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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Häufig Ärger mit kleinen Hunden...



Ferrarista
01.05.2004, 21:35
Meine Boxerhündin (10 1/2 Monate alt) ist ein echtes Energiebündel. Deshalb freue ich mich immer, wenn wir beim Spaziergang andere Hunde treffen, damit sie sich so richtig austoben kann. Mit Hunden in Daja's Größe gab es auch noch nie Probleme, weder mit Weibchen noch mit Rüden. Allerdings ist Daja schon mehrmals von kleinen Hunden angegriffen und gebissen worden. Erst heute war das der Fall. Daja und der kleine Hund (Mischling) haben auf der Wiese herumgetollt, plötzlich ist der Kleine wie von der Tarantel gestochen auf sie los. Hat furchtbar gekläfft und nach ihr geschnappt. Sie hat sich daraufhin auf den Kleinen gesetzt und ihn auf die Wiese gedrückt, hat aber weder gebissen noch gebellt. Sie saß einfach ganz ruhig auf dem Kleinen. Nachdem, was ich in der Hundeschule gelernt habe, müsste sich doch der unterlegene Hund unterwerfen. Das war leider nicht der Fall, er hat weiterhin herumgezappelt, gekläfft und gebissen. Und die Hundehalterin warf mir vor, mein Hund sei total aggresiv! Muss mein Hund sich also von den Kleinen beißen lassen und darf sich nicht wehren??? Langsam versteh' ich die Welt nicht mehr... Ich wäre froh, Eure Meinung zu dem Thema zu hören. Kann es daran liegen, dass die Kleinen sehr häufig von Ihren Frauchen beim kleinsten Streit auf den Arm genommen werden und sich dadurch total stark fühlen? Ein Hundetrainer hat mir neulich auch gesagt, dass sie in der Hundeschule gerade mit den Kleinen häufiger derartige Probleme hätten.

Gruß
Sabine

malamute
01.05.2004, 21:53
Das kenn ich auch. Und ich denk mal es kommt daher, das viele Leute der meinung sind, kleine Hunde müsste man nicht erziehen. Klar, ein ziehender Yorkie ist was anderes als ein ziehender Rotti und im notfall nehm ich den kleinen einfach hoch. Auch ist sicher doof, das viele Kleinhundebsitzer ihre Hunde einfach hochnehmen wenn andere Hunde kommen, der Kleine wird dadurch nicht nur aggressiver, weil er sich größer vorkommt, er hat einfach keinen Kontakt zu anderen (bzw. zu großen) Hunden, weiß nicht wie man sich ihnen gegenüber verhält (in deinem Fall wie man sich unterwirft). Kleine Hunde werden denk ich mal auch nicht richtig ernst genommen, teilweise wird es sogar süß gefunden, wenn so ein kleiner sich aufregt und wie ein bekloppter einen anderen vollkläfft. Bei nem großen würden es auch schon ganz anders aussehen.

Aber ich denke auch, das sich große bei kleinen etwas zurückhalten müssen, einfach vorsichtiger sein müssen, obwohl ich auch glaube das viele große es von alleine sind, wenn sie die gelegenheit bekommen, die Kleinen kennenzulernen (am besten im welpenalter).

aber sich beissen lassen? Das ist der Punkt, vor zumindest ich meinem Hund helfen würde, bevor es der Hund selbst machen muss, was für den kleinen böse ausgehen könnte

