PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kastration



chatfrosch
11.05.2004, 07:36
Ist es für einen Rüden leichter sich seinem Herrchen unterzuordnen, wenn er kastriert ist?

Mein 15 Monate alter Rüder versucht so ca. im 14 Tage Rythmus sich mit seinem Herrchen anzulegen. D.H. er knurrt bei Handlungen von Herrchen, die sonst in Ordnung sind und er von klein auf kennt. z.b. Zähne anschauen, streicheln im Körbchen usw. An einem Tag darf Herrchen das und am nächsten Tag knurrt er.
Dann schepperts natürlich im Karton und Hundi wird von Herrchen zurechtgewiesen - auf den Rücken legen usw.

Bei mir hat er das nur als ganz kleiner versucht - so mit 3 Monaten wenns was leckeres gab (getrockneter Pansen oder so) und seit dem nicht mehr.

Viele Grüße
Claudia

billymoppel
11.05.2004, 08:46
hallo claudia,
ja klar, sobald er aus der narkose aufwacht, ist er lammfromm.:eek:
das glaubst du doch nicht im ernst, oder?
dein rüde ist im rüpel-alter,er sucht den platz in seinem leben. logisch setzt er sich hauptsächlich mit dem anderen rüden :D der familie auseinander, das liegt in der natur der sache.
mir fällt auf, dass bei euch schon für vergleichsweise harmlose vergehen, mit den stärksten methoden bestraft wird. eine geste ohne inhalt, d.h. innere stärke, nützt absolut nichts. einen hund auf den rücken zu drehen, wäre für mich ultima ratio. und ich würde einfach erwarten, dass er von selbst tut, wenn ich entsprechend sauer bin.
nehmen wir folgendes: knurren, wenn es ums futter weg nehmen geht: ich würde in dem fall gar nicht bestrafen, sondern solange darauf beharren, bis es mir freigegeben wird. knurren hin oder her. ich ignoriere dieses verhalten einfach. was sage ich dem hund damit?: "knurr ruhig, es interessiert mich nicht, ich bin schöner, stärker und klüger als du, und am ende habe ich es doch. du kannst tun, was du willst, mir bist du nicht gewachsen." das ist übrigens auch meine gefestigte innere einstellung und jeder hund merkt das, denke ich.
durchsetzungskraft kommt von innen und sollte sich nicht in gesten erschöpfen.
würde mein hund mich anknurren, wenn ich ihn streichle - ich würde ihn einfach des platzes, an dem er liegt, verweisen und komplett ignorieren. auf der anderen seite darf mir mein hund durchaus mal zu verstehen geben, dass er jetzt lieber seine ruhe hätte, z.b., indem er einen seiner rückzugsplätze aufsucht.
das kann (und muss) ich akzeptieren - zumindest solange, wie nicht irgendwas anliegt. er ist ja nicht mein sklave, sondern mein gefährte, auch wenn ich natürlich der chef bin. er muss also darauf vertrauen können, mir seine wünsche mitteilen zu dürfen und auch darauf, dass sie - in grenzen - respektiert werden.
ich würde deinem mann raten, eifach mal ein zwei tage überhaupt keine interaktion mit dem hund zu betreiben und dann noch mal von vorne anzufangen.
und nochmal zum auf-den-rücken-drehen: schon mal erlebt, dass ein hund das bei einem anderen macht? wenn, legt man sich als unterlegener freiwillig auf den rücken: es ist die geste des verlierers, nicht des siegers.

lg
bettina

Maggie_HH
11.05.2004, 08:50
Ist es für einen Rüden leichter sich seinem Herrchen unterzuordnen, wenn er kastriert ist?

Ich glaube das nicht!
Eine Kastration KANN nur Verhaltensweisen ändern, die hormonelle Ursachen haben oder durch Hormone gesteuert und begünstigt werden.
Also ich würde meinen Rüden nur kastrieren, wenn er einen gesteigerten Sexualtrieb hat (also wenn man es wirklich nicht mehr aushalten kann,z.B. wenn der hund wenn er läufige Hündinnen riecht nichts mehr frisst, zuhause jault usw...)oder natürlich wenn er Hodenkrebs oder sonstige Erkrankungen hat.
Ein Dominanzproblem (wenn es eins ist), kann man nur in den Griff kriegen, wenn man selbst sein verhalten ändert, erst dann kann man erwarten, das auch der Hund sich ändert!


