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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nicht erziehbar!!! Zum Verzweifeln



Jojo-Maus
28.04.2004, 23:05
Ich habe seit 3 Jahren eine Dackel-Fox-Mix-Hündin....

nur leider wird sie von allen im meiner Familie verhätschelt... also schaffte ich es nicht, sie rechtzeitig zu erziehen (lass sie doch, sie ist ja noch so klein, so lieb,...)

Jetzt ist sie einfach UNERTRÄGLICH....

Jedes Mal, wenn sie einen Gegenstand sieht, der sich bewegt, kläfft sie los, geht darauf los, will zubeissen....

Egal was es ist.... (Hunde, Menschen, Räder, Autos, Tiere,...)
Ich was schon in der Hundeschule, habe es mit verschiedenen "Hilfsmitteln" versucht, die mir empfohlen wurden (Halti, dieses Halfter für Hunde), Kettenhalsband (feingliedrig), und anderem....

Jetzt hat man mit einen sehr groben kettenwürger empfohlen... Die Glieder sind lang und total steif.... jedes Mal, wenn sie auf anderes losgeht, soll ich anrucken....

das will ich aber nicht...... Das ist doch brutal......
Könnt ihr mir eine andere Methode empfehlen?

ich habe sie, seit sie 8 Wochen alt ist, konnte sie aber, wie schon gesagt, nie richtig erziehen....

Ich weiß, ich habe da etwas wichtiges Verpasst, aber wie kann man einem Hund beibringen, nicht im Bett zu schlafen, wenn die eigene Mutter den Hund ins Bett hebt? oder dass man Frauchen nicht anknurrt... ("lass sie doch, sie will nur spielen")

Zurzeit habe ich sie als einzige halbwegs unter Kontrolle, aber wie lange noch? Es wird immer schlimmer......

danke im Voraus für eure antworten....
Ciao

Patrixa77
29.04.2004, 01:22
Hmmm, das erste was mir dazu einfällt:

Das Problem liegt nicht beim Hund, sondern deine Familie/Mutter ist nicht richtig erzogen.

Das Wichtigste bei der Hundeerziehung ist Konsequenz, dein Hund wird sich nie ändern, wenn ihr nicht alle an einem Strang zieht.
Ihr habt ganz eindeutig verpasst ihm die richtige Rangordnung, also er an allerunterster Stelle, zu verdeutlichen.

Es ist ein ganz grundsätzliches Problem, und kein Hilfsmittel und keine Hundeschule kann euch euren Hund mal eben umerziehen, dafür müsst ihr euer Verhalten erst mal ändern.

Ich rate dir ganz dringend in eine Hundeschule zu gehen (sorry, aber ich kann nicht wirklich glauben, dass du in einer warst, Halsbänder haben mit dem Fehlverhalten deines Hundes nichts zu tun, was für dumme Tips) oder sie zu wechseln.
Wahrscheinlich, je nach Ausprägung der Dominanz wirst du auch einen persönlichen Hundetrainer brauchen, der dir alles genau erklärt.
Alleine würde ich das nicht machen, ist zu gefährlich.

Allerdings sag ich dir gleich, dafür müssen alle an einem Strick ziehen, wenn deine Mutter sich weiter so verhält hat es keinen Sinn, schätze ich. Vielleicht sollte sie mit zur Hundeschule kommen?

Die anderen werden bestimmt auch Tips für dich haben...

Joelina

poekelmaus
29.04.2004, 11:03
Hallo!
Wie meine Vorschreiberin schon gesagt hat, das Problem liegt nicht am Hund, sondern an Dir bzw. an Deiner Familie. Setz Dich mit allen Beteiligten an einen Tisch und erkläre ihnen was Sache ist. Es müssen ALLE bei der Hundeerziehung an einem Strang ziehen, sonst hilft alles nichts. Es wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als wieder in die Hundeschule zu gehen, aber in eine gute Schule. Halsbänder haben nichts damit zu tun, daß ein Hund nicht weiß wo sein Platz ist. Du brauchst professionelle Hilfe und dafür ist es nicht zu spät. Deine Hündin muss einfach lernen, wo im Rudel sie steht, nämlich unter Euch. Es wird ein langer Weg sein und sicher nicht einfach, aber es ist zu schaffen, wenn auch Deine Familie mitmacht, sonst ist es umsonst. Unterbinde sofort, daß sie Dich anknurrt, das darfst Du unter keinen Umständen dulden, denn sonst wird sie Dich in nicht ferner Zukunft, beissen.
Also versuche allen klar zu machen, daß es so nicht weiter geht und arbeite mit Deiner Hündin!
Lg Ingrid

4711
29.04.2004, 11:19
Hallo
Das deine Familie sich nich korrekt verhält weißt du ja daher sage ich dazu nichts mehr.
Was du jetzt tun mußt ist deinem Hund klar zu machen wer der Boss ist, absolute Dominanz. Und zwar in sämtlichen Bereichen!
Der Hund darf nicht mehr erhöht liegen, Spielzeug kommt erstmal weg, wenn gespielt wird machst du schluß!!!! Die Tür durchqueren erst die Menschen, wenn der Hund liegt und du willst vorbei dann muß der Hund aufstehen, du gehst nicht um ihn herum.
Was auch bei schwierigen Fällen immer wieder hilft: Füttere deinen Hund aus der Hand (wenn´s denn geht)!
An deiner Stelle würde ich deinen Hund (dominz- technisch) ganz klein machen, hat er es kapiert, bau ihn wieder auf, und ganz klar, Bett ist tabu.
Halti und so weiter sind Hilfsmittel, d.h. sie helfen nur bringen aber keine Wunder. Gerade Halti und Co muß man in der Anwendung lernen und konsequent fortführen. So etwas dauert.

Auch zum Thema grobes Kettenhalsband. Die Dinger benutz man auf jeden Hundeplatz üblicherweise ( zumindest bei der Unterordnung und dem Schutzdienst), wichtig ist aber, dass sie NICHT auf Zug eingestellt werden und du nur kurze Rucke gibst, damit der Hund merkt: ach da war ja noch was! Dauerhaftes Ziehen führt bei allen Halsbändern (Stachel, Leder Kette) zu zu vielen Muckis am Hals und die Hunde können lustig weiterziehen ohne, dass es sie behindert.

Gruß 4711

cheroks
29.04.2004, 12:29
Bevor ihr beginnt
absolute Dominanz einkehren zu lassen, solltet ihr alle erst mal etwas über das Verhalten der Hunde lernen.
wenn die eigene Mutter den Hund ins Bett hebt? oder dass man Frauchen nicht anknurrt... ("lass sie doch, sie will nur spielen") Wenn man einen Hund so falsch deutet, dann macht es mit absoluter Dominanz nur noch schlimmer. Hat der Hund bereits eine sehr hohe Position im Rudel eingenommen, wird er sich höchswarscheinlich gegen Gegenmassnahmen zur wehr setzten.

Ich versuch mal im Namen des Hundes zu sprechen;) Euer Hund ist sicher nicht glücklich mit seiner Situation. Ein Hund ist in der menschlichen Welt restlos überfordert den Rudelführer geben zu müssen. Die meisten Hunde sind dankbar, wenn der Mensch das für ihn übernimmt. Aber dazu muss man erst mal wissen, was so ein Rudelführer zu tun hat, denn einfach nur durch Dominanz allein wird man nicht Rudelführer, schon gar nicht bei einem Hund der diesen Posten warscheinlich seit 3 Jahren inne hat. Man muss auch kompetent sein und das muss der Hund auch noch merken...

Versuche deinen Eltern klar zu machen, dass der Hund unter permanenten Stress steht und unter so einer Situation leidet.
Jedes Mal, wenn sie einen Gegenstand sieht, der sich bewegt, kläfft sie los, geht darauf los, will zubeissen.... Stress pur für den Hund!

Lade mal einen Hundetrainer zu euch nach Hause ein und führt mal ein Gespräch im Familienkreis!
Vielleicht kann der deine Eltern überzeugen.

lg Tina

Jojo-Maus
30.04.2004, 22:09
Danke für eure Hilfe.......

Naja...... Wegen dem Verhalten ist das so eine Sache......

aber das größte Problem ist ja, dass ich sie beim Gassigehen nicht unter Kontrolle habe....... d.h.: Sie geht nicht bei Fuß (konnte sie mal, bis meine Mutter ein paar mal mit ihr Gassi war....), sie kläfft alles an, und wenn sie nicht an der Leine ist, geht sie darauf los (egal ob Chihuahua oder Neufundländer)... und ich kann sie nicht zurückrufen....

Das Halti hat nicht viel gebracht, außer dass sie sich beinahe das genick gebrochen hätte, weil sie ja UNBEDINGT DEN NEUFUNDLÄNDER ANKLÄFFEN MUSSTE........

hat also wirklich nix gebracht.....

Ich habe jetzt mal das Kettenband probiert.... Natürlich nur kurz einen ruck, sonst ganz locker....

Sie war wie ausgewechselt...... Aber ich würde so ein vethalten gerne auch ohne dieses schreckliche halsband erleben.....

naja..... werde es immer öfter mal mit beiden Bändern abwechselnd versuchen (Nylonband und Kette)

Danke für eure Antworten.....

Jojo

cheroks
01.05.2004, 04:38
Hallo Jojo,
es liegt nicht allein an deinen Eltern, dass der Hund so ist wie er ist. Die Hunde meiner Mutter hören z.b.auf mich, aber nicht auf sie:rolleyes: Meine Mutter hat keine Ahnung von Hunden und macht so die grundlegenden Dinge falsch. Klar können die Hunde sie nicht ernst nehmen, da sie sich in ihren Augen wie ihre Untergebene benimmt.

aber das größte Problem ist ja, dass ich sie beim Gassigehen nicht unter Kontrolle habe
Das ist das Resultat! Warum sollte sie auf dich hören, wenn du in ihren Augen nicht kompetent bist?

Sie geht nicht bei Fuß (konnte sie mal, bis meine Mutter ein paar mal mit ihr Gassi war....), Also wenn du es mit Hunden drauf hast, dann würde sie auch bei dir bei Fuss gehen!

werde es immer öfter mal mit beiden Bändern abwechselnd versuchen (Nylonband und Kette)
Auch mit der Kette kann sich schnell ein Gewöhnungseffekt einstellen.
Gehorsam besteht aus zwei Faktoren, einmal Übung und auch Anerkennung durch den Hund. Wenn dein Hund dich nicht für voll nimmt, dann kannst du üben was das Zeug hält, aber im Zweifel wird er sich gegen dich entscheiden!

Du kannst dir sicher alle Hilfsmittel kaufen die es so gibt und alle werden kurzfristig einen kleinen Erfolg bringen, so lange bis dein Hund heraus hat, wie sie es umgehen kann, oder sie einfach "aushält".

Such dir einen Trainer der euch erklärt, warum der Hund das tut und wie ihr auf seine Verhaltensweiesen reagieren oder nicht reagieren solltet!!!

lg tina *ist ein gut gemeinter rat;) *

Jojo-Maus
02.05.2004, 16:49
naja........

Mich erkennt sie ja als Rudelführerin an........

Sonst hört sie immer auf mich.....

NUR BEIM GASSIGEHEN NICHT........ da kläfft sie lieber.... sobald der andere Hund vorbei ist, ist sie wieder brav und gehorcht super...... und gewöhnen...... weniger... sie zieht lieber den Kopf durchs Halsband *rofl*

ich suche jetzt einen guten Hundetrainer, mal sehen, was sich machen lässt.....

danke für die Tipps......

Jojo

X Ela X
03.05.2004, 13:15
Original geschrieben von Jojo-Maus
naja........

Mich erkennt sie ja als Rudelführerin an........

Sonst hört sie immer auf mich.....

NUR BEIM GASSIGEHEN NICHT........ da kläfft sie lieber.... sobald der andere Hund vorbei ist, ist sie wieder brav und gehorcht super...... und gewöhnen...... weniger... sie zieht lieber den Kopf durchs Halsband *rofl*

ich suche jetzt einen guten Hundetrainer, mal sehen, was sich machen lässt.....

danke für die Tipps......

Jojo

wenn dein erster satz stimmen würde, dann hättest dir den zweiten satz sparen können. denn wenn du redelführer wärst, wäre sie locker und entspannt und würde DEINE entscheidung abwarten.
sie erkennt dich als rudelmitglied an, aber keinesfalls als rudelführer.
dein hund ist rudelführer, das heißt, er muss als rudelführer für deinen schutz sorgen- fazit: er hält durch verbellen andere hunde von "seinem rudel" (von dir) fern.

du bist hochranging (also über den anderen familienmitgliedern) aber nicht rudelführer, das ist momentan dein hund.
eine gute hundeschule hilft dir (euch) dabei das wieder in die reihe zu kriegen. dazu müssen aber ALLE sehr konsequent sein und auch bleiben.

viel erfolg

cheroks
03.05.2004, 15:59
Sonst hört sie immer auf mich.....
Wann sonst? Im Haus oder ohne Ablenkung:rolleyes:
Sorry, aber das sagt wirklich nichts aus. Es wird erst interessant, wenn der Hund auch bei grosser Ablenkung beeinfussbar bleibt! Da zeigt sich letztendlich wer wem etwas zu sagen hat.

lg tina

Ivonne
03.05.2004, 18:05
Tach auch :D


[...]oder dass man Frauchen nicht anknurrt[...]

[...]sie kläfft alles an, und wenn sie nicht an der Leine ist, geht sie darauf los (egal ob Chihuahua oder Neufundländer)... und ich kann sie nicht zurückrufen....[...]

Mich erkennt sie ja als Rudelführerin an........[...]

Mach Dir nix vor.

Ich schließ mich Tina an, der Hund steht ganz klar über Euch und hat ne Menge Streß damit.
Mit Halsbändern oder sonstigem Schnickschnack kommst Du kein Stück weiter sondern allein mit Informationen über Hundeverhalten. Warum verhält sich ein Hund, wie er sich verhält?
Darauf kommt es an. Hast Du / Habt Ihr da erstmal ein paar grundlegende Sachen kapiert, klappt es fast von allein, natürlich mit der Hilfe eines kompetenten Hundetrainers, der in der Lage ist, Euch dies zu vermitteln ohne irgendwelche Hilfsmittel.

Es wird harte Arbeit für Euch alle, das sollte klar sein. Und es ist auch nich in einigen Wochen mal eben getan.
Und "danach", soll heißen, wenn der Hund seinen sicheren Platz in Eurer Familie hat, heißt es noch lang nicht, das er dann alle Privilegien zurückhaben kann. Das kommt dann sehr auf den Hund und auf Euch an. Soll natürlich auch nich heißen, das er jetzt für den Rest seines Lebens "geknechtet" werden muß.

Gruß
Ivonne

P.S. Ein Hund, der draußen nicht hört und zuverlässig kommt, bleibt an der Leine, ganz einfach. Und auch nicht an die Flexi, weil er ja dadurch mehr Auslauf hat, sondern ne ganz normale Meterleine reicht völlig.

Jojo-Maus
04.05.2004, 21:05
Mit der Meterleine ist das nicht so einfach.....

Ich habe noch einen zweiten Hund, welcher sonst von meiner kleinen gebissen wird, wenn er ohne Leine läuft, und sie nicht....

Und nur wegen ihr kann ich ihn nicht auch anleinen...

das kläffen dürfte sie von miem zweiten haben.... Nur dass er sich zurückrufen lässt.....

Momentan geht meine Mutter nicht mehr mit den hunden gassi, und ich habe keine Probleme mit dem Zurückrufen.....

Dürfte daran liegen, dass meine Mutter die Hunde IMMER NOCH VERHÄTSCHELT......

auf jeden Fall konnte ich das Kettenband wegtun, und sie trägt wieder ihr Lederband....

naja.... ich Glaube auch, dass ihr verhalten vom dem meines kleinen Bruders (10jahre) geprägt wurde....

er ärgerte sie, sie schnappte nach ihm und jagte ihn.... er lief mit irrem lachen herum, der hund hinterher.... und das immer, wie ich nicht zuhause war, und die beiden nicht zur Ordnung rufen konnte.....

ich weiß nicht genau, woran es liegt...

Ich fahre im Sommer für eine Woche nur mit meiner Hündin weg.... Vielleicht finde ich da heraus, wieso sie so agressiv ist...:confused:

danke für eure antworten

Ciao
Jojo, Yul (der große) und Cici (die kleine)

Inge1810
04.05.2004, 21:36
Hallo,

Ich fahre im Sommer für eine Woche nur mit meiner Hündin weg.... Vielleicht finde ich da heraus, wieso sie so agressiv ist...
:confused: Warum sie so ist, wurde Dir doch hier ausführlich erklärt.
Sorry, aber wenn die ganze Familie nicht mitspielt und Ihr Euch ALLE endlich in Sachen Hundeverhalten weiterbildet, seh ich schlechte Chancen und es tut mir wirklich leid für diesen überforderten Hund, der am Wenigsten dafür kann.
Grüsse