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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ungewohnte "stänkereien"



+violet+
03.02.2004, 21:31
hallihallo!

meine hündin ist jetzt ein jahr und ein monat alt - bisher war sie der friedlichste, sozialste hund wo gibt...

sie hat von kleín auf mit ALLEN hunden gespielt, sendet unmengen calming signals aus, hat sich bisher mit absolut jedem hund verstanden. hunde, die irgendwie grantig waren oder die sie angepöbelt oder -geknurrt oder -gebellt haben, hat sie entweder ignoriert oder ist davongelaufen.

tja. nun hat sich das scheinbar geändert... angefangen hat es mit einem deutschen schäfer. der kam angeleint auf uns zu, lina ist hingelaufen (ja, ich weiß, eine unsitte, aber ich hab ihn zu spät gesehen) und hat tatsäclich angefangen, ihn böse anzubellen! passiert ist nix. ein paar tage später ähnliche situation mit einem anderen hund: der saß beim besitzer, hat überhaupt nicht beschwichtigt. lina wurde unsicher, anstatt wegzulaufen hat sie angefangen zu bellen... ich konnte sie wegrufen (musste aber sehr ernst werden).
nun ist ihre abneigung gegen schäfer scheinbar wirklich ernst geworden: seit ein paar tagen (vielleicht eine woche...) will sie tatsächlich fast jeden schäfer anknurren, den wir treffen!! *schockiertbin* ich lege sie nun immer ab, damit sie gar nicht auf blöde ideen kommt...
außerdem fängt sie an "zurückzustänkern": wenn ein hund sie anknurrt oder so, läuft sie nicht weg oder beschwichtigt, sondern steigt darauf ein!! ich finde das furchtbar, es macht mir bauchschmerzen... sie hat das vorher noch NIE gemacht, seit etwa zwei wochen wird es immer ärger. am ärgsten ist es, wenn zumindest einer der beteiligten an der leine ist. freilaufend pöbelt sie nur schäfer an...

hunde, die sie beschwichtigen oder die wedeln, begrüßt sie vollkommen normal.

ach ja, NUR bei schäferhunden fängt sie von sich aus an zu stänkern, bei anderen hunden steigt sie "nur" ein.

was soll ich tun??? ich quittiere eben jedes knurren oder böse bellen mit einem scharfen "nein" und lasse sie liegen oder rufe sie weg...
kann es sein, dass meine maus (die alle immer als sooooooo lieb und gutmütig und sanft gekannt haben) plötzlich aggressiv wird???? sie sendet irrsinnig viele calming signals aus - rennt also nie einfach so auf einen hund zu (außer eben jetzt scheinbar auf viele schäfer...).

fütterung ist seit monaten gleich (innova), bewegung auch ( 2,5 bis 3 stunden pro tag, öfter mehr, nie weniger).
sie bekommt seit einer woche medikamente gegen ihre demodex-milben (lösung, mit der ich die sechs befallenen stellen eintupfen muss). DAS stresst sie eindeutig, sie ist viel bewegungsunwilliger und will mit anderen hunden kaum spielen (TA meint aber, das sei "normal". ist ja ein starkes medikament).

ach ja, lina ist ein 25-kilo-jagdhund-mix.

tja, ich bin ziemlich ratlos... hab wahnsinnige angst, dass ich lina nicht mehr einfach so frei laufen lassen kann.

