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filou_bonny
19.01.2004, 21:56
Situation ist folgende:

Jessie (mit Bonny an der Leine) und ich (mit Filou) machen am Freitag unseren Nachmittagsspaziergang. Wir kommen hoch an den Rheindamm und sehen gleich mal unsere Nachbarhündin, die unangeleint auf die beiden zukommt. Filou reagiert nicht, Bonny bellt, sie (Nachbarhündin) lässt sich aber problemlos zurückrufen. Gehen dann den Damm hoch und entgegen kommt uns ein älterer Herr mit Hund, ca. Kopf kleiner wie Filou (Filou, Schäfermix, 36 kg). Herrchen macht keine Anstalten, den Hund an die Leine zu nehmen. Filou ist an der Flexi mit Kettenhalsband (allerdings ohne auf "Zug" zu stellen - by that way er hat auch ein Geschirr, allerdings haben wir hier im Moment Hochwasser und da er da immer rumtobt im Wasser und ihm dabei das Geschirr wohl unangenehm ist ... naja nur am Rande - hatte er es an diesem Tag nicht an!). Der Hund kommt also auf uns zu und ich rufe noch: Machen Sie doch bitte Ihren Hund fest! Antwort: Warum denn? Die ist erst zwölf Monate alt und aus dem Tierheim. Die will nur spielen! (Achja: Und der Spruch: Mein Hund macht doch nix! Geht bei mir auch noch in das Jahrestagebuch ein *smile*) Naja, nundenn wir den Damm hoch, Tibby oder Libby (wie sie denn auch immer hieß um uns rum). Ich habe Jessie dann angehalten, Bonny etwas kürzer zu nehmen, weil Bonny (Weibchen) zu Eifersucht neigt, wenn andere "Weiber" zu nahe an Filou kommen. Filou habe ich dann am Halsband genommen, aber die Kleine ließ einfach keine Ruhe und sprang laufend um Filou rum, zwackte ihn in die Hinterbeine (allerdings und das konnte man sehen ohne bösartig zu sein) Ich hielt in mittlerweile am Halsband, er hatte das Fell gesträubt und wedelte mit dem Schwanz! Der ältere Herr sagte dann laufend ich sollte doch Filou einfach loslassen, die beiden wollten doch nur spielen - warum habe ich das nicht gemacht??? ... da machte Filou dann eine kurze Drehung und schwupps saß ich auf dem A.... auf der Wiese! Ich habe ihn dann abgemacht (nach mehrmaliger Aufforderung des Mannes - Filou ist allerdings nicht gleich losgerannt, erst als er sich wohl auf seine Art versichert hatte, dass mir nix fehlt). Ich habe hier schon mal wegen Bodycheck gepostet. In diesem Fall nichts dergleichen. Die beiden haben wirklich toll gespielt. Ich konnte dem Mann auch nicht wirklich böse sein, obwohl im ersten Moment war ich schon recht sauer (gedemütigtreinblickunddiehos enabklopf) - hätte mir ja schließlich die Knochen brechen können in meinem gesegnten Alter oder vielleicht weil ich wirklich nur gewöhnt bin das mir Menschen von 200 m Entfernung schon zu schreien: Nehmen Sie den Köter an die Leine! Meine Frage genau ist: Unser Alter war ganz Offizier und Gentleman: Frauen immer erwünscht. Bei Filou ist das ganz anders (vermutlich auch durch Bonny). Er sucht sich SEINE Freunde sehr gut aus und damit sind auch Weibchen gemeint. Er hat ausser Bonny (seiner sozusagen Lebensgefährtin) noch zwei weitere Freundinnen, das war es dann aber schon hier in seinem Bezirk. Bitte mal um Eure Meinungen (habe ihn wirklich leider in DER Situation zwar noch halten können - also um das nochmal richtigzustellen: Wenn Leute uns entgegenkommen und haben ihre Hunde an der Leine, null Problemo, aber wenn die frei laufen und versuchen sich auf Filou draufzuschwingen - ich bin leider nicht Conan). V ermutlich liegt es daran, dass ich ihn eigentlich bis heute nicht richtig abschätzen kann (und selber vermutlich gleich auf fremde Hunde komisch reagiere ... die nicht angeleint sind - bin auch wirklich ein Gegner der Kleinhundbesitzter *räusper* die meinetwegen in Biergarten oder Wirtschaft einlaufen, Hund nicht angeleint, der Spruch: Der macht doch nix von Herrchen (Frauchen) auf den Lippen - wobei ich mich immer fühle als ob ich den Hund von Baskerville unter dem Tisch liegen hätte .. ). Ich bin eigentlich auch so ein "Kontrollmensch" (leider.... leider...) der die Situation am besten vorher schon total absondieren kann. Ist Filou dadurch automatisch ein "Kontrollhund"? Wenn jetzt aber was passiert WÄRE? Ich sage ja: Fragen über Fragen?

Das war recht lang - vielleicht blickt Ihr trotzdem durch!
LG Kerstin

billymoppel
19.01.2004, 22:44
hallo kerstin,
nein, ich blicke nicht so ganz durch, wo dein problem ist :D
wenn es ein mädele war, warum hast du ihn nicht gleich abgemacht? normale rüden finden vielleicht nicht jede hündin supi-dupi, tolerieren aber eine menge selbst von den schlechtgelauntesten frauenzimmern.
billy bekommt von der dackeline einer freundin regelmäßig eine aufs dach und er würde nie auch nur ansatzweise einen zahn gegen sie erheben. es wäre vielleicht anders, wenn sie im gleichen rudel leben würden, tun sie aber nicht.
bei mir isses ja nun so, dass möppi eher bißchen einen sprung in der schüssel hat, aber ich habe echt noch keinen rüden erlebt, der sie verwumst hätte. klar, mal ein knurrer, aber mehr nicht. und möppi ist ja nun der von dir angesprochene kleinhund. und ja, bei ihr weiß ich hundert pro, dass sie keinem anderen hund was zuleide tut, auch wenn sie noch so auf ihn zurast (und dabei bellt), was ja im hundeverhaltenskodex nicht regelgerecht ist. aber mal ehrlich, jeder selbstbewußte hund steht doch über so was drüber, zumindest jeder rüde. also lasse ich sie rasen, denn ich habe die hoffnung ja noch nicht aufgegeben, dass sie sich eines tages normal benimmt.
liegt das problem nun darin, dass du filou nicht vertraust? kennst du ihn zuwenig? setzt du ihn zuwenig situationen aus, um ihn kennezulernen?
bei billy weiß ich z.b. sehr genau, dass ich kontakte mit rüden seiner gewichtsklasse nicht überstrapazieren darf (es sei denn, sie sind völlig unterwürfig oder noch halbstarke), weil er sich mit der sorte gern mal anlegt oder sie sich mit ihm. dagegen hat er einem faible für westi-rüden. alles dinge aus erfahrung und eine hunde-keilerei zählt zu allen erfahrungen nun mal dazu.

lg
bettina

Mäusezahn
20.01.2004, 10:48
Hallo, Kerstin,
ich hätte Filou wahrscheinlich gleich losgemacht, wenn er nicht dieser absolute "ich mach alles platt, was nicht bei drei aufm Baum ist" Hund ist. Warum geht er an der Leine? Haut er Dir ab? Flexi heisst zumindest bei uns: er / sie kann laufen, ohne abzudüsen. (Frizzi ist läufig oder Anfangs bei Guilio und jetzt mit ihm im Wald, da trau ich ihm nicht weiter, als ich ihn werfen kann und das ist nicht weit! )
Giulio benimmt sich an der Leine anderen, größeren Rüden gegenüber auch oft nicht sehr höflich, abgemacht allerdings ist er der zurückhaltendste Hund. Das erste Mal haben wir ihn losgelassen, als ein anderer Rüde ohne Leine auf ihn zukam, beide wie zur Salzsäule erstarrten und wir wirklich nicht wussten, was jetzt kommt. Zumal es hiess, er könne nur bedingt mit Rüden. Das andere Herrchen stand einige hundert Meter weg, konnte auch nicht eingreifen. Ein Rüde an der Leine, auf den ein Anderer aufzusteigen versucht, ist wie eine geladene Pistole! Er muss sich wehren, bewegen können, eine Keilerei ist fast unausweichlich. Daher hiess es für uns: Leine los, und siehe da, Mann hat etwas gestarrt und ging dann jeweils seiner Wege! Seid er frei läuft, haben wir keine Rüdenprobleme mehr, heute früh waren wir mit vier Rüden und zwei Mädels unterwegs, ging einwandfrei. Physisch HALTEN kann ich meinen 28-Kilo-Hund, noch dazu bei den heutigen Wegverhältnissen, in der Situation auch nicht, das könnte noch nicht mal Arnie Schwarzenegger, wenn Hundi sich in die 10-m-Flexi schmeisst!
Wenns irgend geht, Leinen los, bzw wenn nicht (Raufer, Straße nebendran) BEIDE Hunde an die Leine und kein Kontakt.
LG
Karin

filou_bonny
20.01.2004, 19:14
Ahhh bin eben auf Vorschau gegangen ... um meine ganzen "Ergüsse" nochmal in "Vollbild" nachzulesen. WEEEEGGG! Jetzt nochmal in "Kurzform" ... Also Filou nicht trauen/vertrauen. Vertrauen schon - ich kann ihn abrufen, auch wenn auf kurze Distanz plötzlich Hund samt Halter auftaucht. Er hat leider ein Problem bei "fremden" Hunden (Mädels oder Jungs - egal). Vermutlich sind eben diese "fremden" Hunde auch das Problem, weil ich eben manchen Situationen (die Du auch angesprochen hast) bewusst oder auch teilweise unbewusst aus dem Weg gehe). Seine eine "aussereheliche" Beziehung war leider auch nicht ganz ohne handfeste Rauferei. Das "andere" Geschlecht hatte allerdings angefangen (petzpetz). Trauen ist eben das andere Thema: Unser "Erster" hat ganz klar das weibliche Geschlecht favorisiert (egal wie sie sich benommen haben - wie Du auch schon beschrieben hast). An der Leine benimmt er sich immer "haarsträubend". Deswegen verstehe ich auch die anderen Hundebesitzer, die dann gleich sagen: Der will nicht mit dir spielen! Mein Problem ist wirklich: Ich kann nicht abschätzen WIE er denn nun sein Wohlwollen verteilt. Ich beneide die Leute (um auf das andere Thema zu kommen) wirklich, die ihre Hunde einfach so laufen lassen können und die wirklich nichts machen - sprich "wortlos" an meinen beiden vorbeigehen (Neidneid, aber da muss ich wohl wirklich meinen eigenen Bammel erstmal grundlegend überwinden). Anders empfinde ich es wenn "frau" im Sommer (logischerweise bevorzugt) im Biergarten sitzt, froh ist das beide unterm Tisch liegen, sich nicht mucksen trotz massenhaft tierischer Gesellschaft, dann den "Neuankömmling" noch wohlwollend betrachten (ohne Geräusch) bis der dann unter ihren Tisch schiesst dreimal kläfft und wieder abrauscht. Klar er hat in dem Sinn auch "nichts" gemacht, ausser völlige Aufruhr bei meinen beiden zu verursachen. Ach Mist, das andere mail war halt noch ausführlicher ... etwas durchsichtiger oder auch nicht??

:cu: LG Kerstin

filou_bonny
20.01.2004, 19:17
wenn Du vielleicht den Beitrag an Bettina liest, sind vielleicht einige Fragen an Dich beantwortet? Wenn nicht, frage ruhig!

:cu: LG Kerstin

billymoppel
20.01.2004, 19:28
hi kerstin,
viel besser :D
ich habe jetzt verstanden, wo dein problem liegt, nämlich, dass er kein typischer rüde (mädels sind alle gut) ist. ein bißchen ist der wohl meiner kleinen ähnlich, die ihre sympathien auch wahllos verteilt. bei ihr habe ich mittlerweile rausgefunden: sie müssen klein sein und sie hat eine gewisse vorliebe für jack-russel-terrier (mit ausnahme der nachbarshündin, die hassen sich gegenseitig), egal ob weiblich oder männlich. auch dackel mag sie. und völllig daneben: irisch-setter. vor doggen hat sie dagegen schlimme panik: eine junge hündin ist im übermut (beim spiel mit billy) mal über sie drübergelaufen und hätte sie fast totgetreten mit ihren pranken.
wie ist denn die vorgeschicht von filou? hast du ihn schon immer, oder stammt er aus zweiter hand?

lg
bettina

filou_bonny
20.01.2004, 20:16
Filou ist sozusagen "Secondhand". Wir haben ihn aus unserer "Sperrmüllzeitung". Die heisst also tatsächlich so. Die Zeitung ist an und für sich auch nicht schlecht, wir haben alle unsere Hunde dort über Privatanzeigen gekauft, die Leute persönlich kennengelernt, naja das ist jetzt nicht sehr professionell, aber es geht hier ja auch nicht um diese Zeitung. Also da stand Filou dann irgendwann auch drin unter der Rubrik "Hunde", Text war in etwa so: Lackschwarzer 10 Monate alter Schäfer-Mix sucht dringend neues Zuhause wegen Nachwuchs, bitte meldet Euch schnell.

Also haben wir angerufen (also nachdem ich meinem Mann offenbart hatte, dass, wenn er einen zweiten Hund will sich schnell entscheiden muss, weil ich nicht mehr diesen Altersunterschied wollte - Bonny war ja schon da mit knapp einem Jahr) und da wurde uns unter Tränen gesagt: Es tut uns leid, der Hund ist schon im Tierheim . Er verliert so schrecklich viele Haare (ECHT!!) und das lässt sich mit dem Baby nicht vereinbaren. Als ich ihn das erstemal gesehen habe, habe ich nur gedacht, wann hat der das letzte Mal was zu fressen gekriegt? Wir sind auch nicht Probegassigegangen und haben auch sonst nix gemacht, was man so tun sollte (mittlerweile würde ich evtl. manches anders machen, wenn man hier so mitliest, trotzdem bin ich - glaube ich zumindest - noch nicht der "Antichrist" :p ). Mittlerweile - nach wirklich schwerer Zeit der Zerstörung, Anknurren usw. - haben wir uns zusammengerauft. Er ist ein manchmal etwas "extremer" Beschützer der Familie, aber trotz häufigem Kinderbesuch haben wir das irgendwie hingekriegt. Ich weiss nicht Bettina, ob Du das aus meinen Zeilen herausliest, aber ich denke schon: Er ist mein erster Tierheimhund ... bei allen anderen Hunden (Bonny eingeschlossen) gab es Schwarz und Weiss in der Beurteilung, sprich ich wusste wo ich dran war. Bei ihm stehe ich immer wieder im "Graubereich". Das war jetzt wieder eine sehr lange mail, aber ER beschäftigt mich immer. Er ist ein wirklich toller Hund geworden, der mittlerweile alleine bleibt ohne die ganze Bude in Schutt und Asche zu legen. Ja jetzt könnte ich hier wieder loslegen - soviel wolltest Du garantiert nicht hören. Sorry ... aber soviel zur Vorgeschichte von Filou ...

Vielleicht messe ich manchen "Belanglosigkeiten" bei ihm zu viel Bedeutung zu, aber generell möchte ich ihn verstehen können und das ist leider manchmal schwer ... oder vielleicht unmöglich?

LG Kerstin

billymoppel
20.01.2004, 22:43
nein kerstin, ist nicht zu lang. ich kann schnell lesen :D und außerdem hatte ich ja auch mal den ersten tierheim-hund und weiß, wie wichtig es ist, mit jemandem darüber zu reden. ich war vor fünf jahren auch am rande des nervenzusammenbruchs, weil ich mich halt sofort in billy verliebt hatte, eigentlich aber einen boxer (jedenfalls vom charakter) wollte. und dieser kniehohe wirbelwind war nun ganz anders. es war wirklich nicht leicht. nicht nur, dass er null erziehung hatte, sondern auch seine unabhängigkeit waren mir, die ich mit ruhigen charakteren groß geworden bin, nicht wirklich recht. ich stand schon mal vor der tür, um ihn wieder abzugeben. ich habe geheult dabei und mich entsetzlich schuldig gefühlt (denn lieb war er ja und er wollte auch unbedingt zu uns gehören, nur schwammmen wir nicht auf der selben welle) und wenn mir damals keiner zugehört hätte...darüber denke ich lieber nicht nach. damals gab es aber im th eine sehr nette abm-kraft, die mich einfach mal in den arm genommen hat.
wie lange hast du filou jetzt?
bei mir hat es jedenfalls lange gedauert bevor wir das billy-bettina-dream-team geworden sind. 2 jahre? 3 jahre? ich weiß nur, dass ich an einem späten sonnigen septembernachmittag mit ihm auf einer bank saß und den fluß runterguckte. er war gerade mal wieder von einem ausflug zurückgekehrt und plötzlich war es gut so und ich war nicht mehr sauer. ich hatte ihn angenommen. eine sehr lieber hund mit kleinen fehlern. ich musste eben lernen, dass ein jagdhund kein boxer ist, ich musste mich mit dem, in seinem alter unbehebbaren jagdtrieb, abfinden und er ein paar kommandos lernen. innere bindung entstand schon schnell, tiefe liebe und (gegenseitiges!) vertrauen weniger schnell. bis ich wirklich auf den grund seiner seele schauen konnte, bis ich die letzte seiner macken kannte, hat es halt gedauert.
es ist halt nicht wie beim welpen, wo die macken langsam kommen und man zeit hat, damit fertig zu werden, sondern der hund ist fix und fertig.
vielleciht bin ich mir auch deshalb so sicher, dass ich nie mehr einen hund so lieben werde, wie ihn.
aber wenn's dich tröstet: beim zweiten second-hand wird es leichter!

lg bettina

ps: das war jetzt auch lang!

filou_bonny
21.01.2004, 23:31
Du hast die Sache eigentlich in dem wirklich "tiefsten" Nerv getroffen. Da machen "Hundeerfahrung" (was ist das eigentlich wirklich - habe ich mich, seit wir ihn haben auch oft gefragt ) nicht wirklich was aus. Das wir jahrelang einen Hund hatten und das Glück, dass einfach alles passte. Diesen Blick den er manchmal hat, wenn wir uns einfach zu Hause mal "fetzen" (Bonny schläft da seelenruhig auf der Couch), als wenn er sagen wollte: Wann muss ich denn wieder weg? Ist vielleicht auch wirklich Gefühsduselei. Tatsache ist das wir ihn vier Wochen nach Nicky's Tod geholt haben (tja, er war eben groß und schwarz und sah "fast" aus wie ER) - das hat wirklich meinen Mann dazu veranlasst, er hat unendlich um Nicky getrauert - ich auch, auf eine andere Art und Weise). Mein Hund war er von Anfang an - von dem Sonntagnachmittag an im Oktober 2000, als ich diesen abgemagerten Hund in mein Auto geladen habe. Die wahre "Seelenverwandtschaft" - ich denke mal, das ist das was Du hier meinst - habe ich erst seit ca. einem Jahr (für mich - da hat er endlich aufgehört alles zu verwüsten, wenn wir nicht da waren - popliger Grund ....). Ehrlich gesagt, wenn da meine Tochter nicht gewesen wäre, die immer wieder gesagt hat: Wer soll ihn denn noch nehmen, ich hab ihn doch aber lieb (also lassen wir hier die zerfetzte Couch etc. mal aussen vor) -- ich weiss nicht! Hätte ich mir früher alles nicht vorstellen können. Das war und ist eben für mich eine Zeit, die ich so nicht kannte oder kenne. Es geht eben immer weiter und man(frau) lernt eben nie aus - hoffe ich doch mal! Er hat mich wirklich manchmal an den Rand von dem was ich geben wollte oder konnte getrieben. Vielleicht gerade und deswegen: Ist er manchmal so, weil ich ihn an der Leine schon so kurz nehme, weil ich einfach nicht weiss, wie er evtl. reagiert? Oh, das wird schon wieder ein ewig langes Ding ... er gehört und gehörte fest zu uns.

Liebe Bettina vielen Dank fürs zu"lesen"

filou_bonny
21.01.2004, 23:56
er GEHÖRT (und nicht gehörte) fest zu uns.

LG Kerstin

filou_bonny
22.01.2004, 00:17
... bezugnehmend auf Deinen letzten (oder vorletzten Satz), wie geht das mit den Zitaten? - Du wirst ihn oder sie wieder so lieben können. Auf eine andere Art und Weise - klar - und da bin mir fast sicher.

Gute Nacht Kerstin