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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beisserei in der Hundeschule



nelson&neo
03.05.2004, 07:40
Hallo alle zusammen,

ich habe ein Problem..wir gehen seit 2 Wochen mit Neo in eine neue HuSchu. Letzte Woche wurde er dort von einem Huskey-Mischling angefallen (der ist 2 Jahre alt und macht die Hundeschule zum 2. mal) Der Besitzer ist in meinen Augen ein Depp!! Er schreit nur mit seinem Hund und hat meiner Meinung nach null Ahnung von Hunden. Sein Hund ist auch total nervös und überdreht. Nach den Übungen dürfen die Hunde immer noch so 15 min. miteinander spielen. Kaum war der Huskey von der Leine stürzte er sich auf Neo und fing an ihn zu beissen. Selbst als Neo sich unterworfen hat (er lag auf dem Rücken) biss der Hund erst richtig los..in den Hals und in die Lefze. Der Hundetrainer hat es dann endlich geschafft den Huskey von meinem wieder abzubekommen, denn das Herrchen meinte nur zu mir.."die spielen doch nur" und hat mich auch noch abgehalten hinzugehen (er hielte mich an der JAcke fest!!) Neo war hinterher total verstört und ich musste den Unterricht mit ihm abbrechen, er blutete auch aus der Lefze!!
Gestern als wir wieder zur HuSchu gingen, lief Neo die ganze Zeit mit eingezogenem Schwanz rum und keine Übung lief erflogreich..obwohl er Fuss, Sitz und Platz eigentlich schon gut kann. Er war total verängstig und als ich mit dem Trainer sprach meinte er ich müsste dominater werden und Konsequenter??!!!
:confused:
Jetzt weiss ich wirklich nicht mehr was ich machen soll...Neo ist kein Hund der "streit anfängt" oder beisst. Er ist auch erst 10 Monate und ich denke nicht das es mit MEINER Erziehung zu tun hat, sonder einfach an dem anderem Hund.
Was haltet ihr davon??
Liebe Grüße
Bea :wd:

AnnaS
03.05.2004, 08:33
Man kann die Situation schlecht beurteilen, da man nicht weiß, wie du auf das ängstliche Verhalten deines Hundes reagiert hast.
Streit gibt es immer wieder unter Hunden. Das Verhalten des Husky-Besitzers war sicherlich nicht ok. Aber wenn du gestern deinen Hund beruhigt und getröstet hast, ist die Aussage schon nicht ganz so falsch, dass du konsequenter sein musst, denn ein Trösten ist in Hundeaugen eine Bestätigung seiner Angst.

Da du mit dem Husky gemeinsam in einer Gruppe bist, wird es sich nicht vermeiden lassen, dass die beiden auch wieder aneinander geraten. Es muss dann nur besonders beobachtet werden, und jegliche Anstalten des Huskys müssen gleich unterbunden werden.

Ich persönlich kann aber aus deinem Beitrag her nicht ableiten, ob du wenigstens einen kompetenten Trainer zur Seite hast, oder ob der Trainer eben inkompetent ist. Da musst du ehrlich zu dir selbst sein, und überlegen, ob du dich so verhalten hast, dass die Kritik an dir berechtigt gewesen sein könnte.

Gruß
Anna

Bernerfreundin
03.05.2004, 08:39
Hallo Bea,

wir hatten ein ähnliches Problem in unserer Hundeschule. Es gab da einen Hovawartmischling, genau so alt wie Hugo. Die Hunde kannten sich von klein auf. Als die Hunde ein halbes Jahr waren ist dann die Familie weggezogen. In der Hundeschule haben wir uns wieder getroffen und der Hund stürzte sich, wann immer er Gelegenheit hatte, auf Hugo ( damals 16 Monate). Hugo ging dann nur noch ungern auf den Hundeplatz und bei den Übungen wollte er nicht mehr mitmachen. Auf Anraten unser Tränerin habe ich dann die Gruppe gewechselt und Hugo war wieder voll bei der Sache.

Liebe Grüße Edith

changale
03.05.2004, 08:45
Hallo Bea,

wie hat denn der Hundetrainer reagiert als Neo diesen Zwischenfall mit dem Husky hatte? Und hat der Husky richtig zugebissen oder war es mehr eine Keilerei? Manchmal sind es ja wirklich nur "Dominanzkämpfe" und danach ist gut. Auch bei solchen Keilerein kann es zu kleinen Verletzungen kommen... Wie hat der Husky beim nächsten Mal auf euch reagiert? War er wieder aggressiv gegenüber Neo?

Ich denke, auch wenn es irgendwie schade ist, das Beste ist es die Gruppe zu wechseln um Neo den Stress dieser Konfrontationen zu ersparen.

Liebe Grüße :cu:
Petra & die Husky-Rasselbande

sandinchen
03.05.2004, 09:01
<<wie hat denn der Hundetrainer reagiert als Neo diesen Zwischenfall mit dem Husky hatte? Und hat der Husky richtig zugebissen oder war es mehr eine Keilerei?>>

Allerdings...und ich kann nur von meinem Hund sprechen...habe ich auch schon einige Keilereien erlebt. Dabei ist nicht ein Hund zu Schaden gekommen. Die Hunde achten meist sehr genau drauf, dass ihre Bisse nur in der Luft landen.

Treffen die Hunde denn nur nach den Übungen im Freilauf aufeinander? Und wie lange dauern die Übungen?

Ich persönlich habe mit der Variante, dass die Hunde erst hinterher miteinander in Kontakt kommen ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht. Hinzu kam, dass die Trainingseinheiten zu lang waren.

Ich gehe nun in eine Hobbygruppe, wo die Hunde zwischendrin immer wieder mal abgeleint werden und sich ein bissl austoben können. Überleg mal, ob der Trainingsaufbau in deiner Hundeschule auch hundegerecht ist...

Und was den Husky betrifft. Wenn deinem Hund wirklich weh getan wurde, dann hat er nun einfach Angst. Das ist ganz normal. Er kann diese auch nicht durch deine Strenge abstellen. Du kannst nur versuchen, so locker wie möglich damit umzugehen und seine Angst nicht zu verstärken. Ich würde trotzdem ein Auge auf den Husky haben, wenn du das Gefühl hast der tickt nicht richtig. Das ist nichts womit dein Hund umzugehen lernen muss! Der Huskyhalter ist in der Pflicht, SEINEN Hund in den Griff zu kriegen! Meine Meinung. ;)

Rüsselterriene
03.05.2004, 09:16
@ Sandra:

Allerdings...und ich kann nur von meinem Hund sprechen...habe ich auch schon einige Keilereien erlebt. Dabei ist nicht ein Hund zu Schaden gekommen. Die Hunde achten meist sehr genau drauf, dass ihre Bisse nur in der Luft landen.

Dann wirst du bei mir ja das erste Mal "Blut" sehn! Die Kämpfe, die ich bisher betrachten durfte waren bestimmt zu 80% mit Löchern = Blut bestückt.

Also was Hundekämpfe angeht: Je lauter je lieber!
Weil wenn noch Töne aus den Hundemäulern kommen, steckt noch nix drinnen!

Anke

sandinchen
03.05.2004, 09:51
Ja schon, Anke.
Der Unterschied ist nur der: Du sagst nich "die spielen doch nur!" ;)

Was ich eigentlich von Bea wissen wollte ist eben, ob der Husky richtig zugebissen hat oder ob das eben so im Eifer des Gefechts passiert ist...

(Und wenn Samweis ein Loch in Daxis wunderschöne Ohren macht, dann spiel ich Waldarbeiter und mach ihn zu Kleinholz. :D )

Rüsselterriene
03.05.2004, 09:57
:sn: Hunde spielen nicht miteinander! :sn:

Anke

Samuel
03.05.2004, 10:00
Wenn ein Hund in der Größe "richtig beißen" will, dann tut er das auch und man wird deutliche Spuren davon finden. Kleine, einzelne Macken entstehen auch schonmal aus einem Gerangel heraus.
Was auch immer der Anlaß gewesen ist, wir weden es nie zweifelsfrei wissen. Beschreibungen sind immer recht subjektiv (bei solchen Geschehen besonders). Deshalb ist es meiner Meinung nach schlicht unmöglich das Verhalten aller Akteure zu "bewerten".
Aber auch im Bezug auf die resultierende Angst fallen Ratschläge schwer wenn man die Ursache eines Konfliktes nicht kennt.
Ich begrenze mich also auf folgende Aussage:

Mit einem gestreßten Hund kann man nicht vernünftig arbeiten!

Wenn sich die Spannung also nicht beseitigen läßt, wäre es klüger zu einer anderen Zeit, in einer andere Gruppe zu üben.
Beobachte das Verhalten deines Hundes beim nächsten Mal (vielleicht zusammen mit deinem Trainer) besonders im Bezug auf Reaktionen auf den anderen Hund. Entscheidet dann rein rational ob es Sinn macht weiter in dieser Gruppe zu üben. Den
Ausschlag sollten hier aber eher die Art und die Ausprägung der Reaktionen geben und ihre zeitlichen und räumlichen Abhängigkeiten, als allein die Tatsache, daß der Hund überhaupt Streß zeigt.

sandinchen
03.05.2004, 10:17
@ Samuel
Für mich persönlich wäre die Frage ob "richtig gebissen" oder "nur im Trubel gezwackt" schon wichtig.

War es nur eine Rangelei, dann würde ich von beiden Hunden "verlangen", dass sie sich gegenseitig ignorieren. Ich würde von ihnen erwarten, dass sie sich so weit "zusammen reißen", dass ein Üben möglich ist. Das Recht nehme ich mir als "Rudelchef" mal ganz frech raus.

Wenn Bea's Hund aber echt um sein Leben gebangt hat, dann würde ich nicht von ihm erwarten, dass er dem Husky weiterhin unter die Augen tritt.
Aber das kann nur Bea beantworten. ;)

Samuel
03.05.2004, 10:58
@ sandinchen


Wie eine "echte Beißerei" aussieht kann man sich doch gut vorstellen.
Wer das Glück hatte noch Keine sehen zu müssen: Man übersieht den Unterschied nicht!
Zumindest nicht bei größeren Hunden. Tiefe Löcher und Risse in der Haut sind die Folge wenn sich Hunde verletzen wollen.
Ich gehe also (wie du - denke ich) von einem "normalen Standardgerangel" aus. Mögliche Gründe gibt es auch dafür viele und Übergange sind fließend.
Was das "Zusammenreißen" angeht so würde ich natürlich auch von jedem Kursteilmehmer erwarten, daß er gefestigte Hörzeichen auch in Steßsituationen durchstezt. Diese werden aber bei uns dann gezielt erzeugt. Sie dienen immer wieder der Überprüfung des Ausbildungsstandes und in zweiter Funktion der Desensibilisierung.
ABER: Beim grundlegenden Erlernen und bei noch nicht so gefestigten Hörzeichen möchte ich diese Reize weitestgehend ausgeschlossen wissen.
1. Um den Hund nicht zu überfordern.
2. Um den Spaß am Üben zu erhalten.
3. Um die Bindung HD/HF nicht zu häufig (und zu früh) zu belasten.
Und letzten Endes auch um den HF nicht zu frustrieren und die Gruppe nicht unnötig aufzuhalten.

Da es sich hier um einen jungen Hund handelt, halte ich andauernden Streß in der regulären Übungssituation für nicht förderlich. Das Ganze habe ich aber ja schon in meinem letzten Posting relativiert und geschrieben:



Ausschlag sollten hier aber eher die Art und die Ausprägung der Reaktionen geben und ihre zeitlichen und räumlichen Abhängigkeiten, als allein die Tatsache, daß der Hund überhaupt Streß zeigt.

sandinchen
03.05.2004, 11:06
@ Samuel
Ich hab dich schon verstanden und wir meinen glaub ich auch das gleiche. ;)
Ich habe ja in meinem ersten Posting schon erwähnt, dass Bea mal "analysieren" soll, ob die allgemeinen Trainingsbedingungen dem Hundegemüt entgegenkommen und ich denke mal das meinst du doch eigentlich auch.

Ich dachte ich wurde von dir missverstanden und hab deswegen nochmal erörtert, was ich meine.

nelson&neo
03.05.2004, 20:11
Hallo nochmal!!
Also erstmals danke für die vielen Antworten!! :) Nun zu deiner Frage Sandinchen...Der Huskey biss richtig zu!! Ich bin mit Hunden gross geworden und meine 2 die ich jetzt habe keilen sich auch mal...auch in der Welpenschule gabs Keilereien...aber das letzte Woche war ein absolut böser Streit!! Ich bin gestern nach dem Unterricht noch kurz dageblieben, weil ich auf meine Nachbarin warten musste..da stürzte sich der Huskey auf einen Schäferhund..mit dem gleichen Ergebnis wie bei Neo..der Hund blutete und trotz Unterwerfung des Schäferhundes hörte der Huskey nicht auf..erst als der Hundeträiner eingrief und den Huskey am Schwanz von dem Schäfer runterholte hörte dieser auf..
Ich denke einfach das der Besitzer mit dem Huskey total überfordert ist und durch sein einschreien und mit leine schlagen den Hund total überstresst und dieser dann bei der kleinsten Gelegenheit sofort seine Agression loslässt (sprich er geht auf andere Hunde zu)
Ich habe dann noch lange mit dem Trainer gesprochen..und werde jetzt in die 2. Gruppe gehen..damit ich dem Huskey aus dem Weg gehen kann.
Danke nochmal für Eure Antworten!!
Für weiteres Feedback bin ich euch dankbar!!
Liebe Grüße
Bea:cu:

Rüsselterriene
03.05.2004, 20:45
Ich hätte mal ne Frage an dich Bea:
Was sind eigentlich die Konsequenzen für das Huskyteam? Holen die Trainer den Hund nur immer von den anderen Kursteilnehmern runter oder empfehlen sie auch mal ne Extrarunde für dieses streitsüchtige Exemplar?

Für mich macht es jedenfalls einen sehr fragwürdigen Eindruck, alle "Opfer" in Gruppe "2" zu sortieren. Wieso schicken sie das betreffende Team nicht erstmal in Einzeluntericht? (bzw. verordnen Maulkorbzwang?)

:?: Anke

sandinchen
03.05.2004, 21:19
Ich dachte mir schon sowas...ein überforderter Hundehalter mit überfordertem Hund.

Und da find ich eben auch ganz wichtig, dass man jetzt nicht von deinem Hund erwartet, dass er ständig vor diesem Husky rum kuscht, sondern dass der Husky endlich lernen DARF, dass rumpöbeln nicht nötig ist. ;)

nelson&neo
04.05.2004, 07:03
Hallo Anke,
tja also welche konsequenz das für den Huskey hat kann ich dir nicht sagen..:?: er musste hinterher an die Leine und durfte nicht mehr "spielen"...ob das die richtige Konsquenz ist...?? In meinen Augen nicht..ich finde auch das der Hund samt Herrchen erstmal Einzelunterricht haben sollten!!!
Aber leider bin ich nicht der Trainer..:(
Ich werde jedenfalls das nächste Mal darauf bestehen, das ich in die 2. Gruppe komme und wenn das nicht der Fall sein sollte, werde ich mir überlegen ob ich da noch weiter hingehe..obwohl es mir sonst dort schon Spass macht...und Neo auch, denn in der 2. Gruppe sind alle seine "Freunde" die wir auch privat kennen..
Werde mal sehen was nächsten Sonntag passiert und Euch dann berichten..:)
Liebe sonnige Grüße aus Mainz
Bea:cu:

manurtb
04.05.2004, 15:20
Wie kann man einen Hund, der da was negatives erlebt hat, ohne positiven Schlusseindruck vom Platz lassen?
Wie war das denn, als die Streiterei getrennt wurde? Durfte da der angegriffene Hund wieder spielen oder Kontakt mit anderen Hunden haben?