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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hunde Besitzer kommen nicht zurecht und sehen es nicht ein!!!



Superjeile Zick
22.07.2002, 12:16
Hallo!

Sam und ich treffen bei unserem morgendlichen Spaziergang immer eine Frau mit einem Golden Retriever (Dusty), der jetzt knappe 10 Monate alt ist. Also im besten Pflegelalter angekommen.

Während unsere beiden miteinander spielen unterhalten wir uns dann schon mal. Jetzt zeigt Dusty, besonders daheim, seit geraumer Zeit (schon über 2 Monat), dass er der Chef sein will. Er fletscht die Zähne, knurrt und versucht sogar nach den Besitzern zu schnappen. Ich habe ihnen jetzt mehrfach gesagt, dass sie sich dies auf gar keinen Fall gefallen lassen sollen und ihnen ein paar Tipps gegeben, z.B. auch den Schnauzengriff gezeigt. Sie haben aber jetzt schon angst vor Dusty und das aller beste ist, sie haben angst sie würden ihm dabei wehtun. So auf die Tour, der arme Hund. :mad:

Leinenführig ist er außerdem auch überhaupt nicht. Dusty zieht seine Besitzer einfach mal gerade über die Strasse, wenn es ihm passt und er wird auch noch bestätigt indem sie mit ihm gehen und ihn dann auch noch mit dem Hund, zu dem er gezogen hat spielen lassen. Auf “hier“ und andere Befehle hört er schon gar nicht. Habe für diesen Fall die Schleppleine empfohlen, dies ist ihnen jedoch zu lästig.

Ich kann den Besitzern einfach nicht klar machen, dass sie sich damit einen “Killer“ heranziehen. Jetzt habe ich schon angeboten, dass sie doch einmal mit zur Probe in die Hundeschule gehen. Sie meinen aber, dass dies nicht nötig wäre, sie würden ja bei der Züchtern hin und wieder zu einem Training gehen (1-2 x im Monat). Sonst machen sie nichts mit ihm!:mad::confused:

Kann mir einer bitte einen Tipp geben, wie man den Leuten begreiflich machen kann, dass sie das Tier absolut in die falsche Richtung lenken. Ich möchte eigentlich nicht erfahren, dass Dusty abgegeben werden musste oder sogar jemanden angefallen hat.

Bin also für jede Hilfe dankbar!!!

Grüße
Nadine & Sam

volker
22.07.2002, 18:19
Hallo Nadine,

Was du schreibst ist eine Sache die leider vorkommt und
ich glaube nicht, daß du die Besitzer überzeugen kannst.

Sie hören dir nämlich einfach nicht zu und sind der festen Überzeugung alles im Griff zu haben.

Ich habe in einem anderen Bereich meine Meinung dazu gesagt.

Die Frage ist, was passiert mit dem Hund wenn das was du geschildert hast eintreten sollte???? ich hoffe es aber wirklich nicht.

Der Hund hat dann sein Recht auf Leben verwirkt und die Besitzer holen sich ein neues Opferlamm.


Gruß

Volker

Pein1981
22.07.2002, 19:31
Hallo Nadine, es gibt doch genug Zeitungsartikel in denen etwas über falsche Hundeerziehung und ihre Folgen steht vielleicht solltest Du diese Artikel den Leuten mal zukommen lassen wenn sie auf garnichts reagieren sind sie es auch nicht wert einen Hund zu haben dann sollte man vielleicht mal den Tierschutz einschalten.

Ivonne
22.07.2002, 19:57
Hi Nadine,

der Tierschutz wird da nicht tätig, dafür gehts dem Hund "zu gut".

Du kannst aber in der Tat im Internet recherchieren, ausdrucken, andere Hundeleute hinzuziehen. Einfach immer wieder hartnäckig am Ball bleiben, ohne dabei unhöflich und ungeduldig zu werden. Dann versperrst Du sie Dir ganz.

Zeige Ihnen auf, WARUM ihr Hund jetzt mit 10 Monaten so ist, WARUM sie Angst vor ihm haben, und WARUM sie etwas ändern müssen.
Das der Hund bestimmt nicht "traurig" darüber ist, wenn er mal seine Grenzen aufgezeigt bekommt, sondern das er es einfach wissen MUSS, wo sein Platz ist (nämlich ganz unten), um endlich in Ruhe ein hundgerechtes Leben führen zu können.

Und gewähre Ihnen einen Blick in die Zukunft, was in spätestens drei Monaten passieren wird.

Folgendes ist vielleicht ein sehr weiter Umweg, aber ich persönlich würde es probieren. Ist Dir die Züchterin bekannt? Oder kannst Du das "beiläufig" erfragen?
Es geht da schließlich um eines ihrer Babys, vielleicht kannst Du mit IHR reden und sie wiederum kann auf Dustys Besitzerin einwirken, denn die scheint ja der Züchterin zu trauen.

Ich wünsch Dir viel Glück, berichte bitte weiter!

Pein1981
22.07.2002, 20:16
Hallo Ivonne, wo ich wohne würden einige Leute vom Tierschutz doch aktiv weil sie auch mit den heimischen Tierheimen zusammenarbeiten und es ihnen eigentlich wichtig ist das die Hunde ein zuhause haben und nicht irgendwo im tierheim landen.Natürlich gibt es auch sogenannte Tierschutzvereine die erst eingreifen wenn alles zu spät ist.

Superjeile Zick
23.07.2002, 14:44
Hallo!

Erst schon mal danke für die Ratschläge.

Habe ihr jetzt mal mein Buch

Wenn Hunde machen was sie wollen. ... und wie man sie davon abbringt.
von John Wright, Judi Wright Lashnits

geliehen. Ich hoffe sie liest zumindest mal die erste Beschreibung zu einem Hund "der der König sein will".

Sie ist auch sehr überrascht was Sam in der kurzen Zeit schon so alles gelernt hat. Darauf konnte ich ihr nur sagen, einfach konsequente Erziehung. Wollte ihr jetzt mal anbieten, dass wir uns Abends regelmäßig treffen und mit den beiden zusammen ein wenig üben. Ich hoffe sie läßt sich darauf ein.

Das mit der Züchterin ist eine echt gute Idee. Werde mal versuchen ob ich da etwas heraus bekomme.

Eigentlich bin ich ja nicht so unbedingt für die Einführung eines "Hundeführerscheins" aber bei solchen Fällen kommen mir dann doch Zweifel. Es gibt einfach Leute, die sind nicht geeignet einen Hund zu führen.

Wir "zwei" arbeiten weiter daran und hoffen bald eine positiven Bericht abliefern zu können.

Gruß
Nadine & Sam (Der sich wieder mal über das Wetter ärgert. Dumm wenn Hund Wasserscheu ist. :rolleyes: )

Pissnelke
23.07.2002, 20:16
Hallo!

Ich kenn das und kann gut nachvollziehgen, wie es dir geht!
Ich möchte den Leuten auch gerne helfen!

Hier auf dem Dorf in unserer Nachbarschaft schafft sich jeder Hans und Franz einen Hund an, weil sie bei anderen(unter anderem mir) sehen, wie toll die Hunde hören!
Wie viel Zeit ich in die Erziehung gesteckt habe, wissen die Leute natürlich nicht!
und einen Hund mit den Veranlagung, die meiner hat, finden sie auch nicht so schnell!

So kaufen sie sich also einen Hund und haben davon keine Ahnung und möchten natürlich, dass er von Anfang an gut erzogen sind!
Das klappt aber nicht, wenn man keine Ahnung hat!

Ich hab Bücher gelesen und bin Jahre lang auf dem Hundeplatz und möchte Tierpsychologie studieren, da klappt die Hundeerziehung relativ gut! Für die anderen Leute aber meistens nicht!
Sie lassen sich von mir aber auch nicht helfen, obwohl sie ja sehen, dass es bei mir klappt!

Wenn du eine Lösung gefunden hast, wie du den Leuten alles ein bisschen näher bringen kannst, dann sag es mir bitte! Mir tun die Hunde der Leute nämlich echt schon leid!

Vielen Dank im Voraus, auch andere Hilfe, wie ich den Leuten helfen kann, ist sehr gern gesehen!

Angelica
24.07.2002, 20:53
Hi!

Auch ich habe eine so genannte "Spazierbekannte", die ihre Pintscher-Hündin nicht unter Kontrolle hat.

Sie ist jedoch schon (ich glaube) 4 Jahre alt (natürlich die Hündin :D) weshalb ihr Verhalten schon sehr gefestigt ist.

Mein Rambo und Mona die Hündin spielen dann und mir erzählt die Besitzerin, dass sie ihr nicht einmal eine Zecke aus dem Fell holen kann, ohne, dass sie sie anknurrt oder sie sogar leicht beißt. Mich hat die liebe Mona mal aufs übelste angefletscht, weil ich Rambo ein Stöckchen geworfen habe und ihr das wohl nicht gepasst hat. Ich streichle sie gar nicht, denn sie ist völlig unberechenbar. Wenn andere Leute des Weges kommen knurrt sie schon oft von Weitem, aber seitens der Besitzerin wird nicht eingeschritten. Im Gegenteil.

Das einzige was die Besitzerin macht ist von ihrer vor vier Jahren verstorbenen Rottweiler-Hündin zu schwärmen (zum Glück habe ich diese Dame nicht gekannt - mir reicht schon die Kleine) und beschwert sich immer darüber wie viel Last doch ein Hund bedeutet, und dass sie sich Mona gar nicht erst anschaffen hätte sollen. Traurig, traurig, .... - aber vielleicht wahr. :(

Ich bin sehr wohl für die Einführung eines Hundeführerscheins! Bevor sich ein Mensch für einen Hund interessiert (egal ob beim Züchter, Tierheim, etc.) müsste er wie wie wenn er zur Fahrschule geht und etwas über das Fahren lernt, erst mal eingehend über das Wesen und das Führen eines Hundes unterrichtet werden, etc. Ich denke doch, dass dies etwas nutzen würde.

Erst vor ein paar Tagen habe ich mal wieder das klassische Beispiel erlebt wie ein unerfahrener Hundebesitzer das Verhalten seines Rüden meinem Rambo gegenüber provoziert hat - aber das ist eine andere Geschichte.

Liebe Grüße

Angelica mit Rambo WUFF