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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HILFE! aggressives / ängstliches verhalten



maximmatthew
17.05.2004, 11:33
hall liebe leute, bin neu hier und hoffe auf hilfe.

erstmal was zum problem, dann zum hund und dann wies gekommen ist.

Sunny knurrt und bellt alle fremden an. fängt in den letzten atgen sogar an zu schnappen, sowie er hört nicht mehr auf gelernte komandos wie sitz oder halt, sowie fuss. zudem zeigt er mir und meiner freundin eine völlig neue unnötige dominanz.


sunny kommt aus dem tierheim. er ist ein kastrierter rüde 1 1/2 jahre alt. er wurde mit 8 monaten kastriert. wir haben ihn mit 8 monaten aus dem tierheim geholt. er war 4 tage im heim. wurde jedoch in früher jugend geschalgen und von der polizei zwangsenteignet.

er war seit wir ihn bekommen haben etwas ängstlich und sehr dominierend. er hat mich nach den ersten 14 tagen angeriffen. wir waren sehr nett und inkonsequent. das hat sich jedoch erledigt, nachdem ich ihn auf den rücken gworfen habe und untergeordnet habe.
er wurde glücklicher entspannter und verspielter ;-)

versucht es aber immer noch ab und zu ober er nciht doch stärker ist. vorallem bei anderen hunden merkt man das er auch wenn er schwächer sit, es immer und imemr wieder versucht den anderen zu unterwerfen. es sei denn er bekommt richtig kräftig vond en anderen eine gewischt.

wenn er mal krank ist wird er von den meisten (vorallem von meiner freundin) verhätschelt und umsorgt.
bekommt ei eis und viel streicheleinheiten und knuddels und knutscher auf die schnauze.

ich habe was dagegen weil ich der meinung bin das das ihm nciht gut tut.
direkt danach ist dominater als jeh zuvor bis er wieder von mir zurecht gewiesen wird.
er befolgt keine kommandos. er will auf bett auf welches er nie rauf kommt. usw.

nun wurde er vor 14 tagen von einem rottweiler gebissen. beide hunde waren an der leine. und meine freundin ist nur an den anderen vorbeigegangen. beide haben sich die mäuler geleckt und sind freundlich aufeinander zu. 2 sec. später hing der rottie am bein von sunny . bein ist völluig aufgerissen udn wurde geklammert.

seit dem hat er mehr angst vor menschen (komischer weise nciht von hunden) er hatte schon immer etwas angs vor menschen aber nicht so.
er reagiert mir gegenüber aggressiv und dominat. und andere werden grundsätzlich (nur fremde oder wenn jemanden ncoh nciht erkannt aht) angeknurrt und angebellt. er rennt mit gestäubten haaren auf sie zu (meine freundin kann ihn nicht halten wenn er an der leine ist).
ich werde heute zur vorsicht einen maulkorb kaufen.
ich denke aber nciht das er wirklicht beisst. er schämt sich wenn ergeschnüffelt hat dann zutode und freut sich.

gestern wurde er von einem anderen hund unterworfen und die wunde ist aufgerissen.
nun ist die angst / agressibvität um ein mehrfaches gesteigert.
zudem das andere agessive erst mitte letzetr wche auftauchte nicht direkt nach dem ersten gebissen werden.

er hat in diesen 1 1/2 wochen von jedem der ihn sah ein : "ohhhh armer hund ..." bekommen.
er führt sich auf wie ein alpha hund. wie ein kl. könig.
wenn er was will hebt er die kaputte pfote.

oder heult und jammert bis er aufmerksamkeit bekommt.
meine freundin ist schon immer völlig genervt und sagt er jammert den ganzen tag.
kaum ist er bei mir jammert er nciht mehr und ist glcüklich und freut sich.
hört aber ofmals nciht.


puhh viel text ich hoffe cih ahbe alles geschriegen.
was kann ich tun ?
muss ich nett sein ?
müssen wir alle strenger sein ?
muss ich ein echter "alpha" werden oder ?
oder was ?

HILFE!

Rüsselterriene
17.05.2004, 12:05
Hey Maximmatthew,

Du brauchst schleunigst mal eine Einweisung ins Thema Hund!

Soviele "schlechte Ansätze" wie in deinem Beitrag muss man erstmal zusammensuchen!

Hier zur Anfangslektüre: http://www.knappweb.de/Hunde/

Ausserdem such dir wen, der dir ein bischen Technik an die Hand gibt (such dir Leute, die ruhig und souverän mit ihren Hunden umgehn).

Anke

maximmatthew
17.05.2004, 12:11
gib mir mal bitte beispiel was meine flaschen ansätze sind ?
nur sagen viele falsche ansätze kann ich ncihts mit anfangen um evtl. was zu ändern..
danke für den link. guck ich mir gleich an.

lg
maxim

Rüsselterriene
17.05.2004, 12:24
Ich versuchs mal:

"unnötige dominanz"
...Alles, was ein Hund tut, macht Sinn. (Unnötig ist meist, was der Mensch darauf entgegnet)

"nachdem ich ihn auf den rücken gworfen habe und untergeordnet habe"
...Du hast ihn "alphagerollt". Nachgewiesenermaßen Schwachsinn, da ein Hund nur "unterworfen" ist, wenn er sich selbstständig in diese Position bringt.

"danach ist dominater als jeh zuvor bis er wieder von mir zurecht gewiesen wird"
...Das macht keinen Sinn. Du "bestrafst" deinen Hund für logisches Verhalten. Hättest deine Freundinn mal lieber unterwerfen sollen. Ersatzlos streichen. Dein Hund hat alles richtig gemacht.

"beide hunde waren an der leine"
...Für eine Kontaktaufnahme zwischen zwei unbekannten Hunden (denn sie leckten sich die Schnauzen) die denkbar ungünstigste Variante. Es war eure Schuld, das es zu dem Biss kam.

"er reagiert mir gegenüber aggressiv und dominat"
...Kein Wunder. Du behandelst ihn die ganze Zeit falsch.

"andere werden grundsätzlich (nur fremde oder wenn jemanden ncoh nciht erkannt aht) angeknurrt und angebellt"
... Logisch. Dein Hund hat momentan keinen "Führer", weshalb er für sich selbst die Verantwortung übernimmt und sich verteidigen muss.

"gestern wurde er von einem anderen hund unterworfen und die wunde ist aufgerissen"
... Deinen verletzten Hund würde ich für den Zeitraum der Heilung nicht ins Getümmel stürzen. Bekannte Hunde ja, fremde Nein.

"er führt sich auf wie ein alpha hund. wie ein kl. könig."
...Er führt sich tatsächlich auf, wie ein Hund, der auf sich selbst gestellt ist. Weil ihn keiner versteht. Arbeite daran!

Anke *Bitte lerne!*

sandinchen
17.05.2004, 12:32
Ich muss Anke leider recht geben. :rolleyes: Ihr habt das wahrscheinlich unbeabsichtigt eine Reihe Fehler gemacht, die euren Hund nun sehr verunsichern, deswegen "spielt er sich so auf".
Wo wohnst du denn? Wäre nicht verkehrt wenn du einen guten Trainer aufsuchen würdest. Vielleicht weiß jemand einen in deiner Nähe, wenn du verrätst welcher Umkreis für dich in Frage kommt.
Ansonste kuck doch auch mal hier:
www.ig-hundeschulen.de
Ihr solltet wirklich etwas Unterstützung haben. ;) Ist nicht bös gemeint, scheint aber angebracht.

cheroks
17.05.2004, 12:32
zudem zeigt er mir und meiner freundin eine völlig neue unnötige dominanz.
-definiere mal genauer, was du damit meinst!

vorallem bei anderen hunden merkt man das er auch wenn er schwächer sit, es immer und imemr wieder versucht den anderen zu unterwerfen
-lässt du ihn das denn machen, oder unternimmst du etwas dagegen?I
beide haben sich die mäuler geleckt und sind freundlich aufeinander zu. 2 sec. später hing der rottie am bein von sunny
-über die Schnauze lecken heisst NICHT das er Hund ausschliesslich friedliche Absichten hat. Der Rest der Körpersprache ist entscheidend
seit dem hat er mehr angst vor menschen
-wenn er an der Leine ist? Wäre ja kein Wunder nach der Rottiaktion, denn wenn ich einen meiner Hunde an der Leine führe darf/sollte so etwas nicht passieren.
er rennt mit gestäubten haaren auf sie zu (meine freundin kann ihn nicht halten wenn er an der leine ist).
- wenn sie ihn nicht halten kann, merkt der Hund, dass sie nicht in der Lage ist Chef zu sein

gestern wurde er von einem anderen hund unterworfen und die wunde ist aufgerissen.
- wie ist das passiert?
Ich denke, wenn du Alpha sein willst, musst du ihn auch beschützen und aufpassen das so etwas nicht passiert. Gerade ein verletzter Hund ist unsicher, da er nicht 100% Einsatzfähig ist .

Frageb über Fragen ...;)

lg tina

Ekle
17.05.2004, 12:48
Hallo,

so wie sich das anhört, ist Euer Hund nicht dominant, sondern schlichtweg verzweifelt.

Ihr gewährt ihm durch Betüdeln eine Alpha-Position, bestraft ihn allerdings wenn er sich so verhält, wie es diese Position von ihm verlangt.

Euer Verhalten ist inkonsequent und treibt Euren Hund zur Verzweiflung. Hinzu kommt, daß sowohl Du als auch andere Hunde ihm gegenüber aggressiv reagieren und ihn körperlich angreifen.

Euer Hund versucht lediglich im "Chaos" zu überleben und sich seiner Haut zu wehren. Er kann Euch und Eure Reaktionen nicht einschätzen und versucht daher Euch im Zweifel mit den Zähnen auf Abstand zu halten.

Kann Euch nur dringeld die Lektüre des Buches: "Aggressionsverhalten beim Hund" empfehlen. Und dann ändert Euer Verhalten dem Hund gegenüber.

Es wird eine ganze Weile dauern, bis der Hund sich wieder sicher im Rudel aufgehoben fühlt und sich "nach menschlichen Maßstäben anständig" benimmt.

Viele Grüße Ekle

maximmatthew
17.05.2004, 13:56
danke erstmal an alle die so schnell geantwortet haben.
wow eine menge informationen und fragen.
ich versuche schritt für schritt information zu geben.


erstmal an Rüsselterriene :

das mit dem "alpharollen" klingt bei dir logisch, das es nichts bringt das rollen.
ich habe es gemacht weil mir das von einem hundetrainer gesagt wurde.

ich habe ein sehr gutes buch wonach ich mit dem hund evrsuche zu "kommunizieren"... "gewaltlose hunde erziehung" leider behandeln sie nur sitz, fuss und platz.
aber nicht sowas wie rollen.

es gibt einfach zu viele herangehensweisen.
sachen wie hau ihn mit einer zeitung (buch und hundetrainer zitat) oder soagr mit dem schlüsselbund werfen. lehen ich komplett ab. auch schlagen.

ich war durch meine informationen davon überzeugt das das "rollen" hilft. hat es teilweise ja auch. aber leider nciht richtig :-(
es liegt mir fern ihn falsch zu behandeln.
ich muss dringend ne hilfe aufsuchen und unterstützung suchen.

das mit dem lecken wusste ich nicht (ich war übrigens beim ersten beissen nicht dabei). ich ahtte gelesen, das es ein beschwichtigungs singnal ist. womit angezeigt wird "ich bin lieb und tue dir nichts..."
ich persönlich lass ungern andere hund an mich und meinen hund ran wenn er an der leine ist.
wenn es dann so ist lass ich die leine los und lass sie sich in ruhe beschnüffeln und "spielen".

