PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jetzt Zerstörungswut tagsüber!!!



Joelina
15.02.2004, 01:46
Hilfe....

Ich hatte ja gepostet, dass ich vemute, dass mein Hund nicht ausgelastet ist. Er hat nachts immer alles zerstört.
Ist ja alles insgesamt besser geworden

ABER

Jetzt zerstört er wirklich alles, was ihm in die Schnauze kommt!
Heute allein waren´s: Ein Fiebertherometer, ein Schnuller, eine Plastikschüssel, einen Plastiklöffel, Handschuhe von meinem Kleinen, seine Leine(die vierte insgesamt), ausserdem hat er ein Stück Fussleiste rausgerissen und am Holzregal geknabbert.
Die Sachen lagen nicht auf dem Boden rum, nicht das ihr das jetzt denkt, Schüssel stand auf dem Esstisch, Schnuller auf dem Hochstuhl, Fieberthermometer in einer geschlossenen Schublade und Handschuhe hingen an der Garderobe.

Wir waren währenddessen zu Hause, alles war ganz normal wie immer, er hatte auch einen neuen Kauknochen zur Verfügung...

Ich kann nicht wirklich ständig auf ihn aufpassen, weil ich ja noch 2 kleine Kinder habe um die ich mich kümmern muss und das nutzt er schamlos aus.
Sobald ich ein paar Sekunden nicht aufpasse sucht er sich sofort was um es zu zerstören.

Natürlich sag ich laut Pfui, wenn ich ihn mit seinem "Opfer" erwische, beim Thermometer hab ich ihm sogar eine gescheuert, das ist normalerweise gar nicht meine Art und ich hatte auch ein ganz ganz schlimmes Gewissen, sowas hab ich noch nie gemacht...

Es hat ihn jedenfalls nicht sonderlich intressiert, natürlich lässt er sofort den Gegenstand fallen und unterwirft sich auch sofort, aber sobald ich ihn aus den Augen lasse zack...

Ich versteh das einfach nicht!
Was soll ich denn jetzt machen?
Ist er vielleicht eifersüchtig auf die Kinder und das ganze ist eine Protesthandlung?

Das geht jetzt schon seit Tagen, im Flur haben wir schon fast keine Tapete mehr im unteren Drittel. Er kann auch so furchtbar hoch springen, nichts ist vor ihm sicher.
Die Leinen sind am schlimmsten, ich hab in der letzten Woche 35 Euro für Leinen ausgegeben:mad:
Ich hab sie in unseren Barschrank getan etwa 1,30 m hoch in eine Schublade, er hat sie heute rausbekommen und mit 3 oder 4 Bissen zerbissen, obwohls Leder war...

Was soll ich jetzt machen? Was ist bloss los mit ihm?
Mach ich irgendwas falsch?

Hilfe!!!

Joelina

cheroks
15.02.2004, 10:18
Hallo Joelina,
hört sich so an als ob dein kleiner damit deine Aufmerksamkeit erzwingen will! Nun würde ich dir auch zur Box raten, denn wenn du einfach nicht die Zeit hast ihn im Auge zu behalten dann musst du ihn in seiner Freiheit wirkungsvoll einschränken. Auch wenn er die Box nich mag (klar, denn dann kann er dich nicht mehr nerven) sei und bleib hart, und ignoriere sein gewimmer da drin. Wenn du ihn dann raus lässt musst du ihn im Auge behalten! Gib ihm einfach keine Möglichkeit etwas zu zerstören, wenn es gar nicht anders geht, binde dir eine Leine um den Bauch und nimm ihn einfach überall mit hin. Gegen Leine zerbeissen hilft eine Kettenleine. Ab jetzt würde ich ihm verbieten irgend etwas ins Maul zu nehmen! Nimmt er etwas von sich aus, knurr ihn an mit einem NAAAAAA zeig ihm ruhig dabei die Zähne und beug dich über ihn. Mach ihm klar, alles ist DEINS. Spielsachen nicht mehr rum liegen lassen sondern nur noch gezielt zum Spiel herausholen, danach entweder weg packen oder das Spielzeug bewachen. Will er es trotzdem nehmen, NAAAAAAA, MEINS! Ihm eine scheuern ist nicht das beste Mittel, lieber mal feste die Schnauze zudrücken (Schnauzengriff) oder ihn mal richtig runter drücken und ihm zeigen dass du ihm körperlich überlegen bist.

Wird Zeit ihm Grenzen zu stetzen!

LG Tina

Joelina
15.02.2004, 11:21
Hallo Cheroks...

Danke für deinen Tip. Im Moment haben wir keine Box, weil wir sie ensorgt haben, wäre jetzt eh zu klein und wurde zum Schluss von den Katzen alsToilette missbraucht.

Ehrlich gesagt, ich weiss ja wie er als Baby drunter gelitten hat, und eigentlich möchte ich das überhaupt nicht., ausser es ist wirklich notwenig...
An der Leine um den Bauch binden, neee das noch vieel weniger, da würd ich ja zu gar nichts kommen.

Also muss doch die Box her?
Eine Kettenleine kaufen wir so oder so, allein schon deshalb, weil wir kein Geld dafür haben ständig neue Leinen zu kaufen, dabei hab ich schon billige hässliche genommen.
Aber, was würdet ihr wohl sagen, wenn ihr draussen zu einen kleinen Winz-Hund trefft und das mit einer Kette?
Na des kann ja was geben, aber anders geht´s nicht.

Nachts können wir ihn logischerweise auch nicht mehr anleinen, weil wir nur noch eine Leine haben und er die sofort durchbeissen würde.

Und nicht das ihr denkt, wir sagen nur mal so halbherzig Pfui, wenn er etwas stiehlt, ne ne.
Seit er das regelmäßig macht, wird er deswegen ständig von uns unterworfen. Wir beugen uns über ihn und knurren, drücken ihn im Nacken runter und legen ihn auf den Rücken (das macht er jetzt meist von selbst). Anfangs folgte jedesmal als Bestrafung der Schnauzgriff.
Aber den soll man ja nur im Notfall anwenden und nicht so oft!

Er unterwirft sich super, war bisher auch nie dominant, auch im Spiel nicht, wir bestimmen wann gespielt wird, er gibt uns sofort sein Spielzeug, verteidigt uns gegenüber nicht sein Fressen oder seine Decke etc. und vieles vieles mehr.

Gestern dann , beim Schlafengehen, besteigt er meinen Freund und rammelt ihn!
Das ist doch so ziemlich das Schlimmste Dominanzverhalten, was es gibt, oder?
Nackig wie er war drehte mein Freund Fraggle richtig hin und rammelte zurück, bis er gewinselt hat, danach noch auf den Rücken gedreht.:D Das sah vielleicht aus, kann ich euch sagen!

Kann´s auch was damit zu tun haben, dass er langsam geschlechtsreif wird, Pupertät?
Er ist ja ne kleine Rasse und 7 Monate alt. Pinkelt zwar noch im sitzen, aber lang kann´s ja nicht mehr dauern, oder?

Joelina

Hovi
15.02.2004, 12:18
Hallo Joelina,

*seufz*... Das Wort "Dominanz" wird von vielen Menschen nur im negativen Sinn verwendet. Nach dem Motto: Wenn ein Hund "dominant" ist, muß man ihn "unterwerfen"... die wenigsten wissen, wie sich Dominanz tatsächlich äußert. "Unterwerfen" mit Gewalt, d. h. den Hund gewaltsam auf den Rücken drehen, bringt Null und gar nichts. Ausser vielleicht, dass der Hund, wenn er älter ist, irgendwann mal nach euch schnappt.

Das erste, was ich mich fragte, als ich Deinen Beitrag las, war: Wieso liegt eigentlich so vieles unbeaufsichtigt bei euch herum? Ein Fieberthermometer in Reichweite des Hundes... und das, wo ihr um seine Zerstörungswut wißt? Der Eßtisch und ähnliche Ablageflächen müssen erstmal leer bleiben!

Meine allererste Aktion bestünde darin, alles, wirklich alles, was kaubar ist, auf eine Mindesthöhe von etwa 1,70 Metern hochzulagern. Auch wenn die Wohnung nach dieser Umgestaltung etwas seltsam aussieht. Unter 1,70 Meter würden bei mir nur noch Kauknochen, Zewa-Rollen u. ä. rumliegen, die der Hund zernagen darf.

Kommt ihr vom Spaziergang nach Hause, bindest Du den Hund zunächst mal an. Natürlich auf seinem Lager (seiner Decke / seinem Körbchen). Wie Tina schon sagte: nimm eine Kettenleine, die zerbeißt er garantiert nicht. Und dort kann er dann entweder schlafen, oder einen Kauknochen zerlegen.

Wenn er sich beruhigt hat und Du die Zeit hast, ihn im Auge zu behalten, darf er wieder frei herumlaufen.

Bitte unterlasst solche lächerlichen Aktionen wie "den Hund auf den Rücken werfen". Was, bitte, soll der Hund daraus lernen? Ihr könnt euch den Respekt des Hundes nicht mit Gewalt (dies ist eine Form der Gewalt) erzwingen. Entweder er respektiert euch, weil ihr zuverlässige, konsequente, souveräne Rudelführereigenschaften zeigt, oder ihr weist diese Eigenschaften eben nicht auf, dann kriegt ihr den Respekt des Hundes auch nicht über die "Alpharolle" in ihn rein! Ihr erreicht vielleicht irgendwann damit, dass der Hund euch fürchtet, aber ein vertrauensvolles Verhältnis entsteht auf diese Weise nicht!

Das Rammeln am Hosenbein kann eine Dominanzgeste sein, es kann aber ebenso gut sein, dass die Hormone eures Hundes grad verrückt spielen, weil er eben in der Pubertät ist. Auch hier: den Hund mit einem scharfen NEIN und einem tiefen Knurren vom Bein pflücken, ansonsten ignorieren. Tut er es wieder, darf das Knurren auch mal heftiger ausfallen (zur Unterstützung über den Hund drüberbeugen). Ihr sollt dem Hund nur klarmachen, dass dieses Verhalten unerwünscht ist, aber nicht gleich in die "Dominanz-Panik" verfallen.

Wie oft und wie regelmäßig macht ihr denn Unterordnungsübungen mit eurem Hund? Und wie lange? Welche Kommandos beherrscht er denn schon?

Grüßle
Claudia

cheroks
15.02.2004, 16:03
Hallo Joelina,

Ehrlich gesagt, ich weiss ja wie er als Baby drunter gelitten hat, und eigentlich möchte ich das überhaupt nicht., ausser es ist wirklich notwenig...
ich denke es ist notwendig, wenn du ihm das austreiben willst. Jetzt leidest du ja unter ihm!
Wenn du wirklich keine Zeit hast und ihn nicht unter Beobachtung haben kannst, tu ihn in die Box und vergiss ihn, oder leine ihn an seinem Platz an!
Das er mal probiert Menschen anzurammeln liegt wohl eher in seiner Natur, ist ja jetzt das Alter. Konsequent unterbinden! Er ist mitten in der Pubertät, darum gerade jetzt die Zügel anziehen, damit sich da nichts festsetzt. Gib ihm nicht zu viel Aufmerksamkeit, ignoriere ihn viel und immer nur dosiert Aufmerksamkeit, damit das auch etwas besonderes ist.
Schränk ihn ein und mach ihm klar wo er steht, ganz unten!

lg tina

Joelina
15.02.2004, 21:45
Also sorry...

Mal ehrlich, hast du vielleicht einen 3 jährigen Sohn und ein 8 Monate altes Baby?
Wenn, dann weisst du, dass man nicht immer alles sofort wegräumen kann. Da liegt schon mal der Schnuller auf dem Hochstuhl oder bleibt das Essbesteck vom Baby auf dem Tisch stehen, weil man sich zuerst um andere Dinge kümmern muss.
Das nichts auf dem Boden liegt, ist schon wirklich schwer durchzuhalten, das Baby liegt auf dem Boden und spielt dort, mein Sohn schleppt ständig seine Sachen durch die Gegend.

Das Fieberthermometer lag nicht irgendwo rum, es lag in einer Schublade, sogar mit Kindesicherung, aber auch die kann man ein Stück weit aufmachen...
Unsre Wohnung ist schon wegen dem Baby so gut es geht gesichert...
Wir haben keinen Wohnzimmerschrank nur Kommoden und einen Barschrank, ausserdem noch ein Holzregal zur Verfügung, wie sollen wir unseren ganzen Hausrat auf 1,70m Höhe verstauen, bitteschön?

Mein Hund und ich gehen in die Hundeschule und zwar seit er 9 Wochen alt ist.
In der Welpenspielstunde haben wir die ersten Unterordnungsübungen gemacht, dann seitdem er 16 Wochen alt ist gehen wir zu den Kursen für die Junioren.
Er kann die Kommandos, Sitz, Platz, Bleib sowohl als Wort als auch ausschliesslich als Handzeichen. Das drei trotz Ablenkung (andere Hunde, Menschen die auf ihn zugehen etc).
Bleib allerdings nicht wenn ich ausser Sichtweite bin.
Fuss kann er mittlerweile, aber in abgelenkten Situationen unzuverlässig auch hält er es nicht lange durch.
Natürlich hört er auch auf Komm und Nein (das ist bei uns der allgemeine Abbruch) ausserdem auf Pfui (das ist der Ausdruck für ausspucken, loslassen).
Er hört ausserdem auf langsam und lieb, bedeutet langsamer gehen und vorsichtig sein, sich bei kleineren Hunden hinlegen.
Zweiteres im Übermut aber nicht zuverlässig.

