich sie einschläfern lassen (morgen wäre sie 18 geworden).

Ich bin mir sicher, sie passt auf Deinen Murkel auf......


alles Gute und ganz viel liebe Grüße

Biber

DannyWa
27.05.2004, 12:46
Hallo Eva und Biber
ich danke euch für eure tröstenden Worte, es tut gut zu wissen, dass man nicht allein ist.
Aber es ist einfach so wahnsinnig schwer ohne unseren kleinen Murkel. Er hat uns so viel gegeben, wir lieben diesen kleinen Kerl wie sonst nichts, er war einfach alles für uns.
Auch für euer trauriges Schicksal mit euren lieben Katzen tut es mir wirklich sehr leid.
Es wäre schön, wenn auf meinen kleinen Murkel deine Metzi aufpassen würde, er war doch noch so klein.
Ich weiß auch nicht, aber diesen tiefen Schmerz werde ich nie überwinden. Er hat uns mit seinem liebevollen Wesen so oft über manch Traurigkeit hinweggeholfen, und nun, nun ist er einfach nicht mehr da. Wir brauchen ihn doch. Könnte ich die Zeit doch nur zurück drehen, wären wir 5 Minuten früher reingegangen, denn wir ließen ihn abends nicht alleine draußen, er kam immer mit uns mit, nur 5 Minuten früher, dann würde er sicherlich noch leben.
Wir haben ihn nie vorn an der Straße gesehen, wirklich nie, wir haben auch nicht geglaubt, dass er jemals bis vor laufen würde. Es ist einfach so unglaublich traurig und schwer.

Traurige Grüße
Kerstin

eis
27.05.2004, 13:13
Hallo Kerstin,

die Trauer wird wohl immer in uns bleiben. Aber der Schmerz lässt langsam nach. Ich kann mir gut vorstellen, wie es in dir jetzt aussieht. Mir ging es vor 2 Jahren auch so. Ich fragte mich auch, warum bin ich nicht gleich einkaufen gefahren? Da wäre Moritz im Haus gewesen. Warum war ich so lange vorne im Hof? Warum - warum - warum? Eine Antwort darauf wirst du nicht finden und bitte mach dir keine Vorwürfe. Du zerfleischt dich damit nur selber. Und rückgängig können wir es leider nicht machen.
Mehr kann ich dich leider im Moment auch nicht trösten. Gestern wurde die Wiese wieder gemäht und 2 meiner Streuner fehlen nach wie vor. Ich bin ein wenig durch den Wind, das wird sich erst ändern, wenn ich die beiden gesehen habe.
Und der Todestag von Moritz rückt auch jeden Tag näher. :0(

Fühl dich in den Arm genommen und getröstet.

Übrigens sind es bei uns bei mittlerweile 7 Katzen nur noch 2 Freigänger. Eben damit ich solch einen Horror nicht noch einmal erleben muß.

Traurige Grüße
Eva und Katzerei

BineXX
27.05.2004, 21:28
:0( :0( :0( :0(
Nach dem Brief fehlen mir echt die Worte :0( :0(
Da muss ich sofort an meinen Moufti denken. Er sitzt jetzt auch auf einer Wolke und schaut uns zu. :0( :0(
Ich fühle mit Dir......................

DannyWa
27.05.2004, 22:39
Hallo Eva und Bine,

danke für die lieben Zeilen, die ihr mir geschrieben habt, es hilft mir.
Eva obwohl ich im Moment sehr traurig bin und der Schmerz um unseren kleinen Murkel sehr tief in mir sitzt, möchte ich dir sagen, dass ich dir für deine beiden Streuner die Daumen ganz fest drück, damit sie sehr schnell wieder bei dir sind. Ich wünsche es dir von ganzem Herzen.
Es ist unsagbar traurig, ein geliebtes Familienmitglied zu verlieren, unser Murkel ist das liebste, was wir je hatten. Unsere Liebe für diesen kleinen süßen Kerl ist unbeschreiblich.

Traurige Grüße
Kerstin

eis
28.05.2004, 10:01
Hallo Kerstin,

die beiden fehlenden Streuner sind wieder da *erleichtertbin*. Obwohl es "nur" Streuner sind, liegen sie mir auch sehr am Herzen. Meine Katzen sind ja im Haus. Bandit und Susi gehen morgens für knapp eine Stunde nach draußen, das war es aber auch.
Seitdem Moritz tödlich verunglückt ist (er ist mir auch nie von der Seite gewichen und doch ist es passiert), sehe ich zu, dass jede Katze, die ich aufnehme, möglichst im Haus bleibt. Dieses oder nächstes Jahr möchte ich einen schönen gesicherten Freilauf bauen. Das ganze Grundstück katzensicher einzäunen geht nicht, weil sonst meine Streunerkatzen nicht mehr zum Fressen kommen könnten. Und von dem elektrischen Zaun bin ich auch nicht überzeugt - abgesehen davon, dass der für uns ein Vermögen kosten würde.
Es ist heutzutage wirklich sehr schwer, den Miezen ein katzengerechtes Leben zu ermöglichen und gleichzeitig darauf zu achten, dass sie nicht zu Schaden kommen.

Behalte deinen kleinen Liebling so in Erinnerung, wie du ihn am liebsten hattest. Und hab keine Angst, es ist normal, wenn du oft noch denkst, er müßte jeden Moment um deine Beine streichen. Das Gefühl habe ich heute noch ab und zu.

Und ich bin sicher, wenn dein Schmerz ein bisserl nachlässt (doch, das wird er sicher), wirst du einem anderen kleinen Miezerl ein liebevolles Heim bieten. Denn wer einmal mit dem Katzenvirus infiziert ist, den läßt er sein Leben lang nicht mehr los. Du wirst eine neue Katze auch nie mit deinem Liebling vergleichen!

Liebe Grüße
Eva und Katzerei

MartinaL
28.05.2004, 14:34
Hallo Kerstin,
ich kann dich so gut verstehen. Letztes Jahr wurde unser kleiner Rumple überfahren - in der winzigen Zufahrtsstraße vor unserem Haus. Ich habe es wochenlang nicht fassen können und mich auch immer gefragt, weshalb ich ihn nicht früher gerufen habe.
Er war so nett und ganz eigenartig.
Sein Tod hat ein großes Loch in mein Herz gerissen....
Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit, es dauert einfach und man muss da durch!
Alles Liebe
Martina

DannyWa
28.05.2004, 22:42
Hallo Eva und Martina,

im Moment leider nur einpaar Worte.
Ich danke euch für eure lieben tröstenden Zeilen.

Ich möchte euch nicht unhöflich erscheinen, aber mir fehlen einfach die Worte, ich bin so wahnsinnig traurig.
Abends sitze ich immer so lange an seinem Grab, bis der erste leuchtende Stern am Himmel erscheint.
Mein Felix, der kleine Murkel, er fehlt, er fehlt, er fehlt mir so sehr.

Eva, dass deine Katzen wieder da sind, das ist sehr schön.
Ich drückte dir auch die Daumen und habe es gewünscht.

Das Nächstenmal schreibe ich wieder mehr.
Ich bitte und hoffe, ihr verzeiht mir.

Ganz traurige Grüße
Kerstin

MartinaL
29.05.2004, 12:35
Hallo Kerstin,
ich bitte dich - du musst dich doch nicht entschuldigen. Jeder hat so seine ganz eigene Art, mit Trauer umzugehen, und wenn dir nicht nach Schreiben zumute ist, dann lass es doch. Ich finde es sehr schön, wie du beschreibst, dass du auf den ersten Stern wartest und an deinen kleinen Felix denkst.
Denk einfach immer daran: du bist mit deinen Gefühlen nicht alleine - und Felix trifft so viele Lieblinge jenseits der Regenbogenbrücke. Auch er ist nicht allein.
LG
Martina

Grizabella
30.05.2004, 15:48
Hallo,
Kerstin, Eva und alle, die um ihre Katze(n) trauern,

Ich kann euch gut verstehen, die Trauer um unsere so liebenswerten Zimmertiger ist so groß, dass es unbeschreiblich ist. Auch wenn ich nach jedem dieser Todesfälle zu mir selbst gefunden habe, kann ich doch kaum an jedes einzelne der Tiere zurückdenken, ohne dass gleich die Tränen fließen, wie lang immer das auch her sein mag. Dass ich sie alle wiedersehen darf, das hoffe ich sehr und ich glaube es auch, weil es mir unwahrscheinlich erscheint, dass im Leben und nach dem Tod eines Tieres unterm Strich vor allem das Leid hervorkommt.

Alle unsere Fellnasen, die wir hier nicht mehr haben dürfen, wir lieben euch ewig!

DannyWa
31.05.2004, 22:46
Hallo Grizabella, Martina und Eva,
danke für eure lieben Zeilen. Beim Lesen eurer tröstenden Worte geht es mir immer etwas besser, zu wissen, dass man mit seinen Gefühlen nicht allein ist, das tut irgendwie so gut.
Doch der Schmerz um unseren kleinen Murkel, er sitzt sehr tief, wir vermissen ihn so wahnsinnig sehr. Der kleine Kerl, überall wo wir waren, da war er auch, und nun ist er einfach nicht mehr da. Es ist keiner mehr da, der uns morgens weckt, keiner der um unsere Beine schleicht, keiner der so schön schnurrt, keiner der sich freut, wenn wir wieder nach Hause kommen, keiner mehr, der sich so richtig an mich ankuschelt, sich so breit im Bett macht, dass ich kaum noch Platz habe, er fehlt uns so sehr. Manchmal höre ich ihn miauen, ich möchte ihn immer und immer wieder reinholen, ich denke immer, jeden Moment kommt er durch das offene Fenster, ich möchte nach ihm rufen, doch ... .

Ich habe nur noch einen Wunsch, ich möchte meinen kleinen Felix wieder haben, einfach nur wieder haben.

5 Minuten zerstörten unser Leben, nur 5 Minuten. Wir waren schon dabei die Sitzkissen der Gartenmöbel wegzuräumen, da hörten wir ein Auto hupen, dachten uns aber nichts dabei. Wir riefen unseren Felix, um reinzugehen, wir gingen nie ohne ihn rein, doch er kam nicht wie sonst immer. Wir haben gesucht und gerufen und gerufen, an das unfassbare haben wir nicht eine Sekunde gedacht, und dann, es war so furchtbar. Er ist nie bis vor zur Straße gelaufen, wirklich nie, warum an diesem Tag, in diesem Moment, warum ist er durch den Zaun aus unserem Grundstück bis vor zur Straße, warum? Ich möchte jetzt auch niemanden verurteilen, aber der Autofahrer hätte doch einfach nur bremsen brauchen, nicht hupen, sondern einfach nur bremsen, bei uns ist 30 Zone und es ist übersichtlich, einfach nur bremsen. Wir vermuten jedenfalls, dass es da passierte. Hätten wir ihn 5 Minuten früher gerufen, nur 5 Minuten. Wir haben immer auf ihn aufgepasst, waren wir mal nicht zu Hause, war er im Haus, damit ihm ja nichts passieren konnte, und dann passiert es, als wir zu Hause waren, es ist einfach so schrecklich, so schmerzhaft.
Immer im Haus sein, das wollte er auch nicht, er wollte schon raus, bevor er zu uns kam, war er nur draußen. Bei uns hinten im Garten gab es ja auch immer etwas neues zu entdecken. Wir haben dann ständig nach ihm geschaut. Ich will es einfach nicht wahrhaben.
Obwohl ich Katzen sehr gern habe, ich sie sehr schön finde, sie es mir irgendwie angetan haben, glaube ich nicht, dass ich jemals wieder einen kleinen Kerl so lieben kann, wie unseren Felix, den kleinen Murkel. Dieser kleine Murkel hat unser Herz erobert, diesen kleinen Murkel lieben wir über alles, dieser kleine Murkel sollte es einfach sein. Er ist durch nichts zu ersetzen.
Ich weiß nicht, ob ich diesen Schmerz jemals überwinden werde, ich glaube nicht.

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

Grizabella
01.06.2004, 00:11
Liebe Kerstin,

Wie du sagst, dein Murkel wird nie und nimmer ersetzt werden können, was bedeutet, er war EINMALIG, es kann ihn nur einmal geben, wie das meist mit derart geliebten Lebewesen ist.

Trauer braucht Zeit, viel Zeit. Je mehr du dir diese Zeit nimmst, desto besser für dich. Auch die Intensität deiner Trauer soll dich nicht stören, und ich wünsche dir viele einfühlsame Mitmenschen rund um dich.

