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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kita testet wo sie kann



Winni
16.05.2004, 18:31
Hallo,
ich habe eine harte Woche hinter mir :o .
Meine sonst ganz entzückene Dalmatinerhündin (das Mausekind;) ) war bis vor einer Woche ein braver, wohlerzogener Hund.
Sie ist jetzt ziemlich genau 13,5 Monate alt und macht relativ schlagartig alle Dinge die sie nicht soll.
Es fing damit an das sie plötzlich auf dem Pferdehof zu dem wir jeden Abend gehen mitten auf dem Mist stand (das hat sich schon seit einem Jahr nicht mehr gemacht, der ist tabu, und das weiß sie). Am nächsten Tag hat sie mit ihrer Freundin die auf dem Hof wohnt und zugegebenermaßen ziemlich unerzogen ist die Nachbarn in ihrem Garten besucht :bd: die fandens zum Glück klasse und es gab keinen Nachbarschaftsstreit...
Sie macht Dinge die sie ewig nicht mehr gemacht hat:
-Essensreste vom Bürgersteig aufklauben
-angeleinte Hündinnen wie blöde ankläffen ( nur solche die - selber anfangen, aber trotzdem!)
-an der Leine ziehen wie ein Ochse
Was ich am schlimmsten finde:
sie hat "Hier" ignoriert, das gabs noch nie
kam dann irgendwann angetrottet und war beleidigt weil ich geschimpft habe.

Sie ist zur Zeit allerdings scheinträchtig, kanns daran liegen?
Oder ists ein pupertärer Aufstand?

Im Moment setze ich Konsequent meinen Willen durch ist aber auf Dauer echt anstrengend...

Was soll ich tun?

Grüßle

Eule
16.05.2004, 19:13
Für mich hört sich das nach "Machtkampf" an. Das Mausekind möchte an die erste Stelle in der Rangordnung und probiert aus, ob du sie gewähren läßt mit ihren Flausen. Wenn sie ein selbstbewußter Hund ist, wird sie das alle paar Jahre ausprobieren, denn nur die Alphas im Rudel dürfen sich fortpflanzen. Da lohnt es sich schon, für den ersten Platz zu kämpfen.

Da helfen nur 2 Dinge: Freu :wd: dich, dass du einen Hund hast, mit dem du rechnen musst (alles andere wäre doch langweilig) und bleib weiter konsequent :sn: .

Winni
16.05.2004, 21:16
Hallo,
das beruhigt mich doch etwas, mir wurde nämlich schon von Hundebesitzern gesagt ich sei einfach zu streng und mein Hund dürfe ja nie was ( das sind die Hunde die nur dann auf ihre Herrchen hören wenn sie sonst nichts besseres zu tun haben).
Ich finde mein Hund hat jede Menge Freiheit, dadurch das sie sich gut abrufen lässt kann ich sie prima frei laufen lassen ohne das es in Streß ausartet, sie hat einen eigenen Platz auf dem Sofa (den würde sie grade gerne vergrößern :D ) wir haben eine abendliche Kuschelstunde und ihr Freundeskreis ist beachtlich (mein Männe sagt immer, der Hund hat mehr Bekannte als ich).
Wir gehen Samstags zur Hundeschule, Sonntags zur Welpenspielstunde, zuhause lernen wir sinnlose Tricks, ich finde also Abwechslung ist geboten.
Trotzdem gab es jetzt eben schon Leute die der Meinung waren, mein Hund lehne sich gegen den "übermäßigen Druck" auf. Das hat mich leicht verunsichert.
Ist es denn wirklich so fürchterlich für einen Hund wenn er das Komando "Nein" unbedingt befolgen soll?
Oder "Hier"?

Für ein schnelles Hier gibts immer ein Lob und meistens ein Leckerli, das lohnt sich doch für den Hund!

Grüßle;)

cheroks
16.05.2004, 22:32
Hallo :D ,

Ist es denn wirklich so fürchterlich für einen Hund wenn er das Komando "Nein" unbedingt befolgen soll?Oder "Hier"?
Wenn du mich fragst gibt es keine wichtigeren Kommandos als diese zwei!!! Die Einhaltung dieser zwei Kommandos ist bei mir oberstes Gebot und ich setzte sie durch. Für mich gibt es da keine zwei Meinungen.
Bleibe konsequent! Sie wird merken, wenn sie sich innerhalb der von dir gesetzten Grenzen bewegt, hat sie viel mehr Freiheiten.
Trotzdem gab es jetzt eben schon Leute die der Meinung waren, mein Hund lehne sich gegen den "übermäßigen Druck" auf
Permanenter Druck auf den Hund führt sicher zu Stress. Aber der Hund, der permanent gedrückt wird, hat wohl einiges noch nicht verstanden. Jeder Hund kommt mal in die Phase, in der er seinen Menschen testet und mal guckt, wie weit er gehen kann. In dieser Phase würde ich den Druck definitiv erhöhen und auf Einhaltung der Rangordnungsrituale achten und dem Hund halt wenig bis gar nichts durchgehen lassen. Testet der Hund dich, versteht er auch warum du jetzt Druck auf ihn ausübst, er will es ja auch wissen. Hält sie sich wieder an die Regeln braucht man ja auch keinen Druck mehr auszuüben.
Lass dich nicht verunsichern.

lg tina:cu:

Winni
21.05.2004, 19:02
:DHallo,:D
und schon ists wieder vorbei :p

Nämlich so ziemlich gleichzeitig die Scheinträchtigkeit und die "Aufmüpfigkeit".
Ach ja, und auch das Galastop ist abgesetzt da alle.

Endlich kann ich wieder Treppen steigen ohne das mir der Hund in die Kniekehlen knallt weil er sich vorbeidrängeln will :bd:

Hatt jetzt aber nochmal eine gute Woche gedauert, Frauchen hatte einen unplanmäßigen Wutausbruch (ganz unpädagogisch) mit niederbrüllen in der Innenstadt.

Scheint Ihr irgendwie den Kopf zurecht gerückt zu haben, sowas mache ich eigentlich nicht.

Ihr Vertrauen hats zum Glück nicht gestört.

Im Kosmos Erziehungsprogramm für Hunde wird man dieses Handeln aber sicher nicht finden :sn:

Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben?

Grüßle

sandinchen
21.05.2004, 21:33
Nein musst du nicht. Es ist zwar nicht optimal, aber du bist auch nur ein Mensch. Mir passiert das zwischendrin auch mal, dass ich für einen bestimmten Fehler wütend werde und laut werde oder einfach rum mecker. Solange dir das nicht ständig passiert ist das kein Problem, denn andernfalls würde deine Hündin auch anfangen, dieses Verhalten von dir nicht mehr Ernst zu nehmen.
Also das soll nun nicht heißen, dass man Wutausbrüche anwenden sollte um seinen Hund zu erziehen. ;) Aber manchmal ist so emotional-instinktives Handeln genau richtig. Weil es unvermittelt kommt, das Timing einfach passt. Und Timing spielt bei Hunden eine enorme Rolle.

So, nun kannst du dich in Ruhe auf die nächsten Ungehorsamsschübe vorbereiten. Die kommen mit Sicherheit. :D