Dann schepperts natürlich im Karton und Hundi wird von Herrchen zurechtgewiesen - auf den Rücken legen usw

Ich denke, damit wird sich sein Herrchen auf lange Sicht keinen Respekt beim Hund verschaffen!

sandinchen
11.05.2004, 09:19
Mit der Kastration schließe ich mich den anderen an. Wird nix bringen.

Ich halte es mit dem Knurren wie Bettina. Hund weg schicken. "Geh mir aus den Augen!" Die entsprechende Geste dazu und Hund wird verstehen, was man will. Man muss nicht Hand an den Hund legen, trotzdem bestimmt man indirekt über ihn, weil man ihm nämlich "vorschreibt" wo er sich aufzuhalten hat und damit ordnet man sich ihm eindeutig über, ohne dass es zu einer "Auseinandersetzung" kommt. Praktisch, nicht? :p
Danach würde ich den Hund ebenfalls noch eine Weile ignorieren. Dabei muss man aber gar nicht sauer sein oder so. Einfach die gelassenheit in Person bleiben. Das beeindruckt Hunde viel stärker.

Und sag Herrchen, er soll das nicht persönlich nehmen. Hunde sind einfach so. Sie testen ihre Grenzen aus. ;)

Mit der Körperpflege. Ich kann das von hier aus nicht einschätzen...wenn das Knurren nicht zu stark ist, würde ich auch einfach weitermachen. Hund deutlich "Nein!" sagen und dann die Pflege fortsetzen. Benimmt er sich, ein ruhiges lobendes Wort...er wird verstehen.

Im Körbchen würde ich ihn einfach in Ruhe lassen. Was solls. So weiß er, da kann er "für sich" sein.

billymoppel
11.05.2004, 09:40
"Benimmt er sich, ein ruhiges lobendes Wort...er wird verstehen."

JA! das ist es, was uns dem hund wirklich überlegen macht - unsere stimme, nicht unsere körperliche überlgenheit (die bei größeren rassen ja auch sehr relativ ist). unsere stimme ist etwas, womit wir sehr effektiv und auf größere entfernung liebkosen, drohen und aggressiv sein können. auch alles gleichzeitig, wenn es sein muss :D und da hund sehr gute ohren hat, kommt er damit bestens zurecht. meistens jedenfalls :D

lg
bettina

chatfrosch
11.05.2004, 09:45
Ganz so einfach ist das leider nicht!

Wir haben natürlich auch schon das wegschicken ausprobiert (bzw. Herrchen).
Aber zu der Situation im Körbchen. Ich habe Hundi vorm ins Bett gehe in seinem Körbchen gestreichelt und zwei Minuten später hat Herrchen Hundi im Körbchen gestreichelt und schon ging das geknurre los.

Wie oft knurren Eure Hunde denn?
Irgendwann muß er doch kapieren,daß Menschen anknurren tabu ist.

Außerdem kam es inzwischen zwei mal zu "in die Luft schnappen-Vorfällen". Das ist nicht gerade lustig. Ich finde da reines wegschicken zu wenig.

Wenn ich - oder natürlich auch Herrchen - Hundi streichelt und er geht auf einen anderen Platz, dann wird das natürlich respektiert das er seine Ruhe haben will. Aber liegen zu bleiben und zu knurren ist wohl nicht die richtige Lösung!

Viele Grüße
und Danke für die Antworten
Claudia

Rüsselterriene
11.05.2004, 09:53
Vielleicht ist "Herrchen" einfach tolpatschig?

Gibts da vielleicht Unterschiede, wie du streichelst und wie "Herrchen" streichelt?

Ausserdem: Wie oft hat "Herrchen" jetzt schon vergebens versucht den Hund "zu unterwerfen"?
(Ich würde jedenfalls solche Stümper auch anknurren)

An deiner Stelle würde ich Herrchen und sein Kind erstmal in eine Hundeschule schicken. Vielleicht was mit Agility.
Der Hund vertraut ihm augenscheinlich nicht mehr.

