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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kontrolle bei Tierheimhunden....



changale
12.12.2003, 12:22
Hallo Ihr Lieben,

bei uns im Bekanntenkreis ist diese Woche die Diskussion aufgekommen, dass die Menschen die sich ein Tier aus dem Tierheim holen viel zu wenig kontrolliert werden.
Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen, denn als wir damals Leika aus dem Tierheim bekommen haben hat man mich einmal nach 6 Monaten kontrolliert. Und jetzt bei Dakota den wir nun auch schon 1,5 Jahre haben, kam überhaupt keine Kontrolle.
Kann das denn sein? Müßten wir nicht viel öfter kontrolliert werden? Zumindest einmal nach jeder Übernahme eines Hundes oder einer Katze aus dem Tierheim?! Oder lag es bei uns daran dass man mich von Leika her schon kannte und man vertraut mir einfach?!
Und viele von unseren Freunden, Bekannten, Verwandten etc. bestätigen uns das Gleiche. Manche haben - obwohl sie ihre Tiere schon jahrelang haben - noch nie eine Kontrolle miterlebt.

Wie ist das bei Euch? Ist das vielleicht anders in anderen Bundesländern? Oder liegt es bei uns nur an zu wenigen Freiwilligen?! Ich würde mich sofort freiwillig melden wenn ich nur wüßte wo...

Würde mich freuen Eure Meinung zu hören/lesen!

Liebe Grüße
Petra & die Husky-Rasselbande

ElkeG
12.12.2003, 14:15
Also, ich habe seit über 2 Jahren eine Katze von der Tierhilfe. Kontrolliert wurde ich noch nie - was mir aber auch schon angekündigt wurde. Ich habe die Katze aus eine Pflegestelle geholt. 2 Tage später kam noch einmal eine Frau von der Tierhilfe vorbei, um sich die Haltungsbedingungen anzusehen. Sie sagte damals zu uns, daß keine weiteren Kontrollen kommen würden, weil sie einfach keine Zeit dafür hätten.

Und das ist wohl auch die Situation in den meisten Tierheimen.

Aliantha
12.12.2003, 14:18
Hmm, als wir Luna aus dem Th geholt haben wurde uns vorher gesagt, dass eine Vorkontrolle kommt
Zuerst sollte eine direkt aus dem TH kommen. dann war das zu weit und das nächste th sollte kommen. dann hat das nicht geklappt oder wie auch immer und das ursprüngliche th sollte kommen.(1 stunde autofahrt).
letztendlich haben wir luna ohne vorkontrolle bekommen.
ende august haben wir sie geholt und mitte januar kamen dann 2 damen zur nachkontrolle.
sie waren 30 min da. hund sieht gut aus, ist nicht aggressiv, lässt sich streicheln, kurzer spaziergang ok sie hört auch wunderbar wir müssen wieder und tschüss

ich glaub wir sahen ziemlich belämmert aus, aber ok ;)

nun bekommt die patin zu weihnachten mal post mit neuen fotos und von luna und ne einladung doch mal wieder vorbei zu kommen.

Bonni
12.12.2003, 17:17
Hallo!
Also, MAX ist auch aus dem Tierheim und wir sind überhaupt nicht kontrolliert worden, obwohl es vorher gesagt wurde!!:sn:
mfG Martina

AnnaS
13.12.2003, 08:11
Also wir machen die Vorkontrolle. Ohne die bekommt niemand ein Hund. Dann gibt es auf jeden Fall eine Nachkontrolle nach rund 2 Monaten. Ich bin aber ganz ehrlich, wir haben Hunde, die sind schon seit langer Zeit vermittlelt und es gab noch keine Nachkontrolle, einfach weil man es zeitmäßig nicht schafft. Ich habe hier selbst aktuell rund 10 Adressen liegen, wo ich dringend kontrollieren müsste, aber es einfach nicht schaffe. Denn eigentlich soll man zu zweit fahren. Erst mal wegen der Objektivität, zweitens aber auch zur eigenen Sicherheit, denn manche Leute entwickeln da doch dem Tierschutz gegenüber ein unglaubliches Aggressionspotential. Und dementsprechend müssen zwei Leute gleichzeitig Zeit haben. Dann trifft man die Leute oft nicht an und muss öfters mal hinfahren (diese Nachkontrollen finden natürlich unangemeldet statt). Es gibt so vieles, was einfach dazwischen kommt. Das ist natürlich traurig, aber leider wahr.

