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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Es ist leider doch ein Tumor



bijou92
17.12.2003, 13:16
Hallo,
ich hatte letzte Woche schon geschrieben, daß Bijou (11) an Gewicht verloren hat und seine Leukozyten zuhoch sind.
Da die TÄ nicht mehr weiterwußte und das Antibiotikum nicht mehr half, überwies sie uns zu einer Internistin für Tiere.
Dort wurde gestern leider per Ultraschall festgestellt, daß er einen Darmtumor hat, der leider die Lymphknoten im Darm bereits angegegriffen hat.
Er war während der ganzen Untersuchungen so tapfer und ich hatte so gehofft, daß es nicht Bösartiges ist.
Ich stehe irgendwie immer noch unter Schock.
Es wurden direkt Zellen entnommen, die nun pathologisch untersucht werden, aber es ist praktsich sicher, daß es Krebszellen sind.
Ich tendiere dazu, weil sein Lebenswillen noch immer stark ist und er frißt und weiterhin auch aktiv an unserem Leben teilnimmt, daß dieser Tumor wegoperiert wird.
Diese Internistin ist in Amerika gewesen und hat sich dort onkologisch ausbilden lassen. Sie würde ihn also behandeln.
Mit entsprechender Therapie gibt sie ihm noch ein halbes Jahr bis Jahr, in der Relation auf eine Katzenleben betrachtet, ist dies wahrscheinlich viel, für uns natürlich nicht.
Er ist in seinem Verhalten praktisch unverändert und es fällt mir so schwer eine Entscheidung zu treffen, aber so lange er nicht leidet und keine sichtbaren Schmerzen hat, rät sie von einer Einschläferung ab und ich werde, nachdem ich mir noch einen 2. Rat holen werde, so lange nicht einschäfern lassen, wie er Lebenswillen hat und frißt. Sobald ich aber sehe, daß er leidet, möchte ich darf ich ihm das nichtr antun.
Wir hängen so sehr an Bijou, er begleitet mich seit 10 Jahren, war immer kerngesund und noch Anfang des Jahres hieß es, dieser Kater wird uralt.
Der Schmerz ist so groß und ich hoffe irgndwie immernoch auf ein Wunder, wenn ich dafür auch zu realistisch bin und weiß, daß Tiere an der Stelle, an dem ein Tumor entstanden ist, der operiert wird, wahrscheinlich irgendwann erneut einer wachsen wird.
Ich hoffe trotzdem immer noch, daß sein extremer Lebenswille, der auch den Tierärzten auffiel, ihm hilft und er vielleicht doch noch eine schöne Zeit bei uns hat.
Ich habe jetzt täglich Angst, seit ich das weiß und laß ihn nicht auch nicht mehr alleine.
Dieses Jahr wird wohl unser letztes Weihnachten sein.
Ich kann nur jedem Tierbesitzer raten, bei Gewichtsverlusten etc. schnellstmöglich ein Ultraschall etc. machen zu lassen, damit es nicht schon zu spät ist, wie vielleicht auch für Bijou. Ich habe zu lange auf die Erklärung der praktischen TÄ gehört.
Traurige Grüße
Silke mit Bijou und Gina
:0( :0( :0( :0( :0(

Frauke
17.12.2003, 13:30
Hallo Silke,

das tut mir sehr leid für und deinen Süßen.

Ich knuddel dich mal virtuell.

Ich wünsche dir noch ganz viel Zeit mit ihm und die Kraft die richtige Entscheidung zu treffen, wenn es irgendwann so weit sein sollte.

Liebe Grüße
Frauke

Bima
17.12.2003, 15:45
Liebe Silke,

mir fehlen die Worte - außer: ich würde die OP auch machen lassen!

Alles Gute für Euch

:0(

riekchen60
17.12.2003, 17:25
Hallo Silke

Ich schließe mich der Meinung der Anderen an!
Lass die OP machen und so lange es ihm gutgeht am leben!

Ich wünsche Euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit und genieße jeden einzelnen Tag mit Bijou!

Drücke Euch ganz feste die Daumen.


LG

Barkley
17.12.2003, 20:25
Hallo Silke1
Ich hab erst überlegt ob ich zu Deinem Beitrag etwas schreiben soll,aber da alle anderen zu einer OP raten,wollte ich Dir doch meine Meinung schreiben.
Erstmal tut es mir total leid für Dich und Deinen Kater,ich kann gut nachvollziehen wie es Dir geht.
Wenn es mein Kater wäre,würde ich ihn warscheinlich nicht operieren lassen.Das Problem bei den Darmtumoren ist ja,dass es meist bösartige Tumoren sind,die sowohl,wie Du schon gesagt hast,rezidivieren,das heisst nachwachsen können,zum anderen aber auch metastasieren(streuen) können,das heisst es können Tumoren in anderen Organen auftreten,in Lunge,Leber usw.Warscheinlich ist Dein Kater oder wird diesbezüglich noch untersucht .Wenn das der Fall ist,wäre es so dass man den Tumor im Darm schon operieren kann,aber der Kater trotzdem in einiger Zeit an den anderen Tumoren sterben kann.Ich weiss nicht ob auch über eine Chemotherapie nachgedacht wurde,aber ich denke schon.
Wie die ganze Sache mit oder ohne Operation ausgeht,kann man leider oft erst hinterher sagen,auch was die bessere Entscheidung gewesen wäre,aber ich finde es wichtig dass der Kater seine letzten Tage möglichst stressfrei und schön verbringen kann,das wäre mit einer Operation und Behandlung vielleicht nicht so,denn Tierarztbesuche,Operation und Nachbehandlung werden sicher nicht so ganz einfach für ihn,ausserdem kann Dir niemand sicher sagen,ob er nicht auch ohne OP noch eine ganze Zeit leben kann.
Bei der Histologioschen Untersuchung wird ja warscheinlich festzustellen sein,ob der Tumor bereits gestreut hat,dann würde ich glaube ich von einer OP absehen.
Aber natürlich musst Du Dich auf Deine Tierärztin verlassen,die ja den Kater und Dich kennt und Dich natürlich noch viel besser beraten kann,Du hast ja auch gesagt dass Du eine zweite Meinung einholen willst,was sicher auch nichts schadet in so einem Fall,und natürlich musst Du Deine eigene Entscheidung treffen,ich könnte beide Varianten gut verstehen.
Du solltest Dir auf gar keinen Fall Vorwürfe machen,dass Du so lange auf den Rat Deiner Haustierärztin gehört hast,Tumoren lassen sich ja erst im Verlauf erkennen,es kann gut sein dass vor z.B. vier Wochen im Ultraschall noch gar nichts zu erkennen gewesen wäre,wenn sie erstmal eine gewisse Größe haben,ist dies natürlich leichter.
Ich drücke Dir auf jeden Fall ganz doll die Daumen dass Du eine Entscheidung treffen kannst,hinter der Du stehen kannst.
LG Antje

riekchen60
17.12.2003, 20:32
Hallo Silke, hallo Antje

Ich habe sehr impulsiv reagiert, weil man natürlich denkt, mit einer OP wird alles wieder gut.
Aber was Antje sagt, klingt auch sehr vernünftig!

