PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : welcher Hunderasse ist die richtige



marion21
27.03.2004, 06:51
Hallo
ich hätte da mal eine Frage, wir sind eine vierköpfige Familie und möchten uns demnächst einen Hund zulegen.
Da wir aber noche keine grosse Erfahrung mit Hunden haben sind wir uns in puncto rasse noch nicht sicher.
Wir möchten gerne einen kinderlieben Hund mit dem man aber auch ausgiebiege Spaziergänge machen kann, er sollte aber auch aufmerksam und wachsam sein.
Wir tendieren in Richtung Golden Retriever, Labrador oder Hovawart.
Es wäre sehr nett wenn uns jemand einen Ratschlag geben könnte.
Danke

sandinchen
27.03.2004, 08:37
Hallo Marion,
also ich bin weder ein Spezialist für Retriever noch für Hovawarts, kann dir aber sagen, dass zwischen beiden Rassen charakterlich sicher Welten liegen.
Ich fass es mal ganz pauschal zusammen: EIn Retriever ist ein Jagdhund der ursprünglich zum Heranbringen der Beute (retrieve=apoortieren) vor allem auch im Wasser diente. Seine auch sonstigen positiven Eigenschaften haben ihn in den letzten Jahren zu einem Familienhund werden lassen. Ob er mit dieser Rolle zufrieden ist, kann ich dir nicht beantworten. ;) Wohl aber dass es auch Retriever gibt, die sich überhaupt nicht als Familienhund eignen, weil man es eben bei jeder Rasse immer auch mit einzelen Individuen zu tun hat.
Ein Hovawart diente früher als "Wächter des Hofes". Es ist also ein "klassischer Wachhund", der eben auch bestimmte Eigenschaften mit sich bringt. Diese Eigenschaften können sicher auch zum Problem werden, wenn der Hund z.B. anfängt, die Freunde der Kinder nicht mehr ins Haus zu lassen, weil er dieses eben bewacht.

Aber ich will den Teufel nicht an die Wand malen.
Wenn es denn eine dieser Rassen sein soll, dann würde ich sagen: Such dir Besitzer solcher Hunde und unterhalte dich mit ihnen. Ich würde nicht pauschal sagen, dass diese beiden Rassen überhaupt nix für euch als Anfänger sind. Wenn ihr euch z.B. einen erwachsenen Second-Hand Hund dieser Rasse holt, dann kann man ja sehr wohl schon vorher einschätzen, ob er zu euch passen wird, weil man seinen Charakter schon kennt. Es gibt sicher ganz furchtbar leichtführige Hovawarts und andersherum ganz problematische Retriever (vor allem wohl weil der Hund so sehr in Mode geraten ist und bei der Vermehrung "geschludert" wird).

Aber wie gesagt. Am besten informierst du dich bei Leuten vor Ort. Es gibt sicher gute Züchter und Tierheime, die einem auch nach der Vermittlung eines Tieres noch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Eine gute Adresse für obdachlose Retriever ist z.B.
www.labrador-in-not.de

Und nicht vergessen...es gibt auch eine Menge netter Mischlingshunde die auf ein Zuhause warten.
Da kann ich dir diese Seiten empfehlen:
www.tiere-suchen-ein-zuhause.de
Die haben sogar eine eigene Rubrik mit familiengeeigneten Hunden.
Meinen Hund habe ich hier gefunden:
www.tiervermittlung.org. Sehr hilfsbereite Menschen!
Auch besonders nett und hilfsbereit sind die Leute von www.tierhilfe-fuerteventura.de

Natürlich gibt es da auch immer wieder Welpen. ;)

Ich hoffe ich konnte ein kleines bißchen helfen.

Winni
27.03.2004, 09:59
Hallo,
wenn ihr immer und nicht nur ab und zu ausgedehnte Spaziergänge machen wollt, wie wärs mit einem Dalmatiner?
Die sind weder Jagd- noch Hütehunde.
Auch Großpudel passen prima.

Aber natürlich habe ich eine bitte die sowieso jemand gestellt hätte:

Guckt euch doch in einem Tierheim um, es gibt so viele familientaugliche MIschlinge :rolleyes:

Bei Kindern im Haus würde ich eher keinen Hütehund nehmen, es soll schon Fälle gegeben haben in denen diese (unterforderten) Hunde Kinder nicht mehr aus ihren Kinderzimmern gelassen haben.

Grüßle

poekelmaus
30.03.2004, 08:07
Hallo!
Ist eine schwierige Frage, ich habe einen Golden Retriever und bin ein absoluter Fan dieser Rasse. Sie hat aber auch ihre Nachteile. Du musst Dir drüber im Klaren sein, daß Retriever Apportierhunde sind und da werden sie hauptsächlich für Wasserwild verwendet. Das heißt, für einen Retriever ist Wasser das allerbeste und Du kannst sicher sein, er springt in jeden Tümpel wenn Du es ihm erlaubst. Sie kennen kein schlechtes Wetter, sind immer dreckig und auch recht sture Hunde. Retriever brauchen liebevolle, aber konsequente Erziehung und die dauert ca. 2 Jahre. Sie bleiben einfach länger Kinder als andere Rassen. Sie eignen sich absolut nicht als Wach- od. Schutzhunde. Du kannst natürlich einem Retriever auch beibringen zu melden wenn es läutet, aber sie sind menschenfreundlich und daher für einen evtl. Einbrecher nicht sehr abschreckend.
Hovawart sind nicht zu vergleichen mit Retrievern, sie sind eher Wachhunde, aber auch nicht so einfach zu erziehen, meiner Meinung nach keine Anfängerhunde. Man sollte sich von ihrem knuddeligen Aussehen nicht täuschen lassen.
Mein Tip an Dich, lese soviele Bücher wie möglich, rede mit sovielen Hundebesitzern als möglich und sieh Dich auch mal im TH um, dort findet man immer sehr liebe Familienhunde.
Noch was, die Kinder sollten generell für einen Hund nicht zu klein sein, denn das geht meistens auch nicht gut.
Lg Ingrid

EinsteinSep11
30.03.2004, 14:55
Hallo!

Ich kann Dir keine beondere Rasse empfehlen.
Es gibt zig verschiedene Rassen, (fast) alle mit besonderen Eigenschaften und Charakteren. So manche Hunde sollten aber eher von erfahrenen Hundehaltern gehalten werden, denn das können absolute Sturköpfe sein. Manche sind eben aber auch sehr lernfähig und trotzd. sehr schwer zu erziehen und zu halten. Wie auch immer, man muss sich alles sehr genau überlegenn. Wie viel Zeit man für den Hund hat, gerad auch mit den Kindern u.s.w.. Viel Verantwortung. Ich persönlich bin ein großer Fan von Schäferhunden und Jack Russel Terrierern. Aber die Rassen sind ja wohl eher nichts. Auf jeden Fall kann ich sagen, man sollte Bücher lesen, es gibt sehr gute z.B. in Tierhandlungen, außerdem sollte man die jeweiligen Züchtern aufsuchen, natürlich renomierte. Oder wir sind z.B. hunderte von Kilometern gefahren und waren in vielen, sehr vielen Tierheimen. Also, all das sollte man schon auf sich nehmen, sich nicht einfach so ein Hund anschaffen, und es sich nicht einfach machen. So kommt man zum richtigen Hund. Und wie ich finde, Mischlinge sind auch tolle, intelligente Begleiter. Unser 1. Hund war auch einer.

L.G.

Hovi
30.03.2004, 22:31
Hallo Marion,

Wie kommst Du denn grad auf die drei Rassen? Die ähneln sich vom Charakter her ja nicht sooooo sehr...

Ich rate zwar Anfängern nicht generell vom Hovawart ab. Beim Hovi wäre aber zu bedenken, dass er einen ziemlich "eigenen Kopf" hat, und man ihm mit herkömmlichen "Hundeplatzmethoden" (= zeigen, wo der Hammer hängt) nicht beikommt. Einfache Hunde sind die Hovawarte jedenfalls nicht, aber andererseits sind sie besser als ihr Ruf :D.

Es kommt drauf an, wieviel Zeit ihr täglich für den Hund zur Verfügung habt? Ein Hovi will täglich mindestens 2 Stunden beschäftigt sein, sei es durch actionreiche Spaziergänge, Hundeplatz, Fahrradtouren... und Hovis scheuen weder Kälte, noch Regen, noch Matsch. (Retriever aber auch nicht :D.) Nach oben hin kann man sich zeitlich noch beträchtlich steigern.... er ist jedenfalls ein ziemlich arbeitsintensiver Hund.


Grüßle
Claudia

kimba450
31.03.2004, 19:20
Hallo,
laßt euch doch einfach mal in einem Tierheim oder in einer guten Hundeschule beraten.Dort kann man euch sicher weiterhelfen,besonders in Punkto "welche Rasse" soll es sein.Und wer weiß vielleicht wartet im Tierheim ja auch schon der richtige auf euch!!
Liebe Grüße
Ela

klara63
01.04.2004, 23:38
hallo
ein howi ist garantiert nichts aber abnicht für eine familie.
es ist gar nicht genau zu sagen welcher hund passt,
dazu kennt man deine familie nicht
aber spielen mehrere faktoren eine rolle:
wieviel auslauf und beschäftigung kann eine familie mit zwei kindern einem großen hund widmen. retriever und howi sind lauftiere die auch konsequent erzogen werden müssen.
fühlt man sich dazu in der lage wenn z.b. ein rüde geschlechtsreif wird und die zähne zeigt sich durchzusetzen?
ich arbeite bei einem TA und habe schon oft genug gesehen, das viele leute den hund einfach loslassen und meinen "ich hab angst das er mich beißt".das tut einem einfach nur leid, wenn so ein hund wirklich mal durchtickt st es nicht nur sehr gefährlich sondern in der regel fehlverhalten der besitzer.
und ich würde es auch nie an einer rasse festmachen.
wir hatten auch schon bissige golden retriever, die dann mit 15 monaten zum züchter zurückgegeben wurde.
also, was ich damit sagen will: man muß einen hund, egal welche rasse erziehen. ich habe einen boxer und 2 DSH und eine 7 jährige tochter. es klappt gut, aber man sollte immer ein
auge drauf haben. Vertrauen i´st gut, kontrolle besser.
viel erfolg bei der hoffentlich richtigen auswahl!

tomcatmerlin
02.04.2004, 12:53
hallo marion,

schaut euch doch mal im tierheim um, führt ein paar hunde gassi, einfach mal um zu sehen, was zu euch passen könnte, vielleicht merkt ihr dann schon, was euch am ehesten liegt.

zum golden und auch labrador kann ich nur sagen, sie brauchen sehr viel beschäftigung, da sie meiner meinung nach sonst nicht ausgelastet sind.
das wird bei diesen rassen leicht vergessen.
und auf retriever in not wurde ja schon aufmerksam gemacht.
viele grüsse

renate

Move
04.04.2004, 14:32
Hallo!

Also zunächst mal: Schön, dass ihr euch ausgiebig informieren wollt. :)

DEN kinderlieben Hund gibt es nicht. Das ist immer Prägungs- und Erziehungssache!! Eine schlechte Erfahrung kann ausreichen, um einem Hund das Kinderliebsein auszutreiben.

Dann zu den Rassen. Ich habe das Gefühl, dass ihr euch zunächst einmal vom äußeren des Hundes beeinflussen lasst. Das ist oft so bei Anfängern. ;)
Ich kann nur sagen: schaut euch auf Hundeplätzen, auf Ausstellungen, in Tierheimen, bei Spaziergängen schon mal um, redet mit Hundebesitzern, lest viel. So könnt ihr mehr über Rasseeigenschaften erfahren. Denn der Hund begleitet euch mindestens 12 Jahre! Da solltet ihr schon zusammen passen.
Wollt ihr vielleicht auch Hundesport mit ihm machen? Dann sind Hütehunde, Schäferhunde, Dalmatiner, Border Terrier vielleicht was für euch.
Oder wollt ihr es bei ruhigen Spaziergängen belassen? Dann würde ich euch einen vielleicht schon älteren Hund empfehlen.
Ich kenne einige Golden Retriever, die recht fügsam sind. Allerdings sind die aber oft mit HD belastet.
Dann die Frage: wollt ihr IMMER lange Spaziergänge machen oder nur sonntags? :?:
Ich habe einen Border Collie- Münsterländer- Mix, der muss Beschäftigung haben, sonst sucht er sich selbst welche. :sporty:

Also das Äußere ist echt Nebensache, wenn die Chemie nicht stimmt, werdet ihr mit dem hübschesten Hund nicht glücklich!
:0(

sandinchen
04.04.2004, 15:12
Dann zu den Rassen. Ich habe das Gefühl, dass ihr euch zunächst einmal vom äußeren des Hundes beeinflussen lasst. Das ist oft so bei Anfängern.
Das Gefühl hatte ich auch. ;) So ein blonder Hovawart kann einem Goldie doch schon sehr ähneln. :D

Mäusezahn
04.04.2004, 19:59
Hallo, Marion,
wie schon gesagt, ist die Liebe zu Kindern bei allen Hunden eine Sache der (Hunde)Erziehung. (Genau besehen auch der Kindererziehung, es gibt Kinder, denen würde ich keinen Hund anvertrauen: Nein, das ist kein Stofftier, der möchte auch mal seine Ruhe!)
Zweitens: Die Sache mit der Endgröße des Hundes. Wie alt sind Deine Kinder? Sollen / Wollen sie evtl mit dem Hund Gassi gehen? Dann sollten sie aber deutlich über 12 Jahre sein, beim Hovi sogar noch älter , um einen Hund auch dann rein körperlich halten zu können, wenn der anzieht. Ja, ich weiss, dass Erwachsene manchmal auch nicht schwerer sind als ihr Hund, aber da hört Hundi vielleicht doch besser?
Ausgedehnte Spaziergänge: Jeden Tag, mehrmals? Evtl Rad fahren, Hundeschule usw, kostet alles Zeit. Dalmatiner brauchen m.W. viel Auslauf, ebenso Husky, aber auch Cocker! Wobei eigentlich alle Hunde gerne Spazieren gehen, vom Yorkie bis zum Bernhardiner.
Langhaarig, kurzhaarig, Scheren / Trimmen nötig?
Wir haben uns unsere Cockerine Frizzi geholt, als der Sohn, der unbediingt einen Hund wollte, 12 Jahre alt war, der Große 14 und der Jüngste 6. Der Kleine ging aber nicht mit ihr Gassi. Auch wenn der Mittlere viel hilft, die meiste Arbeit habe ich mit Frizzlein: Kämmen, Baden, zum Trimmen und TA gehen... (Und das womöglich mit 2 Kindern im Schlepptau)
Trotzdem: Kind und Hund macht Spaß!
Schönen Abend
Karin

Hovi
04.04.2004, 20:05
Nur eine kurze Anmerkung zum "Haltenkönnen", wenn der Hund zieht ;):

Es gibt manch gestandene Frau, die hat mit ihrem 35 - 40 Kilo Hovi ein Problem, wenn er zieht. KINDER mit einem Hovawart allein loszuschicken, ist ein Ding der Unmöglichkeit!

Wenn man den Dreh raushat, schafft man es auch, zwei Hovis "auszuhebeln" und zu halten, aber einem Anfänger dürfte das schwer fallen. Für ein Kind ist es schier unmöglich, einen Hund dieser Größenordnung zu halten, wenn er mal loslegt.

Das gilt es natürlich auch zu bedenken, wenn ihr evtl. auch die Kinder mal mit dem Hund alleine gehen sollen.

Grüßle
Claudia

Sam&Sally
04.04.2004, 20:20
Hallo,
wir sind auch eine 4 köpfige Familie und haben eine Katze und einen 8 Monate alten Labrador. In der Tat, wie in vielen Beiträgen ausführlich beschrieben, ein toller Hund und gerade auch mit Kindern ein äußerst geduldiger Hund. Aber man sollte sich im Klaren sein, daß der Labrador in erster Linie ein Arbeitshund ist, der in Jahrhunderten für best. Jagdzwecke gezüchtet wurde und als reiner Familienhund, mit dem nur Gassi geht, unterfordert ist. D. h., er muß viel beschäftigt und bewegt werden!!!
LG Ingrid

tomcatmerlin
04.04.2004, 22:04
hallo,

zu dem alter der kinder , und ob sie mit dem hund gassi gehen, wollte ich auch noch was sagen.
letztens hat sich vor mir eine 18 jährige mit ihrem golden flach gelegt, weil sie den hund nicht halten konnte.

ich würde meinen golden nie mit einem kind alleine gassi gehen lassen.

wenn dir kinder mal alleine laufen sollen, würde ich keinen hund über 10 kg anschaffen, ein golden hat 30 kg, ein hovi noch mehr.

und ich kann der vorausgegangenen meinung, ein hovi ähnelt im aussehen dem golden nur zustimmen, da lassen sich viele täuschen. keine ahnung, warum man sich da nicht informiert, um was für eine rasse es sich da wirklich handelt.

man musss doch einschätzen können , ob man einen hovi oder golden will ????

und um es nochmal klipp und klar zu sagen, mir tut es um die golden und labrador retriever wirklich leid, dass sie als familienhunde angepriesen werden, das wird der rasse nicht gerecht.

renate

:confused:

Dagi
05.04.2004, 09:01
Hallo Renate,

ich weiß, ich werde innerlich auch kribbelig wenn mal wieder nach einem Labbi, Golden als doch so familienfreundlichem Hund gefragt wird, aber

man musss doch einschätzen können , ob man einen hovi oder golden will ????
das kann man eben als jemand, der sich anfängt mit dem Gedanken zu beschäftigen einen Hund zu sich zu nehmen vielleicht nicht unbedingt.
Ist doch klar, erst mal guckt man, wie so ein Hund aussieht. Ein Nackthund könnte der tollste Hund der Welt sein - wenn er mir vom Aussehen nicht gefällt, gefällt er mir eben nicht :rolleyes: ;)
Ich meine, ICH wusste von Anfang an, dass ich einen Dackel wollte (übrigens wirklich tolle Familienhunde, wenn normal sozialisiert!!!), aber alibi-mäßig musste ich mich meinem Mann zuliebe ja auch mal mit anderen Rassen beschäftigen. Da ist mir aufgefallen, dass optisch einige Rassen für mich in Frage kämen.
Naja, und erst im zweiten Schritt informiert man sich dann über Rasseeigenschaften etc. und das tut Marion doch hier.
Klar wissen WIR als Hundekenner welcher von beiden für uns in Frage käme oder nicht und wissen schon einiges über die Wesenseigenschaften und grundsätzlich möglichen Veranlagungen. Aber ich denke, Marion ist noch ganz am Anfang und "nähert" sich erst mal vorsichtig ;)

:D Und für die meisten Leute ist irgendwie Hund + groß + blond = familientauglich :rolleyes: :D das Image wurde und wird ja auch jahrelang gerne propagiert, auch seitens der Züchter ;)


@ Marion

Ich kann nur aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz sagen: hier in der Nachbarschaft wurde für die Familie ein Golden-Hovi-Mix angeschafft. Die Kinder (ca. 7 + 9) zog er durch die Gegend, die Erwachsenen hatten eigentlich für einen Hund dieses Kalibers nicht wirklich Zeit und heute kümmern sich die Frührentner von nebenan um den Hund.

Als absolut familientauglich habe ich persönlich die schwarz-schimmel-Cockerdame unserer Freunde erlebt, aus nicht-jagdlicher Zucht (wichtig!). Sie hatten sie allerdings schon bevor die Kinder kamen und haben damals Welpenprägungsstunden und Hundeschule besucht. Als die Kinder Babys waren war sie gaaanz vorsichtig mit denen, und als die mal am Ohr zogen oder kneiften ging sie einfach nur weg und machte gar nix. Heute freut sie sich über einen zugeworfenen Butterkeks *pfui*, über Streicheleinheiten und ist immer mit den Kindern zusammen draußen. Da passt wirklich alles toll zusammen.