ANKE ... DANKE
ich werde lernen! DRINGEND!
schön das es solch ein forum gibt.

an sadienchen :
in berlin. sollte hier kein problem sein.

an tina:
ja ich lasse den hund hemmungslos mit den anderen hunden auf dem hundspielplatz rumbalgen. ich greife nie ein.
soll nicht gut für sein verhalten sein hab cih gelesen.

passiert ist es so:
sunny bekommt, weil wir noch komm und hier üben, leckerlies fürs kommen. ich hatte ein leckerlie in die handgenommen. in dem moment kam ein fremder hund, setzte sich und von hinten kam in diesem moment sunny.
der andere explodierte förmlich und warf sich auf sunny.
das wars. bzw. bin ich kurz hin und habe sofort den anderen hund von meinem blutenden geholt.

puhhhh
mein gott ich mach alles falsch.
armer sunny. ich hoffe ich bekomme es weg das er "verzweifelt" ist.

danke für eure hinweise.
max

sandinchen
17.05.2004, 14:29
Am besten eröffnest du noch einen neuen Thread und fragst mal nach Hundetrainern in Berlin. Ich kann dir leider keinen nennen.

Zum Eingreifen:
Es ist nicht richtig, nie einzugreifen. Ich habe einen Rüden, der andere gerne unterbuttert. Wenn ich ihm da nicht ab und an den Wind aus den Segeln nehmen würde, würde er sich die ganze Welt untertan machen. :D
Am besten triffst du dich die nächste Zeit nur noch mit netten Hunden. Mit denen sich dein Racker gut versteht und vor denen er sich nicht verteidigen muss. ;) Sowas ist sehr wichtig. Hunde müssen nicht lernen sich von anderen alles gefallen zu lassen oder aber sich zu wehren. Hunde müssen lernen, sich freundlich zu verhalten und andere nicht zu bedrängen. Das sollte das Ziel sein. Wenn dir also einer erzählt, dein Hund müsste da durch, dass andere ihn blöd anmachen, dann hör nicht auf das Gerede! Solche Leute sind nur nicht in der Lage, ihre Hunde vernünftig zu erziehen und reden sich dann damit raus, dass die Hunde alles selbst klären. Vieles klären sie schon allein, aber ein "Chef" hat auch die Aufgabe, solche Auseinandersetzungen zu vermeiden und wenn man Hunde untereinander beobachtet, sieht man, dass sie es untereinander auch tun. Versuch mal die Hunde genauer zu betrachten, dann wird dir auffallen, dass es Hunde gibt, die schlichten...

Also los, such dir eine kompetente Hilfe!

Gibts hier nicht ein paar Berliner im Forum, die dir mal unter die Arme greifen könnten? :?: Frag doch mal unter Kontakte.

maximmatthew
17.05.2004, 14:56
http://www.dogtrain.de/index.php?id=58

habe viel rumgeforscht in anderen foren und presseberichten.
ich glaube da gehen wir mal hin und gucken uns das testweise an.
wenns gefällt machen wir das.
aber erstmal muss er wieder gesund werden und die pfote verheilen.
sonst frisst sich der wundbrand weiter.

der erste behandelde tierarzt hat fehler gemacht
er hat einen sehr tiefen schnitt geklammert. nicht desinfiziert und auch ringsrum nciht rasiert.

gestern wurde schelchtes gewebe abgeschabt und der schnitt 3 fach genäht. und beide tierklinken in denen wir gestern waren meinten das sie es so nie amchen würden.


