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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nicht richtig ausgelastet?



Joelina
07.02.2004, 11:23
Hallo ihr Lieben...

Also ich habe nicht wirklich ein Problem, mache mir nur ein paar Sorgen, ob ich mit meinem Jack-Russel-Welpen alles richtig mache.

Also, er ist jetzt 6 Monate alt und ein absoluter Wirbelwind.
Er denkt den ganzen Tag ununterbrochen nur ans spielen und kämpfen und kommt abends nur sehr sehr schwer zur Ruhe.

Ich weiss, dass es für diese Rasse üblich ist, klar, aber so ausgeprägt?
Vielleicht ist er nicht richtig ausgelastet?

Hier mal unser Tagesablauf:
Morgens um 8 ist erste Gassi-Runde ca 30 Minuten.
Dann Fütterung und eine kleine Ruhephase.
Dann ist Spielen angesagt so ca 30 Minuten am Stück.
Mittags um 12.30 wieder Gassi für eine halbe Stunde und nachmittags um 16 Uhr gehts ab auf die Hundewiese, etwa für 1 bis 2 Stunden.
Dort wird natürlich erst mal gespielt, allein und mit anderen Hunden und dann folgen kleine Gehorsamsübungen.
Allerdings schaffe ich es nur so jeden zweiten Tag auf die Hundewiese, weil ich auch noch 2 kleine Kinder habe und mal was dazwischen kommt.
Wenn wir aber nicht gehen, machen wir stattdessen immer eine Spiel- und Gehorsamsrunde zu Hause.
Abends um 23 Uhr ist nochmal Gassi angesagt, wieder eine halbe Stunde und dann wird gekämpft was das Zeug hält bis 0 Uhr. Erst danach gibt´s Abendessen und dann ab in die Koje.

Trotzdem ist mein Hund immer nur am Rumspringen und Rennen, fordert uns andauernd zum Spiel oder Kampf auf (worauf wir nicht reagieren). Wenn ich ihm mal ein Spielzeug überlasse, zerbeisst er es in 20 Minuten, Kauzeug ist auch sofort weg.

Also ich frage mich, ob dieser Unternehmungsgeist noch normal ist oder ich vielleicht noch mehr mit ihm unternehmen muss? Das ist ja kaum möglich, oder?

Ich glaube nicht das er hyperaktiv ist, denn andererseits kann er sich sehr gut konzentrieren und führt Gehorsamsübungen auch mit Ablenkung aufmerksam durch.

Kennt sich Jemand mit dieser Rasse aus , fordere ich ihn nicht genug?
Was ist eure Meinung?

Liebe Grüße

Joelina

Ach so, nur das ihr das nicht falsch versteht, ich will mich hier nicht über einen aktiven Hund beschweren, ich wusste vorher, dass so ein kleiner Wirbelwind ins Haus kommt, ich mach mir nur Gedanken, dass ich was falsch machen könnte.

sporty
07.02.2004, 11:48
hallo joelina

ich denke nicht, dass du zu wenig machst junghunde sind halt oft so aktiv grade bei so einer rasse. deine aufgabe ist jetzt eher dem jungspund ruhe beizubringen. er soll lernen das abends oder im haus einfach schluss ist. also keine aktion mehr.

wenn du das nicht tust wirst du einen nervtötenden hund bekommen. ich hab nen kleinen (22 monate) aussie der ist draussen auch absolut durchgeknallt. man hat mal erzählt das legt sich mit 3 jahren, hoffentlich!! naja, auf jeden fall ist er im haus ruhig, man hört keinen ton von ihm.

versuch also deinem kleinen beizubringen, das das haus absolute ruhezone ist.

nicole

Joelina
07.02.2004, 12:04
Also erst mal danke für deine schnelle Antwort...

Also ehrlich gesagt - ich finde es nicht so ganz richtig, dass im Haus absolute Ruhezone sein sollte.
Wann soll ich denn dann mit ihm spielen - eine halbe Stunde jeden oder jeden zweiten Tag auf der Hundewiese ist doch viel zu wenig!
Bei den täglichen Gassigängen kann ich ihn nicht ableinen, (bei uns gibt´s viele Tauben und viele Hunde, dazu noch eine grosse Strasse), die Hundewiese ist zu weit weg um täglich mehrmals dorthin zu gehen und angeleint kann man schlecht spielen.
Natürlich komme ich seinen Spielaufforderungen nicht nach, dann hätte ich wohl wirklich niemals Ruhe, aber das hindert ihn nicht daran seine Aufforderungen zu unterlassen.

Ausserdem dürfen die Katzen und Kinder im Haus ja auch spielen und ich glaube nicht, dass ich beim Hund dann eine Ausnahme machen sollte.

Aber wer weiss, vielleicht sehe ich es ja falsch?
Über weitere Meinungen wäre ich froh.

Joelina

sporty
07.02.2004, 12:17
sorry nicht gut erklärt.

klar darf ramsi auch im haus spielen aber nur wenn wir es sagen. das heißt kein eigenmächtiges rumgeflitze und rumalbern. wir läuten das speil ein und beenden es auch danach ist wieder ruhe. das hat nichts mit dominaz o.ä. zu tun sondern nur damit, das wir keine nervensäge im haus vollen. also wenn er ankommt und spielen will, wird er gnadenlos auf seinen platz verwiesen.
so vermeiden wir ihm und uns streß. denn ein hund der nie zu ruhe kommt hat enormen streß.

nicole

Loeffelstein
07.02.2004, 16:57
Hallo Joelina,
natürlich brauchen alle Hunde Bewegung- manche mehr, andere weniger. Die meisten Hunde benötigen im Durchschnitt täglich zwei wenigstens 20minütige Spaziergänge- vorzugsweise in solchen Gegenden, wo sie gefahrlos frei herumtoben können. Das hast du ja bisher alles beachtet- ein guter Schritt, um deinem Vierbeiner entgegenzukommen. Ein eigener Garten ist ein geeigetes Terrain für Ballspiele mit dem Hund, wo auch sein Köpfchen zum Einsatz kommt. Es sei denn man hat keinen... ;) (Garten)
Bestimmte Hunderassen, darunter auch der Jack- Russel- Terrier, besitzen einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Dem kannst du begegnen, indem du die Energie und Intelligenz deines Hündchens mehr auf Gehorsams- oder Wendigkeitsprüfungen ausrichtest. Auch eine Mitgliedschaft in der nächstgelegenen Hundeschule könnte in Frage kommen. :tu:
Denn Kleinhunde lieben nichts mehr als ausgiebige! Steifzüge über Stock und Stein, auf denen sie sich so richtig schmutzig machen können. :D Aber wenn es denn sein muss, nehmen sie auch schon einmal mit einem beschaulichen Parkspaziergang vorlieb. :)
Grüßle Loeffelstein :cu:

Loeffelstein
07.02.2004, 17:13
Ach so, etwas habe ich noch vergessen zu sagen. Am besten du bemühst dich wirklich, mit deinem Wuffi möglichst regelmäßig Gassi zu gehen!! Denn Routine ist alles!! Welpen sind außerdem von Natur aus total verspielt, lebhaft und neugierig. Sie genießen es regelrecht, miteinander spielerische Kämpfe auszutragen, bei denen sie auch etwas über Dominanz und Unterwerfung lernen. Außerdem machen sie die Erfahrung, dass es möglich ist, hierbei ohne Agression auszukommen- und dass ein Biss wehtun kann! Einander jagen und harmlose Sexualspiele gehören ebenfalls zu ihren Aktivitäten. ;)
Da dein Hundi- wie ich mitbekommen habe- recht keck und stürmisch ist, wird er mit Sicherheit einmal ein aufgeschlossener und furchtloser Vierbeiner. :wd:
Viel Glück weiterhin mit deinem Wuffi!!!
Liebe Grüße Loeffelstein :)

Darian
07.02.2004, 21:22
Schraube einfach das emsiges Beschäftigen Deines Hundes herunter! Wahrscheinlich ist er es mittlerweile schon gewohnt, ständig Action zu haben.
Mein Haus ist übrigens bei mir auch die absolute Ruhezone; meine wissen das ganz genau. Gespielt wird draußen, nicht im Haus.
Vielleicht sollte er ab und an, wenn er nicht zur Ruhe kommt, mal in seine Hundebox, damit er sich etwas aklimatisieren kann.
Darian

Tina2809
07.02.2004, 21:28
Vielleicht sollte er ab und an, wenn er nicht zur Ruhe kommt, mal in seine Hundebox, damit er sich etwas aklimatisieren kann.

Hallo Darian,

ich stimme Dir zu, ein Hund muss auch mal ruhen lernen. Aber daß er dafür in die Box muss...der Schuss kann auch nach hinten losgehen.

Grüße
Tina

Darian
07.02.2004, 21:35
Meine erwachsenen Hunde nerven mich natürlich nicht und kommen deshalb auch nicht in eine Box (außer Nachts), aber habe ich einen Welpen oder Junghund hier, der so aufdreht und mein Rudel (bzw. mich) in Unruhe bringt und nicht zu bändigen ist, dann kommt er zeitweise in eine Box. Da fackel ich nicht lange. Bisher hat es keinem geschadet. Keiner meiner Hunde hat eine Abneigung gegen seine Box.
Jetzt warte ich nur noch auf Prügel von den anderen Forumsteilnehmern...finde es mittlerweile schon manchmal recht peinlich, wie auf Leute eingedroschen wird, die ihre Hunde anders halten als man selbst.
Tierquäler sind wir doch hoffentlich alle nicht!
Darian

gini_aiko
08.02.2004, 00:10
wie schön, dass ich grad ein blochbuch lese ... und oh wunder alphawöle haben keine boxen in der handtasche ;) nervige welpen werden a) ignoriert b) mit "weichem" schnauzengriff korrigiert c) mit einem festeren schnauzengriff oder d) von den älteren wölfen zu boden gedrückt ... siehe da geht ganz ohne box. was die natur alles leisten kann sagenhaft :D

cheroks
08.02.2004, 04:17
Hallo,

ich stimme dem zu, dass man seinen Hund zur Ruhe "zwingen" muss, wenn er zu aktiv ist!
Es ist alles eine Frage der Gewöhnung, gewöhne ich meinen Hund daran ständig im Mittelpunkt zu stehen, dann fordert er diese Aufmerksamkeit auch ein. Ich halte es für wichtig, seinen Hund in seiner Freiheit einzuschränken, einfach damit der Hund versteht, ich sage wo er sich aufhalten darf und wo nicht. Allerdings bis jetzt habe ich noch nie einen meiner Hunde in eine Box sperren müssen, ich konnte mich bis jetzt immer persönlich verständlich machen, ohne ihn schlicht zu zwingen bzw. einzusperren!
Jetzt warte ich nur noch auf Prügel von den anderen Forumsteilnehmern...finde es mittlerweile schon manchmal recht peinlich, wie auf Leute eingedroschen wird, die ihre Hunde anders halten als man selbst hier hast du deine Prügel:D

(außer Nachts) gehen sie freiwillig oder sperrst du sie ein???
Ich finde eine Box gehört definitiv nicht zur Grundausstattung. Das auf einem Platz liegen bleiben ist einem jungen Hund/ Welpen sogar "in die Wiege gelegt". Man muss nur wissen, wie man es aus seinem Hund heraus holt;)

LG Tina

Loeffelstein
08.02.2004, 11:52
Hallo,
also ich stimme gini_aiko zu, denn es geht wirklich auch ohne Box. Man muss sich nur bemühen, dann findet man schon eine passende Lösung. Sicher ist es simpler und bequemer, den Hund einfach in eine Box zu tun. Aber dann stellt sich die Frage, gefällt das dem Hund bzw. vielleicht leidet er auch darunter einfach ''weggeschoben'' zu werden?!
Das ist meine Meinung, unseren Hund haben wir schließlich auch ohne Box zur Räson bekommen! ;)
Grüßle Loeffelstein :cu:

sporty
08.02.2004, 12:08
@ all

das eigentliche thema ist ja nicht die box- gut oder bös?! hier geht es nur um die frage ob es dem hund an beschäftigung reicht und wie man ihn ruhig bekommt.

aber wo wir mal beim thema sind
ich sehe die box übrigens auch als gutes hilfsmittel voraussetztung ist natürlich, das der hund dran gewöhnt wurde und sie liebt. danach ist sie sehr brauchbar. unser hund liebt die box er schläft in einer offenen und auch im auto oder auf tunieren verhält er sich dort ruhig und entspannt. in den letzten fällen ist sie natürlich verschlossen.

ich stimme euch zu das sie kein alleheilmittel ist aber das wollte darian damit bestimmt nicht sagen.
er hat damit halt gute erfhrungen gemacht und bestimmt nicht indem er seine hunde einfach wegsperrt, das ist ja auch nicht sinn einer box.

nicole

Joelina
08.02.2004, 12:21
Halli hallo...

Erst mal danke für den regen Meinungsaustausch.

Also zuerst muss ich jetzt mal was zum Thema Box erzählen:
Wir haben anfangs auch versucht Fraggle nachts in eine Box zu zwingen, hauptsächlich wegen der Stubenreinheit (wird ja schließlich auch überall empfohlen).

Erst mochte er seine Box auch, kotete und urinierte aber ständig ein, später hatte er Angst vor ihr und schrie wie am Spiess, wenn er hinein sollte. Seitdem schläft er nachts an der langen Leine auf der Hundedecke neben unserem Bett, ganz ohne Leine geht nicht, da er nachts sonst seinen Zerstörungstrieb auslebt.
Mit dieser Lösung ist er super zufrieden, seitdem auch nachts stubenrein.

Also ehrlich gesagt, bevor ich meinen Hund in eine Box sperre, soll er mir lieber auf die Nerven gehen.

