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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Autoritätsproblem?



nivoe
04.02.2004, 06:56
Wir haben seit 3 Tagen einen Bernersenn-Rüden, 8 Monate alt. Er hört kein Stück auf unsere Kommandos, wenn er will macht er sitz, hat nur Flausen im Kopf und will spielen. Sein Vorbesitzer hatte uns gestern erst erzählt, daß der Berner ein Autoritätsproblem hätte. Er war in der Welpenschule, hatte auch schon den Begleitkurs angefangen - aber abgebrochen, weil der Rüde den Trainer 3x an der Nase rumgeführt hat. Wenn er will hört er auf Kommandos, aber sehr schwer. Auf " Komm" hört er überhaupt nicht. So ist er ein ganz lieber Kerl, und will auch, aber setzt es nicht um, oder kann es nicht. Vielleicht könnt Ihr uns helfen. Ist nicht so, daß wir keine Ahnung haben von Hunden. Mein Mann hatte selbst eine Hundezucht

Mr.Rick
04.02.2004, 08:07
Tschuldigung, aber was erwartet ihr nach 3 Tagen?

Ruhe, Routine, Respekt und Konsequenz sind das A und O. Übt keinen Zwang aus und lasst ihn sich erst einmal ein wenig an die neuen Gegebenheiten gewöhnen.

Baut Vertrauen zu ihm auf und lasst die Bindung wachsen. Thats it.

changale
04.02.2004, 09:47
Ich muß mich Michaela anschließen.

Nach 3 Tagen kannst Du bei einem Hund noch nicht erwarten, dass er alle Befehle sofort ausführt. Außerdem ist der Hund doch erst 8 Monate alt. Da sind die meisten Hunde in der Flegelphase und lassen sich nur ungern "herum kommandieren".

Das mit der Hundeschule und dem Abbruch weil der Hund angeblich dem Trainer 3x an der Nase herumgeführt hat, was immer das heißen soll, ist für mich nicht ganz einsichtig. Wenn jeder Hundebesitzer die Erziehung seines Hundes aufgeben würde, weil's ein paar Hindernisse gibt, dann hätten wir kaum erzogene Hunde in DE. Und wenn ein Trainer solche "Macken" nicht umgehen kann, dann ist es meines Erachtens kein guter Trainer.
Für mich hört's sich eher so an als ob der Vorbesitzer mit dem Training aufgegeben hat, weil's nicht ganz "einwandfrei" lief.

Laßt dem Hund Zeit und übt, übt, übt mit ihm (Loben nicht vergessen). Nach einer gewissen Zeit, wird er dann auch Eure Kommandos ohne Probleme ausführen....

Liebe Grüße,
Petra & die (auch sehr sturre) Husky-Rasselbande

yalima
16.02.2004, 20:31
für den hund. es ist für ihn aufregend genug jetzt in ein neues zuhause zu kommen. er wird das vielleicht eh noch nicht richtig verkraftet haben, was das jetzt alles doll. wo sind mein frauchen und herrchen? wo ist meine familie? was wollen die hier eigentlich von mir? außerdem bin ich in der pupertät und lass (wie oben schon erwähnt) sowieso nicht von JEDEM rumkommandieren. also lasst ihn mal erst einleben und dann klappt das bestimmt mit ganz viel liebe und leckerlies (sprech aus erfahrung). schimpfen bringt nicht wirklich viel, da bekommt der hund nur angst. gegen einen konnsequenten ton sagt keiner was. und immer schön loben und belohnen. so macht meine schon sitz wenn ich in die tasche lang, oder nur den zeigefinger heb (beispiel). viel glück noch.............:cu:

Tina2809
16.02.2004, 21:19
Ich empfehle "Das Kosmos Erziehungsprogramm" von Nicole Hoefs/ Petra Führmann.

Da steht so ziemlich alles drin, was man als Hundebesitzer wissen sollte, wenn man seinen Hund richtig erziehen möchte.

Das Wichtigste ist aber Geduld - der Hund ist nicht lange bei Euch und muss sich erstmal an die neue Umgebung und die Menschen gewöhnen, die von ihm jetzt Gehorsam erwarten.

Ausserdem befinden sich Hunde in diesem Alter gerne in einer Art Pubertät. Man sollte da also wirklich behutsam vorgehen und langsam in kleinen Schritten die grundlegenden Dinge trainieren.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Grüße
Tina

poekelmaus
17.02.2004, 11:32
Hallo!
Wie hier schon gesagt, gebt dem Hund die Möglichkeit sich einzugewöhnen und Bindung zu Euch aufzubauen. Nach 3 Tagen kann das nicht gehen und schon gar nicht bei einem 8 Monate alten Rüden. Beginnt wieder ganz von vorne mit der Erziehung, mit viel Lob und Motivation, dann wird das schon werden. Geht auch in eine Hundeschule, aber bitte in eine andere als der Vorbesitzer. Denn wenn ein "Trainer" aufgibt nach 3x an "der Nase herumführen", dann ist das keine Hundeschule. Da wären bei uns in der Schule keine Hunde mehr im Kurs. Also Geduld und Konsequenz und viel Zeit, dann klappt es ganz sicher!
Lg Ingrid

nelly14w
19.02.2004, 18:08
huhu!
ich habe mit meiner ausralian shepherd hündin nelly vor ca zwei jahren (da war ich 12) die begleithundeprüfung in einer privaten hundeschule gemacht. die ausbildung meines hundes (eher meine ausbildung) war sehr teuer,aber auch sehr erfolgreich.
du soltest dich mit deinem hund in einer guten hundeschule (nicht hundeplatz) anmelden,ohne dabei auf den preis zu achten.
dein hund befindet sich in der pubertät. diese ist zwischen dem 8. und 12. lebensmonat. in dieser phase entscheidet der hund,welchen platz er in der HIRARCHIE hat,und das ist für die UNTERORDNUNG deines hundes sehr wichtig!
in jedem hund stecken 98% wolf! das musst du dir klarmachen! wölfe gehen untereinander im rudel keineswegs zimperlich um! es gibt einen alpha (der solltest du für deinen hund sein) und dieser hat das sagen-ohne ausnahme!
der alpha hat bestimmte rechte,die er durchsetzen muss,um seine position klarzumachen und zu verdeutlichen (aufrechtzuerhalten!)
nur der alpha sitzt auf erhöhten stellen wie bett und sofa.
der alpha nimmt seine mahlzeit vor den anderen ein.
das herrchen geht immer zuerst durch die tür und andere engpässe.
besonders in den nächsten monaten musst DU dich durchsetzen! sonst ist es sehr schwer deinem hund die alpha position abzunehmen!
bleib konsequent!
kommandos darf dein hund niemals unterlaufen!
du gibst ihm leckerlis wenn er kommt und lobst ihn mit freudiger hoher stimme. kauf dir ein langes stück seil,und zieh heftig mit gleichzeitigem hier! kommando. dein hund muss merken,dass es aus hier keine andere möglichkeit gibt auszubrechen,als sofort (sonst ruck am 5 meterseil,gleichzeitig mit der stimme locken) zu dir zu kommen!!

es gibt viele weitere trainings möglichkeiten,ich helfe dir gerne wenn du fragen hast!!;)

email:
anikagoertz@gmx.de

viel erfolg!!