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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FIP-Titer 1:400



Tienchen
05.02.2004, 07:41
Hallo,

ich habe bei meiner Katze einen Bluttest auf FIP,FIV und Leukose machen lassen.

Als ich das Ergebnis bekam, war ich etwas erschreckt. FIV und Leukose waren negativ. Aber sie hat einen FIP-Titer von 1:400!
Sie sieht aber sehr gesund aus, ist munter und zeigt keine Erscheinungen einer Krankheit.

Im Internet herrschen ja die unterschiedlichsten Meinungen dazu. Was soll ich nur davon halten? Ist dieser Wert sehr bedenklich? Kann es auch sein, dass er sich wieder senken wird?

Grüße
Tienchen

Rebella
05.02.2004, 08:30
Hallo Tienchen,

ich habe Dir hier einen Beitrag huchgeschubst, in dem mir genau Deine Frage sehr gut beantwortet wurde.

Du kannst auch in die Such-Funktion "Titer" eingeben und findest viele weitere Beiträge.

Aber erst einmal: Beruhigung!! Meine Paula hat auch einen Titer von 1:400. Das heißt aber erst einmal gar nichts, außer das sie mal mit Corona Viren in Kontakt gekommen ist. Die Gefahr das FIP ausbricht liegt bei ca 5% bis max 10%. Dazu muss das Virus erst mutieren.

Viele Katzen haben einen Titer. Und nur wenige bekommen FIP. Aber das ist in dem anderen Beitrag ganz ausführlich beschrieben!!

Alles Gute für Deine Katze!

:cu: Rebella

Tienchen
05.02.2004, 10:00
Hallo,

vielen Dank für den Tip zu dem Beitrag weiter unten.

Aber ganz schlau bin ich jetzt immer noch nicht. Das war nämlich so. Ich hatte diese Katze eigentlich als Zuchtkatze gekauft. Mit diesem hohen Titer-Wert kann ich Sie aber nicht beim Deckkater decken lassen. Darum verstehe ich jetzt nicht so ganz, wie es zu diesem hohen Titer-Wert kommen konnte.

Wie ich gelesen habe, gibt es so gut wie keine Katzen, die nicht irgendwann mal mit Corona-Viren in Kontakt gekommen sind. Darum gibt es wohl auch keine Katze mit einem 0-Titer. Aber gleich 1.400?? Wenn sie 1:25 gehabt hätte, ok.

Wird sie nun immer diesen Titer haben oder schwankt der? Ich habe gelesen, man soll Stress vermeiden, wenn der Titer so hoch ist. Kann es auch sein, dass der Titer überhaupt durch Stress nur so hoch wurde? Ich bin vor kurzem erst umgezogen, darunter leidet eine Katze auch.

Hat jemand von Euch schon mal die Erfahrung gemacht, dass ein 1:400 Titer wieder gesunken ist?

Grüße
Tienchen

Scheder
05.02.2004, 10:28
hallo tienchen!

bei hr. argos ist der titer wieder gesunken (war auch 1:400).
nur den genauen "gesunkenen" wert weiß ich jetzt nicht auswendig ... kann nur abends nachschauen u. dir morgen durchgeben.

bei argos war der titer - wahrscheinlich - aufgrund einer augenentzündung erhöht.

lg
conny

Pikephish
05.02.2004, 10:30
Hi Tienchen!

Meine Tigraine hatte auch Verdacht auf FIP, daher hatte ich mich ein wenig informiert.
Also, so wie ich das verstanden habe, ist es so, daß auch die Höhe des Titers nicht zwangsläufig eine Aussage trifft über die Wahrscheinlichkeit eines Krankheitsausbruchs. Es gibt auch Katzen, die mit einem relativ niedrigem Titerwert an FIP gestorben sind, nämlich dann, wenn das Immunsystem schon nicht mehr in der Lage war Antikörper zu bilden.
1:400 kann auch bedeuten, daß Deine Katze erst kürzlich Kontakt mit Corona-Viren hatte, dann wäre das ein typischer Wert. Später wird dann der Wert wieder absinken. 1:25 hieße nämlich, daß Dein Katze vor längere Zeit mal mit Corona-Viren zu tun hatte.

Korrigiert mich wenn ich falsch liege.

Alles Gute noch weiterhin mit Deiner Katze!
Grüße:cu:

Renate W.
05.02.2004, 10:39
Original geschrieben von Tienchen
Mit diesem hohen Titer-Wert kann ich Sie aber nicht beim Deckkater decken lassen. Darum verstehe ich jetzt nicht so ganz, wie es zu diesem hohen Titer-Wert kommen konnte.

Das heißt, der Deckkaterbesitzer verlangt von dir den Titer-Wert, und zwar deshalb, weil die Möglichkeit besteht, dass deine Katze als Virenausscheiderin fungiert. Das würde bedeuten, dass dann auch der Deckkater eine Coronavireninfektion durchmacht - und unter Umständen der ganze Bestand gleich mit.

Welche Unterlagen hast du bekommen, als du die Kätzin gekauft hast? Auch einen Befund über "Test auf Antikörper gegen Coronaviren"?
Wie alt war sie? War sie zwischenzeitlich krank?
Wie sieht es bei deinen Katzen aus? Sind deine Katzen "negativ"?


Wie ich gelesen habe, gibt es so gut wie keine Katzen, die nicht irgendwann mal mit Corona-Viren in Kontakt gekommen sind. Darum gibt es wohl auch keine Katze mit einem 0-Titer.

Da hatten wir eine angeregte Diskussion in einem anderen Forum. Sehr viele Züchter wollten mir weismachen, dass es keine Zuchtkatzen gibt, die Titer 0 haben. Und auf einmal kamen die Antworten von Züchtern, dass sie mit "negativen" Tieren züchten. Es gibt sie also, die 0-Titer Katzen.


Wird sie nun immer diesen Titer haben oder schwankt der? Ich habe gelesen, man soll Stress vermeiden, wenn der Titer so hoch ist. Kann es auch sein, dass der Titer überhaupt durch Stress nur so hoch wurde? Ich bin vor kurzem erst umgezogen, darunter leidet eine Katze auch.

Diese Antwort kann man nicht schlüssig beantworten. Es kann ohne weiteres sein, dass der Titer durch den Stress der Übersiedlung so hoch wurde. Ich würde dir empfehlen, die Titer-Bestimmung in ca. 6 Wochen wiederholen zu lassen.


Hat jemand von Euch schon mal die Erfahrung gemacht, dass ein 1:400 Titer wieder gesunken ist?

Ich habe - auch hier im Forum - darüber gehört, dass der Titer wieder gesunken ist.

Persönlich habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass der Titer 1:400 (nach mehrmaligem testen) nicht gesunken ist.

Solltest du den Artikel aus Katzen extra nicht kennen, so findest du ihn - neben anderen Infos zu FIP - auf meiner Homepage unter "Krankheiten".

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
:cu: :cu:

Tienchen
05.02.2004, 10:51
Welche Unterlagen hast du bekommen, als du die Kätzin gekauft hast? Auch einen Befund über "Test auf Antikörper gegen Coronaviren"?
Wie alt war sie? War sie zwischenzeitlich krank?
Wie sieht es bei deinen Katzen aus? Sind deine Katzen "negativ"?



==> Ich habe, als ich diese Katze gekauft habe, keinen Test an sich bekommen, sondern nur dieses "einfache" Gesundheitszeugnis, das der Tierarzt ausstellt, in dem steht, dass die Katze gesund und frei von Parasiten ist. Außerdem dass die Elterntiere Leukosefrei sind. Ein Bluttest wurde mit dieser Katze erst jetzt gemacht. Sie ist jetzt ein Jahr alt. Bekommen habe ich sie mit 14 Wochen. Krank war sie nie. Nur als ich sie zu mir holte, hatte sie wohl eine Infektion, sie nahm ein bis zwei Wochen nicht richtig zu, fraß fast nichts und übergab sich oft. Auf anraten der Züchterin gab ich ihr Diätkost (gegarte Hüherbrust).

Anstonsten macht sie einen ganz normalen Eindruck.

Meine anderen Katzen habe ich noch nicht testen lassen. Mein TA hält nicht viel von diesem Test, da er angeblich überhaupt nichts aussagt und nur "Geldverschwendung wäre". Hmmm, ist nicht einfach... auch zur Leukoseimpfung musste ich ihn erst überreden...

Renate W.
05.02.2004, 11:36
Original geschrieben von Tienchen
Ich habe, als ich diese Katze gekauft habe, keinen Test an sich bekommen, sondern nur dieses "einfache" Gesundheitszeugnis, das der Tierarzt ausstellt, in dem steht, dass die Katze gesund und frei von Parasiten ist. Außerdem dass die Elterntiere Leukosefrei sind. Ein Bluttest wurde mit dieser Katze erst jetzt gemacht. Sie ist jetzt ein Jahr alt. Bekommen habe ich sie mit 14 Wochen. Krank war sie nie. Nur als ich sie zu mir holte, hatte sie wohl eine Infektion, sie nahm ein bis zwei Wochen nicht richtig zu, fraß fast nichts und übergab sich oft. Auf anraten der Züchterin gab ich ihr Diätkost (gegarte Hüherbrust).

Es wird sich sehr schwer nachweisen lassen, wo die Coronavireninfektion stattgefunden hat - bei der Züchterin - oder bei dir selbst?

Es wäre auch möglich, als du sie mit 14 Wochen zu dir geholt hast, dass da die Coronavireninfektion stattgefunden hat. Hatte sie vielleicht - neben den anderen Symptomen - auch Durchfall?


Anstonsten macht sie einen ganz normalen Eindruck.

Natürlich macht sie einen ganz normalen Eindruck. Ob die Coronaviren jemals zu FIP-Viren mutieren, weiß niemand.
Wäre die Katze jetzt bei mir, wäre das kein Problem - bin ja nur Liebhaberin. Aber in deinem Fall sieht die Sache schon ganz anders aus. Du solltest den Titer in einiger Zeit nochmals bestimmen lassen und sollte er unverändert sein, die Katze nicht zur Zucht einsetzen. Sorry, das ist meine Meinung und so würde ich handeln.


Meine anderen Katzen habe ich noch nicht testen lassen. Mein TA hält nicht viel von diesem Test, da er angeblich überhaupt nichts aussagt und nur "Geldverschwendung wäre". Hmmm, ist nicht einfach... auch zur Leukoseimpfung musste ich ihn erst überreden...

Darum ist es noch viel schwieriger, woher die Coronaviren kommen. "Überhaupt nichts aussagt" bei einer Zuchtkatze - mir stellen sich alle Haare auf. Einem Liebhaber das zu sagen, ist schon was ganz anderes.

Soweit ich informiert bin, ist in vielen Vereinen die FeLV-Impfung Pflicht. Wieso musstest du den Tierarzt überreden .......
:cu: :cu:

Tienchen
05.02.2004, 11:52
Original geschrieben von Renate W.


Es wird sich sehr schwer nachweisen lassen, wo die Coronavireninfektion stattgefunden hat - bei der Züchterin - oder bei dir selbst?

Es wäre auch möglich, als du sie mit 14 Wochen zu dir geholt hast, dass da die Coronavireninfektion stattgefunden hat. Hatte sie vielleicht - neben den anderen Symptomen - auch Durchfall?



Natürlich macht sie einen ganz normalen Eindruck. Ob die Coronaviren jemals zu FIP-Viren mutieren, weiß niemand.
Wäre die Katze jetzt bei mir, wäre das kein Problem - bin ja nur Liebhaberin. Aber in deinem Fall sieht die Sache schon ganz anders aus. Du solltest den Titer in einiger Zeit nochmals bestimmen lassen und sollte er unverändert sein, die Katze nicht zur Zucht einsetzen. Sorry, das ist meine Meinung und so würde ich handeln.



Darum ist es noch viel schwieriger, woher die Coronaviren kommen. "Überhaupt nichts aussagt" bei einer Zuchtkatze - mir stellen sich alle Haare auf. Einem Liebhaber das zu sagen, ist schon was ganz anderes.

Soweit ich informiert bin, ist in vielen Vereinen die FeLV-Impfung Pflicht. Wieso musstest du den Tierarzt überreden .......
:cu: :cu:



... es ist leider sehr schwierg eine guten TA zu finden, der einem bei der Zucht unterstützt und gut berät. Ich bin mittlerweile beim dritten TA. Der aktuelle hält nicht viel von Impfungen, die weiter gehen als Schnupfen und Seuche. Mein erster TA hat vermutlich bei einer anderen Katze einen Daruminfekt übersehen, der später sich zu einem Darmverschluss entwickelte. Der zweite TA teilte mir plötzlich mit, dass die Pille Suprestral vom Markt genommen wird. Ich damals natürlich total entsetzt. Aber anstatt mir zu sagen, keine Sorge, er kann mir auch Perlutex bestellen, sagte er nur: "Kastration! Das ist am einfachsten!". Und er wusste genau, dass ich mit dieser Katze züchten will.

Als Kitten hatte sie damals keine Durchfall.

Gibt es eigentlich unterschiedlich starke Corona-Infektionen? Da es ja auch unterschiedlich hohe Titer gibt.

Mein TA meinte noch, es wäre praktisch unmöglich, dass sich eine Zuchtkatze nicht mit Corona-Viren infiziert. Das kann überall passieren, wenn eine Neue dazukommt, auf Ausstellungen, Deckkater, usw.

Ist es also nur bedenklich, mit einer Katze zu züchten, die eine Titer über 1:25 hat?

Ich werde diesen Test auf jeden Fall in 6 Wochen nochmals machen lassen. Gibt es auch einen Test nur auf FIP, oder ist der immer kompiniert FIP/FIV/Leukose?

Renate W.
05.02.2004, 12:27
Hallo Tienchen,

überhaupt einen guten Tierarzt zu finden ist sehr schwierig. Erst recht einen, der sich mit Vorschriften, also allgemein mit Zucht, auskennt bzw. bereit ist, eine Züchterin zu unterstützen. Du selbst kannst nur immer weiter suchen ........


Gibt es eigentlich unterschiedlich starke Corona-Infektionen? Da es ja auch unterschiedlich hohe Titer gibt.

Das ist eine sehr gute Frage und deine Vermutung leuchtet eigentlich auch ein. Da ich es aber nicht sicher weiß, wäre es nicht richtig von mir, hierauf eine Antwort zu geben.


Mein TA meinte noch, es wäre praktisch unmöglich, dass sich eine Zuchtkatze nicht mit Corona-Viren infiziert. Das kann überall passieren, wenn eine Neue dazukommt, auf Ausstellungen, Deckkater, usw.

Wenn eine neue Katze dazukommt und sie vorerst nicht in Quarantäne gehalten wird, kann das schon sein, weil übertragen werden die Viren durch Kot und Speichel (habe ich jetzt was vergessen???oder verwechselt, schaue abends dann noch einmal nach). Auf Ausstellungen?? - kommt die Katze da mit dem Kot und Speichel anderer Katzen in Berührung - sorry, da habe ich keinerlei Erfahrungen.

Deckkater - würde meine Kätzin auch nur zum Kater lassen, hätte ich ein negatives Attest.

Es ist nicht bedenklich, sondern eine reine Gewissensfrage.
Ich persönlich würde nur mit einer Katze züchten, die einen Titer <1:25 hat.

Es gibt den sogenannten "FIP-Test" auch allein.
:cu:

Jennifer L.
05.02.2004, 12:43
Mein Birma-Kater ist mit einem Titer von 1:400 gestorben...ich würde es nicht auf die leichte Schulter nehmen!
Eine Zucht mit so einem Titer wäre schlichtweg verantwortungslos....

Kleeblatt
05.02.2004, 12:59
Sorry Jennifer, das ist Quatsch. Fast jede Katze hat einen mehr oder minder hohen Coronavirustiter, die Frage ist nur, ob es auch zu FIP führt. Und dazu sind weitere Faktoren notwendig.

Es gibt noch weitere Faktoren, die den Ausbruch dieser Krankheit begünstigen, nämlich:

1. Stress
2. viele Katzen auf kleinem Raum
3. schwaches Immunsystem (z. B. durch FIV oder FeLV o. ä.)

und DAS WICHTIGSTE:

4. genetische Disposition

Es gibt Zuchtlinien, in denen viele Kitten an FIP gestorben sind und die mit Kitten aus Würfen aufgewachsen sind, in denen nie etwas passiert sind. Bei manchen Linien ist schon identifiziert, wo die FIP-Disposition herrührt.

Das wichtigste beim Züchten ist immer, dass man die Linien kennt. Ich würde nie mit einer Katze züchten, bei der Vorfahren an FIP gestorben sind (und wo das durch eine Sektion belegt ist, dass es auch tatsächlich FIP war).

Die Titertesterei ist ausgemachter Blödsinn. Damit macht man nur den Tierarzt reich und meiner würde das nur bei einem begründeten FIP-Verdacht in Kombi mit weiteren Blutuntersuchungen überhaupt machen.

Die coronavirusfreie Zucht ist m. E. ein Verkaufsgag. Diese Viren kann man sich auch an den Schuhen hereintragen. So regelmässig kann man gar nicht testen!

LG
Steffi

Jennifer L.
05.02.2004, 13:12
Der Titer 1:400 ist eine Grenze, ab der Mann genauer schauen sollte, sprich weitere Untersuchungen. Der Titer ist ja keine Diagnose, sondern nur ein Anhaltspunkt!! Ich war in genug Kliniken und bei zahlreichen TÄ und Tierheilpraktikern, alle meinten es so.
Und es gibt Zuchten die komplett Virenfrei sind! Man sollte eher darauf aufbauen, diese weiter zu führen, anstatt mit Katzen zu züchten die einen hohen Titer haben! Das geht an die Kitten weiter und die verkraften das vielleicht nicht so gut und bei denen bricht es dann aus! So wird es immer weitergeführt, immer mehr werden angesteckt und immer mehr sterben an FIP!
Mein Nächstes Birmchen kommt aus einer sehr guten Zucht, er wird mit Gesundheitszeugnis und Bluttest abgegeben, da kann ich mir dann sicher sein, dass mein anderer Kater mit sowas nicht in Berührung kommt!
Man kann bei Katzen Stress nicht total vermeiden, es gibt immer Situation (z.B. Neuzugänge, Umzug etc.) wo eine Katze Stress hat. Genauso mit Krankheiten...z.B. Giardien sind im Moment sehr verbreitet, durch so etwas kann FIP ausbrechen und da ist die Wahrscheinlichkeit bei einem Titer von 1:400 um einiges höher wie bei 1:25!

Renate W.
05.02.2004, 13:12
Hallo Steffi,

.... als Verkaufsgag würde ich es nicht bezeichnen.
Ich habe für meinen Dusty (Perserkater) schriftlich einen Befund mit Titer 1:10. Das ich das nachtesten lasse (bei der Kastration, da geht's in einem "Aufwasch") ist doch wohl klar.
:cu: :cu:

Tienchen
05.02.2004, 13:15
Original geschrieben von Kleeblatt
Sorry Jennifer, das ist Quatsch. Fast jede Katze hat einen mehr oder minder hohen Coronavirustiter, die Frage ist nur, ob es auch zu FIP führt. Und dazu sind weitere Faktoren notwendig.

Es gibt noch weitere Faktoren, die den Ausbruch dieser Krankheit begünstigen, nämlich:

1. Stress
2. viele Katzen auf kleinem Raum
3. schwaches Immunsystem (z. B. durch FIV oder FeLV o. ä.)

und DAS WICHTIGSTE:

4. genetische Disposition

Es gibt Zuchtlinien, in denen viele Kitten an FIP gestorben sind und die mit Kitten aus Würfen aufgewachsen sind, in denen nie etwas passiert sind. Bei manchen Linien ist schon identifiziert, wo die FIP-Disposition herrührt.

Das wichtigste beim Züchten ist immer, dass man die Linien kennt. Ich würde nie mit einer Katze züchten, bei der Vorfahren an FIP gestorben sind (und wo das durch eine Sektion belegt ist, dass es auch tatsächlich FIP war).

Die Titertesterei ist ausgemachter Blödsinn. Damit macht man nur den Tierarzt reich und meiner würde das nur bei einem begründeten FIP-Verdacht in Kombi mit weiteren Blutuntersuchungen überhaupt machen.

Die coronavirusfreie Zucht ist m. E. ein Verkaufsgag. Diese Viren kann man sich auch an den Schuhen hereintragen. So regelmässig kann man gar nicht testen!

LG
Steffi


man den Schuhen kann man den Virus sogar einschleppen? Ich habe schon verzweifelt gegrübelt, wo sich meine Katzen infiziert hat, da sie kein Freigänger ist, seit Anfang Dezember 03 nicht mehr auf Ausstellung war und keinen Kontakt zu Katzen hatten, die nicht zu meinem Bestand gehören.

Renate W.
05.02.2004, 14:14
Original geschrieben von Kleeblatt
Diese Viren kann man sich auch an den Schuhen hereintragen. So regelmässig kann man gar nicht testen!

Das höre ich heute zum ersten Mal, dass man die Viren mit den Schuhen hereintragen kann.

Hier ein Link:

http://www.vu-wien.ac.at/i123/spezvir/FIP1.html

Unter Epidemiologie steht:
Das Virus wird durch Kontakt übertragen, da es sich in allen Ausscheidungen und Sekreten findet. Von In-utero-Übertragung ist berichtet worden.

:cu:

Kleeblatt
05.02.2004, 14:19
Zitat (z. B. von der Seite: http://www.katzen-life.de/Katzenkrankheiten/infektionen.htm ) - das hat mir aber auch der TA bestätigt:

<< Ursache und Übertragung: Die FIP ist eine weitere häufige Infektionskrankheit der Katze, die durch ein Virus - ein Coronavirus - verursacht wird. Coronaviren werden von infizierten Katzen mit dem Stuhl ausgeschieden und von anderen Katzen über Mund und Nase aufgenommen. In der Umwelt bleibt das Virus bis zu 6 Wochen ansteckend. Deshalb ist eine Ansteckung nicht nur direkt von Katze zu Katze sondern auch über den kontaminierten Boden, Käfige, Decken, Kissen und Polster, Ess- und Trinkgefäße, Pflegeutensilien sowie über Hände und Kleidung der Menschen möglich. Besonders empfänglich sind Jungtiere. Das Coronavirus ist in den meisten Fällen recht harmlos. Etwa die Hälfte aller Katzen beherbergen dieses Virus in ihrem Darm. Und nur ein kleiner Teil dieser Katzen - etwa 5 % - erkrankt an FIP Wie kommt das? Die Wissenschaft ist derzeit der Meinung, dass es bei einigen Katzen, die das Coronavirus in sich tragen, zu Mutationen (= Änderung der Erbinformation) der Viren kommt. So werden die zunächst harmlosen Viren bösartig. Sie können dann aus dem Darm auswandern und über befallene Blutzellen (Makrophagen) den ganzen Körper infizieren. Offenbar schützt ein intaktes Immunsystem, insbesondere eine intakte zelluläre Immunabwehr, viele Katzen vor der FIP Eine Schwächung des Immunsystems, Stress und andere Infektionen fördern die Vermehrung der Coronaviren im Darm und erhöhen damit das Risiko, dass bösartige FIP-verursachende Coronaviren entstehen. >>>

LG
Steffi

Tienchen
08.02.2004, 09:23
Hallo,

ich habe meine Katze nochmals beim TA vorgestellt, aufgrund des Titer-Ergebnisse. Er hat sie genau untersucht. Dabei kam heraus, dass sie einen normalen, gesunden Eindruck macht, eine normale Körpertemperatur hat aber vor kurzem eine Zahnfleischentzündung hatte, die jetzt gerade fast überstanden ist.

Das machte mich stutzig. Kann so eine Zahnfleischentzündung etwas mit einem hohen Titerwert zu tun haben?

Grüße
Tienchen