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percy :-))
16.05.2004, 18:32
Hallo!!!
Mein Trakehner ( 8Jahre) ist vor kurzem gestürzt und musste anschließend in die Klinik. Er hatte eine "Spinale Ataxie" die soweit jetzt wieder in Ordnung ist. Ich darf jetzt langsam wieder anfangen ihn zu longieren. Der Tierarzt meint, ich dürfte ihn nicht überanstrengen, aber er sagt auch, er müsse dringend Muskeln an der Vorder-und Hinterhand aufbauen-Als ich ihn kaufte, war er ziemlich verwahrlost und abgemagert. Ich hab ihn jetzt seit einem 3/4 Jahr. Meine Frage: Wie kann ich die Muskeln aufbauen ohne das es ihm zuviel wird und es wieder schlimmer wird???:confused:

LG Anna:cu:

Heike+Lina
18.05.2004, 11:01
Hallo,

also ich an deiner Stelle würde mein Pferd nicht longieren sondern würde mit ihm raus spazieren gehen. Longieren empfinde ich als zu große Belastung.

Am besten wäre es wenn er den ganzen Tag Bewegung hätte. Einen Offenstall mit ruhigen Pferden wäre da am allerbesten. Dann kommen auch die Muskeln wieder.

LG
Heike

percy :-))
18.05.2004, 11:39
Hallo,
er steht den ganzen Tag auf der Koppel. Er soll longiert werden, damit er Biegungen macht und die mehr Hinterhand belastet , er geht zu sehr nach vorne...
LG Anna

tabaluga
18.05.2004, 16:25
hi
mein pferd hat auch eine op hinter sich und ich musste danch logischer weise auch langsam anfangen aber auch nicht longieren sondern nur schritt, mein glück war, dass wir ein laufband bei uns im stall haben da konnte ich ihn immer drauf stellen, er hat muskeln aufgebaut besonders im rücken musste immer von hinten mitlaufen und konnte mit mir keine mist machen wenn ich ihn hätte führen müssen. das wäre wahrscheinlich das beste doch ist nicht so leicht zu beschaffen.

gruß
kathrin

Bloody Mary
18.05.2004, 22:44
Mein Tipp wäre: arbeite ihn an der Hand.- Zaumzeug drauf, sonst nichts. Dann kannst Du auf den Platz gehen, in die Halle, in die freie Natur. Laß die Zügel anstehen, damit er sich ans Gebiß anlehnen kann, gehe erst Schritt, damit Du das Gefühl für die Geraderichtung bekommst. Dann trabe scharf an, pariere durch zum Halten (mit Worten "brrrr", und Annehmen der Zügel). Und sofort wieder Lostraben, das stärkt die Hinterhand. Als Steigerung, wenn er schon gut geritten war, kannst Du ihn auch ein paar Tritte rückwärtsrichten. -Die Biegung würde ich vorsichtig im Stand aufbauen. Laß ihn stehen, locke mit Apfel oder Karotte den Kopf zwischen die Vorderbeine, damit er erst mal den Hals lang macht, dann mal links vorbei am Vorderbein, mal rechts vorbei. Wichtig ist, daß der Hals und die Wirbel dabei erst mal optimal in gerader Richtung gestreckt sind, dann erst anfangen zu biegen.-
Ich denke, das Wichtigste ist momentan Gymnasik ohne Belastung, was nach "Normalvorstellung" auf Longieren rausläuft. Aber beim Longieren wäre mir die Gefahr zu groß: bindest Du ihn stark aus, kann er sich verkrampfen, bindest Du ihn nicht oder nur wenig aus, kann er sich fest machen und
über die Schulter laufen. In beiden Fällen läuft er zwar im Kreis (müßte sich eigentlich biegen), aber er könnte die Biegung nur
über den Hals oder Ausfallen der Hinterhand vortäuschen.
Und Longieren ohne Ausbinder bringt sowieso nichts außer
der Genugtuung, das Pferd irgendwie bewegt zu haben.
Ich finde, daß man beim Arbeiten an der Hand ein wesentlich besseres Kontrollinstrument hat, sprich, die eigene Hand und die körperliche Nähe zum Pferd. An der Longe ist er halt doch ein paar Meter weg. - Aber diese Arbeit ist anstrengender und kostet mehr Zeit, und eventuell gibt es auch ein paar kopfschüttelnde oder klügere Stallkameraden...
Ich wünsche Euch alles Gute!
Katja.