PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : dinge bestrafen



sporty
22.04.2004, 14:50
hallo zusammen,
ich lese z.z. ein sehr interessantes tagebuch zum thema "welpenprägung und erziehung".

habe jetzt nur zu einer erklärung eine frage.
wenn der hund sich ein kissen, schuh, o.ä. schnappt, nimmt der hf dieses wortlos dem hund weg, beschimpft den gegenstand und trampelt darauf rum.

er sagt es klappt wunderbar.

jetzt meine frage, wie verknüpft ein hund so eine situation???
was "denkt" er dabei?

kann man logisch nachvollziehen wieso es so gut wirkt???



nicole

Rüsselterriene
22.04.2004, 14:53
:confused:

Was soll denn der Käse?
Irgendwann wächst dann der Hund heran und versucht sich auch mal daran?

Kommt mir ehrlich gesagt vor, wie das Märchen vom bösen Wolf.
Klar gehe ich als Kind daraufhin nicht mehr in den Wald, aber irgendwann kriegt jeder raus, dass es eben doch ein "Märchen" ist.

Anke *mann, die Leute machen es sich aber auch kompliziert*

cheroks
22.04.2004, 15:13
:D :D

Ich könnte mir vorstellen, es soll wohl bei dem Hund den Anschein erwecken, das ist meine Beute, die erlege ich!
So nach dem Motto, gibt her Kleiner, wenn jemand das Ding traktieren darf, dann ICH.

Trotzdem finde ich das sehr merkwürdig...:rolleyes: hab vergleichbares noch nie gehört und ich kann mir auch keinen Realitätsbezug herleiten.
Hunde machen so etwas ja auch nicht! Wenn der junge Fiffi einen Knochen hat, den der alte Fiffi gerne hätte, dann geht der alte hin, knurrt ihm den Knochen ab (oder nimmt ihn sich einfach) und verspeist ihn in aller Ruhe, bewacht ihn oder was auch immer . Aber er wird ja nicht aggressiv dabei, verbellt das Ding und schmeisst sich drauf:confused:

lg tina

Briddy
23.04.2004, 11:36
Hallo,
also Schwachsinn ist das kaum. Geht mal auf www.dagmarswelt.de, da klickt ihr auf "Welpen" und dann auf "Der Fuchskacke-Alarmschrei". So verhält sich eine Hundemutter, wenn ihren Kleinen Gefahr von etwas droht. Den Welpen wird dadurch auf "hündisch" vermittelt, daß er die Gegenstände nicht anfassen darf. Bei Kissen und Schuhen finde ich das allerdings ziemlich übertrieben. Ich glaube nicht, daß ich einen Hund brauche, der auch später um Schuhe und Kissen einen Bogen macht, aber das kann ja jeder halten, wie er will.
Gruß
Briddy

changale
23.04.2004, 11:58
Hört sich unwahrscheinlich an, klappt aber.
Wir haben Leika so beigebracht nicht mehr an meine Schuhe zu gehen. Eine Freundin hatte mir damals den Tipp gegeben und erst war ich auch etwas skeptisch. Als ich dann aber angefangen habe Leika meine Schuhe wegzunehmen und diese - also die Schuhe - dann ausgeschimpft habe, hat Leika ganz schnell gelernt, dass die Gegenstände Tabu sind.

Liebe Grüße
Petra & die Husky-Rasselbande

Yuma
23.04.2004, 20:31
Hallo,

na die Idee kannte ich auch noch nicht:D
Aber: Ich würde sie keinesfalles bei Retrievern anwenden,zumindest nicht bei denen, die mal apportieren sollen.
Einem Welpen verleidet man das ziemlich schnell.
Dann eher sich für jeden gebrachten gegenstand bedanken, aus der Schnüss nehmen (kann man auch gleich schön AUS üben) und einen anderen Gegenstand (Hundespielzeug) zum Tausch anbieten.

LG

sporty
24.04.2004, 08:51
mh ich weiß nicht, ich kannte die methode bisher auch nicht war mir auch sehr suspekt, aber vielleicht haben diese leute ja recht. und es funktioniert, ohne den hund zu bestrafen (nicht tauschen).

dieser hund ist ein mali, der später auch im vpg geführt werden soll, und muss dort natürlich auch apportieren.

sie macht es liebendgerne und hat im wald zwei ausweise und einen handschuh, die eigentlich ein polizeihund suchen sollte, ausgegraben und ihrem herrchen gebracht.


er mischt das unterbinden der klaueinlagen mit dieser etwas komischen, aber wirkenden art und mit dem tauschen. es funktioniert super, da er mit strafen nicht weiter kommt.
klar, wieso auch? wenn ich als hund ärger beim bringen bekommen würde, wäre ich auch vorsichtig noch überhaubt irgendwas zu bringen.


meine frage an tina und anke. wie würdet ihr es machen?
wir haben mit ramses getauscht, und so hat er es super hinbekommen. so würde ich es auch mit dem nächsten welpen machen aber wieso nicht diese art einfach dazu nutzen wenn es wirkt.

nur leider kann mir das hier niemand beantworten.
:(

nicole

Rüsselterriene
24.04.2004, 14:10
:confused:
Wie ich meinem Hund etwas "entnehme", das er nicht haben darf?
Kurzes Nein/Pfui und raus aus dem Maul.

Fürs apportieren benutze ich fürs auslassen "Danke".

Übersetzung also: Danke = Gibs her, damit wir weitermachen können,
Nein = Gibs her, jetzt nicht,
Pfui = Gibs her und nimms nie wieder.

Anke *Wozu das Getrampele? Von was für einer Art Hund reden wir hier?*

sporty
24.04.2004, 17:31
wir reden von sensiblen hunden.

diese hündin zb ist wohl sehr sensibel, merkt sich jede abstrafung genau und quitiert es mit misstrauen.


Pfui = Gibs her und nimms nie wieder

wie setzt du das durch. erkläre mir, wie du das kommando dem hund beibringst.

wohlgemerkt, ich gehe jetzt von einem jungen SENSIBLEN hund aus.

nicole, die sich in vielem was welpen angeht immer unsicherer wird :rolleyes:

Rüsselterriene
24.04.2004, 18:04
:?: Dazu muss ich nachdenken...

Was ist bei jung-sensibel anders als bei anderen?
Nehmen sie den forschen "Pfui" Ton schon übel, indem sie sich krümmen und winden? (Hab kein rechtes Bild)

Also, beibringen des Pfui: Mal angenommen, wir stellen die Situation dafür (ansonsten warten wir halt den Rattengiftköder/ den Kothaufen etc. ab)... es liegt also ein absolutes Pfui im Raum.
Nehmen wir Hausschuhe. (Für, diejenigen, die sich Hausschuhe irgendwann mal bringen lassen wollen, nehmt was anderes)
Hausschuhe sind Pfui, der Hund hat Pfui noch nie gehört.
Pfui soll ein Meideverhalten auslösen.
Der Hund nähert sich dem Schuh, sobald er ihn aufnimmt, auf den Hund zuschnellen und Pfui möglichst fies zischen (ich hab mal gelesen, Pfui ist vom Peitschenknall abgeleitet worden).
Den Schuh abnehmen, der im Besten Fall jetzt auf dem Boden liegt und den Hund wieder aufbauen. (Der hat sich jetzt erschreckt, aber gottseidank is ja Mama/Papa da und hat alles unter Kontrolle)

Also, am besten kurz auffordern mitzukommen, kurz anticken und jafein komm mit.

Für den sensiblen Hund würde ich sagen, kann man alles in der Intensität minimieren, d.h. weniger schnell auf ihn zurennen, weniger fies zischen, dafür danach umso tollere Sachen anstellen... zB das Lieblingsspielzeug genauer unter die Lupe nehmen, etc.

So, Warnlaut etabliert. Ich persönlich würde nur darauf achten, möglichst schnell in der Stimmung umzuschwenken, also, ab da, wo der Pfui-Gegenstand am Boden ist.

Anke *das ist keine Strafe, sondern ein Warnlaut... in dem Fall Warnung nicht vor Strafe, sondern Gefahr von aussen... zB Gift*

sporty
24.04.2004, 18:18
klar anke ich weiß was du meinst, habe voeher auch so gedacht.

wenn der hund es mit dem hadschuh verbindet super!!!

aber was ist wenn dieser sensible hund es mit DIR verbindet und dich fortan meidet. dann musst du erstmal aufbauarbeit leisten und das kann dauern.

weisst du was ich meine?

ich habe es mit meinen unsensiblen rüpeln ja nicht anders als du gemacht.

nicole

Rüsselterriene
24.04.2004, 18:24
Nicole, ich hab ja nich nur unsensible Rüpel hier.

Klar, dein Timing muss stimmen.
Aber gerade der sensible Hund wird ganz genau sehen, das du nicht ihn böse anstierst dabei, sondern "das Ding".

Ich an deiner Stelle würde mir da nicht allzuviele "Verknüpfungshorrorszenarien" einreden. Auch ein sensibler Hund stirbt nicht, weil er gewarnt wird.

Anke

sporty
24.04.2004, 18:29
Aber gerade der sensible Hund wird ganz genau sehen, das du nicht ihn böse anstierst dabei, sondern "das Ding".


genau das ist es du schaust das ding nur böse an und saqgst zu dem ding pfui, was dein hund dan irgenwann versteht.

also ist es ja eigentlich genauso, wie es der typ in dem text macht, nur dass er reichlich übertreibt.

sehe ich das jetzt richtig???

nicole

cheroks
24.04.2004, 18:31
Also ich habs so gemacht,
Fiffi hat z.B. den Schuh und kaut fröhlich drauf rum. Ich gehe zu Fiffi, halte ihn wenn nötig am Halsfell fest und sage ihm ausdrücklich Nein. Lässt er den Schuh fallen, brav und komm mit.
Wenn nicht, Schnauzengriff , Nein im gleichen Tonfall. Lässt Fiffi nun ab, brav, Schuh erst mal keine grosse Beachtung schenken und Fiffi komm mit. Den Schuh behalte ich im Auge, wenn Fiffi noch mal ran will knurre ich als Vorwarnung. Geht er trotzdem ran mache ich eine schnelle Bewegung auf ihn zu.

lg tina

Rüsselterriene
24.04.2004, 20:38
:D
Ja, im Prinzip isses das.
Ich frag mich nur, wer dem Typen eingeredet hat, er wäre mit einem Blick in die richtige Richtung nicht eindrucksvoll genug, das er daraufhin nen Affentanz aufführt.

Und: Das Pfui sagst du sehr wohl zum HUND, nicht zum Ding.
Du warnst ja nicht das DING, sondern den Hund.

Nicole, was immer du vorhast, du schaffst das schon!

Anke

sporty
24.04.2004, 20:47
Nicole, was immer du vorhast, du schaffst das schon!

hört sich lustig an
ich will
-zum mond fliegen
-drogen schmuggeln
-durchs meer dach amrika schwimmen :D :D :D :D

nein im ernst, eigentlich weisst du ja was ich vorhabe, aber bis dahin ist es ja noch ein gutes stück.

ich habe das nur gelesen und es war mir anfangs sehr suspekt, aber je öfter es im text erwähnt wurde, musste ich darüber nachdenken.


nicole, die euch bis zum tag X und darüber hinaus noch viele fragen stellen wird

Rüsselterriene
25.04.2004, 08:45
:D Alte Dealerin!

Also sooo illegal bzw. unmöglich is ja nu das PFUI wirklich nich!

Anke *Auf zum Mond!*:cu: