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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : bin verzweifelt ...meine Schuld???



Diva
05.02.2004, 12:40
vielleicht hat vor kurzem jemand meinen Beitrag weiter unten ( http://www.zooplus.de/app/WebObjects/ZooShop.woa) gelesen, wo ich über den Liebeskummer meines Rüden geschrieben habe .... nun habe ich echt den Verdacht, dass es eher an der Rangordnung liegt.
Vielleicht könnt ihr mir helfen, wenn ich euch folgende Situation beschreibe:

Mein Tibet rüde, 7 Jahre (unkastriert und "normaldominant") terrorisiert mich und meinen Mann seit 2 -3Wochen folgendermassen: schon 1-2 Stunden vor seiner normalen Gassizeit läuft er aufgeregt hin und her und pfiept. Spielen will er nicht, schmusen auch nicht ...nur raus und am Pipi läufiger Hündinnen lecken (manchmal vergisst er darüber sogar zu kacken *knirsch*). Er hatte schon öfter solche Phasen aber länger als max 3 Tage haben die nie gedauert.
Nun ist es so, das wir
1.) umgezogen sind. Wir wohnen jetzt seit 4 Monaten in einer Gegend mit viel mehr Hunden wie vorher ...vielleicht liegt es daran...? Ist natürlich auch mehr zu schnüffeln ;)
2.) bekommen wir in 1 Monat unser erstes Kind. Das heißt, ich als ursprüngliche Rudelcheffin, habe die Hauptaufgaben (Füttern, Kämmen und Gassigehen) an meinen Mann abgegeben, weil ich es momentan nicht mehr alles schaffe, voel liegen muss und weil mein Hund auch meinen Mann als mir gleichberechtigt anerkennen soll. Das "Programm" läuft schon seit ein paar Monaten. Nur bin ich mir nicht sicher, ob es funktioniert, oder ob uns der Hund, durch sein Generve zeigen will, dass er die Situation nicht akzeptiert.
Natürlich rennen wir nicht mit ihm raus, wenn er den Tanz aufführt, sondern halten schon mehr oder weniger genervt bis zur ursprünglichen Zeit surch. Aber das kann doch nicht das Wahre sein ...ihn zu ignorieren, oder?
Bin echt am verzweifeln. Ansonsten ist er eigentlich wie immer. Frisst gut und zeigt auch sonst keine Dominanzprobleme. Außer bei anderen Rüden auf der Gassirunde, die er immer behöckern will.
Wenn wir aber mal ne freundliche Hündin treffen, die nicht läufig ist, hat er nicht mal viel Lust zum spielen, sondern rennt gleich weiter zur nächsten "Leckstelle". Es nervt echt und ich weiß nicht, was werden soll, wenn im März unser Baby kommt, da kann ich mich erst recht nicht ausschließlich nach den Wünschen des Hundes richten.
Weiß jemand Rat??? Gebe auch gern weitere Auskünfte.

Katja & nervender Gismo

jule-bo
05.02.2004, 13:09
Hallo Katja :cu:

Das Problem kommt mir bekannt vor, habt ihr da bei euch eine Läufige Hündin?

Warscheinlich hat dein Hund ein starken Sexualtrieb, und macht deshlb son aufstand, weil er weiß , wenn Gassi zeit ist , kann er vieleicht die Hündin treffen und sein Bedürnis nachgehen.

Ich würde sagen , lass dein HUND Kastrieren, dann bekommst Du ihn auch wieder in den Griff.

Unser Hund war genauso, es war schrecklich, immer dieses gesabber und gejaule , das nervt irgend wann .

Also, wie gesagt eier ab :p

LG jule

jule-bo
05.02.2004, 13:12
...achso, oder Du fragst mal dein TA, der müßte das auch wissen.

LG jule:cu:

Diva
05.02.2004, 13:23
hallo Jule,

klar, im Grunde ist so eine Kastration schon eine gute Sache. Nur ist mein Hund schon über 7 Jahre alt und außerdem herzkrank. Also wäre so eine OP schon mit einem gewissen Risiko verbunden, was ich ungern eingehen würde.
Außerdem ging es bisher ja auch so ... nur seit dem Umzug ist das Generve riesig. Sicher lauern hier an jeder Ecke heiße Damen ....:D
....aber Kastration soll für uns eigentlich der letzte Ausweg sein.

Es muss doch noch ne andere Lösung geben ...?!

jule-bo
05.02.2004, 13:39
...hmmm, hast Du dein TA mal gefragt was man noch machen kann auser Kastrien?

Ich benutze z..B auch mal die Bachblüte, wenn ich nicht weiter weiß. Das schadet beim Herzkranken Hund nicht.


LG jule

P.S. Hier mal ein Link über Bachblüten

http://www.die-tierheilpraktiker.de/frames/frame_problemhilfen.html

Diva
05.02.2004, 13:48
danke für den link. werde gleich mal reinschauen, weil ich das schon immer mal wissen wollte.
Hilft das wirklich??

jule-bo
05.02.2004, 14:14
Original geschrieben von Diva
danke für den link. werde gleich mal reinschauen, weil ich das schon immer mal wissen wollte.
Hilft das wirklich??

...die Bachblüte wird genau auf dein Hund abgestimmt, ob das Hilft? Bei unserem Hund hat das immer was gebracht.


Aber vieleicht können Dir hier noch die anderen ein Tipp geben.

LG jule

sunshine
05.02.2004, 21:26
Hi

habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, daß euer hund einfach im Moment etwas überfordert sein könnte.

Siehs doch mal so:

Alles um ihn herum verändert sich -
- ihr seit umgezogen (umzugsstress/kartons/einräumen)
- du kümmerst dich weniger um ihn
- dein mann übernimmt deine aufgaben
- im neuen haus/wohnung wird oft gewerkelt/umgeräumt (Vorbereitung Baby)
- du veränderst dich
- dein hund spürt mit sicherheit auch die Veränderung die kommt

(alles nur eine Vermutung von mir - Oder lieg ich falsch?)
meinst du nicht - das dieses Verhalten nicht unbedingt was mit einer läufigen Hündin oder einem Dominazproblem sondern einfach durch o.g. Gründe kommen könnte????!!!!!

Versucht einfach eurem hund so viel "alte gewohnheiten" wie möglich zu bieten. Ich denke dann wird das wieder anders.

???!!!

Diva
06.02.2004, 11:50
Original geschrieben von sunshine
Hi

habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, daß euer hund einfach im Moment etwas überfordert sein könnte.

Siehs doch mal so:

Alles um ihn herum verändert sich -
- ihr seit umgezogen (umzugsstress/kartons/einräumen)
- du kümmerst dich weniger um ihn
- dein mann übernimmt deine aufgaben
- im neuen haus/wohnung wird oft gewerkelt/umgeräumt (Vorbereitung Baby)
- du veränderst dich
- dein hund spürt mit sicherheit auch die Veränderung die kommt
???!!!

da hast du sicherlich total recht. habe ich auch schon daran gedacht. ich versuche auch so viel normalität wie möglich beizubehalten, nur manche dinge gehen eben nicht im moment. und auch wenn mich viele hier angreifen werden, für diese meinung, denke ich immer noch: ein hund ist ein tier und kommt einfach in der rangordnung an allerletzter stelle. jeder mensch muss vorgehen. ein baby erst recht.
Aber sicher, alles war und ist noch etwas stressig für ihn, obwohl er schon 5 mal umgezogen ist und der umzug nun schon ne ganze weile her ist.
auf die läufigen hündinnen komme ich deshalb, weil er draußen wie ein irrer leckt. ich kenne da meinen hund.
Ich denke das momentane problem ist eine mischung aus überforderung, sexualtrieb und rangordnungsunsicherheit (nenne ich es mal). Nur was soll ich denn dagegen tun???
DENN: sicher ist: wenn das Baby erst da ist, wird sich die ersten 6 Monate sicher nichts an der momentanen Situation ändern. erst wenn ich mich/ wir uns mit der Kleinen eingewöhnt haben, kann ich mich auch wieder annährend wie früher um den Hund kümmern.