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susiemax
19.02.2004, 19:35
Hallo alle zusammen!

Max hat heute beim Spaziergang einen Hund gebissen.
Der Hund ist ziemlich zielstrebig und bellend auf Max zugerast und da er sowieso ängstlich ist, hat Ihn das wohl dazu bewogen zu beissen.

Das war das allererste Mal, deshalb schreibe ich nun gleich und hoffe auf Ratschläge was ich tun kann, damit das nicht noch mal passiert..!

Oder bewerte ich das über und beissen kommt einfach ab und zu mal bei Hunden vor??

Susie

Inge1810
19.02.2004, 20:32
Hallo Susie,
wie hat er denn gebissen? Richtig, das auch Blut geflossen ist? War er still oder hat er geknurrt/gebellt? Gab es ein Gerangel? Wie hat sich der andere Hund verhalten? Habt Ihr sie getrennt oder haben sie von selbst wieder voneinander gelassen?
Fragen über Fragen, aber ich denke, die Beantwortung trägt etwas zum besseren Verständnis bei ;)
Grüsse

susiemax
19.02.2004, 23:00
Also er hat eigentlich nur nach dem Hund "geschnappt "

Gebissen hat er dann meinen Freund ins Bein.. durch das Gerangel hat er sein eigentliches Opfer wohl nicht zu fassen bekommen.

:confused:

.. das ist schon fast wieder zu lustig um ernst zu bleiben,
aber ich meine er hat auf jeden Fall gebissen.

Hovi
19.02.2004, 23:17
Hallo Susi,

was hatte denn Dein Freund zwischen den raufenden Hunden verloren?

Wenn nicht grad einer der beiden Hunde total gestört ist (und es gibt weniger gestörte Hunde, als man im ersten Moment glauben mag - viele reagieren nur bescheuert, wenn ihre unsicheren, nervösen Besitzer ihre Angst auf den Hund übertragen), dann gibt es i. d. R. nichts weiter als einen kurzen Ringkampf, evtl. mit viel Gebrüll, Zähnefletschen, fliegendem Speichel, aber dafür ohne Verletzungen.

Wenn nun die jeweiligen Herrlis/Fraulis panisch dazwischengehen, heizen sie ihre Hunde an, richtig zuzubeißen, und riskieren obendrein noch, selber gebissen zu werden.

Also: Gelegentliche Raufereien zwischen Rüden sind völlig normal und kein Grund, um "Hilfe" zu rufen ;) :D.

Meist hilft es, die "Kampfhähne" einfach stehenzulassen, jeder Besitzer geht einfach weiter. Ruck-Zuck rutscht den Kämpfenden dann (mangels Rückendeckung) das Herz in die Hose, und die Rauferei (ich schreibe absichtlich nicht BEISSEREI, denn das ist was völlig anderes) löst sich auf.

Aber bitte nicht hektisch zwischen die Hunde gehen. In gebührendem Abstand kurz beobachten, was sich da abspielt. Keine Angst: so schnell gibt es keine schweren Verletzungen ;). Einen Grund zum Eingreifen gibt es nur, wenn a) einer der Hunde ganz eindeutig verhaltensgestört ist und den anderen heftig beißt, obwohl dieser schon auf dem Rücken liegt und schreit, oder b) wenn sich ein riesiger Hund einen Zwerg schnappt und schüttelt (Verletzungsgefahr durch Zerrungen).

Beruhigende Grüße
Claudia

Mr.Rick
20.02.2004, 10:19
Claudia, ich gehöre auch zu den Leuten, die dazwischen gehen.


Meist hilft es, die "Kampfhähne" einfach stehenzulassen, jeder Besitzer geht einfach weiter

mach das mal dem anderen Hundebesitzer klar. Befinde mich da immer heftig im Zwiespalt. Wäre manchmal wirklich froh, wenn jeder so eine Einstellung wie du hätte. dann würde es wohl auch weniger Stress zwischen den 2beinern geben:cu:

Hovi
20.02.2004, 10:41
Hallo Michaela,

ich weiß, das ist ein echtes Problem.

Ich geh mit meinen beiden zu Erwachsenen-Spielstunden. Hin und wieder gibt es da natürlich auch mal ein kleines Kämpfchen, logisch.

Der Hundetrainer hat schon 10 000 Mal gesagt: "Wenn´s rummst, NICHT auf die Hunde zugehen!" . Und jedesmal dasselbe Szenario: Selbst bei einem harmlosen Gekabbel stürmen die Besitzer (oft selber noch hysterisch kreischend) auf die Hunde zu.

Letzte Woche hat es ihm so gestunken, dass er alle Hundebesitzer einfach vom Platz jagte :D und draussen warten ließ, während die Hunde auf dem Platz ihre Spielstunde absolvierten ;). Ich hab mir eins gegrinst.

Entsprechend hysterisches Verhalten findet man halt leider auch draussen vor. Das macht das vernünftige Weitergehen natürlich schwierig bis unmöglich :rolleyes: .

Auch hier wäre wünschenswert, dass sich die Leute einfach mal mit Hundeverhalten beschäftigen und nicht in jedem Hund, der mal einen anderen wegschnappt, eine potentielle Killerbestie sehen...

Grüßle
:cu:
Claudia

ninjaNina
20.02.2004, 11:24
Hallo,

ich denke das Eingreifen hängt stark von der Situation ab. Sind beide Hunde frei greife ich normalerweise nicht ein, außer, wie erst vor ein paar tagen wieder erlebt, ein Hund stürzt sich aus 30 Meter Entfernung im absoluten Galopp auf meine, knurrt die letzten paar Meter vor ihr und knallt dann voll in sie rein (ich habe ihn bemerkt, sie nicht). Dann gibts von mir schon mal einen Schrei in Richtung anderer Hund, da ich meine in monatelanger Arbeit davon weggebracht habe sich so unangemessen anderen Hunden zu nähern und mir die Gefahr eines Rückfalls wegen so eines unsozialisierten Hundes zu groß ist. Nachher gabs noch Mecker für den Besitzer, denn so etwas ist für mich einfach nicht zu tolerieren. Es gibt immer Situationen bei denen Konfrontationen unvermeidlich sind, auf engen Wegen oder sonstwas, aber bei der Situation hat der andere Besitzer nun wirklich lange genug Zeit seinen Hund abzurufen wenn er über dessen unzulängliches Sozialverhalten Bescheid weiß.
Die nächste Situation in der ich teilweise eingreife ist wenn meine Hündin angeleint ist. Sie gehört ohnehin zu denen die eine große Individualdistanz haben und es nicht gerne sehen wenn ein Hund zu nah kommt, was sich dann in einem kleinen Anfall äußert. Daran arbeiten wir seit geraumer Zeit und wenn dann unangeleinte Hunde (teilweise freilaufend an Straßen obwohl von Gehorsam keine Spur) auf uns zu stürzen und uns kläffend verfolgen gibts auch einen Schrei und im Zweifelsfall einen leichten Tritt. Das mag dem einen oder anderen nicht gefallen, aber wenn ich meine Hündin daran hindere sich normal zur Wehr zu setzen da ich sie an der Leine führe ist es auch ein Stück weit meine Aufgabe derlei Belästigungen zu verhindern.
Gruß

gini_aiko
20.02.2004, 13:31
hallöchen,

ich hab leider auch noch kaum einen hundebesitzer erlebt, der da richtig reagiert ...

heute vormittag zb wieder ... wir waren spazieren. aiko im freilauf auf der wiese und schnüffelt ... frau mit malamute an der SL kommt des weges ... frau kann malamute nich halten, dieser stürzt auf aiko zu ... gekebbel, aiko wehrt sich zum ersten mal in seinem leben richtig ... hunde haben fast zu ende diskutiert, die frau angelt den malamute mit der sl aus der begegnung raus und der wird wieder wütend :rolleyes:

ich bin mit aiko in die andere richtung weiter gelaufen ... hätte sie die beiden fertig machen lassen, wär das ganz friedlich zu ende gegangen ...

ninjaNina
20.02.2004, 13:44
Hallo,

ich gebe Dir Recht. Das Problem ist nur das man oft nicht weiß was der andere Hundehalter "erwartet". Ich kenne einige die schon beim Bellen meiner Hündin der Meinung sind sie stürze sich jetzt gleich auf ihren und beißt ihn tot. Viele interpretieren halt das eigentlich richtige Weitergehen um die Situation zu entspannen als Desinteresse. Das erlebe ich immer häufiger.
Gruß

susiemax
20.02.2004, 14:08
In unserem Fall war es blöderweise so, dass Max angeleint war und der andere Hund nicht.
Soll man den hund in solch einer Situation dann besser ableinen?? Sofern man dazu noch kommt...???

Heike84
20.02.2004, 14:23
Hallo,

allgemein sollte es bekannt sein , dass man, wenn ein anderer Hund angeleint ist, man seinen Hund nicht ohne nachzufragen zum angeleinten Hund hinlässt.
In Deinem Fall, wenn Dein Hund angeleint war und der andere Hund kommt auf euch zu solltest Du Deinen Hund ableinen oder falls die Zeit nicht reicht einfach die Leine fallen lassen und dann möglichst weg gehen. Achtung: nicht bei der Flexileine - könnte zu Verletzungen führen.

Heike

changale
20.02.2004, 15:53
Hallo Susie,

also ich würde mir über das von Dir erlebte auch keine all zu großen Gedanken machen. Das Dein Hund Deinen Freund am Bein erwischt hat ist sicherlich dumm gelaufen, aber so etwas kommt vor wenn man zwei "streitenden" Hunden zu nahe kommt...

Wie Hovi und ein paar andere schon sagten: Wenn Hunde miteinander raufen, dann ist das ganz normal! Da darf man nicht zu viel rein interpretieren und wenn die Hunde kräftemäßig ungefähr gleich sind, dann solltest Du Dich einfach nicht einmischen. Es gibt wirklich nur wenige Hunde die einen Artgenossen bei solchen Raufereien "beissen".

Leika zum Beispiel hatte so eine "Diskussion" mal mit einem Dobermann-Rüden (Cesar). Die beiden haben zwei Minuten lang lauthals knurrend gerauft (Viele ältere Damen liefen an uns vorbei und hatten richtig Panik wg. "Oh Gott, die bringen sich gegenseitig um! Tu' doch einer was!") bis Leika klar gemacht hat "Ich bin der Boss" und dann war auch gut! Danach wurde gespielt und gerannt und ins Wasser gesprungen und und und...
Sicherlich gut war, dass der andere Hundebesitzer die gleiche Einstellung hatte wie ich, nämlich dass Hunde sich auch ab und zu mal "raufen" müssen und das man sich da nicht einmischen soll. Und wenn zwei gleich große Hunde miteinander raufen ist das natürlich auch etwas anderes als z.B. Yorkie gegen Dogge.

Beim nächsten Mal lass die Hunde einfach ihre Rauferei austragen und bleib locker. Die beiden regeln das unter sich ganz ohne menschliches Zutun.

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Krissi77
20.02.2004, 17:41
Hallo Susie!

Wir haben unsere Sally (fast 2 Jahre alt) jetzt fast 4 Monate und schon nach etwa 2 Wochen ist mir was ähnliches passiert, allerdings waren beide Hunde angeleint. Das Herrchen des anderen ist wie wild dazwischen. War wirklich so dass dadurch die Situation erst eskalierte. Seitdem war nie wieder was. Die beiden konnten sich halt einfach nicht ausstehen...

Hab mir damals das Buch "Aggressionsverhalten bei Hunden. Auch nette Hunde streiten" (Kosmos) gekauft, weil ich auch total geschockt war. Kann ich echt empfehlen.

LG,
Krissi

susiemax
21.02.2004, 18:38
Danke Krissi für den Buchtipp!
Werde ich mir auf jeden Fall bestellen!!

Und danke überhaupt für die statements.. bin jetzt auf jeden Fall beruhigt...und habe einiges dazugelernt
:wd:

Tina1965
23.02.2004, 09:49
Hallo zusammen :wd:

woran erkenne ich ob es sich nur um eine Rangelei handelt oder ob es bitterer Ernst ist?????
Mein Hund geht allen Auseinandersetzungen aus dem Weg und es ist bisher erst 2 mal vorgekommen das er in einem "Kampf" verwickelt war.
Wann sehe ich das es wirklich ernst ist?

Liebe Grüße Tina:cu:

Diva
23.02.2004, 10:48
muss auch nochmal was zum thema Beisserei loswerden, da ich mal wieder voll in der Materie stehe ;)


Kann es sein, dass die Hund zunehmend aggressiver werden????

Ich meine nicht, dass die Rangeleien zunehmen, sondern die Stärke der Auseinandersetzungen. Früher war es doch angeblich so, dass die Hunde nur solche Scheinkämpfe geführt haben, sich aber angeblich kaum ernsthaft verletzt haben. Oder ist das falsch in der heutigen Zeit angekommen??

Klar gibt es sicher Rassen, die sofort und gründlich zubeissen, denen geht man dann auch besser aus dem Weg, wenn der eigene Hund auch ziemlich dominant ist und gern provoziert.

Das aber schon Golden Retriever derart zubeissen, dass manche Hunde fast dran sterben (verbluten) ist mir ehrlich gesagt auch neu und ich bin auch rel. verunsichert.
Ist mir am Samstag passiert: nette Jackrussel Dame ... mein Hund (Tibet Terrier) klaps mit ihr rum, ohne Leine! Kommt ein Golden Retriever des Weges, der auch zur Hündin will, meine markiert den Max und startet einen Scheinangriff. Der GR stürzt sich gleich wie ein Berserker auf meinen und beisst mehrmals (!!) in den Hals, obwohl mein Hund schon längst quickend unter ihm liegt. *kopfschüttel*
Ich will jetzt gar nicht den GR beschuldigen. Er hatte sicher sein Recht auf Verteidigung, nur warum in dieser Heftigkeit und warum bitte war der Besitzer etwa 100 m mit seinem Fahrrad hinter dem Hund und konnte nicht eingreifen....???

Tja .....

Mollie
23.02.2004, 19:47
Hallo Ihr Lieben
Auch ich bin in letzter Zeit etwas säuerlich.
Das mit den käbbeleien untereinander wird meiner Meinung nach von verschiedenen Haltern immer falsch interpretiert.Wir haben einen 4 Jahre alten Jack-Russel Terrier der nur lieb ist( ja auch solche soll es geben) und eine 10 Monate alte KHC Hündinn.Mittlerweile passt der Kleine auf die doch grössere aber Jüngere auf und greift wenn es seiner Meinung nach zu dolle wird mit ( heisser Luft) ein.Auch kann er es überhaupt nicht haben wenn man ihm aufdringlich zu nahe kommt,und tut dieses dann auch mit knurren kund.Das man dann als anderer Hund in " schreiend zu Herrchen oder Frauchen rennt".Bisher ist noch nie was passiert aber ich habe mittlerweile einen gestörten Hund der alle anderen beisst!!!Lt der anderen Besitzer.Ich mag auch nicht jeden Menschen leiden und gehe diesen dann aus dem Weg und Meinungsverschiedenheiten sollte man doch vor Ort und Stelle klären.Aber nein da wird Hund und Halter gleich als BÖSARTIG abgestempelt.In den seltesten Fällen trifft man jemanden der etwas Ahnung hat und dann solche Sachen einfach nicht so ernst nimmt wie sie scheinen. Aber wir werden uns damit abfinden müssen.

changale
25.02.2004, 16:54
Original geschrieben von Diva

Kann es sein, dass die Hund zunehmend aggressiver werden????


Hi,
ich bin mir nicht sicher ob das wirklich an den Hunden liegt. Meistens ist das meines Erachtens falsches Verhalten der Besitzer, denn anstatt Hunde mal "raufen" zu lassen, geht man heutzutage jeder Auseinandersetzung unter Hunden aus dem Weg. Wie sollen Hunde daher wissen wie sie sich richtig verhalten sollen und wann es "zuviel des Guten" ist?!?

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Diva
26.02.2004, 10:58
Original geschrieben von changale


Hi,
ich bin mir nicht sicher ob das wirklich an den Hunden liegt. Meistens ist das meines Erachtens falsches Verhalten der Besitzer, denn anstatt Hunde mal "raufen" zu lassen, geht man heutzutage jeder Auseinandersetzung unter Hunden aus dem Weg. Wie sollen Hunde daher wissen wie sie sich richtig verhalten sollen und wann es "zuviel des Guten" ist?!?



also ehrlich gesagt stehe ich nicht unbedingt darauf meinen Hund raufen zu lassen, schon gar nicht wenn die Größenverhältnisse absolut nicht stimmen und mein Hund nicht den Schimmer einer Chance hätte. Da spare ich mir lieber das TA-Geld.
Davon abgesehen: klar kommt es mal zu Rangeleinen, bei denen die Hunde sich "aufplustern" und drohnen, eventuell auch mal paar Rüffel verteilen, bei denen kleinere Verletzungen entstehen ... ist auch ok, normal und wichtig für die Hunde.
Und ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Hund, der gerade richtig zugebissen hat und "gewonnen" hat, weiß "ups, das war wohl jetzt zu viel des Guten" ...Nein, der andere Hund wird drunter leiden und als Folge bei der nächsten Hundebegegnung entweder besonders aggressiv auf den anderen reagieren oder panische Angst haben ...tolle Sache!

ABER: ist es denn normal, dass mittlerweile "Familienhunde" wie Golden Retriever zubeissen wie Pitbulls???? Und davon habe ich jetzt schon mehrere getroffen, von DSH mal ganz zu schweigen.... und DAS liegt selbstverständlich am MENSCH, den der züchtet dann falsch, den wesensschwache Hunde haben NICHTS in einer Zucht zu suchen. Leider gibt es diese Hinterhof-, und "Familienzüchter" die sich einen Dreck um das Wesen eines Hundes scheren ...."Hauptsache unsere Hündinn hatte mal Welpen ..."
Die Hunde können nichts dafür!

Hovi
26.02.2004, 11:06
Hallo Diva,

ob ein Hund fair kämpft oder gleich hart zubeißt (was nicht normal ist) hängt mit der Sozialisation zusammen.

Wenn ich hier im Forum so mitbekomme, wieviele Labbis und Goldens von Massenzüchtern geholt werden, weil sie da ein paar Euro billiger sind, dafür aber in Kauf genommen wird, dass der Welpe praktisch Null Sozialisierung erfahren hat, dann ist dieses Verhalten durchaus normal.

Trotz allem bin ich der Meinung, Hunde, die ungefähr gleich groß sind, sollten die Möglichkeit zum gegenseitigen Kräftemessen haben. Ich mache einen großen Unterschied zwischen "Rauferei" und "Beisserei". Bei Raufereien gehe ich nicht dazwischen, bei Beissereien nach Möglichkeit schon (siehe auch den Thread mit der DSH-Attacke).

Die Dankesschreiben für die vielen asozialen Hunde kannst Du an jene Leute richten, denen der "Rassewelpe" nicht billig genug sein kann...

Grüßle
Claudia

P.S. die Körpergröße macht´s nicht aus bei einer Rauferei. Jason wurde mal gnadenlos von einem spanischen Dackelmischling verprügelt, der schlichtweg selbstbewußter war als er.

Hovi
26.02.2004, 11:07
Noch was: Deine eigenen Beobachtungen zeigen doch sehr schön, dass es völlig unabhängig von der Hunderasse ist, ob der Hund zubeißt ;).

Mir ist ein gut sozialisierter Pitbull tausendmal lieber als ein unsozialisierter Golden... BEISSEN können beide!

Grüßle
Claudia

changale
26.02.2004, 11:53
Original geschrieben von Diva


also ehrlich gesagt stehe ich nicht unbedingt darauf meinen Hund raufen zu lassen, schon gar nicht wenn die Größenverhältnisse absolut nicht stimmen und mein Hund nicht den Schimmer einer Chance hätte.

Hallo Diva,

wenn Du mein erstes Posting zu diesem Thema gelesen hättest, wüßtest Du, dass ich selbstverständlich auch ein Risiko bei Raufereien (KEINE BEISSEREIEN!!!) sehe, wenn die Größenverhältnisse nicht stimmen. Yorkie gegen Husky wäre ziemlich unfair; das ist klar.
Aber Hunde raufen ja nicht weil sie sich denken "Oh, dich mag ich nicht! Dir werde ich mal zeigen wo der Hammer hängt." sondern hauptsächlich weil sie ihre Rangordnung "diskutieren" wollen. Das ist bei ihnen so und bei ihrem Urvater dem Wolf auch und gehört meines Erachtens zu ihrem normalen "Sozialverhalten". Beissereien dagegen nicht!

Auch denke ich, dass ich bei meinen beiden gut unterscheiden kann ob Hund nun in eine RAUFEREI oder eine BEISSEREI verwickelt ist. Bei einer Beisserei würde ich auch eingreifen.

Wie Hovi schon sagte, ich denke dass viele als "lieb" eingestufte Rassen heute ein so großes Aggressionspotential haben und zu schnell zu beißen, ist Verschulden der Züchter und auch der Besitzer! Wie sollen schlecht oder gar nicht sozialisierte Hunde denn lernen das es "Regeln" gibt, wenn sie so etwas von Welpenbeinen an nicht gelernt haben?!
Mal als Beispiel, wenn Du Deinem Welpen nicht beibringst, dass er Dich beim Spiel zu feste beißt, dann wird er denken dass was er macht ist okay... Fazit: Er wird auch beim nächsten Spiel mit Hunden einfach feste zubeißen. Er weiß es ja nicht besser.

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Diva
27.02.2004, 11:37
Original geschrieben von changale





Wie Hovi schon sagte, ich denke dass viele als "lieb" eingestufte Rassen heute ein so großes Aggressionspotential haben und zu schnell zu beißen, ist Verschulden der Züchter und auch der Besitzer!

na das ist doch mein Reden :) ....nichts anderes habe ich gesagt. Der Mensch ist schuld!!

Aber trotzdem noch was: ich finde schon, dass es einen Unterschied zwischen einem beissendem Pitbull und einem beissendem Goldi (z.b.) gibt. Ein Pitty lässt nämlich so schnell nicht los. Habe es selbst erlebt, dass der Pitbullbesitzer seinem Rüden in die Eier kneifen musste (sorry für den Ausdruck ;) ) damit er den armen Cocker, in dessen Kopf er sich festgebissen hatte, überhaupt wieder los lässt.
War eine grauenvolle Szene ...echt.
Kein Goldie könnte das schon alleine nicht aus anatomischen Gründen ...das nur dazu.


Lg
Diva & Gismo

cheroks
27.02.2004, 11:54
werde ich mal zeigen wo der Hammer hängt." sondern hauptsächlich weil sie ihre Rangordnung "diskutieren" wollen. Das ist bei ihnen so und bei ihrem Urvater dem Wolf auch und gehört meines Erachtens zu ihrem normalen "Sozialverhalten". Beissereien dagegen nicht

Das ist so aber nicht so ganz richtig! Rangdiskussionen machen nur innerhalb des Rudels Sinn!
Alles andere wäre Energieverschwendung und viel zu gefährlich, denn wenn zwei Hunde aufeinander prallen die nicht nachgeben wollen, wird aus der Rauferei eine Beisserei!!!
Mit gut bekannten Hunden lass ich meine schon mal diskutieren, aber sicher nicht mit fremden!


ich finde schon, dass es einen Unterschied zwischen einem beissendem Pitbull und einem beissendem Goldi (z.b.) gibt. Ein Pitty lässt nämlich so schnell nicht los.

Das stimmt so auch nicht ganz! Ein Pit ist da nicht anders als jeder andere Hund auch. Dieser eine vielleicht, aber das kann und sollte man auch nicht verallgemeinern. Ein Pit verbeisst sich nicht nur weil er ein Pit ist!

LG Tina