Hundeschule ist nur einmal die Woche, ich würd gern öfter, aber für die Kleinen gibt´s nur einmal ...
Unterordnungsübungen finden jedoch täglich statt, zu Hause, falls etwas Neues ansteht oder draussen mit Ablenkung.

Was das Umwerfen angeht - genau das hat uns unser Hundetrainer geraten.
Neben den anderen dominanzunterdrückenden Massnahmen, sag ich jetzt mal, wie z.B. nicht auf das Sofa lassen und Aufforderungen nie nachkommen, soll man auch die körperliche Überlegenheit demonstrieren. Dies soll als Bestrafung für Grenzüberschreitungen eingesetzt werden als Möglichkeiten dafür gibt´s eben auf den Rücken drehen und den Schnauzgriff.
Klar, das das nicht unbedingt beim ersten "Fehler" gemacht werden sollte, sondern nur bei erneutem Zuwiderhandeln...

Anknurren ist nur eine Warnung, und damit kommt man nicht immer weit.
Zumindest hat das so unser Trainer gesagt, und ich kann das auch gut nachvollziehen. Hunde reagieren mit fortwährender Grenzüberschreitung nicht nur mit Knurren, sondern demonstrieren ihre Überlegenheit.
Ich bin ganz bestimmt kein Befürworter der Gewalt, das liegt überhaupt nicht in meiner Natur, und ich will meinem Hund bestimmt nicht weh tun, aber es läuft hier nach meinen Regeln und nicht nach denen des Hundes.
Ich fände es inkonsequent wenn ich nur knurren und ihn ignorieren würde.

Ich werd das so machen wie du vorgeschlagen hast - ich werd ihn an seinem jeweiligen Platz (er hat zwei, einen im Schlaf- und einen im Wohnzimmer, damit er nicht allein ist) anleinen und ihn nur noch losmachen, wenn ich ihn zu 100% im Auge behalten kann, damit er kein Erfolgserlebnis mehr hat.
Ich werd zwar ein schlechtes Gewissen haben, aber es ist immer noch besser als ihn in eine Box zu sperren... oder nur noch wütend auf ihn zu sein, das merkt er ja auch!

Danke jedenfalls für die Tipps
und Hovi, nichts für ungut, auch wenn ich mich durch dein Posting schon angegriffen gefühlt habe...

Joelina

Hovi
15.02.2004, 22:09
Hallo Joelina,

Du scheinst ja einen enorm kompetenten Hundetrainer zu haben.

Nichts für ungut, einen Hundetrainer, der mich dazu auffordert, meinen Hund mit körperlicher Gewalt zu unterwerfen, würde ich mitsamt seiner "Alpharolle" einfach stehen lassen.

Wenn Dein Hund auf Knurren Deinerseits (oder von mir aus auch auf ein konsequentes NEIN, wenn das Knurren nichts bringt) nicht reagiert, sollst Du ih NICHT ignorieren, sondern ihn von seinem Verhalten abbringen. Aber nicht mit Gewalt, dadurch erreichst Du höchstens, dass der Hund beim nächsten Mal vorsichtiger wird und besser aufpasst, sich nicht erwischen zu lassen. Unterbinde die Hundlung, die er grade tut, und biete ihm gleichzeitig ein Alternativverhalten an!

Andererseits schreibst Du ja aber, Dein Hund hört prima auf NEIN und auf PFUI. Also sehe ich diesbezüglich das Problem nicht?

Die 1,70 Meter waren eher als Beispiel gedacht. Ich habe große Hunde, die schonmal was von einer Küchenanrichte holen können. Ich dachte, dass Du schon selber in der Lage sein wirst, zu erkennen, wie hoch Du etwas legen mußt, damit Dein Junghund nicht rankommt.

Klar, dass mal irgendwas rumliegt, ist nicht zu vermeiden (selbst dann nicht, wenn man keine Kinder hat).

Dennoch müßte es machbar sein, die meisten Dinge (Schuhe, Leinen und was Du noch so alles aufgezählt hast) hundesicher zu verstauen! Und das mit der herausgerissenen Fußleiste wundert mich auch ein wenig... wie lange hatte der Hund für diese "Untat" denn Zeit? Ein Jack-Russel-Junghund dürfte das ja nicht in 5 Minuten schaffen.

Deine Postings kommen insgesamt (für mich) so rüber, als ob euer Hauptproblem nicht etwa darin liegt, dass mal etwas herumliegt. Sondern dass ihr noch den alten Dominanzmärchen nachhängt, die auf Hundeplätzen so gerne verbreitet werden, leider! Kein Hund tut etwas aus böser Absicht heraus, oder weil er Frauchen "ärgern" will. Ebensowenig, wie ein Hund ein "schlechtes Gewissen" haben kann. Konsequenz, ja bitte! Aber bitte unter Anbieten eines Alternativverhaltens, und OHNE körperliches "dem Hund zu zeigen, wer hier der Chef ist".

Grüßle
Claudia

cheroks
15.02.2004, 23:44
Hallo Joelina,
ich finde es sehr vernünftig was dein Hundetrainer dir da sagt und ich würde das auch so weiter empfehlen.

@Claudia
ich halte nichts von Alternativverhalten, wozu soll das gut sein? Wenn mein Hund etwas im Maul hat und ich will das er NICHTS in Maul nimmt, dann brauche ich ihm kein Alternativverhalten anzubieten. Wenn er wiederholt gegen diese Regel verstösst, werde ich auch deutlicher und wenn du so willst "gewalttätig" und pack mir den Übeltäter!

Ich hab kein Problem über dominantes Verhalten zu sprechen, denn es gehört zum Verhaltensrepertoire eines jeden Hundes, das heisst ja aber nicht, das man sofort ein Dominanzproblem mit seinem Hund hat, man muss nur richtig darauf reagieren.

LG Tina

Rüsselterriene
15.02.2004, 23:53
Hi Joelina,

Klingt, als wenn es richtig rundgeht bei dir! :D

Zuerst einmal: Nicht nervös werden.
Dein Hund befindet sich definitiv in einer Phase, die Zerstörung nach sich zieht.

Dein Part sollte wirklich darin bestehn, ihn soweit einzuschränken, dass er nicht auf allzuviele "dumme" Gedanken kommt.
Bitte, tu euch den Gefallen, hol dir eine neue Box. Allein, das dadurch eingeschränkte Sichtfeld sollte dem Hund etwas Ruhe verschaffen.
Deine Aufmerksamkeit was den Hund betrifft sollte sich auf wenige ausgewählte Momente beschränken (zB nach dem Hier-Ruf) und nicht durch "dem Hund hinterherrennen und fluchen". Damit wirst du unglaubwürdig.

Im Übrigen: Deine Einstellung an sich finde ich klasse und auch deinen Trainer halt dir warm. Leute die noch sagen worauf es wirklich ankommt sind zur Zeit spärlich gesäht.

Anke *Kopf hoch, sei "einfach" konsequent*

Hovi
15.02.2004, 23:53
Hallo Tina,

das ist das häufigste Problem: Ungehorsam wird gleichgesetzt mit Dominanz.

Das eine hat mit dem anderen nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Ein dominanter Hund ist nicht zwangsläufig ungehorsam, ein submissiver Hund nicht zwangsläufig gehorsam.

Dominanz ist ein Wort, das von uns Menschen negativ belegt wird. Für Hunde ist Dominanz etwas völlig Normales, hat aber nichts mit Rumbrüllen und Gewalt zu tun.

Was genau soll der Hund lernen, wenn Du ihn mit Gewalt auf den Rücken schmeißt?

Und wie würdest Du bei einem Hund vorgehen, der sich genau DAS nicht bieten läßt und etwas größer und kräftiger ist als ein JRT?

Warum lehnst Du das Anbieten von Alternativverhalten ab?

Glaubst Du ernsthaft, Du kriegst die vorgenannte Zerstörungswut in den Griff, wenn Du dem Hund nur immer wieder die Sachen abnimmst, ihn auf den Rücken schmeißt und "gewalttätig" wirst?

Das ist nicht die Art, wie ich mir einen respektvollen, freundlichen Umgang mit einem Hund vorstelle.

Grüßle
Claudia

cheroks
16.02.2004, 00:19
Hallo Claudia,

also der Hund soll lernen, dass alles MEINS ist und er das zu respektieren hat. Er darf nicht unaufgefordert Beute machen, das soll er lernen. Einige Hunde brauchst du nur "böse" anzustarren und sie unterlassen es, andere begreifen das erst, wenn du über sie herfällst (anknurren, umwerfen, wegschupsen).
Da der Hund ja erst 7Monate alt ist, versucht er seine Grenzen zu finden, in diesem Alter kann man ihn noch sehr gut beeindrucken. Mit einem 5 jährigen Bernhardiner würde ich sicher anders umgehen( im Vorwege), aber wir sprechen ja von einem JR.

In diesem Fall fällt mir kein sinnvolles Alternativverhalten ein. Er soll nichts kaputt machen und Ruhe geben. Wie würde denn das A.Verhalten aussehen bzw. was wäre sinnvoll? Der Hund will Aufmerksamkeit, die würde ich ihm nicht geben. Ich denke eine NEIN kann ruhig alleine stehen bleiben.

lg tina

Hovi
16.02.2004, 00:39
Hallo Tina,

ich glaube nicht, dass der Hund Dinge zerstört, weil er sich denkt: "Wenn ich das hier jetzt kaputt mache, kriege ich Aufmerksamkeit!".

Ich glaube, der Hund langweilt sich schlicht und ergreifend, und er zernagt Dinge aus Langeweile.

Eine Alternative, die ich persönlich ausprobieren würde, wäre so ein "Snack-Ball" (weiß nicht, ob Du das kennst), den der Hund durch die Gegend kugeln muß, und ab und zu fallen Leckerlis raus.

Oder von mir aus irgendwelche anderen Beschäftigungsmöglichkeiten (Wienerle in Schuhkarton, viel Zeitung aussenrum, Hund muß auspacken) ... eben Dinge, mit denen der Hund sich beschäftigen kann und die ihn von der Zerstörungswut aus Langeweile abbringen. Gekoppelt mit interessanten Spaziergängen und erzwungenen Ruhezeiten (kurzfristiges Anleinen) - und die Sache müßte recht schnell in den Griff zu kriegen sein.

Den Hund zu "beeindrucken", indem ich ihn auf den Rücken schmeiße - sorry, das halte ich für eine Uralt-Methode der alten SV-Plätze. Warum beeindruckt man den Hund nicht lieber durch Souveränität, Gelassenheit und Intelligenz (die der Mensch dem "dummen" Hund doch angeblich so sehr voraus hat)? Ganz einfach: Weil´s schwerer ist.

Ich bin nach wie vor der Überzeugung:

Respekt kann ich nicht durch Gewalt erzwingen. Dadurch erreiche ich vielleicht, dass der Hund aus Angst Dinge unterläßt. Aber niemals, dass er mich respektiert.

Respekt muß man sich (auch als Mensch) verdienen. Der Hund muß eben NICHT automatisch Respekt haben, nur weil ich Mensch bin.

Meine Meinung.

Grüßle
Claudia

billymoppel
16.02.2004, 08:41
das ist auch meine meinung.
mal den gedanken zu ende gedacht: ein hund, der sich nicht unterwerfen wöllte, würde dies auch bei anwendung brutaler gewalt nicht tun - einfach weil jeder hund weiss, dass er uns körperlich einigermaßen überlegen ist. (es sei denn man hätte einen schwarzen gürtel und weiß, wo man hinfassen muss)also läßt sich nur der hund unterwerfen, der schon unterworfen ist, da kann man es doch auch lasssen?
ich weiß nicht, warum es beim hund so anders sein soll, als beim menschen. wie bekommen ich da respekt? mit körperlicher gewalt sicher nicht, sondern dadurch, dass ich wahrsten sinne des wortes ein führer bin. dazu brauche ich keine gewalt.

lg
bettina

cheroks
16.02.2004, 10:33
Hallo Claudia,

ich verschaffe mir keinen Respekt durch Prügel, Brüllen usw. Das meinte ich auch gar nicht. Ich bin aber der Meinung, dass man seinen Hund nicht ohne ein NEIN erziehen kann und das kann man nicht ohne Körpereinsatz, zumindest bei den meisten Hunden nicht.

Vielleicht hab ich einfach Glück ständig viele Hunde zu sehen und da verschafft sich ein Hund nicht durch Ignorieren, Ruhe und Gelassenheit "Respekt" (hat Respekt nicht auch etwas mit Angst zu tun) sondern durch klare Grenzen.

Ich muss meinem Hund auch sagen können, hey, das ist falsch was du da machst! Und wenn er das missachtet muss auch eine Konsequenz erfolgen und die dann bitte hundetypisch.

Ich würde z.B. keine Ersatzhandlung wie Snackball oder Verpackungen geben, woher soll der Hund denn nun wissen, das darf ich zerreissen und das dann wieder nicht? Ich habe es mit meinen Hunden eben anders gemacht. Ein generelles Aufnehmverbot ist viel deutlicher und ein Hund versteht, warum er nichts nehmen darf weil alles meins ist. Wenn er etwas zernagen darf, klar braucht ein junger Hund soetwas, dann nur auf seinem Platz und nur das was ich ihm gebe. Ansonsten jage ich ihm eben einen Schreck ein, wenn ich ihn dabei erwische, wie er an Schubladen geht, Schuhe im Maul hat usw. Natürlich gebe ich mir auch sonst sehr viel Mühe ein guter "Rudelführer" zu sein und glänze z.B. durch Schutz den ich meinen Hunden gebe, durch das Jagengehen welches ich anführe usw... meine Hund können ja nicht wissen wieviele Bücher ich gelesen hab.

lg Tina *mit dem schwarzen Gürtel im Kung-Fu*:)

Rüsselterriene
16.02.2004, 10:47
Hier wird wieder deutlich, welcher Aspekt in den meisten Büchern nicht beschrieben wird.

Die schreiben, verbiet es ihm, sag Nein!... aber wie die Konsequenz zu Nein aussieht wird geschickt umgangen.

Kein Hund der Welt bietet Alternativen an... er macht einfach was anderes und hofft, dass er dann DAMIT durchkommt.

Gerade bei einem 7 Monate alten Terrier wird man feststellen, wieviele Versuche gestartet werden, um dann evtl. doch "hintenrum" zum Ziel zu gelangen.
Und das ein Hund durch Zerstörung Aufmerksamkeit bekommt merkt sogar der junge Hund recht schnell. (oder glaubt ihr, die Körperausdünstung in Richtung: DU_KLEINER_SCHEISSKERL ist nicht zu bemerken?)

Klein Keno ist zur Zeit der am meisten geknautschte, gerempelte, geschubbste Hund in meinem Haus. ER will gern den Hundesessel für sich, er will dass das Futter JETZT auf den Boden gestellt wird, er will möglichst bestimmen WANN Gassizeit ist.
Das wird von ihm durch BELLEN, BESCHMUTZEN, FRECH-SEIN verlangt und von den anderen mit einfachen, ruhigen körperlichen Demonstrationen beantwortet.

Auf mich macht er keinesfalls den Eindruck eines Hundes, der demnächst dem Suizid verfällt.
Ein Hund BRAUCHT das in diesem Alter. Ich bin mir sicher, würde das fehlen, bekäme ich spätestens mit 3 einen Hund, der im TH sitzt.

So. Und Joelina muss nu zusehn, dass sie drei Hunde ersetzt.
Aber so, wie sie schreibt, schafft sie das.

Anke

Hovi
16.02.2004, 10:56
Hallo Tina,

eigentlich müßtest Du wissen, dass ich nicht zur Fraktion der extremen "Wattebäuschchenwerfer" gehöre ;).

Körperlichen Zwang gibt es bei mir aber nur dort, wo er Sinn macht, in einer Form, die Sinn macht (die Alpharolle macht garantiert keinen Sinn!) und wenn es keine andere Alternative gibt. Körpereinsatz ist ein sehr allgemeines Wort. Wenn ich den Hund an der Leine führe, ist das u. U. schon Körpereinsatz von meiner Seite her. Körpereinsatz kann sein, dem Hund kommentarlos etwas aus dem Fang zu nehmen, oder aber, ihn mit Schwung aufs Kreuz zu donnern. Dazwischen liegen Welten!!! Dass der Körpereinsatz "hundetypisch" sein sollte, darin sind wir uns wohl einig - das "Auf-den-Rücken-Rollen" ist aber nur dann hundetypisch, wenn der Hund es FREIWILLIG tut. Du schriebst selbst: Bei einem 5 Jahre alten Bernhardiner würdest Du das auch nicht tun. Aha! Dann müßtest Du Dir bei ihm auch was anderes einfallen lassen als die "Alpharolle". Warum dann nicht bei einem JRT?

Was ist denn das Grundproblem? Der Junghund langweilt sich und ist unausgelastet. Verständlich, dass man sich als Mutter zwei so kleiner Kinder nicht sehr viel um den Hund kümmern kann, aber dann sollte man eben dafür sorgen, dass der Hund wenigstens die Gelegenheit bekommt, sich selbst zu beschäftigen. Besonders dann, wenn´s eine so temperamentvolle und arbeitsfreudige Rasse wie ein JRT ist!

An etwas herumzunagen oder ein "Päckchen auszupacken" kommt dem Spiel- und Nagetrieb, den der Hund mit 7 Monaten nun mal hat, entgegen. Es geht hier nicht um einen 7 JAHRE alten Hund, sondern um einen Junghund!

Ehrlich gesagt widerstrebt mir dieses "Ich will das nicht, also darf er´s nicht, und Alternativen kriegt er auch keine!" etwas, denn das hört sich für mich sehr nach Boss-Gehabe an (soll kein persönlicher Angriff auf Dich sein - manchmal kommt das Geschriebene auch einfach blöd rüber!).

Ich wiederhole nochmal: Auch beim Hund muß man sich den Respekt verdienen, man bekommt ihn nicht automatisch, nur weil man auf zwei Beinen geht. Und man bekommt ihn nicht durch Gewalt, wenn der Rest nicht stimmt! Und NEIN, Respekt hat NICHTS mit Angst zu tun, nicht das allergeringste!

Grüßle
Claudia

billymoppel
16.02.2004, 11:56
im übrigen, was alternativen angeht: selbstverständlich kann ein hund unterscheiden, ob das, was auf dem boden liegt, etwas ist, an dem er knabbern darf oder nicht. das ist ein lernprozess, sicher, aber darum geht es doch, oder? meine kleine schält beispielsweise gern die rinde von stöckchen ab, die ich ihr hin und wieder mitbringe und hinlege. jeden bleistift, der auf dem boden liegt (und da liegen viele, ich bin ein sogenannter teppich-arbeiter) wird dagegen ignoriert.
im übrigen finden die meisten hunde den viel beschworenen kauknochen tödlich langweilig und gerade jungen hunden, die doch auch nicht anders sind als kinder, sollte man doch etwas geben, was auch spass macht, den enteckertrieb fördert, herausforderungen an die intelligenz stellt.

lg
bettina

Joelina
16.02.2004, 15:23
Also , liebe Hovi...

Denk jetzt nicht, dass ich deine Meinung nicht respektiere...
Ganz bestimmt bin ich gerne bereit, mich durch Argumente überzeugen zu lassen...

ABER ich habe in einem vorhergehenden Posting gefragt, ob es sein könnte, dass mein Hund unterfordert ist!
Und alle Antwortpostings sagen nein, er ist eher überfordert!

Ich habe sehr wohl Zeit für meinen Hund, mehr als viele viele Andere, denn sonst hätte ich mir keinen Hund zugelegt!
Hier nochmal unser Tagesablauf:
8 Uhr Gassi (halbe Stunde)
Frühstück mit anschliessender Ruhephase
erste "Spieleinheit" so um 10 Uhr etwa 15 Minuten am Stück
12.30 Gassi Runde (halbe Stunde)
Pause
14 Uhr Spielstunde (15 Minuten)
16 Uhr Hundewiese (2 Stunden)
Pause
22.00 Gassi
22.30 Abendessen und danach schlafen

Bitte bitte, urteile doch nicht einfach so pauschal, wenn du gar nicht die Hintergründe kennst! Du könntest doch stattdessen fragen, also z.B. "Hast du evt nicht genügend Zeit für deinen Hund, ist er vielleicht nicht ausgelastet?" oder so in der Art!
Durch solche Behauptungen fühle ich mich einfach angegriffen :mad: und das geht Anderen bestimmt ähnlich.

Werd jetzt erst mal ins Jack-Russell Forum schauen, was die dazu sagen und mit meinem Hundetrainer telefonieren, mal sehen...
Meld mich später...

Joelina

Joelina
16.02.2004, 17:22
Ich bin der Meinung, ich BIN der Boss von meinem Hund, und deswegen muss ich mich auch genauso verhalten.
Darum geht´s doch.

Wenn es gewaltätig ist seinen Hund auf den Rücken zu drehen oder ihn zu schubsen, dann ist das Sozialverhalten von Hunden voller Gewalt. Aggression gehört ganz selbstverständlich zum Verhaltensreperoire eines Hundes.
Wenn ich als Rudelführer keine Aggression zeigen kann oder will, wie will mein Hund mich dann als solchen akzeptieren?
Hunde sind Raubtiere und keine Kuscheltiere...

Natürlich muss diese Gewalt hundetypisch sein, ist ja klar, ich rede hier nicht davon, dass man Hunde schlagen oder anschreien sollte.

Und selbstverständlich drehen Hunde sich auch gegenseitig auf den Rücken, wenn das Gegenüber dies nicht freiwillig macht, das hab ich selbst schon zweimal gesehen. Hunde gehen doch sogar noch weiter...

In erster Linie muss man seine Dominanz täglich mit Kleinigkeiten bestätigen, das ist ja klar:
Ich gehe zuerst durch die Tür, ich esse zuerst und gebe meinem Hund nichts davon ab, kommt er dabei in meine Nähe wird er angeknurrt, ansonsten wird er schon mal weg gejagt.
Er darf nicht zu mir auf die Couch und nicht zu mir ins Bett, es wird nicht auf Spielaufforderungen oder Nähesuchen reagiert usw usw

In meinem Fall sehe ich das so, dass mein Hund nicht weit damit gekommen ist seine Grenzen auszutesten indem er Befehlen nicht gehorcht, wie das andere Hunde machen.
Dafür machen ihm die Gehorsamsübungen viel zu viel Spass.
Er hat gesehen, huch, dann krieg ich meinen Lieblingsquietschi ja gar nicht mehr, das ist ja doof...

Stattdessen hat er eben mit Erfolg einen anderen Weg gefunden, meine Autorität zu untergraben, und zwar indem er alles kaputt macht.
Deswegen wird es in meinen Augen auch nicht viel nützen, wenn ich ihm eine Ersatzhandlung anbiete.
Er weiss doch ganz genau, dass er nur das zerkauen darf, was ich ihm gebe, schließlich hat er sich ja bis vor einigen Wochen daran gehalten.
Es geht ihm ja darum etwas zu zerkauen, was er nicht zerkauen darf!
Er bekommt täglich sein Kauspielzeug, der Rinderhautknochen (oder ähnliches) wird aber liegengelassen, wenn sich eine Möglichkeit bietet etwas von mir zu zerstören.

Ich als Rudelführer, als Boss, darf mir das nicht bieten lassen, und nur pfui oder knurren nützt da nichts, wie ich schon herausgefunden habe.
Natürlich lässt er es sofort los, hatte aber schon das Erfolgserlebnis, dass er etwas ergattert hat, was mir gehört!
Und dieses Erfolgserlebnis ist stärker als das Knurren. Deswegen wird er es immer wieder tun und das wird ihn wahrscheinlich zu der Überzeugung kommen lassen, dass er noch weiter an meiner Überlegenheit zweifelt.

Dieses Erfolgserlebnis muss ich verhindern, und wenn es ihm doch wieder gelingt muss etwas sagen wir mal erniedrigenderes her als nur knurren, etwas eindeutig zeigt, wer der Boss ist und das ist dann im Notfall eben auf den Rücken drehen.

Übrigens der Boss ist immer der Stärkere, der im Kampf und Jagd überlegene und wenn ich einen Hund habe, der sich nicht auf den Rücken drehen lässt, dann bin ich auch nicht der Boss, ganz einfach. Wenn mein Hund es wagen würde mich zu beissen, sei es auch nur ein kleines Schnappen, wär hier glaub ich die Hölle los. Man greift unter keinen Umständen seinen Rudelführer an, es sei denn, man will ihm den Rang abspenstig machen, und dann würde dieser mit äusserster Brutalität seinen Rang verteidigen. Respekt hat also eigentlich fast ausschliesslich was mit Angst zu tun. Und klar werden wir nicht einfach respektiert, weil wir aufrecht gehen können oder ein Super-Abschlusszeugnis haben, sondern weil wir im Notfall unser Rudel verteidigen können, genug Beute machen und weil wir gegen alle Rudelmitglieder unseren Rang verteidigen können.

Bei Welpen sieht das natürlich auch wieder anders aus, sie müssen ja erst mal die Gesetze lernen, an die sie sich halten müssen, aber mein Kleiner ist ja kein Welpe mehr sondern ein Junghund und grade in der Phase, in der man austestet, ob diese Gesetze nicht doch gebrochen werden können.

Also all das erscheint mir die natürliche hundeartige Erklärung und somit wahrscheinlich.
Warum sollte mein Hund mich denn sonst respektieren?

Das hört sich jetzt alles recht - brutal an, ich weiss. Ich hoffe ihr versteht dennoch, was ich damit sagen will und denkt jetzt nicht ich renn hier ständig in der Gegend rum und verprügle meinen Hund weil er auf der falschen Stelle sitzt oder so. Von Kadavergehorsam halte ich nämlich auch nicht so viel und natürlich sollte ein Hund über positive Verstärkung erzogen werden.

Joelina

Hovi
16.02.2004, 17:28
Hallo Joelina,

das mit dem "nicht ausgelastet" sollte kein Vorwurf an Dich sein.

Es gibt nunmal Hunderassen (z. B. Border Collie, Malinois, aber eben auch der JRT) die nur extrem schwer auszulasten sind! Wenn man das weiß, dass so ein Hund sehr "arbeitswütig" ist, bringt es nicht viel, ihn körperlich noch stärker zu fordern (wäre bei einem Welpen sowieso fatal). Das ist aus Deinem anderen Thread ja klar hervorgegangen.

Aber was spräche z. B. gegen die oben beschriebenen Leckerli-Bälle oder andere Arten der "Selbstbeschäftigung"?

Natürlich muß Dein Hund auch lernen, dass er nicht immer Action haben kann. Andererseits finde ich, dass man einen 7 Monate alten Hund (dies ist nun mal ein stressiges Alter) ruhig auch durch Denksportaufgaben zusätzlich fördern kann, insbesondere dann, wenn das noch den angenehmen Nebeneffekt hat, dass er Deine Einrichtung in Ruhe läßt.

Also, bitte nicht so empfindlich sein und alles gleich als persönlichen Angriff werten - so ist es nämlich nicht gemeint!

Grüßle
Claudia

Rüsselterriene
16.02.2004, 17:31
:D Also: Ab in die Box, wenn du kein Auge drauf haben kannst.

Anke *hört sich an, als weisst du was du willst!*

Hovi
16.02.2004, 17:38
Hi Joelina,

Deinem zweiten Beitrag über die "Dominanz" und wie man sie "bekämpft" kann ich leider absolut nicht zustimmen.

Hier nun auf jeden einzelnen Punkt einzugehen, würde den Rahmen des Threads wirklich sprengen.

Nur soviel: Der dominanteste Hund ist eben NICHT notwendigerweise der stärkste. Sondern der cleverste. Joelina, wenn sich Dominanz nach Körperkraft richten würde, dürfte kein Mensch der Welt sich eine Deutsche Dogge halten. Oder einen Bullmastiff. Ich dürfte nie und nimmer zwei Hovawarte halten, von denen jeder ca. 40 kg wiegt. Was glaubst Du wohl, was für Chancen ich hätte, mich gegen diese beiden mit KÖRPERKRAFT durchzusetzen? (Ich wiege 56 kg). Und Hovawarte sind nicht gerade Hunde mit dem Ruf, leicht erziehbar zu sein.

Leider hält sich das Märchen, dass Hunde täglich gezeigt bekommen müßen, wer hier der Chef ist, genauso hartnäckig wie das Märchen vom Welpenschutz.

Besorg Dir doch mal das Büchlein "Dominanz - Tatsache oder fixe Idee?" (Kriegst Du über den Animal Learn Verlag). Kostet nur 5 Euro... ich glaube, es wäre sehr hilfreich ;).

Grüßle
Claudia

Rüsselterriene
16.02.2004, 17:49
Claudia:


Nur soviel: Der dominanteste Hund ist eben NICHT notwendigerweise der stärkste.

Das wissen wir, denke ich, alle.

ABER: Der dominanteste Hund versteht die Kommunikation Hund-Hund lückenloser als jeder noch so gebildete Mensch.

Der dominanteste Hund hat auch nicht vor seinem Rudel Sitz und Platz abzuverlangen.

Dieser Hund hat definitiv Interessen, die mit den menschlichen Interessen nicht zu vergleichen sind.

Deshalb ist es sinnvoller sich als Mensch in diversen Demos zu präsentieren, als Tag und Nacht Hundeverhalten zu interpretieren.

Anke

Hovi
16.02.2004, 18:02
Original geschrieben von Rüsselterriene

Das wissen wir, denke ich, alle.



Hi Anke,

mir kommt es nicht so vor, als sei Joelina sich genau darüber bewußt...


Übrigens der Boss ist immer der Stärkere, der im Kampf und Jagd überlegene und wenn ich einen Hund habe, der sich nicht auf den Rücken drehen lässt, dann bin ich auch nicht der Boss, ganz einfach.


Respekt hat also eigentlich fast ausschliesslich was mit Angst zu tun

Oder wie würdest Du diese Zeilen interpretieren?

Joelina, nichts gegen Dich persönlich, aber ich finde es traurig, dass es immer noch Menschen gibt, die glauben, ihrem Hund Angst machen zu müssen (und das womöglich noch durch Gewaltanwendung), damit er sie respektiert!

Es gibt aber noch mehr Forumsmitglieder hier. Ich habe meinen Standpunkt in puncto "Dominanz", "Alpharolle" und "Gewalt" wohl überdeutlich gemacht, so dass es für mich hier diesbezüglich nichts mehr zu sagen gibt.

Grüßle
:cu:
Claudia

Rüsselterriene
16.02.2004, 18:12
Claudia,

Wenn man bei so einem Thema anfängt einzelne Wortwahlen auseinanderzupflücken kann da nix bei rumkommen.

Wichtig ist doch, dass Joelina einen sehr entschlossenen Eindruck macht, den sie für einen Hund in dem Alter einfach braucht.
Wenn sie geschrieben hätte: Ich verprügel ihn, wenn ich ihn mit etwas erwische, dann wäre der Schluß den du ziehst logischer.
Sie hat DAS aber nicht vor. Sie will ihm, denke ich, einzig und allein klar machen, dass SIE bestimmt.

Und ein Hund, der wie ihrer, rebelliert was das Zeug hält, wird auch ne Alpharolle nicht krumm nehmen. Er schreit förmlich danach zu wissen, wo er steht.

Anke

cheroks
16.02.2004, 18:23
Ich denke auch das Joelina auf dem richtigen Weg ist und nicht dumm gewalttätig ihren Hund unverständlich platt macht.

Jeder Hundehalter sollte einen konsequenten Weg gehen und den beibehalten. Wie oft liest man gerade in einem Forum - ich hab schon alles probiert, aber nix hilft?-
Meine Hunde achten auch nicht drauf, ob der Schnauzengriff nun 1a sitzt oder ob nicht doch mal das Ohr dazwischen ist oder was weiss ich. Das Timing muss richtig sein, das ist ausschlaggebend und dann versteht ein Hund auch warum er nun abgestraft wird!

Gerade einem Junghund würde ich klar machen, was das NEIN bedeutet, dann hat man auch keine Probleme, wenn der Hund mal 50 oder mehr Kilo wiegt, denn er kennt das NEIN in aller Konsequenz und respektiert es auch.

LG Tina

Joelina
16.02.2004, 22:18
Also erstmal zu Hovi :D wir haben wohl einfach verschiedene Ansichten zum Thema Hundeerziehung, wär ja auch schlecht wenn alle die selben Meinungen hätten.

Ich könnte dir jetzt auch zwei Bücher nennen, die meine Ansicht vertreten, aber das würde ja zu nichts führen.
Jedenfalls nichts für ungut, und trotzdem danke für die Tips...

Für alle anderen gilt natürlich das Gleiche: Dankeschön!

Ich werd das so machen:
Ich werde keine Box kaufen, sondern ihn, wie vorgehabt an die Kette nehmen, das erstere find ich einfach zu schrecklich, ne ne ne das mach ich nur im alleräussersten Notfall.
Ich habe heute nachmittag schon damit angefangen und mein Hund hat tatsächlich noch nicht gemerkt, dass er die Edelstahlkette nicht durchbeissen kann :D. Er kaut fröhlich darauf rum während ich grad nicht hinguck. Das Gute daran ist - ich hör das und so kann ich ihn zurechtweisen.
Einmal hab ich ihn heut schon unter verschärfte Beobachtung genommen und zweimal davon abgehalten etwas anzukauen.

Nach dem zweiten Mal hab ich ihn sofort wieder an die Kette genommen.
Ich hoffe wirklich, er versteht das und lernt daraus, denn irgendwie fühl ich mich schlecht dabei, aber ich denke diese Art von Behandlung ist das geringere Übel für uns Beide.

Er liegt grade friedlich auf seiner Hundedecke und schläft, waren heute noch früher draussen.

Liebe Grüsse und nochmal danke für die Vorschläge

Joelina

gini_aiko
16.02.2004, 23:00
:D ihr habt aber wirklich gut gerüttert, dominaz is in oder was?

ne leute - so ne entwickung gibts hier alle paar monate. jeder steigert den anderen mehr in diese idee hinein. jeder weißt aber gleichzeitig von sich, dass er von der dominanztheorie viel hält. find ich sehr unterhaltsam ;)

ein dominanter hund ist ein ruhiger, souveräner typ hund, der alleine durch seine anwesenheit genug präsent ist. ein rudelchef wirft seine artgenossen weder auf den rücken, noch geht ständig wie ne furie zwischen, noch sperrt er ihn irgendwo ein. jajaja jetzt kommt wieder das argument wolf is nich mensch und mensch hat andere prinzipien als alphawolf.


Und ein Hund, der wie ihrer, rebelliert was das Zeug hält, wird auch ne Alpharolle nicht krumm nehmen. Er schreit förmlich danach zu wissen, wo er steht.
klar schreit er danach zu wissen woran er is, aber durch ne alpharolle weiß er das nich. unterwerfung kann man nich erzwingen und das aufm rücken schmeißen is zwang. der hund weiß durch mein ganzen verhalten woran er is - durch gefühlsausbrüche, rumbrüllen, ständiges unruhe vermitteln und rumschmeißen weiß hund nur eines ... die is absoult unfähig, sonst nix. wenn er dann hört, hört aus angst. ich streite aber nich abe, dass man nen hund so hingebogen kommt.

@ zerstörungswahn
schließ ich mich claudia an

Rüsselterriene
17.02.2004, 11:31
@ Gini_aiko mit der Alpharollenallergie :D :

Es is doch völlig wurscht wie du den ganzen Dominanzquark nennst oder die Stellung in der der Hund zu Fall kommt.

Fakt ist: Auch der alphaigste Alphahund/-wolf rempelt sich nach oben und rempelt nach unten...
Und mindestens einmal macht er deutlich, was NACH der Rempelei geschieht.
Und gerade so ein junger Hund lebt in Menschenobhut so behütet, dass er leider oft nicht einschätzen kann, wo er steht... und deshalb Tests in Form von Zerstörung.
Kann der Wolfsmami ja auch egal sein, ob der dritte Busch links im Wald n bischen gerupft aussieht. Sie wird deswegen nich mit gefüllter Karnickelhaut antanzen, damit ihr Gör Ruhe gibt.

Anke

cheroks
17.02.2004, 12:11
Ich auch noch mal;)

ich glaube keiner von uns hat zu Hause ein wirkliches Alphatier sitzen! Es ist ja auch viel eher so, das ein "möchtegern" Alpha zig mal mehr dominantes Verhalten zeigt, als ein echtes "Alphatier" um dahinter seine Unfähigkeit zu verstecken. Irgendwann fühlt sich so ein "Möchtegern" so bestätigt in seiner Rolle, weil keiner ihm eine Grenze setzt und der Hund wird ruhiger und geht so seiner Wege, ist mässig gehorsam, tut aber im Zweifel was er will. Das nennen die meisten dann "liebevolle Macke" mit der es sich doch leben lässt! Bitte!

Hunde untereinander sind nicht so - meine Erfahrung -! Ränge werden klar definiert und danach wird sich arrangiert.
Es fällt vielleicht nicht so auf, wenn man einen Einzelhund hält, aber wer mind. zwei Hunde hat kann sehen wie sie es machen. z.B. Sachen anknabbern/Beute machen! Der 9 jährige Rüde meiner Mutter gestattet meinen 13 Monate alten Rüden die ersten 3 Tage NICHTS! Er tabuisiert alles, scheucht ihn von jedem Platz, schränkt ihn ein, schnappt ihn sich mal, ignoriert seine Annmache oder wehrt sie grob ab! Gibt mein Junghund es endlich auf und "benimmt" sich, lässt er die Zügel wieder lockerer und wird sanftmütiger und lässt genau den Alpha raushängen, den man sich wünscht! Nu manchmal, wenn es ihm wirklich wichtig ist, starrt er meinen kleinen "Dominator" an und der versteht sofort - ok, ist deins!

Ich schliesse mich lieber seinem Beispiel an, denn ihn und andere Hunde die ich sehe halte ich für wesentlich kompetenter als jedes Buch.
In vielen Büchern steht z.B. auch, der der auf dem Rücken liegt, ist der Unterlegene.... Kann ich definitiv nicht bestätigen!

LG Tina:)

Hovi
17.02.2004, 12:21
Original geschrieben von cheroks
Hunde untereinander sind nicht so - meine Erfahrung -! Ränge werden klar definiert und danach wird sich arrangiert.
Es fällt vielleicht nicht so auf, wenn man einen Einzelhund hält, aber wer mind. zwei Hunde hat kann sehen wie sie es machen. z.B. Sachen anknabbern/Beute machen! Der 9 jährige Rüde meiner Mutter gestattet meinen 13 Monate alten Rüden die ersten 3 Tage NICHTS! Er tabuisiert alles, scheucht ihn von jedem Platz, schränkt ihn ein, schnappt ihn sich mal, ignoriert seine Annmache oder wehrt sie grob ab! Gibt mein Junghund es endlich auf und "benimmt" sich, lässt er die Zügel wieder lockerer und wird sanftmütiger und lässt genau den Alpha raushängen, den man sich wünscht! Nu manchmal, wenn es ihm wirklich wichtig ist, starrt er meinen kleinen "Dominator" an und der versteht sofort - ok, ist deins!



Hallo Tina,

vielleicht solltest Du Beobachtungen, die Du an Deinen eigenen Hunden machst, nicht gleich generalisieren?

Weder bei Bandit noch bei Jason konnte ich dieses "Tabuisieren" beobachten.

Jason läßt sich heute noch sehr viele Dinge, die ihm nicht allzu wichtig sind, von Dustyn klauen. Wenn ihm etwas wirklich wichtig ist, reicht allerdings ein scharfer Blick, ggf. ein Nasekräuseln, und Dustyn versteht.

Aber Jason schmeißt Dustyn NICHT auf den Rücken. Wenn es tatsächlich mal zu einem ernsthaften Gerempel kommt, rollt sich Dustyn FREIWILLIG auf selbigen! Weiterhin ist mir aufgefallen, dass der vielbeschriebene Schnauzengriff ausschließlich im Spiel angewendet wird, oder gar beim Schmusen. Ich konnte noch nie beobachten, dass ein Hund ihn beim anderen Hund zum Abstrafen benutzt. Das ist eine völlig wertfreie Aussage, nämlich das, was ich beobachtet hab. Jemand anderes hat möglicherweise andere Beobachtungen gemacht.

Ich versuche ebenfalls, aus Beobachtungen von Hunden untereinander zu lernen. Aber ich generalisiere einzelne Beobachtungen nicht.

Grüßle
Claudia

NinaV
17.02.2004, 12:28
Hallo Ihr Lieben,

sooo oft schreib ich ja nicht, sondern les' lieber, da meine Einstellung hier ja sowieso immer durch schreibwütigere Foris Vertretung findet. Aber nu muss ich auch mal...
Ach ja, schon mal sorry Anke :D, ich steh auf Wörter und auf das Auseinanderpflücken derselbigen :rolleyes:

Vergesst es für diesmal, hab mir gerade nochmal alles durchgelesen, das ist soviel, da muss ich ohne Zitate auskommen.

Erstmal vorweg:

Was haltet Ihr, besonders Du Joelina, davon, Euch statt auf fragwürdige Dominanz- und Unterwerfungsspielchen einzulassen, mal davon auszugehen, dass der Hund bestimmte Dinge einfach nur falsch gelernt hat (denn Lernen tut er in jeder Minute seines Lebens!)???
Joelina, Du schreibst, dass er nachts immer alles zerstört hat...
Scheint für deinen Hund einfach nur eine prima Beschäftigung zu sein. Er will Dich weder ärgern, noch ist er eifersüchtig, hier vermenschlichst Du ihn einfach. Und er will Dir damit sicher nicht seine Dominanz beweisen. Oder glaubst Du wirklich, dass er mit seiner Zerstörung, die er seit Monaten betreibt, wirklich auch seit Monaten seine Grenzen austestet und es mit diesem Verhalten "wissen will"?

Natürlich sag ich laut Pfui, wenn ich ihn mit seinem "Opfer" erwische, beim Thermometer hab ich ihm sogar eine gescheuert, das ist normalerweise gar nicht meine Art und ich hatte auch ein ganz ganz schlimmes Gewissen, sowas hab ich noch nie gemacht. Es hat ihn jedenfalls nicht sonderlich intressiert, natürlich lässt er sofort den Gegenstand fallen und unterwirft sich auch sofort, aber sobald ich ihn aus den Augen lasse zack......
Dies spricht doch schon für sich, Du scheuerst ihm eine, er unterwirft sich und Du drehst Dich rum, er macht schon wieder quatsch. Was meinst Du hat er hier gelernt? Nur eins, nämlich keinen Mist zu machen, wenn Frauchen das sieht. Dein Hund findet in seinem Verhalten ein gutes Gefühl und dies festigt sich seit Tagen. Da werden Dir auch 100 Alpha-Zitronen-Röllchen nicht helfen, die nun mal erwiesenermaßen nur freiwillig gezeigt stattfinden und Sinn machen (siehe z.B. David Mech, ach so und Jean Donaldson's "Hunde sind anders" möchte ich Dir ans Herz legen). Wenn Du Deinen Hund auf den Rücken drehst, kannst Du ihm meines Erachtens statt diesen Aufwand zu betreiben auch jedesmal eine scheuern. Das ist genauso hunde-art-gerecht. Und wenn es so richtig wäre und Dein Trainer so recht hat, wieso funktioniert es dann nicht??
Vielleicht solltest Du doch mal umdenken und das ganze einfach mal von der lerntheoretischen Seite aus betrachten.

Die Hunde die mit Dominanzverhalten unbedingt nach oben drängen, sind die absolute Ausnahme!! Eigentlich will nämlich keiner den Alpha-Job.

Wahrscheinlich gleich mehr!

LG
Nina
die sich wünscht, dass Leute sich mehr mit Lerntheorien, als Dominanzgeschichten auseinander setzen

Hovi
17.02.2004, 12:32
Original geschrieben von NinaV
LG
Nina
die sich wünscht, dass Leute sich mehr mit Lerntheorien, als Dominanzgeschichten auseinander setzen

Nina :-* :-* :-* :-* :-*

cheroks
17.02.2004, 12:37
@ Claudia,
Jason hatte ja auch die Möglichkeit Dustyn als Welpen zu bekommen! Die haben sich bereits arrangiert und eine Regelung getroffen und Dustyn hat verstanden und lässt es! Aber die meisten Hunde verstehen das NEIN eben nicht und machen weiter, das ist der Punkt.


LG Tina

cheroks
17.02.2004, 12:40
Eigentlich will nämlich keiner den Alpha-Job.

eben!Dann erlöst eure Hunde doch von diesem Gedanken und lasst sie gute Beta´s sein;)


die sich wünscht, dass Leute sich mehr mit Lerntheorien, als Dominanzgeschichten auseinander setzen
auch das, aber Theorie und Praxis sind noch mal zwei verschiedene Schuhe!

lg tina

Rüsselterriene
17.02.2004, 12:48
:D Auf ans Wortklauben! :D

Hovi: Nur, weil man diese Beobachtungen macht oder nicht macht, heisst das ja nicht, dass man sie nicht verwerten darf.

Ich finds sogar richtig, sich die eigenen Hunde als Vorbild zu nehmen, denn sie zeigen ja, welche "Sprache" sie sprechen wollen. Ich würde mich hüten, im Kreise eingeschüchterter Yorkies rumzurempeln. :D
Wenn ich mich allerdings in einem Dobermanngehege wiederfinde (wie komm ich da wieder raus?), dann würde ich gaaanz vorsichtig, evtl. billymässig (:herzchensmiley:) vor mich hindrängen. Natürlich auf die sachliche und überhebliche Art, die auch die Hunde wählen.

Nina: Das Eine schliesst das Andere längst nicht aus. Ich finde es sehr wichtig, dass man sich auch die Körpersprache (DAS REMPELN :D ) des Hundes zu Nutze macht. Und zB., wenn mein Samweis auf dich zugeht und galant, wie er is, sein Hinterteil an dein Bein schwingt... kaum bemerkbar... stellt er dir eine Frage!
Wenn du nun darauf hoffst, er lernt evtl. das du das nicht schätzt, indem du ihn versuchst mit einem Leckerlie da wegzuführen... wäre ja auch lernbar!... Pustekuchen!
Er erwartet auf seine Frage eine prompte Antwort, weil sonst als "Boss" von dannen zieht. (was du spätesten bei der nächsten Frage seinerseits ausbaden darfst.) (Vielleicht hebt er ja sein Bein an dir, zum Gruße?)

Anke
Kleine Umfrage: Wieviele hier kämpfen denn mit kleinen Macken? :cu:

NinaV
17.02.2004, 12:49
Hi Tina,


eben!Dann erlöst eure Hunde doch von diesem Gedanken und lasst sie gute Beta´s sein

Ja, genau so sollte es sein, aber dafür brauch ich keine Alpha-Rollen und ähnliches Gedöhns, sondern nur eine klare, ruhige hundeverständliche Führung des Hundes unter Nutzung der Lerngesetze. Jeder Hund ist freiwillig Beta, solange ich ihm nicht den Alphastatus komplett oder auch nur in Teilbereichen aufdränge.




auch das, aber Theorie und Praxis sind noch mal zwei verschiedene Schuhe!

Aber die Praxis wird nicht besser, wenn ich die Theorie ausser acht lasse.

LG
Nina

Hovi
17.02.2004, 12:50
Original geschrieben von cheroks
Jason hatte ja auch die Möglichkeit Dustyn als Welpen zu bekommen! Die haben sich bereits arrangiert und eine Regelung getroffen und Dustyn hat verstanden und lässt es! Aber die meisten Hunde verstehen das NEIN eben nicht und machen weiter, das ist der Punkt.


Das ist korrekt, er mußte Dustyn als Welpe und als Junghund "über sich ergehen lassen". Und siehe da, er hat es geschafft, seinen höheren Rang gegenüber Dustyn zu etablieren, OHNE von sich aus Gewalt anzuwenden. Also muß es doch möglich sein? :?:

Dustyn war (und ist) alles andere als ein einfacher Hund.

Ich hab ihn noch nie auf den Rücken gerollt, hab ihm noch nie eine gescheuert, und trotzdem hat er geschnallt, was er darf und was nicht. Es gibt durchaus sinnvolle aversive Mittel, die man einsetzen kann (etwa Trainingsdiscs), wenn der Jungrüpel so gar nicht "hören" will.

Auch Dustyn wußte anfangs mit einem NEIN meinerseits (logischerweise) nix anzufangen, wie denn auch? Er muß die Bedeutung des Wortes ja erst lernen. Womit wir bei den Lerntheorien sind, insbesondere bei positiver Verstärkung gewünschten Verhaltens und Umleitung unerwünschten Verhaltens. Ich kann den Junghund, wenn er "Beute" an meinen Hosenbeinen macht, a) packen und durch die Gegend schmeißen, damit er lernt, "wo der Hammer hängt", oder b) ihm ein Alternativverhalten (z. B. Zerren an einer Beißwurst) anbieten.

Da schließe ich mich ganz Nina an, die das so toll in Worte gefasst hat, was ich nicht so gut formulieren konnte (*knuuutsch*).

Grüßle
Claudia

NinaV
17.02.2004, 13:03
Hallo Anke:)

"Eine schliesst das Andere längst nicht aus. Ich finde es sehr wichtig, dass man sich auch die Körpersprache (DAS REMPELN ) des Hundes zu Nutze macht. "

Oh, ich hab nix gegen Rempeln, nur gegen unsinnige Alpha-röllchen.


"Und zB., wenn mein Samweis auf dich zugeht und galant, wie er is, sein Hinterteil an dein Bein schwingt... kaum bemerkbar... stellt er dir eine Frage!"

Wenn ich vorher weiss, dass Dein Samweis so etwas tut, kann ich dieses Verhalten sofort abwenden, indem ich ein Alternativverhalten abrufe und dieses etabliere. Dafür sind die lieben Lerngesetze da.


"Wenn du nun darauf hoffst, er lernt evtl. das du das nicht schätzt, indem du ihn versuchst mit einem Leckerlie da wegzuführen... wäre ja auch lernbar!... Pustekuchen!"

Wieso, sollte Samweis einer dieser seltsamen sagenumwobenen Hunde sein, die durch nichts ausreichend zu motivieren sind?
Wenn man es richtig anstellt, bin ich davon überzeugt, dass auch Dein Samweis diesen Lerngesetzen unterliegt.


"Er erwartet auf seine Frage eine prompte Antwort, weil sonst als "Boss" von dannen zieht. (was du spätesten bei der nächsten Frage seinerseits ausbaden darfst.) (Vielleicht hebt er ja sein Bein an dir, zum Gruße?)"
Hier würde ich ansetzen und sagen, wenn Dein Hund an mein Bein pinkelt, hast Du wohl ein grösseres Problem mit ihm, als ich. Denn auch dies halte ich für eine Erziehungsfrage.

LG
Nina

Rüsselterriene
17.02.2004, 13:21
Nina:

Samweis sollte hier als Beispiel herhalten und ich war in diesem Beispiel nicht mal in der Nähe um dir zu sagen, was er tun wird und was daraus für Probleme entstehen.

Was auch bei jedem Hundebesitzer der Fall is... Hunde werden nunmal nicht mit Gebrauchsanweisung geliefert.

Anke

Hovi
17.02.2004, 13:26
Hallo Anke,

ich kapier ehrlich gesagt nicht die "message", die hinter dem Beispiel mit Samweis steckt? :confused:

Rempelnde Hunde pinkeln, oder wie?

Bitte nochmal für Hovi-Doofis erklären :cool:

Grüßle
Claudia

NinaV
17.02.2004, 13:30
Hallo Anke,

und ich hab auch nur auf Deine Beispiele geantwortet.

Natürlich werden Hunde nicht mit Gebrauchsanweisung geliefert, aber alle Lebewesen unterliegen nun mal den Lerngesetzen und die kann man produktiv nutzen...

...oder eben nicht.

LG
Nina

Rüsselterriene
17.02.2004, 13:31
:D Hovi, ich wollte damit ausdrücken, dass es bei manchem Hund schon genügt, ein winziges Signal zu ignorieren, bzw. Alternativangebote zu machen, um "Probleme" zu erschaffen.

Hunde sprechen eine klare Sprache und sie wollen klare Ansagen. Nicht mehr und nicht weniger.

Anke

Joelina
17.02.2004, 14:18
Also eigentlich weiss ich ja, dass wir hier eh auf keinen grünen Zweig kommen, aber Diskussionen sind manchmal sehr unterhaltsam! :D

Wenn die Rangordnung feststeht und nicht angezweifelt wird, wird das "Alphatier" sich natürlich ruhig, gelassen und souverän verhalten. Schliesslich kann auch ein Alphatier nicht ständig kämpfen, die allermeisten Dinge also werden selbstverständlich mit Hilfe von Gesten geklärt.
Aber was ist, wenn das nicht funktioniert?
Darauf geben die lieben Bücher keine Antwort.
Würde ein Alphatier tatsächlich nach ein paar Beschwichtigungen, nach ein paar Drohgebärden einsehen, ok, Gewalt ist nicht so mein Ding, ich dulde das mal einfach?

Ein Alphatier muss im Zweifelsfall bereit sein, Gewalt einzusetzen...

Und so ziemlich jeder Junghund orientiert sich in der Pupertät nach oben und sucht sich einen möglichst hohen Platz in der Hirarchie, das ist doch ganz normal. Also in der Phase hat wohl fast jeder Problemchen mit der Dominanz, nur äussert sich das meist anders, und viele mögen das wohl gar nicht richtig ernst nehmen, ich aber lass mir das nicht bieten.
Nur mit positiver Bestärkung kann man da doch keinen Blumentopf gewinnen.

Eigentlich ist das Alphatier (zumindest in der Mensch-Hund Beziehung) der die Ressourcen hat, also der das Fressi gibt, der Spielzeugmeister und der, der den Tagesablauf bestimmt.
Mein Hund versucht gerade, mir eine dieser Ressource streitig zu machen, und das dulde ich nicht.

Übrigens, ich habe mich sehr wohl mit den "Lerntechniken" eines Hundes befasst, ein Buch hab ich studiert:"So lernt mein Hund" aus dem Kosmos-Verlag. Viele Sachen habe ich daraus übernommen, aber einiges ist doch sehr widersprüchlich, vor allem in Sachen Dominanzverhalten...
Auch hier wird nur gesagt, das sich Dominanzverhalten durch Gesten wie zuerst essen, nicht auf dem Sofa liegen etc vermeiden lässt, aber auch z.B. das man einen Hund nicht in Hundesprache, also niederstarren, anknurren und Schnauzgriff etc "ansprechen" soll, weil man sonst damit rechnen müsse selbst als Hund angesehen zu werden. Andererseits aber wird behauptet, ein Hund erkenne den Menschen als Mensch und würde nicht auf ihn wie auf einen Hund reagieren. Ausserdem wird gesagt, man solle wilde Jagdspiele, also auch Bällchen-Holen z.B. unterlassen, keine wilden Zerrspiele etc machen. Wenn mein Hund mich aber doch durch einfache Gesten als Rudelführer aktzeptiert, was hab ich denn dann zu befürchten??? Man soll Nein sagen, wie niedlich... und dann? Was ist die Konsequenz von Nein?

Was ist bei euch die Konsequenz von Nein?

Noch mal was zu der Zerstörungswut konkret:
Mein Hund macht dies nicht seit Monaten!
Es hat nachts angefangen, vor etwa 3 Wochen?
Vorher hat er nichts von mir einfach zu seinem Besitz erklärt, das hat er schon in den ersten Tagen hier gelernt!

Zu dem Zeitpunkt habe ich auch gedacht es läge an der Langeweile, mittlerweile glaub ich das aber nicht mehr. Nachts schläft er jetzt wunderbar durch, tagsüber hätte er bisher mehr als ausreichend Aktivität gehabt.

Und das es ein Fehler war meinem Hund eine zu knallen, liebe Leute, das habe ich doch sofort gemerkt, das weiss ich doch selbst! Sowas ist doch nicht Alltagsprogramm!
Und das es nicht ausreicht, meinen Hund zu bestrafen wenn er an meine Sachen geht, das weiss ich doch auch, und habe dies auch im allerersten Posting schon geschrieben!

Er kann es nur lernen, wenn ich das Erfolgserlebnis vermeide, aber wenn ich ihn zum x-ten Mal dabei erwische, fände ich es inkonsequent ihn wie schon beim ersten Mal nur zu ermahnen indem ich pfui sage.
In solchen Fällen finde ich es angebracht zusätzlich mit Bestrafung zu arbeiten.

Übrigens, neuer Erfolg:
Gestern sass ich am Computer, Hund im Flur, war im Begriff noch ein Stückchen Tapete anzunagen und stoppte von selbst (hat mich nicht angeschaut oder ähnliches) als ob er überlegen würde und liess es dann sein, ging stattdessen auf seinen Platz. Ich hab ihm dann sofort ein Schweineohr gegeben.

Soweit so gut!

Joelina

Maggie_HH
17.02.2004, 14:43
@Hovi-Claudia:

Aber Jason schmeißt Dustyn NICHT auf den Rücken. Wenn es tatsächlich mal zu einem ernsthaften Gerempel kommt, rollt sich Dustyn FREIWILLIG auf selbigen! Weiterhin ist mir aufgefallen, dass der vielbeschriebene Schnauzengriff ausschließlich im Spiel angewendet wird, oder gar beim Schmusen. Ich konnte noch nie beobachten, dass ein Hund ihn beim anderen Hund zum Abstrafen benutzt.

Ich wiederum hab viele andere Beobachtungen gemacht. Ich konnte schon oft genug sehen, wie Hunde sich gegenseitig umrempeln und auch durch Schnauzengriff bestrafen. Natürlich gibt es auch Situationen, bei denen sich der andere Hund freiwillig hinlegt (sich also passiv unterwirft). Aber Hunde pflegen auch öfter mal Körperkontakt! ;)


Also ich seh das ganze so:
Man wird nicht Chef im Rudel durch Rempeln oder Schnauzgriff. Wie schon viele gesagt haben, ist dazu einiges mehr notwendig (also Souveränität usw.)
Aber wenn mein Hund etwas tut, was ich nicht dulde und er pfeift in diesem Moment auf NEIN oder Pfui oder was auch immer, dann finde ich es nicht schlimm ihn auch mal körperlich auf hundisch zu sagen: So nicht! Sowas kann man sich natürlich nur erlauben, wenn der Hund vorher schon Respekt hatte, man wird dadurch keinen Respekt bekommen. Man wird aber vom Hund ernstgenommen (Also das es negative Konsequenzen haben kann, wenn er mich nicht ernst nimmt, in dieser Situation). Sollte der Hund vorher schon der Meinung sein, er wäre der Chef, dann kann diese Strafe für den Menschen eine unangenehme Konsequenz haben. Hunde wären da auch nicht zaghaft. Wichtig dabei ist nur, dass man dabei immer ruhig belibt und nicht anfängt hysterisch zu schreien oder hektisch wirkt. Dann wird der Hund auch keine Angst vor dem Menschen bekommen. Solche Strafen sollten natürlich selten vorkommen, aber wenn man sie gezielt in beispielsweise der Pubertät einsetzt, kann man das restliche Hundeleben vielleicht entspannt die Zeit mit dem Hund geniessen.

NinaV
17.02.2004, 15:24
Hallo Joelina,


Wenn die Rangordnung feststeht und nicht angezweifelt wird, wird das "Alphatier" sich natürlich ruhig, gelassen und souverän verhalten.
Meines Erachtens die falsche Reihenfolge, die Rangordnung steht fest, WEIL der Alpha sich ruhig, gelassen und souverän verhält.


Ein Alphatier muss im Zweifelsfall bereit sein, Gewalt einzusetzen...
Ja, das muss er, aber er wird es aufgrund seiner Souveränität nur selten als notwendig erachten (da Energieverschwendung etc.)


Und so ziemlich jeder Junghund orientiert sich in der Pupertät nach oben und sucht sich einen möglichst hohen Platz in der Hirarchie, das ist doch ganz normal.
Dies ist schlichtweg falsch. Ein Junghund testet seine Grenzen, auf der Suche nach etwas, das er noch abstauben kann, das seine Lebensqualität erhöht. Aber er sucht nicht niemals eine höhere Rangposition im Sinne des Alphastatus. Diesem Status wäre er nämlich mit nichts gewachsen. Er wäre gar nicht in der Lage für das Rudel die Verantwortung zu übernehmen. Dies tut er nur, wenn sich die restlichen Rudelmitglieder als unfähig erweisen, also gezwungenermaßen.


Eigentlich ist das Alphatier (zumindest in der Mensch-Hund Beziehung) der die Ressourcen hat
Es sei denn en anderes Rudelmitglied hat es gerade, denn dann macht es auch der Alpha nur in Hungersnot o.ä. streitig.


Mein Hund versucht gerade, mir eine dieser Ressource streitig zu machen, und das dulde ich nicht.
Du siehst u.a. Deine Tapete als Ressource?


Auch hier wird nur gesagt, das sich Dominanzverhalten durch Gesten wie zuerst essen, nicht auf dem Sofa liegen etc vermeiden lässt
Nee, jeder frisst, was er kriegen kann...s.o.


Wenn mein Hund mich aber doch durch einfache Gesten als Rudelführer aktzeptiert, was hab ich denn dann zu befürchten???
Nichts, wenn Du Deine Rudelführerschaft souverän betreibst.


Vorher hat er nichts von mir einfach zu seinem Besitz erklärt, das hat er schon in den ersten Tagen hier gelernt!
s.o. Abstauber, keine Dominanz

Ansonsten siehe Jule's :-* Posting :tu:
Positive Bestrafung nur selten, gezielt und dosiert.

LG
Nina

P.S. Umrempeln und Schnauzengriff sind noch immer andere Dinge, als Hund packen und auf den Rücken drehen.

satyrlittlewolf
17.02.2004, 15:31
Eigentlich habe ich gerade das folgende Posting zu ersten Threat abgegeben. Vielleicht ist es interessant, es an dieser Stelle zu wiederholen



Erst mal Glückwunsch zum Erfolg. Aus der Ferne kann ich nicht beurteilen, ob der Hund über oder unterfordert ist. Aber zum Einen sind Russel recht agil und zum Anderen ist Dein Hund ja noch jung.

Jetzt scheint ihr das ja allein zu schaffen, ansonsten hätte ich folgenden Rat von mir mir gegeben, den ich euch jetzt trotzdem ins Büchlein schreibe. Mein Hund bekommt seine Sachen die er zerbeißen kann. Er liebt mit Leckerchen präparierte Hüttenschuhe und hat immer einen Büffelhautknochen herumliegen. Von meinen Sachen hat er so noch nichts kaputt gemacht. Will sagen, manchmal führen Ersatzbefriedigungen zur Unterlassung unerwünschten Verhaltens.
Auch die aromatherapie kann eine ruhige Nacht positiv beeinflussen. Z.B. Lavendel im Verdampfer. Eine weitere gute und sinnvolle Begleitung können auch Bachblüten sein. Um jedoch eine sinnvolle Mischung der Essenzen zu verabreichen, muß der Therapeut die Lebensumstände des Hundes kennen lernen.
Ansonsten habe ich bei meinem Hund die Erfahrung gemacht, dass selbst stundenlanges Laufen nicht ausreicht, damit er zufrieden ist. Jeden Tag braucht er auch verschiedene Spiele, die seine Nase anstrengen und verschiedene Übungen, die seinen Kopf fordern. Wenn euer Hund tagsüber unerwünscht aufdreht, hilft konsequente (!!!!) Ignoranz. Bei der Hundeerziehung und Ausbildung muß die ganze Familie an einem Strang ziehen. Sonst wird der Hund euch gegeneinander auspielen, seinen Willen durchzusetzen. Und Russel sind alles Andere als dumm. Denen fällt für alles eine Lösung ein.

Ihr schafft das schon. Weiter machen!

satyrlittlewolf
17.02.2004, 15:33
Nachdem ich jedoch diesen Threat gelesen habe, möchte ich folgendes von mir geben:

Weitesgehend kann ich mich Hovi/Claudia anschließen. Auch ich halte das Geld für den Hundetrainer als sehr schlecht angelegt. Oder hat er euch geholfen??

Um geeignete Maßnahmen zu ergreifen, ist es unbedingt notwendig, die Ursache seines Handelns zu finden. Oberflächlich würde ich jetzt auch sagen, der Hund will mehr und immer beachtet werden. Allerdings sind 7 Monate ein sehr schwieriges Alter ist, welches auch Bestrafung durch Schnauzgriff nötig macht. Noch nie habe ich gesehen, wie eine Hundemama ihre Kleinen auf den Rücken wirft. Vielleicht hilft es, wenn der Hund einen Schlüsselbund vor die Füße geworfen bekommt, sobald er loslegt.

Allerdings kann es nicht sinnvoll sein, ständig nur die Auswirkungen zu behandeln. Sollte sein Verhalten länger andauern, halte ich es für sinnvoll, einen guten Therapeuten zu suchen. Dieser wird sich genau das Leben des Rackers anschauen, um dann nach Ursachenforschung eine geeignete Therapie anbietet und diese z.B. mit einem Bachblüten Cocktail begleiten.

Sorry, ich muß mich noch einmal über die körperliche Überlegenheit auslassen: Mein Husky könnte ohne Probleme meinen Unterarm mit einem Biss zerteilen. Das zeigt er mir auch nicht ständig. Außerdem, wer ist denn seinem Hund wirklich körperlich überlegen? Ein Husky zieht im Geschirr das neunfache seines Gewichtes an. Das heißt, niemand könnte ihn an der Leine halten, wenn Hund das nicht will und landet im Schlamm. Aufgrund gesundheitlicher Probleme wiege ich weniger als dreißig Kilo. Ich würde mich völlig unglaubwürdig machen, wenn ich ihm verkaufen will, dass ich ihm körperlich überlegen bin. (Sorry, aber bitte nicht: Wie kann der denn bei seinem Gewicht einen solchen Hund halten. Mit Kraft hat das gar nichts zu tun. Und bei einem Anzug von 200 kg hat wohl niemand eine wirkliche Chance. Einen Husky auf den Rücken zu werfen, bringt überhaupt gar nichts, da er sich freut, am Bauch gekrabbelt zu werden.

Und dort krabbel ich ihn jetzt und freue mich, dass mein Hund vor meiner körperlichen Überlegenheit keine Angst hat.

gini_aiko
17.02.2004, 16:36
Original geschrieben von NinaV
Umrempeln und Schnauzengriff sind noch immer andere Dinge, als Hund packen und auf den Rücken drehen.
:-* :-* :-* genau nina ... umrempeln, schnauzengriff versteht hund ja auch ... alphrollen nich ;)

Hovi
17.02.2004, 16:37
Hallo Jürgen,

das Beispiel brachte ich schon etwas weiter vorne, als Joelina meinte, der Ranghöchste sei immer auch der körperlich Stärkste ;).

Ich hoffe doch sehr, dass ich von meinen beiden als "Cheffe" angesehen werde und glaube dies auch.

Aber in dem Alter, in dem z. B. Dustyn wirklich austestete (so mit 9 Monaten) hatte er bereits 35 Kilo. Da wünsche ich viel Vergnügen mit der "Alpharolle" :D. Wem da nix besseres einfällt als körperliche Gewalt, der hat dann u. U. ein echtes Problem. Aber Sport ist ja gesund, man kann ja zum Zweck der Hundeerziehung nen Judokurs belegen :D...das fördert Körper und Geist :cool: .

Bandit hat mich NIE angetestet, oder aber so subtil, dass ich´s nicht gemerkt hab.

Wenn Dustyn und Jason sich "zusammentäten" um mich zu "stürzen", hätte ich ebenfalls schlechte Karten... 2 x ca. 40 Kilo Hund dürften körperlich 1 x 58 kg Frau überlegen sein, oder nicht? Ich behaupte sogar, schon 1 x 40 Kilo Hund sind körperlich stärker als ich.... Also, das mit der Körperkraft des Alphas haut schon mal gar nicht hin ;).

Zu der alten Leier mit dem "zuerst essen" mag ich schon gar nix mehr sagen. Es ist zigfach widerlegt, dass Alphatiere rangniedrigeren Tieren das Fressen wegnehmen. Wer was findet, dem gehört´s, der darf´s behalten und fressen. Das respektiert auch ein Alpha. Wenn ich trotzdem übe, meinen Hunden alles Fressbare aus dem Fang nehmen zu können, so nicht aus Dominanzgründen. Sondern schlichtweg, weil ich in der Lage sein will, ihnen draussen notfalls einen Giftköder aus dem Rachen zu fischen.

@ Juliane

Jo, hab ich weiter vorne irgendwo mal geschrieben. Dustyn wollte (nur als Beispiel) unbedingt in meinem Bett schlafen. Da gibt´s dann halt nen Rempler und ein scharfes "Raus hier!" - fällt auch unter Rubrik "Gewalt". Ich glaube aber nicht, dass er in meinem Bett schlafen will, weil er sich als Ranghöchster fühlt, sondern weil er unbedingt bei mir liegen will.

Fakt ist aber tatsächlich, dass ich bisher Schnauzengriffe nur in Spielsituationen beobachten konnte. Da kommen sie sehr oft vor. In ERNSTsituationen beißen die Hunde ganz woanders hin. Wie gesagt, ich leite daraus nix Allgemeingültiges ab, sondern ich sage nur: So und nicht anders konnte ich es schon sehr oft beobachten.

Generell versuche ich, mehr zu agieren anstatt auf meine Hunde zu reagieren . Will sagen: Ich verhindere soweit als möglich das Fehlverhalten bereits im Vorfeld. Damit erspare ich dem Hund positive Strafe. Dieses Verhindern geschieht durch Anbieten oder Abverlangen von Alternativhandlungen, die erwünscht sind.

Also, spätestens, wenn ich meinen Hund zum 5. Mal bei irgendwas erwische, was ich ihm zuvor 4 x untersagt habe, würde ich mich jedenfalls fragen, ob ich an meiner Methodik nicht vielleicht etwas ändern sollte ;).

@Joelina

Die Buchempfehlung von Nina (Jean Donaldson: Hunde sind anders) kann ich nur nochmal wiederholen, und ich empfehle dazu noch als Betthupferl die "Calmind Signals" von Turid Rugaas.

Grüßle
Claudia

NinaV
17.02.2004, 16:41
@ Claudi und Claudia
:wd: :-* :tu:

LG
Nina

cheroks
17.02.2004, 17:11
Ich bestrafe meine Hunde auch nur POSITIV!
:D :D :D
Ich würde nie NEGATIV bestrafen!
Und Alpharollen mach ich auch nicht, aber ich rempel, starre, drohe, werfe/renne um und drücke zu Boden - wenn es sein muss!
lg tina;)

Hovi
17.02.2004, 17:15
Hallo Tina,

was findest Du an der negativen Bestrafung schlimm? :confused:

Kapier ich nun echt nich :(.

Grüßle
Claudia

Rüsselterriene
17.02.2004, 18:08
:D Ja, positive Bestrafung is das Nonplusultra!

Ohne die, wo kämen wir dahin? Leute... macht was ihr wollt.
...und Joelina, bleib bei deiner Linie. Konsequenz is alles. Und das EGAL wie. :D

Anke *ich-Alpha-roll-mich-jetzt* *vor-Lachen* :p

NinaV
17.02.2004, 20:04
Oh, Oh, Oh...

wie kann man denn solch einen Satz vom Stapel lassen:

"Konsequenz, egal wie..."????? Das ist Deine Empfehlung?

Ich kann meinen Hund auch konsequent jeden Tag auf's Maul hauen. Also "egal wie" ist wohl keine Lösung und wird auch nicht helfen.

Und positive Bestrafung ist bestimmt nicht das Nonplusultra!
Bei mir zumindest nicht.

Aber wenn Du den Unterschied zwischen positiver Bestrafung, negativer Bestrafung, positiver Verstärkung und negativer Verstärkung nicht kennen solltest, kläre ich Dich gerne auf. Brauchst nur zu fragen.

Ansonsten braucht man diese ganze Thematik wohl nicht ins Lächerliche zu ziehen, dass haben sich andere schliesslich auch verkniffen. Und glaub' mir Ansatzpunkte dafür waren da. Also, ich denke man sollte sachlich argumentieren oder gar nicht posten.

LG
Nina

gini_aiko
17.02.2004, 20:42
Und Alpharollen mach ich auch nicht, aber ich rempel, starre, drohe, werfe/renne um und drücke zu Boden - wenn es sein muss!
:tu: nichts anderes wurde von claudia, nina, ... geschrieben


Konsequenz, egal wie...
öhm ... nich wirklich ...

Hovi
17.02.2004, 23:00
Mir drängt sich der Verdacht auf, dass so einige hier nicht mal den Unterschied zwischen positiver und negativer Bestrafung kennen?

Anke, das :"Mach weiter, egal wie" kann doch nicht Dein Ernst sein?

Es leben die 50 er Jahre, Zucht und Ordnung

:confused:

Joelina
18.02.2004, 10:14
:D
Hallo hier, ich kenn den Unterschied!!!
Ätsch!

Ach ich finde es immer sehr erfrischend, dass ich mir hier die Finger wund schreib und anscheinend Niemand meine Worte versteht.

Ein Alphahund wird als solcher geboren, verhält sich natürlich meistens ruhig und gelassen, ABER setzt im Notfall Gewalt ein.
Es ist einfach falsch, dass Junghunde nicht um einen Platz in der Rangordnung kämpfen.
Bis zur Geschlechtsreife haben sie nämlich sozusagen keinen individuellen Platz, und sie erkämpfen sich den höchsten Platz, den sie bekommen können.
Das ist doch erwiesen, oder sind alle Hunde, die in der Pupertät verrückt spielen und so ganz plötzlich nicht mehr hören etc nur Erfindung?
Wahrscheinlich!

Ressourcen, natürlich sind das meine Ressourcen, wenn du so willst - ich allein entscheide wann mein Hund was zu kauen bekommt!
Sucht er sich etwas auf eigene Faust, respektiert er das nicht!
Hunde nehmen, was sie kriegen können?
Falsch, einfach falsch!

Mein Hund räumt nicht den Mülleimer aus. Ich kann mein Essen auf dem Tisch stehen lassen und er geht nicht ran...
Ihr auch???

Ach und Hunde drehen sich nicht auf den Rücken? Blödsinn, natürlich, nur weil ihr es vielleicht nicht beobachtet habt...
Ich hab des schon gesehen, 2 mal bei meinem Hund (als er noch ein Welpe war) aber auch Erwachsene tun das noch.
Hunde werfen sich sehr oft um! Das Hovi das nicht sieht, mit ihren beiden grossen Hunden - ok, ich glaube nicht dass es viele Hunde gibt, die einen solchen Riesen nicht respektieren...

Ich arbeite nicht ausschliesslich mit positiver Bestrafung und negativer Verstärkung, wie das anscheinend hier einige Leute denken, dass sag ich jetzt zum xten Mal, sondern hauptsächlich und am liebsten natürlich über positive Verstärkung!
Belohnung, für die, die sich damit nicht auskennen.
Ich halte auch nichts von Kadavergehorsam, aber an grundlegende Regeln muss mein Hund sich halten!

Nochmal ein Hund ist kein Kuscheltier und mir nicht gleichberechtigt! So seh ich das!

Nu is Schluss mit der Disskussion, von mir aus könnt ihr allein weitermachen, aber mich langweilt´s alles immer drei oder viermal erklären zu müssen!
Deshalb tschö mit ö

euer Tierquäler Nr. 1:D

Hovi
18.02.2004, 10:31
Na, dann viel Spass in / bei der Alpharolle.

Tasi
18.02.2004, 13:41
Hallo Joelina!
Ich habe zwar nicht alle Beiträge gelesen, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass dein Hund gerade in einer phase ist, in der er seine neuen Zähne bekommt, hast du schonmal daran gedacht? dann kaut er an mehr dingen als er es davor machtm um die alten zähne loszuwerden, und um die schmerzen zu lindern.
kenne viel hunde, die in der zeit einen ernorm hohen kaudrang haben.
z.B. kannst du deinem hund die Schnauze zuhalten, das machen wölfe unter sich auch so aus, un es ist KEINE körperliche gewalt! die ist nur um anzuzeigen, dass du der boss bist.
Das mit dem Alphawurf habe ich im welpenalter mit meiner jacky hündin gemacht, in verschiedenen situationen. ich denke, das hat nichts mit körperlicher gewalt zu tun, da du den hund in keiner art und weise verletzt und ihm damit nur signalisiert das du der chef bist und er sich dir unterzuordnen hat.
Wenn du einem kleinem kind an die schulter fasst und es zu dir drehst um zu ermahnen tust du ihm auch nicht weh.
dominanz zu unterdrücken fängt schon damit an, dass der hund nicht aufs bett/couch sollte. Ein guter test hierfür ist auch der, wenn der hund frisst, schleichst du dich von hinten an dern futternapf heran, auf allen vieren und bewegst deinen kopf an den napf, als ob du jetzt sein essen essen möchtest. geht er weg und überläst es dir, ist dies der beweis dafür, dass er dir nicht dominiert.
fängt er an zu knurren oder zu schnappen, ist es der umgekehrte fall und er dominiert dir. mein Prt lässte mich immer problemlos "mitessen".
ich denke, dass man den alphawurf und das mit der schnauze zuhalten nur im äußersten notfall anweden sollte, also nicht zu oft.
Was bei mir z.b. auch geklappt hat war, wenn mein hund was schlimmes gemacht hat, habe ich sie mir geschnappt, und ihr tief in die augen geschaut, ganz böse, das hat bei ihr auch gezogen =), danach hat sie mit dem vehlverhalten aufeghört.
Aber wie gesagt, denke ich,dass dein hund gerade am zahnen ist und diesen kaudrang im moment benötigt, also biete ihr noch mehr zum kauen an, oder wie auch schon jemand geschrieben hat, einen leckerliball, das fand meine auch ganz klasse :wd:
ich wünsche dir noch viel glück =)
Nathi und Tasi :cu:

gini_aiko
18.02.2004, 14:04
Ein guter test hierfür ist auch der, wenn der hund frisst, schleichst du dich von hinten an dern futternapf heran, auf allen vieren und bewegst deinen kopf an den napf, als ob du jetzt sein essen essen möchtest. geht er weg und überläst es dir, ist dies der beweis dafür, dass er dir nicht dominiert.
das meinst du nich ernst :eek:

klar muss man immer und ständig in den napf greifen können ... aber sorry ich stell mir das grad bildlich vor. ich würde zu tode erschrecken, wenn ich da grad gemütlich esse und ich merke nich, dass von hinten jemand rankommt und der hält dann noch die nase in mein suppenteller ...

da geht man normal hin, so dass man vom hund gesehen wird und hält kurz die hand rein, lobt ihn und lässt ihn weiterfressen .... und DAS macht man nur gaaaanz selten.


Das mit dem Alphawurf habe ich im welpenalter mit meiner jacky hündin gemacht, in verschiedenen situationen. ich denke, das hat nichts mit körperlicher gewalt zu tun, da du den hund in keiner art und weise verletzt und ihm damit nur signalisiert das du der chef bist und er sich dir unterzuordnen hat.
da gehts doch gar nicht um schmerzen ... es geht um ne "bestrafung" die hund versteht und aufm rücken schmeißen machen hunde untereinander nicht - unterwerfung kann man nich erzwingen!

wie tina und nina schon sagten:
umremplen, schnauzengriff, ... sind alles dinge die absoult okay und für den hund verständlich sind ...

aber gut ich gebs auf ... rollt schön vor euch hin ;)

Tasi
18.02.2004, 14:23
Naja, komisch das mir das mit dem napf meine damalige hundetrainerin erklärt hat, komisch... man muss die mich angelogen haben *lolz* finde ich echt komisch, der hund hört das ja wohl wenn ich von hinten auf allem vieren angekrochen komme, oder, sie haben doch ein sehr gutes gehört, ich habe ja auch nicht gesagt, dass ich mich anschleiche?
und nun ist es doch egal ob ich mit der hand reingreife oder ob ich mit dem kopf darüber gehe! meine güte!
:rolleyes:
ich weiß man hunde nicht dazu zwingen kann, aber ich habe auch nie gesagt, dass ich ihr dabei wehtue und sie auf den rücken werfe! ich drücke ihre schnauz vorsichtig zu boden und drehe sie dann mit beiden händen um und halte sie eben fest.
komisch, dass man sowas in vielen büchern nachlesen kann und das mit das die tante von meiner freundin gesagt hat, die hundetrainerin ist. man die sind ja wohl alle net mehr dicht *i*
ist ja wohl auch kein problem, wenn ich ein kind bestrafen will und es an der schulte nehme und es umdrehe und es schimpfe, ich denke nicht das das falsch ist!

NinaV
18.02.2004, 14:32
Hallo Joelina,

also, wenn Du in der Erziehung Deines Hundes genauso überreagierst, wie Du es hier auf Postings von Leuten tust, die nun einmal andere Meinungen haben, bzw. sich auf aktuellere Forschungsergebnisse stützen, dann wundert mich nicht, dass auch Dein Hund zu Überreaktionen neigt und nicht zur Ruhe kommt.

Wärest Du sachlich (und souverän ;-)) hättest Du solche Betitelungen für uns ("Weicheier") und für Dich selbst ("Tierquäler") gar nicht nötig.

Wie auch in Deinen anderen Postings springen einem auch in Deinem nun angeblich Letzten die Widersprüche nur so ins Auge. (Das fängt übrigens schon damit an, das Du diese Diskussionen hier in dem einen Posting interessant und im nächsten langweilig findest).


dass ich mir hier die Finger wund schreib und anscheinend Niemand meine Worte versteht.
Im Gegenteil, aber anscheinend machst DU Dir nicht mal die Mühe, Dir die anderen Einträge auch nur ansatzweise durchzulesen.


Das ist doch erwiesen, oder sind alle Hunde, die in der Pupertät verrückt spielen und so ganz plötzlich nicht mehr hören etc nur Erfindung?
Hierzu habe ich bereits gepostet...


Sucht er sich etwas auf eigene Faust, respektiert er das nicht!Hunde nehmen, was sie kriegen können?
Falsch, einfach falsch!
Nee, richtig, wirklich, absolut richtig. Glaubst Du wirklich, dass in einem Rudel, wo alle notwendigen Ressourcen ausreichend vorhanden sind, sich keiner ausser dem Alpha traut, davon zu nehmen, worauf er gerade Lust hat????? Dann würden ja alle ausser dem Alpha verhungern!! Oder meinst Du der Alpha geht dann gönnerhaft zu einem seiner "Untergebenem" und teilt ihm einen Knochen zu, wenn ihm gerade danach ist??
Und Fakt ist auch , dass Rangniedrigere, das was Sie gerade haben durchaus auch mit Knurren gegen den Alpha verteidigen, wieso auch nicht?
Alles andere ist reine Erziehungssache (wobei wir wieder beim Lernen wären).


Mein Hund räumt nicht den Mülleimer aus. Ich kann mein Essen auf dem Tisch stehen lassen und er geht nicht ran...
Dafür frisst/zerstört er alles andere...komisch...


Ach und Hunde drehen sich nicht auf den Rücken?
Natürlich drehen sich Hunde auf den Rücken, aber - wie bereits 300mal erzählt (und um es nochmals zu betonen erwiesenermaßen!) - als sog. passive Unterwerfung, die das submissive Tier freiwillig zeigt!!
Und wie auch schon oft von diversen Forias mitgeteilt (man sieht hier wieder mal wie gut Du andere Texte liest), ja, es wird gerempelt und geschubst, aber nicht gepackt und auf den Rücken gedreht, also keine sog. "Alpharolle"!


Nochmal ein Hund ist kein Kuscheltier und mir nicht gleichberechtigt!
Na ja, jeder wie er mag. Mein Hund ist mein Kuscheltier und trotzdem nicht gleichberechtigt.


LG
Nina

NinaV
18.02.2004, 14:36
@ Tasi

Ach, weisst Du, es gibt überall Hundetrainer die sich nicht weiterbilden möchten. Is ja auch zeitaufwendig und manchmal kostet das auch noch Geld, so was.

Und willst Du wirklich ein Kind mit einem Hund vergleichen??

*seufz*

Nina

Tasi
18.02.2004, 14:49
Ich denke man kann parallelen dazwischen ziehen.
Aber ich denke ich sage jetzt nichts mehr dazu, dieses thema sollte man beenden.
Jeder erzieht seinen hund so, wie er es für richtig hält, manachmal ist dies nicht das beste für den hund, aber ich denke das die erziehung vom hund abhängt und das jeder nach seinem besten gewissen mit sich vereinbaren soll!
:cu:

Tasi
18.02.2004, 15:00
Achso und im übrigen, die eine hundetrainerin, die tante von meiner freundin ist öfters mal auf hundeseminaren, also d.h. sie bildet sich weiter, nur mal so am rande bemerkt hat sie einen dackel, der auch an befahrenen straßen perfekt beifuß neben ihr läuft ;-)

gini_aiko
18.02.2004, 15:09
Original geschrieben von Tasi
der auch an befahrenen straßen perfekt beifuß neben ihr läuft ;-)
:?: das tut aiko obwohl ich ihn weicheierig erziehe auch ... komisch, wie du zu sagen pflegst ;)

NinaV
18.02.2004, 15:20
Hey Claudi,

jetzt wo Du's erwähnst...

:eek: Sammy kann das auch!


LG
Nina :-*

gini_aiko
18.02.2004, 15:47
Sucht er sich etwas auf eigene Faust, respektiert er das nicht!Hunde
nehmen, was sie kriegen können?
Falsch, einfach falsch!

zitat aus ... der hund im wolfspelz, günther bloch:

folgen freilebende wölfe einer strikten futterrangordnung, die das
geduldige abwarten rangniedriger tiere gegenüber sogenannten alphatieren an der
beute beinhaltet?
NEIN! ein märchen, das selbt noch in neuer hundeliteratur verbreitung findet
und anscheinend von autor zu autor abgeschrieben wird. schlägt ein (auch
rangniedriger) wolf kleinbtierbeute, versucht er, sie ansatzlos herunterzuwürgen
oder verteidigt sie auch gegenüber alphatieren! nach erlegung von großen
beutetieren frisst das genze rudel unabhängig der sozialordnung gleichzeitig,
knurrt und rangelt zwar um die beste fressposition, jedoich verschlingt jeder
wolf soviel fleischbrocken wie möglich. die alphatiere fressen also NICHT
zuerst, außer in situation, wo es ums nackte überleben geht

sorry is nich mal auf meinem unqualifizierten mist gewachsen :rolleyes:

Tasi
18.02.2004, 16:08
Ja, ja schon merkwürdig...

Hovi
18.02.2004, 16:19
Claudi,

auf diese Stellen von Bloch hab ich meine "Behauptungen" ja gestützt...

Wollt´s aber nicht schreiben, sonst heißt es wieder, wir sind nur Theoretiker und haben von der Praxis keine Ahnung :rolleyes: .

@ Tasi....

Ich wüßte da nen Unterschied, ob man mit den Händen oder dem Gesicht an den Napf geht. Den Unterschied merkst Du spätestens, wenn Dein Hund sich durch die Rollerei nicht hat beeindrucken lassen und halt doch mal zulangt...

Grüßle
Claudia
(die sich nun verabschiedet aus dieser Diskussion...die Rollerei macht einen ja schwindlig)

gini_aiko
18.02.2004, 16:49
Original geschrieben von Hovi
auf diese Stellen von Bloch hab ich meine "Behauptungen" ja gestützt...

Wollt´s aber nicht schreiben, sonst heißt es wieder, wir sind nur Theoretiker und haben von der Praxis keine Ahnung :rolleyes: .
)

joa, is mir herzlich egal was die "damen" denken und meinen ... ich bin praktiker ... aber praxis ohne theroie funzt net ... so is es nun mal ;)

claudi, die heut nachmittag ganz praktisch bei ner kundschaft von tom mit war und tatsächlich die theorien (wie tagtäglich) live bestätigt sieht ...

Joelina
18.02.2004, 17:05
@ Tasi...

Danke für deinen Tip :D
Aber mein Hund hat schon sein zweites Gebiss, Zahnwechsel war so mit 6 Monaten bei ihm abgeschlossen.
Hatte heute mittag eine Tierarzt Termin, zur Blutuntersuchung und auch zur Beratung:
Er hat wohl jetzt grad seinen ersten Hormonschub und mein Tierarzt meinte, das ist die Zeit, in der v.a. Rüden schon mal alle Regeln vergessen, und man ihnen zeigen muss, wer der Chef im Haus ist.


@Nina...

Und du hast wohl noch nie was von Sarkasmus gehört?


Ich hab alles gesagt und wünsche noch eine angeregte Konversation (na wenn das nicht mal souverän ist)!

:D

NinaV
18.02.2004, 17:16
Halt Joelina, nicht weglaufen.

Nu hab ich zum ersten Mal etwas nicht verstanden. Welcher Teil Deines Textes war sarkastisch gemeint?
Ist jetzt echt mein Ernst. Bis auf das Du Dich selbst als Tierquäler bezeichnet hast, konnte ich nichts dergleichen finden. Und selbst das fand ich eher ironisch.

LG
Nina

Tina2809
18.02.2004, 20:08
Hallo Mädels...ist ja recht amüsant hier.....hatten wir ja lange nicht mehr.

Viele Wege führen nach Rom und jeder Besitzer/ Trainer hat da so seine Methoden..

Ich stelle mir nur grade vor, daß das für manche böse ins Auge gehen kann, sich seinem Hund von hinten beim Futtern anzuschleichen....
..ist schon ein recht fragwürdiger Test...
aber ich lass es hiermit gut sein.

Tina (nicht rollend) und Timmy (seiner Stellung bewusst, auch ohne Roller :p )