Aber nun zum Thema Haus = Ruhezone.
Also wir haben keinen Garten und wie gesagt, kann er auf den normalen Gassirunden nicht toben und rennen,sondern nur jeden oder jeden zweiten Tag auf der Hundewiese für 1 Stunde, manchmal mehr.
Jetzt mal ehrlich - das ist doch vieeeeel zu wenig.
Hundeschule ist bei uns nur einmal in der Woche, und die Welpenrunde ist nicht grade gross, trotzdem gehen wir brav jede Woche hin.
Ich habe mir schon überlegt, ob ich nicht Agility mit ihm machen sollte, aber dafür ist er noch zu jung (erst ab 1 Jahr).

Deshalb spiele ich auf jeden Fall mit ihm weiterhin auch im Haus, und das wirklich zu festgelegten Uhrzeiten.
Wenn er mir ansonsten zu wuselig wird, rufe ich ihn natürlich ab und schicke ihn auch auf seinen Platz, aber sobald sich irgendwas bewegt (2 Katzen, 2 Kinder, 2 Erwachsene oder 3 Meerschweinchen) dreht er sofort wieder auf.
Er ist komischerweise auch extrem wachsam, sobald jemand unser Haus (Mehrfamilienhaus) betritt oder draussen nur Jemand vorbeigeht (wir wohnen zwar in der 2. Etage, aber egal) ist er sofort auf 180.

Da fällt mir noch was ein, was eigentlich nicht zu diesem Thema gehört - wie kann man einem Hund abgewöhnen zu oft zu bellen? Habe gelesen, man soll es einfach ignorieren, aber das hilft überhaupt nicht.
In der Hundeschule sagte man mir, man könne nicht viel dagegen tun. Kann man dem Hund nicht irgendwie eine Ersatzhandlung nahe legen (ich denk da an Bombenspürhunde, die sich bei gefundenen Bomben einfach hinlegen)?

Gut, jetzt hab ich den Faden verloren...
Vielleicht fällt´s mir später wieder ein, werde jetzt erst mal Gassi gehen :D

Joelina

Rüsselterriene
08.02.2004, 12:45
Kurz mal an das begleitende Boxthema:

:rolleyes: Ich bin kein Wolf. Ich lebe auch nicht als einsame Wölfin mit nur einem Wolfsjungen in der Prärie.

Wer aber: eine Wohnung(incl.diverser Tabuzonen) + ein Leben (moment, da war doch was) + die Verpflichtung hat, mehreren ungestümen Hunden das Leben zu erklären...

Der sagt JA zur Box.
Einfach, weil es eine plastikgemachte Höhlenausbucht is, in die man frechgewordene Monster zurückdrängen kann.

Fazit: Die Box is kein Zeichen von Unfähigkeit, sondern ein Hilfsmittel... Punkt.

@ Joelina:
Anscheinend forderst du deinen Hund sogar zuviel, wenn er in der Nacht an der Leine schlafen muss, damit er nix kaputtmacht. Schraub mal einen Gang runter!

Anke:cu:

gini_aiko
08.02.2004, 12:54
lest mal die diskussionen in sachen box , die darian mit sandinchen hatte, dann wisst auf was ich hinaus will.

ich bin nicht gegen boxen generell ... nur soll alles maß und ziel haben - und warum man erwachsene hunde nachts in boxen sperrt (die tür nicht offen lässt) ist für mich komplett sinnlos, wurde in dem thread aber mit "dreck beschränkt sich dann wenigstens auf die boxen" erklärt.

Tina2809
08.02.2004, 13:36
Ich deklariere hier niemanden als unfähig, sondern stelle lediglich in Frage, ob man das Problem, um das es ging, mittels der Box lösen sollte.
Nicht jeder weiss das richtig zu erarbeiten, so daß es für den Hund stressfrei ist, dort reinzugehen.

Es ging hier um einen Hund, der das Ruhen lernen soll. Mehr nicht.

Gruß
Tina

Joelina
08.02.2004, 16:55
@ Rüsselterriene

Also hmmm, ich dachte bisher immer es sei völlig normal, dass Welpen und Junghunde alles zerbeissen.

Nach der letzten Spielrunde sagen wir alle gute Nacht, und schlafen brav ein, der Hund kommt zwar nur langsam zur Ruhe, schließlich schläft er aber dann doch.
Mitten in der Nacht muss er anscheinend wach werden und ärgert sich wahrscheinlich darüber, dass wir einfach schlafen und nichts los ist und ich schätz, das er dann aus Langeweile anfängt alles zu zerbeissen, Tapeten von der Wand zu reissen, Möbel anzunagen etc.
Morgens schläft er dann aber wieder friedlich und ist kaum wachzubekommen.