SO lieben wie den Murkel wirst du keine andere Katze mehr, aber ANDERS, das ist auch nichts Negatives. Wenn die Zeit des größten Schmerzes vorbei ist, öffnet sich dein Herz wieder nach außen. Überprüfe dich aber nicht ständig, wie weit du mit deiner Trauer schon bist. Es macht nichts, wenn sie dich jetzt fest im Griff hat, später kannst DU mit der Trauer umgehen, das kommt.

Deine tiefen Gefühle tun dir jetzt so sehr weh, und dennoch muß man dankbar sein, so tief empfinden zu können, weil du sicher auch Freude so sehr empfinden kannst, aber das alles ist natürlich nicht gleichzeitig möglich, immerhin: glaub daran.

Heute habe ich es leicht, dir das zu sagen, weil ich momentan in einer glücklicheren Lage bin, aber meine Katze ist 18 Jahre alt, und so ein Tal der Tränen steht mir natürlich auch bevor, irgendwann, und auch ich werde wieder einmal glauben, hier nie mehr herausfinden zu können. Wenn ich das dann doch einmal überwunden habe, dann vor allem in der Hoffnung, meine Tiere alle wiedersehen zu können, das muß für mich und wahrscheinlich auch für dich und für alle Tierfreunde Gewißheit sein, denke ich.

Ich umarme dich,
Helga.

MartinaL
01.06.2004, 06:32
Hallo Kerstin,
was du schreibst hätte ich vor einem Jahr auch wortwörtlich schreiben können. Genau diese Gefühle kenne ich auch und ich weiß auch noch, wie oft ich losrannte, weil ich dachte, ich hätte Rumple miauen gehört. Eine Zeitlang habe ich mir sogar eingeredet, es wäre nicht Rumple gewesen, der da gelegen hatte, und habe darauf gewartet, dass er wieder vor dem Fenster sitzt. Die ersten zwei WOchen waren am schlimmsten - da spürt man den verlust seelisch und körperlich.
Wir hatten allerdings noch Rumples Brüderchen, das ebenfalls ganz verstört war, und so war man zwangsweise immer ein wenig abgelenkt und außerdem stand sofort im Raum, dass Rossa wieder einen Gefährten brauchte. Monate später kam Mickey zu uns - ein Bauernhofkaterchen, das bei einem schlimmen Unfall ein Auge verloren hatte. Ich liebe Mickey mittlerweile außerordentlich - aber das berührt die Gedanken an Rumple gar nicht. Sie haben ja alle ihre Eigenarten und sind etwas ganz, ganz Besonderes und sie bauen so besondere und einzigartige Beziehungen zu uns auf.
Du wirst sicher irgendwann wieder bereit sein für die nächste ganz besondere Katze - aber das ist etwas, was reifen muss. Für mich war es sehr gut, dass Mickey selbst sehr vorsichtig und zurückhaltend war. So haben wir alle uns ganz langsam aneinandergewöhnt und er hat sich ganz langsam den Platz in unseren Herzen geschaffen. Er ist ganz anders als Rumple war - und das ist gut so. Auf der anderen Seite ist es wunderschön, wenn man beobachten kann, wie so ein armes Tierchen beginnt, sein Leben zu genießen und über die Monate hin mehr und mehr Vertrauen fasst.
So war der Tod von unserem Rumplechen wenigstens nicht vollkommen sinnlos.
Alles Gute weiterhin für dich!
LG
Martina

eis
01.06.2004, 10:51
Liebe Kerstin,

sicher war Felix etwas ganz Besonderes. Ich kann dich sehr gut verstehen.

Auch ich habe mir lange Zeit immer wieder eingebildet, mein Moritz ruft nach mir. Oder er kommt gerade um die Hausecke geschlichen oder ... oder ... oder. Das gehört dazu, wenn man geliebt hat.
Heute hat Moritz den 2. Todestag. :0(

Hier eine wundervolle extrem traurige Geschichte, die mir sehr geholfen hat. Lass die Tränen ruhig fließen, das tut gut.

Der kleine rote Kater blieb plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Kätzchen auf einer bunten Sommerwiese, jagten einander und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm, im klaren ruhigen Wasser des Teiches, sah er seine Mommy. Und sie weinte bitterlich. Er tapste ins Wasser und versuchte, sie zu berühren, und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein. Nun war er ganz naß und Mommys Bild tanzte auf den Wellen fort.
"Mommy!" rief er. "Ist etwas nicht in Ordnung?"
Der kleine rote Kater drehte sich um. Eine Dame stand am Ufer des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen. Der kleine rote Kater seufzte und kletterte aus dem Wasser.
"Das muß ein Fehler sein", sagte er. "Ich sollte nicht hier sein".
Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner Mommy spiegelte sich wieder darin.
"Ich bin doch noch ein Baby. Mommy sagt, das muß ein Irrtum sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier sein".
Die freundliche Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine rote Kater kletterte in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu streicheln und genau dort unter dem Kinn zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast gegen seinen Willen zu schnurren an.
"Ich fürchte, es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy weiß es tief in ihrem Herzen", sagte die Dame.
Der kleine rote Kater seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß der Dame.
"Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören. Und auch Daddy ist traurig".
"Aber sie wußten von Anfang an, daß dies geschehen würde".
"War ich denn krank?"
Das überraschte den kleinen roten Kater. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft zugehört wenn sie dachten, er schliefe. Sie sprachen stets nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell er gewachsen war.
"Nein, sie wußten nicht, daß Du krank warst", sagte die freundliche Dame. "Aber dennoch wußten sie, daß sie die Tränen gewählt hatten".
"Nein, das taten sie nicht", sagte der kleine rote Kater. "Wer würde schon Tränen wählen?"
Sanft küßte die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt -aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy.
"Ich will Dir eine Geschichte erzählen", sagte die Dame.
Der kleine rote Kater sah auf und sah die anderen Tiere näher kommen. Katzen - Big Boy und Snowball, Shamus und Abby und auch Little Cleo und Robin. Merlin, Toby und Iggy und Zachary , Sweetie, Kamatta und Obie. Hunde auch - Sally, Baby und Morgan, Rocky und Belle. Sogar eine Eidechse namens Clyde und einige Ratten und ein Hamster namens Odo. Alle legten sich erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu ihr auf. Sie lächelte und begann:
"Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle möglichen Dinge schauen - Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr.
"Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt,", sagte der Engel. "Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben".
"Oh, vielen Dank", sagten die kleinen Engel. "Das ist gerade, was wir brauchen".
"Ihr habt das Vergnügen gewählt", erklärte ihnen der Oberengel.
Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück.
"Dinge kann man schon lieben", meinten sie. "Aber sie kümmern sich nicht darum, daß wir sie lieben".
Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere.
"Ihr könnt diese Tiere lieben", sagte er. "Sie werden wissen, daß ihr sie liebt."
Die kleinen Engel waren begeistert. Sie liefen hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel.
"Ihr habt die Befriedigung gewählt", sagte der Oberengel.
Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück.
"Sie wissen, daß wir sie lieben", sagten sie. "Aber sie lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt werden."
So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen.
"Hier sind Menschen zum Lieben", erklärte er ihnen.
Die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen.
"Ihr habt die Verantwortung gewählt", sagte der Oberengel.
Aber bald waren sie wieder zurück.
"Menschen kann man schon lieben", klagten sie "aber oft hören sie auf, uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen."
Der große Engel schüttelte den Kopf.
"Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müßt mit dem zufrieden sein, was ich euch gegeben habe."
Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie.
"Was ist mit denen?" riefen sie.
Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg.
"Das sind Gefühlstrainer", sagte er. "Aber wir haben Probleme mit ihrem Operating System."
"Würden sie wissen, daß wir sie lieben?" fragte einer.
"Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend.
"Und würden sie uns wiederlieben?" fragte ein anderer.
"Ja", erwiderte der große Engel.
"Werden sie je aufhören, uns zu lieben?" riefen sie.
"Nein", gestand der große Engel. "Sie werden euch für immer lieben."
"Dann sind sie genau das, was wir uns wünschen", riefen die kleinen Engel.
Aber der Oberengel war sehr aufgeregt.
"Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen. "Ihr müßt sie füttern. Und ihr müßt ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen."
"Das tun wir gerne", riefen die kleinen Engel.
Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere.
"Sie sind nicht gut programmiert" rief der Oberengel, "es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren, und manche halten länger!"
Aber das kümmerte die kleinen Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so daß sie fast zersprangen.
"Wir haben unsere Chance!" riefen sie.
"Ihr versteht nicht", versuchte es der Oberengel zum letzten Mal. "Sie sind so gemacht, daß selbst der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden!"
Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren Armen und schluckten.
Dann sagten sie tapfer: "Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns geben."
Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf.
"Nun habt ihr die Tränen gewählt", flüsterte er.
"Und so ist es auch geblieben", meinte die freundliche Dame. "Und jede Mommy und jeder Daddy weiß das. Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, daß ihr sie eines Tages verlassen werdet und sie weinen müssen."
Der kleine rote Kater setzte sich auf.
"Warum nehmen sie uns dann zu sich?" fragte er erstaunt.
"Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert ist."
"Oh", sagte der kleine Kater und starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy, weinend.
"Wird sie jemals aufhören zu weinen?"
Sie nickte. "Sieh, der Oberengel bedauerte die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er mochte sie besonders."
Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ das Wasser von ihren Fingern tropfen.
"Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bißchen von der glücklichen Zeit und all dem Schnurren und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für einen neues Kätzchen öffnen."
"Aber dann wird sie eines Tages wieder weinen!"
Die Dame lächelte ihn an und stand auf.
"Aber sie wird auch wieder jemanden liebhaben. Daran wird sie denken".
Sie nahm Big Boy und Snowball in ihre Arme und kraulte Morgan genau dort am Ohr, wo sie es so mochte.
"Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?"
Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine rote Kater wollte seine Mommy noch nicht verlassen.
"Werden wir jemals wieder zusammen sein?" Die freundliche Dame nickte.
"Du wirst in den Augen jeder Katze sein, die sie ansieht. Und sie wird Dich im Schnurren jeder Katze hören, die sie streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben. Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß, daß Du in Sicherheit bist und hier auf sie wartest."
"Das gefällt mir", sagte der kleine rote Kater und warf einen letzten langen Blick auf seine Mommy. Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wußte, daß ihr eingefallen war, wie er fast in die Badewanne gefallen wäre.
"Ich hab' dich lieb, Mommy", flüsterte er. "Es ist schon okay, wenn Du weinst".
Er blickte zu den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen.
"Oh, Mommy! Ich gehe jetzt spielen, okay? Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich."
Dann wandte er sich um und lief den anderen nach.....


Heute ganz traurige Grüße
Eva und Katzerei

DannyWa
01.06.2004, 22:57
Liebe Helga, liebe Martina und liebe Eva,

es tut sehr gut, eure lieben Zeilen lesen zu können, ich danke euch dafür. Leider mußtet ihr solch schwere Zeit wie ich jetzt auch schon erleben, es ist so wahnsinnig traurig und schmerzhaft. Ihr könnt euch in meine jetzigen Gefühle reinversetzen, ihr könnt nachvollziehen, wie es in mir aussieht.
So wie mein Murkel etwas ganz Besonderes für uns ist, sind eure kleinen Kerlchen Besonderes für euch, jedes Tier ist in seiner eigenen Art etwas ganz Besonderes.
Genießt jeden einzelnen Tag mit euren Lieblingen, ich wünsche es euch von Herzen, auch wenn ich im Moment sehr traurig bin und dieses nicht mehr kann.

Folgendes Zitat sagt genau das aus, so wie es wirklich ist:
Den Preis, den wir für den Verlust unseres Lieblinges zahlen - die Trauer, der tiefe Schmerz und die vielen, vielen Tränen - er ist nie zu hoch für uns. Es ist der Preis für ihre uns bedingungslos geschenkte Liebe.

In der Hoffnung meinen lieben kleinen Murkel wiedersehen zu können, ihn wieder knuddeln zu dürfen, irgendwann, in der Hoffnung lebe ich auch Helga. Es wäre einfach schön, ihn wieder in den Arm nehmen zu können, seinen Atem und sein kleines Herz schlagen zu spüren.

Es ist sehr schön für dich Martina, dass sich dein Herz wieder für ein neues Kätzchen geöffnet hat, dieses Kätzchen wird dir für deine Liebe sehr dankbar sein. Ich weiß nicht, ob ich das jemals wieder kann. Der kleine Murkel, er hat uns so viel gegeben.

Deine Geschichte Eva, sie ist sehr schön und sehr sehr traurig, sie hat mich sehr berührt, die Tränen sind wie immer gelaufen und gelaufen.
Ich habe heute auch oft an dich gedacht, an solch einem Tag kommen sicherlich die ganzen Erinnerungen an den Todestag, ein schreckliches Wort, wieder.
Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass es meinem kleinen Murkel, deinem kleinen Moritz, dem kleinen Rumple von Martina, den kleinen Fellnasen von Helga und allen anderen Tieren hinter der Regenbogenbrücke sehr gut geht, dass sie nicht allein und traurig sind, dass sie alle miteinander spielen und glücklich sind, dass für sie immer die Sonne scheint.

Unser kleiner Murkel ist uns so ans Herz gewachsen, man kann es gar nicht richtig mit Worten zum Ausdruck bringen, wir lieben ihn einfach über alles. Er bestimmte wirklich unser Leben.
Wir haben uns so auf ihn eingestellt. Waren wir mal unterwegs, ich wollte einfach nur wieder zu meinen kleinen Murkel, in Gedanken war ich ständig bei ihm.
Nach dem schrecklichen Unglück trug mein Mann ihn ganz vorsichtig rein. Wir legten ihn in sein Körbchen, ich wischte ihm das Blut ab, habe immer wieder gesagt, - nein, das ist nicht meinem Murkel passiert -, immer und immer wieder. Ich bin in den Garten gegangen, habe ihn gerufen und gesucht, ich wollte es einfach nicht wahrhaben, es ist so schrecklich, ich war wie im Schock.
Wir stellten ihn dann gleich in unsere Wohnung, stellten eine Kerze neben ihn auf, ich holte sein gesamtes Spielzeug, legte es vor seinem Körbchen, einen kleinen Blumenstrauß aus dem Garten stellten wir auch daneben, es passierte alles wie in einem bösen Traum. Während ich das alles getan habe, sagte ich immer und immer wieder - er kann doch nicht einfach meinen Murkel umfahren, das geht doch nicht -, die Tränen sie liefen und liefen. Mich konnte auch keiner beruhigen. Die ganze Nacht und den folgenden Tag (bis zum Abend) haben wir bei ihm gesessen, haben geweint und geweint, und ihn immer und immer wieder ganz lieb und sanft gestreichelt. Ich wollte ihn nicht gehen lassen, er sollte bei mir bleiben. Er liegt in seinem Körbchen, als wenn er schlafen würde. Ich habe immer wieder gehofft, er macht die Augen einfach wieder auf, doch er war leider sofort tot. Ich weiß nicht, ob ich das jemals überwinden kann, ich glaube nicht. Er war wie ein kleines Kind für uns. Er war eben überall, wo wir auch waren, alles erinnert an ihn, überall sehe ich ihn. Der kleine Murkel, er fehlt uns so sehr. Jetzt sitze ich auch ständig an seinem Grab, ich denke immer - er braucht mich doch, ich muss ihn beschützen -.
Eine Kerze brennt Tag und Nacht auf seinem Grab. Seine Kratzbäume, sie bleiben auch stehen, ich stellte ein Bild von ihm darauf. Auf dem Stubentisch, seine BIlder liegen auch noch da, auch dort brennt ständig eine Kerze für ihn. Als ich die Rosen für ihn aus dem Blumenladen holte, ohne ein Wort, die Tränen sie liefen und liefen.

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

Grizabella
02.06.2004, 00:31
Ach, meine Lieben, über eure Beiträge sind wieder einmal die Tränen geflossen, wegen meiner und natürlich auch eurer dahingegangenen Tiere.

Ich weiß nicht, wo euch die Trauer am schlimmsten gepackt und geschüttelt hat, bei mir war es jeweils der Moment des nächsten Sonnenaufgangs - denn schlafen kann man jedenfalls in der Nacht nach dem Tod seines Tieres nicht - weil ich das Gefühl hatte, spätestens jetzt, jetzt muß meine Murli, Feli, mein Wastl und wie sie alle geheißen haben, kommen und noch ein bißchen zu mir ins Bett kriechen.

Die sofortige Erkenntnis, dass es niemals mehr der Fall sein würde, ließ für mich immer die Morgensonne vom Himmel fallen. Warum nur konnte sie gerade meine Katze nicht mehr sehen, nie mehr?

Was ist grausam? Das Leben? Der Tod? Wenn das eine auf das andere trifft. Wenn wir das Leben hinter uns gebracht haben, wird Trennung kein Thema mehr sein, es sei denn, man ist sich bewußt, liebe Menschen oder sein liebes Tier zurückgelassen zu haben, wobei es für Menschen doch immer eine Lösung gibt. Für Tiere ist eine ordentliche Lösung nicht immer in Sicht, aber ein bißchen vorsorgen kann man ja.

Jedenfalls bin ich sicher, auch unsere Tiere sind nicht irgendwohin verschwunden, sie sind "auf der anderen Seite des Weges", den wir noch zu gehen haben, und es hat keinen Sinn, schneller zu gehen. Auch unser Weg ist zu Ende, wenn er zu Ende ist, was wir zum Glück nicht wissen.

Liebe Grüße an euch alle,
Helga.

eis
02.06.2004, 11:16
Hallo ihr Lieben,

ja, auch mich hat es wieder fürchterlich aufgewühlt. Gestern habe ich fast den ganzen Tag am Grab verbracht. Und die schrecklichen Bilder, als ich Moritz schwer verletzt fand und sein Augenausdruck von Schmerz zu Liebe wechselte haben sich so tief in mein Gedächtnis eingebrannt. Das werde ich nie wieder los. Ich hatte mit einem Blick gesehen, dass ich ihn nur noch erlösen lassen konnte. Bis mein Mann mit dem TA telefoniert hatte und das Auto vor der Türe stand, hat Moritz noch einmal ein kleines Stückchen Brie verspeist. Das hat er geliebt.
Ich hätte ihm gerne diese eine Nacht erspart, in der ich sowieso nicht schlafen konnte. Aber er wollte sich wohl nicht gleich finden lassen. :0(

Ich habe schon viele Tiere verloren, aber erst eines durch einen Unfall. Bei Alter oder Krankheit muß man die wirklich sehr schwere Entscheidung über Leben und Tod treffen, aber bei einem Unfall - gerade bei einem noch jungen Tier - da kommt es wie ein Hammer. Und das ist das Fürchterliche daran.

Deshalb ticke ich auch jedesmal fast aus, wenn die Wiesen gemäht werden - oder wenn wieder einmal einer meint, bei uns mit 80 oder noch schneller durchs Dorf zu rasen.

Traurige Grüße :0(
Eva und Katzerei

DannyWa
02.06.2004, 21:46
Liebe Eva, liebe Helga,

Eva deine Worte "Bei Alter oder Krankheit muß man ..... das Fürchterliche daran.", diese Worte sind mir aus der Seele geschrieben. Genauso denke ich auch, sterben durch einen Unfall, ein Leben auslöschen, so völlig sinnlos, sie sind bzw. waren doch noch so klein. Deshalb frage ich immer wieder, nicht hupen, sondern bremsen, einfach nur bremsen, die Geschwindigkeit runternehmen, ist das so schwer. Wir fragen uns wirklich jeden Tag, warum ist unser kleiner Murkel bis vor gelaufen, warum, es ist für uns unbegreiflich was da passierte, das wäre uns niemals in den Sinn gekommen, dass soetwas passieren könnte.
Eva, was du mit deinem Moritz erleben musstest, es tut mir von Herzen leid. Hätten wir unseren Murkel nicht gleich gefunden, ich weiß nicht......, dass hätte ich nicht überstanden. Ich kann mich voll in deine Gefühle reinversetzen. Jetzt sitze ich den ganzen Tag und grübele, hätten wir den Zaun anders gebaut, hätten wir ...., hätten wir ...., ich werde damit nicht fertig.
Ich sitze hinten an seinem Grab und bitte immer wieder - komm doch bitte wieder zurück -.

Helga, ich frage mich auch immer wieder, warum ist das gerade meinem Murkel passiert, warum meinem kleinen Murkel, warum kann gerade er die Sonne nicht mehr sehen, warum kann gerade er nicht mehr leben, warum darf gerade er nicht mehr bei uns sein, warum.
Jede Nacht denke ich, der kleine Felix, er muß doch nun bald zu mir ins Bett kommen. Mein Kopfkissen, es ist immer so leer. Ich spüre seine Wärme, ich höre sein Schnurren, ich fühle sein schönes weiches Fell, und dann ... , er kommt nicht, er kommt nie mehr, wir brauchen ihn doch.

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

eis
02.06.2004, 23:30
Liebe Kerstin,

ich denke, bei mir war es der Auslöser, mich richtig intensiv um die Streunerkatzen zu kümmern. Ich habe Moritz am Grab versprochen, dass keine Katze unter meiner Obhut mehr so grausam sterben muß, dass ich mich darum kümmern werde.

So stehe ich jetzt mitten im Katzenschutz, ohne einer Tierschutzorganisation anzugehören. Wir haben dafür gesorgt, dass es keine verwilderten Katzenbabys mehr gibt und wenn eines der Streunerle krank erscheint, wird es eingefangen und zum TA gebracht. Ausserdem haben wir jetzt 8 eigene Katzen, teilweise mit Handicap und immer mal wieder Notfälle.
Ich liebe Katzen, so lange ich denken kann. Es gibt Fotos von mir, da konnte ich noch nicht laufen, hatte aber schon eine Katze im Arm.
Aber so richtig intensiv befasse ich mich erst seit dem Unfall mit der ganzen Katzenproblematik. Was ich in den 2 Jahren schon alles gelernt und - leider - auch gesehen habe, ist unvorstellbar. Und ich weiß, dass Moritz nicht nur der Auslöser war, sondern es auch gutheißt.
Ich habe mich auch vorher schon um verletzte oder kranke Katzen gekümmert, aber nicht so intensiv.

Zu meiner Freude geht es den Katzen hier im Dorf jetzt etwas besser und Kitten werden auch nicht mehr umgebracht. Und das alles verdanken die Katzen meinem Moritz. Das ist sein Vermächtnis. Und deshalb hat es zu seinem Tod kommen müssen.

Vielleicht bekommst du durch Murkels Tod auch einen Anstoß, etwas Neues zu beginnen. Schreiben, Malen oder du erfindest etwas, das Tiere vor den Autos schützt. Dann hatte es einen Grund, dass der Unfall passiert ist.

Ich weiß, im Moment schiebst du solche Gedanken sicher weit von dir. Aber warte ein paar Wochen ab, wenn der stechende Schmerz langsam milder wird.

Fühl dich in den Arm genommen und gedrückt.

Liebe Grüße
Eva und Katzerei

Hugoletti
03.06.2004, 11:33
Liebe DannyWa,

es gibt auch bei uns sehr gute Gründe, warum ich es vermeide, in diese Rubrik zu sehen.

Auch unsere Familie kann Euren unsagbaren Schmerz nachvollziehen. Unseren ersten Kater Paul haben wir ebenfalls überfahren gefunden. Ausgerechnet an seinem Jahrestag bei uns, wir hatten ihn allerdings schon 2 Tage vermisst. In diesen 2 Tagen haben wir alles abgesucht, Nachbarn befragt, gefunden haben wir ihn sehr weit weg von unserem Zuhause. Er lag an Strassenrand. Den Rest erspare ich Dir.

Wir haben ihn mit nach Hause genommen und ihn unter dem Hasselnussstrauch begraben. Aus kleinen Granitsteinen haben wir ein Herz geformt und der Buchs wird, wenn er groß genug ist, ebenfalls in Herzform geschnitten.

Auch wir haben unseren Paul über alles geliebt, er war für uns auch der wundervollste Kater der Welt. Jeden Tag, den ich im Garten bin, spreche ich noch mit Paul, obwohl es auch schon ein Weilchen her ist. Wir haben ihn am 28.09.03 gefunden. :0(

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon einen kleinen zweiten Kater, der unter dem Fortsein von Paul ebenfalls sehr gelitten hat. Das Gemauze war kaum auszuhalten. Und so entschlossen wir uns, wieder einen Spielgefährten zu holen. Den traurigen Rest der Geschichte kannst Du unter dieser Rubrik "Kleine Puschelnase, wo bist du hin ..." lesen.

Wir haben auch so viel Leid erfahren und trotzdem lieben wir unsere Katzen und möchten kein Tag mehr ohne diese wunderbaren schnurrenden Weggefährten verbringen.

Ich fühle mit Deiner Trauer! :0(

Aber die Trauer verändert sich, natürlich weine ich schrecklich, wenn ich eine Geschichte wie Eure lese, aber ich verspüre auch eine unendliche Dankbarkeit, dass wir mit unserem Paul ein unbezahlbares Jahr gemeinsam hatten und dass es uns gelungen ist, unserer Puschelnase Sonya Vertrauen in die Menschen zu geben und ihr ebenfalls ein halbes Jahr in Harmonie und Liebe zu schenken.

Alles, alles Liebe und weiterhin ganz viel Kraft wünscht Euch
Hugoletti

Grizabella
03.06.2004, 16:26
Liebe Kerstin,

Eineinhalb Wochen sind vergangen, seitdem ich dich hier in diesem Forum kennengelernt habe, und leider war dein Schmerz der Anlaß, es hätte auch was besseres sein können.

Diese so kurze Zeit, denn ich glaube, auch du wirst das als kurzen Zeitraum empfinden, sagt noch nicht viel aus, aber ich hoffe, dass du wenigstens ein bißchen mehr Ruhe finden konntest.

Wie sich dann so viele Gleichgesinnte in diesem Forum gefunden haben nachdem Murkel sein Leben beenden mußte, das empfand ich als sehr, sehr positiv. Normalerweise habe ich gar nicht geglaubt, wie viele Menschen ihre Tiere ganz intensiv lieben und den Verlust ihres Tieres als ganz schlimm für die eigene Seele erleben, da geht wohl immer ein Stück mit. Meine liebe alte Freundin in Amerika stellte einmal fest, dass ihr der Tod einer ihrer Katzen noch mehr weh täte als der eines Menschen, und sie fühlte sich schlecht dabei. Daran kann ich aber nichts Schlechtes finden. Wir haben dann zusammen festgestellt, warum das so ist: Tiere sind so unschuldig, wie es ein Mensch niemals sein kann, und viele von ihnen haben unendliches Leid. Schade, dass wir nicht all jenen helfen können, aber zumindest unserem Tier können wir hier ein Stückchen Paradies herstellen, das hat dein Murkel ja auch gehabt.

Komm zur Ruhe, und sei ganz lieb gegrüßt,
Helga.

eis
03.06.2004, 17:16
Original geschrieben von Grizabella
Tiere sind so unschuldig, wie es ein Mensch niemals sein kann, und viele von ihnen haben unendliches Leid. Schade, dass wir nicht all jenen helfen können, aber zumindest unserem Tier können wir hier ein Stückchen Paradies herstellen, das hat dein Murkel ja auch gehabt.

Komm zur Ruhe, und sei ganz lieb gegrüßt,
Helga.

Hallo Helga,

genau das ist es!

Liebe Grüße
Eva und Katzerei

PS.: Wollte dir ne Mail schicken, geht aber leider nicht. *snief*

DannyWa
03.06.2004, 19:34
Hallo ihr Lieben,

danke für eure lieben, tröstenden Grüße. Wisst ihr, es tut mir gut eure netten Worte zu lesen und meine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben.
Reden kann ich über unseren kleinen Murkel nicht, ich fange sofort an zu weinen. Es tut einfach so unsagbar weh.
Es heißt „Zeit heilt Wunden“, das kann nicht sein, im Gegenteil, es wird immer immer schlimmer.
Helga ich muß auch sagen, mit Murkel ist auch ein Stück von mir gegangen, auch ich empfinde den Schmerz beim Verlust eines geliebten Tieres als unsagbar groß, ich sehe es wie deine Freundin, denn die Tiere sind wirklich so unschuldig.
Du hast recht, mein kleiner Murkel hatte ein Stück Paradies, doch die Zeit war viel zu kurz.

Deine Worte:
"Tiere sind so unschuldig, wie es ein Mensch niemals sein kann, und viele von ihnen haben unendliches Leid. Schade, dass wir nicht all jenen helfen können, aber zumindest unserem Tier können wir hier ein Stückchen Paradies herstellen."
Helga diese Worte kann ich genau wie Eva nur bestätigen, genau so ist es.

Hugoletti, „Kleine Puschelnase ....“, es ist wirklich sehr traurig, und es tut mir von Herzen leid für euch. Es muss furchtbar sein, nicht zu wissen wo mein kleines Kätzchen ist, und was mit ihm ist. Ich kann nur für euch und das kleine Kätzchen hoffen und wünschen, dass sie eines Tages wieder da ist, oder dass ihr erfahrt, jemand hat sie gefunden und liebevoll aufgenommen.

Unser Murkel ist unser erster eigener Kater, den wir haben. Ich habe mich zwar immer um Katzen gekümmert, aber nicht so intensiv, es waren ja Nachbarskatzen.
Durch unseren Felix habe ich soviel über Katzen gelernt. Ich habe ständig neue Katzenbücher gekauft, um ihn richtig zu verstehen. Katzen können einem soviel geben, soviel an Liebe und Dankbarkeit, sie können so zutraulich sein. Es sind unbeschreiblich liebenswerte Wesen. Unser kleiner Murkel hat uns soviel an Liebe zurückgegeben, er war wirklich wie ein kleines Kind für uns. Als er zu uns kam, er war so wahnsinnig klein, auf unserer Hand hatte er Platz. Wir haben ihn von der ersten Sekunde an ins Herz geschlossen. Ihr müsst wissen, wir haben ihn nicht ausgesucht. Die damalige Freundin unseres Sohnes wollte ihn eigentlich haben, doch ihre Eltern wollten es nicht. Daraufhin brachte mein Sohn ihn mit zu uns nach Hause, und es war sofort um uns geschehen. Wir haben ihn so liebevoll aufgepäppelt, er war eben alles für uns. Ich weiß nicht, ob ich jemals ein anderes Kätzchen so lieben kann. Ich würde es sicherlich nur mit unseren Murkel vergleichen, und das ist dem kleinen Kätzchen gegenüber nicht fair.
Ich bewundere euch, wie habt ihr das geschafft.

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

eis
03.06.2004, 21:28
Liebe Kerstin,

es ist ja noch keine Zeit vergangen. Es ist bei dir noch alles frisch. Es dauert schon noch, bis du ohne Tränen an Felix denken kannst.

Schau, bei Moritz ist es jetzt schon 2 Jahre her und manchmal bin ich immer noch total verzweifelt und aufgelöst wegen seinem Tod. Obwohl ich meine anderen Katzen auch liebe ohne Ende. Es ist aber eine andere Liebe. Obwohl, wenn meinem Felix - es tut mir leid, aber er heißt schon seit gut 2 Jahren so - etwas zustoßen würde, da würde ich wahrscheinlich durchdrehen. Er ist ein eigenes Kitten. Er war genau 4 Wochen alt, als Moritz starb. Und - ob du es glaubst oder nicht - als wir mit dem erlösten Moritz heimkamen, sass der kleine Kerl vor mir und sah mich mit dem gleichen Ausdruck an wie Moritz immer. Er wich nicht mehr von meiner Seite und entwickelte Angewohnheiten, die ich bis dahin nur von Moritz kannte. So blieb er bei uns. Felix heißt er deshalb, weil er der glückliche ist, der bei uns bleiben durfte. Seine 5 Geschwister mußten ausziehen, haben es aber auch alle gut getroffen.
Aber bei den anderen würde ich auch zusammenbrechen.

Kerstin, es ist aber so wie mit Kindern, wir können sie nicht in Watte packen. Mein Sohn hatte vor 8 Jahren einen schweren Unfall. Er verlor jeweils 2 Glieder von 2 Fingern der rechten Hand. Das hat mich auch sehr mitgenommen, aber ich hätte es nicht verhindern können. Das passierte im Rahmen eines Betriebspraktikums von der Schule aus. Er hat einen Beruf gelernt und übt ihn auch aus.

Manche Menschen werden härter geprüft als andere. Warum? Ich weiß es nicht. Vielleicht habe ich schon einmal gelebt und war ein rechter Teufel?

Vielleicht klingt es jetzt etwas brutal: aber geh auf alle möglichen Katzenseiten und lies nur die traurigen Geschichten. Meist heißt die Seite - Regenbogenbrücke - Zum Gedenken - Zur Erinnerung.
Habe ich auch gemacht, Rotz und Wasser geheult dabei, aber durch die Schicksale der anderen und auch durch verschiedene Foren habe ich mich wieder fangen können.
Ausserdem habe ich lange Zeit Briefe mit Moritz geschrieben. In einer Kladde. Anfangs mehrmals täglich. Dann täglich, später wöchentlich und jetzt schreibe ich nur noch sehr selten. Ich bin aber ganz ehrlich: ich habe noch nicht wieder gelesen, was ich alles geschrieben habe. Dazu bin ich noch nicht stark genug.

Liebe Grüße
Eva und Katzerei

Grizabella
03.06.2004, 23:56
Hallo, Kerstin,

Murkels Geschichte hat hier ein Eigenleben entwickelt, das ist auch gut so. So sehen wir, dass wir mit unserer Trauer nicht allein sein müssen. Wenn du weiterhin willst, schreib hier immer wieder deine Gedanken rein, du wirst auch immer wieder Antwort kriegen. Über die derzeit ansteigende Intensität deiner Trauer mach dir keine Gedanken: "Alles hat seine Zeit", auch viel Zeit.

Seinem verstorbenen Tier zu schreiben, immer wieder, find ich gut. Ich habe vor drei Jahren meine Mutter verloren, was in dem Alter ganz normal ist, aber ich bin noch nicht drüber weg, werde es vielleicht nie sein. Ebenfalls von meiner Freundin in den Staaten (sie ist in Iowa daheim und hat sich offensichtlich mit eigenen Gefühlen und Empfindungen befaßt . . . hat das damit zu tun, dass sie eine Katzennärrin ist?) habe ich nach dem Tod ihrer Mutter erfahren, dass sie sehr oft mit der Verstorbenen eine Art "geistigen Chat" abhält, das tue ich bis heute mit meiner Mutter auch immer wieder. Manchmal habe ich das Gefühl, sie ist wieder da, oder sie ist jedenfalls um mich. Mit seinem verstorbenen Tier könnte man das auch tun, es ergibt sich so eine Verbundenheit, und irgendwann hält man das Tier (auch den Menschen) nicht mehr für verloren, und plötzlich sehe ich auch, dass es nicht mehr aufregend für mich ist, dass mein Lebensweg, den ich noch zu gehen habe, mit den Jahren schon viel kürzer geworden ist, weil der schon gegangene Weg lang geworden ist, und ich erwarte mir ja auch was vom Nachher . . .

Wie ich mich immer wieder an eine neue Katze gewöhnt habe? Es ist schon richtig, dass man mit der Zeit ein Mißtrauen gegenüber dem neuen Tier entwickelt, weil es Vergleichen standhalten muß. Und plötzlich sieht man seine eigene Ungerechtigkeit, weil auch das neu aufgenommene Tier nur Liebe will und soviel Liebe gibt, da sind sie so gut wie alle gleich, auch wenn ihre sonstigen Eigenheiten so verschieden sind. So hat sich noch jedes Nachfolgetier eine Kammer in meinem Herzen erobert, eine andere natürlich, als das verstorbene Tier hatte. Jeder Tierliebhaber hat viel Platz in seinem Herzen.

Das mußt du aber nicht jetzt austesten, du kommst schon drauf, wann die Zeit da ist. Darüber würde ich jetzt noch nicht nachdenken, weil der Murkel dein ganzes Herz noch einnimmt.

Kennst du die Geschichte vom "Tränenkrüglein", ich glaube, sie ist von den Brüdern Grimm? Die habe ich als Kind am meisten geliebt, obwohl mir schon klar war, dass die Weisheit daraus den Menschen viel abverlangt, nämlich das Loslassen. Wenn du magst, erzähle ich sie dir beim nächsten Mal.

Meine alte, blinde Fipsi schreit gerade ums Bett, und zwar ums gemeinsame. Drum mache ich für heute Schluß.

Ich hoffe, du findest einen erholsamen Schlaf.

Gut Nacht!
Helga.

DannyWa
04.06.2004, 22:07
Hallo ihr Lieben,

ich danke euch von ganzem Herzen für eure netten, lieben Zeilen. Eure gut gemeinten Ratschläge versuche ich auch zu beherzigen, doch Abschied nehmen zu müssen, es ist einfach so schwer. Die Erfahrung musstet ihr ja leider auch schon machen. Ich spreche auch ständig mit meinem Murkel.
Mir geht es zur Zeit gar nicht gut, ich fühle mich so völlig leer, habe an nichts mehr Freude. Was haben wir mit bzw. über unseren kleinen Murkel gelacht, was hatten wir immer für einen Spaß, wie haben wir uns immer über ihn gefreut, beim Schlafen zugeschaut, beim Spielen, beim Essen, doch nun, es ist alles vorbei, es ist einfach alles vorbei, es ist alles so sinnlos geworden.
Unseren Nachbarn, das Verhältnis ist sehr gut, gehe ich im Moment auch aus dem Weg, ich möchte einfach niemanden sehen. Sie mochten unseren kleinen Murkel auch sehr, und es tut ihnen auch sehr leid, doch ich kann mit ihnen einfach nicht darüber reden, ich weine und weine und weine. Sind wir einkaufen, möchte ich gar nicht nach Hause fahren, ich möchte nicht in unser Haus gehen, es ist keiner mehr da, der uns freudig empfängt, unser Murkel ist einfach nicht mehr da, ich weine schon während der Autofahrt. Unser Haus es ist so furchtbar ruhig geworden, es ist irgendwie ganz leer.
Wir sind mit meinem Mann jetzt beide allein, unser Sohn studiert an einem anderen Ort. Der kleine Felix war eben unser ein und alles.
Ich habe vor einpaar Tagen eine etwas größere Katze aus Gips gekauft, beim ersten Blick, sie hat ein Gesicht wie unser Murkel, die Augen sind aus Glas, große Kulleraugen wie unser Murkel. Sie ist schwarz-weiß bemalt, ich korrigierte das etwas, bemalte sie so wie unser Felix aussieht. Diese Katze setzte ich heute auf sein Grab, ich hielt diese Katze in meinen Armen, ich wollte sie nicht loslassen, ich dachte, ich hätte unseren Murkel im Arm, ist das normal? Habe ich da einen Fehler gemacht, sollte ich sie lieber nicht dort hinsetzen, aber ich dachte beim ersten Anblick, das ist mein Murkel, die Katze muß auf sein Grab.
Ich habe noch nie so einen tiefen Schmerz und wahnsinnige Traurigkeit empfunden, wie den Abschied von meinem kleinen Murkel, er war doch noch so klein, er braucht mich doch. Meine Gedanken drehen sich nur um ihn. Ich habe von ihm nur die Katzentoilette und die Näpfe weggeräumt, alles andere steht noch an seinem Platz, wird auch nicht weggeräumt. Die Kratzbäume, sein Kissen, sein Essen, die Leckerli, alles bleibt wo es immer war und ist. Ich denke immer, irgendwann muss er doch wieder kommen.
Liebe Helga, die Geschichte vom "Tränenkrüglein" kenne ich nicht, wenn du möchtest erzähl sie mir bitte.
Die Geschichte von dir liebe Eva mit dem kleinen roten Kater ist auch sehr schön, auch sehr traurig, geht unheimlich ans Herz, ich habe anstelle des kleinen roten Katers immer meinen kleinen Murkel gesehen.
Wie soll ich das bloß ohne unseren Murkel aushalten, habe ich nicht einen einzigen Wunsch frei, nur einen einzigen: Ich möchte meinen Murkel wieder haben, ihn nur einfach wieder haben.

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

eis
04.06.2004, 23:15
Oh ja, Kerstin, das Gefühl der inneren Leere kenne ich auch sehr gut.
Ich habe zwar keine Katzenfigur, aber ich habe an unserer Balkontüre eine Katzenfigur, die aussieht, wie mein Moritz. Habe ich mit diesen Fensterfarben selber gemacht. Die hing schon da, als er noch lebte. Und anfangs dachte ich immer, da sitzt doch mein Moritz. Jetzt muß ich jedesmal beim Fensterputzen sehr aufpassen, dass ich diese Katze nicht zerstöre, denn die soll dort bleiben.
Bei uns im Garten sind 3 kleine Gräber nebeneinander. Auf jedem liegt ein Kieselstein in der Farbe, die das Fell hatte. Ansonsten könnte man es für Blumenbeete halten, wenn an der Holzumrandung keine Tafel mit Namen und Todestag angebracht wäre. Ich stehe oft dort und rede mit den Kleinen. Die Nachbarn erklären mich wahrscheinlich für verrückt, wenn sie wissen, was ich dort tue. Hören können sie nichts, dafür sind ihre Grundstücke zu weit weg.

Liebe Kerstin, lebe deine Trauer aus. Und eines Tages kommt der Tag, wo der stechende Schmerz etwas dumpfer geworden ist und du mit einem Lächeln an die schöne Zeit mit Murkel denken kannst. Allerdings werden auch immer wieder Tage der Tränen dazwischen sein. Das kann dir keiner nehmen.
Ich habe lange die Fotos von Moritz nicht ansehen können. Das letzte Foto von ihm entstand einen Tag vor seinem Unfall und der Film kam erst später zum Entwickeln. Als ich das Foto sah, brach ich sofort wieder in Tränen aus. Moritz hatte so einen traurigen Blick, als wenn er gewußt hat, was auf ihn zukommt.

Liebe Kerstin, ich wünsche dir von Herzen, dass du an deiner Trauer wächst.

Stille Grüße
Eva und Katzerei

biber
05.06.2004, 11:35
Hallo alle miteinander.....

ich habe heute nacht von meiner Metzi geträumt..... den ganzen morgen könnt ich heulen.... sie fehlt mir sooooo unwahrscheinlich....

Nächsten Mittwoch bekomm ich mein neues Katzenbaby, aber heute kann ich mich irgendwie nicht richtig darauf freuen. Mir geht es seit ein paar Tagen sehr schlecht, früher hat mir an solchen Tagen immer meine Katze geholfen.... und jetzt ist sie nicht mehr da !

Eigentlich wollte ich die Berichte hier nicht mehr lesen (ich überschwemm immer die Tastatur dabei...), aber irgendwie tut es echt gut, wenn man "Gleichgesinnte" findet.

Nach diesen Zeilen geht es mir jetzt schon besser, leider habe ich ausser Euch niemanden, mit dem ich so reden bzw. schreiben kann.

Ich wünsche Euch allen alles, alles Gute...

Biber


Die Zeit heilt nicht alles.... aber sie rückt vielleicht das Unheilbare aus dem Mittelpunkt (Ludwig Marcuse)

eis
05.06.2004, 12:32
Hallo Biber,

es gibt nur wenige Menschen, die Verständnis haben, dass man um ein Tier trauert. Und zwar sehr intensiv trauert. Die wenigsten davon würden es "öffentlich" von Angesicht zu Angesicht zugeben. Hier können wir darüber schreiben, denn es gibt viele Gleichgesinnte, die diesen Weg nutzen, alles zu verarbeiten, mal loszuwerden.

Ich hatte das Glück, auf diesem Weg schon einige liebe Freundschaften zu schließen, die hier bei der Trauer einen Anfang nahmen. Und ich habe auch schon einige der Menschen, die hier hinter den Tastaturen und Bildschirmen sitzen, kennenlernen können. Erst war es diese Trauer, die wir gemeinsam hatten, aber es kamen nach und nach, nachdem der erste Schmerz sich gelegt hatte, viele andere Aspekte hinzu.

Liebe Biber, ich wünsche dir, dass dich das neue Kätzchen ablenkt. Du wirst sehen, es wird dein Herz im Sturm erobern und dir wieder viele frohe Stunden bescheren. Keine Angst, Metzi wird immer ihr eigenes Stück von deinem Herzen haben.

Liebe Grüße aus dem kalten verregneten Oberbayern
Eva und Katzerei

Grizabella
05.06.2004, 14:26
Liebe Kerstin,
und alle die dies lesen wollen,

Hier ist die Geschichte vom Tränenkrüglein, und ich bemühe mich, sie so einigermaßen in den Originalzügen wiederzugeben, bitte aber um Verständnis, sie stammt aus meiner Kindheit, und die ist ein geraumes Weilchen her.

"Eine Mutter hatte ein Töchterchen, das sie innig liebte, es war ihr ein und alles. Das Töchterchen wurde leider sehr krank, es konnte ihm auch kein Arzt mehr helfen, und so starb es.

Die Mutter war untröstlich, sie weinte und weinte, die Tränen wollten nicht versiegen, sie war zu nichts mehr anderem fähig als zu weinen.

Eines Nachts erschien das Töchterchen seiner Mutter, es war so schön wie eh und je, die Mutter erstarrte, dachte es sei zurückgekommen und hörte plötzlich auf zu weinen.

Das Töchterchen aber sagte: "Schau, ich kann meine Ruhe nicht finden, wenn du soviel weinst und am Leben nicht mehr teilhaben willst. Ich habe ein Krüglein mitgebracht, in dem ich deine Tränen gesammelt habe. Es ist fast voll, wenn es überläuft, bedeutet das, dass ich für den Rest der Ewigkeit meine Ruhe verloren habe."

Es strich der Mutter einmal sacht übers Haar, dann war es verschwunden.

Die Mutter konnte nicht mehr einschlafen, sie dachte nach. Anderntags bemühte sie sich ihr Leben wieder aufzunehmen, denn sie verstand das als Bitte und Auftrag ihres verstorbenen Töchterchens."

So oder so ähnlich. Ich verstehe es natürlich nicht als dahingehend, dass man auf der Stelle das Weinen und die Trauer stoppen sollte, denn wie sollte das gehen. Ich meine ja selbst, dass man sich Zeit dafür lassen muß und mit sich selbst freundlich umgehen soll, bloß keine Zwänge.

Aber im Laufe der Zeit wird es wieder Aufgaben geben, an denen man nicht vorbeigehen sollte, die vielleicht kurzfristig und dann auch länger ablenken können. Wie man sich das einteilt, ist individuell. Kann ja sein, dass der kleine Murkel in seinem jetzigen Dasein das auch so sieht.

Grüße an dich, Kerstin,
und an alle Katzenfreunde,
Helga.

DannyWa
06.06.2004, 00:13
Hallo ihr Lieben,

danke für eure Zeilen, sie geben mir so viel Trost. Reden kann ich außer mit meinem Mann und meinem Sohn auch nicht über unseren kleinen Murkel, die anderen, sie verstehen mich zwar, aber ich muß dann immer nur weinen. Beim Schreiben und beim Lesen eurer Zeilen laufen zwar auch die Tränen, aber es beruhigt mich auch irgendwie. Wißt ihr, ich habe mal folgendes gelesen: - Wer nicht in der Lage ist ein Tier zu lieben und nicht fähig ist um sein Tier zu trauern, diese Menschen sind im Grunde "arm". - Dem muß ich völlig zustimmen. Diese Menschen wissen nicht, wieviel Liebe einem ein geliebtes Tier geben kann, was man von einem Tier alles lernen kann. Für mich sind es Familienmitglieder wie jeder andere auch. Ich trauere um unseren Murkel, denn er fehlt uns wahnsinnig sehr, wir lieben ihn über alles und er hat es verdient, er hat uns soviel gegeben, das ist das einzige, was wir ihm noch geben können, unsere Tränen, unsere liebevolle Erinnerung. Wer das nicht versteht, tja, der hat eben ein Problem, aber das ist dann nicht meines.
Wir waren jetzt schon mehrmals zum Grillen eingeladen, wir gingen aber nicht hin. Ich kann mich nicht in eine fröhliche Runden setzen, das geht einfach nicht, dafür tut mir mein Herz zu weh. Als unser Murkel noch bei uns war, stand sein Wohl immer an erster Stelle, so war zum Beispiel Silvester bei uns im Ort in der Gaststätte eine Party angesagt, da wir gegenüber wohnen, mit starker Knallerei zurechnen war, sind wir Silvester zu Hause geblieben, damit unser Murkel keine Angst haben brauchte. Oder, meine Mutti lag im Krankenhaus, es war abgesprochen, dass ich ihr die Haare eindrehen sollte, doch an diesem Tag wurde unser Murkel krank, man merkte ihm an, er fühlte sich nicht wohl, hat ständig gebrochen, ich habe meiner Mutti abgesagt, um mich um unseren Murkel zu kümmern, das war mir viel wichtiger, die Haare konnten auch einpaar Tage später gemacht werden, aber mein Murkel brauchte mich an diesem Tag. Noch ein Beispiel, unser Murkel hatte immer bestimmte Plätze wo er gern saß, z.B. einen Sessel, hatten wir Besuch und der Gast saß auf diesen Sessel, und ich merkte dass Murkel sich genau dort hinsetzen wollte, er lief dann immer um ihn herum, bat ich den Gast, sich doch bitte woanders hinzusetzen, und unser Murkel war wieder zufrieden. Sind wir mal einen Tag für etwas länger weggefahren, stellte ich die Klingel ab, damit er sich nicht erschreckt, wenn er schläft. Wir sind schon gar nicht mehr so oft wie früher weggefahren, nur um bei unserem Murkel zu sein, damit er nicht alleine ist. Er war eben der Mittelpunkt in unserem Leben.
Der kleine Felix, er ging uns immer vor, es war immer so schön mit ihm. Von unseren Bekannten wußte das auch jeder. Wer es dann nicht ganz so sah, naja, dann eben nicht, das störte uns nicht. War er mal krank, wir fuhren zum TA, ich habe beim TA so geweint, der TA wußte gar nicht, was er sagen sollte, Murkel bekam eine Spritze und alles war wieder okay, aber mir tat der kleine Kerl so leid, es tat mir selbst so weh. Bei der Kastration z.B., er bekam die Narkosespritze, gefiel ihm gar nicht, sprang vom Tisch, ich nahm ihn in meine Arme bis die Narkose wirkte und der TA sagte - Nun legen sie den kleinen Kerl doch bitte wieder hin. - Tja, so lieben wir den kleinen Kerl, und nun .... .
Ich sehe ständig seine großen Kulleraugen, wie sie mich anschauen, doch ich kann sein kleines Köpfchen nicht mehr berühren, wie soll ich das jemals ohne ihn schaffen. Wir brauchen ihn doch, wir möchten seine Wärme spüren, wie sollen wir ohne ihn leben.

