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RotFuchs
28.11.2003, 14:11
Ein Freund hat mich gerade angerufen, sein Hund wird heute Abend eingeschläfert.
Er macht jetzt Feirerabend und fährt nach Hause, damit er noch einpaar Stunden mit Ihm verbringen kann.

Der Hund ist jettzt 13 Jahre alt, er kann nicht mehr richtig laufen und überhaupt merkt man wohl, dass das Alter Ihm immer mehr zu schaffen macht.
Der TA meinte auch,das es besser sei.

Ich weiß nicht viel, aber ich muß sagen, ich bin ein stückweit stolz auf die Eltern von dem Freund (bei denen der Hund lebt), das die jetzt sagen, das er erlöst werden soll.
Das nicht noch verschieden Sachen "versucht und ausprobiert" werden.

Ich weiß, es klingt brutal und ich hoffe, das mein NG und ich NIEMALS in diese Situation kommen, das wir diese Entscheidung treffen müssen.

Sorry, aber das wollte ich einfach mal los werden.
Mir gut unser Freund so leid, weil es Ihm gerade echt ziemlich mies geht (den Hund habe ich nie kennen gelernt, aber spielt das hier eine Rolle?)

Katzenmammi
28.11.2003, 15:29
Hallo Britta,

mir geht es auch so, daß ich Angst davor habe, daß ich mal an dem Punkt sein werde. Bisher habe ich "nur" ein paar Wellensittiche einschläfern oder beerdigen müssen, aber das war schon schlimm genug. Und das ist noch gar nicht so lange her... :0( :0( :0( .

Aber ich denke auch, daß man trotz aller Liebe zu seinem Tier im richtigen Moment loslassen kann und es nicht aus egoistischen Gründen (ich habe dich ja sooo lieb) quält, damit man noch ein paar Stunden/Tage/Wochen zusammen verbringen kann.

Am schlimmsten ist die Lücke, die bleibt... wie oft bin ich noch pfeifend in die Küche, wo der Käfig stand, gegangen - ach, nein, ist ja niemand mehr hier. Ich wage gar nicht, mir vorzustellen, wie es mal bei meinen Katzen sein wird. Die sind mit Wellis ja nicht unbedingt zu vergleichen. Ich hoffe, daß der Tag noch sehr fern ist, sie sind ja beide noch jung.

Kümmert Euch um Euren Freund, ganz besonders Männer können Trauer oft nur sehr schwer zeigen...

Alles Liebe

RotFuchs
28.11.2003, 16:06
Hallo Katzenmammi,

ja, da haben wir wohl alle Angst vor.
Ich hatte auch früher Wellensittich.
Ich weiß nicht warum, aber zu den beiden habe ich nicht so eine Beziehung aufgebaut, wie zu unseren beiden Tigern.

Ich habe dem Freund auch schon gesagt, das er heute Abend gerne vorbei kommen kann, wenn er mag und am WE telefonieren wir, dann schauen wir mal!

TINA3
29.11.2003, 08:05
Hallo liebe Britta

Mir geht es im Moment genauso wie dir. Ich habe eine Nachbarin die mir gestern erzählt hat , das ihr Iwan in den nächsten Tagen eingeschläfert wird. Es ist ein Schäferhund und hat auf sie gehört als wäre es ein Mensch. Nun kann er kaum noch laufen und Lunge , Herz und Leber wollen nicht mehr.
Gestern war ein Mann da , der schon das Grab im Garten geschaufelt hat. Ich fand das eigentlich furchtbar aber wenn man sich länger damit beschägtigt dann kann man es auch verstehen.Mir kommen jetzt schon die Tränen wenn ich daran denke aber man muss halt irgendwann los lassen.
Iwan hatte ein sehr schönes Leben bei ihr und er steht immer an erster Stelle. Ich weiss das sie sehr traurig darüber ist aber sie kann besser mit dem Tod umgehen. Sie hat im Altersheim gearbeitet und hat einiege sterben sehen. Ich denke für uns jüngeren ist das noch nicht so einfach.

Britta du siehst , mir geht es im Moment auch so wie dir.
Das ist schön das du euren Freund ein offenes Ohr bietest , denn das wird er sicher brauchen.

Traurige Grüsse
Tina und ihre 6 Racker.

Sima
29.11.2003, 08:43
Liebe Britta,
es ist echt lieb von Dir, daß Du Dich so um den Freund kümmerst. Er wird echt froh drüber sein.
Ich kann ihn so gut verstehe, denn vor 2 Jahren war es mit unserem Hund genau das gleiche.
Obwohl uns die Entscheidung "leichter" fiel als ich dachte, weil er einfach nicht mehr konnte und wir ihm auch anmerkten, daß er gehen wollte. Wenn man ein Tier so sehr liebt, versteht man es besser als Außenstehende und die tiefe Bindung, die man hat, ermöglicht einem auch diese Entscheidung, auch wenn so so schrecklich schmerzt.
Auch bin damals nachmittags von der Arbeit gekommen, um die letzten Stunden gemeinsam mit meiner Schwester bei ihm zu sein... Als er über die Regenbogenbrücke gegangen war, haben wir ihn im Garten meiner Eltern begraben. In diesem Moment war ich übrigens auch froh, daß mein Dad das Grab schon einige Tage vorher ausgehoben hatte, so makaber das klingt.

Ich wünsche Deinem Freund, daß er gut drüber reden kann und daß er weiß, daß es seinem geliebten Hund gut geht, dort wo er jetzt ist.

Bin schon wieder ganz traurig, so etwas wühlt mich immer auf und es ist, als wäre es gestern gewesen :0(

RotFuchs
01.12.2003, 11:12
Hallo,

mein NG und ich haben am Wochenende öfter mit unserem Freund telefoniert.
Leider hatten wir alle drei nicht die Zeit, das wir uns mal treffen.
Das holen wir aber morgen nach.

Er war wohl sehr viel bei seinen Eltern, weil es denen wohl richtig mies geht.

Er meinte, das der Moment, wo der Hund beim TA eingeschläfert wurde, für Ihn gar nicht mal so der schlimmste Moment war.
Er sei ganz friedlich eingeschlafen und vorher haben die beiden sich wohl noch spielend miteinander beschäftigt.

Er konnte selber sehen, das der Hund immer mehr abgebaut hat.
Für einen Spaziergang von einem Kilometer haben Sie 1 1/2 Stunden gebraucht, weil der Hund nicht mehr laufen wollte, er ist auch nicht mehr alleine ins Auto gekommen.

Samstag hat sein Vater den Hund vom TA abgeholt und im eigenen Garten vergraben.
Das finde ich auch richtig schön.

Laßt Ihr bitte die Köpfe auch nicht hängen, die Erinnerungen sind immer traurig!
Danke für Eure lieben Worten!

SEmbach2804
07.12.2003, 03:19
nicht alle erinnerungen sind traurig!

Erinnert euch an die lustigen dinge die ihr mit eurem tier hattet...
Es fällt anfangs schwer, aber irgendwann... ja da kann man wieder darüber lachen und man weiß wo der kleine schatz jetzt ist geht es ihm besser als mit schmerzen...