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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rüde zerstört alles wenn er alleine ist (lang)



Katja77
22.01.2004, 13:22
Hallöchen an alle Tierliebhaber,

ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll.
Also, mein Freund und ich hatten letztes Jahr mitte Nov. einen Rüden gefunden, er war an einem Parkplatz festgebunden.
Wir nahmen ihn mit und brachten ihn erstmal ins Tierheim, weil wir nicht wußten was wir machen sollten. Sie hatten ihn dort dabehalten.
Wir sind jeden Tag ins Tierheim gefahren um ihn zu besuchen weil es ein ganz süßer und lieber war. Nach etwa 10tagen, hatten wir uns entschieden ihn mit zu nehmen weil der Besitzer sich nicht mehr gemeldet hatte. Er ist ein Rüde und meinte gleich makieren zu können aber das macht er zum glück nicht mehr. Im Tierheim sagte man uns er wäre angeblich ca. 1jahr was wir aber nicht glauben weil er kaum Zähne hat oder grad am kommen sind, evtl. die 2ten.
Jetzt, das eigentliche Problem, wenn wir weggehen, und lassen ihn alleine ist er nicht wieder zuerkennen.
Uns trifft jedesmal der schlag, weil er wieder was zerfetzt hat.
Wir sperren ihn schon extra in den Flur aber er findet doch wieder irgendwas und wenn es nur sein Korb ist, das eigentlich nicht mehr als Korb zu erkennen ist. Wir wissen echt nicht mehr was wir machen sollen ohne was falsch zumachen.
Meine Hündin hatte das nie gemacht und deshalb weiß ich keinen Rat mehr. Wenn jemand nachfragt, sagt jeder was anderes wie man ihm es abgewöhnen kann. Zur Hundeschule will ich auch mit ihm aber ich wollte mich erstmal hier schlau machen. Vielleicht kann mir ja jemand Tipps geben, darüber ich mich rießig freuen würde. Sorry das es so lang geworden ist, ich denke so kann man mir bessere Tipps geben.
Danke im voraus
Lg Katja77 :(

changale
22.01.2004, 13:54
Hallo Katja,

wenn ihr euren Rüden auf einem Parkplatz gefunden habt, dann hat er schon einmal erfahren wie es ist verlassen zu werden und will das natürlich nicht noch einmal durchleben. Daher hat er Angst, das ihr ihn allein lasst und womöglich nie wieder kommt...

Kauen beruhigt Hunde, also wird er sich etwas zum Beißen suchen wenn ihr nicht da seid, um seine Nerven wieder zu beruhigen. Und meistens bedeutet das zerkaute Tischbeine, zerfetzte Schuhe, etc.

Wichtig ist, dass ihr Eurem Hund es Schritt für Schritt beibringt alleine zu bleiben. Erst einmal nur vor die Wohnungstür, eine Minute stehen bleiben, und wieder rein gehen. Die Zeit die ihr vor der Wohnungstür bleibt langsam verlängern und nicht vergessen Euren Hund zu loben, wenn ihr nach Hause kommt. Er muß merken, dass es für ihn nichts Negatives hat, wenn ihr aus dem Hause geht und dass ihr immer wieder kommt.

Das ihr den Hund während Eurer Abwesenheit nur in bestimmte Räume lasst ist völlig okay. Um Sachen vor'm angeknabbert werden zu schützen könntest Du Teebaumöl oder Wick Vaporub auf die Sachen schmieren die er am liebsten ankaut. Das ist die Pfui für die Hundenase und hat unseren Dakota davon abgehalten die Verzierung an unserer Wohnzimmertür komplett abzunagen.

Vielleicht solltest Du, wenn sich nichts bessert, den Hund auch einmal mit zu einem professionellen Hundetrainer nehmen. Der kann Dir sicherlich wertvolle Tipps geben.

Liebe Grüße & viel Erfolg!

Petra & die Husky-Rasselbande

Katja77
22.01.2004, 14:10
Da kannst du recht haben, das haben wir ja auch schon vermutet. Ich hatte daran auch schon gedacht etwas an gewisse sachen dran zu spühen oder schmieren das er es läßt. Er hat auch sein Knochen dann zum knabbern wenn wir weg sind aber den interessiert es nicht ob der Knochen da liegt oder nicht. Eigentlich möchte ich ihn gar nicht nur im Flur einsperren aber es geht nicht das er im ganzen Haus rum läuft, weil er echt alles was er bekommen kann kaputt macht.
Auch wenn ich zuhause bin (im moment komplett) macht er nur mist, ich kann ihm und will ihm nicht ständig hinterher rennen.
Ein Trick hatte ich angewendet, weil wir dachten so erwischen wir ihn dabei.
Wir haben in unserer Küchentür ein kleine Bullauge und so konnte ich ihn beobachten. Ich tat so als würde ich weggehen, aber bin ich nicht, und hab ihn durch das Bullauge beobachtet.
Eine ganz viertelstunde lang, meinst du er hat was gemacht?
natürlich hat er nichts gemacht. So wollte ich das einfach mal versuchen.
Er weiß auch, wenn er brav war das er ein leckerli bekommt, leider denkt er das auch so, obwohl er was gemacht hat.
Er kommt dann schon immer mit eine geduckten Haltung an.
Wenn ich ehrlich bin, hab ich nicht immer die Geduld weil ich es bei meiner Hündin nie machen mußte oder kannte.

Lg Katja77

changale
22.01.2004, 14:21
Als wir Dakota damals bekamen, und wir ihn das erste Mal zusammen mit Leika alleine gelassen haben, da hatte er auch Angst, denn er wußte noch nicht was er aus unserer Rabauken-Leika die den ganzen Tag nur spielen wollte, machen sollte. Also hat er sich in die Diele verzogen und angefangen "Innenarchitekt" zu spielen (Seit dem gibt es bei uns die Begriffe "dakotarized" und "leikarized"), obwohl er kistenweise Spielzeug hat(te).
Unsere Tiertrainerin hat dann gesagt, dass wir, wenn wir nach Hause kommen und etwas zerstört vorfinden, dieses stillschweigend wegräumen sollen (am besten der Hund sieht dich nicht dabei) und bloß nicht mit dem Hund schimpfen. Das mit dem "nicht schimpfen" hat damit zu tun, dass Hunde dann keinen Zusammenhang sehen, warum Du jetzt schimpfst.

Ich muß aber noch einmal zu meiner Frage in meiner ersten Nachricht kommen. Wie lange laßt ihr ihn wenn alleine und habt ihr das alleine sein mit ihm trainiert?! Oder habt ihr ihn einfach so von heute auf Morgen alleine gelassen.

Wenn er Sch..ß anstellt während Du dabei bist, dann sag ihm einfach ein striktes NEIN! und ignoriere ihn dann für ein paar Minuten, egal welche Spirenzchen er dann macht. Das Du ihn ignorierst wird ihm gar nicht gefallen, aber so lernt er was "Nein" bedeutet...

Viele Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Katja77
22.01.2004, 14:44
Daher, das ich im moment daheim bin, kennt er das gar nicht so das alleine lassen.
Wenn wir unterwegs sind, nehmen wir ihn fast immer mit aber das wollen wir ja nicht immer machen weil er lernen soll auch mal alleine daheim zubleiben.
Wenn wir etwas vorfinden, räumen wir es weg und tun ihn auch ignoieren, weil ich weiß das das die schlimmste strafe für ein Hund ist. Ich weiß auch das er dann nicht mehr weiß wann er das gemacht und ihn dann zubestrafen ist verkehrt.
Es ist schwer dann noch ruhig zu bleiben. Warum kapiert er es dann nicht, das wir doch wieder heim kommen?!
meine Hündin kapiert es doch auch und das von anfang an.
Ich will ehrlich sein, nur ne viertelstunde oder halbe stunde lassen wir ihn nicht alleine, es kommt auch vor das er länger alleine bleiben muß.
Wir hatten ihn mit meiner Hündin eingesperrt, und er macht es trotzdem, weil wir dachten dann macht er nix kaputt, falsch gedacht. Wieviel mal soll ich das denn mit ihm üben am Tag?

Lg Katja77

Gogi-Maus
22.01.2004, 15:32
Also unsere kleine Maus (jetzt 8 Monate alt) hat das Anfangs auch gemacht. Es ging sogar soweit das sie die Tapetten von der Wand runter geholt hat. Mittlerweie aber hat sie sich in dieser Richtung beruhigt und dreht lediglich noch den Tepich im Wohnzimmer um, aber ich denke das ist nicht schlimm, den kann man wieder umdrehen und gut.
Ich hab das zerknabberte dann auch immer weggeräumt und habe sie ignoriert und das scheint geholfen zu haben.

Gruß Gordana + Djina

Juke
22.01.2004, 16:42
Hallo

das Anbinden und Aussetzen auf dem Parkplatz hat in Deinem Hund eine Negativerfahrung zurückgelassen. Ich würde an Deiner Stelle einen erfahrenen Hundetherapeuten oder Hundetrainer aufsuchen und das Problem schildern. Gute Therapeuten sehen sich den Hund auch in seiner gewohnten Umgebung an. Wird zwar nicht ganz günstig aber immer noch günstiger als eine neue Wohnungseinrichtung.

Wie lange ist er denn alleine?

Katja77
22.01.2004, 21:48
Hallo,

das wäre der 2te schritt gewesen aber dann erstmal zur Hundeschule und Einzelstunden für mein Rüden.
So ne stunde, muß er schon mal alleine bleiben, wir müssen leider 15km fahren für zum Einkaufen und das ist nicht in einer halben stunde gemacht. Wir nehmen ihn ab und an mit aber das können wir nicht immer und er soll sich ja auch daran gewöhnen alleine zubleiben.

Lg Katja77

nelson&neo
23.01.2004, 07:48
Hallo Katja,
ich kenne dein Problem nur zuuu gut!!! :rolleyes: Ich habe hier auch aus dem gleichen Grund ein Posting reingesetzt weil ich damals total frustiert war. (seite 2 "bin total verzweifelt und weiss nicht mehr weiter) Mein Neo ist auch so einer!! ;) Obwohl wir ihn als Welpen bekommen haben (14 Wochen) hatte er schon einige schlechte erfahrungen hinter sich..das habe ich aber erst im nachhinein rausbekommen und so stück für stück mir seine bis dahin "lebenssituation" zusammen gefragt.
Als ich dann garnicht mehr weiter wusste und auch die Tipps vom Posting alle nicht gefruchtet haben hab ich meine Tierärztin gefragt was ich noch tun soll. (ich habe auch eine Transportbox extra gekauft gehabt und es in der probiert..aber da hat er nur geheult, was ich dann ja wieder meinen Nachbarn nicht zumuten konnte) Meine Tierärztin gab mir den Tipp mit einem Maulkorb. Das habe ich dann probiert...und es hat geholfen!! Nach 1 Woche brauchte ich auch den Maulkorb nicht mehr, denn dann hat Neo kapiert das wir immer wieder kommen. Das mag vielleicht hier sehr umstritten sein, aber bei uns hats geholfen.
Liebe Grüße
Beate:cu:

Katja77
23.01.2004, 09:27
Moin Beate,

Diesen Tip hatte uns auch ein Bekannter mal gegeben, mit dem Maulkorb. Wenn du das jetzt auch ausprobiert hat, und es hat gefruchtet, dann werde ich es wohl auch mal auprobieren.
Als ich das hörte von dem Bekannten war ich erst mal etwas baff, weil ich keinem Hund und auch keinem angeblichen "kampfhund" so ein ding umziehen würde. Ich denke auprobieren sollte ich es trotzdem, wenn andere sachen nicht helfen.
Gestern abend waren wir mal für 3std. weg, viele sagen es wäre zu lang aber es ging nicht anders. Als wir daheim ankamen und dir Tür zum Flur aufmachten, hatten wir nur gesehen das er sein Korb jetzt völlig klein gemacht hat.
Da haben wir auch nicht geschimpft weil er konnte ihn auch kaputt machen, obwohl wir ihm immer ein Holzkauknochen noch hinlegen damit er daran rum beißt. Das nächstemal wenn wir ihn alleine lassen, hat er halt nur den Knochen weil sonst bekommt er nichts mehr dort hingelegt, selbst nicht mal ein Teppich.
So leid wir mir der Kerl auch tut aber lernen muß er es einfach. Morgen werde ich erstmal ein Maulkorb kaufen. Habt du einen aus stoff?
Danke für dein Tip

Lg Katja77:)

changale
23.01.2004, 09:50
Irgendwie weichst Du immer wieder meiner Frage aus, ob ihr mit dem Hund das Alleinesein trainiert habt. Aus meiner Sicht ist das wirklich der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Sache.

Dass ihr mal für ein paar Stunden weg müßt ist selbstverständlich und sollte bei einem Hund der langsam daran gewöhnt worden ist auch kein Problem sein.

Die Idee mit dem Maulkorb finde ich wirklich etwas zu radikal. Dein Hund muß ja auch trinken während Du so lange abwesend bist und mir würde es gar nicht behagen zu wissen, dass meine Hunde Zuhause mit einem (wahrscheinlich nassen) Maulkorb rumlaufen; besonders im Sommer wo es draußen heiß ist und die Hunde hächeln müssen um ihre Körper runter zu kühlen.

Bevor Du die Maulkorb-Maßnahme ergreifst, versuche es wirklich lieber mit einem Hundetrainer. Ansonsten kannst Du Gefahr laufen, dass Dein Hund denkt "Oh, jetzt geht sie weg und ich werde dafür bestraft! (Maulkorb)". So entsteht ein völlig falscher Zusammenhang für den Hund und er kann als Schlussfolgerung daraus eine ganz andere Eigenart entwickeln die Dir vielleicht noch weniger gefällt (Wundbeißen, etc.). Und was willst Du dann machen?

Also überleg Dir das bitte gut mit dem Maulkorb! Was für den einen Hund gut ist, ist noch lange nicht für den anderen Hund gut!

Viele Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

nelson&neo
23.01.2004, 10:57
@Katja
Ja, wir haben einen aus stoff gehabt...der war total weich so das er sich auch nicht verletzten konnte. Mir war am Anfang auch total unheimlich bei dem Gedanken, denn ich habe ja auch noch einen 2. Hund bei dem das alleine sein nie ein Problem war. Bin auch mit Hunden gross geworden und hatte nie die Probleme die ich heute mit Neo habe. Ist also nicht so das ich keine Ahnung von Hunden habe..wie gesagt, die Meinungen gehen da bestimmt viel auseinander, aber ich habe alles probiert..hatte am Anfang 3 Wochen Urlaub und habe das in 5 Min. Schritten geübt usw. alles befolgt was man geraten bekommt!! Es hat nichts genützt!! Meine Wohnung ist auch so eingerichtet, das er in die Küche, in den Flur und ins Wohnzimmer kam!!! Von Tapeten, Teppiche, Regale, Tische usw. hat er alles zerstört...ich war echt schon fast soweit ihn wieder abzugeben!! Selbst den Transportkäfig hat er auseinander genommen!! Aber dank des Maulkorbs habe ich jetzt Ruhe..und er hat es schnell verstanden!! Jetzt ist es okey und er ist ruhig!!
@Petra
Zum Trinken...die Öffnung war so gross das er noch trinken konnte.
Fressen gabs dann wenn ich wieder kam!!
Ich will damit bestimmt nicht sagen, das es für alle Hunde hilft, oder das ich das unterstütze, aber wenn man soo verzweifelt ist wie ich es damals war (bin ja auch nicht Rockefeller um jede Woche ne neue Einrichtung zu kaufen) dann probiert man halt echt alles!! Die 149Euro für die Transportbox hätte ich mir sparen können aber die 17 euro für den maulkorb waren echt bei uns ne gute Anlage!!
Jetzt ist mein Mäuslein auch ein bischen älter (wird nächste woche 7 Monate)und versteht jetzt auch den Satz den ich jeden Morgen wieder zu ihm sage "Mama geht jetzt in die Arbeit, tschüss ich komme gleich wieder"
Wir waren auch in der Hundeschule mit ihm..damals habe ich auch von denen die gleichen Tipps bekommen, aber Neo war halt stur..:D Aber ich bin sturer!! :p Zum Schluss meinte sogar meine Hundetrainerin ich soll den Maulkorb ruhig ausprobieren.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!!
Bea:cu:

changale
23.01.2004, 13:15
Hallo Bea,

aber Du hast wenigstens die Maulkorbmethode ausprobiert NACHDEM Du bei Eurer Hundetrainerin warst, gelle? Das finde ich einen kleinen - aber feinen - Unterschied zu "einfach ausprobieren".

Ich kann Euch ja auch verstehen, Dakota hat als Jungspund auch alles auseinander genommen was nicht niet und nagelfest war und Leika war auch nicht viel besser. Aber ich denke in solchen Situationen ist ein "Profi" erst einmal die beste Anlaufstelle. Meinst Du nicht?

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

changale
23.01.2004, 13:18
Original geschrieben von nelson&neo
@Petra
Zum Trinken...die Öffnung war so gross das er noch trinken konnte.


Sorry, muß noch mal was anmerken...
Wenn die Öffnung groß genug zum Trinken war, dann muß sie doch auch groß genug sein, dass er doch etwas anknabbern kann, oder?

LG,
Petra & die Husky-Rasselbande

Mambo
23.01.2004, 13:57
@ Beate,

scheint ja ein wahres Wunderezept zu sein, die Sache mit dem Maulkorb...
Nur will mir partout nicht einleuchten, warum der Hund dadurch "begreift", was er falsch macht und was er nicht mehr machen soll.
Ich weiß wirklich, wie es ist, wenn der Hund Dinge zerstört und man jedes Mal einen Schock bekommt, wenn man wiederkommt. Allerdings wäre ich im Traum nicht darauf gekommen, meinem Hund einen Maulkorb umzutun, dazu noch einen, der verhindert, dass der Hund das Maul weit öffnen kann und das auch noch über längere Zeit.
Aus welchen Gründen auch immer, bei dir scheint es geklappt zu haben. Aber wenn ich ehrlich bin, ich hätte es besser gefunden, es hätte nicht geklappt, dann würdest du jetzt nicht solche Ratschläge geben.

:mad:

@ Katja
Durch den Maulkorb wird wohl das Zerstören unterbunden, aber ich denke ebenso wie Petra, dass die Gefahr viel zu groß ist, dass der Hund das Weggehen mit der Strafe Maulkorb verknüpft. Deine Möbel wären dann gerettet und es ist auch recht bequem, nicht zu üben und übergangsweise Sachen zu evakuieren oder anzupinseln, aber deinem Hund geht es damit bestimmt nicht besser.

Schau dir die verschiedenen Beiträge zum Thema alleinsein doch mal an.

Ich wünsche dir gute Nerven, Geduld und Verständnis
Liebe Grüße
Meike

nelson&neo
23.01.2004, 14:03
@Petra
ja, ich war vorher ja bei der Tierärztin & wir waren in der Schule.
Jetzt sind wir in einer Hundegruppe (wir gehen immer Sonntags zusammen spazieren) und da sind so 10-15 Hunde immer wo Neo sein Sozialverhalten verbessern kann (bellt nämlich immer jeden Hund an wenn er einen von weitem sieht, ausser seine Wuffis aus der Hundegruppe) aber ich arbeite da noch mit ihm und denke wir bekommen das auch bald in den Griff :D Bin da zuversichtlich!! :wd:
Er konnte Die Zunge "rausstecken" und wasser schlappern..aber eben nix mehr in den Mund nehmen und zerkauen!! Das war mir wichtig!!
:)
Und es ist sicher am allerwichtigsten auf die "Vorgeschichte" des Hundes einzugehen!! Und das mit Arzt&Trainer absprechen!! Da gebe ich Dir absolut Recht!!!
Ich habe Neo von Bekannten übernommen, habe dann im nachhinein festgestellt, das er dort in der Garage!!!!!!! gehalten wurde (und das als Baby!!!) und anscheinend von dem "Züchter" auch nur im Keller gehalten wurde!! Also alles andere als vernüftige Zustände für ein Baby!!
Heute habe ich immer noch einige "Problemchen" mit ihm (Kotfressen, Hunde anbellen, Angst haben) aber wie gesagt, er ist auch superstur und ich muss immer wieder ihm zeigen das ich "Chef" bin und nicht er!! Denke auch das sich das noch "verschlimmert" da er ja jetzt so langsam in die Pupertät kommt!! Aber ich werde auch das meistern..
:p Denn mein Sturkopf ist größer!! :D
So, ein schönes Wochenende
LG
Bea

nelson&neo
23.01.2004, 18:39
@ Meike
NEIN!! als Wunderrezept habe ich das ganz bestimmt nicht hier reingeschrieben!! Habe ich auch nie behauptet!! Und wenn du meine Beiträge richtig gelesen hast, dann wüsstest du das auch!! Habe auch in der 1. Antwort auf mein Posting von Seite 2 hingewiesen um zu erklären das ich diese Probleme kenne und wie ich mich monatelang gefühlt habe und was ich alles ausprobiert habe um eben nicht zu dieser Methode greifen zu müssen!! Wie gesagt, das war mein letzter Strohhalm an den ich mich damals geklammert habe und mir ist das bestimmt nicht leicht gefallen.
Aber ich kann eben die Verzweiflung verstehen wenn man jedes mal nach Hause kommt und es ist alles kaputt!! Warum es bei Neo geklappt hat, kann ich dir nicht erklären, es war ein Tipp von der 'Ärztin den ich nach laaaaaaangem hin und her und drüber sprechen mit anderen Hundehalter/Trainer ausprobiert habe...nicht mehr und nicht weniger!!
Das nur mal zur Klärung!!
LG
Bea
:cu:

Katja77
24.01.2004, 11:54
Hallo,

ihr habt alle auf einer Seite recht und kann es verstehen aber die Garantie kann die auch kein Hundetrainer geben und auch kein Hundepsychologe, das der Hund sowas nicht mehr macht. Ich kann meinen Hunden nur bis vor die Stirn sehen, weiter nicht.
Hast du einfach auf gut Glück den Maulkorb abgenommen?!
Wieso, soll der Hund das als Strafe ansehen, wenn er gar kein Maulkorb kennt???
mag sein das ich falsch denke aber das ist meine Meinung.
Wie ich schon sagte, finde ich die art und weiße auch nicht toll mit dem Maulkorb aber probieren kann man es.
Ich empfinde es für ihn mehr als Strafe, ihn in 2 Räume wegsperren zu müssen als ihn mit Maulkorb im ganzen Haus laufen zu lassen.
Ihr sagt doch selbst, das der Hund nicht weiß mit was er was in Verbindung bringen soll. In eine Hundeschule werde ich mit auch gehen und werde jetzt auch erstmal ein Tierazt fragen was er meint, wie man meinem Hund das abgwöhnen kann.
Am ende liegt es doch an mir wie ich es handhabe mit ihm.
Ich bin auch um jeden Tip froh, den ich von euch bekomme.
Danke

Lg Katja77

Mambo
25.01.2004, 13:36
@ Beate,

Ich kann mir schon vorstellen, dass du es dir nicht leicht gemacht hast mit der Entscheidung. Ich war nur ziemlich entsetzt, als ich das gelesen habe, da es bei mir wirklich über jedes Verständnis geht, warum das geklappt hat. Und ich halte es immer noch für sehr bedenklich. HAben dir die Ratgeber zum MAulkorb geraten, zum deine Möbel zu schützen oder tatsächlich mit der Erwartung, dass sich das Verhalten dadurch ändert. Falls letzteres der Fall ist, wäre ich ehrlich daran interessiert, aus welchen Gründen das geklappt hat.

Außerdem habe ich wirklich Bedenken, einem Hund ohne Aufsicht einen Maulkorb anzulassen. Habe auch mal gelesen, dass - auch wenn es für mich schlimmer aussieht - die richtigen Körbe besser wären, als die "Schlaufen" bzw. die aus Stoff. Hinzu kommt, dass man die ja wirklich recht eng machen müsste, damit der Hund nichts mehr beschädigen kann und sich das Ding nicht wieder auszieht.

@ Katja

Ich denke nicht, dass es für den HUnd eine Strafe ist, auf zwei Räume beschränkt zu sein (Manche haben auch in der ganzen Wohnung nicht mehr zur Verfügung. Natürlich sollten diese Räume keine Räume sein, in denen der HUnd sonst überhaupt nicht ist und dann zwingermäßig dort eingesperrt wird. Sondern es sollte der Raum sein, in dem auch normalerweise sein Körbchen steht. Das habe ich auch schon öfter als Tipp für HUnde mit Verlassensängsten gehört, gelesen und gesehen. Du sagst dem HUnd ja eigentlich nur, das ist dein Revier. Alles andere gehört mir und dort kannst du mit mir zusammen hin. Auch fühlen sich viele Hunde sicherer, wenn ihnen nicht die unendichen Weiten zur Verfügung stehen.
Unser Hund hat bis heute nur unseren Ess- und Wohnraum (sehr zentral und täglich der Raum wo wir uns allem am häufigsten aufhalten), wo sein Körbchen steht und das Treppenhaus (mit gemütlichem Teppich) zur Verfügung. Das klappt sehr gut. Hinzu kommt, dass ein Hund, der entspannt ist, wenn er allein ist, sowieso fast nur schläft und dazu braucht man keine ganze Wohnung oder Haus.

Ich hoffe, du kommst bald auch nach Hause und kannst die warme Stelle im Körbchen fühlen, wo der Hund gelegen hat.

Liebe Grüße an euch beide

Meike

changale
27.01.2004, 12:12
Original geschrieben von Katja77

Wieso, soll der Hund das als Strafe ansehen, wenn er gar kein Maulkorb kennt???


Katja, die Frage meinst Du doch sicherlich nicht ernsthaft?!? Wie würdest Du es empfinden, wenn Dein Freund Dich knebelt (mit 'nem Stohhalm zum Trinken dran) wenn er das Haus verläßt? Die Situation kennst Du doch auch nicht, und es wäre Dir mit Sicherheit trotzdem unangenehm und Du würdest Dich fragen warum, oder? Und genau so empfindet Dein Hund auch...

Viele Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Katja77
27.01.2004, 15:22
Hallöchen,

ich meine das natürlich nicht ernst aber es gibt einige, die sagen egal manchmal was man schreibt, "der Hund weiß nicht mit was er das in Verbindung bringen soll".
Jetzt frage ich mich natürlich, was dieser satz dann bringen soll.
Vielleicht vertsehe ich ja was nicht, was natürlich auch sein kann. Ich bin aber zu jeder Meinung offen.

Lg Katja :confused:

changale
27.01.2004, 16:22
@ Katja,

Katja, erst einmal möchte ich dass Du weißt das keiner hier Dir böse gesinnt ist nur weil Du die Maulkorb Idee in Betrachtung ziehst. Aber trotzdem, Du hast uns bis heute noch nicht gesagt, ob Du mit Deinem Hund das Alleinesein trainiert hast oder wie Du es überhaupt bewerkstelligst... Machst Du zum Beispiel eine riesige Abschiedszeremonie wenn Du das Haus verläßt???

Sich hinter der Küchentür verstecken gilt übrigens nicht als "Üben", denn Hunde haben eine so superfeine Nase, die wissen sofort wie der Hase läuft.

Du fragst nach unserer Meinung und unseren Erfahrungen, lehnst aber trotzdem alle "schwereren" Tipps (Üben, Hundetrainer, etc.) auf eine gewisse Weise ab. Als Hunde-Mama verstehe ich das nicht, denn wenn es hier um meinen Hund gehen würde, dann würde ich die Methode wählen wollen, die für meinen Hund am schonendsten ist. Und dazu gehört für mich der Maulkorb in keinem Fall!

Einem Hund nur einige Zimmer anstatt das ganze Haus zur Verfügung zu stellen, ist kein Problem. Auch unsere Huskies dürfen nicht in alle Räume und sehen das in keiner Weise als Strafe an. Ich denke, dieses werden Dir auch die Mehrzahl der User in diesem Forum bestätigen.

Auch Deinen Rüden mit Deiner Hündin zu vergleichen bringt nichts. Hunde sind wie Menschen alle unterschiedlichen Charakters. Der eine ist eher ruhiger und "laid back", der andere ist nervös und kann nicht gut alleine sein. Daher gibt es ja auch keine allgemein gültige Lösung. Du wirst ja manche Sachen auch anders lernen als andere Personen in Deinem Bekannten- bzw. Verwandtenkreis, oder?

Ein "zerstörungswütiger" Hund ist ja keine Seltenheit und bei Deinem ist es wohl auf Verlassensängste zurückzuführen (wg. seiner Vorgeschichte). Daher solltest Du die Angst die er jetzt schon vor dem Alleinsein hat (Er zerstört Sachen ja nicht weil er denkt es ist toll wenn Du Dich darüber aufregst...), nicht noch vergrößern indem Du ihn in seinen Augen bestrafst (= Maulkorb). Klar ist das einfacher und im ersten Moment auch effektiver, aber stell Dir vor er entwickelt jetzt eine andere "Unart" und pinkelt nun überall hin?!? Was machst Du dann? Ziehst Du ihm Pampers an? Wohl kaum! Stell Dir Deinen armen Hund mal vor wie er mit Maulkorb und Pampers durch die Wohnung rennen würde...:eek:

Ich weiß es ist viel Arbeit, aber BITTE übe mit Deinem Hund das Alleinsein und räum' solang es noch nicht klappt alles andere aus dem Weg! Auf die Dauer wird das mit Sicherheit die bessere Lösung sein. (Wir haben Leika immer eine Kiste mit Altpapier dagelassen als sie noch ihre Rowdy-Phase hatte. Das Papier hat sie zwar zu Konfetti verarbeitet, aber sie hat wenigstens nichts zerstört was wertvoll war. Versuch' das doch mal...)

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Juke
27.01.2004, 16:26
Hallo Katja

ich habe noch mal eine Frage. Wie sieht es denn aus wenn ihr da seid? Neigt Dein Hund dann auch dazu wenn er was findet es zu zerstören?

Gruss

Jutta

Nina B.
27.01.2004, 21:36
Hallo Katja!
Auch wenn das jetzt schon oft gesagt wurde, will ich nochmal wiederholen: das wichtigste ist auf jeden Fall, daß Du dem Hund in ganz kleinen Schritten beibringst , allein zu bleiben. Vorher darfst Du den Hund natürlich nicht so lange allein lassen! Was meinst Du, warum die meisten vernünftigen Frisch-Hundehalter sich ein paar Wochen Urlaub nehmen, wenn ein neuer Hund ins Haus kommt?Unter anderem deshalb, um dem Hund ganz langsam das Alleinsein beibringen zu können, bevor er dann später auch mal ne Stunde oder länger allein bleiben kann! In den ersten Wochen übt man täglich, erst 1 Minute... dann nach ein paar Tagen schon 5 Minuten usw.. und mehrmals täglich üben! Bevor man bei ner halben Stunde angelangt ist- das kann dauern! Denk dran, Dich nie gross zu verabschieden, nur kurz beiläufig "gleich wieder da...", mit Jacke anziehen usw, dann raus aus der Wohnungstür und nicht direkt in Geruchsnähe kurz warten. Ist er 1 Minute ruhig, gehst Du wieder rein, wieder ohne Trara, ziehst in aller Ruhe die Jacke aus und begrüsst den Hund erst nach ein paar Minuten. Es soll ganz normal und nicht aufregend sein! Lass ihm nen Pulli von Dir da, mit Deinem Geruch dran und nen Kauknochen(die Holzdinger finden meine Hunde auch uninteressant) aus Rinderhaut oder Rinderkopfhaut, riecht köstlich!- wenn Du mal bei ner halben Stunde angelant bist, z.B.
Hunde können auch aus Wut was zerstören, z.B. tritt das verhäuft auf, wenn Hunde ihren Willen nicht bekamen, sie keine Aufmerksamkeit bekommen oder so.Es ist keinesfalls immer Angst!Die Ursache ist hier auch wurscht, denn beide Fälle würden auf Dauer gelöst, wenn der Hund ganz langsam lernen würde, allein zu bleiben.
So, das ist mir noch dazu eingefallen. Viel Glück!

Katja77
28.01.2004, 09:59
Hallöchen,

sorry falls das so rüber kam das ich mich angegriffen gefühlt habe, ist aber nicht so.
Ja, ich übe es mit meinem Hund das er alleine auch mal bleiben soll, ganz klar.
Den größten teil mach ich schon was ich hier gelesen haben, sprich, kein Abschiednehmen und auch nicht wenn ich heim komme ihn/beide stürmisch zu begrüßen, es klappt sehr gut.

Das mit dem Maulkorb war auch nur eine Idee, die ich nicht schlecht fand. Ich werde natürlich erstmal andere Methoden ausprobieren was ganz klar ist für mich.

Ich bin jetzt schon seitdem wir den kleinen Roudy haben zuhause. Es kann sich aber auch bald ändern und ich bin nicht mehr daheim und dann muß er es lernen mal für 2-3Std.
alleine zu bleiben.
Wir sperren ihn ja wie schon gesagt dann immer in den Flur der aber noch nicht komplett Renoviert ist. Er bekommt sein Korb den er ja jetzt schon klein gemacht hat und auch sein Holzknochen, der ist auch für ihn nicht interessant. Was macht er dann also, puhlt den Beton aus dem Boden raus :mad:

Wir hatten ihn leider 2mal nicht dabei erwischen können, als er an meine guten Schuhe ging, obwohl wir daheim waren.
Wir werden ihn auch weiterhin im Flur einsperren, nur wissen wir schon nicht mehr was wir ihm noch zum spielen geben können. Worauf soll er sich legen wenn er ja selbst sein Schlafplatz (Korb) zerfetzt. :confused:

Bitte seht es nicht böse an wie ich schreibe, nur man kann sich halt nicht so ausdrücken als wenn eine Person vor mir steht und ich erzähle ihr was. Ich danke euch trotzdem weil ein paar sehr nützliche Tips waren ja dabei, die ich auch anwende.

Lg Katja77 :p

Juke
28.01.2004, 10:17
Hallo Katja,

du schreibst das Dein Hund anfängt den Beton aus dem Boden zu puhlen:eek: :?:

Da ist mir gleich eins eingefallen. Kennst Du das Buch: Hilfe mein Hund ist unerziehbar?! Da wurde auch dieses Thema beschrieben das Hunde anfangen die Wände zu zerkratzen und zu zerstören. Ganz geschweige auch von anderen Dingen noch. Vera Biber (Die Autorin) führt das auf die Ernährung mit zuviel Getreide zurück (Cerebralallergie).

Das Buch ist interessant. Lese es mal. Am Anfang dachte ich auch das kann ja wohl nicht sein aber zum Schluss hin war ich um einiges schlauer.

Gruss

changale
28.01.2004, 10:47
Hallo Katja,

Wenn er seinen Korb zerlegt hat (Dakota hat damit auch begonnen, fand es hinterher aber nicht mehr so interessant) dann leg ihm einfach eine alte Matte, Decke o.ä. hin. Es gibt da so Lammfell-artige Decken die bei unseren Hunden ganzg gut ankommen.

Anstelle des Holzknochen (Würden meine auch nicht anrühren; riecht nicht gut genug!) leg doch einfach ein paar Büffelhautknochen, Schweineohren oder ähnliches hin. Die sind mit Sicherheit interessanter und er kann stundenlang dran kauen und tut nebenbei noch etwas für seine Zähne!

Schuhe sind selbstverständlich bei Hunden sehr beliebt. Als ich mal meine guten Stuart Weitzman Schuhe für 1/2 Stunde im Flur gelassen habe, hat Dakota sich direkt auch drüber hergemacht. War mir 'ne Lehre!!!

Eine Freundin von mir hat mir dann einen Tipp gegeben den ich anfangs ziemlich komisch fand, aber im Endeffekt hat er geholfen. Wenn Du Deinen Hund in der Nähe Deiner Schuhe erwischst, dann schimpf nicht mit dem Hund sondern mit dem Schuh! Und zwar richtig... Wir haben das mehrere Male gemacht und weder Leika noch Dakota haben seitdem Schuhe auch nur angeguckt.

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Katja77
28.01.2004, 14:55
Hallo Jutta,

danke, ich werde es mir mal besorgen oder ausleihen das Buch. Schaden kann es ja nichts es sich mal durch zu lesen.

Lg Katja77

Katja77
28.01.2004, 15:01
Hallo Petra,

es ist ja nicht nur der Korb, mit einem Fell haben wir es auch schon probiert aber er macht echt alles klein, egal was es ist, nur nicht das was er darf ;)
Jetzt eine blöde frage von mir, warum soll ich ihn eigentlich langsam daran gewöhnen (was nicht heißt das ich es nicht mache)? er weiß doch auch das ich wieder heim komme auch wenn er etwas länger alleine ist.
Man sagt ja das Tiere (Hunde) kein Zeitgefühl haben.
Ach ja, mit so einem Kauknochen aus Büffelhaut oder was das ist, haben wir es auch schon probiert, den hatte er so gut wie nicht angekaut gehabt als wir wieder kamen und das war mal grad ne halbe stunde.

Lg Katja77

changale
28.01.2004, 15:15
Hallo Katja,

warum Du langsam üben sollst? Gegenfrage: Hast Du von heute auf morgen gelernt auf die Toilette zu gehen? Deine Eltern haben doch auch mit Dir geübt, oder?
Ein Hund kann es so besser verarbeiten. Wenn er merkt "Oh, sie war 3 Minuten weg und nichts Schlimmes war dran!" dann ist das für ihn ein positives "Gefühl". Also kann er beim nächsten Mal 10 Minuten auch als "nicht schlimm" empfinden. Er muß lernen, dass Weggehen nichts negatives hat, insbesondere bei seiner Vorgeschichte.
Hunde und kein Zeitgefühl? Das glaube ich eigentlich weniger. Meine wissen genau wann es Zeit ist für Leckerchen, wann's raus zu gehen hat und und und. Selbst den Unterschied zwischen Wochenende und normalem Tag kennen die beiden.

Wenn er auch die Decken zerfleischt, dann versuche es mit ein paar alten Handtüchern, Aufnehmern, o.ä irgendetwas was Du entbehren kannst. Deren Verlust kann man meistens verschmerzen...

Noch ein Tipp wäre zum Beispiel wenn ihr weg seid im Nachbarzimmer (weil er ja bei Euch im Flur ist) das Radio anzulassen oder ihm eine Kassette vorzuspielen die ihr vorher mit irgendwelchem Bla Bla (Guter Hund! Fein! So ist brav! etc.) besprochen habt. Wenn wir das Radio angelassen haben, waren unsere immer recht ruhig und waren während wir weg waren die meiste Zeit auf ihrem Platz.

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Katja77
29.01.2004, 10:07
Hallöchen,

Na da hast du ja vollkommen recht. Keiner kann alles auf anhieb.
Klar, alte Handtücher hab ich genügend aber irgendwann gehen auch mal die Handtücher aus ;)
Meine Hündin weiß auch wann Fressen angesagt ist, aber ich denke einfach das das ihre innere Uhr ist und sie weiß, wenn es Frauchen von arbeit heim kommt gibt es was zu fressen.

Wie kommt es aber, das selbst Tierärzte sagen, das Tiere(Hunde) kein zeitgefühl habe :?:


Lg katja77

changale
29.01.2004, 12:19
Hallo Katja,

hier ein kleiner Link bzgl. Hunde und Zeitgefühl. Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, aber man geht davon aus, dass Hunde zwischen kurzer, langer und sehr langer Zeit unterscheiden können.

LG,
Petra & die Husky-Rasselbande

http://www.haustier-community.de/thread6775.html

NinaV
29.01.2004, 21:32
Hallo Katja,

ich will Dir auch noch ein bißchen helfen. Halte mich kurz und knapp, soll aber nicht böse rüber kommen :) :

1. Wenn Du ihn alleine lässt, statte ihn mit leckeren, fressbaren Dingen aus (z.B. Ohren, Ziemer, Rinderhaut, gefüllter KONG etc.)

2. Lege in das Zimmer, in dem Du ihn zurück lässt nur Dinge, die Dir egal sind, zur Not nur Zeitungen, Pappkartons etc.

3. Denke immer daran, dass Dein Hund aufgrund seiner absolut traumatischen Erfahrung einfach nur panische Angst hat und dieses Verhalten NIEMALS aus Wut, Trotz, oder sonstigen (menschlichen) Beweggründen zeigt. Er zerkaut Dinge, weil er damit quasi seine Angst unter Kontrolle kriegt, sich besser fühlt. Er macht es nicht, um Dich zu ärgern. Daraus folgert

4. Zeige niemals Deinen Ärger über Zerstörungen, strafe NIE, ignoriere dies und den Hund beim rein kommen, rufe ihn beispielsweise ins Wohnzimmer, begrüsse nun kurz und ohne Aufregung, zieh Deine Jacke aus, trink Die 'nen O-Saft und räum anschliessend das Chaos weg. Lächle.

5. Wenn Du Dir nun die Zeit nimmst, um zu üben, fange wie beim Welpen von vorne an. Vergleiche ihn nie mit Deinem Vorgängerhund. Beginne (mehrmals am Tag) mit einer Minute, steigeren ganz langsam. Wichtig ist:
Gehe wieder zurück, solange Dein Hund sich ruhig verhält! Hörst Du, wie er z. B. Papier zereisst, warst Du zu spät. Dann musst Du warten, bis er ein paar Sekunden ruhig war und gehst erst dann wieder rein. Beim nächsten Mal musst Du noch früher zu ihm gehen. Wenn Du rein gehst, während er was kaputt macht, kann er das falsch verknüpfen, so nach dem Motto: Wenn ich was kaputt mache, kommt Frauchen wieder. Vielen, vielen Hunden (gerade mit solcher Trennungsangst) ist es nämlich egal, ob Du ihn (da auf frischer Tat ertappt und damit theoretisch "straffähig") beim Zernagen von Gegenständen erwischt und ausschimpfst, hauptsache ist, Du bist wieder da. Du hast sein Verhalten dann trotz negativer Einwirkung positiv verstärkt.

6. Wenn du so anfängst zu üben, darfst ihn zwischendurch natürlich nicht einfach mal 2-3 Stunden alleine lassen. Dann kannst Du nämlich wieder von vorne anfangen. Besorge Dir für solche Zeiten jemanden, der auf Deinen Hund aufpasst.

7. Hilfreich ist, wenn Du auch während Deiner ganz normalen Zeit, die Du zusammen mit Deinem Hund zu Hause verbringst, damit beginnst Dich ein wenig ab zu nabeln. Er sollte Dir nicht auf Schritt und Tritt folgen können. Bring ihm bei auch mal auf Kommando auf seinem Platz zu bleiben. Geh alleine aufs Klo/Duschen etc. Mach mal zwischendurch eine Zimmertür zu, hol Dir besagten O-Saft, mach das Zimmer wieder auf (wenn er ruhig war!) und tu als sei nichts passiert. Lass allgemeine Kontaktaufnahme hauptsächlich von Dir ausgehen.

Und... ...aufgrund seiner Parkplatzgeschichte... ...er weiss wirklich nicht, dass Du wieder kommst. Versetze Dich in schwierigen Situation einfach in seine Lage absoluter Verlassensangst und nimm ihm dieses Verhalten bitte nicht übel.

Hoffe es hilft Dir weiter.

Liebe Grüsse
Nina

Katja77
30.01.2004, 10:17
Moin moin Nina,

das was du jetzt geschrieben hast, kam absolut nicht böse rüber.
Ich bin echt froh über jeden Tip und schreibe hier ja auch weil ich wußte hier gibt es welche die mir tips geben können.
Mein Rüde, wird es schon irgendwann lassen das er alles kaputt macht, Kinder hat man auch nicht von heut auf morgen erzogen :)
Danke


Lg Katja77