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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweithund trotz Verbot ??



Kätzin33
24.01.2004, 17:43
Hallo,

ich hoffe es können mir einige von euch helfen,denn ich wollte folgendes wissen.

Ich besitze bereits einen hund der von unserem Vermieter bereits genehmigt ist,möchte nun einen zweiten hund dazunehmen was der vermieter mir aber untersagt hat.nun hab eich gelesen das yorkshire terrier unter kleintiere fallen udn somit auch ohne genehmigung gehalten werden können !!!

stimmt das denn ??

ich würde mir nämlich gerne noch einen yorkie als zweithund dazu nehmen,bin mir abers ehr unsicher ,nicht das ich mir einfach einen zweiten yorkie dazunehme udn dann muß ich nachher doch den hund weggeben.

Hat jemand von euch ahnung oder vielleit erfahrungen mit sowas gemacht ???

freue mich auf hoffentlich positive nachrichten.


gruß angela mit kira:p :wd: :cu:

Fritzfranz
24.01.2004, 19:48
Es gibt einige Urteile, die Yorkies zu den Kleintieren rechnen, die nicht vom Vermieter genehmigt werden müssen. Man kann aber noch nicht sagen, dass dies einhellige Rechtsprechung ist. Frag doch mal beim Mieterschutzbund nach (wenn Mitglied), wie die Rechtsprechung des für Dich zuständigen Amts-/Landgerichts ist. Oder weisst Du, welches Gericht für Dich zuständig ist?
Julia:cu:

Fritzfranz
24.01.2004, 19:57
In Deinem Sinne haben etwa geurteilt (speziell zu Yorkies):
Landgericht Düsseldorf, 29.6.1993, abgedruckt in: WuM 1993, S. 604; LG Kassel, 30.1.1997, WuM 1997, S. 260 od. NZM 1998, S. 154.
Zu Zwergpudeln ähnlich: AG Schöneberg, Grundeigentum 1991, S. 939.
Julia:cu:

Kätzin33
25.01.2004, 08:55
hallo,

vielen dank Julia für die nette antwort.ich denke für usn ist das Oberlandesgericht Frankfurt zuständig.

Ja ich bin mitglied im mieterbund,werde mich dann demnächst mal dort erkundigen.

trotzdem nochmal vielen dank



gruß angela und kira:D :cu: :D

changale
27.01.2004, 11:48
Hallo,

ich habe letztens auch im Fernsehen (könnte bei Hund-Katze-Maus gewesen sein) gehört, dass es einen neuen Gerichtsbeschluss gibt. Diesem zufolge kann ein Hundebesitzer die Haustierhaltung (auch beim Zweithund) nicht mehr verbieten, wenn die restlichen im Haus lebenden Mietparteien keine Einwende gegen die Hundehaltung haben. Auch wenn diese laut Vertrag eigentlich verboten ist.

Sollte ich den Link zu dem Urteil finden, werde ich ihn nachliefern.

Viele Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Fritzfranz
02.02.2004, 07:11
Solche Urteile gibt es vereinzelt. Aber, wie gesagt, man kann sich nicht darauf verlassen, da es sich meist um Amtsgerichtsurteile handelt, allenfalls mal Landgericht - und die fallen eben regional sehr unterschiedlich aus. Wichtig ist daher nur, wie die für einen zuständigen Gerichte entscheiden. Alles andere mag etwas helfen (vielleicht lässt sich ein neuer Richter ja zu einem Kurswechsel bekehren), viel aber nicht.
Julia:cu:

silly
08.02.2004, 18:06
Meine Freundin wohnt auch in einer Miewohnung. In ihrem Mietvertrag steht, dass sie weder Hunde noch Katzen halten darf.
Also wenn ich Euch richtig verstehe, soll dies nicht gültig sein???:confused:

Die Wohnung ist doch Eigentum des Vermieters und er trägt auch die Verantwortung gegenüber Mitmietern, oder ??? :confused:

Wenn der Hund z.B. mal bellt und das den Mitmietern nicht passt, das gibt doch riesen Ärger, oder??:confused:

Wenn man vor Gericht zieht, muss man auch einen Richter finden, der selber Tiere hat und der das auch nachvollziehen kann. Wenn der Richter selber Vermieter ist, dann siehts schlecht aus, denke ich.

Wo kann man denn so Urteile nachlesen??

Gruß
Silly

Fritzfranz
08.02.2004, 21:10
Wenn der Mietvertrag Katzenhaltung generell untersagt, ist dies unwirksam, da die Haltung von 1 - 2 Katzen zur normalen Wohnungsnutzung gehört. Soweit ist sich die Rechtsprechung heute nahezu einig (Abweichungen gibt es aber bei der Zahl der nicht verbietbaren Katzen, hängt auch von der Wohnungsgröße ab). Bei Hunden ist die Rechtslage unklar. Mittelgroße und große Hunde können verboten werden. Bei sehr kleinen Hunden wie Yorkies ist die Rechtsprechung uneinheitlich (vgl. die von mir genannten Urteile). Das Argument der hundefreundlichen Urteile ist, dass so kleine Hunde gar nicht richtig bellen und auch sonst keine Gefährdung/Belästigung für andere darstellen können.
Julia:cu: