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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wenn fiffis sich verbeissen



Alpha
18.04.2002, 00:09
Hallo miteinander !Vorgestern

Alpha
18.04.2002, 01:07
Ich habe meinen Beitrag jetzt 5mal geschrieben(der ist natürlich recht lang)und jedesmal ,wenn ich ihn abschicken wollte,war ich plötzlich angeblich nicht mehr registriert und der Text war weg!Ich bin sooo wütend!Kann man sich gar nicht vorstellen-seit 2 Tagen schon will ich den Beitrag hier reinsetzen!Fliegt man nach 10 Minuten Schreiben aus der Registrierung raus oder was?Das macht hier echt keinen Spaß mehr...Vorher war ich registriert(bevor jetzt wieder doofe Kommentare kommen).Mann,bin ich sauer!Kein Bock mehr:mad:

Flocke
18.04.2002, 01:23
Hm... welches Problem hat du mit Fiffis *grübel*

Nee, mal ernsthaft... Schreibe den Text in Word (offline), logge dich hier ein und rufe Word auf. Dann kopierst du den Text und fügst ihn hier wieder ein. Sollte es wirklich an der Zeitspanne liege, überbrückst du diesen Fehler somit.

Alpha
18.04.2002, 01:32
Danke für den Tipp-werd ich morgen machen(heut ists zu spät).Ich mußte vorgestern mal wieder mit ansehen,wie falsch Hundehalter als auch Passanten sich verhalten,wenn ihre Hunde sich verbissen haben und will mal auflisten,wie man sich richtig verhält(da anscheinend viele das nicht wissen),da jeder Halter sich vorher im Klaren darüber sein sollte,wie die Hunde zu trennen sind.Vorgestern wars echt zu heftig...(hatte sogar selber nen Schock).Die Leute haben nur die Situation vor,während als auch nach dem Vorfall so dermaßen verschlimmert,daß wohl mal ein Beitrag in der Richtung fällig ist.Hoffe,es interessiert überhaupt jemanden-die meisten scheinen ja leider zu denken:mir passiert sowas nie!Dabei sollte man vorbereitet sein,finde ich.Oder?
Alpha&Rudel grüßen

Flocke
18.04.2002, 01:52
Oja... falsches Verhalten von Hundehaltern kenne ich... Zwar macht jeder Fehler - wir sind ja auch nur Menschen - aber manchmal ist es schon erschreckend, wenn man sieht, dass manche Leute sich einen Hund angeschafft habe, ohne sich überhaupt einmal vorher informiert zu haben. Ich spreche dann diese Leute an - die meisten sind natürlich nicht sehr erfreut darüber und nehmen keinen Rat an. Aber ich sehe es wirklich so: Wenn ich 30 Leute anquatsche und von diesen 30 ist auch nur einer bereit, sein Verhalten dem Wuff gegenüber zu änder, dann habe ich viel erreicht.
Wünsche angenehme Nachtruhe - muss jetzt auch mal so langsam ins Bett *g*

Brigitte Fenche
18.04.2002, 07:23
Original geschrieben von Alpha
Danke für den Tipp-werd ich morgen machen(heut ists zu spät).Ich mußte vorgestern mal wieder mit ansehen,wie falsch Hundehalter als auch Passanten sich verhalten,wenn ihre Hunde sich verbissen haben und will mal auflisten,wie man sich richtig verhält(da anscheinend viele das nicht wissen),da jeder Halter sich vorher im Klaren darüber sein sollte,wie die Hunde zu trennen sind.Vorgestern wars echt zu heftig...(hatte sogar selber nen Schock).Die Leute haben nur die Situation vor,während als auch nach dem Vorfall so dermaßen verschlimmert,daß wohl mal ein Beitrag in der Richtung fällig ist.Hoffe,es interessiert überhaupt jemanden-die meisten scheinen ja leider zu denken:mir passiert sowas nie!Dabei sollte man vorbereitet sein,finde ich.Oder?
Alpha&Rudel grüßen

Topsy
18.04.2002, 11:01
Hallo Alpha,

bin auf Deinen Beitrag sehr gespannt!!! Leider kommen Beissereien öfter vor und es ist immer gut zu wissen, wie man sich verhalten soll.

Das Problem mit dem Rausfliegen hatte ich auch. Ich mache es so, wie schon jemand schrieb: Über Word schreiben, kopieren und einfügen. Klappt suuuper :) Viel Erfolg; Du schaffst das ;)

Liebe Grüße

Elke :)

sporty
18.04.2002, 13:15
hi alpha,
dieses problem mit dem nicht regestriert sein hatte ich auch.
da habe ich einfach mein profil geändert. so, dass ich jetzt schon regestriert bin wenn ich die seite betrete,

nicole

sporty
18.04.2002, 13:18
uuuups hab was vergessen.
klar möchten wir das lesen man lernt ja nie aus! :)

tschööö!!!

Brigitte Fenche
18.04.2002, 13:39
Bin sehr gespannt auf das Thema festbeißen.
Ich habe einen 8-Monate alten Am-Staff und sie ist total lieb.
Letztens ist es aber passiert, das sie mit einem unerfahrenen großen Welpen gespielt hat und sich ohne jede Agression festgebissen hat. Wir wußten nicht, was wir machen sollten .
Wir haben ihr dann etwas die Luft abgehalten und sie hat losgelassen. Jetzt habe ich Angst, das soetwas nochmal passiert. Es kann doch nicht sein, das ich ihr immer die Luft abhalten muß. Kann ich es ihr nicht abgewöhnen.
Was gibt es noch für Möglichkeiten?

Um viele Tips und Ratschläge wäre ich dankbar.

Viele Grüße
Gitti und Luna

Topsy
18.04.2002, 14:41
Hallo Gitti,

wie kann sich ein Hund festbeißen, ohne dass er beißt :confused: Was hat das mit der Unerfahrenheit des anderen Hundes zu tun und wie sah es der Besitzer des anderen Hundes?
Ich habe es auch schon leider öfter erlebt, dass Halter meinen, ihre Hunde würden "nur" spielen, dabei war es ernst und mein Hund anschließend verletzt. Das will ich Dir jetzt aber nicht unterstellen, es ist nur eine Aussage.
Darfst Du Deinen Hund bei Euch ohne Maulkorb führen und ableinen???
Darf diese Rasse wieder gezüchtet werden, ich denke es wurde verboten?

Das soll kein Vorwurf sein, aber es interessiert mich.

Gruß

Elke

Brigitte Fenche
18.04.2002, 15:55
Hallo Elke,
ich glaub, das ich mich blöd ausgedrückt habe. Luna spielte
ganz normal und der andere Hund spielte nicht so richtig mit.
Dann ließ Luna einfach nicht mehr los. Die Hundehalter haben sich natürlich aufgeregt, genauso wie ich auch. Nachdem wir sie dann von dem Hund entfernt hatten, war keine Verletzung vorhanden, aber sicherlich eine schlechte Erfahrung.
Mir tut das sehr leid und möchte, das es kein nächstesmal mehr gibt. Weiß aber nicht, wie ich vorbeugen soll. Ich habe festgestellt, das sie bei älterern, erfahrenen Hunden sowas nicht macht. Ich kann sie doch jetzt nicht mehr nur angeleint lassen. Wäre auch nicht gut für das sozialverhalten.
Luna ist im Tierheim geboren, weil die Besitzer von der Mutter von Luna illegal züchten wollten. Erst sollten die Jungen eingeschläfert werden, aber sind dann doch alle vermittelt .
Luna hat vorläufige Maulkorb und Leinenbefreiung bis zum Verhaltenstest, weil ich regelmäßig zur Hundeschule gehe.
Nun hätte ich aber gerne Tips.

Bis bald.

Gitti

Topsy
18.04.2002, 16:43
Hallo Gitti,

leider kann ich Dir keine Tipps geben.

Ich finde es aber sehr verantwortungsvoll von Dir, dass Du dieses Problem unter Kontrolle bekommen willst. Wenn der andere Hund keine Verletzungen hatte, wird er wohl nicht stark zugebissen haben, obwohl es Verletzungen gibt, die erst später erkennbar sind, so war es mal bei meiner Hündin, die allerdings langhaarig ist. Können die Trainer in der Hundeschule Dir keinen Tipp geben? Das Einzige was ich weiß, dass es typisch ist für "Kampfhunde", dass sie nicht loslassen und ob man ihnen das aberziehen kann???
Laß sie einfach mit den Hunden spielen die sie kennt. Unerfahrene fremde Welpen würde ich nicht mehr mit ihr spielen lassen, solange Du nicht sicher bist, dass sowas nicht nochmal passiert, denn wie Du selbst geschrieben hast, für die Welpen ist diese Erfahrung auch nicht gerade positiv, ganz abgesehen davon, dass Dir ein Halter mal großen Ärger machen kann...


Ich wünsche Dir, dass Du noch den richtigen Tipp bekommst, damit Luna unbefangen mit anderen spielen kann...

Liebe Grüße

Elke :)

Alpha
20.04.2002, 02:17
Ersmal kurz was zu dem Am.Staff.:wahrscheinlich hast Du nicht gewußt,daß es keinen Welpenschutz außerhalb des Rudels gibt.Somit ist es total normal ,wenn Nicht-welpen(jeder Hund ab 4Monaten)einen rudelfremden Welpen,der nicht mit ihm zusammenlebt,beißt,ja auch vorallem tötet!Wie oft werden Hunde als asozial und verhaltensgestört bezeichnet,wenn diese einen Welpen gebissen/getötet haben-dabei sind gerade diese Hunde noch instinktsicher und völlig normal in ihrem Verhalten!Wir wollen aber nicht,daß Welpen getötet werden,also müssen wir unsere Hunde von Welpen fernhalten,um diese zu schützen.Deine Hündin hat erst mit dem Welpen "gespielt"(aus Menschensicht),d.h.sie hat getestet,inwiefern es von dessen Besitzern geschützt wird(gar nicht,da diese wahrscheinlich nur belustigt zugeschaut haben)und dann die Gunst der Stunde genutzt. Vielleicht hat Deine Hündin den Welpen aber auch lediglich gewarnt oder abgestraft,das hieße sie hätte ihn nur per Abschnappen,Anknurren etc. bremsen wollen bzw.ihm seine Grenzen gezeigt-das weißt Du,weil Du dabei warst.Vielleicht hast Du mit ihr auch viele Zerrspiele gemacht,mit denen Du ihr leider das Festbeißen-und nicht mehr loslassen beigebracht hast-das sollte jeder Hundehalter unterlassen!Gruß,Alpha

Mascha
21.04.2002, 22:31
Wie sieht es denn nun aus mit den Beißkämpfen? Ich wäre sehr an genaueren Informationen und Verhaltensratschlägen interessiert! Gerade gestern hatte ich nämlich wieder ein entsprechendes Erlebnis:

Meine Hündin (knapp 2 Jahre alt) traf eine Hundefreundin, Sheila, mit der sie seit ihrer gemeinsamen Welpenzeit immer wunderbar gespielt hatte, bis es vor einiger Zeit zu ihrem ersten Streit kam. Das ist schon ein paar Monate her, aber es ging damals los, als die beiden sich schon zusammen müde getobt hatten und Sheila dann meiner auf dem Boden liegenden Tasche (mit Hundespielzeug drin) zu nahe kam. Mein Hund schnappte ohne viel Vorwarnung nach ihr, und schon war ein schöner lauter Kampf in Gange. :mad:

Wir Besitzer bekamen natürlich einen Riesenschreck und trennten die Hunde, indem wir sie schimpfend auseinanderzogen. Vermutlich genau falsch, denn seitdem spielten die beiden nie mehr miteinander; stattdessen haben sie sich noch zweimal in die Wolle gekriegt, zuletzt gestern, als Sheila meinem Fahrrad zu nahe trat.

Kurz danach kamen gestern noch zwei fremde Hunde vorbei, und der eine wurde auch gleich weggeknurrt und abgeschnappt.
Soll ich in so einem Fall schimpfen? Meinen Hund ignorieren? Hundebegegnungen gezielt zu üben wäre sicher gut, aber dazu fehlt mir im Moment noch die Gelegenheit. (Ich suche nach einer nicht zu weit abgelegenen Hundeschule, finde aber keine :( )

Ich habe gelesen und mir auch von einem Menschen mit Hundeerfahrung bestätigen lassen, dass Ernstkämpfe lautlos sind - solange die "Biester"
bellen und knurren, wollen sie sich also wohl nicht umbringen. Trotzdem können Verletzungen passieren, und schön ist es sowieso nicht. :(

Wie verhalte ich mich am besten, um meiner Hündin klarzumachen, dass sie meine Sachen nicht zu verteidigen braucht und dass sie gefälligst verträglich sein soll??? :mad:
Ich habe manchmal den Eindruck, dass sie selbst unsicher ist, wenn wir Hunden begegnen. (Sie stellt die Nackenhaare auf.) Dabei hatte sie von
klein auf immer die Möglichkeit zu Hundebegegnungen.

:confused: Ich bin ziemlich ratlos!

Alpha
21.04.2002, 22:50
Hallo Mascha!Mein Beitrag ist immer noch zu lang,um ihn abschicken zu können,zudem gerade meine Zeit sehr knapp(neben Arbeit und eigenen Tieren muß jetzt auch noch ein Fohlen aufgezogen werden,da seine Mutter gestern bei der Geburt starb,d.h.4 Stunden Schlaf im Schnitt),heute habe ich endlich mal ein paar ruhige Minuten.Ganz kurz das wichtigste:Du mußt dem Hund klarmachen,daß es nicht sein Fahrrad,Tasche etc.ist,sondern deine und also Du diese Dinge verteidigst(Hunde verteidigen erstmal nur Eigenes oder Rangniedrige,die unter ihrem Schutz stehen).Strafe ihn ab,wenn er sich solches erlaubt.Das er Hunde anknurrt,widerspricht nicht vielem und gutem Kontakt zu anderen Hunden,es zeigt nur normale Dominanz des Hundes.Er traut Dir nicht zu,ihn schützen zu können und meint,solche Dinge selbst regeln zu müßen(und zu dürfen).Du mußt so auftreten,daß fremde Hunde es sich nicht erlauben,Deinen Hund anzugreifen und Deinem untersagen,sich zu verteidigen-das ist Dein Job,nicht seiner.Wenn der andere Hund vor Dir Respekt hat,wird er Deinen Hund nicht angreifen und wenn Deiner im Rang unter Dir steht,wird er nicht andere beißen.Wenn zwei Hündinnen sich aber einmal nicht leiden können und schon gekämpft haben,ist es schwer,diese wieder zusammenzuführen,wenn diese in etwa ranggleich sind und auch nicht weit "unterm"Menschen stehen.Gruß,Alpha

Thomas
22.04.2002, 02:07
Mein Kenntnisstand zum Thema "Wie verhalte ich mir bei Beissereien" ist folgernder:

Situation: Beißerei beginnt gerade bzw. ein Hund ist "über" dem anderen in extremer Droh-Haltung:

1.) Für alle unerfahren Hundehalter gilt: Sofort den Streithänen den Rücken zudrehen und in schnellem Tempo weggehen (auch wenns super schwerfällt, den eigenen Hund "unternliegend zurückzulassen")

2.) Für alle erfahrenen Hundehalter gilt:
Folgende Frage blitzschnell entscheiden: Bin ich mir 100% sicher, ob ich durch Einwickung die Hunde sofort trennen kann?

Wenn ja: Den attakierenden Hund mit Nachdrucken an den Hinterbeinen rausziehen. Der "untenliegende" Hund muß ebenfalls sofort abgesichtert werden (ist natürlich schwierig falls man alleine ist..).
Wenn nein: siehe Punkt 1.)

Falls sich beide Hunde bereits ineinander verbissen haben, hilft meines Erachtens höchstens noch ein Pfefferspray (das normalerweise jeder Hundehalter im griffbereit haben sollte, leider kann ich das von mir auch nicht behaupten). Mit dem Pfefferspray aus ca 1 Meter Entfernung direkt in die Augen sprühen (und dabei sinnvollerweise noch auf die Windrichtung achten...)

Der häufigste und schlimmste Fehler:
Hysterisch und panisch werden, rumschreien (noch schlimmer: den Namen des angreifenden Hundes schreien).

Zuguterletzt bleibt noch zu sagen, das sich 95% der Beissereien sehr einfach und bequem vermeiden ließen, wenn der /die Hunderführer den eigenen Hund besser "lesen" könnte und somit evtl. aufkommene Agressionen bereits im Ansatz erkennen würde. Die allermeisten Raufereien kündigen die Hunde schließlich durch deutlich wahrnehmbare Verhaltensmuster an.


read ya´
Thomas

Topsy
22.04.2002, 11:21
Hallo Alpha,

was muss ich tun, damit der andere Hund Respekt vor mir hat, wie muss ich da auftreten?

Jemand schrieb, man solle sich in Beissereien nicht einmischen...
Was ist, wenn das Größenverhältnis nicht stimmt, gerade Hündinnen beißen bis zum Tod.
Ich kann nur sagen, wäre ich bei einigen Beissereien nicht dazwischen gegangen, wäre meine Hündin nicht mehr am Leben. Das es gefährlich ist weiß ich, aber ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ich zusehen würde wie meine Hündin zerfetzt wird und ich hätte es verhindern können.

Einfach weggehen, finde ich das Allerletzte...

Ich denke auch, jeder Hundehalter sollte seinen Hund halbwegs einschätzen können, damit würden viele Vorfälle verhindert werden können.

Gruß

Elke

Thomas
22.04.2002, 13:03
Hallo Topsy,


Einfach weggehen, finde ich das Allerletzte...
Von einfach weggehen hab ich ja auch nicht geprochen. Ich meine, der "Tip" ziehlte schließlich nicht darauf ab, wegzugehen im Sinne von ist mir doch egal was da gerade passiert., sondern soll natürlich dazu beitragen das die Situation entspannt wird. Wenn einige Menschen um zwei kämpfende Hunde herumstehen, die eine hälfte stocksteif (weil geschockt und hoffnungslos überfordert) die andere Hälfte laut kreischend, dann wir die Situation meinerserachtend definitv noch weiter aufgeheitzt. Mein "Tip" ist also so zu verstehen, das sich die ggf. vorhandene Menschansammlung sofort und zügig, schweigend vom Ort des Geschehens entfernen sollte (Topsy:natürlich keinen Kilometer, 20 m reichen). Ich habe mich wahrscheinlich sehr ungenau ausgedrückt. Sorry.


Ich denke auch, jeder Hundehalter sollte seinen Hund halbwegs einschätzen können, damit würden viele Vorfälle verhindert werden
Richtig - genau DAS habe ich oben schonmal geschrieben... Wenn Du der gleichen Ansicht bist, wie konnte es dann passieren das Deine Hündin -gleich mehrere Male- in Beissereien verwickelt wurde? Mit der Fähigkeit den eigenen Hund lesen zu können ist es ja nun nicht getan. Findest Du nicht auch, das man immer
mit Fehlverhalten anderer HundeHALTER rechnen muß (Fehlverhalten meint in diesem Fall: falsches/garkein Einschätzen einer potentziellen Aggresions-Situation)? Also ich versuche schon, gerade bei Begenungen mit mir fremden Hunden, die Signale des anderen Hundes zu lesen.

read ya´
Thomas

mercuzia
22.04.2002, 13:11
[ es keinen Welpenschutz außerhalb des Rudels gibt.Somit ist es total normal ,wenn Nicht-welpen(jeder Hund ab 4Monaten)einen rudelfremden Welpen,der nicht mit ihm zusammenlebt,beißt,ja auch vorallem tötet.
Hällts Du es wirklich für normal wenn einen anderer Hund einen Welpen, beißt oder tötet??
Könntest Du mir bitte eine Begründung zu dieser Aussage
geben?
Ich persönlich betrachte dieses Verhalten weder als Instinktsicher noch als normal und ich bin der Meinung eine solche Aussage so pauschalisiert abzugeben ist sehr gefährlich!
Wie oft werden Hunde als asozial und verhaltensgestört bezeichnet,wenn diese einen Welpen gebissen/getötet haben-dabei sind gerade diese Hunde noch instinktsicher und völlig normal in ihrem Verhalten!
Unsere Hunde sind keine Wölfe auch wenn sie von diesen abstammen und viehle Verhaltensweisen immer noch zu treffen
kann man diese nicht 1 zu 1 übernehmen. Es sind dometizierte Nachfahren, die seit 1000enden Jahren von Menschenhand geprägt werden.

Ich würde einen Hund der einen anderen Hund oder auch einen Welpen tötet, sehr wohl als verhaltensgestört bezeichenen!

Ich gebe dir recht, daß es keinen Welpenschutz gibt aber wo gibt es denn heute schon noch echte packs??

Ich meine so im normalen Leben?

Wir wollen aber nicht,daß Welpen getötet werden,also müssen wir unsere Hunde von Welpen fernhalten,um diese zu schützen.

Vor Fremden uns unbekannten Hunden vielleicht aber denkmal über diese Aussage nach und darüber, daß sie vielleicht jemand liest der keinerlei Ahnung von Hunden und ihrem Verhalten hat. Wie könnte dieser Hundehalter auf diese Aussage reagieren? Was könnte seine Schlußfolgerung daraus sein? Ich darf meinen Welpen nicht mit anderen Hunden in Kontakt bringen??

Was würde aus diesem Welpen wohl werden??

Ich kann nur dringend anraten jedem, der einen Welpen hat mit ihm eine gute und qualifizierte Welpenprägungsspielstunde zu besuchen!!

Gruß mercuzia:confused:

Topsy
22.04.2002, 15:01
Hallo Thomas,

es ist nicht immer sooo einfach andere Hunde einzuschätzen.

Es gibt Hunde, die erst freundlich sind und von einem Moment zum anderen angreifen.
Dann gibt es noch diejenigen, die auf einen zugestürmt kommen und sofort angreifen. In beiden Fällen kannst du gar nicht so schnell reagieren.
Ich lasse meine Hündin, die schon 13 1/2 ist, nur noch an Hunde die wir kennen, gleich groß sind oder angeleint. Der Lieblingssatz von vielen Hundehaltern: "Der macht nichts!" Darauf der nächste Satz: "Das hat er ja noch NIE getan..."

So schnell trau ich keinem fremden Hund und ich wundere mich über meine Hündin, die schon einige schlechte Erfahrungen machte und trotzdem locker und nicht ängstlich immer noch auf andere Hunde zugeht, wenn ich es zulasse.

Ich frage mich auch, ob kleine Hunde eher angegriffen werden. Meine jetzige Hündin (5 Kg) wird schnell angegriffen, meine vorherige Hündin (SH-Mix) dagegen nie, obwohl sich beide Hunde anderen gegenüber gleich verhalten.

Gruß

Elke

Thomas
22.04.2002, 21:52
Hi Topsy - Hi alle anderen!



es ist nicht immer sooo einfach andere Hunde einzuschätzen.
Richtig - ich würde auch niemals behaupten das es einfach sei. Das Thema ist einfach viel zu komplex als das man hier jemals 100% richtig liegen wird. Wenn ich 80% erreichen kann wäre ich schon vollauf zufrieden...

Ich kann allen Interessieren auf jeden Fall mal ein Buch wärmstens ans Herz legen. Geschrieben wurde es von einer international sehr anerkannten Norwegerin names Turid Rugaas. Ihr Buch "Calmin Signals" ist erst seit wenigen Monaten in deutscher Sprache verfügbar und sollte wirklich in jedem Hundehaushalt verfügbarsein (ich weiß, man hört solche Superlative
ja öfters - in diesem Fall mache ich aber gerne davon Gebrauch). Ich hatte bis dato noch kein Buch in den Fingern, in dem die Hundesprache, vorallem Beschwichtigungs-Signale, so einleuchtend und qualifiziert erläutert wurden. Nur etwas schade das dieses etwas dünne Büchlein einen verhältnismäßig stolzen Preis hat. Trotzdem, es ist wirklich jeder Seite wert! Zu beziehen ist es ( meines Wissens nach auschließlich) bei:

----------> Animal Learn (http://www.animal-learn.de/turidrugaas.htm).

ich frage mich auch, ob kleine Hunde eher angegriffen werden.
Hmm, schwer zu sagen. Ich denke das da jeder Hundehalter aufgrund persönlicher Erfahrungen was anderes berichten könnte. Leider gibt es ja keine empirischen Statistiken über Raufereien. Tendenziell würde ich sagen, das die Größe des Hundes nicht entscheidend ist sondern das eher Wesen (das ja wiederum zu einem großteil vom Halter mitgeprägt wird...).

read ya´
Thomas

Mascha
22.04.2002, 22:32
Hallo an alle hier!

-> Thomas, bezieht sich Dein "Kenntnisstand zum Thema" auf Ernstkämpfe oder auf Raufereien?
Ich habe das nämlich auch "überall" gelesen, aber es gibt ja nun doch Unterschiede, oder nicht?


wenn der /die Hundeführer den eigenen Hund besser "lesen" könnte und somit evtl. aufkommene Agressionen bereits im Ansatz erkennen würde Hach ja, schön wär's! :( Auch nach der Lektüre des erwähnten Buchs von Turid Rugaas sehe ich bei meiner Hündin so gut wie keine Vorwarnung. Ich tendiere momentan zu der Ansicht, dass mein Hundchen nicht viel von Calming Signals weiß. (Soll ich ihm vielleicht mal was darüber vorlesen? ;) ) Wie es mit den jeweils anderen beteiligten HundeführerInnen aussieht, kann ich nicht sagen. Die meisten in unserer Gegend sind wohl ziemliche "Analphabeten"...

Ich bin inzwischen dazu übergegangen, meinen Hund in ruhigem Tonfall zu loben, wenn er einen anderen Hund sieht - solange noch kein Knurren o.ä. erfolgte, meine ich.
Da ich an Positive Bestärkung glaube, ;) hoffe ich, so auf Dauer meinem Hund beibringen zu können, dass er sich nicht "immer gleich aufregen" muss, wenn ein unbekannter Artgenosse sich auf zwei Meter nähert.


-> zur Frage "Trennen oder Weggehen"

Thomas, wie wäre es, wenn einE HundehalterIn sich von hinten zwischen die beiden Kampfhähne drängte und sie so trennte? ("Splitten", S.57ff in "Calming Signals") - Nur so als Frage!

Das Weggehen hat ja wohl nur Wirkung, wenn alle umstehenden Menschen das tun, oder?

Mascha
22.04.2002, 22:42
Hallo Alpha,

ich glaube, dieser Beitrag ist mir gestern nacht irgendwo "untergegangen"... Aber jetzt:

Deine Antwort wirft noch mehr Fragen bei mir auf!

dem Hund klarmachen, dass es nicht sein Fahrrad, Tasche etc.ist - das weiß ich auch; aber wie mache ich das klar? :confused: Soll ich etwa meinen Hund anknurren,
wenn er sich dem Fahrrad nähert? ;)


Strafe ihn ab, wenn er sich solches erlaubt. Leicht gesagt, aber wiederum: Wie, wenn sich mein Hund vielleicht gerade ein paar Meter von mir entfernt bewegt oder auch das Fahrrad zwischen uns steht? Bis ich bemerke, dass sich etwas anbahnt, knurren sich die Kontrahenten ja schon an und springen umeinander herum, wenn ich Pech habe.

Soll ich schreien und schimpfen, oder werden die Hunde das als Anfeuerung verstehen? Soll man sie trennen, indem man sie an den Ruten wegzieht, wie ich es irgendwo gelesen habe? Oder soll man sie ihre Rangordnung ausfechten lassen, damit sich das einfach mal klärt?


Wenn der andere Hund vor Dir Respekt hat, wird er Deinen Hund nicht angreifen - die anderen Hunde haben meinen nie von sich aus angegriffen! Immer hat zuerst meine Hündin geschnappt oder geknurrt.
Und warum sollte ein völlig fremder Hund, der mich nie zuvor gesehen hat, besonderen Respekt vor mir haben?


wenn Deiner im Rang unter Dir steht, wird
er nicht andere beißen. Das war vielleicht ein Missverständnis, aber mein Hund hat bisher noch keinen gebissen. Und selbstverständlich steht mein Hund im Rang unter mir! Diese Feststellung Deinerseits bringt mich hier also nicht weiter.

Was ich brauche, sind konkrete Vorschläge, was ich tun oder lassen soll, wenn wir einem anderen Hund begegnen! Wohlgemerkt: In mindestens drei Viertel aller Begegnungen gibt es keine Konflikte.

Es ist nicht unbedingt mein Ziel, dass mein Hund wieder mit seiner "alten Freundin" spielt. Hauptsache, er knurrt nicht alle paar Tage aus heiterem Himmel einen anderen Hund an!


Gespannt auf Deine Antwort:

Mascha

Thomas
22.04.2002, 23:16
-> Thomas, bezieht sich Dein "Kenntnisstand zum Thema" auf Ernstkämpfe oder auf Raufereien?
Hmm, ich tue mich in der Praxis nach wie vor etwas schwierig mit der Unterscheidung. Für mich ist eine Rauferei zwischen zwei Hunden (vorallem wenn sie sich nicht kennen) immer grenzwertig (ausgenommen sind natürlich Raufereien die einen klar spielerischen Charakter haben). Also die Gegenfrage: kann nicht aus einer zunächst harmlos erscheinenden Rauferei schnell ernst werden, wenn sich z.B. der eigentlich rangniedere Hund nicht gelernt hat sich zu unterwerfen (entspr. Signale auszusenden)?
Um Deine Fragen zu beantworten: Meine Ei
nschätzung/Tip beziehe ich persönlich, aus reiner Vorsichtsmaßnahme heraus, sowohl auf "Raufereien als (erst recht) auf Ernstkämpfe (Motto lieber einmal mehr eine vielleicht harmlose Situation mehr "entschärfen" als einmal zuwenig).

Auch nach der Lektüre des erwähnten Buchs von Turid Rugaas
Wow - wußte nicht das dieses Buch sich schon "rumgesprochen" hat ...freut mich :)

Thomas, wie wäre es, wenn einE HundehalterIn sich von hinten zwischen die beiden Kampfhähne drängte und sie so trennte? ("Splitten", S.57ff in "Calming Signals") - Nur so als Frage! Naja, das splitten ist eigentlich eher eine Methode mögliche Kontrahenten kurz vor einem evtl. Kampf zu trennen. Für alle die das Buch (noch) nicht kennen: Splitten läuft nach folgendem Schema ab: Hundehalter erkennt das sich 2 Hunde fixieren und mit entsprechenden (calming) Signalen ein Aggressionshaltung aussenden. Der Hundhalter geht ruhigen Schrittes und ohne irgendwelches Aufsehen zu veranstalten zwischen den Hunden durch (nötigenfalls mehrmals) oder bleibt ggf. auch zwischen Ihnen stehen. Also zum trennen, also wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, würde ich splitting nicht einsetzen.


Das Weggehen hat ja wohl nur Wirkung, wenn alle umstehenden Menschen das tun, oder?
Richtig! Alle müßen "raus" und zwar zügig & ruhig.

read ya´
Thomas:)

Alpha
23.04.2002, 01:23
Hallo Mercuzia!
Ich habe nicht gesagt,daß Hunde Wölfe sind.Unter unseren Hunden,die mit uns Menschen leben,gibt es(auch)keinen Welpenschutz außerhalb des Rudels.Ich als Mensch finde es auch nicht schön oder egal,daß Welpen totgebissen werden.Für Hunde allerdings ist es normal und natürlich und das aus einem ganz einfachen Grund:Hunde wollen,daß nur ihre Gene weitervererbt werden ,denn sie haben ihrer Ansicht nach die stärksten und wollen nicht Revier und Beuteinhalt teilen müßen sprich eventuell hungern müßen.Sicher,sie müßen nicht mehr selber jagen gehen,da wir ihnen Futter bereitstellen-aber die Instinkte,daß aus o.g. Gründen nach Möglichkeit kein fremder Nachwuchs aufwachsen soll,sind einfach immer noch da!Sie können nicht schlußfolgern:ach,es gibt durch Herrchen stets genügend Futter und mein Revier ist halt jetzt viel kleiner als normal-also können von mir aus viele Hunde in meiner direkten Nähe leben.Selbstverständlich gibt es a)viele Hunde,die nicht mehr so instinktsicher sind(was auf vielen Gebieten ein echter Nachteil ist) und b)auch Hunde,die wissen,daß ihr Menschenchef es nicht duldet,generell einen Hund zu töten.Jedoch gibt es keinen gesunden,nicht verzüchteten Hund,der "gelernt"hat,daß Welpen einfach nur nette Spielkameraden sind.Es ist aber nunmal so,daß jeder Welpe ,wenn er auf einen fremden,erwachsenen Hund trifft,in Gefahr sein kann-und das erscheint mir wichtig zu sagen!Natürlich muß jeder Welpe von klein auf Kontakt zu anderen Hunden haben,nicht nur Welpen,sondern gerade erwachsenen Hunden(denn Welpen können sich zwar tollen Blödsinn beibringen,jedoch nicht Sozialverhalten und Beißhemmung)-hier muß man nach einem a)oderb)-Hund Ausschau halten.Es bringt jedoch nichts Positives,wenn man seinen Hund mit ständig wechselnden Hunden zusammenlässt.Es reicht,einen erwachsenen,im Sozialverhalten korrekten Hund täglich zu treffen und von mir aus auch noch ihn mit Welpen spielen zu lassen.im Laufe der Zeit führt man dann seinen Hund mit mehreren erw.hunden zusammen,jedoch nie nach dem Motto"ach,mal sehen,ob die sich verstehen...".Man sollte seinen Welpen nur mit bekannten,sozial gefestigten Hunden zusammenlassen.
Gruß,Alpha

mercuzia
23.04.2002, 12:16
Hallo Alpha,

Ich habe nicht gesagt,daß Hunde Wölfe sind.
Ich habe auch nicht behauptet, daß du das gesagt hast.
Unter unseren Hunden,die mit uns Menschen leben,gibt es(auch)keinen Welpenschutz außerhalb des Rudels.Wie bereits geschrieben, pflichte ich dir hier bei.

Für Hunde allerdings ist es normal und natürlich und das aus einem ganz einfachen Grund:Hunde wollen,
Wie Du diese Aussage begründest war mir klar. Mich interessiert wie du diese Aussage stützt?? Praktische Erfahrungen, hat du dies erlebt?? Bei einem sich normal verhaltenden Hund?
Hunde sind Soziallebewesen und ihr ganzes Verhaltenrepartoire ist auf Konfliktvermeidung ausgelegt. Ich kenne keinen normal sozialisierten und geprägten Hund der einen Welpen totbeißen würde! Weder Rüden noch Hündinnen.

.Jedoch gibt es keinen gesunden,nicht verzüchteten Hund,der "gelernt"hat,daß Welpen einfach nur nette Spielkameraden sind.
Ein Welpe ist niemals Spielkamerad für einen erwachsenen Hund. Jedoch hat dieser genannte Beißhemmung erlernt und wird bei einem quietschendem sich unterwerfenden Welpen, von diesem ablassen. Es sei denn er ist Verhaltensgestört!!

Natürlich muß jeder Welpe von klein auf Kontakt zu anderen Hunden haben,nicht nur Welpen,sondern gerade erwachsenen Hunden(denn Welpen können sich zwar tollen Blödsinn beibringen,jedoch nicht Sozialverhalten und Beißhemmung)-

!!Gerade die Beißhemmung erlernen die Welpen im Spiel untereinander!![/B]
und auch Sozialverhalten, Grenzen werden ihnen jedoch von
sozial sicheren Alttieren gesetzt, da stimme ich dir zu.


Ich halte es weiterhin gefährlich zu behaupten es wäre Instinktsicher und normal, daß ein Alttier einen Welpen totbeißt!!

Gruß mercuzia

mercuzia
23.04.2002, 12:29
Falls es jemanden interessiert, Turid hält im Juli wieder ein Seminar bezüglich "Calming Signals". Im Chiemgau bei Animal Learn.

Kann es nur jedem empfehlen. Tolle Frau!

Virgilswelt
23.04.2002, 17:22
Hallo,

eigentlich wollte ich mich nicht einmischen, aber muß doch noch was dazu sagen.

Ich kenne keine Tierart, bei der es den Schutz gegenübern Jungtieren gibt. Sicher wird ein Jungtier nicht vom eigenen Rudel getötet. Aber sowohl von rudelfremden Tieren. Ich denke da z.B. an Löwen, Katzen und sogar Kaninchen. Selbst unsere so intelligenten Schimpansen prügeln Artgenossen grundlos fast zu tode. Warum um alles in der Welt trauen wir das nicht auch unseren Hunden zu.
Ich möchte eigentlich nicht darüber diskutieren ob es richtig ist oder nicht. Fakt ist jedoch, daß es vorkommt.
Ich lese gerade Eberhard Trummler "Mit dem Hund auf du" und kann es nur empfehlen. Das Buch lesen und kritisch darüber nachdenken. Er hat sehr interessante Beobachtungen gemacht (Nackenschüttler bitte ignorieren). Er schrieb z.B. das besonders instinktsichere Hündinnen ihre Welpen töten, wenn diese nicht in der Lage sind zu säugenoder krank sind...heute würde ein Züchter die Welpen dann mit der Hand aufziehen.
Außerdem beschrieb er sehr schön, daß es zu vielen Raufereien kam als er seine verschiedenen Rudel zusammenstellte und neusortierte. Nachdem er damit aufhörte festigte sich die Rangordnung und es gab so gut wie keine Raufereien mehr. Unsere Hunde auf der Straße treffen ständig Rudelfremde. Und wir erwarten dann, daß unsere Hunde ganz brav vorbeigehen.

So jetzt ist mein Beitrag doch länger geworden als ich eigentlich wollte. Mit diesem Beitrag soll auch niemand persönlich gemeint sein. Denkt eibfach darüber nach. :rolleyes:

Viele Grüße
Mandy

Alpha
23.04.2002, 23:11
Hallo Mandy!
Richtig,was Du schreibst.Als Ergänzung:ist auch bei Pferden so.Ich finde es völlig sinnlos und gemein,wenn "Züchter" Welpen,die die Mutterhündin ausstösst oder versucht,zu töten oder die beim Säugen von ihr absichtlich benachteiligt werden,von Hand aufziehen.Sofern die Mutterhündin psychisch gesund ist(obwohl sie sonst auch besser keine Nachkommen zeugen sollte)!Die Hündin weiß ,warum sie so handelt und man sollte sie entscheiden lassen,da sie den besseren "Blick"hat,wer leben sollte und wer nicht.Ich meine damit natürlich nicht den Fall,daß aus versch.Gründen die Hündin nicht genug Milch hat.Übrigens sind die "von der Hündin weg geretteten"Welpen sehr oft tatsächlich verhaltensgestört,nicht ohne Grund sollten sie nach Ansicht der Mutter nicht leben.Geschieht oft bei Welpen aus Inzucht und Vergewaltigung,oder wenn die Hündin ihrer Ansicht nach zu viele Welpen geboren hat.
Gruß,Alpha

Alpha
23.04.2002, 23:34
Hallo Mercuzia!
Tut mir leid,aber es ist "normal",daß gesunde Hunde einen Welpen totbeißen können!Gefährlich wäre es,nicht darauf hinzuweisen und seinen Welpen zu jedem Hund hinlaufen zu lassen,da es um das Leben des Welpen gehen könnte!Und Welpen bringen sich untereinander keine Beißhemmung bei!Natürlich lässt mal der eine oder andere Welpe los,wenn einer quietscht,das hemmt aber nicht das Beißen ansich!Vielleicht hast Du das falsch verstanden:meinst Du mit Beißhemmung,daß ein Hund loslässt,sobald einer quietscht?Das ist keine Beißhemmung.Beißhemmung heißt,daß ein Hund gar nicht erst so schnell seine Zähne einsetzt und das können Welpen sich nicht beibringen!Hunde müssen lernen,daß sie nicht als schnelle Reaktion zubeißen dürfen(sei es bei Hund oder Mensch),sondern eben,wie der Name schon sagt,gehemmt sind ,zu beißen!
Hunde leben allgemein in dem Bedürfnis,alle Konflikte zu vermeiden-richtig!Umso logischer ist es,daß sie Konflikte wie Revier teilen /verlassen müßen,Beuteverminderung ,Rüdenabwerbung durch rudelfremde Hündinnen etc. vermeiden wollen,indem sie rudelfremde Welpen töten,Alphas anderer Rudel verjagen/ bei Reviergefahr töten usw.!
Meine Aussagen habe ich tatsächlich schon erlebt,an gesunden Hunden,sei es bei Menschen lebende oder in der Freiheit lebende Hunde.Und sei mir jetzt nicht böse,aber welcher Hund instinktsicher und wesensfest ist,das kann wirklich nicht jeder Mensch beurteilen.
netter! Gruß von Alpha

mercuzia
24.04.2002, 11:59
Ich spreche Dir nicht ab, daß Du vielleicht beurteilen kannst, welcher Hund instinktsicher und wesensfest ist, lieber Alpha
sehr wohl aber daß, Du Menschen beurteilen kannst die Du nicht kennst!!
Es sei denn Du hast auch noch seherische Fähigkeiten außer der mit Hunden zu sprechen!
Wie ich schon erwähnte gibt es in userer zivilisatorischen Welt
keine echten Packs. Also reden wir von Hunden die im Menschenrudel ihre Prägungs-und Sozialisierungsphase erleben. Das Revier (außer den heimischen Garten) teilt jeder Hund ob Alpha oder nicht (einen Alpha kann es nur in einem gewachsenen Pack geben, eine Rangordunung außerhalb eines Rudels gibt es nicht) mit mehr oder weniger anderen Hündinnen und Rüden. Der Haushund erlegt im allgemeinen keine Beute mehr? Oder sollte ich da was verpaßt haben.
All diese Instinkte sind im Erbgut verankert, aber diese Instinkte kommen nicht mehr zum Einsatz!
Danke Alpha ich weiß was Beißhemmung bedeutet! Welpen lernen das im Spiel untereinander, in dem sie ihre scharfen Milchzähne zum Einsatz bringen und der andere durch laut und körpersprachlicher Außerung signalisiert, hoppla das war aber jetzt zu viel. Quietschen und Jaulen lösen Beißhemmung aus! Ob du es mir glaubst oder nicht das ist eine unwiederrufliche Tatsache (natürlich nur bei Hunden die diese erlernt haben!)
Wenn Du willst kann ich Dir verschiedene Fachleute nennen die mir da beipflichten! Wildtiere beißen andere Artgenossen tot, stimmt, richtig, bingo. Hat jemand etwas anderes behauptet?
Ich habe niemals gesagt, laß deinen Welpen mit jedem beliebigen Alttier in Kontakt zu kommen, das wäre allerdings gefährlich Du verstehst es geschickt die Tatsachen umzukehren.(Kleine bissige unsachliche Bemerkung am Rande). Es ist mir auch klar, das verhaltensgestörte nicht sozialisierte Hunde, Welpen, andere Altiere ja sogar Menschen töten. Das ist für dich wahrscheinlich instinksicher und normal!Ich kann das ja leider nicht beurteilen :D
Gruß mercuzia

Alpha
25.04.2002, 02:44
Entweder Instinkte sind da oder eben nicht.Hunde,die als Welpen nur Kontakt zu anderen Welpen hatten,sind verhaltensgestört da sie kein Sozialverhalten und Beißhemmung erlernt haben.Teilweise lassen sie los,wenn bei Zubiß der andere Hund quietscht(da das bei Welpen "gelernt"),jedoch verfügen sie nicht über sogenannte Beißhemmung,da sie eher und schneller zubeißen als mit erwachsenen Hunden aufgewachsenen Hunde oder durch Mensch zur Beißhemmung geführte Hunde.Was Welpen sich beibringen,ist keine Beißhemmung,da sie alle die noch nicht haben-wie also bitteschön sollen sie sich diese beibringen ???Genauso haben sie alle kein Sozialverhalten,können sich also auch keins beibringen oder anerziehen.Nicht umsonst sind z.B.von Hand aufgezogene oder isoliert von erwachsenen Hunden aufgewachsenen Hunde später oftmals Beißer oder leben generell nicht lange,da sie als verhaltensgestört von anderen ,gesunden Hunden gebissen/getötet werden!Grundsätzlich ist kein Hund,der einen Welpen totbeißt,verhaltensgestört.
Beurteilen kann ich Dich als Mensch nicht(habe ich auch kein Interesse dran),nur das,was du meinst,zu wissen.Und Du liegst damit einfach völlig falsch,zu behaupten,ein Hund sei verhaltensgestört und nicht "normal",wenn er Welpen totbeißt-diese Einstellung von Dir beurteile ich.ja.

Mascha
25.04.2002, 11:04
Selbst unsere so intelligenten Schimpansen prügeln Artgenossen grundlos fast zu Tode.

Ja - und schaut nur bei "Homo sapiens sapiens", dem ach so intelligenten Menschen: Auch der bringt Artgenossen um!

mercuzia
25.04.2002, 11:48
lieber Alpha,

es ermüdet mich, du wiederholst dich!
Außerdem hast Du mir bisher noch keinen vernünftige Argumentation gebracht, die Deine Ansichten unterstützen
könnten. Deshalb beende ich hiermit diese Diskussion mit Dir.
Weil mir meine Zeit hierfür zu schade ist!!

Ich empfehle Dir Literatur, die Dir vielleicht weiterhilft.

Spielend vom Welpen zum Hund, Heinz Weidt, Dina Berlowitz

gibt es im Moment auch als Sonderdruck des Schweizer Hundemagazins das man kostenlos anfordern kann!

Ich finde es wirklich belustigend, daß Du meine Argumente vom 1. Beitrag zu Deinen machst (Isulation).

Hier meine abschließende Meinung zu diesem Thema:
Welpen sollten von guten Züchtern kommen, die hier schon auf die Prägung achten, wo sie im Familienverband groß werden. und sie von ihren Eltern lernen und mit ihren Geschwistern spielen und dadurch entscheidende Lernvorgänge für die Zukunft erwerben. Danach sollten Sie zu Besitzern die gut informiert sind und mit ihnen qualifizierte Prägungsspieltage besuchen in denen sie verschiedenste Eindrücke erleben und erlernen. Dort kommen sie mit verschiedenen Menschen, Tieren, Geräuschen, Situationen, in Verbindung und erhalten somit spielerisch ein gefestigtes Wesen, um souverän mit allen Schwierigkeiten der heutigen Umwelt zu recht zukommen. Die Menschen lernen hier, die Verhaltensweisen ihres Vierbeiners kennen und so werden
sie zu einem gesellschaftsfähigen Team!!

mercuzia

Alpha
25.04.2002, 17:50
Ich hatte die Hoffnung,daß Du es irgendwann verstehst,was ich schreibe-tja...Argumentiert habe ich,aber wenn Du es nicht verstehst,wie gesagt..
Ich würde nie Deinen (eigenen/selbst gekauft und registriert?) Standpunkt übernehmen,da ich Hundes Standpunkt widergebe.
Du willst nicht und gut ist!
Alles Gute,Alpha

Rosi
25.04.2002, 18:01
Hi Alpha!

Super Beiträge! Nur bei der Beißhemmung der Welpen unter einander warst Du bei den vielen Würfen die Du beobachtet hast sicher grade auf WC oder möchtest uns dein Wissen darüber nicht mitteilen. Ich unterstelle Letzteres. Bitte gehe ins Eingemachte, wir können alle nur lernen.

fJwL Rosi

Alpha
25.04.2002, 18:36
Hallo Rosi!
Damit auch dieser Punkt für Dich klar wird:Es ist definitiv so,daß Welpen untereinander,wenn einer beim Rumgebeiße quietscht,erst recht nochmal zubeißen!So und nicht anders ist das.Besuch doch mal einen "Welpentreff",bei denen ja meißtens unverantwortlicherweise die Welpen sowieso nur unbeobachtet ihrem Tun überlassen werden.Da schau hin,was passiert,wenn ein Welpe quietscht:es wird erst recht weitergemacht-schließlich macht es ja jetzt erst so richtig Spaß!Also nix mit Beißhemmung durch Welpen.Zudem soll der Welpe auch nicht lernen(wenn es so wäre,was aber nicht so ist),loszulassen,wenn einer quietscht-sondern gar nicht erst beissen!
Danke für das Lob(oder war das ironisch gemeint?),
Gruß,Alpha