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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Offenstallbau - Untergrund des Paddocks



Sandra1980
17.11.2003, 14:36
Hallo!

Frueher oder spaeter werde ich meinen eigenen Stall bauen und sammle schon jetzt Ideen.

Da waere zum Beispiel die "Matschkoppel", auch Paddock genannt;)
Ich moechte diesen Bereich moeglichst trocken, also nicht matschig halten.

Jetzt habe ich von Sand, Zedernholzschnipseln, Gummischnipseln, Gummimatten, Lochgitter und Beton gehoert.
Sand versickert wohl relativ schnell im Untergrund, Kies kann sich in den Hufen festsetzen und ist auch nciht bequem.
Holzschnipsel jeglicher Art verrotten wohl recht schnell, aber sind weich und auch recht warm.
Gummischnipsel verotten nicht, halten auch warm, aber sind vielleicht rutschig (vielleicht auch nicht?)
Gummimatten sind rutschig, aber weich und warm
Lochgitter ist unbequem, etwas rutschig aber das Wasser fliest gut ab.
Beton, dazu muss man wohl ncihts sagen.

Was wuerdet Ihr bevorzugen, bzw was habt ihr in Euren Staellen, und wie kommt ihr damit klar?

Wie kann man dann aber zusaetzlich verhindern, dass sich das Wasser staut, weil der Untergrund unter dem besonderen Untergrund das Wasser nicht durchlaesst?

Sandra

Katastrophenzoo
19.11.2003, 14:07
Hallo Sandra,

das hängt in erster Linie davon ab wieviel Geld Du investieren kannst/willst. Wir haben im Stall ein relativ neues Paddock mit einem Boden wie ein Reitplatz: Schotter, Flies, Gummimatten, Sand. Der Boden ist absolut super: Es kann 2 Wochen durch regnen, trotzdem steht nie Wasser auf dem Paddock, aber das ist natürlich teuer und aufwendig (neue Rechtschreibung: aufwändig?)
Sand kann allerdings die Hufe abschmirgeln und ist bei Pferden mit schlechten Hufen nicht gut.
Übrigens gibt es m.E. keinen Grund weshalb der Boden auf dem Auslauf warm sein sollte... Im Gegenteil ich würde eher darauf achten, dass er sich nicht aufheizt.
Die einfachste Variante ist der Naturboden mit Gefälle, damit das Wasser ablaufen kann. Putzen ist dann halt mühsam.

Alvi
19.11.2003, 14:21
Hallo Sandra,
überleg Dir 1000mal, ob Du Dir das mit dem eigenen Stall wirklich antun willst - Du hast die lieben Tiere ständig "am Hals", auch wenn Du mal wegfahren willst, krank bist, Streß im Job hast oder Dir die Reiterei einfach mal zum Hals raus hängt. Außerdem frißt Dich das Unternehmen eigener Stall mit der Zeit auch finanziell auf, zumindest bleibt für andere Sachen nicht mehr allzu viel übrig, wenn Du nicht gerade Krösus bist. Die Paddockfrage ist ein ganz typisches Beispiel:
Als wir anfingen, haben wir den Mutterboden abgehoben, Dränageleitungen verlegt, Schotter aufgebracht und Hackschnitzel obendrauf gepackt. Klappte zwei Jahre lang super, aber dann wurde es allmählich unappetitlich. Auch wenn man noch so gründlich mistet und immer wieder neue Hackschnitzel aufbringt - es ist und bleibt organisches Material, das sich zersetzt, verdichtet, glitschig und wasserundurchlässig wird. Also haben wir in einer Riesenaktion die ganze Sauerei Schubkarre für Schubkarre weggefahren und wahrscheinlich nicht ganz legal in der "Pampa" entsorgt. Dann haben wir nach eingehender Beratung Equiground verlegt (war richtig teuer) und Sand drauf geschüttet. Nachteil: im trockenen Sommer staubts mächtig und wenn der Sand nicht ständig durch Regen durchgespült wird, fängts an zu stinken - da wir den Paddock vor der Terrasse haben und ein Teil des Paddocks überdacht ist, wurde das unerträglich. Also das Ganze von vorn - Sand Schubkarre für Schubkarre....
Wir haben dann Gummipflaster verlegt - für die Kosten hätten wir einen richtig tollen (Reiter?)urlaub machen können... Das Pflaster liegt seit drei Jahren und noch sind wir zufrieden...
Soll ich Dir mal die Odysse in Sachen frostsichere Tränke, Heutauchanlage, Mist legal entsorgen und, und, und schildern????
Aber jetzt geh ich erstmal raus und räum den Mist von 6 Ponies weg, fege das Gummipflaster, weiche das Heu ein, hänge den Misthänger an u.s.w.
Trotzdem - Pferdehaltung am Haus ist das Schönste, was man sich vorstellen kann!
Alvi