Und dann darf Herrchen auch wieder anfangen "Wünsche" zu äussern. Streicheln gehört dazu.

Wie oft sind die Beiden denn so unterwegs?

Anke

billymoppel
11.05.2004, 10:24
sehe iich genauso. zu einer beziehung, auch wenn sie klar oben-unten ist, gehört nicht nur nehmen, sondern auch geben.

@claudia

mein rüde hat noch nie geknurrt, er hat es mir relativ leicht gemacht (von den ein zwei versuchen am anfang, aufzureiten, mal abgesehen). so ist er halt. ich habe ihn einfach abgeschüttelt und weggewiesen und das wars dann auch.
meine hündin dagegen -das ganze gegenteil. sie kam als knurrender und schnappender derwisch zu uns. sie kam aus schlechter haltung und hatte natürlich überhaupt keinen grund, einem menschen zu vertrauen. aus ihrer sicht völlig verständlich. ich durfte sie kaum anfassen (nur bauchkraulen ging), nicht kämmen, kein futter wegnehmen. das a und o waren logischerweise vertrauensbildende maßnahmen, ohne dass ich irgendwas von ihr wollte.ich war der mensch, mit dem spass haben konnte, mit dem es regelmäßig spazieren ging, der für futter sorgte und sie vor dem bösen in der welt beschützte. zudem kamen maßnahmen, die ihr selbstvertrauen stärken einfache sachen, die sich nicht überforderten und für die sie überschwengliches lob bekam. so was wie "hopp" auf eine bank machen. denn der unsichere hund schnappt und knurrt. peu a peu habe ich dann angefangen, meine wünsche zu äußern und sie notfalls - wie beschrieben - durchzusetzen. sollte sie doch schnappen, wenn ich sie gekämmt habe, ich hatte arbeitshandschuhe an und mir war das egal. angst macht mir sowas jedenfalls nicht. und siehe, sie verstand: 1.) ich tue ihr nichts, ich kämme sie nur. ihr pelz bleibt ganz. 2.) ich kämme sie trotzdem. 3.) mir doch egal.
und so mit allem. wenn es ganz schlimm war, habe ich natürlich auch mal zurechtgewiesen - ein leises und durchaus drohendes "moooppeeel" recht da völlig. und natürlich solche kommandos wie "nein" oder "aus", die nicht verhandelbar sind.
im gegenzug muss man seinem hund auch respekt entgegenbringen, ihm rückzug ermmöglichen und darf ihn nicht ewig mit zuneigung verfolgen. wenn man ihn streichelt, dann so, wie er es mag.
wie habt ihr die situation im schlafzimmer denn aufgelöst? wie gesagt, es ist die frage, ob man einen schlafenden hund noch streicheln muss, aber wo es einmal geschehen ist, darf er natürlich nicht knurren. ich hätte den hund einfach vor die türe geschickt und basta.

sandinchen
11.05.2004, 11:54
Knurren ist doch nicht völlig tabu. Wieso denn? Gehört nunmal zum Hund dazu. ;) Es ist eine Ausdrucksform, wie wenn du sagst: "Geh mir mal vom Pelz" Entscheidend ist, wie man damit umgeht.

Ihr solltet anfangen, das Ganze nicht als Katastrophe zu betrachten, dann entspannt sich die Situation auch wieder.
Und du brauchst auch nicht mit anderen Hunden vergleichen. Das eine Hundegemüt ist so, das andere anders...

Lasst den Hund in seinem Korb doch einfach mal in Ruh. ;)

Das mit dem Schnappen...Knurren heißt ja in etwa. "Geh weg, sonst beiß ich!" Tja, und was hat Hundi "gelernt". Knurren ist tabu. Also schnapp ich eben.

Vertrauensbildende Maßnahmen sind natürlich angebracht. Und wenn Hundi wieder knurrt, schickt ihn einfach weg. Glaubt mir, dass reicht ihm! Ihr müsst nicht "härter durchgreifen". Ignoriert ihn mal so richtig. Lasst ihn mal links liegen, sprecht nicht mit ihm. Er wird hinter euch her kriechen. Das ist mehr Strafe als ihn sich vorzuknöpfen. ;)

Üb das weg schicken auch mal in anderen Situationen. Du kommst mit den Einkaufstüten heim, Hundi schnüffelt: "Geh weg!" Geste dazu. Fertig. Er lernt so, wo er "steht". Lass ihn nicht im Weg liegen...solche Dingen wirken.

ToxicToast
11.05.2004, 12:10
hmmm aber was macht ihr denn wenn sich der hund nicht wegschicken lässt, ich meine nicht jeder hund lässt sich von ein bisschen gefuchtel und geschrei einschüchtern.

(wenn ich da an unseren alten hund zurückdenke, der hätte euch einen gehustet...)

sandinchen
11.05.2004, 13:30
Von rum schreien hat keiner was gesagt. Da wäre auch genau verkehrt. Damit signalisiert man dem Hund nur, dass man gerade die Kontrolle über sich und die Situation verliert.
Rum fuchteln sollte man auch nicht, sondern mit dem Körper eine deutliche Sprache sprechen. Sich aufrecht hinstellen, die Muskeln anspannen. Das merkt der Hund...Hm, wenn sich der Hund nicht mal weg schicken lässt, sollte man vielleicht nochmal von vorne anfangen. Da scheint ja dann schon so einige schief gelaufen zu sein. Die meisten Hunde nehmen so eine "Einladung zur Flucht" gerne an. Solange sie noch normal ticken.

Vielleicht beschreibst du mal genauer wie euer "alter Hund" so drauf war. Pauschal kann man da schlecht was sagen... Oder sollte das nur ein Einspruch von dir sein. :p

sandinchen
11.05.2004, 13:34
Nochmal ich. Es geht überhaupt nicht drum, den Hund einzuschüchtern. Das ist gar nicht das Ziel. Es geht darum, dem Hund zu sagen (wie Bettina so schön meinte): "Nö, mit mir nicht! Mit Knurren kommen wir nicht weiter." Der Hund soll nicht eingeschüchtert werden. Es soll ihm die Möglichkeit gegeben werden aus einer bedrohten Situation zu verschwinden, denn mit Knurren zeigt er ja sein unbehagen. Und wir zeigen ihm, dass wir uns nicht einschüchtern lassen, indem wir die Führung an uns "reißen" und ihm sagen, dass er eben gehen soll, wenn ihm was nicht passt. Das hat nix mit einschüchtern zu tun. ;)

ToxicToast
11.05.2004, 17:59
Original geschrieben von sandinchen
Vielleicht beschreibst du mal genauer wie euer "alter Hund" so drauf war. Pauschal kann man da schlecht was sagen... Oder sollte das nur ein Einspruch von dir sein. :p

haha unser alter hund war ein berner sennen hund rüde mit einem kampfgewicht von über 60kg??! er war aber nicht fett er war einfach nur groß. dabei war er immer sehr ruhig und ausgeglichen. mehr ein möblestück als ein hund. er lag immer irgendwo rum und er war nicht zu motivieren. (bällchen? hä? was soll ich denn damit? *schnarch*). und wenn der hund irgendwo lag, dann lag er da. basta.
er hat allerdings auch nicht viel erziehung genossen.
ich war leider noch zu klein um meinen wunsch hund zu erziehen (ich war 6/7 als wir ihn bekamen) und meine eltern sind bis heute schwer erziehbar in sachen hundeerziehung. jedenfalls wurde wauzi dann ganz alt (10 1/2 Jahre) und stur. Im nachhinein (und aufgrund eines seminars über agressionsverhalten bei hunden) bin ich der meinung, dass er einfach der perfekt alpha hund war. die "bösen" beißer hund knurrer denen ein dominanz problem angelastet wird sind eigendlich (laut seminar) nicht alpha hund fähig. die ruhigen "braven" hunde seien die stillen herrscher...bla bla ist ja auch egal gehört ja auch nicht zum thema. :p

ToxicToast
11.05.2004, 18:07
...und eigendlich war es nur ein denkanstoß, weil mich das ganze an unseren "klotz" erinnert hat...
ich hab vor einiger zeit festgestellt dass es sich manche leute zu einfach mit problemlösungen machen. :p

sandinchen
11.05.2004, 19:30
Und wenn euer Klotz von klein auf gelernt hätte, dass man Platz macht, wenn da ein Mensch an ihm durch will, dann wäre das die normalste Sache der Welt für ihn gewesen... ;)

billymoppel
11.05.2004, 19:43
hallo toxic,
in einem gebe ich dir völlig recht, die schnapper, knurrer und beller sind meistens nicht die dominanten tiere, sie tun das gerade, weil sie völlig verunsichert sind, wenn sie durch das verhalten ihrer menschen in eine rolle gedrängt werden, die sie gar nicht wirklich innehaben wollen.
und mit einem robusten alpha-tier, welches dann auch noch köperlich überlegen ist, hat man ganz sicher ein größeres problem, WENN es einmal soweit gekommen ist. das ist nämlich der entscheidende punkt und eigentlich hast du das bei der beschreibung deiner eltern auch klar erkannt. das ist auch ganz konkret das problem bei den hunden sehr großer rassen, die deshalb eigentlich nur zu hunderfahrenen leuten sollten. gegenüber einem dominanten dackel habe ich schon aufgrund meiner körpergröße einen völlig anderen stand, funktioniert unter hunden ja genauso. der dominanteste dackel wird sich bei klarem verstand nicht mit einem halbwegs dominanten schäfi anlegen - ohne, dass es zu einer körperlichen berührung kommt, ist die sache von vornherein gegessen.
was uns aber auch gegenüber einem 60kg-koloß auszeichnet, ist unsere intelligenz und durchtriebenheit. DAS ist der einzige vorteil,den man hat. wenn man sich aber aus bequemlichkeit oder unkenntnis weigert, diese karte auszuspielen, dann bleibt nix.
ich habe eine freundin, die bei 1,56 und höchstens 45 kg (eine ganz zarte) mit ihrem 60kg-riesen (russ. terrier) spielend zurecht kommt und er ist mit sicherheit auch ein dominantes tier und noch nicht mal besonders ausgeglichen. aber bei ihr stimmt halt das innere, ihr hund spürt mit absoluter sicherheit, dass bei ihr einfach nichts zu wollen ist, dass sie ihm auch in ihrem anspruch haushoch überlgen ist. und zwar von welpen-beinen an.

lg
bettina

Thomas
11.05.2004, 22:32
Hallo Claudia!

Ihr habt Glück! Ja, so richtig Glück. Keine 60km von euch entfernt gibt´s nen sehr fähigen Hundetrainer. Der gute Mann heißt Anton Fichtlmeier. Ich kann euch nur dringend empfehlen, ihn anzurufen um eine Einzelstunde (ca. halber Tag) bei ihm zu buchen. Glaub mir, er kennt sich mit Rottis aus. Iss zwar nicht billig und er wird evtl. auch nicht sofort für euch Zeit haben, aber ihr solltet es nicht versäumen auf kompetente externe Hilfe zurückzugreifen. Euer Rotti ist jetzt 15 Monate alt. Man muss kein Prophet oder gar Schwarzmaler sein, wenn man da mittelfristig "ungutes Wetter" am Horizont sieht. Unnötig zu erwähnen, das er selbstverständlich nicht den Hund "kurieren" wird, sondern Fehlverhalten seiner Menschen...

Info´s über Fichtlmeier bekommst Du auf seiner Webseite <click> (www.fichtlmeier.de).

Kannst aber auch gerne mal einen Thread hier im Forum <click> (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=13282&perpage=20) lesen (auf Seite 5 steht ein Bericht von einem Besuch bei ihm, vor 2 Wochen).

Also pack Mann und Hund ins Auto, und auf geht´s zum Starnberger See. Aber zieht euch warm an - auch wenn die Sonne scheint (siehe mein Besuchs-Review ;) )

Gruß
Thomas

sandinchen
11.05.2004, 22:41
Oh ja, da kann ich Thomas nur beipflichten. Ich kenne Herrn Fichtlmeier zwar nicht persönlich, aber ich hatte schon Gelegenheit mit seiner Frau zu telefonieren und da kann man schon erahnen, welch große Rolle das Thema Hund im Hause Fichtlmeier spielt und wieviel Erfahrung dort deswegen schon gesammelt werden konnte.
Ich würde auch in eine Einzelstunde investieren. Raus geschmissenes Geld ist das sicher nicht. ;)

Und bitte sofort Bericht erstatten. :D

Hovi
11.05.2004, 23:51
Original geschrieben von chatfrosch
Mein 15 Monate alter Rüder versucht so ca. im 14 Tage Rythmus sich mit seinem Herrchen anzulegen.


Hallo Claudia,

nur so ein Gedanke von mir.... kann es sein, dass Herrchen sich nach dem Anknurren wieder besinnt : "Da war doch mal was, das nannte sich liebevolle Konsequenz..." und sich dann ein paar Tage zusammenreißt? Dann ist Hundi wieder brav, knurrt nicht mehr, und schon läßt das Herrle die Zügel wieder schleifen - schwupps, schon hat man einen ungefähren 14-Tage-Rhythmus.

Ich würde mal ganz aus der Ferne und unverbindlich behaupten, das "Problem" liegt beim Herrchen, nicht beim Hund - natürlich hilft die Kastration bei beiden nicht, um Verhaltensverbesserung zu erzielen ;).

Grüße
Claudia

chatfrosch
12.05.2004, 07:00
also hilft die Kastration des Herrchens auch nichts! :D :p :D

Das es wahrscheinlich am Herrchen liegt ist mir schon klar, aber das muß ich dem Herrchen erst mal so richtig verklickern. Er hört auf dem Ohr etwas schlecht.
Wir sind schon dabei etwas umzustellen, aber Herrchen braucht oft länger etwas umzusetzen, als Hundi! Seit einiger Zeit ist die Handfütterung angesagt. Jetzt bin ich noch auf der Suche Herrchen mehr einzuspannen. Das Problem ist nur das er beruflich sehr eingespannt ist.

Gestern habe ich den Vorschlag gebracht, daß Herrchen etwas von seinem geliebten Schlaf opfern muß und früher aufstehen, um wenigstens morgens 20 Minuten gassi zu gehen. Ich hoffe, daß ich das durchsetzen kann.

Viele Grüße
Claudia

sandinchen
12.05.2004, 08:57
Oder schick doch die Männer am Wochenende mal alleine los. Dann sollen sie einen trinken gehen oder zum Fußball, naja, oder eben einfach nur eine Runde spazieren...:D

Ekle
12.05.2004, 10:27
Hallo,

ich kann Euch nur die Lektüre des Buches "Agressionsverhalten beim Hund - auch nette Hunde streiten" empfehlen.

Wenn man erst mal weiß, warum Hund was macht, fällt der Umgang damit wesentlich leichter. Meistens handelt es sich nämlich schlicht und ergreifend um Mißverständnisse auf beiden Seiten.

Viele Grüße Ekle

Hovi
12.05.2004, 10:29
Original geschrieben von chatfrosch
Er hört auf dem Ohr etwas schlecht.



Hallo Claudia,

dann würde ich die Kastration vielleicht doch in Erwägung ziehen :D :D :D.... er wird dann auch beruflich etwas ruhiger, Nachteil: er setzt leichter Fett an! Das Feierabendbier müsstest Du dann streichen :p

Grinsegrüße
Claudia

chatfrosch
12.05.2004, 12:39
Also Fußball spielen würde meinem Hund schon gefallen - und einen trinken gehen meinem Freund bestimmt auch - also wäre für jeden was dabei :D :cool:
Nur das mit dem Fußball wäre ein kurzes Vergnügen - die sind immer nicht Hunde-fest.

Viele Grüße
Claudia

P.S. Ich glaub auf dem Kastrationsohr würde mein Freund noch schlechter hören!! :wd: