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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sunny will nicht spazieren gehen...



Muridae
25.02.2004, 17:37
Sunny ist eine (fast) 6 Monate alte Jack Russell Hündin. Sie liebt es, im Garten zu toben und vor allem mit anderen Hunden zu spielen.

Sie hat nur leider eine kleine Macke: SIe will partout nicht spazieren gehen, wenn einer von uns mit ihr alleine geht. Wenn zwei Menschen oder einfach ein zweiter Hund dabei ist, ist das gar kein Problem.

Ich bin mit ihr auch schon raus in Grüne gefahren, wo's ruhiger ist; aber dann will sie nur wieder ins Auto.

50 m höchstens, dann gehen das ziehen und zerren Richtung Wohnung oder Auto los...

Mit 6 Monaten ist das doch nicht normal, oder?!

Rüsselterriene
25.02.2004, 18:09
:( Hi Muridae,

Scheint, als wenn die Dame keinen Bock hat, sich auf euch zu verlassen.
Wieviele seid ihr, die ihr nicht allein mit ihr rausgehn könnt?
Zeigt sie das Meideverhalten bei jedem gleich stark?
Wielange macht sie das schon so mit euch? Wie oft war sie erfolgreich?

Hat sie sonst noch "Macken"?

Ich würde tippen, dass ihr irgendeinen grundlegenden Fehler macht, weshalb sie sich nicht sicher fühlt. Vielleicht hat sie keinen festen Bezugspunkt?
Wer von euch wollte den Hund haben?

Anke :?:

Rüsselterriene
25.02.2004, 18:12
...hm... nochmal ich... war kurz auf eurer Page... mir ist aufgefallen, das da auf fast jedem Sunny-Foto (süß!) Spielzeug rumliegt.
Vielleicht wärs sinnvoll, dieses wegzuräumen und erstmal nur noch draussen... so nach 50 Metern vom Auto entfernt zu "benutzen".

Anke *nur so ne Idee*

Muridae
25.02.2004, 18:37
Mein Mann und ich wollten den Hund haben, wobei ich eher meinen Mann dazu überredet habe. Zu zweit können wir mit Sunny überall spazieren gehen, jeder einzeln geht nicht lange gut; also egal, ob ich mit ihr gehe oder mein Mann.
Dadurch, dass ich mich hauptsächlich um sie kümmere, ist sie relativ stark auf mich fixiert (rennt in jeden Raum hinter mir her usw.).
Wir haben Sunny jetzt seit Ende November. Anfangs wollte sie nicht einmal in den Garten, aber da haben wir sie langsam dran gewöhnen können. Aber halt bloß nicht weiter weg vom Haus oder vom Auto...

Ich hab schon überlegt, ob das damit zu tun hat, dass sie bis zur 11. Lebenswoche auf einem Reiterhof gelebt hat oder es ihr schlicht und einfach nicht anders angewöhnt wurde... Aber dann müsste das Problem ja auch sein, wenn mehrere mit ihr spazieren gehen...

Zwischenzeitlich habe ich sie eine Zeit lang getragen, bis wir ein paar Straßen weiter waren; aber selbst von dort möchte sie lieber zurück gehen als vorwärts...

Das mit dem Tennisball (Spielzeug) wäre noch eine Idee...

Pelibacke
25.02.2004, 19:02
Hi Muridae,

Du darfst die Kleine auf gar keinen Fall tragen! So lernt sie: ich bleibe stehen und darf zur Belohnung auf den Arm. Solange es auch dauert, sie muss selber laufen! Und wenn es nur Minischrittchen sind. Das alles schön verbinden mit gaaaanz viel gutem Zureden, Lob und Leckerchen oder eben Spielzeug. Evtl. auch Umdrehen, wenn sie einen Schritt in die gewünschte Richtung gemacht hat und zur Belohnung zurückgehen.

Man darf auch mal einen Hund ein kleines Stückchen schleifen (wenn wirklich gar nichts mehr geht), damit sie nicht lernt, dass sie stehenbleiben kann, wann immer sie will und sich alles um sie dreht. (Aber bitte wirklich nur in ganz großen Ausnahmefällen!)

Und wirklich immer schon kleinste Schritte belohnen.

Sie hat einfach schon gelernt, dass sie nur stehenbleiben muss, um ihren Willen zu bekommen.

Es dauert sicher eine ganze Zeit, bis das klappt! Rechne auch für jedes Üben viel Zeit ein. Und wenn ihr in 30 Minuten nur 10 m kommt, ist das auch nicht schlimm. Du brauchst wirklich eine Menge Geduld dafür!

Ich kenne das von meinen auch, allerdings nur im Welpenalter. (Da ist es die Angst, nicht mehr nach Hause zu finden)

Das Zauberwort ist wirklich Geduld, Geduld, Geduld! Und Konsequenz! (D.h. auch zwischendurch nicht Tragen).

Wichtig ist natürlich, dass der Hund Dir (& Deinem Mann) absolut vertraut, um sichtbare Erfolge zu erzielen!

Viel Glück!

Angie2004
25.02.2004, 20:50
Wir haben unsere Angie mit 3,5 Monaten aus dem Tierheim geholt, wo sie Gassi gehen nicht kennen gelernt hat,.Die ersten Tage mit ihr waren schlimm. Gingen mein Mann und ich zusammen mit ihr Gassi alles o.k. Gingen wir getrennt,hatte ich sehr oft einen jaulenden Esel bei mir .Alles zureden und bitten half nicht. Sie war einfach nicht zu locken, was mich mit der Zeit schwer genervt hat. Dann kam mir der Gedanke sie mit Lekkerlies zu locken und siehe da, sie konnte laufen. Das ganze hat eigentlich nur 3 Tage gedauert bis wir sie soweit hatten.
Heute kommt sie nicht schnell genug aus der Türe und dieses zickige Verhalten hat sie eigentlich ganz abgelegt.

Muridae
26.02.2004, 08:41
Leckerlies hab' ich eigentlich schon aufgegeben. Anfangs ging das gut, aber dann wurde sie wieder von Fahrradfahrern oder Kinderwagen abgelenkt und schwupps half auch das Leckerlie nichts mehr: Ab nach Hause...

Das ist, als ob sie auf einmal aufwacht: "Wo bin ich denn hier? Das ist nicht gut, will nach Hause!!!"

Wir ziehen bald in eine ruhigere Wohnsiedlung, vielleicht legt sich der Kram ja dort...

Ich weiß schlicht und einfach nicht, was ich mit der Kleinen falsch mache... Also müssen wir mit viel Geduld wohl einfach weiter üben.

Greez, Muri

cheroks
26.02.2004, 11:06
Hallo Muri,
ich schliesse mich Ankes Meinung an, es hört sich so an, als ob dein Hund dir nicht vertraut und sie das Rudel zusammen halten will! Dafür spricht, dass sie mit euch zusammen raus geht, aber nicht allein, da sie dann nicht weiss, was der "Rest" des Rudels macht.

Dadurch, dass ich mich hauptsächlich um sie kümmere, ist sie relativ stark auf mich fixiert (rennt in jeden Raum hinter mir her usw.).
Da würde ich z.B. mal ansetzten. Sie soll dir nicht auf Schritt und Tritt folgen. Beginne mal damit sie dir ein wenig vom Hals zu halten. Mach mal die Tür hinter dir zu, was passiert dann? Kann sie alleine bleiben?

LG Tina

Muridae
26.02.2004, 12:26
Wenn ich die Tür hinter mir schließe und mein Mann noch im Raum ist, setzt sie sich entweder zu ihm oder wartet im Körbchen auf mich.

Wenn ich sie ganz allein im Wohnzimmer lasse, fängt sie meist nach zehn Minuten leise an zu fiepen, was je nach Tageslaune bei ihr zu lautem bellen ausarten kann. Wenn sie ruhig ist, gehe ich wieder ins Zimmer und lobe sie. Bis zu einer halben Stunde lasse ich sie bis jetzt allein, stetig ein wenig steigernd...

Wie kann ich sie denn dazu bringen, dass sie mir vertraut? Was mache ich denn falsch?

Greez, Muri