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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie ist das mit der Leine?? *provozier*



Diva
22.02.2004, 13:20
muss jetzt hier mal was loswerden, bzw. fragen um zu verstehen.
Es geht um das leidliche Thema: Leine.

Warum zum Teufel, können es andere Hundebesitzer nicht akzeptieren, wenn man den eigenen Hund NICHT ableinen will.
Mein eigener Hund ist im Normalfall relativ umgänglich, wenn es nicht ausgerechnet um läufige Damen geht, aber ... und aus guten Gründen, lasse ich ihn beim "normalen Gassi" an der Leine. Das ist KEINE Qual für ihn! Es ist auch nicht so, dass er nie ohne Leine ist, aber ich mache ich meistens nur los, wenn ich die Situation überschauen kann, wenn ich mit ihm Ball oder Stock spiele oder in Ausnahmefällen.
Warum wird man dann von Hundebesitzern schief angeschaut, die noch nicht mal eine Leine mitführen???!!!
Es wird schon seine Gründe haben, warum ich meinen dominanten Hund lieber an der Leine lasse, damit er keinen Streit mit anderen Rüden anfängt. Im Gegenzug erwarte ich, dass die Besitzer freilaufender Hunde darauf Rücksicht nehmen und entweder ihre Hund mindestens "bei Fuss" rufen oder sie auch anleinen, dann nämlich würde es nicht zu solchen Situationen kommen, wie ich es gestern erlebt habe und bei der mein Hund fast verblutet wäre!!!

Jedem sollte es selbst überlassen sein, ob der Hund an der Leine ist oder nicht und alle sollten aufeinander Rücksicht nehmen. Und diese Sprüche danach "Das hat meiner noch nie gemacht!" und "das ist, weil ihrer an der Leine ist!" sind ja wohl das letzte! Wird man jetzt noch dafür bestraft, dass man rücksichtsvoll und verantwoertungsbewusst ist????
Was wäre denn, wenn ich einen riesigen und aggressiven Hund hätte, der sich gut verteidigen könnte????? Würden sie mich dann auch noch dumm und verständnislos anschauen, weil er an der Leine ist? Wahrscheinlich nicht.... stattdessen muss mein harmlos aussehender Hund darunter leiden....es ist zum K***** ... sorry!

Kein Hund leidet, wenn er an der Leine spazieren geht, so fern er anderweitig Beschäftigung und Auslauf hat.
Mein Anliegen: etwas mehr Toleranz und vor allem Rücksicht ...bitte!

claudia73
22.02.2004, 16:58
Ich kann dir da nur voll zustimmen.

Unser letzter Hund war z. B. nur zu bestimmten Rüden "nett". Wenn ich nicht absolut freie Bahn hatte, war er daher auch an der Leine, was ich auch nicht als Quälerei ansehe, austoben konnte er sich oft und ausgiebig im Garten und die Spaziergänge waren immer seeeehr lang und er hat sich immer riesig drauf gefreut.
Tja, und eines Tages, im Wald stürzt sich so ein unangeleinter Riesenschnauzer auf ihn drauf, ohne Vorwarnung. Die Leute mit ihrem Hund waren einige Hundert Meter VOR uns, als der Hund sich plötzlich rumdreht und meinen beißt.

Die Herrschaften sind dann ein paar Meter zurück gekommen und aus der Entfernung ruft mir die Frau dann den Spruch des Tages zu: "Machen Sie Ihren doch auch los, dann hört das doch auf !"

Suuuuuper-Tipp, ganz klasse. Umgekehrt wäre es ja vielleicht logisch gewesen, aber so ?! Und dass ich vielleicht meine Gründe hatte, den Hund nicht frei laufen und zu lassen und dass er nach dieser Beißerei aus Panik auf und davon gelaufen wäre, darauf kam sie nicht.

Und nicht mal danach hat sie es für nötig gefunden, ihren Hund anzuleinen.

Ich denke, hier werden die Meinungen wieder auseinander gehen, und das ist eben meine ;)

caroB
22.02.2004, 19:42
murphy läuft auf viel an der leine, das hat auch gründe unter anderem weil an ganz vielen orten leinenpflicht herscht und ich diese einhalte.

es gib zu viele mitmenschen die angst vor hunden haben und auch ganz viele die es nicht leiden können wenn so ein tier auf sie zu kommt und eventuel die kleidung verschmutzt. wenn murphy mal frei läuft und ich sehe einen anderen hundebesitzer mit hund oder irgendwelche anderen mitmenschen rufe ich meinen sofort zurück und leine ihn an im gegenzug rufe ich dem anderen hundebesitzer zu das er bitte seinen hund doch auch anleinen möchte, manchmal sieht man schon von weitem das es sich um einen egoisten handelt , der fragt warum oder gar nicht handelt, denen sage ich dann das mein hund krank ist und nicht spielen darf, sollst mal sehen wie schnell das andere tier an der leine ist gg. andere hundebesitzer leinen ihr tier an und fragen nach dem grumnd dann sage ich meist weil meiner sich nicht unbedingt mit anderen hunden versteht und ich so einem konflickt aus dem weg gehe, denn ich bin der rudelführer und ich entscheide wann gespielt wird . meistens verstehen sie es und man geht weiter.

in der setzt und brutzeit finde ich das jeder hund an die leine gehört auch wenn er nicht wildert oder stöbern oder jagen geht. im wald gibt es ganz viele tiere die sich im hohen gras verstecken bzw. nester bauen, diese werden durch das toben der hunde im unterholz zerstört bzw. die sich in sicherheit wiegenden tiere aufgescheucht. auch gibt es zu dieser zeit in deutschland ja viele wildschweinfamilien, und wehe dem eine gefahr nähert sich den frischlingen, dann kann hundi nur noch laufen, den die bache verteidigt ihre frischlinge biß aufs blut wenn es nicht anders geht.

was andere hundebesitzer die ihre hunde nicht anleinen dann über mich denken ist mir ehrlich gesagt sch....egal.
nur wenn hundebestitzer und nichthundebesitzer endlich mal wieder rücksicht nehmen auf die bedürfnisse anderer und anderer lebewesen, dann wir die freundschaft hund mensch auch irgendwann mal wieder in einem schöneren licht stehen .

mein hund wird auf jedenfall nicht als straßenpizza enden oder gar vor die flinte eines schießwütigen jägers laufen, auch wird mein hund nie wieder gefahr laufen von anderen hundebesitzern getreten oder gar eins mit der leine übergebraten zu bekommen, weil er vielleicht mal einen streit provoziert. (leider schon oft genug passiert daher ist murphy gegeüber fremden unsicher geworden und ich auch)
und ich verhindere das er kleine kinder wärend des tobens umläuft so das die mütter sich und ihre kinder in sicherheit fühlen können.

lg von caroB und murphy der das auch nicht schlimm findet :D

Hovi
22.02.2004, 21:50
Hallo,

eigentlich finde ich da nix Kompliziertes dran.

Sehe ich von Weitem einen angeleinten Hund, kommen meine auch an die Leine, bis wir vorbei sind, und gut. Das ist eine Selbstverständlichkeit.

Ich war selbst oft genug mit einem frischoperierten Hund unterwegs, der darum Leinenzwang hatte. Da hielt sich meine Begeisterung über freilaufende Hunde, die ihn wild begrüßen wollten, auch in Grenzen.

Dort, wo üblicherweise alle Hunde frei laufen, laufen meine auch frei.

Ansonsten werden sie angeleint, wenn ein angeleinter Hund entgegen kommt.

Das kann doch nich so schwer sein? :?:

Grüßle
Claudia

Dagi
24.02.2004, 10:03
Hallo,

ich stehe irgendwo "dazwischen".
Auf den normalen Waldwegen nehme ich Amy an die Leine, wenn uns ein angeleinter Hund entgegenkommt - klar. Meistens ist es bei uns allerdings umgekehrt - Amy ist an der Leine (weil dort eigentlich Leinenzwang ist, stehen sogar Schilder) und entgegenkommende Hunde im Freilauf.
Nur ist das bei uns bis jetzt nie ein Problem gewesen, da sie kein "Theater" ander Leine macht oder so. Hund kommt, die beschnuppern sich und dann gehen wir eben weiter (obwohl ich das schon manchmal nervig finde, v.a. wenn es so stürmische Hunde sind, und Herrchen/Frauchen die überhaupt nicht im Griff haben).

Aber: auf unserer Runde machen wir immer mindestens 30 Minuten Halt auf einer großen Wiese, und dort spielen wir Stöckchen, Ball etc. Logisch, dass ich Amy zu dem Zweck nicht angeleint habe ;) Nur in diesen 30 Minten kommen da alle nase lang angeleinte Hunde am Wegesrand vorbei. Da haben mich Leute auch schon angekeift, ich soll meinen Hund an die Leine nehmen. Das tolle ist: sie geht nicht mal zu dem anderen Hund hin! Die interessieren sie in dem Moment gar nicht, wenn sie mit mir spielt und sind ja auch weiter weg.
Da find ich es dann genauso blöd, mich anzumachen.

Wo ich mich letztens auch drüber geärgert habe: ich gehe nachts die letzte Runde in der Grünanlage hinter unserem Haus. Dort ist KEINE Beleuchtung, es ist stockeduster. Ich höre nur, wie etwas angallopiert kommt und ahne, dass es ein unangeleinter Hund ist. Meine Augen waren gerade dabei sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Da ich weder Hund sehen konnte und Schiß hatte, dass es wieder die Besuchshunde von gegenüber sind (die jedesmal mit irgendwelchen Hunden Beißereien haben und immer noch nicht angeleint werden) bekam ich ziemliche Panik. Prompt knurrte Amy und wir wollten weiter. Von ziemlich weit weg hör ich ein Herrchen rufen, dass Benny doch BITTE wieder herkommen soll. Benny pellte sich natürlich ein Ei drauf. Er hing ständig an Amys Hinterteil dran und "belästigte" sie. Sie knurrte und knurrte aber nix half. Wir gingen weiter, Benny hing an uns dran. Amy hörte sich schon richtig böse an und ich hatte richtig Schiss, dass ich zum ersten mal in eine richtige Beißerei verwickelt werde. Als mir endlich der Besitzer entgegenkam (hörte ich ja nur durch sein Dauerrufen das eh nix brachte) hab ich den erst mal angemault. Ich wollte Amy eben auch nicht ableinen in dieser Dunkelheit. Menno, hab ich mich über diesen Blödmann geärgert.

Das tolle war: einen Abend später kam mein Mann von der letzten Runde und erzählt mir, dass ihm in der Dunkelheit ein Mann entgegengekommen war, dessen Hund abgehauen war. Dreimal dürft ihr jetzt raten: es war Benny :D Tja, Strafe muss sein :rolleyes: Aber Jörg und Amy haben ihn wieder "eingefangen" - hätt ICH nicht gemacht. Aber Jörg wusste ja nicht, dass das der Blödmann vom Vorabend war.

Also: generell sehe ich es wie Claudia - eigentlich kein Problem. Nur auf der Hundwiese sehe ich es nicht ein, sie alle zwei Minuten wieder anzuleinen. Da lasse ich sie ab, ich weiß aber auch, dass ich sie gut unter Kontrolle habe. Wäre das anders, würde ich sie sogar da anleinen. Aber da will ich auch nicht angemault werden - wir haben hier nämlich fast keine Freilaufmöglichkeiten :(

:cu: Dagi & Amy

Mambo
24.02.2004, 11:43
Hallo,

ich finde es auch echt ervig, dass einige Leute ihre Hunde zu angeleinten Hunden laufen lassen und sich dann auch noch einen Dreck darum scheren, wenn derjenige mit angeleintem Hund Probleme bekommt. Ich lasse meinen Hund niemals einfach zu angeleinten Hunden hinrennen. Allerdings leine ich ihn auch nicht jedesmal bei einer angeleinten Begegnung an, sondern lasse ihn Fuß laufen. Er macht das sehr zuverlässig. Findet ihr das zu gefährlich oder meint ihr, dass die Leute mit Hund an der Leine dann zu viel Angst haben, dass er doch kommt? Habe bis eben noch nie darüber nachgedacht.

LG
Mambo

Diva
24.02.2004, 13:14
also das mit den Hundewiesen finde ich ok, wenn da alle ohne Leine sind. Da gehe ich dann eben mit einem angeleinten Hund nicht vorbei und gut ist.

Mich ärgert es nur, dass es eben oft vorkommt, dass Hunde ohne Leine eben nicht hören und brav bei Fuss laufen, die Besitzer meist meilenweit hinter ihren Hunden sind und natürlich im Notfall nicht schnell genug am Ort des Geschehens sind.

Übrigens kann sich mein Hund an der Leine durchaus benehmen, er stänkert eher, wenn er ohne Leine ist. Aber leider gibt es eben viele Hunde die besonders aggressiv werden, wenn sie Hunde an der Leine treffen.
Das muss doch aber nicht sein ....

Lotta
24.02.2004, 13:40
Hallo,

meine Ansicht steht wohl eher auf der anderen Seite. Für mich ist es super wichtig, dass mein Hund frei laufen kann, und dass wenn irgend möglich immer. Hunde sind die einzigen Haustiere, die ihrem Menschen wirklich freiwillig folgen. Das gehört für mich zum Hund dazu und darauf möchte ich nicht verzichten. Damit das möglich ist, habe ich einen kleinen „süßen“ Hund angeschafft, vor dem (fast) keiner Angst hat und der auch in Leinenzwanggebieten von der Polizei „übersehen“ wird (inzwischen ist bei uns der generelle Leinenzwang für kleine Hunde abgeschafft). Außerdem ist es kein Jagdhund und wird auch von Jägern nicht ernst genommen. Dann habe ich den Hund sorgfältig erzogen und tue das auch heute noch.
Natürlich habe ich auch Glück gehabt, mein Hund läuft von sich aus nicht zu Menschen und zu anderen Hunden auch nur selten. Selbstverständlich finde ich es richtig, wenn andere Hunde an der Leine bleiben, weil sie sich selber oder andere gefährden. Andererseits habe ich kein Verständnis für Hundehalter, die, wie meine Nachbarin, ihren Hund (Dackel) für immer an die Flexi hängen, weil er einmal als Junghund für zehn Minuten im Gebüsch verschwunden ist. Leine ist immer nur die zweitbeste Lösung und kein noch so langer Spaziergang an der Leine kann einen im Freilauf ersetzen.

Nun, das ist meine Ansicht und ich passe auf, dass ich mit dieser Ansicht niemanden belästige.

Grüße von Lotta

Briddy
24.02.2004, 14:17
Also, auf die Gefahr hin, daß ich jetzt von einigen eine virtuelle Watschen bekomme: Ich sehe das so, daß das Dahinlatschen an der Leine für keinen Hund eine artgerechte Bewegung ist. Bei einigen Minihunde-Rassen oder extrem phlegmatischen Großhunden mag das ausreichen, aber für Hunde ab einer gewissen Größe bzw. einer gewissen Bewegungsfreudigkeit halte ich es für eine Zumutung. Selbstverständlich nehme ich meine Hündin im Stadtgebiet an die Leine, aber in Wald und Feld läuft sie grundsätzlich frei. Sie trägt die ganze Zeit ihren Ball mit sich, der immer wieder geworfen wird, sie muß Aufgaben erfüllen wie über gefällte Baumstämme balancieren, über Hindernisse springen, irgendwo durchspringen/durchkriechen, Gegenstände suchen, die ich verstecke, abliegen, während ich vorgehe und die Gegend "sichere" und was mir sonst noch so einfällt (Vorschläge sind mir da jederzeit willkommen!). DAS verstehe ich unter einem artgerechten Hundespaziergang. Mit was anderem wäre mein Altdt. Hütehund-Mix auch schlicht unterfordert und gelangweilt. Sowas läßt sich aber nicht realisieren, wenn ich den Hund dauernd an der Leine hätte. Da meine Jenna seit einiger Zeit gerne schwächere Hündinnen mobbt, rufe ich sie zurück, wenn ein kleinerer Hund in Sicht ist, und wir warten, bis Hund und Herrchen/Frauchen vorbei gegangen sind und dann geht's weiter. Auch wenn Jenna nicht ernsthaft beißt, will ich ja beim Besitzer keinen Herzanfall provozieren. Auch in der Brut- und Setzzeit läuft Jenna (wie die meisten Hunde hier) unangeleint. Sie stöbert nicht und wildert nicht und wenn doch mal ein Karnickel vor uns aufspringt, läßt sie sich davon abrufen. Ich finde es VIEL vernünftiger, in der Brut- und Setzzeit auf den größeren, vielfrequentierten Wegen zu bleiben, anstatt die kleinen Pfade quer durchs Gehölz zu benutzen. Dort, wo alle Nase lang Spaziergänger, Jogger oder Fahrradfahrer langkommen, fühlt sich das Wild eh gestört. Solange es in der Brut- und Setzzeit Spaziergängern, Mountainbikern und vor allem Kindern (soll jetzt nicht kinderfeindlich klingen. Aber schon mal gehört, wie sich das anhört, wenn eine Horde kreischender Kinder durch den stillen Wald tobt?) nicht verboten ist, in jeden Winkel des Waldes vorzudringen, solange finde ich einen generellen Leinenzwang unverschämt. Zumindest was mich und meinen Hund betrifft. Der Förster hier sieht das anscheinend genau so. Er ermahnt unsere "Hundetruppe" nur, die Hunde nicht mehr als 10 Meter vom Weg entfernen zu lassen. Das ist ja leicht zu realisieren und total in Ordnung! Bei sichtlich unerzogenen oder jagdeifrigen Hunden ist er ganz bestimmt nicht so freundlich. Meinen Hund bei JEDEM Fußgänger, Radfahrer, Jogger, Walker und wasses noch so gibt, anzuleinen, sehe ich auch nicht ein. Da bräuchte ich meinen Hund auf den schon genannten vielfrequentierten Wegen ja gar nicht mehr ableinen. Einige unerfreuliche Situationen wird's wohl immer geben (wer meckern will, findet sowieso immer was zu meckern), aber im Großen und Ganzen gibt's doch erfreulich wenig Ärger. Das liegt vielleicht auch daran, daß ein Hund, der die ganze Zeit seinen Ball oder seinen Gummiknochen im Maul hat, nicht so bedrohlich wirkt. Da lächeln oft selbst ängstliche Leute.
Gruß
Briddy

Hovi
24.02.2004, 20:04
Hallo Briddy,

für normal aktive Hunde ab einer gewissen Größe ist ein Spaziergang an der Leine wertlos. Für Minihunde, die schon rennen müssen, wenn der Mensch einen normalen Schritt draufhat, ist das was Anderes, aber mittlere und große Hunde haben nun mal eine ganz andere Gangart als wir Menschen. Da bedeutet dauerndes Angeleintsein Stress pur.

Allerdings schließt das Eine (seinen Hund frei laufen lassen) das Andere (Rücksichtnahme) ja nicht aus.

Wir gehen für die beiden großen Spaziergänge immer in Gebiete, die nicht so überfüllt sind. Dafür nehme ich mittlerweile auch längere Anfahrten mit dem Auto in Kauf, aber bei Spaziergängen möchte ich a) meine Ruhe haben vor Jogger- und Mountainbiker-Invasionen und b) meine Hunde ordentlich beschäftigen können.

Dennoch: Kommen angeleinte Hunde, Jogger oder andere Ablenkungen des Weges, kommen die beiden eben kurzfristig an die Leine.

Grüßle
Claudia

changale
25.02.2004, 17:08
Hi,

also Leika und Dakota laufen die meiste Zeit an der Leine (wg. extrem starken Jagdtrieb & so) und werden nur auf gut eingezäunten Geländen (Leika springt aus dem Stand über ein 1,60m hohes Hindernis wenn sie auf der anderen Seite einen Hasen sieht.) freigelassen. Die beiden haben damit keine Probleme und da wir auch sehr oft mit ihnen joggen, Fahrrad fahren (manchmal packen wir sie auch vor'n Schlitten) und wir sowieso immer sehr schnell zu Fuß sind, sind die beiden auch mit Leine gut ausgelastet!

Was mich nervt ist das viele Menschen nicht verstehen, dass man Gründe hat wieso man seine Hunde nicht von der Leine läßt. Und das man dafür ausgemeckert und als Tierquäler beschimpft wird finde ich absolut nicht korrekt! Auch finde ich es nicht korrekt dass viele Leute ihre Hunde einfach auf unsere zurennen lassen. Wissen die nicht das angeleinte Hunde sich automatisch im "Nachteil" fühlen und das oft in Streitereien resultiert?
Ich habe meine Hunde wirklich nicht aus Spaß an der Freude an der Leine, sondern weil die beiden (Nun ja, Dakota vielleicht weniger...) alles jagen würde was auch nur annähernd Ähnlichkeit mit einem Kaninchen hat und den Ärger möchte ich mir und auch ihnen (Ordnungsamt ist hier immer zur Stelle) ersparen.!

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Lotta
27.02.2004, 10:17
Hallo Petra,

natürlich verstehe ich, dass du deine Hunde nicht von der Leine lässt, wenn du sie nicht kontrollieren kannst. Ich würde nie jemand als Tierquälerin beschimpfen, der vernünftig handelt, wenn sein Hund sich oder andere (Menschen oder Tiere) gefährdet.
Andererseits ist meine persöhnliche Meinung, dass Freilaufen zur Mensch-Hund-Beziehung gehört. Die Tatsache, dass mein Hund bei mir bleibt, weil sie das will, auch wenn wir tagelang in Wald oder Gebirge unterwegs sind, und sie machen könnte, was sie will. Mit Hunden, die immer an der Leine sind, wäre ich absolut nicht glücklich. Für die Hunde selber finde Freilaufen auch besser. Wenn ich meinen Hund beim Freilauf beobachte, er läuft hin und her, schnuppert, trabt, rennt, bleibt stehen - das wäre an der Leine so einfach nicht möglich. Farradfahren und Joggen tuen wir auch - aber eben auch ohne Leine.

Die Frage, wie wichtig einem das Freilaufen für den Hund ist, muss man sich vor der Anschaffung stellen. Viele Rassen, aber auch viele Tierheimhunde fallen dann eben weg. Z.B. hätte ich gern den netten Jagtterrier aus dem Tierheim genommen, als ich vor 6 Jahren einen Hund suchte. Aber er hätte halt nie von der Leine gekonnt, und damit wäre weder er noch ich glücklich geworden.

Grüße von Lotta,

die Sonntag für eine Woche in den Harz fährt, die Leine nehmen wir nur zum Vorzeigen mit.

changale
27.02.2004, 12:28
:cu:Hallo Lotta,:cu:

ich meinte nicht Dich persönlich als ich sagte "Was mich nervt..." sondern die Omas und Opas hier bei uns im Park die nicht nachvollziehen können, dass ein Hund mit extrem starken Jagdinstinkt (u.a. Huskys) nicht unbedingt von der Leine gelassen werden sollte. Wenn ich einen so anhänglichen Hund wie Deinen hätte, würden meine beiden auch ohne Leine laufen, aber so lasse ich es lieber.

Erst letztens hat ein junger Herr seinen Münsterländer im Park von der Leine gelassen, da er dachte der Hund hört gut genug. War aber ein Satz mit X, denn kaum hatte der Hund in der Ferne in Kaninchen hoppeln sehen, schon war er hinterher und ließ sich nicht mehr bremsen... Der Hund folgt also dem Kaninchen und das Kaninchen rennt vor Panik auf die Autobahn (Zubringer zum Flughofen) an die der Park grenzt. Hund natürlich hinterher und schon war geschehen was nicht geschehen sollte: Der Hund wurde überfahren. :(

Auf so etwas kann ich wirklich gut verzichten! Da lasse ich die Hunde lieber auf einem Grundstück freilaufen auf dem ich eine Chance habe sie zu "überwachen".

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

filou_bonny
28.02.2004, 20:29
Eigentlich bin ich auch mehr der "Leinenlos"-Typ (kommt jetzt nicht aus der Werbung "Sail away , dream your dreams ... naja machen die - Hunde- dann manchmal trotzdem). Ich bin aber generell auch dafür Hunde angeleint zu lassen, wenn man schon sieht, dass das "Gegenüber" seinen Hund auch anleint. Dieser Satz, den meistens der Hundebesitzer hinterherbrüllt zumindest bei mir - der oder die macht doch nix -, wenn der Hund schon am "rannahen" ist (dieser Spruch alleine wäre schon einen eigenen Thread wert ...) ist eigentlich für mich in dem Moment vollkommen uninteressant, wenn ich meine Hunde an der Leine habe, erwarte ich eigentlich (hört sich jetzt mal wieder ziemlich "spröde" und "blöd" an), das mein Gegenüber das als "gegeben" hinnimmt und seinen Hund oder Hunde auch erstmal festmachten würde, bis die "Lage" erstmal irgendwie "abgecheckt" ist. Zu diesem Thema hatte ich vor einiger Zeit schonmal gepostet (äh, wie hört sich das wieder an? Ein Thema erstellt), bei dem, "alles gut ging" Gott sei Dank, und vielleicht meine eigene Angst und Unverständnis dabei eine Rolle spielte. Vielleicht macht man(frau) sicht wirklich zu verrückt, wenn es denn mal zu einer Rauferei kommt. Warum sollen Hunde an der Leine leiden? Bei uns gehen viele mit ihren Hunden an der Flexi-Leine oder fahren mit dem Fahrrad (mit angeleintem Hund)? Wenn der Hund oder die Hunde eben einen ausgeprägten Jagdtrieb haben, lässt sich das wohl nicht vermeiden. Jeder muss oder sollte seinen Hund einschätzen oder kennen und demnach entscheiden, ob Leine oder nicht. Würde mir nicht im Traum einfallen, jemanden zu fragen, warum sein/ihr Hund nicht frei laufen darf und warum. Jeder hat einfach dafür seine eigenen Gründe und solange man das gegenseitig respektiert,
dürfte es eigentlich auch keine Gründe für Beanstandungen geben! Dieses Thema denke ich aber, wird seit Anbeginn der Erfindung der Leine ein Thema bleiben *smile* wie viele andere Themen auch.

Viele liebe Grüße

Kerstin und ein schönes Restwochenende

satyrlittlewolf
29.02.2004, 22:24
Es war viel Arbeit, aber heute kann Satyr meistens frei laufen. Dürfte er nicht ohne Leine laufen, könnte ich seinem Laufbedürfnis nur dann gerecht werden, wenn ich acht Stunden mit ihm an der Leine laufe. Auch wenn ich einen Garten habe, ist das nicht ausreichend.
Trotzdem kommt er immer an die Leine, sobald auf unseren Wegen Autos unterwegs sind. Meistens leine ich ihn an, wenn Jogger oder Spaziergänger uns begegnen oder aber wenn andere Hunde an der Leine geführt werden. Am Liebsten jedoch lasse ich meinen Miniwolf dann dicht bei mir bleiben, weil er sich an der Leine riesengroß und stark fühlt. Sollen sich zwei Hunde kennen lernen, halte ich gar nichts von der Leine.
Manchmal bin ich aber auch unsicher. Wenn mein Hund lieb, brav und anständig auf der rechten Seite des Weges läuft, weil ich es ihm aus einer Entfernung von 50 – 100 mtr ruhig gesagt habe. Wenn der Wanderer angst vor Hunden hat, fühlt er sich vielleicht schon bedroht.
Der Freiraum des Einen endet dort, wo der Raum des Anderen beginnt.

caroB
10.03.2004, 10:28
huhu mambo

wenn du siehst das ein hund angeleint ist oder wird wäre es schon besser wenn du ihn auch anleinst, auch wenn er sicher bei fuß geht, aber man soll nie nie sagen es kann immer eine situation kommen in dem dein hund sich aus dem fußkomando löst und dann bist du der schuldige, auch wenn der angeleinte hund anfing , der der nicht an der leine ist wird haftbar gemacht.

so ein fall gab es mal bei uns in hamburg, da ging eine frau mit ihrem hund gassi, er war nicht angeleint, plötzllich schoß ein kampfi um die ecke, aber an der flexi (die für große hunde) das frauchen oder herrchen weiß nicht mehr, kam kurz darauf auch um die ecke, diese kurze zeit hatte aber gereicht um den anderen hund so zuzurichten das er zum ta mußte. die frau des una´ngeleinten hund wollte die arztkosten einklagen, bekam aber kein recht da ihr hund nicht angeleint gewesen wäre, und der andere hund wars halt, der/die kampfschmuserbestizer bekämen allerdings auch etwas aufgebrummt weil der hund keinen maulkorb trug.

aus diesem grund leine ich murphy immer an wenn i<ch angeleinte hunde sehe oder auf andere hunde und mitmenschen treffen, so vermeide ich jedes irrtum.

lg von caroB