Liebe Biber, dir wünsche ich mit deinem kleinen Kätzchen viel Freude, es wird dir für deine Liebe sehr dankbar sein.

Deine Geschicht liebe Helga, sie ist sehr schön, und ich muß auch zugeben, nach dem ersten mal Lesen, ich mußte den Computer ausmachen und habe geweint und geweint. Ich habe mich an Felix sein Grab gesetzt, dort sitze ich manchmal stundenlang. Was sie zum Ausdruck bringen möchte, es ist schon richtig, wenn ich dazu in der Lage bin, werde ich vielleicht auch mal wieder etwas lachen können, doch im Moment, es wird noch lange, lange dauern.

Liebe Eva, laß die Nachbarn denken, was sie möchten, ich sitze jetzt auch oft an Murkel sein Grab und rede mit ihm.
Auch die Kerze, sie darf nie ausgehen, ich wechsele sie schon vorher aus. Sie brennt Tag und Nacht, ununterbrochen.
Ich sitze immer da, und möchte ihn so gern wieder in meinen Armen halten, ich möchte ihn wieder bei uns haben, ich möchte ihn nur wieder bei uns haben.

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

eis
06.06.2004, 09:28
Liebe Kerstin,

die Nachbarn können denken und reden was sie wollen. Ich bin bei uns als die Katzenverrückte verschrien. Ich sehe das als sehr großes Kompliment. Und zur Katzenverrücktheit gehört es für mich auch, dass die bereits verstorbenen Kätzchen noch zur Meute zählen.
Für uns war der Winter 2001/2002 ganz schrecklich. Erst verloren wir Max, das Brüderchen von Moritz, an Hirnhautentzündung. Er wurde nur 14 Wochen und Moritz Leben hing auch am seidenen Faden. Dann kam Susi als Notfall mit ihrem Kitten Nermal. Die beiden schleppten die Katzenseuche ein. Nermal starb nach einer Woche harten Kampfes, Susi konnte gerettet werden. Wieder mußten wir um Moritz bangen, denn er konnte wegen der vorangegangenen Krankheiten noch nicht geimpft werden. Der kleine Sonnenschein überstand auch das. Er war für uns auch wie unser Baby. Soviel hatten wir mit ihm schon durchgemacht. Er war damals, als er kam, nur halb so groß wie sein Brüderchen und doch hatte er ein Kämpferherz. Als er dann fit war (er litt seit der Geburt auch noch an extremen Durchfall) und gesund und er anfing, Spaß am Leben zu haben, da ereilte ihn der Unfall. Als ich ihn gefunden hatte, schrie ich so sehr, dass sich das halbe Dorf bei uns im Hof versammelte. Das war mir nicht peinlich, auch später nicht. Ein paar Wochen später kam meine Nachbarin zu mir rüber, eine schon sehr alte Bäuerin, und erzählte mir, dass sie ihre Katzen auch so liebte, dass sie aber ihre Trauer nicht zeigen durfte, weil das ja bei Landwirten zum Tagesgeschäft gehört, Tiere zu schlachten. Und Katzen sind z.T. auch heute nur geduldete Wesen, damit die Mäuse nicht überhand nehmen. Zu dieser Frau habe ich heute ein recht inniges Verhältnis. Ihre Katze, die sie jetzt hat, ist schon 17 Jahre und natürlich schon lange kastriert. Sie hat nun Angst, dass die Katze bald nicht mehr leben wird. Damit würde ihr ein Stück Lebensinhalt verloren gehen. Die Frau ist über 80, und bei dem Gespräch mit ihr flossen meine Tränen auch ungehemmt. Obwohl ich sie fast nicht kannte, denn wir wohnten zu der Zeit noch nicht lange hier.

Ich denke, jeder, der Tiere liebt, hat mit dieser Trauer und der inneren Leere zu kämpfen. Aber er hat auch ein großes Herz, wo viel Liebe für die verstorbenen und auch für lebende Tiere vorhanden ist. Im Herzen leben alle meine Lieblinge noch, obwohl meine erste Katze schon vor über 30 Jahren gestorben ist.

Stille Grüße
Eva und Katzerei

DannyWa
07.06.2004, 21:35
Liebe Eva,

"Katzenverrückte", das ist wirklich ein großes Kompliment, denn nicht jeder bringt für Katzen soviel Verständnis und Liebe auf. Deinen Moritz, du hast ihn auch sehr geliebt. Nun hatte er schon soviel überstanden, und dann ... . Warum müssen immer diese schrecklichen Unfälle passieren, die Tiere haben doch niemandem etwas getan, sie sind doch so lieb. Ich werde das nie begreifen.
Ich frage mich jeden Tag, warum .... , warum .... , warum .... ist das geschehen. Der Alltag könnte doch so schön sein, so wie es immer war, doch unser kleiner Murkel ist nicht mehr bei uns. Es ist einfach alles so traurig und sinnlos.
Manchmal habe ich das Gefühl, er wäre noch im Haus. Warum kann niemand die Zeit zurück drehen, ich würde alles dafür geben. Wir brauchen unseren Felix einfach zum Leben, wir brauchen ihn.
Deine Nachbarin, ich kann sie zu gut verstehen, als unser kleiner Murkel gegangen ist, ging auch ein Teil meines Herzens, es ist ohne ihn einfach nicht mehr schön. Wir haben nur den einen, den wir so sehr lieben, doch ... .
Ach Eva, du weißt ja selbst wie traurig das ist.

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

eis
07.06.2004, 22:21
Hallo Kerstin,

laß dich virtuell einfach mal in den Arm nehmen.

Ich habe auch lange Zeit das Gefühl gehabt, Moritz streicht noch um meine Beine oder er kommt gerade um die Ecke. Das ist ganz normal. Manchmal habe ich das Gefühl, er ist immer noch um mich. Er hat mich nie wirklich verlassen. Und eigentlich hat er das auch nicht. Da er sein ganz eigenes Stück von meinem Herzen hat, ist er ja immer hier.
Obwohl wir wieder ein Katerchen haben, dass von der Fellfärbung Moritz ähnlich sieht, komme ich nie auf den Gedanken, Jimmy deshalb mit ihm zu vergleichen. Auch Nasenbär, der ja ähnliche Wesenszüge zeigte wie Moritz, sehe ich als Individuum. Ok, manchmal frage ich mich, ob Moritz heute auch so wäre. Moritz wurde ja nur 10 Monate alt, während Nasenbär jetzt schon über 2 Jahre ist.
Aber ich freue mich an jeder Katze und deren Individualismus. Jeden Tag lerne ich mit den Samtpfoten etwas Neues, habe auch immer wieder was zu lachen und zum Freuen.
Mein Herz teilen sich derzeit 7 eigene verstorbene Katzen, 8 im Moment bei uns lebende Miezen und ich weiß nicht wie viele Kätzchen, die kurzfristig bei uns waren und gute Plätze gefunden haben. Und auch die Katzen, die unserer Familie lebten (das waren einige) und jetzt noch leben (3 ältere Kater bei meinen Eltern).
Bei dem Todesfall einer Katze stirbt immer ein Stück von uns, ABER: durch die anderen Katzen, die danach kamen, wurde immer wieder ein Stück neu aufgebaut.

Stille Grüße
Eva und Katzerei

Grizabella
08.06.2004, 11:06
An alle Katzenliebhaber,

Katzenverrückt zu sein, ist doch nicht das Schlechteste. Nach allen Erfahrungen mit beiden Gattungen, Menschen und Katzen (oder auch anderer Tiere) sind mir die Komplimente der Letzteren viel, viel wichtiger als die Meinungen der Menschen im allgemeinen - weil sich leider viel zu viele Menschen als Gottheit sehen. Wenn die Katze sich als Gottheit sieht, was sie ja zuweilen tut, wie wir alle wissen, ist das etwas ganz anderes. Sie geht ja auch von anderen Voraussetzungen aus, und von ihrer reinen Seele, allerdings nicht immer von einem reinen Gewissen.

Man muß sie einfach lieben, wer es nicht tut, ist verdächtig.

DannyWa
09.06.2004, 23:20
Hallo Eva und Helga,

heute ist wieder ein ganz, ganz trauriger Tag, ich stehe zur Zeit so richtig neben mir, irgendwie ist mein Leben stehengeblieben.
Wißt ihr, wir haben uns irgendwann mal gesagt, wir sind jetzt 41 und können wenn wir Glück haben mit unserem kleinen Murkel alt werden. Das waren immer unsere glücklichen Gedanken, und nun ... ? Warum ist uns dieses Glück genommen worden? Murkel war unser Lebensinhalt, ohne ihn, das geht einfach nicht. Heute habe ich seine Fotos in große Bilderrahmen gemacht, einen verziert mit den getrockneten Rosenblättern, weiß und rot von seinem Grab, sieht sehr schön aus, doch was nützt ihm und auch uns das, er kommt einfach nicht wieder. Wenn ich so Sachen zu seinem Andenken mache, dann denk ich immer, er schwirrt um mich herum, er ist dann immer so gegenwärtig, doch irgendwann holt mich dann die traurige Wirklichkeit wieder ein. Heute sehe ich wiedermal in nirgendetwas einen Sinn.
Ach Eva, du hast wirklich ein großes Herz für deine Katzen, du denkst an jedes deiner verstorbenen Miezen, dann hast du noch 8, manchmal auch noch mehr, es zeigt, du bist sehr Tierlieb, du liebst jede einzelne Katze so wie sie ist, das ist sehr schön und sie werden dir dafür sehr dankbar sein. Dein Satz: - Jeden Tag lerne ich mit den Samtpfoten etwas Neues, habe auch immer wieder was zu lachen und zum Freuen. - Genau das war bei unserem Murkel auch so, ich habe durch diesen kleinen Kerl wirklich soviel gelernt, was haben wir für Freude jeden Tag an ihm gehabt, jeden Tag hatten wir etwas zu schmunseln.
Auch deine Worte Helga: - ... Menschen und Katzen (oder auch anderer Tiere) sind mir die Komplimente der Letzteren viel, viel wichtiger als die Meinungen der Menschen im allgemeinen - ... .
Diese Einstellung habe ich auch, mir ist doch egal was die Leute sagen, wenn ich z.B. zu Hause bleib, da mein Murkel sich nicht wohl fühlt und er mich braucht, hauptsache unserem Murkel geht es gut, die anderen sollen doch denken was sie wollen, entweder sie verstehen es oder eben nicht. Unser Murkel hat es uns immer auf seiner Art und Weise gedankt.
Uns ist so schwer uns Herz, als wenn unser eigenes Kind von uns gegangen wäre, er war eben wie ein Kind für uns.

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

eis
09.06.2004, 23:51
Liebe Kerstin,

ja, mit den Katzen ist es sehr abwechslungsreich, denn jede hat ihre Eigenheiten. Ob mein Waschmaschinendiesel (leckt mich immer ab und schnurrt gleichzeitig wie verrückt), mein auf dem Rücken schlafender Schranköffner, meine aufgedrehte Bonsaikatze oder der alte Opi Tiger - jeder erfreut und unterhält mich auf seine Weise. Ganz ehrlich, einige Verhaltensweisen erinnern an verstorbene Katzen, aber nur einige. Jede einzelne Katze ist so etwas von einmalig, das habe ich beim Menschen oder auch bei anderen Tieren noch nie erlebt. Da hat doch jeder irgendwie ein Grundschema, das ich bisher bei Katzen noch nicht entschlüsseln konnte.

Liebe Kerstin, ich wünsche dir, dass dein Schmerz langsam von stechend zu dumpf wird.
Ich kenne das, ich bin auch schon von der Arbeit heimgefahren, wenn es einer der Katzen nicht gut ging. Oder später gekommen, weil der TA wichtiger war. Meine Arbeitskollegen sagen schon nichts mehr. Immerhin habe ich es letztes Jahr gebracht, dass ich in meiner Mittagspause den Hilferuf einer Katze hörte, runtergestochen bin und mit Katze auf dem Arm wieder im Büro stand. Danach bin ich sofort ins nächste Geschäft, habe was zu Futtern und Katzenstreu besorgt. Eine Kollegin hat einen alten Karton aufgetrieben, den wir als KaKlo umfunktionierten. Ein Schüsselchen mit Wasser und ein Unterteller als Fressnapf waren auch gleich organisiert. Den Kater habe ich dann mit heim genommen. Keiner hat ihn vermißt. Später konnte er dann vermittelt werden. Aber seither schütteln meine Arbeitskollegen zwar noch mit dem Kopf, aber sie akzeptieren meine Tierliebe.

Stille Grüße
Eva und Katzerei

DannyWa
11.06.2004, 23:39
Liebe Eva,

tut mir leid, aber ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Was soll ich nur ohne unseren kleinen Murkel machen?
Meine ersten Gedanken sind für Felix bestimmt, die letzten Gedanken bevor ich eventuell einschlafe sind für Felix bestimmt, von früh bis abend, er fehlt uns so sehr. Ich möchte ihn so gern wieder haben. Wir möchten wieder mit ihm kuscheln, ich möchte ihn einfach nur wieder in den Arm nehmen, ich möchte seine großen Kulleraugen sehen, ich möchte seine Wärme spüren. Mein Verstand sagt mir ja, es geht leider nicht, so wahnsinnig traurig und schmerzhaft es auch ist, aber mein Herz, es begreift es nicht, es möchte ihn hier haben, einfach nur wieder hier haben.

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

eis
12.06.2004, 08:47
Liebe Kerstin,

ich kann dich gut verstehen. Mir ging und geht es teilweise mit Moritz heute noch so.

Aber überlege doch einmal: Felix hat dein Herz für die Samtpfoten geweckt. Meinst du nicht, dass er es schön finden würde, wenn du wieder so einen kleinen Wesen ein liebevolles Heim bieten würdest? Nicht um Felix zu vergessen, das schafft niemand, aber um wieder Freude an Katzen und am Leben zu haben.

Tiefe Trauer beweist, dass wir zu großer Liebe fähig sind. Und Liebe kann unendlich sein.

Vielleicht habe ich ein etwas anderes Verhältnis zu Leben und Sterben - gut möglich. Ich hatte mit 19 Jahren einen sehr schweren Autounfall, wo ich bereits mit meinem Leben abgeschlossen hatte. Dadurch sehe ich das Leben und besonders auch mein Leben mit ganz anderen Augen. Ich habe Platz für Trauer, aber auch für viel Liebe. Und ich genieße jeden Tag, als ob es mein letzter wäre. Nicht weil ich schon so alt bin, nein, weil ich einfach weiß, wie jäh das Leben zu Ende sein kann. Unglücksfälle (sowohl bei Mensch und Tier) verfolgen mich schon mein Leben lang. Keine Ahnung, was ich angestellt habe, um diese Prüfungen alle zu bekommen. Aber, ich lasse mich dadurch nicht unterkriegen. Nach der Zeit der intensiven Trauer packe ich das Leben mit neuem Schwung an. Wahrscheinlich mußte das alles sein, damit mein Leben auch den Sinn bekam, den es heute hat. Ich bin dadurch vielleicht einen Tick zu hart den Menschen gegenüber geworden, aber das soll wohl so sein.

Liebe Kerstin, ist der Schmerz noch so stechend, oder wird er langsam etwas dumpfer?

Ich habe meinem Moritz noch über ein Jahr nach seinem Tod Briefe geschrieben und mit jedem Brief (meist abends im Bett) wurde der Schmerz über seinen Verlust ein wenig milder. Ist das für dich auch eine Möglichkeit?

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, lenk dich ein wenig ab! Werde mich frühestens Donnerstag wieder melden können, denn ich fahre für ein paar Tage zu meinem Sohn (knapp 600 km weit weg).

Stille Grüße - auch an unsere Lieblinge hinter der RBB
Eva und Katzerei

DannyWa
15.06.2004, 20:56
Liebe Eva,

ich hoffe du hattest einen schönen Urlaub bei deinem Sohn.

der Schmerz um unseren kleinen Felix ist genauso stark wie am ersten Tag, er sticht und sticht und sticht. Heute bin ich von der Arbeit nach Hause gekommen und habe wieder unendlos geweint. Ich kann mich nicht damit abfinden, dass er mich nicht mehr lautstark begrüßt, dass er nicht mehr um meine Beine schwänzelt, dass er nicht mehr da ist, um gefüttert zu werden usw.. Wenn ich jetzt nach Hause komme, es wartet niemand mehr auf mich, es ist alles so trostlos und alles so leer. Ich weiß auch nicht, wie es weiter gehen soll. Ich liebe diesen kleinen Murkel wirklich unbeschreiblich.
Ich weiß auch nicht, ob ich jemals in der Lage sein werde, um mir ein kleines neues Kätzchen zu holen, sicherlich wäre es einerseits sehr schön, aber es würde mir so vorkommen, als würde ich unseren kleinen Murkel verraten. Weiterhin weiß ich nicht, ob ich es fertig bringen würde, seine Bilder von den Kratzbäumen zu nehmen, es waren ja schließlich seine, und das müßte ich dann für das neue Kätzchen tun. Ich bringe das nicht übers Herz. Auch hätte ich zuviel Angst, diese Mieze wieder zu verlieren. Auch ist unser kleiner Murkel im Haus so gegenwärtig, ich weiß einfach nicht weiter.
Ich rede jeden Tag ständig mit ihm, als wäre er bei mir. Auch warte ich jeden Abend auf den ersten Stern, erst dann gehe ich irgendwie beruhigt rein.
Weißt Du Eva, mit dem Verhältnis Leben und Sterben kann ich eigentlich schon umgehen, nur bei unserem Felix komme ich damit nicht klar.

Eva weißt Du, es ist irgendwie eigenartig, aber auch ich hatte mit 20 Jahren einen Autounfall. Die Augenzeugen befürchteten schon das Schlimmste. Es sah schlimmer aus, als es glücklicherweise war. Ich hatte sehr viel Glück. Auch ich genieße jeden Tag, mein Leben hat sich nach diesem Unfall ganz schön verändert, ich freue mich an Dingen, die früher für mich selbstverständlich waren, z.B. freue ich mich über Gänseblümchen auf der Wiese, über Vögel, die singen usw. .
Besonders freute ich mich über unseren kleinen Murkel, er brachte soviel Freude in unser Haus, und nun ... .

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

eis
16.06.2004, 09:04
Liebe Kerstin,

ich bin immer noch bei meinem Sohn, bzw. jetzt noch im Hotel. Heute hat mein Sohn Geburtstag und wir werden ganz gemütlich und leise feiern. Mein Sohn hat nämlich seit Sonntag auch eine Katze. Ein kleines scheues Wesen, dass sich bisher noch überwiegend versteckt.
Er hatte mich am Freitagabend angerufen, ob ich nicht ne Mieze wüßte, die ein gutes Heim sucht. Da ist er ja bei mir an der richtigen Stelle. Keine Angst, ich habe kein Tier von uns mitgenommen, wäre ja Quälerei gewesen, weil ich am Samstag noch in Dortmund war. Aber von dort habe ich ihm einen kleinen Notfall mitgebracht.
Nun liegt der große Kerl vor der Ecke, wo sich die Miez verkrochen hat, auf dem Boden und flötet mit zärtlicher Stimme: Ich hab dich lieb, auch wenn du dich versteckst.
Ein Bild für die Götter!

Ich weiß, dass du Angst hättest, noch einmal ein Kätzchen zu verlieren. Mit dieser Angst muß ich auch tagtäglich leben, denn von unseren Katzen sind nach wie vor 2 Freigänger. Ganz zu schweigen von den Streunerkatzen auf dem Hof. Wenn da mal eine nicht pünktlich zum Fressen erscheint werde ich unruhig. Meist taucht sie aber dann wenigstens am nächsten Abend wieder auf. Obwohl, manchmal lassen sie sich wochenlang nicht blicken. Dann suche ich immer die Straßenränder ab, ob sie überfahren worden ist. Besonders schlimm ist das Gefühl für mich, wenn die Wiesen gemäht werden. Nach dem Erlebnis mit Moritz drehe ich da immer halb durch. Das wird mich wohl bis ans Lebensende verfolgen und es wird eigentlich jedes Jahr schlimmer.
Mich konnten in der ersten Zeit nach Moritz Unfall auch die anderen Katzen nicht trösten. Sie waren zwar noch viel braver, als sie sonst sind, aber ich nahm es garnicht richtig wahr. Erst als mir auffiel, dass Bandit auch sehr trauerte (er war sozusagen Adoptivvater von Moritz) erwachte ich langsam aus der Erstarrung. Bandit war dann auch noch eine Woche spurlos verschwunden, da stand ich tatsächlich kurz vor dem endgültigen Durchdrehen. Ich habe nur noch geheult und als mir Bandit - nach einer Woche - endlich in die Arme sprang (wortwörtlich) heulte ich den Rest des Tages. Teils aus Erleichterung, teils aus Trauer und Wut.
Es hat bei mir über ein Jahr gedauert, bis ich ohne Tränen an Moritz denken konnte und über ihn reden konnte. Ob das normal ist, weiß ich nicht, für mich schon.
Wobei mir heute noch manchmal die Tränen bei dem Gedanken an ihn in die Augen schießen. Aber ich denke gerne an die schönen Monate mit ihm zurück, und was er uns alles gegeben hat. Mein Mann und ich können jetzt auch über ihn und den Blödsinn, den er angestellt hat, reden ohne zu weinen.

Diese Zeit wird bei dir auch kommen!

Morgen fahre ich wieder Richtung Heimat, dann bin ich auch wieder normal hier im Forum. Jetzt gehts halt nur ab und zu.

Stille Grüße
Eva - bis morgen noch ohne Katzerei

Tigermama
17.06.2004, 10:26
Liebe DannyWa,
deinen Beitrag verfolge ich ständig, weil er meine Trauer so wiederspiegelt. Meine Gini wurde vor 3 Wochen überfahren und es vergeht kein Tag an dem ich keine Tränen vergieße. Auch ich bin mir wie eine Verräterin vorgekommen, als ich vor einer reichlichen Woche eine neue Mietze aus dem TH holte. Aber ich habe es für Charly getan, der mindestens genauso trauert wie ich. Charly war der Spielgefährte meiner Gini und ist noch genauso jung, wie meine Gini sterben musste - 2 Jahre - Jeden Tag habe ich Angst, dass meinem Charly das gleiche Schicksal wiederfährt wie Gini, wenn er nicht pünktlich nach Hause kommt (er ist Freigänger) und auch die kleinen Lucy, so heisst unser neues Familienmitglied, wird einmal Freigängerin werden, da auch sie es nicht anders gewöhnt ist. Ich glaube, wenn man Katzen liebt, muss man mit dieser Angst leben. Was ich dir sagen will, trotz meiner wahnsinnigen Trauer um Gini ist es der kleinen Lucy gelungen, heimlich in mein Herz zu schleichen und wieder etwas Normalität in mein Leben zu bringen. Meine Gini, sowie all meine bereits verstorbenen Tiere, werde ich trotzdem nie vergessen und ich hoffe, sie einmal wieder zu sehen! Mittlerweile denke ich auch, dass es Gini nicht gewollt hätte, dass wir vor lauter Trauer anderen armen Tieren kein neues zu Hause geben. Auch wenn sie zu Lebzeiten anderen Katzen nicht mochte. Vielleicht gehst du mal an ihr Grab, fragst sie und irgendwann wirst du eine Antwort erfahren.
Sei lieb gegrüßt
Tigermama

Grizabella
17.06.2004, 13:55
Hallo, Kerstin,

Ich kann mir schon vorstellen, dass für dich noch immer gelten muß: Zeit lassen. Man kann zwar versuchen, sich ein bißchen abzulenken, aber man kann schlecht davonlaufen vor der Trauer. Wenn ich um irgend ein liebes Tier oder einen Menschen getrauert habe, kam ich mir manchmal dazu verdammt vor, weiterleben zu müssen, und das ist besonders in diesen Zeiten eine nicht einfache Aufgabe, aber es ist eine.

Gerade um Katzen wird oft so intensiv getrauert; ich meine, die können uns in die Seele schauen. Der Hundebesitzer (war ich auch schon) wird dasselbe von seinem Hund sagen. Viele Menschen verstehen das aber auch nicht, vielleicht, weil sie keine Seele haben.

Gestern fand meine Tochter auf der Wiese hinter ihrem Haus eine aus dem Mäulchen blutende Katze, völlig entkräftet, mit Flohhalsband. Sie nahm an, die Katze hätte einen Unfall gehabt. Es war ein Kater, wie sich dann herausstellte und er BAT meine Tochter flehentlich, IHM ZU HELFEN, sie verstand ihn auch und brachte ihn zum Tierarzt, der ist ziemlich weit weg. Er mußte eingeschläfert werden, das brach meiner Tochter, obwohl es ein für sie fremdes Tier war, ziemlich das Herz. Die Ursachen? Offensichtlich hatte er Zahnfleischentzündung gehabt, die zur offenen Wunde wurden, und es kamen Fliegenmaden hinein. Als Antwort hängte ihm seine Herrschaft das Flohhalsband um . . .

Aber er hatte jemanden, der sich wenigstens in seinem Tod um ihn kümmerte, vielleicht kann er jetzt uns Menschen in besserer Erinnerung behalten, als es von seinem "Zuhause" aus möglich gewesen wäre.

Wenn du dir für deinen Schmerz ausreichend Zeit genommen hast, und das kannst nur du wissen, könnte dir möglicherweise so ein "Seelenbetrachter" deine Seele wieder aufrichten, mit aller Erinnerung und mit allem Respekt vor deinem Felix, dem Murkel, den ich nicht gekannt habe, an den ich aber viel denken muß.

Liebe Grüße,
Helga.

DannyWa
22.06.2004, 21:27
Hallo ihr Lieben,

ich kann nur immer wieder danke und nochmals danke für eure lieben Zeilen sagen.

Wißt ihr, ich werde damit nicht fertig, dass unser Murkel nicht mehr da ist, es tut so wahnsinnig weh. Vielleicht hilft es mir aber, wenn ich euch meine Traurigkeit doch beschreibe. Zur Zeit bin ich völlig am Ende. Ich merke, wie mein Körper immer mehr abschaltet. Ich laufe durch die Gegend völlig ohne Gedanken, mir ist alles völlig egal, ich bin nur bei unserem Felix. Z.B. kann ich einfach nicht mit unseren Nachbarn reden, sie meinen es ja auch nur gut, aber ich fange beim ersten Wort an zu weinen, schon wenn ich sie sehe, steckt ein richtiger Kloß in meinem Hals. Im Moment ist es auch so, dass ich leider auch nicht mehr mit meiner Familie über Murkel reden kann, sofort laufen die Tränen, ich kann dann einfach nicht mehr sprechen. Ich würde mit meinem Mann und meinem Sohn so gern über Murkel reden, aber schon beim ersten Ansatz bzw. bei dem Gedanken daran, ich gehe und weine. Sie wissen gar nicht mehr, wie sie sich verhalten sollen, sie möchten mir so gern helfen, doch wie, ihnen fehlt ja unser Murkel auch sehr und sie sind sehr traurig. Meine Hände fangen an zu zittern, wenn ich an sein schönes weiches Fell denke, ich möchte es so gern wieder fühlen. Egal was ich mache, er war eben überall und immer dabei. Ich gebe mir solche Mühe, mich zusammen zu reißen.

Ihr schreibt, ein neues kleines Kätzchen würde vielleicht ablenken. Aber ich glaube, ich kann das nicht. Einerseits würde ich gern einem kleinen Kätzchen ein liebevolles zu Hause geben, anderseits hätte ich Probleme damit, wenn es dann an Murkel seine Sachen geht, z.B.Kratzbäume, Tunnel, Bett usw. Es steht ja alles an seinem Platz.
Auch könnte ich nicht mit der ständigen Angst leben, es könnte wieder etwas passieren, diese Angst würde mich fertig machen.
Wie gesagt, dass unser kleiner Murkel durch einen Autounfall von uns gehen muß, das wäre uns wirklich nie in den Sinn gekommen, das hätten wir nie gedacht. Und eine reine Wohnungskatze, ich weiß auch nicht, ich glaube, das könnte ich auch nicht, die Mietze in der Wohnung am Fenster und ich draußen an der frischen Luft und in der Sonne. Ihr müßt wissen, wir haben ein Einfamilienhaus, ein großes Grundstück und wir sind sehr viel an der frischen Luft, da kann ich doch das Kätzchen nicht von drinnen gucken lassen, wie wir uns draußen bewegen, oder es hört die Vögel zwitschern und kann nicht raus, es kann nie die Sonne spüren, nie den Regen, nie den Wind, nie den Schnee. Ich weiß nur, unser Murkel wollte immer raus, wir draußen und er drinnen, das wäre nicht gegangen. Er ist immer um uns rumgeschwänzelt. Z.B. er und wir im Schnee spielen, das war immer sehr schön. Anders ist es vielleicht, wenn die Kätzchen einem durch die Fenster nicht sehen können und auch nicht durch die Fenster rausspringen können, denn das tat unser Felix auch immer, raus und rein, egal welches Fenster es war. Wohnungskatzen sind vielleicht für Wohnungen in der Stadt, Wohnungen ohne Grundstück, Neubauwohnungen, aber auf dem Land.
Vielleicht sehe ich das ja auch nicht richtig, ich habe da ja keine Erfahrung.

Liebe Tigermama, deinen Beitrag habe ich als du ihn geschrieben hattest gelesen, doch fühlte ich mich leider nicht in der Lage dich zu trösten, mit fehlten einfach die passenden Worte. Es tut mir auch für dich und deine Gini sehr leid. Mit deiner neuen Mietze wünsche ich viel Glück und viel Freude. Für deinen Charly ist ein neuer Spielgefährte das Beste.

Liebe, traurige Grüße
Kerstin

Grizabella
22.06.2004, 22:05
Liebe Kerstin,

Es ist schon, wie es ist. Wenn Geist und Körper nicht mehr können, reduzier dein Leben auf das Notwendigste. Glaub mir, wenn man tief genug unten ist, geht es irgendwann wieder bergauf, aber frag nicht, wann. Der Weg bergauf beginnt sicher, und bis dahin stell an dich keinerlei Ansprüche. Es ist die Möglichkeit zu überleben, bis man wieder richtig leben kann. Vermutlich bist du jetzt in einer tiefen Depression, und ich kann es verstehen, aber auch die geht einmal zu Ende.

Schreib hier rein, wann immer du magst, wir hier verstehen dich schon. Einer oder mehrere von uns werden immer da sein.

Laß dich umarmen!

DannyWa
05.09.2004, 15:39
Hallo,
ich habe sehr lange nichts von mir hören lassen und möchte mich mit folgenden Zeilen, welche noch einmal an unseren kleinen Schatz Felix gerichtet sind, von euch verabschieden.
Ich bedanke mich bei euch allen für die vielen netten, lieben und tröstenden Worte,
ich danke euch von ganzem Herzen.
Es tut wirklich gut zu wissen, dass man mit seinem Schmerz, seinen Gefühlen nicht allein ist, es tut immer gut, eure vielen lieben Zeilen zu lesen.
Doch mit dem tiefen Schmerz und der unendlichen Trauer muss ich nun versuchen,
allein klar zu kommen.
Ich wünsche euch allen alles erdenklich Gute und sage nochmals vielen, vielen Dank.

Mit lieben, traurigen Grüßen sage ich nun tschüß
Eure Kerstin


Mein lieber kleiner Murkel,

auf Ewigkeit über alles geliebt, unendlich beweint und auf Ewigkeit unvergessen

Du bist unserer besonders liebenswerter kleiner Kerl

Lieber kleiner Felix,
traurig steh’n wir Tag für Tag
an Deinem stillen Grab.
Ich rede mit Dir als wärst Du hier,
doch Du bist so schmerzlich unerreichbar
weit weit weg von mir, so weit weit weg.
Ach kleiner Murkel, Du fehlst uns allen so wahnsinnig sehr,
ohne Dich leben zu müssen, es ist sehr schwer.
In Gedanken bin ich ständig bei Dir,
ich habe nur einen Wunsch, wärst Du doch wieder hier bei mir.
Du sitzt so tief in unserem Herz,
tief ist unser Schmerz,
viel zu früh brach Dein liebes junges Herz.
Wir können es einfach nicht fassen,
dass Du uns so früh hast verlassen.
Du ließest uns viel zu früh allein,
das darf doch gar nicht sein.
Die Tage sie vergehen,
doch ohne Dich, wir können nicht mehr richtig leben,
ohne Dich, wir können nicht mehr lachen,
was sollen wir nur ohne Dich machen.
Du kleiner Kerl, Du hast uns so viel gegeben, von Dir haben wir so viel gelernt,
Dein niedliches Wesen hat uns immer zu Lachen gebracht.
Niemand kann uns jemals geben,
was wir an dir verloren haben.
Wir können es einfach nicht verstehen,
dass wir Dich hier auf Erden niemals wieder sehen.
Ach kleiner Murkel, wir haben Dich hier auf Händen getragen,
jetzt wünschen wir Dir auf den Wolken zu schweben,
lieber kleiner Murkel, wir werden uns wieder sehen.
Mit Dir werden wir wieder lachen können,
mit Dir werden wir wieder Freude spüren.

Du bist das Liebste und Wertvollste was uns je gegeben wurde,
Du bist das Liebste und Wertvollste, was uns je genommen wurde.

Kein Tag ohne Tränen, ein Meer von Tränen,
nie mehr Du, nie mehr ein kleines Wesen, das sich mir entgegenstreckt,
nie wieder Deine Augen sehen, so riesengroß,
nie wieder Du auf meinem Schoss,
nie mehr Deine Wärme spüren,
nie mehr Deinen Herzschlag fühlen,
nie mehr Deine kleine Pfote spüren,
nie mehr Deine Stimme hören,
nie wieder lauschen Deine kleinen Ohren,
ich hab ein Stück von mir verloren.
Nie wieder Schmusen und Spielen, nie wieder ein Schnurren,
nie mehr mit Dir die Sonne genießen und den Schnee,
nie mehr dich sehen, fühlen und spüren, nie mehr mit dir reden,
dieses "nie wieder", das tut so weh.
Sag lieber kleiner Murkel, wie soll das gehen,
Trauer bestimmt jetzt unser Leben.
Warum dreht denn keiner die Zeit zurück,
ohne Dich, ich werde verrückt.
Der Gedanke, dass wir uns hier auf Erden nicht wieder sehen,
er tut so unsagbar weh, er lässt die Sonne für uns nicht mehr scheinen,
auch die Bäume und Blumen in unserem Garten,
sie vermissen Dich und spüren unsere Traurigkeit, sie weinen.

Liebe kleine Seele,
lass ich Dich auch schweren Herzens geh’n,
werde ich es nie versteh’n,
Du fehlst mir so auf dieser Welt.
Alles was ich von Dir hab,
ist die Erinnerung und ein liebevoll geschmücktes Grab.
Ich durfte für kurze Zeit einen Engel, Dich lieber kleiner Murkel, tragen,
dafür möchte ich Dir von ganzem Herzen - DANKE - sagen.
Geht nun ein Wind an mildem Tag,
so denke ich, es war Dein Flügelschlag .
Danke für die viel zu kurze Zeit, die uns blieb,
mein kleiner Liebling, ich habe Dich so wahnsinnig sehr lieb.
Auf einmal bist du nicht mehr da,
im Herzen bleibst du uns ganz nah,
bei jedem Schritt, den wir nun gehen,
ohne Dich, wir können es einfach nicht verstehen.

Weinende Augen, zitternde Lippen, gebrochene Herzen
sagen nun tschüß lieber Felix, kleiner Murkel.
Wir tragen Dich in unserem Herzen, Du wirst immer bei uns sein –
vergessen werden wir Dich nie, Du warst doch noch so klein.
Du bist von der Erde gegangen, doch in unserem Herz geblieben,
in unserem Herz wirst Du immer leben. Unser Herz, es gehört nur Dir.

Nun ruhe sanft Du kleiner lieber Murkel und vergiss uns nicht,
wir vermissen Dich so wahnsinnig sehr.

Deine Dich über alles liebende Familie