PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angsthase



Sira123
12.05.2004, 08:20
Unser Golder Retriever- Weibchen Geb. im August 2003
ist ein Angsthase.
Der Hund hat vor allem Angst, vor lauten Geräuchen, vor fremden Menschen, vor allem vor Männern. Wenn der Hund
hinterm Haus im Garten ist und ein LKW fährt vorne vorbei kommt der Hund Ängstlich wieder in die Wohnung
gelaufen.
Manchmal pinkelt der Hund vor lauter Angst in die Wohnung.
Auch beim Gassie gehen, der Hund hat Angst vor Autos,Motorrädern, vor allem was sich bewegt und Lärm macht.
Unsere größte Sorge ist das der Hund irgendwann ein
Angstbeißer wird.

Mir wurde von einem Arbeitskolegen berichtet das dies bei
Golden Retrievern häufig auftreten würde.
Darum suche ich nun hier Rat von Menschen die die selben
Probleme mit Ihrem GoldenRetriever hatten und mir Tips geben
können wie wir dem Hund helfen können.

Rocky
12.05.2004, 08:28
Hallo Sira!
Ich kenne auch eine Bekannte die so eine Hündin hat.Sie wohnt allerdings 200 Km weg von mir und ich weiß nicht was sie mit Ihr dagegen unternimmt.
Aber ich würde so schnell wie möglich was dagegen unternehmen!Ich besuche eine normale Hundeschule mit unserem Labrador.Er hat vor nichts Angst.Aber dort gibt es auch eine Angst und Aggressionsverhalten-Hundeschule.Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall eine Hundeschule gegen Angst besuchen.Sowas gibt es heutzutage überall.Nebenher würde ich es vielleicht mit Bachblüten versuchen...
Denn wenn sie ständig Angst hat,hat ja auch sie nichts vom Leben und kann es nicht genießen.Sie lebt ja unter ständiger Anspannung-wann kommt das nächste Geräusch dass mir Panik macht :( ,und das ist weder für dich noch für Deine Maus schön.Also ich denke Du brauchst da Hilfe,bzw.Deine Hündin.Alleine wirst Du sie davon nicht abkriegen...


Viel erfolg für Dich und Deine süsse.


VLG Mone

billymoppel
12.05.2004, 08:48
hallo sira,
ich denke, das zauberwort heißt desensibilisierung. bei eigenen versuchen aber bitte darauf achten, dass der hund alles freiwillig macht, zu nicht zwingen. voraussetzung ist natürlich ein gefestigtes vertrauensverhältnis zwischen halter und hund. parallel am selbstvertrauen des hundes arbeiten. ihm in unbelastseten sitauationen dinge beibringen, die er leicht kann und überschwenglich loben.
und bitte nicht mit fön und staubsauger üben, die mögen selbst hartgesottene hunde meistens nicht.
allerdings denke ich wie mone, dass man bei so einem schweren fall alleine mehr falsch als richtig macht und sich daher verhaltenstherapheutische unterstützung suchen sollte.
ich würde auch mal mit meinem ta über eine klassische medikamentöse unterstützung sprechen. von bachblüthen etc. halte ich nichts, ich glaube nicht dran, ergo wirkt es nicht, aber einen versuch kann man ja machen. glaube versetzt bekanntlich berge. :D

lg
bettina

Susanne35
13.05.2004, 13:57
Hallo Sira,

auch wir haben einen Angsthasen als Hund. Es ist ein 1jähriger Australian - Terrier Rüden.
Wir bekamen ihn als er 5 Monate war vom Züchter.
Wenn man mit ihm spazieren geht und Leute einem entgegen kommen, zerrt er wie verrückt an der Leine.
Zu Anfang machten wir mit ihm auch die Welpenschule und den Junghundekurs mit, jedoch änderte sich an seinem Verhalten nicht viel.
Daraufhin setzten wir uns mit einer Hundepsychologin zusammen und sie erstellte uns nach dem Ausfüllen einer Liste, die sein Verhalten darstellte, eine Analyse mit Bachblüten.
Mittlerweile sind seit Anfang der Therapie 2 Monate vergangen.
Man kann ihn frei laufen lassen, er hört aufs Wort. Die Angst hat sich um ein 1/3 vermindert, zumal es auch eine langwierige Therapie ist. MAn kann jetzt nicht nach 1-2 wochen davon ausgehen, das sich sein Verhalten schon ändert. Jetzt heißt es viel Geduld und Liebe helfen dem Tier sehr.
Er bekommt die Tropfen ( es besteht aus 6erlei verschiedene Essenzen) 3-4 mal täglich.