aber mal zu sunny. er ist nicht soo dominat wie es evtl. klang.
er liebt andere hunde und kinder.
das erste was er macht icht mit voll speed auf andere unde zurennen und sich dann auf die vorderpfoten zu werfen und zum spielen auffordern.

dann später versucht er aufzureiten. und umgekehrt.
es wird nie ne beisserei oder doll.
nur die letztenmale wars halt hart.

was mir sorgen amcht ist das anknurren von fremden menschen.
aber da wird mir die hundeschule hoffentlich helfen wie ich sunny beistehen udn helfen aknn, das er keine angst mehr haben braucht.

lg
max

cheroks
17.05.2004, 15:15
Hallo Max,

das erste was er macht icht mit voll speed auf andere unde zurennen
damit wäre ich sehr vorsichtig!!! Das ist ein sehr dreistes und provozierendes Verhalten. Bringe deinem Hund bei, sich anderen Hunden langsam zu nähern.

dann später versucht er aufzureiten Ich unterbinde das bei meinen Hunden!!! Meine Hunde dürfen nicht aufreiten, denn in den seltensten Fällen ist dieses Aufreiten sexuell motiviert sondern es handelt sich um eine Dominanzgeste. Das muss nicht sein!
was mir sorgen amcht ist das anknurren von fremden menschen
Mein Rüde hat das ganz am Anfang auch gemacht. Das habe ich unterbunden, denn Menschen anknurren ist bei mir absolut tabu! Meine Hunde müssen sich sicher nicht anfassen lassen, sie dürfen Menschen ausweichen und zeigen dass sie nicht wollen, aber nicht knurren!

Ich würde bei der angegebenen Hundeschule mal fragen, ob sie mit einem NEIN arbeiten. Viele Hundeschulen arbeiten ausschliesslich mit positiver Bestärkung, davon halte ich persönlich nichts.

lg tina:cu:

billymoppel
17.05.2004, 18:08
hallo,
ich würde dir weiterhin raten, dich mit deiner freundin zusammenzusetzten und euch auf eine GEMEINSAME Linie bei der behandlung des hundes zu einigen.
dein posting macht ein bißchen den eindruck, als würde sie ihn wie ein stofftier behandeln, dass keine seele und keinen eigenen willen hat.
ich meine jetzt nicht, dass man seinen hund nicht liebhaben soll und ihm die zuneigung nicht zeigen soll, aber man soll ihn auch nicht damit foltern.
und sollten dem hund privilegien eingeräumt werden (bett, sofa), muss dass von beiden kommen und es dürfen sich nicht die regeln ändern, sobald du zu hause bist. vor allem muss dem hund klar sein, dass es sich um privilegien handelt,. also etwas, was auch wieder gestrichen werden kann.
in der derzeitigen situation würde ich eh dazu raten: weder bett noch sofa: nicht wegen der erhöhten position, das halte ich für quatsch, sondern um dem hund eure ausnahmestellung zu demonstrieren. das muss ja nicht immer so bleiben, bei einem hund der gut ins rudel integriert ist, ist weder gegen das eine noch das andere was zusagen.
zum "nein" stehe ich übrigens wie tina, es gibt nichts effizienteres in bestimmten situationen. wenn ich beispielsweise nicht will, dass mein hund sich am mülleimer vergreift, wüßte ich gar nicht, wie ich das mit positiver verstärkung hinbekommen sollte.
"nein" ist für mich für die sachen bestimmt, von denen ich NICHT möchte, dass der hund sie tut.
mit postiver verstärkung arbeite ich dann, wenn ich will, DASS der hund etwas tut.

lg
bettina
von jeglicher körperlicher gewalt halte ich dagegen nichts.

Hovi
17.05.2004, 19:21
Hallo,

mir scheint, Du verwechselt massive unsicherheit mit Dominanz. Lies Dir doch mal folgenden Artikel durch:

Dominanz und Alphatier

Begriffsabgrenzung:

Dominanz: Vorherrschaft, dominieren: vorherrschen, überwiegen, beherrschen

In fast allen Hundebüchern wird ein Hund mit großer Dominanz automatisch mit einem Alphatier gleichgesetzt. Diese Aussage müßte dringend umgeändert werden denn sie führt zu vielen Mißverständnissen:


Ein Hund ist dann als dominant anzusehen, wenn er ein deutliches Bestreben zeigt, in der Rangfolge nach oben zu kommen. Das Streben nach Dominanz ist angeboren; wie dominant sich ein Hund später jedoch verhält hängt von Lernerfahrung, Erziehung und Umwelteinflüssen ab. Je dominanter ein Hund ist, desto mehr testet er andere Hunde und/oder seinen Besitzer aus und lauert ständig auf Unsicherheit, Inkonsequenz und Schwäche. Die Arbeit und der tägliche Umgang mit solchen Tieren muß auf Konsequenz und eiserner Disziplin beruhen.


Es ist ganz wichtig, daß man einen klaren Unterschied in der Dominanz zwischen Hunden untereinander und Dominanz in der Menschen - Hundebeziehung macht. Sehr häufig verhalten sich Hunde, die sich innerartlich sehr dominant zeigen, den Menschen gegenüber wenig oder gar nicht dominant. Und es gibt Hunde, die Menschen gegenüber sehr dominant auftreten, im Umgang mit anderen Hunden jedoch teilweise sogar unterwürfig sind - durch Lernerfahrung, Erziehung und Umwelteinflüsse wird Dominanz entweder unterdrückt oder erhöht. Dennoch wird ein dominanter Hund noch lange nicht Alpha - den meisten fehlt eine ganz wichtige Voraussetzung, nämlich die Souveränität.


Souveränität: Unabhängigkeit, Überlegenheit souverän: darüber befindlich, überlegen, einer besonderen Lage oder Aufgabe jederzeit gewachsen sein


Auch Souveränität ist angeboren. Wie bei der Dominanz kann ein Besitzer die Souveränität seines Hundes durch optimale Prägung und Sozialisierung fördern. Dennoch sind nur sehr wenige Hunde wirklich souverän.


Ein souveräner Hund hat es nicht nötig, seine Überlegenheit ständig zu zeigen - er strahlt Selbstsicherheit aus und wird von Artgenossen in der Regel sofort ernst genommen. Er schafft deshalb alleine durch seine Anwesenheit Ordnung, Sicherheit und Ruhe. Er vermeidet jeden Streit und versucht Streit auch bei anderen zu verhindern oder zu beenden. Ein souveräner Hund ruht in sich selbst.


Ein sehr dominanter Hund dem Souveränität fehlt wird von seinen Artgenossen nicht geachtet sondern ehr gefürchtet und gemieden. Seine Art zu herrschen entspricht der Tyrannei - er läßt keine Gelegenheit aus, seine Stärke zu demonstrieren. Ein solches Tier wird niemals Alpha werden


Alpha wird nur derjenige, der sich durch Souveränität gepaart mit Dominanz auszeichnet. Seine Dominanz zeigt er nur dann als Aggression, wenn es unbedingt nötig ist. Ansonsten reagiert er so lange es geht mit Ignorieren. Auch wir sollten unsere Dominanz über unseren Hund mit großer Souveränität vereinen um eine optimale Hund - Halter - Beziehung zu erlangen.

www.beta-dog.de (Copyright: Birgit Lehnen)

billymoppel
17.05.2004, 22:55
yep. und zwar absolut. das haste großartig geschrieben.

souveränität ist das zauberwort.
der souveräne halter braucht auch keinen sklaven als hund.

lg
bettina

Maggie_HH
18.05.2004, 08:16
Ich hab noch ne Hundeschule in Berlin entdeckt:
http://www.hundeschule-bb.de/

ich kann dir nicht sagen, was genau sie machen, aber guck sie dir an, das was auf ihrer HP steht hört sich ganz gut an!