billymoppel
01.05.2004, 22:52
...ja, ja die bösen kleinen hunde.
punkt eins: dein hündin ist gerade dem welpenalter entwachsen - kein erwachsener hund wird sich von ihr das geringste sagen lassen und sei er noch so klein. es ist sein volles recht, sich zu wehren, wenn eine halbstarke boxer-dame auf ihm draufsitzt. größe ist nicht alles, was zählt im hundeleben.
du schreibst doch selber, dass sie ungebärdig und sehr verspielt ist, dem anderen hat es während des spiels vielleicht einfach gereicht und er hat ihr gesagt: hau ab, mir reichts. es ist halt nicht jeden hundes sache, während des spiels von 30 kg lebendgewicht überollt zu werden. offenbar konnte deine hündin das aber nicht respektieren, was sie in ihrem alter eigentlich sollte
ich hatte letzte woche mit meiner kleinhündin das umkehrte erlebnis: ein völlig überdrehter und noch sehr tollpatschiger schäfi-rüde wollte mit ihr spielen. gleich beim ersten versuch hat er sie von den beinen geholt, nicht absichtlich, aber eben doch. die halterin, die sofort sah, dass meine kleine anzeichen von streß zeigte und anfing zu drohen (sie ist sechs jahre und läßt sich selbstverständlich nicht von einem welpen ans bein pissen) hat sich veranwortungsbewußt verhalten und den hund sofort abgerufen - der sich dann auf billy stürzte, der das als relativ großer rüde viel besser abkann. die hatten dann richtig spass zusammen, aber da passte dann auch das gespann.
die welt aus sicht des kleinen hundes ist nämlich sicher beängstigend genug: man wird beständig von weit oben angequatscht, ständig ausversehen getreten (passiert mir leider auch) etc. pp.
es liegt vielleicht eher an dir, die zu deiner hündin passenden spielkamreaden auszusuchen und darauf zu achten, wenn ein anderer hund keinen bock mehr hat und das geschehen dann rechtzeitig zu beenden.

lg
bettina

Hovi
02.05.2004, 00:53
Hallo Sabine,

Du schreibst, der kleine Hund hätte gezappelt, gekläfft und gebissen. Auch wenn kleine Hunde beißen, gibt es bei kurzhaarigen Hunden Verletzungen - hatte Deine Hündin denn welche? Falls nein, dann hat der Kleine nicht gebissen, sondern es handelte sich dann um Abwehrschnappen. Verständlich, wenn ein Koloß auf einem draufsitzt....

Wie alt war ihr kleinerer Spielkamerad denn? Wie Bettina schon sagte, lassen sich erwachsene Hunde mit Recht nichts vin Halbstarken gefallen, egal, ob diese Halbstarken nun gleichgroß oder viel größer sind als sie selbst.

Ich habe selber auch so einen einjährigen Spielrüpel, der mit seinen 38 Kilo die Erfahrung gemacht hat, dass sich fast alle Spielpartner prima in den Boden rammen lassen. Fazit: Er darf nur noch mit Hunden spielen, die ihm entweder körperlich gewachsen sind, oder die so viel schneller sind als er, dass er sie nicht kriegt ;). Ich möchte nämlich seinen pubertären Größenwahn nicht auch noch unterstützen.

Grüßle
Claudia

Samuel
02.05.2004, 03:12
Es ist doch im Grunde nur logisch, wenn es zwischen großen und kleinen Hunden häufiger zu "Mißverständnissen" kommt als zwischen ähnlich gebauten Tieren. Gerade bei Altersunterschieden.
Auch die Besitzer unterscheiden sich nicht selten in elementaren Ansichten.
Es ist zwar nicht immer einfach geeignete "Sielpartner" zu finden doch sollte man nie die notwendige Sorgfalt außer Augen lassen.
Bevor ich also die Leine löse habe ich im Kopf schon etliche Punkte abgehakt. Die passende körperliche Beschaffenheit des Gegeübers ist ein nicht unwichtiger davon.
Es ist auch völlig normal, daß nicht alle Hunde Interesse für einander haben oder sich verstehen.
"Beschnuppert" man sich aber erstmal gründlich, kann man sich viele negative Erlebnisse ersparen.
Wirklich nervig sind nur die, die ihre Vierbeiner wild auf Alle zulaufen lassen (oft auch unfreiwillig - weil sie einfach nicht höhren) nach dem Motto: "Meiner tut doch nichts!"
Das betrifft die Kleinen wie die Großen. Ärger ist dann fast immer vorprogrammiert.
Da habe ich schon schon die verrücktsten Sachen erlebt. Es ist schon erstaunlich was Leute so als "nichts tun" bezeichnen.
-Da gibt es beliebig freilaufende Hunde im Format eines Münsterländers, die im zarten Alter von 14 Monaten auf die Idee kommen einem ausgewachsenen 70 cm Rüden den Kopf auf den Rücken legen zu wollen. Der zugehörige Halter beschwerte sich dann auch noch lautstark über die darauf folgene (zugegebenermaßen heftige) Zurechtweisung.
-Oder das "DreiWollknäulRudel" das den fremden Hund weitab ihrer verzweifelt rufenden Besitzerin laut bellent mit 3 Metern Sicherheitsabstand umrundet.

Sorry, ich habe dafür kein Verständnis und zwinge meinen Hund auch nicht mehr diese Provokationen zu ertragen.

