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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhaltensveränderung nach Kastration (Angst vor Rudelführer)



wicca666
13.01.2004, 08:39
Hallo,
meine 14 monate alte Phoebe wurde am 16.12.03 Kastriert. Die Narbe ist sehr klein (5cm) und sie bekam nur ein Hautfreundliches Pflaster auf die Narbe. Diese Plaster sollte ich alle zwei Tage wechseln bei Nässe sogar jeden Tag. Zwei Tage nach der OP war Phoebe wieder völlig Fit. Da das Pflaster fast jeden Tag schmutzig war habe ich es fast tägl. gewechselt. Nach ein paar Tagen fand sie das gar nicht mehr lustig und sie fing an sich vor mir zu verstecken nachdem ich ihr das alte Pflaster abgemacht habe. Aber ich konnte sie dann doch noch mit Leckerli locken. Allerdings zwei Tage bevor die Fäden gezogen werden sollten, war nichts mehr zu machen. Selbst mit hilfe meines NG konnte ich ihr kein Pflaster mehr auf die Narbe machen. Ich habe es dann auch gelassen. Beim Fädenziehen mussten wir sie zu zweit festhalten.
Nun sind fast vier Wochen vegangen und Phoebe traut mir immer noch nicht wieder, wenn ich sie nach einem feuchten Spaziergang abputzen möchte versteckt sie sich. Ich darf sie nicht auf der Bauchseite berühren und auch nicht anderwertig Untersuchen. So zum Beispiel vor ein paar Tage kamm sie leicht Humpelnt aus dem Gebüsch. Zu Hause wollte ich nachschauen ob sie sich was eingetreten hat selbst das hat sie mir nicht erlaubt. Ich habe jetzt Angst das das total guten verhältnis das wir hatten kaputt gegangen ist durch die Kastration. Oder braucht sie nur noch mehr Zeit. ie soll ich mich verhalten damit sie wieder Vertrauen zu mir hat.
Gruß und Danke
Gaby

AnnaS
13.01.2004, 09:12
HI

Also selbst wenn es ein hautfreundliches Pflaster ist, ziept es doch, wenn man es abmacht. Und wenn deine Kleine das jeden Tag über sich ergehen lassen musste, ist es kein Wunder, dass sie irgendwann empfindlich wird und eben keine Lust mehr hat bzw auch Angst davor entwickelt. Nun musste das ja nun mal sein, und du konntest es nicht verhindern. Ich denke, einen bleibenden Schaden für eure Beziehung wird es nicht geben, aber natürlich ist das Vertrauen wohl ein bissl angekratzt. Ich würde an deiner Stelle in nächster Zeit den Körperkontakt zu positiv wie möglich gestalten. Lass ihr auch ruhig die Freiheit, dass du sie halt nicht streichelst, wenn sie das nicht möchte.

Irgendwelche Untersuchungen solltest du auf das Nötigste beschränken, aber durchaus eine notwendige Untersuchung durchziehen. Wenn sie humpelt, MUSST du gucken, ob da was ist. Also solltest du die Waage halten zwischen freiwilligen Körperkontakt, aber den gezwungenermaßen notwendigen Untersuchungen.

Wie wehrt sie sich denn dagegen? Wird sie dir gegenüber böse, knurrt oder schnappt? Oder windet sie sich einfach nur raus aus der Situation?

Ich glaube, in Bezug auf die Rudelführerschaft musst du dir keine Gedanken machen. Das renkt sich wieder ein, du musst nur Geduld und Feingefühl haben.

Gruß
Anna

wicca666
13.01.2004, 09:36
Hallo Anna,
natürlich lass ich sie in Ruhe ich zwinge sie nicht zu irgentwelchen Körperkontakten mit mir. Ich darf sie auch Streicheln (nur nicht auf der Bauchseite) und ich bin auch nach wie vor die Hauptperson für sie. Nein sie Knurrt und Schnappt nicht nach mir sondern sie Windet sich aus der Situation heraus und versteckt sich in ihren Körbchen. Meine befürchtung ist halt das sie mir dieses Ziepen durch das Pflaster auf dauer übel nimmt. Ich hatte vor ein paar Tagen meinen Sohn gebeten sie mal Trocken zu machen und siehe da er konnte ihr ohne weiteres auch den Bauch abwischen. Er war auch nie beim Pflaster wechseln dabei. Soll er es jetzt vorerst machen oder soll ich es immer wieder auf sampfte Art selber machen. Damit sie mit der Zeit merkt das ich ihr nicht mehr Weh tue.
Gruß Gaby

changale
13.01.2004, 13:38
... Deine Maus wird Dir nicht gleich ihr komplettes Vertrauen entziehen, aber Dir muß auch klar sein, dass sie natürlich kurzfristig erst einmal Schmerz mit Dir in Verbindung gebracht hat, wenn Du es warst, die ihr in den letzten Tagen immer das Pflaster gewechselt hat.

Mein Vorschlag wäre, dass Du Deinen Sohn, Partner, etc. sowas (alles was mit ihrem Bauch zu tun hat) jetzt erst mal machen läßt und Du Deine Phoebe erst einmal ein wenig pamperst. Dann lernt sie, dass Du ihr keine Schmerzen zufügen möchtest. Nach einer gewissen Zeit sollte sie dann wieder genau so vertrauensvoll Dir gegenüber sein wie eh und je... Lass nur erst einmal Deine Finger von ihrem Bäuchlein weg und streichele sie an Kopf, Hals, Ohren, Brust, etc. Du wirst sehen, nach ein paar Tagen (manchmal allerdings auch Wochen) entspannt sie sich wieder und wird Dich so "behandeln" als ob nichts geschehen sei.

Viele Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Dagi
13.01.2004, 22:50
Hallo Gaby,

unsere Amy wurde im November kastriert, und wir stellten auch fest, dass sie sich momentan nicht so gerne mit dem Handtuch abrubbeln lässt, wobei wir keine Pflaster wechseln mussten, sondern nur beim Fädenziehen mit festgehalten haben.
Ich hab sie jetzt nicht festgehalten, sondern immer gelockt und dabei mit Leckerchen (ausnahmsweise) verwöhnt und lobe sie viel und anschließend gibt es ein kurzes Zerrspiel. Hab ich so gemacht, damit es auf Dauer kein "Krampfzustand" wird.
Ich würde an Deiner Stelle auch erst mal Abstand von ihrem Bauch nehmen und wo es geht das Abtrocknen die anderen machen lassen, damit sie über einen längeren Zeitraum wieder merkt: die will mir nix. ;)

Interessant ist dabei übrigens folgendes: ich unterhielt mich vor der Kastration natürlich mit unserem TA über mögliche Folgen. Unter anderem sprach ich ihn auf die von manchen Menschen beobachtete Wesensveränderung bei Hündinnen (die angeblich eher ins negative gehen sollen) an.
Seine Erfahrung dazu teilte er mir so mit: die Halter kommen z.B. in eine Situation wie eure, denken dass es durch die Kastration kommt, werden dem Hund gegenüber vorsichtiger, vor allem ängstlicher und produzieren regelrecht eine "negative" Verhaltensänderung, sprich, dass der Hund lernt, wie er sich Leute vom Leib halten kann z.B.

Ich denke jetzt zwar nicht, dass Deine Gedanken so weit gingen, aber es ist gut, dass andere diesen "Job" erst mal übernehmen können, nur musst Du dann nach einer Zeit auch wieder ran, wenn Du denkst, dass sie Dir wieder vertraut. Nur Mut! Das wird schon wieder.

:cu: Dagi & Amy

wicca666
14.01.2004, 07:29
Hallo an alle,
erst einmal Danke für die hilfreiche Worte.

@ Dagi
Ich bin nicht übermäßig vorsichtig mit ihr umgegangen. Auch zwinge ich sie nicht zum Sauber machen. Ich locke sie auch mit zuckersüßer Stimmer und mit Lerckerlis wenn keiner meiner Männer da ist (was am Tag der Fall ist). Ich glaube schon das es am Pflaster liegt und nicht an unsicheren Verhalten meinerseits. Außerdem lässt sie mich ja auch andere Dinge nicht machen wie z.B. mit der Pfote, obwohl sie ansonsten mir die Pfote gibt. War/ist das bei deiner Maus auch so oder hat/lässt sie dich nur an den Bauch nicht. Im übrigen ansonsten bin ich nach wie vor der mittelpunkt für Phoebe, sie läuft mir überall hinterher, sie kuschelt mit mir und sie liegt wartend an der Wohnungstür wenn ich mal alleine raus gehe. Ach da fällt mir noch was ein, wenn ich in die Hocke gehe dann kommt sie nicht zu mir (seid der Kastration) selbst dann nicht wenn ich gar kein Tuch in der Hand habe dafür aber sichtbar ein Leckerli.

Gruß Gaby u. Phoebe

Krissi77
14.01.2004, 12:08
Hallo!

Unsere Sally ist auch erst vor kurzem kstriert worden, etwa um die gleiche Zeit wie eure Phoebe. Sie hat´s gut überstanden und ist wieder die alte.
Ich habe mir natürlich auch Gedanken gemacht über die so häufig erwähnte Verhaltensänderung. Unser Tierarzt meinte, wenn eine (hormonell bedingte) auftritt, dann erst nach etwa 3 Monaten, da es eine gewisse Zeit braucht, bis sich der Hormonhaushalt neu eingestellt hat.

Sally war in den ersten beiden Wochen (vor allem gegenüber meinem Freund, der sie immer zum TA gebracht hat) zurückhaltender, dachte wohl er sei "Schuld" an ihrem Elend. Aber das ging schnell vorbei...
Hoffe bei euch ist auch alles auf dem Weg der Besserung...

Gruß,
Krissi

Dagi
14.01.2004, 18:40
Hallo Gaby,

eh, ich wollt Dir mit dem Beitrag auch nicht unterstellen, dass DU vorsichtiger geworden bist. Ich wollte das nur mal allgemein einwerfen für alle "Mitleser", denn ich fand das sehr interessant.

Also, Amy hat das auch an den Pfoten nicht mehr so gerne. Hatte sie zwar noch nie sonderlich, aber es ging. Jetzt ist es etwas "schwieriger" geworden, aber keinesfalls so wie bei euch. Ich kann sie trotzdem abtrocknen, egal ob Bauch oder Pfoten, aber sie versucht erst mal auszuweichen, beschwichtigt wie irre (Schnauzelecken), aber lässt es mit hängenden Ohren über sich ergehen. Ansonsten ist bei uns alles beim alten geblieben.

Ich hoffe, dass sich bei euch alles schnell wieder einrenkt :)

:cu: Dagi & Amy

wicca666
14.01.2004, 19:54
Hallo,
alleine zu Lesen das es bei anderen auch so ist hilft mir ja schon weiter, der Mensch neigt ja immer dazu zu Denken das es nur ihm alleine so ergeht. Ansonsten ist Phoebe auch wie immer sie Tobt mit ihren Hundefreunden und auch mit mir Spielt sie nach wie vor und eigenartiger Weise wenn ich bei so einer Spielaktion an ihren Bauch kommen stört sie das nicht. So als wenn sie es dann nicht bewusst wahr nimmt. Na ja ich lass ihr die Zeit die sie braucht um wieder das volle Vertrauen zu mir zu haben.

Gruß an alle ich werde mich wieder Melden wenn sich was verändert.
Gaby und Phoebe

wicca666
24.01.2004, 09:40
Hallo an alle,
wollte nur mal Bescheid geben das ich seid zwei Tagen wieder an den Bauch meiner süßen darf.:wd:
Gruß Gaby und Phoebe

AnnaS
24.01.2004, 10:30
Na das ist doch toll! Freut mich für dich :wd:

Gruß
Anna

Dagi
24.01.2004, 11:27
Hallo Gaby,

hey, das ist ja super! Ich freue mich für euch! :wd:

:cu: Dagi & Amy