:cu: Dagi & Amy

tomcatmerlin
05.04.2004, 15:07
@ dagi,

ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass ein wenig grundkenntnisse da sind, da es sich ja wirklich um diese spezielle rassen handelte, da dachte ich schon, dass man eigentlich weis, dass ein retriever ein jagdhund ist e.t.c., das hat ja auswirkungen auf das leben der ganzen familie, dageht es um die art der beschäftigung des hundes .....
wurde von sandinchen ja schon schön erklärt, wo die unterschiede liegen.
ingrid hat ja auch geschildert, welche anforderungen ein labrador an seine familie stellt.

vom aussehen her ist es bei mir sicher auch so, dass ich zu speziellen hunden neige, wird wahrscheinlich bei jedem so sein.

ich bin halt einfach strickt dagegen, dass ausgerechnet der golden und der labrador als die wahrscheinlich "bequemsten" hunde gehandelt werden, damit sollte irgendwann mal schluss sein. keine ahnung warum das kein ende nimmt.

viele grüsse

renate

Dagi
05.04.2004, 16:28
Hallo Renate,

ich bin halt einfach strickt dagegen, dass ausgerechnet der golden und der labrador als die wahrscheinlich "bequemsten" hunde gehandelt werden, damit sollte irgendwann mal schluss sein. keine ahnung warum das kein ende nimmt
Das geht mir ja nicht anders. Die Rassen tun mir total leid, denn leider dient das ja nicht ihrer Gesunderhaltung und ich sehe viele Hunde, die in Familien leider unterfordert sind, wenn sie nur so als "Familien- und Begleithunde" gehalten werden.
Ist doch klar, warum das kein Ende nimmt: weil damit zuviele Leute, die sich Züchter nennen, Geld verdienen. Traurig, traurig, denn es sind tolle Hunde!
Dem BC droht ja leider schon das gleiche Schicksal, ich habe auf den Ausstellungen einige Züchter gehört, die, wenn sie angesprochen wurden, immer zustimmend gesagt haben: ja klar können sie den als Familienhund halten....
Ich kenne schon einige, total durchgeknallte BC's, die ihr Leben an der Flexi fristen müssen :(
Ja, ja, es lebe der Profit...

Liebe Grüße
Dagi & Amy

Hovi
05.04.2004, 19:39
Hallo Dagi,

bei uns läuft ein mitllerweile 16 Monate alter BC rum, der jeden Hund, völlig egal wie groß, sofort aufs Bösartigste angreift, wenn er dessen angesichtig wird. Ich hab schon einiges von BCs gehört, aber nie, dass sie derart aggresssiv Artgenossen gegenüber sind.

Als ich vorletzte Woche im Biergarten war, versuchte "Luke" mit gefletschten Zähnen permanent, an unseren Tisch zu gelangen (Herrchen sass drei Tische weiter und verhinderte wenigstens, dass der Hund herstürmen konnte, wenn er ihn schon anderweitig nicht im Griff hatte). Während ich das noch halbwegs gelassen und kopfschüttelnd beobachten konnte, fand die Besitzerin des Chihuahuas, die sich dann in die Nähe setzte, die Attacken weniger witzig. Der kleine Hund war ebenfalls nicht davon begeistert.

Diese Rasse wird m. E. total kaputtgezüchtet, und wenn sie vom Züchter keinen Dachschaden mitgekriegt hat, dann sorgen die neuen Besitzer mit völliger Unterforderung dafür, dass sie spätestens dann durchknallt.

"Luke" ist übrigens auchein reiner Flexileinen-Hund. Wie könnte es auch anders sein?

Grüßle
Claudia

tomcatmerlin
05.04.2004, 20:34
@ dagi,

ja , dass mit den BC wird auch ins extreme getrieben. ist fast noch tragischer, die retriever fügen sich ja in ihr schicksal, werden dabei immer fetter und träger:( , und das war's.

mit einem BC wird zum schluss wirklich niemand glücklich, wenn er nicht gewusst hat was auf ihn zukommt, tragisch für herrchen/frauchen , noch tragischer für den hund.


@ hovi,

was ist eigentlich gerade mit den hovis los, die scheinen mir wirklich auch sehr in mode gekommen zu sein:?: .

bei uns laufen seit einem 3/4 jahr 3 kleine hovis rum, sowas hab ich ja noch nie erlebt, alles dunkle. bei den hellen könnte ich es noch nicht mal 100% sagen, ob es einer ist oder nicht, da geht man immer von einem golden aus:?: .

ist der hovi zur zeit so ein gefragter hund, hoffentlich nicht, zum wohle der zucht, meine ich jetzt;)

viele grüsse

renate

Mäusezahn
06.04.2004, 14:44
Hallo,
da bei uns auf der Hundewiese zur Zeit oft ein entzückendes kleines Boxermädel läuft, wie wärs mit dieser Rasse? Kurzhaarig, daher pflegeleicht, geht gern und ausführlich spazieren, soll sich auch gut an Kinder gewöhnen lassen? Wenn stimmt, was man so liest, "spielfreudig bis ins hohe Alter".
Die kleine Zuckerschnüß bei uns ist goldgestromt mit vier weißen Söckchen und Blesse, süüüüüß!
Liebe Grüße
Karin

Samuel
06.04.2004, 23:09
Ja, es gibt Hunde die sehen total süß aus.
Und trotzdem sind es Gebrauchshunde! Mit all ihren "Vorteilen". Leider ist die Definition von Vorteil sehr sehr verschieden!
Wer meint einen Hund halten zu wollen solte sich erst intensiv damit auseinandersetzten, was das bedeutet. Dann sollte man sich daran machen die Unterschiede zwischen den Rassen kennenzulernen - sie sind gewaltig!
Aber ohne Einfühlungsvermögen, Geduld, Verständnis und Wissen geht es nie! Schon garnicht mit einer großen Familie. Zu verschieden können Interessen sein. Die Charaktere sollten schon zu einander passen. Welcher Hund "einfach" ist hängt nicht zuletzt von Betrachter ab.

tomcatmerlin
07.04.2004, 15:49
@ marion,

wie sieht es denn bei euch aus, wie weit seid ihr über die rassen denn jetzt schon informiert ?

habt ihr schon alle rassen duchgecheckt, was für euch in frage kommen könnte, oder steht ihr noch am anfang, und wie kam denn die entscheidung zustande hovi oder golden zu nehmen.
ich glaube ohne weitere informationen ist es recht problematisch irgendwie zu beraten.

viele grüsse
renate

Martina Pie
07.04.2004, 22:23
Hallo zu einer Rasse raten kann man leider nicht,weil da spielen so viele Faktoren eine Rolle!!!
zB.Eigenes Haus mit Garten oder Mietshaus
Alter der Kinder
nicht zu verachten die Kosten (Tierarzt)
wer betreut den Hund im Urlaub wenn er nicht mitgenommen werden kann?
Bevor Ihr euch einen Hund anschafft macht bitte einen Alergietest nichts ist schlimmer als einen Welpen wieder abgeben zu müßen wegen Alergie das vergessen die meisten!!!
Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit Hunden
Wenn Interesse besteht kann ich "Familientaugliche" Hunde euch zukommen lassen.
Als Anfänger wurde ich auch nicht gleich zu einer großen Rasse raten.
Aber bei knapp 400 Hunderrassen wird sich eine finden.
Gruß aus Kiel

Hovi
08.04.2004, 13:30
Hallo Martina,

nun ja, wenn der Vermieter mit der Hundehaltung einverstanden ist, finde ich einen Hund in einer Mietwohnung (auch ohne Garten) nicht tragisch ... vorausgesetzt, er bekommt seiner Rasse entsprechend viel Auslauf und ggf. "Arbeit".

Auch die Größe des Hundes finde ich zunächst mal zweitrangig, die Folgerung "kleiner Hund = Anfängerhund" kann ganz schön ins Abseits führen (ich denke nur an die zig unerzogenen Westies, JRT und Dackel, die hier rumlaufen und nie von der Leine kommen).

Ich denke, es gibt keinen "familienuntauglichen Hund", sondern nur "hundeuntaugliche Familien" ;).

Grüße
Claudia