auf aufmunterungen und meinungen hoffend,
lg,
violet

cheroks
03.02.2004, 22:04
Hallo Violet,

als erstes würde ich dir raten deine Hündin nicht mehr unkontrolliert auf andere Hunde zulaufen zu lassen. Wenn sie sich abrufen lässt, dann ist es ja nicht nötig sie anzuleinen. Ruf sie zu dir wenn ein anderer Hund kommt, lass sie bei dir laufen und entscheide du über Kontakt oder nicht. Brummt sie rum, würde ich sie anrempeln gegen die Schulter als Vorwarnung Wenn sie ein strenges NEIN akzeptiert, dann nutze es auch. Mach dir nicht zu viele Sorgen, es ist nicht unnormal dass deine Hündin mal probiert, wie weit sie gehen kann. Trotzdem solltest du sie an diesem Verhalten hindern, wenn es sich um fremde Hunde handelt. Wenn sie mit diesem Verhalten Erfolg hat, kann sie gefallen daran finden andere "fertig" zu machen. Manchen Menschen fällt es schwer einzusehen, dass Hunde eben nicht ihr ganzes Leben mit anderen Hunden spielen oder IMMER nett sind. Es gibt solche Hunde, aber das ist nicht die Regel.
Solange sie sich verbal von dir beeinflussen lässt, ist alles ok. Sollte sie dich mal überhören, würde ich gleich am Anfang mal recht deutlich werden und sie dran erinnern was das NEIN in aller Konsequnz bedeutet.

LG Tina

+violet+
03.02.2004, 22:50
hey!

danke für deine antwort!

hm, du hast recht, ich werde wohl aufhören müssen, sie alle hunde begrüßen zu lassen...
das mit dem rempeln ist eine gute idee - auf so etwas reagiert sie sehr empfindlich. das NEIN klappt nur, wenn ich direkt mit ihr in kontakt stehe, also wenn ich die hand am geschirr hab oder sie angeleint ist. wenn sie schon am hund dran ist und bellt, hab ich mit NEIN keine chance mehr. dann muss ich ein paar sekunden warten (bis das ärgste vorbei ist), und dann erst kann ich sie abrufen. naja, besser als nichts, oder?

kann es sein, dass es das ganz normale "erwachsenwerden" ist, was wir durchmachen?? also, dass sie sich eben nicht mehr alles gefallen lässt, weil ihr die hormone sagen "du bist ein großer, starker, erwachsener hund" oder so?

lg,
violet

cheroks
04.02.2004, 21:24
Hallo violet,


wenn sie schon am hund dran ist und bellt, hab ich mit NEIN keine chance mehr.
das solltest du verstärkt üben, z.B. mit SL oder vielleicht etwas zum werfen um dein Nein auch durchzusetzen. Am besten ist es natürlich erst mal JEDEN Hundekontakt zu kontrollieren, also immer wachsam sein und den herankommenden Hund IMMER zu erst sehen. Bevor du um eine Ecke gehst die du nicht einsehen kannst, ruf sie zu dir.
Gib ihr keine Möglichkeit sich so doof aufzuführen, denn letzendlich bringt sie euch in Gefahr, irgendwann kommt ein Hund der sie für diese Anmache abstraft, womit er auch Recht hätte:rolleyes:
kann es sein, dass es das ganz normale "erwachsenwerden" ist, was wir durchmachen?? also, dass sie sich eben nicht mehr alles gefallen lässt,
das normale erwachsen werden, ja, mädels können eben auch zickig sein;) und sie wollen auch mal testen wie weit sie gehen können.

Aber lässt sie sich denn was nicht gefallen, wenn sie auf andere zustürmt? oder hab ich das missverstanden? Reagiert sie nur auf Gekeife des anderen Hundes? Das finde ich ok, sie darf schon sagen " hey lass mich in Ruhe" aber drauf zustürmen und Alarm schlagen würde ich eben nicht durchgehen lassen.

LG Tina

sandinchen
05.02.2004, 09:52
Hallo Violet!
Ich denke auch wie du, dass deine Kleine nun einfach erwachsen wird. Von meinem Hund hätte ich auch nie gedacht, dass er mal rumstänkern würde. Der war ebenso unglaublich lieb und freundlich. Aber so ist das nunmal.

Sorge dafür, dass sie nette Hunde trifft, mit denen sie sich gut versteht. Beschränke die Kontakte. Sie muss nicht jeden Hund beschnuppern, das strengt sie nur an. Stattdessen triffst du dich eben mit Hunden von denen du weißt, sie mögen sich. Wir geben uns doch auch nicht freiwillig mit Leuten ab die wir nicht mögen und wir treffen keine 10 Freunde pro Tag, sondern vielleicht nur 2 oder 3, wenn überhaupt. Und wenn wir dann mal wieder für uns allein sind, sind wir auch froh drüber.
Wenn Hunde viel mit anderen spielen, dann denkt man oft, sie würden sich wohl fühlen, sie hätten Spaß dran. Haben sie ja auch, bis zu einem gewissen Punkt. Wie bei kleinen Kindern merken sie aber nicht immer, wann sie genug haben. Und Spiel kann eben auch eine Alternative für eine Auseinandersetzung sein. Junge Hunde sagen dann eben: Komm spiel mit mir! und umgehen so eine ernste Auseinandersetzung. Deine Kleine is nun eben langsam erwachsen. Sie hat mehr Selbstbewusstsein und sagt vielleicht: Ich hab kein Bock zu spielen! Verzieh dich!
Das ist in einem gewissen Rahmen ja auch okay.

Ich würde mich Tina anschließen: Mach ihr klar, dass es nicht okay ist, andere anzumachen. Verteidigen darf sie sich natürlich, klar. Aber auch hier würde ich dann die Situation so schnell wie möglich beenden und weiter gehen. So hat keiner der Hunde die Chance sich in was rein zu steigern und sie sieht. Aha, Frauchen hat alles im Griff.
Behalte sie unter Kontrolle, du entscheidest wen man begrüßt und wen nicht. Du tust ihr damit evtl. einen sehr großen Gefallen. Sie hat vielleicht echt keine Lust jeden Hund zu treffen. Wenn Hunde sich aber sehr Nahe kommen, sich auf dem gleichen Weg entgegenlaufen und wenn man sie allein entscheiden lässt, wenn wir sie nicht anleiten, dann können sie manchmal nicht mehr einfach aneinander vorbei laufen. Sie "müssen" dann was tun, Kontakt aufnehmen, obwohl sie vielleicht lieber einen Bogen gelaufen wären. Der Platz reicht aber manchmal nicht aus. Vielleicht ist deine Hündin in so einem Moment erleichtert, wenn sie dein Kommando zum weitergehen bekommt und denkt sich, mal ganz menschlich ausgedrückt: "Puuh, zum Glück geht Frauchen weiter. Auf die Tussi hätt ich ja jetzt gar keinen Bock gehabt!" :D

So, die Länge meines Beitrages zeigt mal wieder, dass ich mich mit dem Thema auch schon selbst intensiv beschäftigt habe. :rolleyes:
Es hilft wirklich, hier ein bißchen umzudenken. Akzeptier einfach, dass sie jetzt nicht immer Bock auf jedes Hundegesicht hat. Wenn du sensibel bist für ihre Bedürfnisse wird sie ein netter Hund bleiben, weil sie weiß: He, mein Frauchen zwingt mich nicht in Situationen die ich nicht mag. Ich vertrau ihr, sie managed das für mich. Ich brauch mir kein Sress machen.

Nun mach aber nicht den Fehler und zähl die Hunde ab die ihr pro Tag trefft. Du musst vor nix davon rennen. Üb einfach mal mit ihr, wie man an Hunden vorbei kommt auch ohne Kontaktaufnahme. Pack ein nettes Spielzeug ein. Geh vom Weg ab, wenn du glaubst es wird gleich zu eng und lass sie Leute die ihre Hunde immer auf alles und jeden loslassen blöd kucken und zieh du dein eigenes Ding durch. Du weißt nämlich was deine Schnecke braucht und die nicht. ;)

Sag ihr einfach wo es lang geht, sie wird es dir danken. :tu:

+violet+
05.02.2004, 10:25
huhu!

vielen dank für eure antworten!

ja, ihr habt recht, ich hab tatsächlich angefangen, ihre kontakte einzuschränken - so wie du das beschreibst, klingt es sehr plausibel, sandinchen.

meine erfahrungen von gestern: wir waren wieder mal (nach ein paar tagen abstinenz) auf unserer lieblings-hundewiese. tja, es war furchtbar. lina macht draußen sitz, ich lass sie rein - sie stürmt auf den ersten hund zu (einen, bei dem sie schon immer den chef raushängen hat lassen, aber trotzdem "nett" war) und knurrt ihn an, sodass der tatsächlich aufkreischt und weg rennt! dann hat sie noch eine hündin grob unterworfen, worauf ich auf den hacken kehrt gemacht hab und wieder ging. anmerkung: beide male hat sie sehr gut auf mein gebrülltes "langsam" gehört - also, sie ging zum hund, der lag am rücken (is ja ok), dann aber hat sie bös geknurrt, ich brüllte langsam und sie ließ vom hund ab. trotzdem sollts so ja nicht sein.
naja, dann waren wir im kleinen wald. dort trafen wir ein paar hunde ohne leine. die ersten beiden hat sie ignoriert, den nächsten (labradorhündin) hat sie a bissl angestänkert. aber nicht schlimm. dann ein schäfer (mein herz schlug bis zum hals) - ich hab sie hergerufen und sitzen lassen. der hund kam auf uns zu, wedelte, lina wedelte auch, ich ließ sie frei - und tatsächlich: kein gestänkere. aber lina war seeeehr unsicher und hatte alle haare hochgestellt. naja, trotzdem gut. mit der labradorhündin spielte sie ganz kurz, aber war immer wieder grob zu ihr (sehr komisch), die hündin hat das aber net wirklich gestört.

dann aber: am heimweg an der leine ist uns einer anderer angeleinter hund begegnet. ich bin ein stück vom weg weg und stehengeblieben. der andere hund wedelte, lina wedelte auch (freudig). als der hund aber etwa zwei meter von uns weg war und sie durchgehend anstarrte, knurrte sie plötzlich! ich hab sofort ernst NEIN gesagt und sie kurz am nackenfell gepackt, worauf sie auch sofort aufhörte... dann war wieder alles ok.

ich bin planlos! einerseits stänkert sie zurück, wenn sie angestänkert wird (ist ja verständlich, wenn auch nicht erwünscht. aber andererseits geht sie auf irgendwelche hunde zu und motzt. hm.

das problem ist halt, dass ich in der stadt wohne, wo ich nicht sooooo viele spaziergeh-möglichkeiten hab. wir treffen täglich zig hunde... dh, ich müsste schon in der nacht spazierengehen, um die kontakte drastisch einzuschränken... aber wir packen das schon irgendwie.
morgen geh ich zum TA (muss sowieso zur kontrolle ihrer demodex-milben) und frage mal, ob es irgendwas körperliches sein könnte. wer weiß.

tschuldigung für die länge, aber ich will ein möglichst gutes bild zeichnen, von dem was so abläuft ;)

lg,
violet

sandinchen
05.02.2004, 10:42
Ich sag ja, du musst die Hunde nicht abzählen. Das bringt ja nix. ;)
Geh doch einfach an denen vorbei. Ich hab mich dafür entschieden, dass ich an der Leine gar keinen Kontakt mehr zulasse. Hier ist mein Hund nämlich sehr unsicher. Also mute ich ihm das nicht zu. Ich versuche genug Abstand zu halten und im Gegenzug hat er gefälligst nicht zu motzen. :D

Und...wenn sie die ersten beiden ignoriert. Super. Dann mach sie beim dritten auf dich aufmerksam, geh einen Bogen. Sie war dann ja schon 2 mal brav. So kann man doch super positiv gestimmt zusammen nach Hause gehen und muss nicht noch ein negatives Erlebnis "riskieren". Also einfach Hund her rufen, bißchen ablenken, weiter gehen. Hunde sind euch schnuppe, ihr habt doch euch!

Ich kann deine Verunsicherung so gut verstehen, weil es mir genauso ging. Musste aber nicht sein. Wenn sie merkt sie ist bei dir in guten Händen, wird sie dir gerne folgen und die Hunde links liegen lassen. Du bist bestimmt auf dem richtigen Weg. Ich durchlebe grade ähnliches. Um so klarer ich werde, desto lockerer wird mein Hund, weil er weiß, ich geb den Ton an. Er muss nicht entscheiden, er muss mir nur folgen, folgen im Sinne von sich an mir orientieren. ;)

Sei nicht verzweifelt. Das wird schon. Leite sie!

cheroks
05.02.2004, 10:44
Hallo Violet,

ich bin gegen die Meidetaktik, im Gegenteil ich würde sagen rein in die Situation, ganz gezielt!!!

Mach dir einen Plan, wie du vorgehen willst. z.B. mache ich es so, an der Leine gibt es überhaupt keinen Kontakt zu fremden Hunden. Kommt dir ein Hund entgegen, nimm deine Lina auf die Seite so das du zwischen den beiden Hunden bist. Ich würde nicht stehen bleiben sondern weiter gehen. Achte nicht auf den fremden Hund, der ist dir egal, sondern fixiere Lina! Brummt sie rum, kurz anrempeln und Nein sagen aber weiter gehen! Sitz ist eine Haltung aus der ein Hund gut losspringen kann. Geh weiter, sie soll ja lernen fremde Hunde an der Leine zu ignorieren und so gibst du dem anderen Hund auch keine Chance sie so fixieren zu können. Konzentriere dich ganz auf die Leinenführigkeit und deinen Hund, so merkt sie auch, es geht um mich nicht um den anderen Hund.

Brüllen ist so eine Sache, damit kannst du sie auch anfeuern! Im Freilauf würde ich sie an eine SL hängen und ebenfalls die Situationen aufsuchen! Besser du provozierst das gezielt und bist auf alles gefasst, dann kannst du auch nicht überrascht werden! Für mich hört es sich so an, als sei Lina eher ein unsicherer Hund, darum versuche besonders ruhig und gelassen rüber zu kommen, aber auch bestimmt, so nach dem Motto - frag mich! ich weiss was zu tun ist -

LG Tina

sandinchen
05.02.2004, 11:01
Hi Tina
Damit es keine Missverständnisse gibt:
Ich meinte nicht, dass Violet jetzt möglichst allen Hunden aus dem Weg gehen soll. Ziel ist ja, dass man wieder entspannt ohne rum knurren durch die Gegend laufen kann. Dazu muss man solche Situationen natürlich auch zulassen. Sonst lernt der Hund nix.
Mit der angeleinten Situation seh ich das ja so wie du. Kein Kontakt. Ist für die Hunde einfach besser/einfacher.

Was ich meinte betraf den Freilauf:
Ich vermute mal, dass es bisher so gelaufen ist... wenn die Hunde im Freilauf waren, dann durften sie Kontakt aufnehmen, spielen...
Ich meinte, dass Lina lernen soll, dass sie erst "fragen" muss, ob sie Kontakt aufnehmen darf. Wenn sie nun also 2 Hunde trifft, alles geht gut, dann geht man am dritten vielleicht einfach nur vorbei und gibt ihr die "Anweisung", dass es weiter geht, ohne Kontakt. Sie soll lernen, dass Freilauf nicht heißt, dass sie hundemäßig machen kann was sie will.

Bin ich verstanden worden? Es soll nix vermieden werden, nur in Maßen gesteigert werden...:rolleyes:

+violet+
05.02.2004, 11:02
hallo wieder mal :D


hm, nein, eigentlich ist lina bisher alles andere als ein unsicherer hund gewesen!! bisher war sie der mut und das selbstbewusstsein in (hunde-)person :D

deshalb wundert es mich auch so, dass sie plötzlich anfängt, haare aufzustellen bei hundebegegnungen (ist ja ein signal der unsicherheit)...

tja, an der leine einfach weitergehen versuche ich so gut wie immer (außer, wir kennen den hund), es klappt aber nicht sehr oft, weil lina von sich aus stehen bleibt und keinen schritt weitergehen will *seufz* ablenken lässt sie sich dann weder mit leckerlies (sie ist überhaupt nicht verfressen) noch mit spielzeug. ich muss sie dann schon am geschirr nehmen, sie aufmunternd anreden und FESTE loben, wenn sie wirklich weiter geht. aber das ist mehr ein kampf als ablenken.

