PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rudelführer ??



Bonni
06.05.2004, 19:50
Hallo!!
Habe da mal ne" Frage ! MAX stänkert aus Unsicherheit andere Hunde ( auch Hündinnen ) an !! Wäre nicht unbedingt ein Problem, wenn manche Leute ihre Hunde nicht einfach laufen lassen würden! . Eigentlich heisst es ja ,das man die Leine einfach fallen lassen soll ! Das würde ich auch manchmal auch am liebsten tun ( zumindest wenn der Hund, MAX körperlich nicht total überlegen ist ). Aber jetzt zu meiner Frage, ich habe schon mal von Euch gelesen, das der Mensch (logo) der Rudelführer ist und dafür verantwortlich, andere Hunde zu vertreiben und den Hund zu schützen !! Aber gebe ich diese Verantwortung nicht an den Hund ab, wenn ich ihn einfach "machen lasse"
und noch ne" Frage : wenn MAX so einen Zirkus macht , warum kommen die meissten Hunde dann trodzdem angedüsst, die müssen doch an seinem Verhalten merken , das ihnen nichts Gutes blüht ?? Ich dachte Hunde gehen Konflikten eigentlich aus dem Weg ??:?:

LG Martina

Bonni
06.05.2004, 20:08
ich nochmal!!:D
Habe vergessen zu erwähnen , wenn ich MAX ableine , stänkert er weiter , manche HUnde hören dann ja auf . Ist der andere Hund sehr ausgeglichen und kümmert sich nicht drum, ist es gut und MAX hört irgendwann auf . Manche Rüden lassen sich das "Geschrei" aber nicht gefallen und dann kommt es zur Klopperei !! Deshalb habe ich dann doch Angst MAX einfach laufen zu lassen und manche Leute sind echt so ignorant , ihre HUnde noch nicht mal zu sich zu rufen . So nun bin ich aber fertig :) tschöö M

Rüsselterriene
07.05.2004, 09:15
Martina,

Du sagst, er stänkert aus Unsicherheit.
Leider kann ich mir dazu kein Bild machen. Seine Körperhaltung ist also eine unsichere? Was meinst du mit "stänkern"?

Das Zweite, was mir auffällt: Wenn du die Leine loslässt, dann macht dein Hund mit "stänkern" weiter?
Würde er aus lauter Unsicherheit nicht eher flüchten?

Ich nehme an, du schaffst es in solchen Zirkusmomenten nicht, deinen Hund davon abzubringen, und stehst die Sache sozusagen aus (Jedenfalls hab ich keine Massnahmen deinerseits gelesen, ausser das du überlegst die Leine loszulassen).

Mein vorläufiger Tipp: Beschütze deinen Hund nicht, wenn er durch sein Verhalten einen Kampf provoziert. Das würde ich wirklich nur tun, wenn er sich wimmernd hinter mir versteckt.
Auch würde ich ihn nicht von der Leine machen, sondern schleunigst eine andere Richtung einschlagen, die möglichst in Richtung Hundeschule verläuft, wo dein Max erstmal lernt, wie man sich sozial verhält. (Hunde"spiel"gruppen)

Anke

billymoppel
07.05.2004, 10:24
hallo anke,
ich wäre mit vorverurteilungen mal vorsichtig. natürlich gibt es hunde, die aus unsicherheit stänkern, das ganze nennt man angstagression und ob man mit einem angstagressiven hund in einer hundespielgruppe gut aufgehoben ist, hängst vom einzelfall ab, das ganze kann auch schwer nach hinten los gehen, wenn der hund davon überfordert ist. ich hätte das mit meiner moppel einstens auch nicht machen können, da hätte sie sicher vollends die nerven verloren, sie brauchte ausgewählten einzelkontakt und erst später konnte man die reizschwelle langsam erhöhen.

@martina

natürlich kommen die hunde trotzdem zu deinem (wenn sie nicht durch verbot abgehalten werden). das liegt in der natur der sache des hundes als rudeltier. für rudeltiere, egal ob hund oder mensch, ist die stete auseinandersetzung mit dem artgenossen, auch wenn er sich absonderlich benimmt, nun mal genetisches programm und zum überleben notwendig. sonst gäbe es keine rudel. d.h. sie können nicht anders. den artgenosssen in freund und feind, in relevant oder irrelevant einzuteilen, ein stetes beziehungsgeflecht aufzubauen, zu kommunizieren ist einfach ein teil des hundes.
an erster stelle (als rudelführer) sollte mal die analyse stehen: wo liegt das problem deines hundes? war er schon immer so? wie leistest du seinem verhalten eventuell vorschub?
und zum thema rudelführer: es gibt einen teil in der welt des hundes, zu dem wir keinen oder nur beschränkten zugang haben: das ist eben diue kommunikation mit dem artgenossen. wir sind keine hunde und können sie auch nicht ersetzen. mir als rudelführer steht es nur eingeschränkt zu, diese kommunikation zu beeinflussen. natürlich werde ich als schutz und schirm meines hundes größeren schaden von ihm abzuwenden suchen, aber auch nur das. d.h., wenn meine hunde andere anmotzen, müssen sie gegebenenfalls mit den konsequenzen leben und solange diese konsequenzen nicht in eine ernsthafte (und zwar wirklich ernsthafte) beißerei auf leben und tod münden, werde ich sie auch nicht beschützen. dies ist ihre welt, in der sie zurecht kommen müssen.

lg
bettina

ps: ich würde die leine gerade dann fallen lassen, wenn ein großer hund käme, weil sonst nicht mal die möglichkeit der flucht besteht und dies angstaggressiven verhalten vorschub leistet.

Rüsselterriene
07.05.2004, 13:37
Bettina,

ich hatte eigentlich nicht vor, irgendwen zu "verurteilen".

Deshalb stelle ich ja Fragen, um verstehen zu können, was da wirklich passiert.

Aus welchem Grund auch immer solch ein Verhalten gezeigt wird: Es zeigt doch nur, dass Therapiebedarf besteht.
Ein Hund (der normal reagiert) zeigt ein solches Verhalten nämlich nicht. Und da, wie du richtig bemerkst, wir in der Kommunikation Hund-Hund nicht viel beitragen können, wird der Hund dies nur durch Artgenossen begreifen können. Deshalb mein Rat zur "Spielgruppe".

Anke

manurtb
07.05.2004, 14:17
Original geschrieben von Rüsselterriene
Das Zweite, was mir auffällt: Wenn du die Leine loslässt, dann macht dein Hund mit "stänkern" weiter?
Würde er aus lauter Unsicherheit nicht eher flüchten?

Warum sollte er dem 'Feind' den Rücken zukehren?
Wenn der Hund unsicher ist oder Angst hat, dann will er das Objekt, was ihm Angst macht, eher fixieren. Vor allem, wenn er vielleicht schon die Erfahrung gemacht hat, dass davonrennen eine dumme Idee ist.

sandinchen
07.05.2004, 14:52
Es ist natürlich immer ein bißchen "gefährlich" was über einen Hund zu sagen, den man nicht wirklich kennt, deswegen kann ich nur allgemein was dazu sagen...

Aus deinen bisherigen Erzählungen hatte ich jedenfalls nicht den Eindruck, als sei Max nun ein echt ängstliches Tier. Vielleicht erher etwas vorlaut. :D Nich bös gemeint. ;)

Wenn da ein Hund ankommt, den ich nicht kenne und der auch keine Anstalten macht, sich wieder zu verkrümeln, dann mach ich meinen Hund von der Leine. Wenn dann was passiert, tja. Blöd isses aber erst recht, wenn der eigene Hund an der Leine bleibt und er dann in eine Situation kommt, in der er sich echt bedroht fühlt. Dann bist nämlich du das andere Ende der Leine und er kann das auf dich beziehen.

Ich seh das mit dem "Beschützen" ein bißchen anders als Bettina. Ich lasse die Hunde nicht einfach machen, sondern versuche je nach Hunden auch mal Teil des Ganzen zu sein. Bei mir gibt es sehr wohl auch Situationen, wo ich meinen Hund beschütze. Ich tu das aber beiläufig. Ich stelle mich evtl. zwischen die Hunde, als optische Grenze. So ein fremder Hund ist meist doch recht schnell beeindruckt, von einem großen fremden Menschen. Ich erwarte ja schließlich von meinem Hund, dass er sich an mir orientiert. Ich versuche im beizubringen, dass er sich mit mir "abspricht", wenn wir auf Hunde treffen, also darf er auch von mir erwarten, dass ich ihm mal aus einer brenzligen Situation raus helfe.

Als Beispiel:
Wir sind mit einer Gruppe Hunde unterwegs. Mein Hund wird von einem deutlich größeren Schäferhund der mit in der Grppe lief, verfolgt. Mein Hund reagiert mit Flucht und Demutsgesten. Doch der Schäfer lässt nicht nach. Macht sich einen Spaß draus. Bevor mein Hund also Stress bekommt und damit beginnt sich ernsthafter zu wehren, stelle ich mich dem Schäfer einfach mal in den Weg.
Warum?
Weil ich nicht möchte, dass mein Hund eine gute Strategie entwickelt, sich zur Wehr zu setzen, sondern weil ich verantwortlich für ihn bin und er sich ja ungefragt meinen Entscheidungen anpassen muss. Hätte er entscheiden können, hätte er sich vielleicht so weit entfernt, dass der Schäfer ihn nicht mehr erreichen kann. So muss er aber bei mir bleiben. Ich habe ihn in diese "künstliche" Hundegruppe rein gebracht, also bin ich dafür verantwortlich, dass es ihm dabei "gut" geht.

Also man muss sowas natürlich nicht übertreiben. Das soll auch nur ein Beispiel sein, damit du siehst, was ich meine. Man sollte natürlich auch nicht so agieren, dass der Hund rum stänkert, weil er ja weiß, dass er ja noch sein helfendes Frauchen hat.
Wie genau man das jetzt auf Max übertragen kann, weiß ich nicht, weil ich ihn ja nicht kenne.

Ganz allgemein kann man aber vielleicht sagen, dass du einfach versuchen solltest ruhig an so eine Sache heran zu gehen. Wenn du nun anfängst alle Hunde zu vertreiben, dann kriegt er ja vielleicht einen völlig falschen Eindruck. So gefährlich sind die meisten Hunde ja dann doch nicht oder? Also sei locker, gib ihm die Möglickeit einfach mit dir weiter zu gehen, also bleib nicht extra stehe oder so. Mach keine große Sache draus.

Natürlich wäre es schön, wenn du solche Situationen üben könntest. Und dafür eignen sich dann sicher auch "Spielgruppen" wie Anke sie erwähnt hat. Man sollte den Hund nämlich anfangs nicht überfordern, klar. So fängt man eben mit einem großen Abstand von Hund zu Hund an und lässt den kleiner werden...

So, das ist eine ganze Menge Text. :D Ich hatte mit meinem Hund ähnliche Probleme. Er stänkerte auch gern an der Leine und auch im Freilauf macht er andere Rüden gerne mal blöd an. Wir haben das jetzt gut im Griff.
Vielleicht ist es ja doch möglich, dir noch ein paar konkretere Tipps für Max zu geben, wenn wir noch mehr über ihn erfahren.

Wie genau ist sein Verhalten an der Leine...solche Dinge fänd ich interessant. ;)

Bonni
07.05.2004, 16:09
Hallo!!
Erst mal danke für Eure Antworten !!
Also MAX ist 2 Jahre zur Hundeschule gegangen und macht bald (wenn es etwas trockner draussen ist) wieder Agility. Komme ich z.B. mit ihm auf den Hundeplatz, bellt er wie verrückt, mache ich ihn aber los und alle Hunde kommen angelaufen ,sagt er keinen Ton mehr und beschwichtigt wie verrückt ! Ich kann sein Verhalten manchmal nicht einschätzen, er versteckt sich nicht hinter mir, aber die Hundeplatztrainerin meint er ist unsicher und wenn er wirklich agressiv wird meint sie, das er mobbt weil da jemand noch mehr Schiss hat als er.
Wenn wir andere Hunde treffen lenke ich ihn mit Leckerchen ab, klappt gut , wenn die anderen Hunde angeleint sind.Er kennt aber viele Hunde mit denen er sich sehr gut versteht und dann auch meiner Meinung nach ein gutes Sozialverhalten hat , er beschwichtigt , er klaut noch nicht mal Bälle !! Er macht eigentlich nur Theater bei fremden Hunden , vor allem wenn die angelaufen kommen. Er hat dieses Verhalten übrigens nicht von Anfang an, er ist an dem Nachmittag als wir ihn aus dem Tierheim geholt haben von einem freilaufenden Hund gebissen worden und in der ersten Zeit häufig angebellt worden und hat irgendwann angefangen zu antworten ! So, nu war ich aber ausführlich :D oder??

Martina

Rüsselterriene
07.05.2004, 16:32
Ok, dann will ich nochmal:

Wahrscheinlich hast du ganz zu Anfang den richtigen Punkt verpasst, an dem du ihm hättest signalisieren können: "Hey, Max, egal wie die anderen drauf sind und wie laut sie auch bellen, ich pass auf dich auf."

Deshalb versteckt er sich auch nicht hinter dir. Es ist anzunehmen, dass er dir einfach nicht richtig vertraut, was Fremdhundebegegnungen angeht.

Da musst du ansetzen: Geh mit ihm in ein euch unbekanntes "Hundegebiet", natürlich angeleint und sammele Erfahrungen mit ihm.
Achte darauf, das Max dabei nicht bedrängt wird (Abstand halten) und das er mit seinem Verhalten nichts heraufbeschwört. (Stell dich in seinen Weg)

Bei freilaufenden Hunden würde ich, wie Sandinchen sagte, mich "großmachen". Bau dich vor dem fremden Hund auf und "jag" ihn weg.

Anke

billymoppel
07.05.2004, 17:26
Bei freilaufenden Hunden würde ich, wie Sandinchen sagte, mich "großmachen". Bau dich vor dem fremden Hund auf und "jag" ihn weg.

Echt? Mir wäre das viel zu heiß bei einem mir unbekannten hund. und ehrlich, dass würde nicht mal meinen halbhohen billy kratzen. er würde zwar nicht dich angreifen, aber er würde schlechte laune bekommen und sich seitlich an deinen hund ranmachen und dabei wäre er garantiert viel schneller als du.
ich halte von derartiger sinnloser aggression gegen ein fremdes tier, dass noch gar nix verzapft hat, für nicht akzeptabel. aggression erzeugt immer nur aggression.

@martina

es scheint mir ein bißchen so zu sein, als wärest du hauptsächlich diejenige die unsicher ist und übertrügest (schrecklicher konjunktiv) auf deinen hund. warum ich das vermute? dein stetes schreiben von "großen hund". ehrlich, ich mache mir immer am meisten sorgen, wenn sowas kleineres,möglichst noch mit spitz drin, angerauscht kommt. vor allem große hunde, so meine erfahrung mit möppchen, stecken nicht ganz adäquates verhalten von kleineren in der regel gut weg.

lg
bettina

Bonni
07.05.2004, 17:37
ich weiss nicht :confused: ..wenn grosse hunde kommen denke ich , die könnten ihn ehr ernsthaft verletzen und der"Kampf" wäre unfair !!

Rüsselterriene
07.05.2004, 17:37
Von sinnloser Aggression hab ich nicht gesprochen.
Mal nebenbei: Das fremde Tier hat in sofern was verzapft, als das es meine Individualdistanz unterschreitet. (Wo die anfängt bestimme ich.)

Und ja: Echt.
Bisher habe ich keinen Hund (wohlgemerkt, normal-tickende) erlebt, der nicht das Weite sucht, wenn er merkt, das er unerwünscht ist.

Anke

billymoppel
07.05.2004, 20:36
na klar. ich bestimme alles und die welt hat sich um mich zu drehen.
anke, du bestimmst in deinem leben ganz sicher nicht, wo deine individualdistanz anfängt. schon mal öffentlichen nahverkehr benutzt? das ist unangenehm, aber auch nicht mehr. das gibt einem nicht das recht, aggressiv zu werden, weder zu einem menschen, noch zu einem hund. ich kann nicht der welt meine regeln aufzwängen. und ich persönlich will es auch gar nicht. so lebt man sehr entspannt.
und das etliche nicht normal tickende hunde (selbstverständlich inklusive meinem) gibt, dürfte dir auch nicht neu sein. und nicht alle sind yorkies.

@martina

ich weiß ja nicht, wo deine spaziergehgefilde liegen und welche regeln da gelten. ich gehe immer von folgender regel aus: wer seinen hund frei laufen läßt, ist sich (relativ) sicher, dass er keine gefahr für andere hunde darstellt. und klar,wäre ein kampf mit einem großen hund u.u. nachteilhaft für deinen, aber auch nicht sicher. nach dem bild sieht er nach einem gewandten kerlchen aus. und 42 zähne hat er auch. der normal sozialisierte groß-hund hat einen vorteil: er sieht die welt von oben und hat das entsprechende selbstbewußtsein, dass es nicht nötig macht, sich mich hunden unterhalb seiner kniescheibe anzulegen. für ihn ist die situation so was von klar, da mag deiner stänkern, wie er will. (natürlich alles unter der voraussetzung, dass alle ohne leine sind). wenn eine hund deinen tatsächlich anfallen wöllte, würde das so schnell gehen, dass du gar keine zeit hättsest, dich noch in positur zu werfen.
versuch es doch mal mit entspannung, vielleicht färbt das auch auf max ab und er benimmt sich dann auch anders.
ich bin, glaube ich, ziemlich entspannt, obwohl billy auch zur kniehohen fraktion zählt und moppel höchstens zur bodenwurstklasse :D vielleicht ein grund, dass ich noch nie eine ernste beißerei hatte - mit einer ausnahme: ein spitz :D der hat mich dann auch noch gebissen, aber wenigstens hat er die fingerkuppe dran gelassen :D

sandinchen
07.05.2004, 21:03
Bei freilaufenden Hunden würde ich, wie Sandinchen sagte, mich "großmachen". Bau dich vor dem fremden Hund auf und "jag" ihn weg.
Bettina, nun musst du mir aber schon mal erklären, was sich groß machen mit Aggression zu tun hat. :?:
Es geht doch nur darum, vor einem fremden Hund evtl. selbstbewusst zu wirken, sodass der gar nicht erst so nah ran kommt, dass mein Hund damit ein Problem kriegen könnte. Da ist doch nix dabei.
Und für meinen Hund sage ich damit quasi: "Entspann dich, ich mach das."
Manche Hunde "brauchen" so ein Auftreten, andere nicht. Mein Hund will z.B. von mir wissen, wie wir einem bestimmten Hund gegenüber treten. Also, wie soll ich das sagen...:?: Er will einordnen. Wenn ich ihm sage: "Lass stecken, das is nicht deine Aufgabe." Dann is gut und er widmet sich wieder anderen, spaßigeren Dingen...

@ Martina
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es blöd ist, wenn man den kleineren Hund hat. Aber du musst irgendwie versuchen dich davon frei zu machen. :rolleyes:

Rüsselterriene
07.05.2004, 21:13
Bettina,
warum heisst die Individualdistanz wohl genauso?
Ja eben! Weil sie individuell ist. Weil sie von jedem Individuum individuell bestimmt wird.

Und aggressiv ist man noch lange nicht, weil man diese für sich in Anspruch nimmt.
Oder lässt du dich in der U-Bahn von allen Leuten umarmen?

Anke

billymoppel
07.05.2004, 22:44
hi sandra,
klar ist groß-machen aggression in hundesprache.
nur damit wir nicht aneinander vorbeireden: selbstverständlich würde ich auch den hammer auspacken,wenn einer meiner hunde ernstlich bedroht würde. aber eben nur dann. und bis auf den spitz ist mir das noch nie passiert. kann ja sein, dass ich auf einer insel der glückseligen lebe...reine überforderung lasse ich aber nur eingeschränkt gelten. hätte ich meine kleine vor jeder situation beschützt, die sie auch nur ansatzweise überfordert, wäre sie heute wohl noch der hund, der bundesstraßen entlang rennt, weil er in 20m entfernung eine große hündin sieht. natürlich muss man das dosieren und kann so einen hund nicht den haien vorwerfen.

@martina

sandra hat recht, du musste dich davon frei machen, "nur" einen kleinen hund zu haben. mir fällt das vielleicht leichter, da ich auch nur 1,57 (und das auch nur früh nach dehn-und streckübungen) bin. ich habe mich nie minderbemittelt gefühlt, im gegenteil ich habe die vorteile weidlich ausgenutzt. nur ich habe früher durch nachbars zaun gepasst und konnte kirschen "borgen". :D und ich konnte mich in der schule unsichtbar machen :D
glaub mir, für deinen hund gilt das auch.

@anke

ich habe einige jäarchen in berlin, der stadt der freilaufenden irren, verbracht. wenn mich das ein gelehrt hat, dann, dass man schneller paar auf die fresse hat, als
man glaubt.
es ist wohl insgesamt eine frage der wahrnehmung: wenn ich mit meinen hunden unterwegs bin und ein fremder hund kommt auf mich zu, denke ich immer das beste von ihm, solange er mir keinen anlass gibt, daran zu zweifeln. meine persönliche individualdistanz überschreitet er schon deshalb nicht, weil ich jeden hund mag, egal ob mops oder dogo argentino. ich lass halt einfach die leine fallen und fertig. und wenn einer meiner angst-maus zu sehr auf die pelle rückt, sage ich ihm das nach kontaktaufnahme freundlich und es wirkt. tatsächlich, ich bitte fremde hundis, sich vom acker zu machen. und wenn hundi weg ist, tue ich eben wieder das, was ich tun wollte.

Rüsselterriene
08.05.2004, 07:41
Ähm, Bettina, du erinnerst dich schon noch, weshalb ich diesen Tipp gab?

Für einen Hund, der den Aufstand an der Leine probt, wäre es mehr als fatal, wenn er die Chance bekommt, auch noch einen Grund dafür zu haben.

Das hatte hier leider nix damit zu tun, ob Martina den Hund mag, der da kommt. Es ging allein darum, Max vor vorzeitigem Fremdhundekontakt zu bewahren.

Anke
Mal davon ab: Wie oft hast du "auf die Fresse gekriegt", weil du freundlich aber bestimmt gesagt hast: Entschuldigung, Sie stehen auf meinem Schuh?
(Und von was anderem habe ich nicht geredet. Was anderes wäre wohl der Tipp: Such dir einen Stock und vertreibe den fremden Hund mit wildem Umdichschlagen.)

sandinchen
08.05.2004, 09:07
Jetzt Bettina, find ich aber, dass deine Argumentation nicht mehr ganz zusammen passt. :p
Als die Spielgruppe erwähnt wurde, hast du geschrieben, dass das auch schwer nach hinten los gehen könnte.
Ich zitier mal ;)

ich wäre mit vorverurteilungen mal vorsichtig. natürlich gibt es hunde, die aus unsicherheit stänkern, das ganze nennt man angstagression und ob man mit einem angstagressiven hund in einer hundespielgruppe gut aufgehoben ist, hängst vom einzelfall ab, das ganze kann auch schwer nach hinten los gehen, wenn der hund davon überfordert ist. ich hätte das mit meiner moppel einstens auch nicht machen können, da hätte sie sicher vollends die nerven verloren, sie brauchte ausgewählten einzelkontakt und erst später konnte man die reizschwelle langsam erhöhen.
Wenn ich nun aber nicht drauf aufpasse, welcher Hund sich Kontakt zu meinem verschafft (z.B. mit groß machen), dann geh ich doch lieber gleich in eine Spielgruppe. Da kenn ich dann die Leute, kann ihnen vorher erzählen, wo das Problem meines Hundes liegt, man kann gemeinsam handeln, alles ist viel kontrollierbarer...

billymoppel
08.05.2004, 09:50
moin sandra,
martinas problem, und darum sollte es gehen, war der fall: ein vorzugsweise großer, fremder hund steht plötzlich vor ihr, sie hat max an der leine, wo er sich dann entsprechend daneben benimmt, aus unsicherheit, vermuten wir mal. und ja, da bleibe ich bei meiner aussage, dass es nix bringen wird, jeden hund ohne kontaktaufnahme zu vertreiben, außer, dass der lerneffekt für max wäre: du kannst dich benehmen wie du willst, konsequenzen hat das nicht. natürlich und das ist der unterschied, muss man NACH der kontaktaufnahme dosieren und gucken, wann es den hund anfängt, zu überfordern, aber eben danach. du gibst mir doch sicher zu, dass der normalfall von kontaktaufnahme so aussieht, dass nicht gleich eine wilde klopperei anfängt, sondern erst mal geschnuppert, angegeben, vielleicht auch mal geknurrt und im notfall gedroht wird. ansatzloses an die kehle gehen, dürfte wohl die absolute ausnahme sein und ich gehe davon aus, dass jemand einen solchen hund, der diese tendenzen zeigt, nicht frei laufen läßt. und selbst wenn, hätte ich dann auch keine zeit, noch großartig spielchen zu spielen. ein solcher hund würde eh die regeln der zivilisierten langsamen annährung mißachten.
und eine hundespielgrupe ist dazu eben nur bedingt geeignet, weil dort auch gruppendynamische prozesse ablaufen. wahrscheinlich würde max einfach ignoriert, weil er sich nicht ganz koscher benimmt und fremd wären die hunde auch nicht.

billymoppel
08.05.2004, 10:24
noch vergessen: und da wären wir dann wieder beim thema rudelführer, was nämlich nicht bedeutet, sämtliche überforderungsituationen vom hund abzuhalten, sondern dafür zu sorgen, dass er sich in seiner welt, zu der eben auch große hunde gehören, integrieren kann, vertrauen in sich selbst gewinnt und im endeffekt irgendwann mal zu normaler kommunikation fähig ist, vor allem mit groß-hunden.
und natürlich, dass martina großen hunden ein bißchen mehr vertraut, klüger ist als ihr hund.

Bonni
08.05.2004, 16:00
Vielen Dank , für Eure Antworten !
Ich werde dann mal versuchen etwas entspannter zu sein und versuchen, ihn mehr zu unangeleinten Hunden hinzulassen wenn die eh schon angetappelt kommen :D meistens ist es ja gut gegeangen !
Gähn, ich hau mich jetzt ein bischen hin, war gerade shoppen auf der Hundeausstellung in Dortmund !!:D

tschüüs

sandinchen
08.05.2004, 16:08
Guten Nachmittag Bettina,
nimms mir bitte nicht krumm, aber einige Aspekte die du jetzt erwähnst, habe ich doch auch schon genau so gesagt. :rolleyes: Wir drehen uns ein bißchen im Kreis.

@ Martina
So wie du Max beschreibst, klingt das für mich nicht dramatisch. An der Leine motzt er rum, wenn er auf sich allein gestellt ist, dann wird er ruhig. Das machen doch in der Tat sehr viele Hunde so.

Ich würde dir "empfehlen": Wenn du auf einen Hund triffst ohne Leine, mach Max auch los. Das ist für alle Parteien am lockersten, denke ich.

Wenn du nicht willst, dass dein Hund rumbellt an der Leine, dann "stell" es ab. Arbeite an eurem "nein". Du kannst auch mal in einer angespannten Situation sowas von deinem Hund verlangen. Natürlich in Maßen. Also wenn er echt Stress hat, dann überforder ihn nicht. Wenn er aber nur rumquäkt und den Dicken macht, dann sag ihm, er soll die Bappen (Mund) halten. Schnauzengriff vielleicht.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Hunde das nicht direkt auf ihr gegenüber beziehen, wenn Frauchen mal sagt wo es lang geht. In einer guten Hund-Mensch-Beziehung wird sowas vom Hund meist akzeptiert, ohne irgendwelche schlimmen Folgen. Du kannst das sicher einschätzen, wie das bei Max laufen sollte...
So, das ist meine Meinung, entscheide du. ;)

Bonni
08.05.2004, 16:14
@sandinchen
mit dem ruhig werden, geht so , manchmal stehen die Hunde auch Nase an Po ,schnüffeln, max kriegt ne Bürste, knurrt und dann geht es rund ! Das ist doch keine Unsicherheit ??

sandinchen
08.05.2004, 22:25
Das könnte auch heißen: Geh mir vom Hintern, da darf nicht jeder dran schnüffeln! Und das kann auch sehr sicher sein. ;)

Ich finde es durchaus in Ordnung, wenn ein Hund anmeldet, dass er nicht am Po beschnüffelt werden möchte. Sowas darf nicht jeder bei jedem.

ICH würde dir raten, dass du Max in dem Moment klar machst, dass er aber nicht heftig werden muss. Und dafür muss er eben von dir "erklärt" kriegen, wie sich das bei dir äußert, wenn dir etwas missfällt. Ich meine jetzt nicht, dass er n Tracht Prügel bekommt, sondern ich meinte das mit dem "nein". Hast du mal "geprüft" ob das richtig klappt? Man vernachlässigt sowas ja gerne mal. Hab ich auch getan, muss ich gestehen. Mittlerweile läuft es aber gut und ich kann meinen Hund zu einem sehr frühen Zeitpunkt von einer blöden Idee abbringen.
Als Beispiel:
Wir gehen mit Hundegruppe spazieren. Es wird ein bißchen im Rudel gepinkelt. Da läuft Daxi ein kleinerer Rüde vor der Nase rum. Daxi macht Ansätze ihn zu bespringen und ihn doof anzumachen. Ich sage "Daxi nein". Er lässt ab und geht von dannen.
Früher hätte ich es schwer gehabt, ihn noch umzustimmen, wenn er sich sowas grad überlegt hatte. Da ging alles sehr schnell und die Ohren waren auf Durchzug. Es endete meist in einer Keilerei. Heute nicht mehr, wenn ich rechtzeitig einlenke und Hundi mitteile, dass ich seine Idee doof finde. ;)
Er dackelte also davon und spielte wieder mit anderen Hunden. Und ich weiß ja nicht wie weit Hunde denken, aber vielleicht hat er sich ja auch gedacht: "Mensch, gut das Frauchen was gesagt hat. Jetzt hätt ich mich da beinah mit dem Kerl angelegt." ;) Naja, oder so ähnlich. Weißte worauf ich hinaus will?

Ich denke, egal ob Max unsicher ist oder nicht, er kann lernen sich an dir zu orientieren. Und so kann er auch lernen, dass es entspannter ist, wenn er tut was du sagst, anstatt sich in Streitereien zu verzetteln. Mein Hund wurde um immer entspannter, je klarer ich wurde.

sandinchen
08.05.2004, 22:29
Jetzt ist mir grad was aufgefallen. Wie genau muss ich mir die Situation vorstellen?

manchmal stehen die Hunde auch Nase an Po ,schnüffeln, max kriegt ne Bürste, knurrt und dann geht es rund
Heißt das Max is an der Leine und der andere Hund nicht? :?:

cheroks
09.05.2004, 10:47
Also im Grunde ist das schon Unsicherheit, er denkt vielleicht, Angriff ist die beste Verteidigung. Ein selbstsicherer Hund schnappt sich einen anderen aus anderen Gründen, der lässt es nicht in so einer Situation knallen, denn das ist dumm! Man kann sehen, wer in solchen Begegnungen der dominantere ist, oft ist es nicht der, der zu erst "angreift".Der zuerst zupackt ist oft der unterlegene, der z.b. nicht weiss, wie man sich aus so einer Situation unbeschadet zurück zieht, eben unsicher.

Auf keinen Fall sollte ein unangeleinter Hund an deinen ran kommen wenn er an der Leine ist,denn dein Hund ist dann deutlich im Nachteil. Er übernimmt ja auch noch für dich Verantwortung, weil du auch an der Leine hängst. Damit meine ich, er entscheidet über Freund oder Feind, er kontaktiert den Hund zu erst, nicht du.
Also entweder du leinst ihn ab (dann muss er selbst sehen wie er damit fertig wird) oder du lässt halt den anderen nicht an deinen ran, wenn er angeleint ist.

Mach dir nicht zu viele Sorgen was deinem nun passieren könnte, er provoziert es ja gerade zu und muss dann vielleicht auch mal einstecken um zu lernen was geht und was nicht. Passiert dem anderen Hund etwas, haben die Besitzer "selber schuld", denn man lässt einen Hund nicht zu einem angeleinten Hund laufen, es hat wohl einen Grund warum der Hund an der Leine ist.

Pöbelt er Hunde schon aus der Ferne an, würde ich ihm das Verhalten schon im Ansatz verbieten, bzw. das Verhalten unterbinden. Ich würde mit anderen Hunden üben, die Situation nicht meiden sondern kontrolliert aufsuchen und deinem Hund zeigen wie gut es geht, wenn er die Klappe hält.

lg tina

Bonni
09.05.2004, 11:36
Guten Morgen !!
Mit dem Poschnüffeln meinte ich quasi die 69 Stellung :D
Er Nase bei dem anderen Hund am Po und der bei ihm und dabei fängt MAX meisst an (oder eigentlich immer :?: )
natürlich ohne Leine !

@Tina, Klingt logisch !

billymoppel
09.05.2004, 11:55
69 :D ? ts, ts, ts...
aber ich weiß, was du meinst.
veilleicht sollten wir mal in eine andere richtung denken und max ist einfach ein ziemlich dominantes bürschchen im verhältnis zu anderen hunden?
hat es denn in letzter zeit mal eine auseinandersetzung gegeben und wie lief die ab?

lg
bettina

Bonni
09.05.2004, 12:03
na ja, war doch gut der Vergleich, hi !!
In letzter Zeit hat es eigentlich kein Ausseinandersetzung gegeben, aber ich muss auch gestehen, das ich manchmal z. B. wenn eine Gruppe mit vielen unangeleinten Hunde kommt schon ausweiche ! Ich weiss das das nicht richtig ist, oder ich brülle schon von weitem , das die Leute ihren Hund zurück rufen sollen !!

Martina

cheroks
09.05.2004, 12:04
P.S.
noch mal ich:D
Ich will auch gar nicht sagen, dass Max jetzt ein "Angsthase" ist, er hat bis jetzt ja gelernt, das er mit seiner Taktik ganz gut fährt und ihn keiner stoppt. Aus einem unsicheren Hund kann sich auch schnell ein Raufer entwickeln, was ich dann aber unter vorgetäuschte Dominanz einstufen würde, denn ein wirklich dominanter Hund zeigt das nicht so offensichtlich. Ich kenne ein paar wenige Hunde die ich wirklich dominant nennen würde. Die lassen sich das aber nur in sofern anmerken, als dass sie anderen Hunden gegenüber eher ignorant sind, sie gehen nicht auf andere zu, sondern lassen die anderen zu sich kommen. Gegen Hündinnen sind sie meistens friedlich und lassen sich von denen auch ganz schön was gefallen. Sie wissen um ihre Stärke und Ausstrahlung.
Natürlich ist nicht jeder Hund von Geburt an dominant und souverän sondern muss es erst werden, aber nach dem was ich so gelesen habe, würde ich Max eher zu den "Möchtegern" zählen.

lg tina:cu:

Bonni
09.05.2004, 12:16
..glaube ich eigentlich auch,bei den Hunden die er kennt hat er ein super Sozialverhalten und ist manchmal ehr unsicher, als frech !!..aber manchmal kehrt er den Macker raus und ist wie Sandinchen schon meinte, vorlaut. Hier ist Z.B. eine Hündinn die vor allem und jeden Angst hat , mann da wird mein kleiner Stinker echt zum Kampfhund., wenn er die sieht !!

Martina

billymoppel
09.05.2004, 12:19
da hast du sicher recht. die dominanten tiere ruhen meistens doch in sich. einen guten kumpel (und als er noch jung war, freund), würde ich als wirkliches alphatier (unter hunden!) einschätzen, der braucht eigentlich nur mal mit der linken ohrenspitze zu zucken und billy kuscht. er macht nicht mal offensichtliche dominanzgesten. aneinandergeraten sind die beiden nur mal, als sich die rangordnung umgekehrt hat, als er erwachsen wurde. da gab es mal eine kurze zeit, wo billy noch nicht ganz bereit war, dass zu akzeptieren.
auf seine weise ist der sehr verträglich mit anderen rüden, die trauen sich erst gar nicht an den ran. nur mit billy pflegt er wohl aus alter verbundenheit und wegen der gleichen hobbies :D, noch engeren kontakt.

sandinchen
09.05.2004, 14:06
aber manchmal kehrt er den Macker raus und ist wie Sandinchen schon meinte, vorlaut
Und da darfst du ihm dann getrost mal den Wind aus den Segeln nehmen und ihm klar machen, dass er damit nicht weiter kommt. Weißt du, er stellt ja damit indirekt auch eine Frage an dich. "Wie weit lässt mich die Alte wohl gehen...:?: " :p Er sollte sich in deiner Gegenwart sowas aber nicht raus nehmen. Das kann man unter Hunden ja auch sehr gut beobachten, besonders wenn zum Beispiel "natur-dominante" Mädels mit dabei sind. Da werden auf einmal alle ganz fromm...

Aber was ich meinte, mit "in deiner Gegenwart..." Das muss natürlich auch erst alles wachsen. Vermutlich hast du ihm bisher nicht den Riegel vorgeschoben, weil du eben einfach nicht wusstest, was du tun sollst, was denn nun richtig ist. Ging mir auch so. Wenn du dich jetzt anders verhältst, wird Max vielleicht auch erstmal richtig doof und extra-stinkig sein, weil er einfach nochmal testen muss, ob du das alles ernst meinst...Aber kommt Zeit kommt Rat. Er wird anfangen dich besser zu verstehen und lernen, deine Erwartungen zu erfüllen. Und er wirds gerne tun...;) Rückschläge inklusive. :p

Bonni
09.05.2004, 18:07
@sandinchen
..den wind aus den Segeln, nehme ich so wie oben beschrieben, mit Nein und ev. mal ein Schnauzgriff, oder??

@Tina
..aber kann ein unsicherer Hund nicht noch unsicherer werden, wenn er "mal einsteckt "

Martina

sandinchen
10.05.2004, 09:20
Also wie du das genau machst, das hängt von Max ab. Der Knackpunkt ist einfach, dass er merken muss, dass du das ernst meinst. Dass du nicht mit dir diskutieren lässt.
Für die Situation an der Leine ist die Idee mit dem Schnauzengriff sicher durchsetzbar. Wichtig ist aber ganz einfach, dass DU dir deiner Sache sicher bist und dann wird auch Max merken, wie du das meinst. Ein Schnauzengriff an sich ist ja keine schlimme Sache. Ich hebe meinem Hund manchmal wenn wir rumblödeln spielerisch die Schnauze zu. Das macht ihm natürlich gar nix. Wenn er sich aber irgendwelchen Bockmist geleistet hat, dann hat so ein Schnauze umfassen eine ganz andere Bedeutung, weil ich ganz anders drauf bin. Du siehst worauf ich hinaus will?
Überleg du dir für dich einfach mal, was du gerne abstellen würdest und dann setz es durch. Sei ruhig, schrei nicht rum, geh mit der Stimme runter, kuck ihn böse an...du weißt schon was bei ihm zieht. DU DARFST auch mal "böse" sein. Er geht daran nicht kaputt. Ganz im Gegenteil. Er wird dadurch an Sicherheit gewinnen, weil er weiß, was er darf und was er nicht darf. Er bekommt klare Linien. Er weiß womit er rechnen muss, wenn er dies oder jenes macht. Und er wird sich für das entscheiden, was dich in gute Stimmung versetzt. ;) Das ist kein Egoismus. Das ist das, was der Hund braucht, damit er die Regeln kennenlernen kann, die er im Alltag braucht.
Stell dir vor, er brummelt jemanden an. Du wirst natürlich nicht verhindern können, dass dich das ein bißchen bedrückt oder dass du sauer auf ihn wirst. Dann hast du miese Laune und bist vielleicht sogar ungerecht zu ihm und meckerst ihn an oder so. Ja und er? Er weiß gar nicht warum. Weil er keine eindeutige Reaktion bekommen hat. Wenn du ihm stattdessen sagst: "Max nein!" und du kurzzeitig streng wirst, dann weiß er bescheid. Kann das seinem Verhalten zuordnen und merkt: "Aha, Frauchen mag das nicht."
Wenn ein Kind zuhause die Wände anmalt, dann warte ich doch nicht so lange, bis es endlich mal Papier benutzt um es dann zu belohnen, sondern ich sage ihm: "Pass auf. Wände anmalen ist nicht gut. Nimm das Papier."
Beim Hund sage ich das eben, indem ich für einen Moment meine Stimme streng erhebe, ändert er sein Verhalten ins positive, werd ich auch gleich wieder locker und er merkt: "He, das will sie!" Alles ist wieder prima.

Wenn nun Max grad in der 69 :D mit einem anderen Hund steht, dann ist es natürlich nicht ratsam, hinzugehen und ihm die Schnauze zu greifen. :rolleyes: Er wird aber mit der Zeit immer mehr auf dich achten, wenn du eindeutiger wirst.

So, viel geschrieben.
Ich stand mit meinem Hund einfach mal an gleicher Stelle wie du, schätze ich. ;) Versuch an Sicherheit zu gewinnen und "erlaube" dir Grenzen zu ziehen. Und vergess öfter mal die Leckerli zuhause ;)

Bonni
10.05.2004, 17:44
Dankeschön, werde dran arbeiten!!
Mit dem streng werden ..ist eigentlich kein Problem ich muss bei ihm schon mal etwas strenger werden, er ist nicht gerade ein Sensibelchen, da muss ich auch schon mal etwas lauter rufen, manchmal geht einfach sein Temprament mit ihm durch :D

LG Martina

sandinchen
10.05.2004, 20:36
Also is er vielleicht gar nicht so sensibel wie du denkst und weiß sich nur geschickt in Szene zu setzen. :D

Damit du mich nicht falsch verstehst. Du sollst jetzt nicht ständig einen auf Hausdrachen machen oder aus Prinzip streng sein. Du sollst einfach für dich die Einstellung finden: "Ich will das jetzt so und mein Hund hat sich damit abzufinden. Basta!" Und wenn es dann so ist, dass du was bestimmtes erwartest, dann setz das auch durch. 100%. Wenn dir mal nicht nach durchsetzen ist, weil du mit dem falschen Bein aufgestanden bist oder weil du Kopfschmerzen hast..., dann lass es einfach. Besser ignoriert als was halbherzig angepackt. Das nutzen die Racker dann nämlich erst recht aus. ;)

Bonni
12.05.2004, 17:13
mach iiiisch :D

LG Martina

sandinchen
12.05.2004, 19:51
Subber! :D