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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Allergie !!! Was soll ich bloß noch tun ???



betoa
05.07.2002, 02:18
Im November 2001 holten wir uns, nach langem warten, endlich unseren Neufundländerwelpen „Amber". Alles war schön und gut... Unser 1. Hund ( Mischling ), verstand sich nach 2 Wochen Eingewöhnungszeit prima mit dem Welpen und unsere 3 Katzen duldeten den sanften Bären auch in unserem Haus. Erziehung, Welpenstunde, alles hat prima geklappt. Doch...
Nach ein paar Monaten bemerkten wir einen Hautausschlag am Bauch, sowie vermehrtes Kratzen hinter den Ohren. Behandlungen mit Salben und Shampoo, schlugen fehl.
Erst nach der Einnahme von erheblichen Mengen Cortison und Antibiotika ( um die Entzündungen in den Griff zu kriegen ), trat eine leichte Besserung auf.
Nach mehreren Blutentnahmen und Besuchen bei mehreren Tierärzten ( einfach um eine 2. Meinung zu hören ) , stellte sich die Diagnose Allergie im Differentialtest wie folgt :

Penicillium notatum, Cladosporium herbarum, Rhizopus nigricans : Reaktionsklasse 4 ( 1-5 )
Aspergillus fumigatus, Alternaria alternata : Reaktionsklasse 3
Futtermilben ( Acarus sira, Thyrophagus p. ) : Reaktionsklasse 4
Hausstaubmilben Reaktionsklasse 1 ( nicht relevant )

Da eine Meidung mancher dieser Allergene unvermeidlich ist, da sie u.a. in Erde, Blättern,usw. vorkommen und unser Hund sich ohne Cortison totkratzen würde, haben wir beschlossen eine Desensibilisierung durchzuführen. Doch dazu kam es nicht.

Unsere Hündin brach abends, trotz der relativ „geringen" Menge Cortison ( alle 2 Tage 20 mg ), die ausreichte um den Juckreiz ( Streß ) zu verringern, nach Erbrechen und Durchfall einfach zusammen. Sie wollte nicht mehr aufstehen. Sie war wie weggetreten. Sämtliche Versuche Sie aufzurichten scheiterten, indem sie einfach in sich zusammenbrach. Wir fuhren, auf Anweisung unseres Tierarztes in eine Tierklinik. Dort wurde sie mit Cortison und Antibiotika behandelt und an den Tropf gehängt. Nach 2 Tagen trat Besserung ein. Das gesamte Tierärzte- Team einschließlich unseres Tierarztes steht nun vor einem Rätsel. Es wurden insgesamt 7 Röntgenaufnahmen vom Darm, Herz usw. gemacht. Ein EKG wurde durchgeführt viele Tests... Einen allergenen Schock, Vergiftung, usw. sind relativ auszuschließen.
Unsere Amber kann mittlerweile wieder aufstehen, sie frißt kleine Portionen und ist, so glaube ( hoffe ) ich auf dem Weg der Besserung. Die Vorfahren, haben lt. Züchter nie Probleme mit Allergien oder sonstigen Vorfällen gehabt. HD, ED, etc., ist sowieso OK ?!?
Da eine Futtermilbenallergie aufgetreten ist, mußte ich von Trockenfutter ( Regal Lean Bites ), auf ein Naßfutter, bzw. selbstgekochtes (Kartoffeln, Nudeln, Reis, Putenfleisch, Mineralstoffutter ) wechseln. Als Naßfutter habe ich Rint sensible gewählt, das angeblich aus 100 % Lamm ( Nebenerzeugnisse ) und Kartoffeln besteht. Kennt jemand dieses Futter ? Könnte evtl. die Futterumstellung damit zutun haben? Die Tierärzte verneinen dies z.T. Ich weiß einfach nicht mehr weiter... Hat jemand Erfahrungen mit Allergiekern ??? Ist euch schon einmal etwas ähnliches passiert ??? Was würdet ihr für ein Naßfutter empfehlen ???
Ich bin für jede Antwort dankbar...

Ute
05.07.2002, 15:44
das hört sich ja alles schrecklich an, da leidet man ja richtig mit.
Also ich habe gehört bzw. gelesen, daß bei einer Futterum-
stellung von Trofu auf Naturkost , eine Entgiftung im Körper stattfindet und durchaus eine kurzzeitige Verschlechterung des Gesamtzustandes des Hundes mit Durchfall und Erbrechen
auftreten kann. Ob das aber in diesem Fall zu trifft ? Wenn die
TÄ sich schon keinen Rat mehr wissen, heißt es einfach abwarten.

Gute Besserung
Ute

Ulla
05.07.2002, 22:10
es tut auch mir sehr leid mit Deinem Hund. Leider weiß auch ich keinen Rat, aber ich möchte Dich bitten mit dem Cortison sehr vorsichtig zu sein. Du schreibst von einer "geringen" Menge Cortison, aber 10 mg pro Tag sind meiner Meinung nach schon ziemlich heftig! Meine Hündin ist aufgrund einer unheilbaren Erkrankung auf die tägliche Gabe von Cortison angewiesen, sie bekommt täglich 4 mg und obwohl es für sie lebensnotwendig ist und sie auch nur die Menge die ihr fehlt bekommt (sie kann selbst kein Cortisol mehr produzieren) sind die Nebenwirkung doch schon ziemlich ausgeprägt: das Fell ist dünner geworden, vermehrter Hunger und Durst und dadurch bedingt ist sie auch inkontinent geworden. Es ist sogar möglich, daß durch die ständige Gabe von Cortison bei einem "gesunden" Hund (wie bei Dir) die Erkrankung meiner Hündin (Nebenniereninsuffizienz) verursacht werden kann und der Hund wäre dann lebenslänglich auf die (nicht gerade billigen) Tabletten angewiesen. Ich hoffe, daß die Desensibilisierung bei Deinem Hund Erfolg hat und er nicht auf die ständige Gabe von Medikamenten angewiesen ist.

Alles Gute
Ulla:)