Tja, eine wirkliche Hilfe war ich leider nicht, drücke Dir aber trotzdem ganz dolle die Daumen :(

LG :cu:

Mucki
18.12.2003, 09:04
Hallo Silke,

das ist ja eine schlimme Nachricht. Ob ich ihn opperieren lassen würde oder nicht, weiß ich auch nicht. Ich weiß nicht wie ich reagieren würde wenn es unsere Katzen betrifft. Meine Arbeitskollegin hat einen Kater mit Lymphdrüsenkrebs, nicht opperabel, sie fährt jedes halbe Jahr zum TA und holt sich dort so eine Art Vitaminspritze ab. Es ist wohl ein sehr hoch dosiertes Vitaminpräperat. Dem Kater helfen sie sehr gut, dadurch sind sogar die Tumore die er hat nicht weiter gewachsen, bzw. haben sich verkleinert. Falls Du magst, frag ich sie mal ob sie weiss wie das Präparat heißt.

bijou92
18.12.2003, 10:12
Hallo Alex,
ja, das wäre toll, wenn Du das in Erfahrung bringen könntest.
Wir werden alles versuchen , solange er keine sichtbaren Schmerzen hat und nicht leidet. Das sind wir dem Kater nach so vielen intensiven Jahren unbedingt schuldig.
Du kannst mir gerne im Forum antworten, hier ist aber auch noch meine richtige e-mail Adresse: Bijouchen92@gmx.de
Ich danke Dir auf jeden Fall schon einmal ganz herzlich.
Silke

bijou92
18.12.2003, 10:21
Hallo,
möchte Euch kurz ganz herzlich dafür danken, daß Ihr geantwortet und mich getröstet habt.
Natürlich auch dafür, daß Ihr mir Eure Meinungen geschrieben habt, es ist so schwer eine richtig Enscheidung zu treffen.
Wenn wir Glück haben, erfahren wir morgen genau, was es für Zellen sind, dann kann man weiter planen und es wird mit der Therapie begonnen.
Das Cortison scheint Bijou zum Glück bisher gut zu vertragen.
Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina:0( :0( :0(

Mucki
18.12.2003, 11:38
Hallo Silke,

habe gerade mal nachgefragt. Also Ferres (der Kater) kriegt jedes halbe Jahr 3 Spritzen. Einmal eine Chemotherapie, dann noch eine (für was die ist weiss ich nicht) und die Vitaminspritze. Die Vitamispritze kommt aus der Humanmedizin und wird normaler Weise Menschen als Aufbauspritze verabreicht. Leider weiss meine Kollegin nicht wie die heißen. Willst Du die Telefonnummer haben, dann kann sich evtl. Dein TA mit dem TA in Verbindung setzen. Der TA von meiner Kollegin ist in Datteln.

Bima
18.12.2003, 12:16
Hallo zusammen,

muss nun auch noch mal Ulrike zustimmen. Ich war auch nur für eine OP, weil ich dachte, dass dann alles wieder besser würde. Wenn aber eine OP die Krebserkrankung nur sehr kurzfristig stoppt und es bereits Metastasen gibt, dann sollte dem Katerchen sein weiteres Leben einfach nur so angenehm wie möglich gemacht werden.

Viel viel Glück und ggf. Erfolg mit einer Chemotherapie

bijou92
18.12.2003, 14:40
Hallo Alex,
ja das wäre nett, wenn Du mir die Telefonnummer schreiben könntest, falls Zooplus Deinen Eintrag löscht ( ist mir letztens passiert, als ich eine Tierarztpraxis empfohlen habe), dann schreibe bitte an meine e-mail Adresse: Bijouchen92@gmx.de
Vielen Dank.
Das mit der Chemo wurde uns auch vorgeschlagen, er bekäme alle 3 Wochen eine Spritze.
Was die OP angeht, so tendiere ich momentan aber zusätzlich dazu, weil es sonst irgendwann einen Darmverschluß gibt.
Der Tumor liegt so, daß das wahrscheinlich ist.
Vielen Dank schon einmal.
Liebe Grüße
Silke

bijou92
18.12.2003, 17:58
Hall,
Habe jetzt gerade das Ergebnis bekommen. Es ist sind leider Krebszellen. Es ist also ein Lymphosarkom. Die Internistin rät von einer OP ab, weil ihn das zusätzlich schwächen würde und man dann erstmal nicht mit der Chemo anfangen könnte.Sondern erst, wenn die Wundheilung abgeschlossen ist. Man würde ihm bei der OP ein Stück des Dünndarms entfernen müssen.
So bekommt er Anfang nächster Woche seine erste Spritze.
Ich hoffe, daß diese Entscheidung richtig ist , es ist so schwierig das alles zu entscheiden, zumal wir seit er krank ist, nervlich so angeschlagen sind und seit der Erkrankung bei uns nichts mehr so ist, wie es einmal war.
Man entscheidet über ein Lebewesen und er kann uns nichts dazu sagen. Aufgrund seines Verhaltens und seines Lebenswillens möchte ich ihm aber die Chance geben. Er frißt auch noch so gut und ich habe nicht das Gefühl, daß er sich aufgegeben hat, er ist so tapfer.
Ich weiß nur ,ehrlich gesagt nicht, woher wir noch die Kraft nehmen, man ist ständig absulut verzweifelt, dann kommt wieder Hoffnung auf. Ich habe schon so viele Menschen an Krebst sterben sehen, deshalb kann ich mit dieser Erkrankung überhaupt nicht umgehen.
Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina

Enya
18.12.2003, 18:15
Liebe Silke,
ich wünsche euch für diese schwere Zeit alle Kraft die es gibt.
Ja die Verzweiflung ist ein ständiger Begleiter. Tageweise hofft man wieder und dann fällt man wieder in ein Loch.

So war es auch bei uns.
Solange dein Katerchen nicht leidet und der Lebenswille in seinen Augen nicht erlöscht, sei ihm ein Freund und Begleiter.
ER wird dir zeigen, wann die Zeit gekommen ist.:0(

Achtet gut auf euch, denn leider , leider streuen sie manchmal sehr schnell.

Wir haben bei unserer Enya , nach der Op und vorliegendem ERgebnis entschieden sie gehen zu lassen.
Die Zeit war da, sie wollte nicht mehr fressen und ihr weiteres Leid erspart. An eine Chemo haben wir nie gedacht, da ich weiß was für Nebenwirkungen diese Medikamente haben können. Das wollten wir ihr zum Schluß ihres Lebens ersparen.

Ich kann euch von hier aus nur feste drücken und alles Liebe und Gute wünschen.
traurige aber sehr

tricia
18.12.2003, 20:43
Liebe Silke,
es tut mir so leid, dass ihr das durchmachen mußt. Ich drücke beide Daumen ganz fest, das die Chemo hilft.

Barkley
18.12.2003, 22:10
Hallo!
Ich drücke Dir und Deinem Kater auch die Daumen,das schwierige ist,wie Du schon gesagt hast,über den Kopf des Tieres hinweg zu entscheiden.Wie einfach wäre es,wenn wir sie fragen könnten,was sie möchten...geht aber leider nicht.Ich denke wie Du Dich auch entscheidest,Du machst es Dir nicht leicht und versuchtst im Sinne des Tieres zu entscheiden,und so solltest Du auch weiter machen.Das eigene Gefühl des nicht-verlieren-wollens muss man einfach hintenanstellen,manche Leute kriegen das nicht hin aber ich bin sicher dass Du alles richtig machst,was nun genau richtig und was falsch ist kann dir vorher eben niemand zu 100%genau sagen.
LG Antje

Barkley
18.12.2003, 22:11
..und denk daran dass Du und der Kater 11 schöne Jahre gehabt habt,die Euch auch keiner mehr nehmen kann..

bijou92
22.12.2003, 15:20
Hallo,
morgen ist es soweit, Bijou bekommt seine erste Chemo und ich habe fürchterliche Angst, ob ich das Richtige tue.
Aber ich habe jetzt so lange alle Für und Wider abgewogen und da es Bijou nach einer zusätzlichen Behandlung bei einer Tierheilpraktikerin momentan noch besser geht und seine Leber mit pflanzlichen Mitteln stabilisiert wird ( über die LEber wird die Chemo u.a. abgebaut), hoffe ich sehr, daß er die Chemo gut verkraftet. Ich mache diese Chemo wirklich nicht aus egoistischen Gründen, sondern weil ich und die Tierärzte, sowie auch die Tierheilpraktikerin ( die ja eigentlich gegen solche schulmedizinischen "Hammer" ist) alle der Ansicht sind, daß Bijou so viel Lebenswillen und Energie hat, trotz dieses Lymphokarzoms, daß er kämpfen möchte und vielleicht sogar noch eine gute Chance hat.
Seine Lebensqualität verbessern , ohne ihn zu quälen ist das Wichtigste für mich. Deshalb hoffe ich, daß es die richtige Entscheidung war.
Bitte drückt alle Daumen für uns. Morgen früh ist es so weit.
Wir werden danach die ganze Zeit bei Bijou sein, Weihnachten fällt dieses Jahr für uns alle aufgrund der Kranheit eh aus.
Und die Tierheilpraktikerin ist auch Weihnachten für uns da, wenn die Übelkeit oder so nach der Chemo zu heftig ist.
Bitte denkt morgen an Bijou.
Liebe Grüße
SIlke mit Bijou und Gina
:0( :0( :0(

Kuerbis
22.12.2003, 17:37
Hallo Silke,
ich habe mir gerade Deine Zeilen durchgelesen, obwohl ich schon eine eigene Abwehr gegen das "Gesundheitsforum" entwickelt habe. Vielleicht aus Selbstschutz. Nun habe ich mich doch entschieden etwas zu schreiben, weil ich Dich momentan so gut verstehen kann.
Der Satz: "Vielleicht ist es unser letztes Weihnachten" hat mich dazu bewogen - denn gerade diesen Satz habe ich mir auch gestern gesagt und bitterlich geweint.

Du und ich - wir wissen beide, dass wir ab dem Tag der Diagnose jede Minute ganz besonders genießen und auskosten werden.
Ich kann mich so gut in Deine Gefühlswelt hinein versetzen, dass es mir schwer fällt darüber zu schreiben.

Ich nehme Dich in den Arm und drücke Dich ganz doll, hoffe inständig dass die Chemo für Bijou einigermaßen erträglich ist.

Mucki
22.12.2003, 17:50
Hallo Silke,

sorry habe heute erst wieder rein geschaut. Sobald ich meine Kollegin ans Telefon kriege (hat im Moment Urlaub) mail ich Dir Nummer und Namen von TA. Es tut mir alles so leid, ich hoffe die Chemo schlägt gut an.

Barkley
22.12.2003, 19:32
Hallo!
Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen dass alles gut klappt!
LG Antje

Mucki
23.12.2003, 14:10
Mail ist unterwegs!

bijou92
23.12.2003, 17:52
Hallo,
wollte Euch kurz berichten, wie es Bijou geht. Er bekam heute Morgen seine erste Chemo und man merkt ihm nichts davon an. Er hat zum Glück keine Übelkeit, kein Erbrechen und frißt sehr viel, wie in den letzten Tagen auch. Wenn man es nicht wüßte, würde man das nicht glauben.
Allerdings hat man uns auch gesagt, daß dies bei der ersten Chemo manchmal so ist, ob er die anderen genauso verträgt, wird sich zeigen.
Wir hatten uns, aufgrund der Chemo, auf ganz schlimme Weihnachtstage eingestellt, aber man merkt ihm nichts davon an, er ist so wie immer.
Er bekommt jetzt wöchentlich eine Spritze ( 3 Kombinationspräparate) und das insgesamt 6 Mal. Ich hoffe so sehr, daß wir ihm damit helfen können, als er heute seine Spritze mit der Chemo bekam, war das ein schreckliches Gefühl für mich, weil ich das entschieden habe, aber ich stehe trotzdem dahinter. Denn die Alternative wäre, daß wir gar nichts machen. Er war , wie immer super tapfer.
Da diese Darmtumoren vom Typ her sehr bösartig sind und sehr schnell streuen, ist seine Prognose nicht hervorragend, aber es ist wird von einer Chance von 50/50 gesprochen, daß die Chemo den Tumor zurückgehen läßt . Die Chance möchte ich ihm geben. Er ist immer noch voler Lebenswillen und ich genieße jede Minute mit ihm und sehe es als etwas Besonderes an,daß er noch lebt und bei uns ist,sowie anscheinend keine Schmerzen hat. Ich bin ich auch sehr dankbar, daß ich so ein wundervolles Tier seit 10 Jahren an meiner Seite habe.
Natürlich weiß niemand, wie die Langzeitprognose aussieht, aber mir bleibt ja nur noch die Hoffnung.
Leider kommen wir anscheinend nicht ohne Cortison aus, das bekommt er täglich von uns. Das Cortison zeigte Nebenwirkungen und wir müssen mit der Dosierung runter gehen. Deshalb wollte die Tierheilpraktikerin, die ihn auf die Chemo vorbereitet hat, daß wir das Corsison unbedingt absetzen.
Vielen Dank für Eure Wünsche und daß Ihr an Bijou denkt. Es gibt mir Kraft zu wissen, daß man nicht alleine ist und hilft mir sehr.
Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina

Nikicatwoman
23.12.2003, 19:09
Liebe Silke,

ich verfolge Bijous Geschichte nun schon ein paar Tage mit und habe gespannt Deinem Bericht der ersten Chemo entgegengefiebert. Bisher hört es sich doch ganz positiv an, daher möchte ich Dir Mut machen, positiv zu denken. Tiere spüren es, wenn man selbst verzweifelt und am Boden ist, das zieht die Plüschies dann noch weiter runter. Von daher: Hut ab, wie Du damit umgehst, gerade in Anbetracht der nahenden Weihnachtszeit.

Hier sind für Bijou auf jeden Fall meine Daumen sowie 8 Pfötchen gedrückt.

Trotzdem schöne Weihnachten und alles erdenklich Gute! Halte uns bitte weiter auf dem laufenden...

Barkley
23.12.2003, 20:55
Hallo!
Das hört sich doch alles ganz gut an.
Ich würde,wenn Deine Heilpraktikerin nicht mit Deinem TA zusammenarbeiten sollte,auf jeden Fall mit dem TA wegen absetzen,erhöhen oder erniedrigen der Cortison-Dosis sprechen,ich denke in dem Moment ist er derjenige,der genau weiss was Deinem Kater in welcher Dosiering gegeben werden muss,teilweise gehört Cortison zur Chemo dazu und ich denke nicht dass Tierheilpraktiker sich mit Chemotherapien besonders gut auskennen sondern solchen Sachen meist eher skeptisch gegenüber stehen(falls ich eine falschen Eindruck habe dann sorry,und wenn beide zusammenarbeiten dann nehme ich auch alles zurück)
Weiterhin alles Gute für Euch!
LG Antje

bijou92
23.12.2003, 21:13
Hallo Antje,
nachdem das Antibiotikum der praktischen Tierärztin nicht angeschlagen hat, gab sie ihm damals bereits eine Depot-Cortison- Spritze, bevor die Diagnose Krebs festgestellt werden konnte.
Die Internistin, die auf dem Gebiet der Chemo durch die Aufenthalte in den USA und der Schweiz natürlich viel mehr Erfahrung hat, riet zusätzlich dazu, ihm täglich noch 1 1/2 Tabletten zu geben. Das war einfach zu viel. Er bekam am Wochenende einen Wasserbauch und konnte sich nicht mehr richtig hinlegen.
Die Tierheilpraktikerin riet dazu, es erstmal abzusetzen, weil er diese Depotspritze bereits bekam.
Und heute haben wir der Internistin dann das mit dem Cortison auch gesagt, sie weiß natürlich nicht, daß wir ihn zusätzlich naturheilkundlich behandeln lassen, das würde sie bestimmt belächeln, sie ist eine sehr diagnostische Schulmedizinerin, die die Onkologie sehr interessiert. Aber wir unternehmen nichts, was sich gegenseitig auschließt.
Wir versuchen beides zu kombinieren. Und die Tierheilparaktikerin hat was Bijous Allgemeinzustand in den letzten Tagen angeht, Wunder bewirkt.
Sie behandelt vor allem die Leber, weil die Chemo darüber ausgeschieden werden muß.
Ich würde niemals die Chemo gefährden, das Andere sehe ich als Ergänzung an. Die Internistin hat uns dann heute gesagt, daß wir auf eine Tablette heruntergehen können. Leider gehört das Cortison mit zur Chemo. Die Tierhielpraktikerin war anfangs skeptisch, als wir das mit der Chemo sagten, hat aber seine zusätzliche Behandlung nicht abgelehnt, ich war im Vorgespräch auch ganz offen. SIe hat sich dann mit der Literatur über Onkologie mit Katzen beschäftigt und riet auch zur Chemo.
Aber vielen Dank für Deine Antwort und Deinen Rat.
Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina

Barkley
23.12.2003, 21:24
Hallo!
Natürlich kann man die Behandlung der Heilpraktikerin mit der der TÄ kombinieren,da spricht ja auch gar nichts dagegen.
Nur wenn die TÄ ein Medikament verschreibt und der Heilpraktiker es wieder absetzt,ohne dass beide voneinander wissen könnte es einfach ein kuddelmuddel geben,wo dann der eine nicht weiss wieso seine Behandlung nichts nützt.
Aber Du scheinst ja kompetente Leute auf beiden Seiten zu haben.
Dann nehme ich meine Bedenken komplett zurück!
LG Antje

bijou92
30.12.2003, 13:49
Hllo,
ich wollte Euch kurz von Bijous heutiger 2. Chemo berichten.
Bisher scheint er sie gut zu verkraften, er hat keine Übelkeit, Erbrechen , oder so.
Leider gab es aber auch eine schlechte Nchricht. Vor jeder Chemo werden die Leukozyten (weißen Blutkörperchen ) untersucht. Sie sind jetzt bei fast 50.000.
Anfang Dezember lagen sie bei 21.000.
Die Internistin ( onkologisch ausgebildet) vermutet nun, daß das Knochenmark bereits befallen ist. Wir waren so zuversichtlich nachdem er die letzte Chemo so gut vertragen hat und aufgrund seines Lebenswillen dachten wir auch, daß er gute Chancen hat. Als wir das heute hörten, waren wir so geschockt. Seit 4 Wochen bekommen wir nur noch schlechte Nachrichten. Wir versuchen alles, um ihm zu helfen, aber daß bereits das Knochenmark angegriffen ist, hat bisher niemand vermutet. Bisher war der Darmtumor bekannt und 2 angrenzende Lymphknoten im Darm. Seine Chancen wären damit gar nicht so schlecht gewesen.Blut ist wieder ins Labor nach Zürich geschickt worden, es ist aber wahrscheinlich, daß im Blut bereits Krebszellen auftauchen, eine andere Erkärung für solche hohen Blutkörperchen gibt es bei einer Krebserkrankung wohl leider nicht.
Wir sind so traurig, weil man dann mit der Chemo nur noch den Tumor und die Lymphknoten "bearbeiten "kann, nicht aber das Knochenmark, beim Menschen benötigt man dann eine passende Knochenmarkspende. Das gibt es aber natürlich bei Katzen nicht.
Ich bin so verzweifelt, weil man sich so hilflos fühlt. Er wird seit Wochen noch mehr verwöhnt und wir tun alles, die Tierheilpraktikerin wird ihn auch weiter behandeln.
Aber es wird immer wahrscheinlicher, daß die Prognose ganz schlecht aussieht und wir ihn wahrscheinlich nur noch wenige Wochen bei uns haben werden.Weihnachten habe ich mich schon darauf eingestellt, daß es unser letztes gemeinsames Weihnachtsfest sein wird, Silvester nun auch. Ich habe solche Angst vor der Entscheidung, die ich dann irgendwann fällen muß.
Traurige Grüße
Silke mit Bijouchen und Gina:0( :0( :0(

bijou92
30.12.2003, 13:59
Habe noch etwas vergessen:
Ich habe in den letzten Wochen im Internet weltweit Informationen gesammelt und es gibt Impfkritiker, die sagen, daß man ältere Tiere ab 7 Jahre nicht mehr gegen Leukose impfen sollte, weil sie im Verdacht steht, die Tumorerkrankungen gerade zu verursachen.
Jetzt mache ich mir große Sorgen, denn das wußte ich nicht, unser Tierarzt hat Bijou 10 Jahre gegen Leukose geimpft.
Unsere kleine Katze aber nicht, wie ich gesehen habe, bisher wußte ich das aber nicht. Sie wurde nur gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft, obwohl ich immer beim gleichen Arzt war, seit ich die Aufkleber Im Impfbuch aufgrund eines Beitrags von Euch erst einmal richtig entziffern konnte, bin ich erst dahinter gekommen. Er ließ mich bisher im Glauben, auch die kleine "Maus" hätte mit der Grundimmunisierung immer Leukoseimpfungen bekommen.
Jetzt bin ich total verunsichert, ob ich sie auch gegen Leukose impfen lassen soll, sie kommen mit anderen Katzen nicht in Berührung.
Und wenn ich diese Tumorerkrankung bei Bijou mit so einer Impfung gegen Leukose ausgelöst habe, könnte ich mir das nie verzeihen.
Was meint Ihr zum Thema Leukoseimpfung, sowohl bei älteren, als auch bei jungen Katzen?
Ich habe mit mehreren TÄ gesprochen und es gibt Kritiker und Befürworter, mich hat aber nie jemand aufgeklärt. Liebe Grüße Silke mit Bijou und Gina

Flieger
30.12.2003, 20:26
Hallo Silke,

wo hast du das mit der Leukoseimpfung denn gefunden? Mich würde das sehr interessieren, weil ich meine Maus auch gegen Leukose impfen lasse, seit mein Kater wg. Leukose eingeschläfert werden musste.

Für deinen Bijou alles Gute. Ich hoffe, dass er noch eine schöne und möglichst lange Zeit bei Euch hat.

LG
Flieger

Berglöwe
30.12.2003, 20:40
Liebe Silke,

das mit deinem Bijou tut mir unendlich Leid. Du hast wirklich eine schwere Zeit vor dir. Ich knuddel dich jetzt einfach mal, es ist so unbeschreiblich traurig :0(

@ Flieger

meine Katzen wurden von meinem TA auch immer gegen Leukose (ohne vorherige Testung) geimpft. Und ich persönlich würde nie mals wieder eine normale Wohnungskatze gegen Fip oder Leukose impfen lassen. Auch mir wurde im nachherein gesagt das jede Impfung auch die Krankheit auslösen kann.

Toll wie unsere TÄ so arbeiten oder auf das Geldverdienen aus sind, traurig aber wahr :0(

Barkley
03.01.2004, 18:27
Hallo Silke!
Wie gehts Deinem Kater denn?
LG antje

bijou92
03.01.2004, 19:29
Hallo Antje,
das ist lieb, daß Du fragst.
Seine 2. Chemo hat er sehr gut überstanden. In der vergangenen Woche hat er sich nur an einem Tag übergeben müssen. Ansonsten sieht und merkt man ihm die Chemo (noch) nicht an.
Am Montag Abend bekommt er die 3. und man sagt, daß die Nebenwirkungen meistens ab der 4. sichtbar sind. Vielleicht geht es ihm aber danach auch so gut, weil die Tierheilpraktikerin in Bottrop seine Organe unterstützt, vor allem die Leber, die die Chemo abbaut.
Sein Fell ist auch nur ein bißchen dünner geworden und seine Schnauzhaare hat er auch noch alle.
Seit der letzten Chemo haben wir ihm absulute Ruhe gegönnt. Die Tierheilpraktikerin gab uns die homöopat. Medikamente auf Vorrat mit. Wir merkten nämlich, daß er sehr viel Ruhe braucht.
Was mir große Sorgen macht, ist die Vermutung, daß das Knochenmark bereits befallen ist. Das Ergebnis aus der Schweiz steht noch aus.
Die Leukozyten sind ja leider erneut gestiegen. Sie lagen bei fast 50.000. Zu Beginn der erneuten Untersuchungen im Dezember bei 21.000.
Das ist für die Prognose natürlich ganz schlecht.
Aber Bijou hat weiterhin guten Appetit, nimmt an unserem Leben teil und schläft halt nur sehr viel.
Von unserer 2. Katze Gina will er auch nichts wissen, aber wir vesuchen ihn auch sehr zu schonen und ihm keinerlei Streß zuzumuten bis zur nächsten Chemo.
Ansonsten versuche ich weiterhin jeden Tag ganz bewußt zu mit Bijou zu erleben. Nachts schläft er immer auf meinem Kopfkissen und ich darf gar nicht daran denken, daß das bald nicht mehr so sein wird.
Wir verwöhnen ihn auch noch mehr als sonst, er war immer schon ein totaler Gourmet.
Ich mache mir immer noch ganz schlimme Vorwürfe, daß ich es zugelassen habe, daß Bijou 10 Jahre gegen Leukose geimpft wurde, ich habe dem Tierarzt vertraut. Bijou kam nie raus, es hätte nicht sein müssen und nun sagt man mir, daß gerade ältere Tiere nicht mehr dagegen geimpft werden dürfen.
Es besteht der Verdacht, daß dieses Lymphosarkom gerade in dem Verdacht steht, bei älteren Tieren durch das Impfen ausgelöst zu werden. Die kleine Katze wurde nicht dagegen geimpft, obwohl er das immer gesagt hat.
Diesbezüglich bin ich jetzt total unsicher, ob die Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche nicht vollkommen ausreicht.
Wenn ich Bijou bloß noch irgendwie helfen könnte.

Ich bin immer ganz gerührt, daß Ihr soviel Anteil nehmt.
Vielen Dank, daß Du Dich nach Bijou erkundigt hast.
Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina:0( :0( :0(

Berglöwe
03.01.2004, 20:00
Liebe Silke,

wir drücken dir und Bijou alle Daumen und Pfötchen, ihr beide seit so tapfer

Mach dir keine Vorwürfe wegen der Impfungen, du kannst da nix für, sondern nur die TÄ :0(

BineXX
03.01.2004, 22:51
Neeee, Vorwürfe darfst Du Dir wirklich keine machen. Woher solltest Du das denn wissen. Schliesslich wollen wir für unsere Samtpfoten nur das Beste. Und das meinen wir mit dem Impfen ja zu tun.

Und vielleicht kann noch nicht mal der TA was dafür. Wie lange weiss man denn das schon ? Veilleicht gibts es da auch unterschiedliche Meinungen. Ich hab leider keine Ahnung. Hab mich noch gar nicht so sehr mit dem Thema befasst. Werde es aber vor der nächsten Impfung wohl tun müssen.

Wir drücken Euch auf jeden Fall die Daumen !

Barkley
04.01.2004, 00:55
Hallo Silke!
Da Deine Katze ja nicht rauskommt und so auch keinen Kontakt zu anderen Katzen hat,musst Du Dir denke ich im Moment keinen Kopf machen ob Du eine Leukose-Impfung machen läßt. Wenn Du unsicher bist versuche Dich selbst über die ganze Problematik zu informieren(muss ja nicht jetzt sein,Du hast ja Stress genug),dann kannst du evtl. leichter entscheiden was du machst.
Gib mal bei Google Laboklin aktuell ein und guck dann bei Inhaltsverzeichnis Laboklin aktuell
unter Feline Leukose,vielleicht hilft es Dir etwas,ist denke ich ganz gut verständlich geschrieben.(..und auch nicht so ganz negativ im Fall für Deinen Kater..)
Drücke auf jeden Fall weiter die Daumen!
LG Antje

bijou92
05.01.2004, 23:23
Hallo,
erstmal wieder vielen Dank für Euren Trost und Euren Beistand, es tut sehr gut zu wissen, daß Ihr an Bijou denkt.
Heute war seine 3. Chemo. Er ist so tapfer, alle sind immer ganz gerührt. Bevor er die Chemo bekommt wird ihm Blut abgenommen, allerdings so, wie es in den USA üblich ist, direkt am Hals, das geht sehr schnell , während das andere an der Pfote immer nur tröpfchenweise ging. Dann wird ihm wöchentlich abwechselnd ein Pfötchen rasiert und er bekommt kurz einen Venenkatheder für die Chemo gelegt.
Heute gab es endlich mal eine halbwegs postitive Nachricht, zumindest deute ich es jetzt mal so.
Bijous Leukozyten lagen letzte Woche bei ca. 50.000.Heute waren es nur noch 14.000, das zeigt, daß sein Körper auf die Chemo reagiert und die Chemo wirkt, durch die Chemo werden die weißen Blutkörperchen ja gedrückt. Nach der 1. Chemo sind sie erstmal weiter gestiegen, so daß man uns auch sagte, daß wahrscheinlich schon das Knochenmark angegriffen sei, das Ergebnis aus der Schweiz haben wir noch nicht.
Nun habe ich natürlich Hoffnung, daß man mit der Chemo erstmal einen Stop für alle Tumorzellen im Darm,den beiden Lymphknoten im Darm und auch für das Knochenmark erzielen kann.Er ist halt so ein Kämpfer und das ist bestimmt auch ganz wichtig für die Prognose.
Da wir gerade eh mit ihm unterwegs waren und es für ihn immer so streßig ist, wenn er eingefangen wird, in seine Transportbox muß und dann Auto fährt, sind wir im Anschluß an die Chemo (findet in Köln statt) direkt wieder zur Tierheilpraktikerin nach Bottrop gefahren.
Sie unterstützt seine Organe , vor allem die Leber.
Als Bijou gerade aus der Box kam, hat er sich sofort über 3 Teller ( u.a. Hähnchen) hergemacht. Normalerweise sagt man ja, daß die Chemo Übelkeit bedeutet, bei ihm bisher zum Glück nicht, er darf nämlich nicht noch mehr Gewicht verlieren. Gegen die Übelkeit geben wir ihm vor und nach der Chemo auch immer etwas von der Tierheilpraktikerin. Sein Gewicht ist trotz der Chemo bisher konstant bei 3,7 kg.
Auch wenn ich weiß, wie es um Bijou steht, habe ich heute wieder ein bißchen Hoffnung bekommen.
Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina

catweazlecat
05.01.2004, 23:32
Hallo Silke

na das mit den Leukozyten ist ja mal eine positive Nachricht! Ich drücke Euch und vor allem dem Katerchen fest die Daumen das er noch ein langes und glückliches Leben vor sich hat!

Gruss

BineXX
06.01.2004, 16:40
Das hört sich ja positiv an. Wir drücken Euch ganz fest alle Daumen und Pfoten.

bijou92
06.01.2004, 18:35
Hallo,
ich danke Euch.
Aber ich darf jetzt auch nicht zu optimistisch sein, es ist eine schlimme und unberechenbare Krankheit , die mal mehr, mal weniger streut.
Das mit den Leukozyten ist natürilch auf die Chemo zurückzuführen, aber so muß es ja auch sein, weil sie jetzt unterdrückt werden.
Ich hoffe nur sehr, daß wir in 3 Wochen keinen Tumor mehr sehen und die Zellproben dann negativ sind.
Vielleicht hat Bijou auch Glück und die Chemo erreicht das betroffene Knochenmark und bringt die dortigen Tumorzellen erstmal zum Stillstand Er ist doch so tapfer und voller Lebenswillen .Aber ich schwanke abwechselnd zwischen Hoffnung und Verzweiflung.
Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina

riekchen60
06.01.2004, 20:55
Hallo Silke

Habe mich gerade mal durch alle Beitrage "geackert" und freue mich mit Dir und den Anderen über die positive Entwicklung!
Schön, dass Dein Kater so einen Lebenswillen hat und alles mit solcher Geduld über sich ergehen lässt.
Denke einfach positiv , wirst sehen, das wird sich auf Bijou übertragen!

Ich wünsche Euch ganz viel Glück und dass Euch noch ganz viel Zeit zusammen verbleibt.

LG :cu:

bijou92
07.01.2004, 13:46
Hallo,
wie die Onkologin bereits vermutet hatte, sind auch im Knochenmark Tumorzellen nachgewiesen worden. Das Ergebnis uas Zürich habe ich gerade erhalten.
Wir hatte ja damit gerechnet, aber wenn man es dann hört, ist es doch wieder ein Schock. Es gibt 5 Stufen in dieser Krebsskala und demnach hätte der den größten Schweregrade , nämlich 5.
Allerdings sprach die Onkologin gerade auch davon, daß Bijou auf die Chemo anspricht, daß sieht man an den veränderten Blutwerten ( Leukoyten und auch die roten Blutkörperchen)
Wenn Bijou ganz ganz viel Glück haben, greift die Chemo dieses Knochenmark mit an.
Ich bin so verzweifelt. Warum hat man uns bloß nicht einige Wochen eher zum Ultraschall geschickt, dann wäre das Blutsystem noch nicht befallen und er hätte eine viel bessere Prognose.
Stattdessen wußte kein Arzt mehr, was er noch machen kann.
Außer der Gewichtsabnahme und der hohen Leukoytenzahl gab es keinerlei Hinweise.
Ich möchte ih doch nicht jetzt schon verlieren, er ist doch erst 11.
Die Chemo gestern hat BIjou bisher auch wieder gut vertragen, keine Übelkeit , nur ein bißchen Durchfall, er hat auch guten Appetit.
:0( :0( :0( :0( :0(
Liebe Grüße
Silke mit BIjou und Gina

Dumpfi
07.01.2004, 14:05
Sei nicht traurig.
Ich weiss leider aus eigener Erfahrung, dass das nicht so leicht ist. Krebs ist nunmal eine Sch..krankheit und man denkt immer sofort an das Schlimmste.
Mein NG wollte damals nicht, dass ich Angst um ihn habe. Er wollte mich glücklich sehen. Und ich bin mir ganz sicher, dass es Deimen Bijou nnicht anders geht.

Ich freue mich sehr, dass Bijou die Chemo gut verträgt.
Leonie und ich drücken ganz fest Daumen und Pfötchen damit das auch so bleibt und natürlich damit die Chemo anschlägt und Du noch eine lange, schöne Zeit mit Deinem Liebling haben kannst. :-*

bijou92
13.01.2004, 15:51
Hallo,
Bijou hatte gestern seine 4. Chemo und er hat sie wieder sehr gut verkraftet. Ich bin momentan zum ersten Mal seit der Diagnose etwas zuversichtlich. Bijou geht es momentan sehr gut, er springt herum, nimmt seine Fellmäuse auseinander und turnt auf Möbeln herum, die er wochenlang gemieden hat, weil ihm wohl die Kraft fehlte.
Die gestrige Chemo hat er dank der Tierheilpraktikerin, die ihn wieder darauf vorbereitet hat ( vor allem die Leber und die Nieren und den Magen, damit er keine Übelkeit hat) wieder sehr gut überstanden, wenn wir nicht wüßten daß er gestern eine Chemo bekommen hat., würden wir das nicht glauben.
Hoffentlich bleibt das so. Die Internistin war gestern auch zum ersten Mal positiv eingestellt, nachdem sie gesehen hat, daß seine Blutwerte sich nach der letzten Chemo weiterhin verbessert haben und obwohl Tumorzellen im Blut gefunden wurden und man daher davon ausgeht, daß es bereits im Knochenmark ist, sind die entscheidenen Blutwerte ( Leukozyten und roten Blutkörperchen ) weiter besser geworden.
Deshalb versuche ich jetzt vordergründig sein Verhalten und die neuen Werte zu betrachten und das mit dem Knochenmark momentan nicht ständig gedankllich präsent zu haben.
Vermutlich ist auch der Tumor zurückgegangen, zumindest läßt sein Verhalten darauf schließen.
Genaueres wissen wir aber erst in 3 Wochen, wenn die wöchentliche Chemo auf 3wöchentlich umgestellt wird und ein Ultraschall gemacht wird und neue Zellen entnommen werden.
Ich hoffe so sehr, daß er es schafft.
Zum ersten Mal seit Wochen haben wird wieder richtig Hoffnung.
Und ich möchte Euch wirklich die naturheilkundliche Tiermedzinin empfehlen, ich sehe jedes Mal, was die Tierheilpraktikerin erreicht, wenn es ihm durch das Cortison mal nicht so gut geht und auch Gina hat auf die homöopathischen Mittel sehr gut reagiert. Natürlich kann man so nicht alleine den Krebs heilen,dafür braucht man schon die Schulmedizin, aber unterstüzend und bei nicht so schwerwiegenden Krankheiten vielleicht sogar alternativ, läßt sich so viel erreichen.
Ich hätte das nie für möglich gehalten und war bisher auch immer etwas skeptisch, auch was Bachblüten etc. angeht.
Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina

:wd: :wd: :wd: :wd: :wd: :wd:

catweazlecat
13.01.2004, 15:57
Hallo Silke

was für eine tolle Nachricht!! :wd:

Ich drücke weiterhin fest die Daumen das es mit Bijou aufwärts geht und sie noch lange eine gute Lebensqualtität haben wird!

Alles Gute

Mucki
13.01.2004, 17:27
Hallo Silke,

das ist doch eine gute Nachricht. :D
Gib die Hoffnung nicht auf!! Vor allem mach Dir keine Vorwürfe wegen der Impfungen, woher hättest Du das wissen sollen. Wenn hier einer von uns zum TA geht und der sagt oder macht etwas mit den Mietzen, dann müssen wir ihm vertrauen und glauben, daß er das Beste für unsere Mietzen tut und uns immer gut berät.

bijou92
14.01.2004, 14:44
Hallo Ihr 2,
vielen Dank für Eure Antworten, ich freue mich immer, daß Ihr alle so Anteil nehmt und es hilft mir immer sehr.
Gleich geht es wieder zur Tierheilpraktikerin und ich hoffe, daß es weiterhin bergauf geht.
Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina:wd: :wd:

Mucki
15.01.2004, 13:12
Hallo Silke,

schön, dass wir Dich hier ein bißchen trösten können. Ich muss bei Deinem Bijou immer an den Kater meiner Kollegin denken, bei dem wurde vor zwei Jahren Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert und wir dachten wir müßten ihn bald begraben. Er ist aber nach wie vor quicklebendig und wird noch lange nicht über die Regenbogenbrücke gehen:) .

bijou92
15.01.2004, 13:22
Halo Mucki,
sorry, daß ich Dich oben nicht erwähnt habe, war keine Absicht, wollte mich bei Euch 3 und auch den anderen bedanken, die mir seit Dezember antworten.
Also auch Dir vielen Dank für Deine Antworten und den Trost, den Ihr damit spendet.
Was Du mir über die Katze mit dem Lymphknotenkrebs geschrieben hast, macht mir auch wieder Mut.
Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina
:wd: :wd:

Mucki
16.01.2004, 14:21
Hallo Silke,

fühlte mich voll angesprochen, heiße doch auch Alex:D :D :D !

Kuerbis
16.01.2004, 15:37
Hallo Silke,

wie schön zu lesen, dass Bijou so eine kleine "Kampf-Samtpfote" ist und sich trotz der schwerwiegenden Behandlung nicht´s anmerken läßt und alles gut verläuft!:wd:
Ich freu´ mich sehr für Dich!:cu:

Wir werden auch demnächst langfristig auf Homöopathie umsteigen und ich bin gespannt wie sie wirken. Du schreibst ja so viel positives darüber, dass man selbst beim Lesen zuversichtlicher wird...
*Danke für den Hoffnungsschimmer, den Du wieder aufwirfst*

Mir wurde gesagt, dass unsere "positive" Einstellung bezgl. der Lebenserwartung sehr sehr wichtig ist. Die Fellflusen merken wohl doch, wenn wir uns zu sehr mit >diesem traurigen Thema< beschäftigen.

Viele liebe Grüße und Kopf hoch!

bijou92
20.01.2004, 11:50
Hallo,
gestern bekamen wir nur positive Nachrichten:
Beim Tasten des Darmabschnitts konnte die Internistin weder die vergrößerten Lymphknoten, noch die Verdickung ( Tumor) ertasten, das heißt natürlich noch nichts genaues, aber es ist schon einmal ein Hinweis, daß die Chemo wirkt.
Natürlich wird in 3 Wochen ein Ultraschall vom Bauch gemacht, dann wissen wir mehr.
Aber das Schönste kommt erst noch: Die Blutwerte haben sich weiterhin verbessert , vor allem die roten Blutkörperchen. Ich bin jedes Mal so ängstlich, wenn sie mit den neuen Ergebnissen ins Behandlungszimmer kommen. Die roten Blutkörperchen haben sich weiterhin erhöht und es sind keine Tumorzellen mehr im Blut gefunden worden.:wd:
Ich war so glücklich, als ich das gehört habe, Bijou spricht auf die Chemo an und die Werte verbessern sich von Chemo zu Chemo.
Bijou hat wirklich wieder eine reale Chance und daran hat so richtig niemand geglaubt. Die Tierärztin ist selbst überrascht.
Wir versuchen aber auch alles, um Bijou zu helfen, sind regelmäßig bei der Tierheilpraktikerin , damit er die Chemo auch übersteht.
Leider kommt Bijou mit dem Cortison nicht gut klar, es wird immer zu einer Chemo hinzu gegeben, um die Zellen elastisch zu halten, damit sie während der Chemo nicht platzen.
Das sind die einzigen Nebenwirkungen. Die Chemo an sich verkraftet er gut. Wenn er danach aus der Transportkiste gelassen wird, ist der erste Gang weiterhin zum Futternapf, direkt nach der Chemo. Allerdings geben wir ihm voher und nachher auch homöop. Mittel gegen Übelkeit.
Ich bin jetzt ganz gespannt, was in 3 Wochen beim Ultraschall herauskommt. Dann werden wieder Zellen entnommen.

Wir sind momentan so glücklich über die Veränderungen.
Anscheinend war die Chemo noch rechtzeitig und die Tumorzellen waren noch nicht richtig im Knochenmark.
:wd: :wd:

Liebe Grüße
Silke mit Bijou und Gina

BineXX
20.01.2004, 18:51
Klasse !!!:bd: :wd: :bd: :wd:
Das ist doch mal echt eine super Nachricht, wir drücken Euch die Daumen dass alles weiter bergauf geht. :cu:

Minx
09.03.2004, 15:29
Wie geht's denn jetzt Deiner Katze? Ich stehe nämlich zurzeit vor der schwierigen Entscheidung Chemotherapie oder nicht, da mein Kater einen inoperablen Tumor hat.

Es wäre für mich hilfreich zu wissen, ob sich der Aufwand für meinen Kleinen evtl. auch lohnen würde oder ob ich ihm besser die Schmerzen ersparen sollte.

admin
09.03.2004, 15:36
@minx,
Bijou hat die Chemo leider nicht überstanden und mußte eingeschläfert werden, da es ihm am Ende sehr, sehr schlecht ging. :(

bijou92
09.03.2004, 16:11
Hallo Minx,
es ist schwierig in Deiner Situation den richtigen Rat zu geben.
Ich weiß nicht, ob wir heute noch einmal die gleiche Entscheidung treffen würden, wie damals.Das frage ich mich immer wieder.
Mein Gefühl sagt mir zwar einerseits, daß ich mir ohne Chemo ebenfalls Vorwürfe machen würde, anderseits war die Chemo für uns alle und natürlich vor allem für Bijou eine riesengroße Belastung.
Unsere internistischen Tierärzte hatten auf dem Gebiet der Onkologie eine sehr gute Erfahrung, weil sie in der Schweiz und auch in den USA ausgebildet worden sind. Es ist auch wichtige, wieviel Erfahrung ein Tierarzt mit der Chemo hat, denn bei uns wir sowas noch nicht so oft angewendet.
Dort ist man auf dem Gebiet bei Tieren viel weiter, als bei uns.
Bijou ging es anfangs während der Chemo besser, seine Blutwerte besserten sich und wir erfuhren erst, als sein Darm komplett versagte, daß die Tumore sich nicht zurückgebildet hatten.
Das ist aber von Katze zu Katze sehr unterschiedlich, Bijou ging es nach der 4 Chemo sehr sehr schlecht ( erkonnte nicht mehr essen, erbrach alles, sein Darm versagte und er mußte getragen werden, weil er nicht mehr laufen konnte, daher mußten wir ihn einschläftern lassen) und die 4. Chemo enthielt ein Medikament, daß seinen Zustand wahrscheinlich noch verschlimmert hat.
Wichtig ist, daß nur Katzen mit gesunden Nieren- und Leberwerten eine Chemo bekommen sollten.
Das muß regelmäßig überwacht werden.
Sobald sich dort eine Verschlechterung ergibt, müßtest Du unterbrechen.
Und nur jede 3. Katze schlägt so gut auf die Chemo an, daß sie danach noch 6-12 Monate überlebt. In der Veterinärmedizin ist man noch nicht so weit, daß man Tumore dauerhaft heilt.
Es ist auch entscheidend, ob eine Leukoseinfizierung vorliegt, die den Tumor mitverursacht hat, dann stehen die Chancen sehr viel schlechter.
Bijou war nicht infiziert und wurde zusätzlich noch naturheilkundlich vone iner sehr guten Tierheilpraktikerin behandelt..
Der Tumor kommt höchstwahrscheinlich auch nach einer Chemo wieder.
Bei uns hätte die Chemo insgesamt ein halbes Jahr gedauert.
Für Bijou war es sehr viel Streß.
Ich habe damals meinen Beruf unterbrochen, weil immer jemand bei ihm sein mußte.
Es kann zu sehr vielen Nebenwirkungen kommen, u.a. zur Sepsis, also Blutvergiftung, Kreislaufversagen ( bei Bijou war es 2 Mal so, daß er nur noch 36 Grad Temperatur hatte).
Ohne die Tierheilpraktikerin, die ihn immer wieder unterstützt hat, hätte Bijou auch nicht os lange durchgehalten.
Leider war bei ihm der Krebst stärker, wir haben alles versucht und seine Behandlung hat Unsummen an Geld gekostet, aber wir wollten alles versuchen.

Wenn Du möchtest, schreibe mir doch eine mail. Aus Zeitgründen bin ich nicht mehr viel hier im Forum.
Schreibe mir am besten auch, welchen Tumor Deine Katze hat und ob Du eine ambulante oder stationäre Chemo möchtest, ich habe inzwischen so viel Infos zusammengetragen, vielleicht kann ich Dir noch irgendwie helfen.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Kraft .
Und egal , wie es ausgeht, handel nach Deinem Gefühl und danach, was die Ärzte Euch raten und versuche Dir dann keine Vorwürfe zu machen.
Wir drücken alle Daumen und Pfoten.

Liebe Grüße
Silke mit Gina und Gizmo,
sowie Bijou, der für immer in meinem Herzen sein wird:0(

bijou92
09.03.2004, 17:00
Habe noch etwas vergessen:
ich weiß ja gar nicht, ob Du alle Beiträge zu Bijous Krankheit gelesen hast.
Aber für die Chemo haben wir uns u.a. deshalb entschieden, weil wir immer das Gefühl hatten, daß er leben möchte. Er war ein Kämpfer bis zuletzt.
Ich weiß leider nicht, welchen Tumor Deine Katze hat.
Wenn Du das Gefühl hast, daß sie leidet, oder Schmerzen hast, wäre die Chemo eine Lebensverlängerung, keine Lebensverbesserung.
Die Chemo beim Tier bedeutet immer " nur" eine Lebensverbesserung, fast nie kommt es zu einer Heilung.

Minx
12.03.2004, 08:55
Es tut mir ja so leid, dass die Chemotherapie nicht geklappt hat, wie schade!

Mein Kater hat auch ein Lymphosarkom und ich habe mich gegen eine Chemotherapie entschieden. Ich werde versuchen, sein restliches Leben so schön wie möglich für ihn zu machen, ohne Tierarztbesuche und Spritzen, die er so hasst.

Bin total traurig und kann gut verstehen, wie Du Dich gefühlt haben musst!

Vielen Dank auch noch für Deine Unterstützung, Deine Erfahrung macht mir meine Entscheidung etwas leichter.