Gruß
Anna

Rüsselterriene
13.12.2003, 09:55
@ Anna:

Wenn du eine Nachkontrolle machst, ab wann ist bei dir der Punkt erreicht, bei dem du sagst: "Der Hund kommt wieder mit."

Gibts da ne Art Protokoll mit Fehlerpunkten, wie bei der Führerscheinprüfung oder is das deinem "Gefühl" überlassen?

Ich frag nur, weil ich regelmässig am kochen bin, wenn ich manche Leute mit ihren Hunden sehe... also, ich denke ich bin "zu" kritisch. Wie is das bei dir?

Anke

ps: Wenn du mal n Jemand zur Kontrolle brauchst... ich würde mir das gerne mal angucken. (Oder gilt nur wer aus eurem Verein?)

Ivonne
13.12.2003, 10:47
Vorkontrolle und Nachkontrolle gibs bei mir auch - in jedem Fall.

Ohne Vorkontrolle keinen Hund - wie Anna schon sagte.
Die Nachkontrolle machen wir dann entweder selbst oder organisieren jemand anders, wie bei Akimo damals zum Beispiel. Als es per Mail und Telefon ellenlange Beschuldigungen zum Besitzer gab. Da ham wir dann Silke von FFF aufn Sonntag morgen um 9 unangemeldet hingeschickt *lach*
Silke hatte es für gut befunden, die Beschuldigungen gingen aber weiter. Also sind wir jetzt im Oktober selbst nochmal dagewesen, auch unangemeldet.

Es kommt halt darauf an, wenn der erste Eindruck bei der Vorkontrolle gut ist und sich bei der ersten Nachkontrolle bestätigt, braucht es keine weiteren Kontrollen. Dann sollte man die Leute mit ihren Hunden auch machen lassen.

@Anke
Es gibt als solches keine Stichpunkteliste für Vor- oder Nachkontrollen.

Es ist das Bauchgefühl: Würdest Du Deinen eigenen Hund dort hingeben (jetzt mal von verhaltensauffälligen Hunden abgesehen), würde sich der zu vermittelnde Hund dort wohlfühlen, etc. , machen die Leute einen guten Eindruck?
Nachkontrolle genauso: Was für einen Eindruck macht der Hund? Gut im Futter/Fell, ausgeglichen, freundlich, keine Verhaltensauffälligkeiten, wie reagiert der Hund auf die Besitzer usw.

Es muß einfach passen, als ob es nie anders war - dann ist es richtig.

Bis jetzt hat es sich bewährt, einen Hund (den zu vermittelnden oder den eigenen) mit zur Vorkontrolle zu nehmen - unangekündigt. Da kann man schon ne Menge erkennen.

Für Dotty hat Sabine die Vorkontrolle gemacht *lach* Und die sind gleich ins Quasseln gekommen (Sabine, ich darf doch ausm Nähkästchen plaudern, gell?). Das ist natürlich die beste Voraussetzung.

AnnaS
14.12.2003, 09:17
@ Anke

Also ab wann würde ich einen Hund wieder mitnehmen? Die Frage ist absolut nicht einfach zu beantworten.
In der Regel laufen die Nachkontrollen so ab, dass man erst mal nen Kaffee schnorrt ;) und sich unterhält. Dabei erfährt man schon eine ganze Menge über die Beziehung Hund/Halter. Wenn einem dann schon Dinge sauer aufstoßen, z.B. was die Ausbildung betrifft (z.B. eine gewisse Tendenz zum "Scharfmachen", tierschutzwidrige Methoden) wird natürlich genauer gefragt, genau hingesehen, auf die kleinsten Details geantwortet, usw. Dann gibts erst mal gewisse Auflagen, und es wird in einem relativ kurzen Abstand nochmals kontrolliert. Ändert sich dann nichts, wird auch angedroht, dass der Hund entzogen wird, wenn sich bei dieser letzten Chance sich nichts ändert. Diese Leute stehen dann aber ständig unter unserer Kontrolle.

Man befragt dann auch Nachbarn, die das ganze ja doch mitkriegen, um sich eben noch mehr Urteil bilden zu können.
In Zweifelssachen (oder auch Grenzfällen) fährt noch mal ein anderer aus dem Verein hin.

Oft kriegen wir aber Anrufe von Nachbarn, die uns irgendwelche Dinge melden, denen wir dann nachgehen. Das sind dann Geschichten, die sich ewig lange hinziehen, weil es ein ewiges Hin und Her ist.

Dann darf man den Hund nur mit Genehmigung des Amtsvet abnehmen. D.h. ohne den läuft sowieso gar nichts. Ich kann nicht hingehen, sagen "das und das gefällt mir nicht" und pack den Hund in Kofferraum. So funktioniert es nicht. Das geht nur bei Vertragsbruch. Dabei muss man dann abwiegen, was besser ist. Hund da lassen und eine Vertragsstrafe verhängen, oder Hund mitnehmen. Das ist eben wie gesagt eine Frage, in wie weit der Vertrag nicht eingehalten wurde, und was für den Hund eben besser ist.

Das Bauchgefül ist sehr entscheident. Aber ich setzte an mich als Hundehalter enorm hohe Anforderungen. Das kann ich nicht bei jedem tun, bzw kann ich das nicht von jedem verlangen. Man muss erst mal lernen, seine eigenen Vorstellungen so runter zu schrauben, was fremde Hunde betrifft, dass man überhaupt objektiv sein kann.
Als Beispiel: Würde ich sagen, Kettenhalsbänder sind definitiv tabu und die kann ich absolut nicht leiden, kann ich niemandem den Hund wegnehmen, weil der ein Kettenhalsband trägt. Verstehst du? Natürlich rümpft man dann die Nase und denkt sich "das muss ja nun nicht unbedingt sein", aber deshalb kann ich eben den Hund nicht wegnehmen. Damit wäre auch dem Hund nicht geholfen.

Für Kontrollen bei uns im Verein.....also ich denke eher nicht, dass du da in Frage kommst. Das klingt jetzt vielleicht etwas blöd, aber erstens müsstest du bei uns im Verein sein, und zweitens gibt es in unserem Verein uns (Christian und mich) und ein anderes Ehepaar, die aktiv sind. Für die Kontrollen reicht das aus, denn wir sind der Meinung, dass zu viele Köche den Brei verderben. Wenn ich dringend eine Kontrolle fahren muss, und niemanden habe, der gerade mitfahren kann von den anderen dreien, dann schnapp ich mir irgendwen, der einfach als neutrale Person zu meinem Schutz dabei ist. Doch der hat dann im Prinzip nichts zu sagen.
Wir arbeiten aber auch eng mit anderen Vereinen zusammen, die weit versträut im ganzen Bundesgebiet sitzen. Somit geben wir die Nachkontrollen auch durchaus an andere Vereine ab, wenn wir mal einen Hund weiter weg vermitteln.

Gruß
Anna

Rüsselterriene
14.12.2003, 11:50
:D Ich wollte eigentlich nicht "das Ruder übernehmen", sondern doch eher den neutralen Beobachter mimen....
Also, falls aus den 10 aktuellen Addressen mal mehr werden...
;)
Anke :cu:
ps: Is sehr interessant!

Ivonne
14.12.2003, 11:58
Dann darf man den Hund nur mit Genehmigung des Amtsvet abnehmen. D.h. ohne den läuft sowieso gar nichts. Ich kann nicht hingehen, sagen "das und das gefällt mir nicht" und pack den Hund in Kofferraum. So funktioniert es nicht. Das geht nur bei Vertragsbruch. Dabei muss man dann abwiegen, was besser ist. Hund da lassen und eine Vertragsstrafe verhängen, oder Hund mitnehmen. Das ist eben wie gesagt eine Frage, in wie weit der Vertrag nicht eingehalten wurde, und was für den Hund eben besser ist.

Gut, da seid Ihr wahrscheinlich an den Verein gebunden, bzgl. des Amtsvets?

