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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : autopaniker



neaira
07.05.2004, 19:17
hallo!

eine bekannte von mir,bzw.auch ich haben ein problem:
ihr hund hat panische angst vorm autofahren.
er wehrt sich mit händen und füssen (ohne knurren und beissen,aber mit strampeln und dagegenstemmen) dagegen,ins auto einsteigen zu müssen.
wenn man den brocken dann mit vereinten kräften (nicht grob! wir heben ihn nur rein) doch ins auto gesetzt hat,hechelt er total,speichelt extrem und übergibt sich nach spätestens 5minuten.
weder reisetabletten noch magensaftreduzierende tropfen helfen.
auf dem rückweg übergibt er sich i.d.regel aber komischerweise nicht!
selbst wenn sie an den see fährt scheint er das autofahren nicht damit,also etwas gutem,zu verbinden.
das wird langsam zu einem echten problem,weil sie ihn dadurch kaum irgendwo mit hinnehmen kann und ich eben auch nicht,wenn er mal bei uns ist.
leider hat sie auch nicht immer die zeit,es mit ihm zu trainieren,weil sie grad mitten in der abschlussprüfung steckt.
ich dachte schon an bachblüten,vielleicht mimulus und star of bethlehem,aber ich bin auf dem gebiet auch keine fachfrau...
kennt sich einer von euch mit bachblüten oder homöopathie aus,oder hat erfahrung mit diesem problem?
vermutlich hat er dieses problem schon immer,zumindest hatte das ex-herrchen wohl dasselbe problem.
ich weiss,dass training in kleinen schritten das beste wäre,aber vielleicht gibt es noch eine andere möglichkeit,ihm das autofahren zu erleichtern??

viele grüsse, silvana

Inge1810
07.05.2004, 20:14
Hallo Silvana,
ich geb`s zu, ich zweifel die Wirksamkeit von Bachblüten eher etwas an :rolleyes: Es ist wissenschaftlich nicht erwiesen, dass Bachblüten halten, was sie versprechen oder unter Placebo einzuordnen sind und ich denke eher, dass die Wirksamkeit darin liegt, dass die Tierhalter gelassener werden (mein Tier bekommt Bachblüten, es hilft bestimmt) und auf die plötzliche Verhaltensänderung der Tierhalters, der vorher selbst voller Stress war und nun dank Bachblüten (die er vielleicht lieber selbst hätte nehmen sollen ;) ) zur Ruhe kommt, reagiert auch das Tier darauf.
Zeitmangel ist für mich eine Ausrede, denn ein Hund kostet halt Zeit. Ich würde raten, den Hund ab sofort täglich nur noch im Auto zu füttern. Hund bleibt hungrig und wenn er was will, muss er einsteigen und es sich dort holen. Das Auto wird kein Stück bewegt dabei. Steigt er eine zeitlang angstfrei ein, geschieht das Ganze mit laufendem Motor usw.. Erst nur ganz kurze Strecken fahren, am Ziel gibt`s Futter und das dann ausweiten und irgendwann kann das Futter weggelassen werden und wird ersetzt mit tollen Unternehmungen (tolle Gassigänge, mit Spielen, Treffen mit Lieblings-Hundekumpels etc.).
Sicher, das kann ein paar Wochen dauern, aber was sind ein paar Wochen mit täglich ein paar Minuten Zeitaufwand, wenn darauf Jahre entspanntes Autofahren folgen? Der Hund hat das Auto negativ verknüpft und das muss in`s Positive umgewandelt werden. Negativ ist für den Hund schon ein gestresstes Frauchen (da liegt m.E. auch das Hauptproblem), das erwartet, dass Hund gleich Stress macht und sich daher anspannt, hektisch wird und Hund genervt in`s Auto hebt. Das würde auch erklären, dass der Hund auf der Rückfahrt wesentlich entspannter ist, denn Frauchen ist da sicherlich auch gelassener, als sie es auf dem Weg zum Auto war (die grösste Anstrengung, also Hund in`s Auto kriegen und wegfahren liegt hinter ihr).
Viel Erfolg!

Thomas
07.05.2004, 22:07
OFFTOPIC:

Schön, in letzer Zeit wieder öfter was von Dir zu lesen, Inge.
Warum ich das jetzt hier extra schreibe? Oooch nur so - mußte halt gerade an Dich denken, als ich gerade zufällig bei www.hundezeitung.de über diesen Artikel <click> (http://www.hundezeitung.de/typen/ziegen2.html) gestolpert bin :D :p :D

Grüßla
Thomas

Inge1810
07.05.2004, 22:25
OFFTOPIC
:eek: Und da wundert sich der Herr Thomas, dass frau sich zurückzieht, BEI SOLCHEN FRECHHEITEN :mad: :sn:
Ich glaub wir müssen uns mal wieder ein paar Takte unterhalten..... von Monitor zu Monitor :mad:

;) :D :cu:

billymoppel
07.05.2004, 23:08
man beachte vor allem die hohe fruchtbarkeit :D wahrscheinlich spielen solche erwägungungen in thomas' männlichem universum eine nicht unerhebliche rolle :?:

lg
bettina

Thomas
07.05.2004, 23:55
@ Beddina

Der von Dir angesprochene Punkt im Rassestandard (übrigens mit ausgesprochem hohem Amusement-Faktor, wie ich finde) der Frankenziege ist im Thomas´schen Universum nicht wirklich ausschlaggebend. Oder um´s fränkisch auszudrücken: "Der Käs´ iss g´essn". (Keine Missinterpretationen bitte!)

@ Inge


Ich glaub wir müssen uns mal wieder ein paar Takte unterhalten..... von Monitor zu Monitor
Ganz schön mutig, so unverholen eine Drohung aussprechen, aber im Zweifelsfall kannst Du ja auf Bettina´s rechtlichen Beistand zurückgreifen.
Und überhaupt, die Frankenziege kommt doch garnicht sooo schlecht weg....siehe z.b. "nahe Verwandtschaft" zur
Bunten Deutschen Edelziege ;)

Schön´s Wochenend´ :cu:
Thomas

PS @ Silvana: Sorry für den kleinen Exkurs in die fränkische Fauna - hat mit Deiner Frage ja nix zu tun - aber Inge hat Dich ja schon recht gut mit Tip´s versorgt.

billymoppel
08.05.2004, 01:07
isch gann nich schlafn, aber der weg zum combuder hat sich voll gelohnt: hach, mal so e kleenes späßchen in ehren, da steigt die laune doch bedrächtlisch. :wd:

@silvana
vielleicht wäre zusätzlich zu inges ausführungen (ich glaube übrigens auch nicht an bachblüthen und homöopathie - weshalb sie wohl nicht wirken :D) -gut, den hund, wenn möglich, auf dem beifahrersitz (oder in dessen fußraum) fahren zu lassen, da schlingert es nicht so. wenigstens für eine weile, auch wenn es nicht das non plus ultra ist und man vermeiden sollte, so in eine polizeikontrolle zu kommen :D

ich versuche es jetzt noch mal mit schlafen
bettina