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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe, meine Katze verweigert urplötzlich ihre Spritzen!



zuckerkatze
11.12.2003, 13:22
Hallo,

hat jemand Erfahrung mit spritzenverweigernden Katzen?? Meine Süße verweogert seit Dienstag früh jede zweite Insulinspritze (sie ist Diabetikerin).

Montag abend war noch alles bestens, die Injektion war innerhalb von Sekunden unter die Haut gebracht und mein Lieschen hat noch nicht mal gezuckt!

Dienstag morgen - alles wie ausgewechselt, sie mault rum, will sich nicht in den Nacken fassen lassen, will sich überhaupt nicht anfassen lassen, guckt die Spritze misstrauisch an, windet sich, wenn ich mit der Spitze nur in die Nähe ihres Nackens komme ... ganz, ganz merkwürdig!!!!!!!!!!!!!

Dienstag abend habe ich mit Mühe eine Einheit in sie reingekriegt, gestern abend auch, aber weder gestern früh noch heute hatte ich eine Chance, ihr die Injektion zu verabreichen.

Also, ich hab alles probiert: Insulin mit den Händen angewärmt, geschmust, mit Futter gelockt, gestreichelt, gelobt, tief durchgeatmet ... bringt alles nix. Einfangen, festhalten und mit Gewalt zwingen will ich sie aber auch nicht, das hat ja auf Dauer keinen Sinn.

Ist es eine Zickigkeitsphase? Gibt es einen mir unbekannten Grund für dieses Verhalten? Bin ich die Einzige, deren Katze sich so anstellt?

Liebe Grüße
Conny mit der Zuckerkatze Lieschen

Suse
11.12.2003, 15:48
Ich gehe davon aus, daß Lieschen ansonsten gesund ist. D.h. daß sie seit Montag nicht irgendetwas ausbrütet und deswegen nicht angefasst werden will.
Es mag brutal klingen ..... aber ich würde ihr, wenn es um das lebensnotwendige Insulin geht, die Spritze wirklich mit sanfter Gewalt verabreichen.
Da sie ansonsten in einen lebensbedrohlichen Zustand geraten könnte, gibt es hier leider kein padon.

Meine Maja wollte früher ihre Wurmpaste nicht schlucken, da sie aber sehr verwurmt war musste es eben sein.
Also habe ich sie auch im Genick festgehalten und sie ihr verabreicht. Als sie nun merkte, sie kommt nicht drumrum ging es von Mal zu Mal besser.

Dein Lieschen gewöhnt sich hoffentlich auch wieder dran.
:cu: Suse :santa01:

zuckerkatze
11.12.2003, 16:21
Hm, nein, eigentlich ist sie sonst ganz fit, man merkt halt schon, dass der Zucker nach oben geschnurrt ist, weil sie mehr trinkt als sonst. Allerdings gerät sie dadurch nicht sofort in einen lebensbedrohlichen Zustand, das ist dann eher bei Unterzuckerung (also zu niedriger Blutzuckerspiegel) der Fall. Abends schaffe ich es ja auch, ihr eine Dosis zu verabreichen.

Und schmusen will sie auch ganz normal, streicheln lässt sie sich auch, ihre Papierbällchen und Plüschmäuse schießt sie durch die Wohnung ...

Mal sehen, ob sie heute abend und morgen früh bessere Laune hat. Ansonsten werde ich Deinen Rat mit "sanfter Gewalt" doch befolgen, hilft ja nichts.

Viele Grüße

Conny (Lieschen grüßt nicht mit, ist nicht in Stimmung heute)

BineXX
11.12.2003, 17:11
Ich hab leider überhaupt keine Ahnung von Diabetes. Aber ich war vor kurzem auf einer sehr interessanten Seite. Schau doch mal unter www.poose.de
Die scheint sich super mit Diabetes und einigem anderen auszukennen. Vielleicht kann sie Dir ja helfen, könnte ja sein, dass es irgendeinen Grund hat, dass sie sich plötzlich so wehrt.

:?: :(

Flieger
11.12.2003, 17:37
Hallo Conny,

Helga hat ein Diabetesforum, schau doch mal da vorbei. Sie bzw. die anderen Zuckerkatzen-Dosis können dir bestimmt helfen: http://www.katzendiabetes.de/

LG
Flieger

akitalie
11.12.2003, 20:31
Hallo, habe gerade deinen beitrag gelesen.... vielleicht hast du beim spritzen ja mal aus versehen einen hautnerv getroffen, dann kann das auch schon mal weh tun. spritzt du sie immer nur in den nacken? vesuche es doch mal an einer anderen stelle. kannst sie überall hin spritzen, außer in die augen... an der flanke geht meistens auch ganz gut, oder am rücken. vielleicht hat sie aber auch einen kleinen spritzenabszeß im nacken und will sich deshalb da nicht anfassen oder spritzen lassen.

LG Akitalie

Mullemiez
11.12.2003, 21:49
Original geschrieben von zuckerkatze
Hm, nein, eigentlich ist sie sonst ganz fit, man merkt halt schon, dass der Zucker nach oben geschnurrt ist, weil sie mehr trinkt als sonst. Allerdings gerät sie dadurch nicht sofort in einen lebensbedrohlichen Zustand, das ist dann eher bei Unterzuckerung (also zu niedriger Blutzuckerspiegel) der Fall. Abends schaffe ich es ja auch, ihr eine Dosis zu verabreichen.

Und schmusen will sie auch ganz normal, streicheln lässt sie sich auch, ihre Papierbällchen und Plüschmäuse schießt sie durch die Wohnung ...

Mal sehen, ob sie heute abend und morgen früh bessere Laune hat. Ansonsten werde ich Deinen Rat mit "sanfter Gewalt" doch befolgen, hilft ja nichts.

Viele Grüße

Conny (Lieschen grüßt nicht mit, ist nicht in Stimmung heute)

Hallo Conny,
sorry, aber wenn du deiner Katze das Insulin nicht verabreichen kannst, Unterzuckert (Hypoglykämie) sie nicht, sondern der Blutzzuckerspiegel steigt! Und das ist definitiv gefährlich, weil in letzter Konsequenz daraus das diabetische Koma entstehen kann.
Bei längeren Hyperglykämien (Überzucker) entstehen die gefürchteten Folgeschäden, darum würde ich auf jeden Fall mit der Katze zum TA fahren, damit er ihr das Insulin verabreichen kann.

Beim Diabetes ist es so, dass der Körper kein Insulin mehr produziert oder Insulinresistent ist. Das Insulin reguliert die Höhe des Blutzuckerspiegels.
Wird nicht dagegengesteuert, werden Nervenzellen zerstört, können die Nieren geschädigt werden, Ateriosklerose entstehen uvm.

Hast du niemanden, der deine Maus evtl. festhalten könnte?

Wenn du noch Fragen hast, nur raus damit:cu: Ich bin bekennende Diabetikerin:D

Suse
12.12.2003, 08:40
Hallo Conny,
wie ging`s gestern abend und heute früh?
Durftest Du sie wieder spritzen?

:) Suse

zuckerkatze
12.12.2003, 11:29
Hi alle,

Britta, ich weiß, dass KEIN Insulin nicht Unterzuckerung hervorruft. Aber Unterzuckerung bei zuviel Insulin oder falscher Dosis z. B. ist wesentlich gefährlicher als mal ein, zwei Tage zu hohe Werte.

Mein Anliegen ist nur: WARUM könnte sich meine Mieze plötzlich so anstellen? Akitalie, das mit dem Spritzenabszess wäre eine Möglichkeit, da muss ich nochmal genauer nachschauen. Es ist nur so, dass sie sich nicht grundsätzlich nicht im Nacken anfassen lässt, sondern nur, wenn ich gleichzeitig eine Spritze in der Hand halte. Das kluge Tier.

Sonst gibt's keine Probleme, sie ist fit wie ein Turnschuh, die Maus. Vielleicht ZU fit? Vielleicht liegt's am Vollmond?

Helga und die Seite von Poose kenne ich übrigens schon Ich dachte, ich probiere es mal hier, weil man Katzen ja vielleicht noch aus anderen Gründen als Diabetes spritzen muss.

Gestern und heute habe ich sie nun einfach AUSGETRICKST! Und es hat funktioniert! Es ist zwar schwierig, einer wackelnden Katze, die sich gerade auf Trockenfutterstückchen stürzt, eine Spritze zu geben, aber Not macht erfinderisch und es hat geklappt.

Liebe Grüße
Conny

Suse
12.12.2003, 14:02
Toll, daß Du es geschafft hast sie wieder zu spritzen .... vielleicht kriegt sie sich ja wieder ein und es klappt bald wieder ohne Probleme.
Ich glaube, Katzen sind da wie Kinder. Sie machen alles geduldig mit und plötzlich verweigern sie alles ........ ohne ersichtlichen Grund.
Dann muss man ihnen eben klarmachen, daß es keinen anderen Weg gibt.

Viel Erfolg weiterhin,
Suse

Mullemiez
13.12.2003, 09:41
Hallo Conny,
toll, das es mit dem spritzen nun geklappt hat.
Dann wünsche ich euch weiterhin alles Gute und wenn du Fragen hast, melde dich doch einfach:cu:

zuckerkatze
14.12.2003, 13:02
Hallo Britta und Suse,

also ich glaube, die Maus ist einfach nur superzickig im Moment. Der Trick mit dem Trockenfutter hat genau zweimal geklappt, danach ist sie dahintergestiegen, dass sie eine Spritze kriegt während sie die Krümel frisst und seitdem ist da auch nix mehr zu machen. Doof ist sie ja nicht.

Wir haben uns jetzt darauf verlegt, dass wir sie einfangen, Küchentür zu, mein Mann hält sie fest und ich piekse. Ich hasse dieses einfangen-festhalten-Ding, aber es geht momentan nicht anders.

Komischerweise gibt sie dabei keinen Laut von sich und quiekst auch nicht, wenn ich steche. Danach ist sie dann eine halbe Stunde lang total beleidigt, kriegt sich aber wieder ein und wird normal.

Also: Dass ihr die Spritzen so weh tun, kann nicht sein.

Entweder sie versucht, ihren kleinen Dickschädel durchzusetzen oder ... ich bin momentan ziemlich negativem, heftigem Stress ausgesetzt. Sollte sie so sensibel sein, dass sie das merkt und entsprechend reagiert??

Liebe Grüße
Conny

Mullemiez
14.12.2003, 22:43
Hallo Conny,
ich denke mal, dass deine Maus merkt, dass du selbst nervös bist.
Das spritzen selbst ist bei den dünnen Nadeln kaum zu fühlen, ganz selten mal, wenn ein Nerv getroffen wird. Dann allerdings kann es kritisch werden, denn das wird sie sich sicher merken.
Such immer die dicksten Speckfalten aus zum spritzen, dann passiert auch nix.

Ich sag nun nicht, warum ich das weiß:D

Ronin
14.12.2003, 23:36
Original geschrieben von Gelhaar
Ich sag nun nicht, warum ich das weiß:D

Wir werden das mit den Speckfalten auch ganz bestimmt nicht hinterfragen, nein nein... :rolleyes:

zuckerkatze
15.12.2003, 10:25
Leute, was soll ich sagen?

Heute morgen habe ICH GEWONNEN!

Und zwar wollte sie tatsächlich wieder anfangen rumzuzicken. Ein strenger Blick von mir, ein "Willst Du vielleicht wieder festgehalten werden????" und man konnte 1 a stillhalten.

HA!!!

Wie war das mit den Speckfalten??? *grins*

Liebe Grüße
Conny

duenensand
15.12.2003, 17:45
Hallo,

wenn ein diabetisches Tier die Spritze verweigert, dann hat es in der Regel eine schmerzhafte Erfahrung gemacht. Unbeabsichtigt kann man mit der Insulinnadel beim Spritzen einen Muskel getroffen haben, das brennt und tut weh. Bei längeren Spritzen (12,7mm) kommt das schon mal vor. Darum nehmen wir bei uns im Katzendiabetes-Forum lieber kurze 8-mm-Spritzen. Genaueres kannst du hier lesen:

http://www.katzendiabetes.de/1714431.htm

LG
Helga

http://www.f27.parsimony.net/forum67302/

zuckerkatze
15.12.2003, 18:44
Hallo Helga,

wir kennen uns schon - ich habe nur bei Katzendiabetes keinen Hinweis auf Spritzenverweigerung gefunden! Wo steht denn da was?

Das Merkwürdige an der ganzen Sache war ja, dass mein Lieschen wochen- und monatelang die Spritzen völlig klaglos hingenommen hat und gerade die Tage vor der Totalverweigerung liefen so super ab, dass ich total glücklich war. Sie hat kein einziges Mal geautscht, gequiekt oder sonstwas. Von einem Tag auf den anderen fing sie dann an, sich so anzustellen. Ist die Spritze erstmal gesetzt, gibt sie auch keinen Ton von sich und zuckt auch nicht - daraus schließe ich, dass es ihr nicht weh tut.

Liege ich da falsch?

12 mm kommen mir arg lang vor, habe eben mal auf meinem Lineal im Büro nachgesehen. Werde aber meine Spritzen zu Hause mal dahingehend nachmessen. Ich steche sie übrigens nie bis zum Anschlag rein - sicherheitshalber.

Die Neuropathie ist übrigens besser geworden, es lag wohl an der Einstellung und ich war zu ungeduldig (schließlich behandeln wir erst seit Ende August). Xobaline lass ich erstmal weg, so lange es nicht schlimm wird, momentan kommen wir prima klar.

Ganz liebe Grüße
Conny

duenensand
15.12.2003, 21:18
Hallo Conny,

von Spritzenverweigerung steht da auch nichts :) nur , dass es weh tun kann, wenn man z.B. in den Muskel sticht. Und wenn das vielleicht EINMAL ein bisschen weh getan hat, dann meint deine Mieze, dass du ihr nun IMMER wehtust. Ist nur so eine Vermutung, ich kann auch falsch liegen.

Xobaline würde ich jedoch durchgehend weitergeben, damit die neuropathischen Beschwerden gar nicht erst wiederkommen. Ich habe immer was da, falls du was brauchst.
Clyde bekommt es schon seit 2,5 Jahren.

Liebe Grüße
Helga

zuckerkatze
05.01.2004, 13:49
Also!!!

Scheinbar sind Katzen dem Computer genetisch ziemlich nahe. Es scheint so, als wäre bei meinem Lieschen ein Programmteil quasi gelöscht gewesen. Ich musste sie wirklich "neu programmieren" und siehe da - jetzt geht's wieder?

Was ich anders gemacht habe als vorher? Nichts. Garnichts.

Ich war nur etwas entspannter, weil ich Urlaub hatte.

Helga, vielen Dank für die Info bezüglich Xobaline, aber springen, laufen, es geht alles prima bis auf hier und da ein wenig zittern an den Vorderbeinen, und ich kann mir, da ich seit zwei Monaten wegen Firmenpleite kein Gehalt gesehen habe, das teure Xobaline beim besten Willen nicht leisten. Im Januar gibts auch kein Gehalt und den Ausgleich vom Arbeitsamt, Insolvenzgeld genannt, gibt es frühestens im März ... bis dahin bin ich komplett pleite.

Viele Grüße
Conny