Genauso hat meiner Meinung nach natürlich auch ein älterer Kleinhund das Recht seine "Stellung" gegen einen aufmüpfigen, goßen Jundhund zu verteidigen. Da der Mensch ihm ja leider durch seine starke Kleinzucht die subtileren Möglichkeiten genommen hat, was bleibt ihm also anderes als die übrigen Mittel einzusetzen?

Daher sollte man sich erst einmal in Ruhe überlegen was man da zusammenbringen will und vor Allem abklären ob das auch beide Halter wünschen!

Ferrarista
02.05.2004, 07:23
Hallo Bettina,

Ich habe nicht geschrieben, dass der andere Hund erwachsen ist, oder? Er ist jünger als meine Hündin. Und von "Überrollen" kann überhaupt keine Rede sein! Daja ist zwar sehr lebhaft, kann aber sehr wohl unterscheiden, ob sie einen Hund ihrer Größe oder einen sehr viel kleineren als Spielpartner hat (wir waren ja nicht umsonst in der Welpengruppe. Dort gab es echte "Minis" genauso wie Neufundländer oder Irische Wolfshunde, die mit 12 Wochen schon alle anderen überragt haben). Sie verhält sich dann viel vorsichtiger und lässt sich auch einiges gefallen. Auch wohnen in unserer Nachbarschaft viele ältere Hunde, die nicht mehr so wild spielen wollen bzw. gesundheitlich Probleme haben. Mit denen hat Daja auch keinerlei Schwierigkeiten. Aber der Angriff des Kleinen kam ohne jede Vorwarnung. Seine Halterin hat übrigens weder Welpengruppe noch Hundeschule besucht...

Ich habe übrigens absolut nichts gegen kleine Hunde! Solange diese gut sozialisiert sind und die entsprechende Erziehung genossen haben, gibt's ja auch keine Probleme. Aber daran mangelt's halt oft, insofern kann ich dem Kommentar von Malamute nur zustimmen.

sloughifan
02.05.2004, 08:59
Hallo!

Ich gehe mit 4 großen Hunden( 65 - 75cm Schulterhöhe) bei uns im Freilauf spazieren und kann nur sagen, dass meine Hunde am besten wenn sie noch Welpen waren von älteren "Kleinhunden" gelernt haben wie sie mit Ihnen umzugehen haben. Natürlich mußten sie es sich gefallen lassen, wenn sie von kleineren erwachsenen Hunden wegen Ihres Ungestüms zurechtgewiesen wurden. Diese Begegnungen muß man auch gut kontrollieren, damit den kleinwüchsigen Hunden nichts passiert z.B. Pfote auf das Kreuz hauen etc. Ich habe mit dieser Erziehung unter den Hunden sehr gute Erfahrungen gemacht. Meine Hunde nehmen andere Hunde aufgrund ihrer Ausstrahlung "inneren Größe" war und haben auch vor "kleinen" Hunden Respekt.
Leider gibt es auch häufiger die schon angesprochenen Ansicht von Besitzern mit "kleinen" Hunden, dass diese Angst hätten vor den "großen" und dementsprechend wildkläffend hochgenommen werden etc. Da suchen wir in der Regel schnell das Weite, weil es erfahrungsgemäß keinen Sinn macht ein intensives Gespräch über Hundeverhalten mit diesen Besitzern zu führen - leider.
Wir kennen einige Rudel in denen der "Kleinste" der Chef ist.

Die Erfahrung der anderen Forum-Mitglieder, dass gerade Hundehalter kleiner Hunde sich weniger Gedanken über Hundeverhalten, -sprache und -erziehung machen, kann ich nur bestätigen.
Ich würde es begrüßen, wenn auch Halter kleiner Hunde einen Sachkundenachweis erbringen müssten, den bei uns in NRW alle Neuhalter großer Hunde machen müssen. Nur um sich mit dieser Materie einmal etwas beschäftigen zu müssen. Dies ist kein Plädoyer für den Sachkundetest, da ich ihn in einigen Punkten fraglich finde und zum anderen natürlich nicht ausreichend genug, aber vielleicht wäre er in einigen Fälle der gelungene Einstieg in die Materie Hundeverhalten etc.

Tja. nun ist dieser Text länger geworden, als geplant. Dies kommt wahrscheinlich durch die jahrelang angestauten und häufig auch negativen Erfahrungen mit den Unwissen einiger Halter mit kleinen Hunden (Anwesende ausgenommen:D )

schönen Sonntag noch

billymoppel
02.05.2004, 09:28
ich mag keine pauschalverurteilungen. sicher, es gibt schlecht sozialisierte kleinhunde, genauso wie es schlecht sozialisierte größere hunde gibt.
ich hatte auch versucht,dir die sitation kleiner hunde vor augen zu führen. wie auch samuel noch mal dezidiert geschrieben hat: kleíne hunde lernen früh, dass auf ihr subtile körpersprache nicht geachtet wird - von mensch und hund.
und deine hündin ist da auch kein leuchtendes beispiel. derartig seine größe in die waagschale zu werfen, dass muss einfach nicht sein, zwischen hunden, die sich nur mal auf der wiese treffen.
auf meinem morgenspaziergang treffe ich gelegentlich einen kleinst-rüden, der immer hinterm fahhrad von herrchen her rennt. billy ist im allgemeinen vorsichtig mit kleinen rüden, mit diesem aber nicht. sicher, die situation ist ungünstig, weil herrchen nie auch mal für ne sekunde anhält, damit die beiden sich normal beschnüffeln können. aber sobald der kommt, ist billy hinten drauf auf dem (obwohl er sonst eher kein bespringer ist). der arme kleine hat natürlich nur eins im sinn: seinem herrchen nach. er knurrt vorne, während billy hinten den chinesischen klammergriff ausübt. der kleine ist total gestreßt, weil sein herrchen sich immer weiter entfernt. ich habe mir das zweimal angesehen und seitdem kommt billy an die leine, weil ich das von ihm unmöglich finde. das muss nicht sein.
mag sein, dass dort herrchen die schuld trägt, weil es noch nie zu einer normalen kontaktaufnahme kommen konnte, dies gibt billy aber nicht das recht, irgendwas zu erzwingen.
die ein zwei sekunden, die der kleine dann hat, hat er wenigstens dann für meine kleine, die beiden sind nämlich ein hinreißendes kleinhund-paar. :D

lg
bettina

sloughifan
02.05.2004, 14:17
Hallo Bettina!

Ich hoffe Du hast meinen Text nicht als Pauschalverurteilung empfunden, denn dann wäre es ein Mißverständnis.

Wie gesagt - Anwesende ausgenommen !

LG

Ferrarista
02.05.2004, 14:36
Hallo Sloughifan,

Du sprichst mir aus der Seele! Ich finde, es sollte jeder verantwortungsbewusste Hundehalter mit seinem Hund eine Hundeschule besuchen (am besten auch eine Welpengruppe), egal wie klein oder groß dieser auch sein mag. Dann gäbe es mit Sicherheit weniger Probleme. Meine Hündin weiß ja auch, wie sich sich größeren/älteren Hunden gegenüber zu verhalten hat. Das musste sie aber auch erst lernen und bis dahin hatte sie einige "Rüffel" einzustecken. Noch etwas: Das wir einen relativ großen Hund haben, war eher Zufall. Ursprünglich solle es nämlich ein Mops sein...
:D

Gruß
Sabine

Cornelia
02.05.2004, 14:51
@ sloughifan:
Wie verhinderst Du denn, dass (d)ein größerer Hund einem kleinen die Tatze auf Kreuz haut?
Würde mich sehr interessieren, weil meine Hündin das auch immer bei kleinen Hunden macht - deshalb lasse ich sie schon nicht mehr gerne Kontakt zu kleineren Hunden aufnehmen.
Mit "nein" verhindern? Mh, aber woher weiß hund, dass damit das Tatzen gemeint ist und nicht der Kontakt generell?
Sofortiges Wegziehen bei Pfotenhieben? Geht erstens schlecht, weil ich generell Hundekontakt nur unangeleint zulasse, zum anderen ist es ja dann schon passiert (und bei einem 73cm Hund reicht ja nunmal EIN Tatzenhieb für eine evtl. Verletzung bei einem Zwerg).
Also, wie gewöhnt man das ab? Bin wirklich gespannt!

Ferrarista
02.05.2004, 15:10
Hallo Bettina,

Du schreibst: "und deine hündin ist da auch kein leuchtendes beispiel. derartig seine größe in die waagschale zu werfen, dass muss einfach nicht sein, zwischen hunden, die sich nur mal auf der wiese treffen."

Was sollte sie denn Deiner Meinung nach tun, wenn ein kleiner Hund auf sie los geht und sie beißt?

LG
Sabine

sloughifan
02.05.2004, 17:37
Hallo Cornelia!

Bei unseren hat es mit "Nein" funktioniert. Zum einen haben sie viel Kontakt und Frauchen ruft nicht dauernd "nein" und zum Zweiten ist dies ein Befehl, den die Welpen als erstes lernen.
:D Manchmal denke ich, muß der Welpe glauben er heißt "Nein".:D
Bisher (über 20 Jahre Hundehaltung) haben meine keinen "Zwerg":D verletzt.

LG

billymoppel
02.05.2004, 18:39
hallo sloughifan,
nur mal am rande: hälst du tatsächlich sloughi's? gibts davon fotos?
ich bin nämlich bekennender winhundfan und wenn ich mir je einen rassehund zulegen würde (wobei es soweit wohl nie kommen wird, weil wieder so ein blöder mischling bei mir geklingelt hat :D), dann wohl einen windhund. allerdings würde ich einen whippet bevorzugen und als zweithund ein italienisches windspiel für die hosentasche :D

lg
bettina

sloughifan
02.05.2004, 20:27
Hallo Bettina!

Unsere Hunde sind Sloughis und ich freue mich sehr, dass Du Windhunde toll findest. Fotos besitze ich massenhaft, aber werde wahrscheinlich an der nötigen Verkleinerung der Bilder, um sie hier ins Netz zu setzen, scheitern. Nobody ist perfect:D
Apropo Mischling: Wir haben eine Bekannte, die ihre Galgo/Greyhündin auch gebraucht bekommen hat und diese wider aller Ansagen von Kennern freilaufen lassen kann, weil sie nicht jagd. Es gibt ja auch genügend hilfesuchende Windhunde und von wegen "blöder Mischling"(habe Dich schon richtig verstanden) finde ich viele auch supernett.
Wenn Du Dich für Windhunde interessierst, warst Du schon einmal auf einer Ausstellung vom DWZRV? Dort kann man immer Klasse mit Besitzern palavern über Vor-+Nachteile der einzelnen Rassen.

LG

Lotta
03.05.2004, 09:08
Hallo Sabine,


Daja und der kleine Hund (Mischling) haben auf der Wiese herumgetollt, plötzlich ist der Kleine wie von der Tarantel gestochen auf sie los. Hat furchtbar gekläfft und nach ihr geschnappt.

so wie du das beschreibst, könnte es meine Klein-Hündin gewesen sein. Dieses Verhalten zeigt sie, wenn große tollpatschige Hunde mit der Pfote nach ihr tatschen. Es reicht inzwischen schon, wenn sie sie nur mit den Krallen am Rücken berührt. Es ist die einzige Möglichkeit, sich den Großen vom Hals zu halten (sie würde nicht freiwillig mit einem großen, jungen Hund spielen, aber oft kommen die ja einfach angerannt). Wenn sich der andere Hund dann auf sie setzen würde, - keine Ahnung was dann passiert.

Ich glaube du musst dich davon verabschieden, dass dieser Hund schlecht sozialisiert oder aggressiev war. Er hat sich einfach so verhalten wie ein Hund, dem, für ihn unverständlich, Schmerz zugefügt wird. Dein Hund kann auch nichts dafür, dass es so unterschiedlich große Hunde gibt.

Ich würde ein rauhes Spiel zwischen großen und kleinen Hunden sofort unterbrechen, wenn der Kleine Anzeichen von Stress zeigt oder quickt. Früher habe ich gedacht, die Hunde machen das unter sich aus, manche können das auch, aber keineswegs alle. Also eingreifen und die Hunde trennen, wenn es zu wild wird.

Grüße von Lotta

P.S. War dein Hund nun eigendlich verletzt?

Ferrarista
03.05.2004, 14:35
Hallo Lotta,

Daja hat sich dem Kleinen gegenüber recht vorsichtig verhalten. Normalerweise benutzt sie sehr gerne ihre Pfoten, aber bei den Kleinen hab ich versucht, es ihr abzugewöhnen. Und wir standen direkt daneben, daher kann ich mit Sicherheit sagen, dass sie dem Kleinen nicht weh getan hat. Sie selbst hatte zwei kleinere Bisswunden, die allerdings geblutet haben.

LG
Sabine