Viel Glück!!!!

Eule
18.05.2004, 13:49
Es gibt in Potsdam einen „Hundeflüsterer“, der große Erfolge gerade bei schwierigen Hunden und ihren Haltern hat. Ich habe eine Mail an meine Freundin, die mit ihrem Hund bei ihm in „Therapie“ ist, geschickt und frage nach Namen. Ich hoffe, in den nächsten Tagen erhalte ich Antwort.

Maxx
18.05.2004, 18:00
:0( Sorry, aber ich kann das Wort dominanz echt nimmer hören!!!

:rolleyes:

Jeder Hund der nicht wie Komissar Rex funktioniert ist dominant!

habt Ihr euch schonmal überlegt, dass euer Hund gar keine andere Möglichkeit hat!!!:?:

Wenn Ihr ihn andauernd in gefährliche Situationen oder solche in denen er sich unsicher fühlt, manövriert, wie soll er sich denn sonst daraus "befreien"!?

Ich denke euer Hund ist durchweg verunsichert und traut euch nicht zu, für Ihn die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Waru um Gottes willen kommt es dazu, dass euer Hund von einem anderen unterworfen wird wenn er ein geklammertes Bein hat!? :eek: :confused: :mad:


Fällen ist dieses Aufreiten sexuell motiviert sondern es handelt sich um eine Dominanzgeste. Das muss nicht sein!

Klar! :rolleyes: Um eine übersprungshandlung auf Stress kann es sich nicht handeln !?!

billymoppel
18.05.2004, 21:35
hallo maxx,
dein hund funktioniert nicht wie kommisar rex? :D
meiner ist sogar noch viel besser, er würde nie leberkäse-semmeln klauen :D er hört nämlich tatsächlich manchmal auf dinge die ich verbiete, wenn auch nicht auf alle :D (er wird wohl nie ein ein anständiges "fuß" zustande bringen, ohne mit der nase dann doch wieder an der nächsten laterne kleben zu bleiben :D)

aber wir wollen mal nicht übertreiben: innerartliches aufreiten (übrigens auch zwischen rüde und hündin) ist tatsächlich in 99% aller fälle dominanz - nur dass eben dominanz per se nichts schlechtes ist. hochzukommen in der hierarchie - oder es wenigstens zu versuchen - ist für einen hund völlig normal, genauso wie für uns, wir sind da kein bißchen besser, zeigen es nur nicht ganz so deutlich (meistens jedenfalls). der souverän-dominante hund neigt zu solchen hackebeil-methoden übrigesn auch eher selten, der kennt andere wege.

lg
bettina

cheroks
18.05.2004, 21:54
Klar! Um eine übersprungshandlung auf Stress kann es sich nicht handeln !?!
Nein kann es nicht. Nicht in der von Max beschriebenen Situation.
Wenn dir das Wort Dominanz nicht gefällt :rolleyes: gefällt dir vielleicht "sozial expansives Verhalten" besser???

Sorry, aber ich kann das Wort dominanz echt nimmer hören!!!
Es spielt aber nun mal eine nicht ganz unerhebliche Rolle, wenn man von Hunden spricht.
und traut euch nicht zu, für Ihn die richtigen Entscheidungen zu treffen. was denkst denn du, was ein Hund wohl aus dieser Erfahrung macht? Er wird versuchen die Rolle des Rudelführers einzunehmen, nicht weil er will, sondern weil er muss! Ich finde das ganz natürlich und logisch. In so einem Fall ist es nicht mal schwer den Hund vom Gegenteil zu überzeugen, er wird sogar erleichtert sein, wenn man ihm diese Last abnimmt.

lg tina

Maxx
19.05.2004, 08:57
was denkst denn du, was ein Hund wohl aus dieser Erfahrung macht? Er wird versuchen die Rolle des Rudelführers einzunehmen, nicht weil er will, sondern weil er muss! Ich finde das ganz natürlich und logisch. In so einem Fall ist es nicht mal schwer den Hund vom Gegenteil zu überzeugen, er wird sogar erleichtert sein, wenn man ihm diese Last abnimmt.

Das ist ja genau das was ich meinte! Wenn mich jemand andauernd in bremslige Situationen beförden würde, trau ich dem auch nimmer und versuch für mcih nen Weg zu finden! ;)


Es spielt aber nun mal eine nicht ganz unerhebliche Rolle, wenn man von Hunden spricht.

Das bestreite ich auch garnicht! Aber es kommt immer so rüber als ob der Hund das von sich aus macht weil er halt dominant ist! Aber dass der Hund gar keine andere Möglichkeit hat, wollen die Besitzer nicht sehen.

Die Leute handeln dann immer nach dem Schema: Dominant=böse=den Hund muß man unterwerfen!!!

Wie soll sich der Hund denn da bitte fühlen !?!?

cheroks
19.05.2004, 10:31
Ok, hab verstanden was du meintest;)

lg tina

Maxx
19.05.2004, 10:33
:wd: :cu: :wd:

loli
20.05.2004, 07:08
Hallo,

bei mir war es auch so. Akira fing irgendwann an fremde Menschen anzuknurren und auch nach ihnen zu schnappen. Ich habe erst auch nicht gewusst, wie ich damit umgehen soll. Hab mich ständig gefragt was nur los ist mit dem Hund. Dann habe ich einfach mal den Tagesablauf bei uns etwas besser beobachtet. Mir ist dabei aufgefallen dass wie in vielen Sachen aus faulheit heraus nicht mehr konsequent waren. z.B. Hund darf beim Essen betteln, geht als erste durch die Tür, fordert Streicheleinheiten usw.
Wir haben dann nach und nach wieder für den Hund klare vorgaben gegeben. Und siehe da er macht nichts mehr.
Früher dachte ich auch mein Hund wäre dominant, heute weiss ich dass er das nur getan hat, weil er sich seiner Stellung bei uns nicht sicher war. Er hat mir nicht vertraut und somit auch nicht zugetraut, dass ich in der Lage bin eine Situation die für ihn bedrohlich wirkte zu regeln.

Liebe Grüße Sonja

katrin-und-zoo
20.05.2004, 09:54
ahhh, nachdem ich mich gerade totgescrollt habe um alle beiträge zu lesen, nur noch mal schnell ein zwichengedanke- wie hat eigentlich der "kampf der giganten" ;) stattgefunden? beide an der leine sagst du? und als sie sich verbissen haben wie reagierte deine freundin bzw. anderer halter u dessen hund? wurden sie getrennt? und wie?

mir spuckt so im kopf herum, daß dein hundi da eine fehl- verknüpfung hergestellt hat, vielleicht macht er jetzt irgend einen zweibeiner für diese eskalation "verantwortlich"

klar ist, daß euch - deiner freundin vielleicht noch mehr, als dir - die gewisse linie fehlt, euren hund richtig einzuschätzen und dementsprechend souverän zu handeln, aber dazu gabs genug kommentare...

vielleicht kannst du deine freundin nochmal interwieven?!


katrin

sandinchen
20.05.2004, 14:09
Hallo MaXX mit Doppel-X,
man hat doch schon aus den weiteren Beiträgen von MaX -einfaches X- herauslesen können, dass er die ganze Sachlage einfach falsch eingeschätzt hat. Wohl aus Unwissenheit, wofür ja keiner was kann, weil einem Wissen nicht mit in die Wiege gelegt wird.
Er hat doch schon "eingesehen" dass er Hilfe brauchen könnte.
Also, "Dominanz"-Problem doch schon beinah gelöst. ;)

Maxx
24.05.2004, 08:57
Aber darum darf ich doch trotzdem antworten! ?!

ODER ?! :wd: ;)