Ich glaube nicht, dass er wenn ich weniger mit ihm mache ruhiger wird und die Nacht plötzlich durchschläft, oder?
Ich sehe da keinen Zusammenhang.

Und ich halte mich was die Beschäftigung angeht auch eigentlich brav an alles, was ich jemals über Jack-Russels gehört oder gelesen habe, sie brauchen eben sehr viel "Unterhaltung".

Oder mache ich wirklich zuviel, häää?
Jetzt weiss ich gar nichts mehr...

Joelina

sporty
08.02.2004, 17:47
Also hmmm, ich dachte bisher immer es sei völlig normal, dass Welpen und Junghunde alles zerbeissen.

klar ist es normal für hunde zu kauen, denn sie wiessen nicht ob es die teuren lederschuhe oder der kauknochen ist. es interessiert sie auch nicht, hauptsache sie können kauen.

wenn es dich nicht interessiert könnt ihr ja so weiter machen, aber ich geh einfach mal davon aus, dass du nicht möchtest, dass er an eure sachen geht. also muss er lernen was sicher (gut) und was gefährlich (böse) ist. gib ihm genügend hundekausachen die "ungefährlich" sind. das heißt wofür ihr ihn lobt, wenn er diese wählt. aber wenn er an die "gefährlichen" sachen geht muss er schon beim ersten anzeichen ärger bekommen. dieser ärger muss so stark sein, dass er garnicht mehr mag dieses ding zu knabbern. (bitte aber nicht zu hart strafen,es kommt auf den hund an- nicht misshandeln)

da dein hund schon viel gekaut hat wird es schwer sein ihm das abzugewöhnen. provozier ihn.
stell etwas tolles zum kauen vor ihm hin und gehe hinter die nächste ecke , so dass er dich nicht sieht, wenn er dann die ersten anzeichen (ein blick zum objekt reicht) macht "schlägst" du zu.



Mitten in der Nacht muss er anscheinend wach werden und ärgert sich wahrscheinlich darüber, dass wir einfach schlafen und nichts los ist und ich schätz, das er dann aus Langeweile anfängt alles zu zerbeissen, Tapeten von der Wand zu reissen, Möbel anzunagen etc.

auch da unterbinden oder wollt ihr 15 jahre mit leine schlafen?


Ich glaube nicht, dass er wenn ich weniger mit ihm mache ruhiger wird und die Nacht plötzlich durchschläft, oder?
Ich sehe da keinen Zusammenhang.

du sollst nicht weniger machen, sondern deinem hund zeigen, und zwar konsequent, wann er ruhe zu halten hat!!!

es würde nämlich nicht helfen wenn du mehr machst. ganz im gegenteil er würde wahrscheinlich noch aufgedrehter.


Und ich halte mich was die Beschäftigung angeht auch eigentlich brav an alles, was ich jemals über Jack-Russels gehört oder gelesen habe, sie brauchen eben sehr viel "Unterhaltung".

ja, das mag sein, aber wenn du ihm nicht zeigst das er in bestimmten situationen einfach ruhig zu sein hat, wirst du dir einen hyperaktiven hund großziehen. du hast nunmal ne aktive rasse und einen junghund der keine ahnung hat wann ruhe ist. wenn er das gelernt hat. kannst du auch wieder aktiver mit ihm werden, solang er die ruhezonen einhält.

nicole

silly
08.02.2004, 17:48
Erst mal an alle Forumsteilnehmer:

Hallo,
ich verstehe einfach nícht, wenn jemand andere Haltungsansichten hat, dass diese gleich zum Forumsthema gemacht werden. Hier geht es doch um Joelinas Frage und Nicht um ein Veto an Darian.
Wenn Darian ein Veto braucht, wird er schon ein eigenes Thema eröffnen. Und außerdem führen die Themen Box und Zwinger hier ständig zu unsachlichen und heftigen Auseinandersetzungen, und die muss man doch nicht wirklich haben, oder?

So und nun zu Joelinas Frage:
Ich kenne das Problem sehr gut. Ich habe auch immer gedacht, dass mein Arco nicht ausgelast ist.
Ich habe darauf hin mehrmals in der Woche mit dem "Schleuderball" gearbeitet, wo er mal richtig seinen Trieb ausleben konnte und rennen konnte, was das Zeug hält. Mit Gassi gehen war es bei ihm nicht getan.
Seit her herrscht Ruhe und er pennt auch mal ein wenn wir nach Hause kommen.
Aber wie gesagt wir machen das nicht jeden Tag, sondern jeden zweiten, das reicht dann auch.
Kannst es auch mal versuchen.

Viel Erfolg
Silly und Arco :cu:

Tina2809
08.02.2004, 19:33
Hallo Silly!

Wenn mir danach ist, ein Veto einzulegen, dann mach ich das.
Und zwar genauso wie Du meinst, die etwas abgedriftete Diskussion kritisieren zu müssen ;)

Ich habe mich genau in dem Moment gemeldet, wo ich was anzumerken hatte. Ansonsten kann ich Nicole (Sporty) nur zustimmen.
-----------------------------
@Joelina: Ich kann Dir Nicoles Tipps wirklich nur ans Herz legen. Du hast einen Hund einer sehr aktiven Rasse, der wie du ja weisst, beschäftugt sein will.
Dennoch ist es wichtig, daß er wirklich lernt: Jetzt ist Ruhe angesagt.

Grüße
Tina

Rüsselterriene
08.02.2004, 20:35
Also hmmm, ich dachte bisher immer es sei völlig normal, dass Welpen und Junghunde alles zerbeissen.

Es ist normal, aber nicht erlaubt. Zumindest bei mir nicht.


ärgert sich wahrscheinlich darüber, dass wir einfach schlafen und nichts los ist und ich schätz, das er dann aus Langeweile anfängt alles zu zerbeissen, Tapeten von der Wand zu reissen, Möbel anzunagen etc.

Ich denke, er tut das, weil er euren aufregenden Tag nicht verarbeiten kann.


Ich glaube nicht, dass er wenn ich weniger mit ihm mache ruhiger wird und die Nacht plötzlich durchschläft, oder?

Er lernt, das er nicht über euren Tagesablauf bestimmt. Er lernt, dass es auch ohne "Aktion" geht. Nachts träumt er seinen "ruhigen" Tag zusammen. (Nur so ne Idee)


Und ich halte mich was die Beschäftigung angeht auch eigentlich brav an alles, was ich jemals über Jack-Russels gehört oder gelesen habe, sie brauchen eben sehr viel "Unterhaltung".

Nicht Alles, was man so zu lesen bekommt kann man auf jeden Hund 1:1 übertragen. Nicht jeder Jackie is ein hyperaktives Monster. ;)

Anke :cu:

Joelina
08.02.2004, 21:24
Halli Hallo...

Grübel grübel...
Also ich glaub ich muss was erklären:
Tagsüber zerbeisst er nichts, ausser seinen Kausachen.
Er bekommt jeden Tag was zum Kauen.

Nur nachts, wenn wir schlafen hat er diese Zerstörungswut!
Wie soll ich das denn kontrollieren, ihn davon abhalten?

Ich habe schon versucht, ihn dabei zu erwischen, bin so bis4 Uhr morgends wachgeblieben, 4 Nächte hintereinander.
Er wurde zwar wach, aber sobald er merkte, dass ich nicht schlief, legte er sich wieder hin und döste gleich weiter.

Schleuderball, ist das so ein Ball an einem Stück Tau?
Ich nehme immer einen Quietschischrägspringball mit auf die Hundewiese, weil er sonst gar nicht läuft, sondern nur brav neben mir hergeht und vielleicht mal schnüffelt.
Ausserdem haben wir im Winter als es früh dunkel wurde immer lustige Hetzjagden mit der Taschenlampe veranstaltet.
Natürlich ist er nach dem Hundewiesenspaziergang auch erst mal tot, aber das hält nur so 1 bis 2 Stunden an, danach ist er wieder der Alte...

Danke jedenfalls für die Tips, lieb von euch.

Joelina

Rüsselterriene
08.02.2004, 21:44
Ich nehme immer einen Quietschischrägspringball mit auf die Hundewiese, weil er sonst gar nicht läuft, sondern nur brav neben mir hergeht und vielleicht mal schnüffelt.

Nein!!! Wenn er von sich aus bei dir bleibt lass das lieber!!!

Ich hab auch so einen "Kleber". Das sind die Besten! Der wird noch früh genug "nach vorne" gehn!

Für die Nacht: Lass die Leine erstmal dran und reduzier eure Aktivitäten. Leg ne Zeitung oder irgendwas zum zerstören in seine Nähe und überprüfe damit, ob er noch nachtaktiv is. Wenn nichmehr, Leine ab.

Ich denke, der kriegt sich wieder ein. Gönn ihm ne Pause!

Anke

+violet+
09.02.2004, 10:07
hallo!

hm, ich glaube auch, dass der hund zu wenig ruhe hat...

als lina ein baby war, hab ich es so gemacht: morgens eine halbe stunde raus (ohne leine toben), danach verhielt ich mich zu hause SEHR ruhig - sie schlief. wenn sie nach mindestens zwei stunden wieder wach wurde, ließ ich sie alleine wach werden (mit kauknochen und so zeug). dann gingen wir wieder. nachmittag das selbe. und abends noch ein spaziergang. das wars. zwischen den gassis hat sie IMMER geschlafen, fast nie etwas zerstört (hab ihr schnell gezeigt, was sie darf und was nicht). auch nachts war sie schon immer total brav.

was ich sagen will (bin heute etwas durcheinander :D meine maus wurde gestern läufig :bd: ): wenn ICH ruhe gebe und nicht um den hund rumlaufe oder so, merkt das tier, dass jetzt pause ist und nimmt diese dankend an.
ABER: lina ist total unruhig, wenn ich ab und zu bei meinen eltern zu besuch bin. dort ist IMMER was los, es kommen und gehen leute, alles ist neu und aufregend. außerdem gehen wir länger und öfter spazieren als daheim (wald gleich vor der tür). dann schläft sie auch nachts lang nicht so ruhig!! und sie wacht früher auf! dh, bei doppelter "anstrengung" schläft sie nur halb so viel...

also: tempo reduzieren, für ruhe sorgen (katzen, kinder, meerschweinchen aus dem hunde-schlaf-zimmer verbannen?!).

viel glück!
lg,
violet

ElkeG
09.02.2004, 12:07
Ich kann violet nur zustimmen. Bei uns läuft´s genauso und das klappt prima (Betsy ist jetzt auch 6 Monate alt). Morgens geht mein Mann kurz mit ihr (ca. 15 Minuten), dann mache ich vormittags eine größere Runde (ca. 30 - 45 Minuten), nachmittags nochmal ca. 30 Minuten und abends nochmal ca. 20 Minuten. Ab 20 Uhr ist dann bei uns Schluß. Da wird auch nicht mehr gespielt. Das klappt prima. Betsy kuschelt dann auf der Couch und gibt auch Ruhe. Um ca. 22 - 22.30 h wird noch ein Mal im Garten kurz Pipi gemacht und dann geht sie in ihr Körbchen in der Küche und schläft. Da ist dann auch Ruhe - egal wie oft wir noch an ihrem Körbchen vorbeikommen - Betsy schläft.

Ich denke wirklich, der Hund muß Ruhe lernen. Ich finde es nicht sehr sinnvoll noch bis Mitternacht zu spielen. Das haben wir gleich von Anfang an nicht gemacht. Klar wird tagsüber bei uns auch gespielt, aber nicht mehr abends. Am Anfang hat sie das natürlich versucht, Spielzeug gebracht, rumgerannt usw. Aber wir haben das vollkommen ignoriert. Dann hat sie nach kurzer Zeit auch die Lust verloren und genießt jetzt mit uns zusammen das Faulenzen auf der Couch.

Katrin_Billa
09.02.2004, 13:20
Hallo Joelina,

ich finde, das was Du schreibst klingt so, als hättest Du Dich schon gut mit dem Thema auseinandergesetzt. Natürlich muss man immer am Ball bleiben und viel Zeit investieren - aber ich wollte zu Deiner Unterstützung doch mal loswerden, dass sich vieles einpendeln wird. Dein Hund ist noch sooo jung - wenn Du die fachkundigen Tipps aus dem Forum beherzigst und dem Kleinen ab und zu Rückzugsmöglichkeiten und Ruhe bietest, wird sich das bestimmt geben.

Bei meinem energischen kleinen Terrier war es jedenfalls so - irgendwann hat man einen gewissen Rhythmus und Tagesablauf, an den auch der Hund gewohnt ist, dann will er auch mal seine Ruhe und pennen. Bei Billa habe ich das erstmals so mit einem Jahr bemerkt - dass sie wirklich schlafen will und nicht einfach nur müde umfällt, weil es nicht mehr anders geht...

Natürlich ist bei Euch zuhause immer viel los mit Kindern, Katzen und Meerschweinchen - da ist es doch ganz gut, einen Hund zu haben, der das verkraftet und nicht überfordert ist.

Wenn die Lösung mit der Leine nachts für alle Beteiligten o.k. ist, finde ich sie gar nicht so schlecht. Natürlich solltest Du daran arbeiten wie Rüsselterriene oben beschrieben hat - aber mach Dich nicht verrückt, das wird schon.

Halt' die Ohren steif ;)

Katrin

Joelina
09.02.2004, 23:13
Also...

Ich hab gestern folgendes versucht:

Um 23.00 ganz normal raus dabei hab ich ihn abgeleint (in einem kleinen Parkweg) und mit ihm gespielt. Nachts ist ja Niemand mehr unterwegs, und die Vögel schlafen auch alle :D .

Danach wurde er gefüttert und ich hab ihn auf seinen Platz geschickt (vor unsrem Bett, wo er nachts immer schläft).
Da hat er sich dann hingelegt, zwar nicht geschlafen aber immerhin.

Beim Schlafengehen gab´s kein Spielen mehr und ich hab ihm extra einen Knochen aus Rinderhaut gegeben, auf dem er endlos rumkauen kann (geht wohl nicht so schnell kaputt).

War unfreiwillig bis 5 Uhr nachts wach, weil mein Baby krank ist und nicht schlafen konnte/wollte.
Er lag da selig und schlief und schlief und schlief und schlief immer noch als ich morgends um 10! Uhr von meinem Freund (hat Gott sei Dank frei gehabt) geweckt wurde. :D

Heute war ich schon um 22 Uhr mit ihm draussen und jetzt liegt er auf seinem Platz und ist tatsächlich schon eingeschlafen!

Ich fass es nicht:eek:

Mal sehen wie´s weitergeht, vielleicht wird er ja langsam alt :D

Joelina

sporty
10.02.2004, 06:25
siehst du ihr macht fortschritte.
weiter so das wird klappen.

nicole

silly
15.02.2004, 00:11
Ich wünsche Dir, dass es so bleibt, viel Glück dabei!

Schön, mal Erfolgsberichte zu lesen.

:wd:

Liebe Grüße
Silly :cu:

Tasi
16.02.2004, 20:58
Huhu!
Habe selber einen Jacky und weiss was du meinst. Ich gehe alle 2 tage mit ihr 2 Stunden im Feld raus, ansonstens morgens mittags und abend eine runde. Meine mutter geht auch noch oft nachmittags wenn ich arbeiten bin mit ihr raus.
Meistens geht meine beste freundin noch mit mit ihrem Dalmatiner, und die beiden toben sich richtig aus.
ich denke nicht, dass du zu wenig machst. Aber auch bei jacky gibt es hunde die nie müde werden, z.b. habe ich mal eine frau beim TA mit einem Jacky getroffen, die gesagt hat, das sie sich auf ihren roller setzt und so mit ihrem Hund "gassi" geht/fährt, damit er ausgelastet ist. Finde ich ganz ehrlich nicht so doll.
Als ich das gehört habe, habe ich mich gefreut, dass meine im gegensatz dazu noch sehr ruhig ist, meine kleine wird bald aber auch 2 jahre alt, d.h. sie ist schon viel ruhiger geworden.
Als sie noch so ca. 1 Jahr alt war, und ich 2 Stunden mit ihr draußen war, sind wir heimgekommen und sie ist noch ca 5 minuten in der wohnung gerannt, als ob sie keinen auslauf bekommen würde. das war echt deprimierend. Sie wurde kastriert und ist auch so viel ruhiger geworden.
dein jacky ist noch klein, ich denke das wird sich mit der zeit geben und erwird auch noch ruhiger werden. =)
:wd: nathi und tasi

satyrlittlewolf
16.02.2004, 23:47
Erst mal Glückwunsch zum Erfolg. Aus der Ferne kann ich nicht beurteilen, ob der Hund über oder unterfordert ist. Aber zum Einen sind Russel recht agil und zum Anderen ist Dein Hund ja noch jung.

Jetzt scheint ihr das ja allein zu schaffen, ansonsten hätte ich folgenden Rat von mir mir gegeben, den ich euch jetzt trotzdem ins Büchlein schreibe. Mein Hund bekommt seine Sachen die er zerbeißen kann. Er liebt mit Leckerchen präparierte Hüttenschuhe und hat immer einen Büffelhautknochen herumliegen. Von meinen Sachen hat er so noch nichts kaputt gemacht. Will sagen, manchmal führen Ersatzbefriedigungen zur Unterlassung unerwünschten Verhaltens.
Auch die aromatherapie kann eine ruhige Nacht positiv beeinflussen. Z.B. Lavendel im Verdampfer. Eine weitere gute und sinnvolle Begleitung können auch Bachblüten sein. Um jedoch eine sinnvolle Mischung der Essenzen zu verabreichen, muß der Therapeut die Lebensumstände des Hundes kennen lernen.
Ansonsten habe ich bei meinem Hund die Erfahrung gemacht, dass selbst stundenlanges Laufen nicht ausreicht, damit er zufrieden ist. Jeden Tag braucht er auch verschiedene Spiele, die seine Nase anstrengen und verschiedene Übungen, die seinen Kopf fordern. Wenn euer Hund tagsüber unerwünscht aufdreht, hilft konsequente (!!!!) Ignoranz. Bei der Hundeerziehung und Ausbildung muß die ganze Familie an einem Strang ziehen. Sonst wird der Hund euch gegeneinander auspielen, seinen Willen durchzusetzen. Und Russel sind alles Andere als dumm. Denen fällt für alles eine Lösung ein.

Ihr schafft das schon. Weiter machen!:wd: