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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : affentanz



neaira
14.01.2004, 17:32
wie manche von euch vielleicht schon mitbekommen haben,hab ich einen kleinen schisser.bzw. eine schisserin bei mir zuhause und unser problem treibt neue blüten:
amy hat ja diese furchtbare angewohnheit in ihrem schiss auf die hunde,die ihr unheimlich sind zuzurennen und dann führt sie folgenden affentanz auf: bremsung 1m vor dem objekt ihrer "begierde" und wildes im-kreis-herumgehüpfe,gepaart mit hysterischem bellen,man hört echt,dass sie nur ne grosse klappe hat.
nun hat sie bisher immer glück gehabt und es waren sehr grosse,ruhige hunde (sie ist ca.58cm hoch),die sie nur mitleidig angesehen haben,aber ihr glück wird ja nicht ewig halten...
schleppleinentraining fällt leider aus,da wir meist zu mehreren gehen (wenn wir alleine sind,ist sie meist abrufbar),und alle hunde es ja sooo witzig finden,an den sl zu rupfen und sie wegzuschleppen...,die besitzer übrigens auch..:confused:
hättet ihr da eine idee,wie ich das rausbekomme? wenn ich rufe kommt sie auch sofort wieder,..wenn sie fertig ist...
unser zweites problem ist,dass sie sich neuerdings auf schwächere,ängstliche bunde "stürzt",d.h.sie unterwirft und mobbt,wenn ich nicht sofort da bin,und wenn die nicht so machen,wie sie will schnappt sie manchmal,und das macht mich echt fertig,weil sie von einer sekunde auf die andere auf einmal eklig wird,obwohl sie grad noch aneinander geschnüffelt haben.
sie benimmt sich erst so heftig,seit wir sie kastrieren lasseen mussten (stand kurz vor ner gebärmuttervereiterung und war wirklich extrem scheinschwanger),war im august ´03 und sie einige prügeleien ausfechten musste.
wenn wir an den see fahren macht sie sowas nie,da hat sie ein 1a sozialverhalten,da ist sie so süss mit den anderen,dass die leute oft ganz hingerissen sind.
sie ist hier bei uns mittlerweile 4mal von hunden aus ihrem "freundeskreis"verdroschen worden,teilweise hat sie schon kleinere blutende wunden im gesicht und am rücken davongetragen..,aber das war den anderen egal...standardantwort.:"fragt mich vielleicht einer,wies meinem rüden nach ner prügelei geht?"
schätze mal,das hat ihr vertrauen etwas angeknackst,vor allem weils in "ihrem"park war.
was haltet ihr davon?

danke und viele grüsse, neaira und amy

Hovi
14.01.2004, 21:37
Hallo Neaira,

ich hab auch so einen Durchgeknallten daheim, der sich ähnlich wie Deine Amy aufführte: auf andere Hunde kläffend zurasen, um sie rumhüpfen, auf einen Sicherheitsabstand von 2 - 3 Meter zu dem fremden Hund achten... und wenn er sich einschüchtern läßt, wird er geschubst oder grob "bespielt".

Ich wertete das als übersteigertes Selbstbewußtsein und versuchte, es mit positiver Bestärkung fürs Bravsein (mit Leckerli vollstopfen, wenn ein anderer Hund vorbeigeht) und mit Schleppleine (das Spiel abbrechen, wenn es zu grob oder die Kläfferei zu wild wird).

Alles vergeblich.

Wir suchten dann eine Hundeschule auf - der Trainer dort konditionierte meinen Rabauken auf Trainingsdiscs. Und siehe da: Eine wundersame Wandlung vollzog sich! Plötzlich war ein Spiel ohne Gekläffe und ohne Grobheiten möglich!

Und noch wichtiger: Hinter der großmäuligen Fassade, so zeigte es sich, verbirgt sich ein ganz und gar nicht so selbstbewußter Hund, der nun (da er nicht mehr kläffen darf) öfter mal Schutz bei Frauchen sucht ;).

Ich kann Dir nur empfehlen, eine Hundeschule mit Amy aufzusuchen, in der Erwachsenen-Spielgruppen angeboten werden. Ob Discs für sie das geeignete Mittel sind, muß der dortige Trainer aufgrund ihres Verhaltens beurteilen.

Aber bevor man sich selber die Nerven ruiniert, weil NIX, aber auch GAR NIX helfen will, ist der Besuch einer Hundeschule wirklich die angenehmere Alternative.

Grüßle
:cu:
Claudia

neaira
15.01.2004, 10:20
hallo claudia!

ich bin mit amy seit etwa 2monaten in der hundeschule und meine trainerin denkt ,dass sie erstmal gute erfahrungen mit hunden machen sollte,damit sie nicht mehr diese "angriff-ist -die.beste-verteidigung" fährt,und wenn sie wieder einigermassen sozialsicher ist,will sie anfangen,mit ihr/uns unterbrechungssignale zu trainieren.
der witz ist ja,das sie in der huschu gar nicht so schüchtern oder giftig ist,da ist sie ne recht nette,nur ein bissel grob manchmal und sie versucht halt mitzumobben,wenn sich jemand findet,aber sowas wird sofort unterbunden,um die schüchternen zu schützen.
es beruhigt mich doch sehr,dass es doch noch andere exemplare dieser art gibt,bzw.gab!

viele grüsse,neaira

Hovi
15.01.2004, 11:58
Hallo Neaira,

da kannst Du beruhigt sein, Hunde, die aus Unsicherheit Theater machen, gibt es wie Sand am Meer ;).

Sehr schön zu sehen, wenn zwei etwa gleich große und gleich starke Hunde einen riesen Leinen-Zinnober veranstalten. Da wird gefletscht, geknurrt, gebrüllt und Herrchen/Frauchen fast von den Beinen geholt.

Sind sich beide Besitzer einig, leinen die Hunde ab und entfernen sich rasch, so beobachtet man i. d. R. folgendes:

Die Hunde stürzen aufeinander zu, bremsen abrupt, mit gestellter "Bürste" wird der andere umkreist, beschnuppert - und dann folgt der ratlos-empörte Blick zum Hundeführer: "He, was soll ich denn jetzt machen? Wie konntest Du mich so im Stich lassen?". Und beide Hunde trennen sich, um ihren Besitzern zu folgen. Habe ich wunderbar zwischen dem damals 1jährigen Jason und einem gleichaltrigen Akita beobachten können.

Natürlich gibt es auch notorische Beisser OHNE solches Sozialverhalten, aber bei denen weiß es der Besitzer normalerweise und wird einem Ableinen nicht zustimmen.

Mit Dustyn bin ich noch LANGE nicht soweit, dass ich ihn auf fremde Hunde zulaufen lassen kann - da sind noch einige Wochen/ Monate Hundeschule fällig, bis sich sein Selbstbewußtsein so stark stabilisiert hat, dass er das Gekläffe nicht mehr nötig hat ...

Also, nur Mut, möglichst viele Spielgelegenheiten für Amy, und zum richtigen Zeitpunkt das richtige Abbruchsignal!

Grüßle
Claudia