PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Knurrt ständig andere Leute an



malli
16.07.2002, 20:47
Hallo alle zusammen!!!!!!
Habe seit 3 mon. eine Malinois Hündin (8mon alt) die sehr dominant ist, was aber nicht das eigentliche Problem ist.
Das Problem ist das sie extrem Misstrauisch gegen fremde ist,
auch wenn ich dabei bin.
Selbst wenn ich die Person freundlich begrüsse und die Person sich langsam und nicht von oben dem Hund nährt,
legt sie die Ohren an und beginnt zu knurren auch wenn die Person Ihr Leckerli gibt.
Die dominanz zuhause hat sie abgelegt und ist zu uns sehr zutraulich.

was kann das sein.

Muss dazu sagen das der Hund zuerst 5 mon bei einer 70 jährigen Frau lebte die mit dem Hund nicht klar kam.
Ist nicht mein erster Malinois und bin auch im Hundeverein.


Gruss Malli

Maggie_HH
17.07.2002, 02:22
ich denke mal, dass die hündin bei der alten frau keine alltäglichen eindrücke bekommen hat...und nicht gut sozialisiert wurde...kann das sein?
mein hund ist auch misstrauisch aber er knurrt nicht! hm...also denkst du sie macht das aus angst??? (ohren anlegen bedeutet glaube ich angst)
wie nähern sich denn die anderen leute???? es gibt da wichtige dinge die man dabei beachten sollte, wenn man sich einem ängstlichen hund nähert!!!!

Juliane

malli
17.07.2002, 19:16
Hallo!
Danke für den Beitrag.
Tja die nähern sich lansam nicht ganz aufgerrichtet, beugen sich aber auch nich zu weit über den Hund.

Maggie_HH
17.07.2002, 21:08
also als erstes sollten sie nie direkt auf den hund zugehen sondern in einem kleinen bogen, dann sollten sie ihn nicht ansehen, am besten seitlich gehen und ganz langsam, dann klein machen, also hinhocken...und am besten den hund locken mit spielzeug oder leckerlie.....
du musst aufpassen, dass du ihn in seiner angst nicht bestärkst, in dem du ihn streichelst oder beruhigst mit worten!!! dann bestärkst du ihn in seinem verhalten also nur loben wenn er sich richtig verhält!!!!!

juliane

sonst noch fragen?

volker
17.07.2002, 21:18
hallo,

ich möchte mich nicht einmischen, aber ist es richtig, daß
die Leute welche auf den Besitzer zugehen einen Bogen laufen müssen und den Hund nicht anschauen sollen??????
Was passiert wenn ein Kind auf den Hund zurennt, ich meine gerade ????????????????????

Gruß Volker

Piwische
17.07.2002, 22:02
Ich denke ich weiß, was Maggie meint, denn ich habe gerade Turid Rugaas fertiggelesen. In der "Hundesprache" sind bestimmte Beschwichtigungssignale geläufig. Dazu gehört unter anderem wegsehen, die Nase lecken, im Bogen auf einen anderen Hund zugehen, vor allem wenn dieser unsicher ist und selbst Beschwichtigungssignale aussendet.
Mit diesen Signalen zeigen sich Hunde gegenseitig, dass sie friedlicher Absicht sind.

Diese Signale werden jedem Hund sozusagen in den Hundkorb gelegt, dass heißt jeder Hund beherrscht sie. Allerdings kann es passieren, dass der Hund sie verlernt, und zwar durch den Einfluss des Menschen. Das kann z.B. dadurch geschehen, dass der Hund in einem Moment, in dem er Beschwichtigungssignale aussendet, abgestraft wird, weil sein Mensch ihn falsch versteht. Wenn das oft genug passiert, wird es der Hund bald nicht mehr wagen, diese Signale einzusetzen, und das bringt Schwierigkeiten im Kontakt mit anderen Hunden.

Um zurück auf das o.g. Problem zu kommen: auch als Mensch kann man die bekannten Beschwichtigungssignale anwenden, in dem man sich z.B. einem unsicherem Hund in einem Bogen nähert und ihn dabei nicht anschaut. Damit zeigt man ihm, dass man freundlich gesinnt ist. Vorausssetzung ist natürlich, dass der Hund die hundische Körpersprache noch nicht verlernt hat. Sicherlich muss man jetzt nicht auf jeden Hundebesitzer im Bogen zugehen, aber Übungen in dieser Art können bei sehr unsicheren Hunden helfen, die Angst zu nehmen.

Zu den kleinen Kindern: weil diese z.B. oft gerade auf Hunde zu rennen und sie betatschen oder gar hochnehmen wollen, reagieren viele Hunde unsicher oder gar abwehrend auf Kinder, vor allem wenn sie solche nicht schon frühzeitig in ihrem Leben kennengelernt haben, vom Wesen her meine ich. Kinder benehmen sich aus Hundesicht gesehen oft sehr bedrohlich.

In der Hoffnung, etwas zum Verständnis beigetragen zu haben -
viele Grüße von Anja & Piwi

Maggie_HH
17.07.2002, 22:11
hab das buch zwar nicht gelesen, sondern diese dinge in der praxis gelernt, aber schöner hätte ich es nicht erklären können!!! :D :D
wir haben in der hundeschule sogar mal einen sehr ängstlichen hund mit diesen beschwichtigungssignalen etwas sicherer gegenüber menschen hinbekommen.
Es war eine hündin aus einer tötungsstation gerettet und sie hatte vor allem und jedem angst, aber jetzt läuft sie nicht mehr weg, wenn man langsam auf sie zugeht!!!!! also das bringt schon was!!!

Juliane

malli
17.07.2002, 22:16
Hallo!

Vielen Dank für die vielen Antworten!!!!!!!!

Aber mir ist aufgefallen das der Hund das nicht bei allen Menschen macht, leider ist kein schema zu erkennen.
Egal ob alt Mann oder Frau nur bei Kindern scheint der Hund ruhig zu bleiben, hoffe das es so bleibt :)

Werde aber das von euch beschriebene Hündische verhalten auf dem Hundeplatz mit für den Hund fremden Menschen
ausprobieren.

Oder kann es auch sein da der Hund Angeleint war, er sich bedrängt gefühlt hat und das aufrechte stehen für Ihn noch bedrohlicher wirkte?


Gruss Malli