PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie verhalte ich mich wenn mein Hund gebissen wurde?



Finni
04.04.2004, 21:05
Hallo,

mein Hund wurde mal wieder von einem Schäferhund gebissen. Er ist einfach plötzlich angefallen worden. Wir waren mit dem Rad unterwegs, auf einmal kam ein Hund hinter uns hergelaufen und hat meinen Süssen ohne vorwahrnung angegriffen. Mein Hund wehrt sich da garnicht, er läuft nur weg, schreit und leider hat er sich vor lauter Angst sogar angepinckelt. Er ist jetzt erst ein Jahr alt und wurde nun schon zum dritten mal gebissen. :0(

Ich wurde von der Frau dann noch angemault ich soll mich nicht so anstellen, mein Hund hätte doch garnichts und sowas hätte ihrer noch nie gemacht (das habe ich schon alle drei male gehört) :mad: .
Mein Hund hat aber am Hals und am Bauch Bisswunden gehabt und geblutet. Ich wollte dann Ihre Nummer haben und Ihren Namen. Sie hat mir dann irgendeine Nummer genannt (kein Anschluß unter dieser Nummer) und sonst wollte sie mir nichts sagen und ist abgehauen. Ich dann hinterher, obwohl mein Dogi absolut nicht mehr in Ihre Nähe wollte und habe Ihr gesat ich möchte ihr Handy haben, sonst rufe ich die Polizei. Da meinet sie ich solle sie in Ruhe lassen sonst macht sie Ihren Hund wieder los. Das wollte sie auch tun, da sind wir dann sofort weg, hatte echt Angst. :0(

Mein Süsser tut mir so leid. Habe jetzt Angst ihn überhaupt noch laufen zu lassen und mit ihm unter Hunde zu gehen.
Mache um alle Hunde ein riesen Bogen. :(

Was soll ich denn machen wenn sowas noch mal passiert? Wie verhält man sich da am besten? Stimmt es das keiner Haften muss wenn beide Hund unangeleint laufen- auch wenn der eigene nichts gemacht hat? :confused:

kaviar1
04.04.2004, 22:12
Hallo Finni,
ist doch gar keine Frage. Adresse rausbekommen und dann bei der Polizei und beim Ordnungsamt anzeigen. Die Frau ist ja unberechenbar, willst Du nochmal einen Angriff ihres Hundes reskieren?
LG Maria

Hovi
04.04.2004, 22:20
Wenn beide Hunde unangeleint laufen, handhaben es die Versicherungen in der Regel so, dass jede 50 % des Schadens des Gegners zahlt. Die anderen 50 % muß man sich selber zurechnen lassen, aufgrund der "dem Hund innewohnenden Tiergefahr" (zu deutsch: weil man überhaupt einen Hund hat).

Es kann aber auch vorkommen (wenn ein sehr großer einen sehr kleinen Hund beißt), dass dem größeren Hund ein höheres "Verschulden" ("erhöhte Tiergefahr") zugerechnet wird.

Wenn Du die Tierarztkosten erstattet haben möchtest, mußt Du natürlich die Adresse rauskriegen.

Grüßle
Claudia

Rocky
04.04.2004, 22:29
Hallo Finni!

Das tut mir echt leid mit Deinem Dogi!Ich kenne mich da leider in Sachen Gesetzen nicht aus.
Aber ich finde es so schlimm für Deinen süssen dass er immer wieder Schmerzen haben muß wegen solchen giftigen Hunden.
Sorry,aber kein Hund kann doch einfach so Deinen Dogi angreifen....Ich glaube den Hunden spinnt es wohl!
Schade ,.er kann ja zu keinem Hund mehr vertrauen haben!Und das wo er noch so jung ist und bestimmt noch gerne spielt...Armer Dogi!Viel,viel gute Besserung!!!Berichte bitte wie es weitergegangen ist und was dabei herauskommt....


VLG Mone:0(

schaeferrosi
05.04.2004, 13:15
also das ist echt unmöglich von dieser frau .droht dir und geht weg.
ich würde versuchen herauszufinden wer das ist und eine anzeige erstatten.
frage mal andere hundehalter ob sie diese frau kennen.
habe vor einiger zeit auch eine hundebeißerei gehabt.
mein und auch der andere hund(labrador) waren angeleint.
ich habe irgendwie geahnt das was passiert,denn der andere hund wurde von 2 kleinen ca6-7 jahre alten kindern an der leine gehalten und zog die zwei mehr als sie gingen.
ausweichen war nicht möglich.
es kam wie es kommen mußte ,der hund riss die zwei kinder um und rauf auf meine hündin.die wehrte sich natürlich.
ich riß den anderen hund an der leine zurück und befahl meinen platz und bleib.

dann begleitete ich die kinder mit hund ein stückchen und ging dann zu meiner hündin zurück.
habe mir von den kindern die telefonnummer geben lassen und von zu hause bei der mutter angerufen.

die hat mir mit anzeige gedroht weil ihr hund bisswunden hatte.

ich bin dann selber zur polizei,habe die geschichte dort geschildert.die haben nur den kopf geschüttelt.


fakt ist.ich brauchte gar nichts zu zahlen.die kinder haben der polizei die wahrheit gesagt und die mutter hat einen verweis
erhalten.

liebe grüße an euch von rosi und wuff jola

Samuel
06.04.2004, 22:52
Die von Hovi angesprochene "50/50 Lösung" wird von Versicherungen gern in Anspruch genommen.
Sie ist die Standardlösung bei freilaufenden Hunden. Aber sie ist nicht zwangsläufig! Das kann ich aus eingener Erfahrung berichten.
Bei einem Sapziergang begegnete uns ein "älterer Herr" mit einem KLM, der ohne Vorwarnung meinem Hund ein Stück aus der Flanke riß. Da es für mich nach einer angstbedingten Handlung aussah und der "Angreifer" meinem nicht wirklich gefährlich werden konnte, rief ich Sam sofort zu mir.
- Bei "ernsthaften" Auseinandersetzungen tue ich das nicht, um ihn beim "Ablassen" nicht noch mehr zu gefährden -
Hund und Halter gingen schnell eines anderen Weges... noch bevor ich das Ausmaß und die Tiefe der Wunde überblicken konnte. So blieb mir nichts anderes übrig als sie nach der Begutachtung zu verfolgen. "Gestellt" behauptete er doch ernsthaft uns nie begegnet zu sein. Seine Adresse mußte er dennoch herausrücken. Die Richtige! Die, die auf seinem Personalausweis stand.
Die Rechung des TA ging an ihn persönlich. Die Antwort kam von seiner Versicherung! Die 50/50 Geschichte!
Also zum Rechtsanwalt, drei Anschreiben später zahlte seine Versicherung dann plötzlich doch die volle Summe.

Wenige Wochen später tauchte er dann wie es der Teufel will bei uns auf dem HuPla auf. Er habe Schwierigkeiten mit seinem Hund.
Schön, daß er es (gezwungenermaßen) einsieht. Auch wenn ich selbst nicht die "Größe" besitze mich mit ihm auseinander zusetzen, so hoffe und denke ich doch, daß der betreffende Trainer dem Hund helfen kann. Denn er kann recht wenig dazu.

Nur mit dem "Zurückrufen" gehe ich seit dem vorsichtiger um. Wer austeilt muß nun auch mit dem Echo leben.

Finni
09.04.2004, 12:41
Hallo.

Danke für Eure Tipps und Besserungswünsche! :-*

Meine Hundi geht es wieder sehr gut. Die Bisswunden haben sich zum Glück nicht entzündet und so wächst alles langsam wieder mit Fell zu. Und sein anfänglicher verfolgungswahn (er hatte bei jedem geräusch von hinten immer etwas Angst bekommen) ist qauch wieder weg. Trotzdem waren wir bis jetzt noch nicht wieder unter Hunden im park oder so. mache immer noch um alle ein Bogen. :rolleyes: Ist mir noch irgendwie mulmig. Nun denn hoffe das uns sowas erstmal nicht mehr passiert, ansonsten weiß ich ja was ich zu tun hab.

:easter:

LG Finni

Move
09.04.2004, 15:12
Hallo Finni!

Mann, das ist ja unglaulich dreist von der Frau!! :eek:
Tut mir echt leid für euch.

Ich rate dir, einen Hundetrainer zu suchen. Der kann dir und deinem Hundi helfen, wieder einigermaßen normal auf andere Hunde zuzugehen.
Die Angst steckt ja jetzt verständlicherweise in euren Knochen. Und du überträgst deine Angst noch zusätzlich auf deinen Hund, ist echt vertrackt.

Alles Gute
Move:bl:

changale
13.04.2004, 16:16
Hallo Finni,

schön das es Deinem Hundi besser geht!

Du solltest Dir eine Flasche Tränengas in die Tasche stecken und wenn Dir so eine Tante noch einmal damit droht ihren Hund loszumachen, dann bist Du wenigstens ein wenig gewappnet. Oder geh nie ohne Handy aus dem Haus. Dann kannst Du immer direkt vor Ort die Polizei anrufen.

...So jemanden müßte ich mal begegnen! :sn:

Grundsätzlich solltest Du solche Übergriffe melden. Hier in NRW gibt's ja die Regel, dass große Hunde eh gemeldet sein müssen und vor allen Dingen ausreichend versichert. Ist der Hund zum Beispiel nicht gemeldet oder versichert kannst Du sie zum Beispiel dafür auch noch "rankriegen". (Ich weiß, es geht hier nicht darum jemanden etwas heimzuzahlen, aber meistens sind solche Hunde ja in mehrere "Angriffe" verwickelt gewesen). Ist das bei Euch als Gegend/Bereich ausgezeichnet gewesen in der Hunde frei laufen dürfen? Wenn nicht, gibt's nämlich vom Ordnungsamt noch einmal eine dicke Verwarnung dafür...

Ich wünsche Dir, dass ihr Eure Angst bald überwinden könnt!

@ All
Mal rein aus Interesse. Wir hatten letztens folgende Situation: Wir waren mit unseren Hunden auf einem Hundespielplatz und die beiden spielten dort friedlich. Auf einmal kommt aus der Entfernung ein Hund (irgend etwas Stafford-mäßiges) auf die beiden zugerannt, springt über den Zaun und stürzt sich auf Leika.
Bei uns ist es so, dass Leika eingreift wenn Dakota angegriffen wird und umgekehrt auch. Also habe ich mir Dakota geschnappt - um den Kampf fair zu halten - und mein LAG hat versucht die Streithähne auseinander zu bringen. Was allerdings leichter gesagt als getan war.
Im Endeffekt hat Leika den Hund in die Flucht geschlagen und der Hund ist wieder über den Zaun gesprungen und war weg. Von Besitzer keine Spur weit und breit. Leika hat Gott sei Dank nur einen Kratzer an der Schnauze davon getragen...

Wie verhalte ich mich denn in so einer Situation richtig? Soll ich versuchen meinen zweiten Hund aus der Keilerei herauszuhalten oder soll ich den fremden Hund verjagen oder was soll ich denn als Erstes tun?
Und in wie weit bin ich schuld wenn Leika den Hund verletzt hätte? Und ist es übertrieben in so einem Falle Anzeige gegen Unbekannt zu machen?

Liebe Grüße
Petra & die Husky-Rasselbande