sandinchen, die meide-taktik hat sicher zum ziel, dass sie lernt, hunde zu ignorieren, ABER: lina hat ja bis vor eineinhalb wochen SOOOOO gerne mit hunden gespielt etc. und ich glaube irgendwie nicht, dass das von einem moment auf den anderen aufhört. oder? deshalb will ich die kontakte nicht soooo drastisch einschränken (außerdem sind die hunde überall!! ich müsste sie fast immer an der leine haben...) ich dachte halt, ich ruf sie her bei hunden, bei denen sie komisch/unsicher schaut oder so (merkt man ja...). hunde, die wir kennen, möchte ich sie schon begrüßen lassen.
zu dem von gestern: da sie die ersten beiden hunde ignorierte, dachte ich ja "supa, dann nehmen wir den dritten auch gleich" *g* vor allem, weil wir diese hündin schon ein paar mal getroffen haben... ist eine ganz liebe, gut sozialisierte...

hm, aber ihr baut mich schon auf insofern, als dass ihr mir zeigt, dass man mit der situation umgehen kann... ich persönlich hab mich ja schon mit der flexi spazierengehen gesenen *schauder* mir geht linas freilauf über alles! ich halte an-der-leine-gehen für ein notwendiges übel, mehr nicht. dabei hat weder frauchen noch hundchen spaß.

lg,
violet
(boa, schon wieder so lang...dabei sollte ich arbeiten :sn: )

+violet+
05.02.2004, 11:05
nachtrag:

hab grad sandinchens letzten beitrag gelesen .
ach so, jetzt verstehe ich genau, was du meinst.
ja, das klingt gut! werd ich glaub ich versuchen...

danke,
violet

cheroks
05.02.2004, 16:46
@ Sandra, alles klar:tu:

@ violet

hunde, die wir kennen, möchte ich sie schon begrüßen lassen. würde ich jetzt eine Zeit lang auch nur kontrolliert erlauben!
Letzendlich ist es so, der Rudelführer nimmt Kontakt zu "Fremden" auf. Hört sich wieder mal zickig an, aber es ist nun mal dein Privileg und das musst du jetzt einfach mal einfordern!

eigentlich ist lina bisher alles andere als ein unsicherer hund gewesen
vielleicht ist es deine Unsicherheit bei Hundebegegnungen die sie jetzt unsicher machen. Lina ist ja auch in einem Alter, wo sie nach höherem strebt, keine Angst, ich will dir jetzt kein Dominanzproblem an die Hacken heften, aber ein heranwachsender Hund sucht eben nach Grenzen. Findet er die nicht, wird er unsicher und sucht sie sich wo anders! Nun musst du nicht mit der Holzhammermethode losstürmen, aber ich würde trotzdem auf ein paar Grenzen beharren!
Erster Punkt, alle Hundekontakte kontrollieren, und geh auch mal an einem Hundefreund vorbei, einfach nur weil du es so willst. Morgen kann sie ja wieder hin, nachdem du es ihr erlaubt hast, aber mach es einfach mal damit sie merkt, ok. du hast die Fäden in der Hand und du sagst was gemacht wird.

weil lina von sich aus stehen bleibt und keinen schritt weitergehen will scheuch sie weiter, los vorwärts! sie kann schon merken, dass du nicht erfreut bist über ihr Verhalten! Stell dich hinter sie und drängel sie vorwärts, hier kannst du es auch mit dem anrempeln versuchen, je nach dem wovon sie sich beeindrucken lässt. Geht sie weiter, so ist brav vielleicht kurz anfassen (wir sind doch Verbündetet!)! Erst loben, wenn sie tut was DU willst und nicht zu überschwenglich loben, sonst veralberst du die Situation und sie nimmt es nicht ernst.

tja, es war furchtbar. lina macht draußen sitz, ich lass sie rein - sie stürmt auf den ersten hund zu
ab jetzt geh du zuerst rein (ist da ein Zaun drum herum?) lass sie nicht losstürmen, führe sie zu dem ein oder anderen Hund hin oder geh mal an einem vorbei usw. lass du mal ein bisschen den Boss raushängen!
Das wird schon!!!
LG Tina