Natürlich würd ich auch nur bei Vertragsbruch die Hunde wieder mitnehmen, kam oben denn wohl mißverständlich rüber.

... aber isn laaaaanger Vertrag *grins*

Ich persönlich halte nix davon, Auflagen oder Strafen zu verhängen (wobei das bei mir als Privatperson ja eh kein Thema wäre), denn der Hundehalter wird daraus nich schlauer oder einsichtiger.
Aber ein Verein hat wohl wenig andere Möglichkeiten, denn Kapazitäten sind ja in den meisten Fällen begrenzt.

AnnaS
14.12.2003, 12:18
@ Anke:
Welche 10 aktuellen Adressen?

@ Ivonne:
Wenn kein amtliches Urteil vorliegt (also von der Polizei oder eben dem Amtsvet) dürfen wir die Hunde gar nicht wegnehmen, weil das schlichtweg Diebstahl wäre. Das hat doch mit Verein nichts zu tun.
Oder verstehe ich dich wieder falsch?

Sorry ihr zwei, aber ich bin heut geistig nicht so auf der Höhe :(

Gruß
Anna

Ivonne
14.12.2003, 12:21
Anna, ich überleg grad.
Ich vermittel als die Privatperson Ivonne Schiffler mit einem Vertrag mit einer anderen Privatperson.

Ich denke, das ist ein Unterschied, oder?

*grübel* *noch verkatert von gestern :D*

AnnaS
14.12.2003, 12:38
Sorry Ivonne, aber ich versteh grad nur Bahnhof. :confused: :?: :D . Ich geh jetzt mal bei strömendem Regen mit den Hundis und dann werd ich vielleicht etwas klarer im Kopf und verstehe dann ja mit ein bissl Glück, was man mir heute so alles erzählt.

Gruß
Anna (die nicht verkatert ist sondern deren heutige Matschbirne andere Gründe hat :rolleyes: )

Barkley
14.12.2003, 13:24
Hallo!
Ich denke bei Abgabe von Tieren bei uns im Tierheim werden auch relativ wenig Kontrollen durchgeführt,was aber meiner Meinung nach daran liegt,dass der Eindruck der Leute,wenn sie im Tierheim sind,schon ziemlich vorentscheidend ist.
Wenn man im Tierheim arbeitet hat man sicher nach einiger Zeit ein gute Menschenkenntnis und kann ungefähr abschätzen,ob die Leute geeignet sind oder nicht.Auch müssen die Leute bei uns Hunde mindestens dreimal zum Gassigehen mitnehmen,ehe sie den Hund überhaupt bekommen.Außerdem ist die Frage,ob man einen Hund so einfach wieder aus einer Familie,die man bei einer Kontrolle als doch nicht so geeignet hält,herausbekommt.Wenn bei uns vom Tierschutz aus Leute geschickt werden,um Tierhaltungen zu überprüfen,bei denen es nicht um das Tragen eines Kettenhalsbandes geht,sondern um gegen das Tierschutzgesetz an sich bzw. um Verstöße dagegen,so ist es oft mit Auflagen,dies und das zu verbessern getan,die Tiere bleiben trotzdem dort.
Ich fände es zum Beispiel gut,wenn eine Abgabe des Hundes nur unter der Vorraussetzung geschieht,dass der Halter sich verpflichtet,eine Hundeschule zu besuchen(zunmindest eine Zeitlang).So hätte man eine bessere Kontrolle über den Umgang und das Verhalten des Hundes,und besonders Ersthundebesitzern würde es sicher guttun(den Hunden natürlich auch).
Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht,dass sehr oft Tiere an Personen abgegeben werden,bei denen es nicht an Tierliebe,sondern an finanziellen Möglichkeiten scheitert.Für die Kastration wird noch der Kostenübernahmeschein des Tierheims gezeigt,bei der empfohlenen Wurmkur(die ja niemanden in hohe Unkosten stürzt..)hört es schon auf,und bei dem nächsten Unfall mit Beinbruch ist es mit der Tierliebe oft vorbei.Wie werden Leute in dieser Hinsicht kontrolliert?Würd mich mal interessieren.
LG antje

Rüsselterriene
14.12.2003, 18:32
@ Anna:

Du hast doch geschrieben: "Ich habe hier selbst aktuell rund 10 Adressen liegen, wo ich dringend kontrollieren müsste, aber es einfach nicht schaffe. "

Weshalb ich auf die Idee kam...

Hab ich das falsch verstanden?

Anke :cu:

mandy-n
14.12.2003, 20:25
hallo, ich wollte meinen senf auch dazu geben.
also, als wir unsere kleine aus dem th geholt haben, sind wir ausgequetscht wurden. größe der wohnung, familie. wie die familie zu einem hund steht. andere tiere. einverständnis des vermieters.

nach 6 wochen kam ein helfer des th und sah nach. er wollte näpfe, schlafplatz, spielzeug, leine, halsband, marke sehen.
dann hat er uns noch fragen gestellt.

nach einer dreiviertel stunde ist er dann wieder gegangen und hat die kleine da gelassen(hurrrraaa)

gruß mandy-n und moni :cu: :cu:

Mäusezahn
15.12.2003, 10:45
Hallo, Petra,
bei Giulio war das so, dass er ja über das Internet zur Vermittlung stand. Er war in einer Pflegestelle hinter Karlsruhe, das ist von Nürnberg ne ganze Ecke weg. Nach dem ersten E-Mail-Kontakt wurden wir angerufen, haben mit den Leuten mehrmals telefoniert und die haben dann aus einem Tierheim der Umgebung (eigenartigerweise Feucht und nicht Nbg) jemanden zur Vorkontrolle geschickt. Die Dame kam allein und hat sich unsere Wohnsituation angeschaut und wie so unsere Tiere leben. Als wir Giulio abgeholt haben, mussten wir einen Halterbogen ausfüllen, gefragt wurde nach Berufstätigkeit, Anzahl der Personen, alle einverstanden, welche Kosten hat man bedacht usw. Per Mail stehen wir noch in Kontakt mit seiner Pflegemama. Nachkontrolle war bisher nicht, Giulio kam aber auch erst Mitte Oktober zu uns.
Eine Bekannte hat ihre Bernhardinerin aus dem TH und wurde nach fast 2 Jahren das erste Mal kontrolliert. Viewlleicht haben die TH ja auch "Prioritätenlisten" bei Kontrollen, so nach dem Motto: Die wirken irgendwie komisch, da kontrollieren wir eher als bei Leuten, die einen guten Eindruck machen?
Schönen Tag noch
Karin

changale
15.12.2003, 15:45
...aber bei uns ist als wir Leika "adoptiert" haben nicht einmal eine Vorkontrolle durchgeführt worden, geschweige denn sind wir gefragt worden ob wir den Hund halten dürfen, ob wir das zeitmäßig schaffen oder ähnliches. Ich bin Donnerstag ins Tierheim gegangen, habe mit Leika ein wenig gespielt und geschmust und am Montag d'rauf konnten wir sie schon abholen.
Bei Dakota war es ähnlich. Da wir schon Husky-Erfahrung hatten, denn Leika ist ja ein Malamute-Mix, hielt man uns für die richtigen Besitzer insbesondere da der kleine Mann von Anfang wie eine Klette an uns hing und nicht mehr von Leika's Seite (wir haben sie mitgenommen als wir ihn uns angeschaut haben, denn wir wollten uns keinen Hund ins Haus holen mit dem Leika nicht klarkommen würde) weichen wollte. Zwar hatten sich mehrere für den kleinen Husky-Mann interessiert, aber auf uns viel dann die Wahl.

Einerseits fühle ich mich ja sehr geehrt darüber und ich denke all unsere Bekannten, Verwandte, Freunde, unsere Tierärztin etc. können bestätigen dass die Hunde körperlich und geistig in super Verfassung sind (Beweis: www.geocities.com/changale/leika_de oder www.geocities.com/changale/dakota_de); aber wenn es für uns so "leicht" war unsere Hunde zu bekommen, dann mache ich mir wirklich Sorgen das Leute die einfach mal so aus einer Laune heraus ins Tierheim gehen auch so einfach einen Hund bekommen.

Für die unter Euch die solche Kontrollen durchführen:
Wie ich das so lese, scheint der Grund für das Fehlen solcher Kontrollen ja hauptsächlich Zeitmangel zu sein, nicht? Dem kann doch aber bestimmt Abhilfe geleistet werden. Ich würde mich gerne bereit erklären zusammen mit jemandem solche Kontrollen durchzuführen. An wen sollte ich mich da wenden? Das hiesige Tierheim?

Noch einmal vielen Dank für Euren Input!

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

Beaglefan
15.12.2003, 16:42
hallo,
vorkontrolle wurde bei uns auch nicht gemacht. ist allerdings auch etwas schwierig.

ich hätte auch mal eine frage zum thema vermittlung.
freunde von mir haben sich letzte woche dienstag einen amstaff aus dem tierheim geholt. sie haben ihn schon lange zeit vorher immer mal ausgeführt und haben ihn besucht... vor und auch bei der übergabe wurden von ihnen keine führungszeugnisse verlangt. unser tierheim ist an sich schon etwas komisch, aber hätten sie den hund so rausgeben dürfen?:confused:

liebe grüße
sandra

Mäusezahn
15.12.2003, 18:14
Hallo, Sandra,
ist es denn gesetzlich irgendwo festgelegt, dass man bei "Erwerb" eines Amstaff ein Führungszeugnis braucht? Sachkundenachweis kenne ich, aber Führungszeugnis? Ist ja auch nach Bundesland verschieden. Wenn das keine Vorschrift ist, warum sollte das TH dann darauf bestehen?
@ Petra,
das sind aber merkwürdige Gepflogenheiten! Gerade bei Vermittlung eines nordischen Hundes mit dem enormen Laufbedürfnis sollte das TH aber genauer sein. Beim Zweithund sehe ich da weniger Probleme, man kannte Euch schon. Bei Giulio war das so, dass eigentlich sogar alle Kinder und auf jeden Fall Frizzi mitmussten, sonst wären wir die drei Stunden umsonst gefahren. Im Endeffekt war unser Jüngster dabei, da die beiden Großen (20 und 18) an diesem Wochenende gearbeitet haben.
LG
Karin

Ivonne
15.12.2003, 18:38
Hallo Sandra,

ist er denn als Staff registriert?

Denn wenn nicht, ist natürlich auch keine Sackunde, Zeugnis o.s. nötig.

AnnaS
16.12.2003, 07:53
Klar leigt es MIT am Zeitmangel, aber nicht ausschließlich.

Zum Zeitmangel:
Wie haben so einiges zu erledigen. Wir müssen Hunde aufnehmen, vermitteln, mit Hunden, die bei uns sind, zum Tierarzt, unser Verein kooperiert insbesondere mit Berlin / Brandenburg, weil die Listenhunde dort dringend weg müssen, wir suchen Pflegefamilien,betreuen diese dann, wir sind auf Spendensuche, gehen Anzeigen nach, kontrollieren die angezeigten Leute immer wieder und besonders, usw.
Die Vorkontrollen sind Pflicht, da geht kein Weg dran vorbei. Dass wir mit den Nachkontrollen etwas hinterher hinken, liegt einfach daran, dass wir das alles ja neben unserem "normalen" Leben (Arbeit, Familie, eigene Tiere, etc) tun, und man irgendwo Prioritäten setzen muss, was man in Sachen Tierschutz also als erstes tut.
Und wenn man einen Hund vermittelt hat, weil die Leute die Vorkontrolle bestanden haben, dann ist die Nachkontrolle gewissermaßen nur noch eine Formsache, denn eigentlich dürfte ja alles in Ordnung sein. Sicherlich fallen wir auch manchmal auf die Nase, und bei einer Nachkontrolle erweist sich das alles als katastrophaler Zustand. Deshalb gibts ja auch Nachkontrollen, um eben ganz sicher zu sein. Aber das ist eher die Ausnahme, in der Regel ist bei den Nachkontrollen alles in Ordnung.

Wenn man selbst Kontrollen fahren möchte, sollte man sich an einen örtlichen Tierschutzverein bzw an das Tierheim wenden. Die können einem da auf jeden Fall weiterhelfen.

Was den Staff angeht:
Jedes Bundesland hat seine eigene Verordnung. Da kann man nicht pauschal sagen, welche Pflichten seitens des Halters erfüllt sein müssen. Dann kommt es drauf an, ob es ein reinrassiger Staff ist oder ein Mix. Oft werden die Mischlinge als eben "Mischlinge" deklariert, auch wenn wohl jedem klar ist, was da drin steckt. Einfach um die Hundeverordnung zu umgehen.

Gruß
Anna

changale
16.12.2003, 10:49
Original geschrieben von Mäusezahn
@ Petra,
das sind aber merkwürdige Gepflogenheiten! Gerade bei Vermittlung eines nordischen Hundes mit dem enormen Laufbedürfnis sollte das TH aber genauer sein.

Hi Karin,

Ja, das stimmt schon! Aber bei uns in der Familie gibt es schon seit Menschengedenken Huskys (die Familie meines Vaters hat früher in Norwegen gezüchtet) und ich habe als ich Leika damals geholt habe dem Tierheimleiter auch die "Empfehlung" unseres Tierarztes mitgebracht, die bescheinigt dass ich in der Lage bin mit diesen Hunden umzugehen, dass ich die Erfahrung habe (Huskys sind ja bei bestem Willen keine Anfängerhunde) und das meine vorigen Hunde alle immer im Besten Gesundheitszustand waren. Und das Okay von meinem Vermieter hatte ich auch dabei... Aber trotzdem so Fragen wie "Sind Sie sich der Kosten/Verantwortung etc. bewußt?", "Was sagt ihre Familie?", etc. sind halt nicht gekommen. Auch hat nie einer Anstalten gemacht uns vorab zu besuchen, aber aufgrund unserer Adresse konnte man wohl erkennen das wir nicht mitten in der Stadt wohnen und das es genug Auslaufmöglichkeiten für die Hunde gibt.

Liebe Grüße,
Petra & die Husky-Rasselbande

maureen
16.12.2003, 11:14
wir haben ja auch seit ein paar Wochen einen Hund aus dem Tierschutz u. mußten im Vorrein eine Art Frage/ Bewerbungsbogen ausfüllen mit Berufstätigkeit, Haus o. wohnung, Familienplanung, Urlaub -also das war schon sehr ausführlich. Danach erst kam das Grüne licht den Hund in der Pflegefamilie zu besuchen u. gleichzeitig sollte das eine Art Vorkontrolle sein ob wir halt normale Leute sind. Da wurde kaffee getrunken, erzählt, mit hund gassi gegangen - war eigentlich echt nett u. dauerte so 3-4 std. meine ich. Dann sind wir nach hause mit der Option noch eine nacht drüber zu schlafen u. haben am nächsten Tag zugesagt. Abgeholt haben wir ihn aber erst eine woche später wegen urlaub nehmen u. da sind wir nun. Wir haben aber auch schon einen Hund u. ich denke daran können die Vermitller ja auch gut sehen wie wir den erzogen haben u. behandeln. Ich hätte ncihts gegen einen Hausbesuch gehabt, weil unsere Hunde es wirklich schön haben u. wir uns freuen würden wenn man sich das angucken kommt, aber vielleicht wirds ja was bei der nachkontrolle. Soweit ich das verstanden habe kann die auch von anderen organisationen durchgeführt werden, weiß ich aber nicht genau.
Wenn ich aber sehe wieviele Hunde in die ganze welt vermittelt werden u. wie wenig leute damit beschäftigt sind, kann ich verstehen das nciht jeder kontrolliert wird. Und ich denke fast das es selten vorkommt das es den hunden in den neuen Familien schlechter geht als im ausländischen tierheimen o. auf der strasse, auch wenns nciht 100% ideal ist.

Beaglefan
16.12.2003, 14:49
hallo,
ob er als staff registriert ist weiß ich nicht. ist aber eindeutig einer.
ich dachte-bis jetzt- eigentlich immer, dass man bei jedem anlagehund ein führungszeugnis vorlegen muss. in sachsen sind sie mit den auflagen aber nicht so streng wie z.b. in bayern... ich werd mich mal erkundigen.

danke für die antworten
sandra