Bei Interesse gebe ich Dir hier mal die Adresse der Tierpsychologin an:

Marion Brehmer
Altwiedermuser Weg27
63584 Gründau
Tel: 06058 / 6561
Fax: 089 / 1488277888
www.hundepsychologin.de

Zudem kannst Du Dir ohne Bedenken aus der Apotheke mal die Rescue - Tropfen holen, es beruhigt ihn auch etwas, da der Stress auf DAuer auch nicht das Wahre ist.
Ich gebe ihm diese Tropfen immer zusätzlich, wenn ich mit ihm mal in die Stadt gehe.
Gerade solche ängstlichen Tiere sollte viel unter Menschen kommen.

Schreibe mir einfach mal wozu Du Dich entschieden hast, würde mich sehr freuen.

Grüße
Susanne:cu:

Sira123
14.05.2004, 12:18
Original geschrieben von Susanne35
Hallo Sira,

auch wir haben einen Angsthasen als Hund. Es ist ein 1jähriger Australian - Terrier Rüden.
Wir bekamen ihn als er 5 Monate war vom Züchter.
Wenn man mit ihm spazieren geht und Leute einem entgegen kommen, zerrt er wie verrückt an der Leine.
Zu Anfang machten wir mit ihm auch die Welpenschule und den Junghundekurs mit, jedoch änderte sich an seinem Verhalten nicht viel.
Daraufhin setzten wir uns mit einer Hundepsychologin zusammen und sie erstellte uns nach dem Ausfüllen einer Liste, die sein Verhalten darstellte, eine Analyse mit Bachblüten.
Mittlerweile sind seit Anfang der Therapie 2 Monate vergangen.
Man kann ihn frei laufen lassen, er hört aufs Wort. Die Angst hat sich um ein 1/3 vermindert, zumal es auch eine langwierige Therapie ist. MAn kann jetzt nicht nach 1-2 wochen davon ausgehen, das sich sein Verhalten schon ändert. Jetzt heißt es viel Geduld und Liebe helfen dem Tier sehr.
Er bekommt die Tropfen ( es besteht aus 6erlei verschiedene Essenzen) 3-4 mal täglich.

Bei Interesse gebe ich Dir hier mal die Adresse der Tierpsychologin an:

Marion Brehmer
Altwiedermuser Weg27
63584 Gründau
Tel: 06058 / 6561
Fax: 089 / 1488277888
www.hundepsychologin.de

Zudem kannst Du Dir ohne Bedenken aus der Apotheke mal die Rescue - Tropfen holen, es beruhigt ihn auch etwas, da der Stress auf DAuer auch nicht das Wahre ist.
Ich gebe ihm diese Tropfen immer zusätzlich, wenn ich mit ihm mal in die Stadt gehe.
Gerade solche ängstlichen Tiere sollte viel unter Menschen kommen.

Schreibe mir einfach mal wozu Du Dich entschieden hast, würde mich sehr freuen.

Grüße
Susanne:cu:

Sira123
14.05.2004, 12:32
Hallo Susanne

Ich habe deinen Rat befolgt und mich heute morgen mit der
Tierpsychologin in verbindung gesetzt.
Sie hat mir einen Fragebogen zugefaxt den ich ausfüllen sollte.
Sie will mir nun die Bachblüten zuschicken.
Ich hoffe Sie werden Siera Helfen.


Gruß Silke.

billymoppel
14.05.2004, 15:52
hallo silke,
na dann prost!
selbst wenn man eine wirksamkeit unterstellen würde, kommen sie bei einem schweren angst-problem doch nur als begleitende thrapie in betracht. nicht mal erwiesenermaßen wirksame psychopharmaka können ohne eine verhaltenstherapie wunder vollbringen.
ergo wäre die verhaltenstherapie das a und o gewesen.
aber ist schön bequem, gelle? ein anruf und die post bringt die lösung ins haus. dass das funktionieren kann, glaubtst du doch nicht im ernst?

lg
bettina

Rocky
14.05.2004, 23:40
Du,cih weiß ja nicht ob die Bachblüten helfen.Es mag ja sein.Aber ich denke auch dass eine Verhalternstherapie nebenbei in so einem Fall nötig ist.Erkundige Dich doch mal bei einer Hundeschule die solche Hunde unterichtet...Wie gesagt-Ihr habt doch beide mehr vom Leben....Bettina,ich finde wir sollten Ihr hier helfen und sie nicht niedermachen...Ich meine,das ist nicht bös gemeint,aber ich denke das kann man auch normal sagen,bzw.schreiben.Ich finde es auch nicht richtig nur Bachblüten einzusetzen,aber sie sucht hier doch Hilfe und ich finde die sollte sie bekommen...:D Also bitte erkundige Dich mal nach einer HUndeschule.Noch ist sie jung und kann viel Angst ablegen wenn man Ihr jetzt hilft....Sie wird doch viel mehr Freude am Leben haben..Das liegt Dir doch am Herzen,oder?;)


LG Mone

Schäfergirl
15.05.2004, 07:04
Hallo,
Unser Axel ist ja ein extrem schwieriger Fall gewesen. Jetzt wird es immer besser, man kann ihn nun schon fast als einigermaßen "normal" bezeichnen. Er ist aus schlechten Erfahrungen herraus angst-aggressiv geworden. Wir haben keine BB verwendet, wobei sie bestimmt nicht schaden. Aber als alleinige Therapie sind sie, meiner Meinung nach, absolut ungeeignet.
Viel Zeit, Liebe, Geduld und ein guter Trainer bringen bestimmt mehr. Ich glaube, dass sich die Angst nicht vollständig abbauen lässt, da es sich wahrscheinlich um eine angeborene Eigenschaft handelt. Aber man kann sie sicher abmildern und sich und den Hund ein normales, glückliches Leben damit ermöglichen.

Ich wünsche dir ganz viel Glück und halt uns auf dem Laufenden

Lisa

cheroks
15.05.2004, 14:28
Ich sehe ganz oft bei Hundebesitzern mit "Angsthunden" das sie den Hund ihn ihrer Angst geradezu unterstützen - das natürlich unbewusst!!!
Bachblüten als Zusatz finde ich ok, habe ich auch gemacht, aber letztendlich kommt es doch sehr auf das Verhalten des Menschen an.
Ein Hund der Angst hat ist unsicher, er weiss nicht, wie er sich richtig verhalten soll. Als Mensch kann man dem Hund nur als Beispiel dienen, in dem man in einer Angstsituation die absolute Ruhe bewahrt und weiterhin auf gewisse Dinge besteht. Auch ein "Angsthund" braucht Grenzen, vielleicht sogar gerade der, dass verschafft ihm Sicherheit.

Wie reagierst du auf die Angst deines Hundes?

lg tina

Goldener
15.05.2004, 22:08
Auch wir haben einen Goldie. Er kam mit 10 Monaten zu uns und war fürchtlich ängstlich bei Menschen, Geräuschen, Mülltonnen, befahrenen Straßen, Innenstädten, Hunden, Kindern .... Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.
Als erstes hatten wir eine Tierpsychologin im Hause, die uns erst mal unseren Umgang mit ihm erklärte, wie z. B. ihm nicht direkt in die Augen schauen, leise reden usw. Das ist bei Euch sicher nicht mehr notwendig, da die Hündin ja schon länger bei Euch lebt.
Dann war ihr Tipp, den Hund nicht vor unbekannten Dingen zu schützen, sondern mit viel Geduld und Ruhe üben. So gingen wir fast täglich an einer befahrenen Straße vorbei. Am Anfang nur 10 mtr. Nach einer Woche dann eine bißchen länger. Die ganze Übung dauerte dann ca. 1/2 Jahr. Inwzischen hat er natürlich keine Angst mehr vor Autos, LKW und Bussen. Er ist inzwischen 5 Jahre alt.
An viele Dinge konnten wir ihn mit langsam steigender Häufigkeit gewöhnen, z. B. das Spielen mit anderen Hunden, geübt wurde zuerst mir kleinen Hunden, später mit erwachsenen größeren.
Auch das Vertrauen in fremde Menschen ist im Laufe der Jahre gewachsen. Er läßt sich nicht sofort von Fremden anfassen, aber so nach ca. 5 Minuten duldet oder genießt er es inzwischen.
Ihr braucht auf jeden Fall viel Geduld und alles muss in kleinen Schritten geübt werden.
Ich wünsche Euch viel Ruhe und Erfolg.
Stefanie