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puhma
25.06.2002, 22:56
Hallo!!!
Wir haben uns letzte WOche 2 junge Kätzchen geholt. Mein Freeund ist der MEinung, wir sollten sie nur im Haus halten, da er Angst hat, sie könnten überfahren werden! Manchmal denke ich , dasss ihnen dann der Auslauf in der Natur und das Mäuse jagen fehlt... Unsere Wohnung ist etwa 70qm gross, aber wir hätten noch einen großen Dachboden, auf dem sie sich austoben könnten. Außerdem sind sie zu zweit, so dass sie nie alleine sind. Vielleicht kann mir ja jemand aus Erfahrung erzählen, ob Wohnungskatzen auch glücklich werden???
Marika

catweazlecat
26.06.2002, 11:30
Hallo Martina

schön das ihr euch dazu entschlossen habt zwei Katzenkinder bei Euch aufzunehmen.

Ich stimme deinem Freund völlig zu, das es besser ist die Tiere nicht ins Freie zu lassen. Es ist einfach erwiesen das Katzen, die ungesicherten Freilauf haben ein durchschnittliches Höchstalter von nur 4 Jahren haben weil gewaltsam ums Leben kommen oder an tödlichen Krankheiten, gegen die man nicht impfen kann sterben müssen!

Katzen im Haus, können gut und gerne 20 Jahre alt werden und vermissen den Freilauf auch nicht, es sei denn sie hatten ihn schon bevor sie ins Haus genommen wurden. Das ist aber eigentlich immer nur bei älteren Tieren, die Freigang gewohnt sind der Fall.

Eure Wohnungsgrösse ist völlig ausreichend und vieleicht habt ihr ja noch die Möglichkeit einen Balkon katzensicher einzuzäunen, dann könnten sie sich in der Sonne aalen. Ansonsten sind die Tiere ja zu zweit und werden sich nicht langweilen. Sie spielen und schmusen miteinander und wenn ihr ihnen etwas Spielzeug und vor allem einen schönen Kratz- und Kletterbaum bietet werden sie sich wirklich wohlfühlen.

Noch ein letzes Wort zum Freigang:

Meines Erachtens gibt es heutzutage keinerlei Möglichkeiten Katzen ohne schlechtes Gewissen frei herumstreunen zu lassen, denn die Gefahren sind einfach zu gross.
Sie können überfahren werden, von Jägern (in Wald und Feld) abgeschossen, von bösen Nachbarn vergiftet, von Hunden zerfleischt oder für die Abrichtung von Hunden eingefangen werden, als Schlangenfutter, in den Tierversuch oder auch nur durch FIP und Katzenaids elend zugrundegehen.
Du siehst also dein Freund hat sich völlig zu Recht darüber Gedanken gemacht.

Alles Gute für die Süssen!

Gabi
26.06.2002, 11:49
Hi Marika,
ich kann mich catweazlecat nur anschließen. Auch ich würde meine Katzen nieeemals frei laufen lassen. Wir haben unsere Terrasse katzensicher eingezäunt, nagut, sicher nur für meinen alten Kater, meine neuen Miezen kennen kein Hindernis, somit lege ich den beiden einfach ein Katzengeschirr um. Je früher sie daran gewöhnt werden, desto besser.
Selbst wenn Du Deine Katzen nur in der Wohnung hast, sie werden sicher nichts vermissen, was sie nicht kennen. Wir haben z.B. in zwei Zimmern extra für die Katzen Regale in verschiedenen Höhen angebracht, damit sie viele Klettermöglichkeiten haben, außerdem stehen diverse große Kratzbäume an den Fenstern. Langeweile kommt bestimmt nicht auf, wenn Du Deine Wohnung katzengerecht einrichtest.

LG Gabi :)

Macao
26.06.2002, 12:59
Hallo Marika,

ich habe vor 4 Wochen ein Kätzchen im Müll gefunden. Mein TA denkt das er damals ca. 8 Wochen alt war. Mittlerweile ist er 12 Wochen alt und hat sich gut eingelebt. Ich weiß leider nicht wo er herkam, aber die ersten Tage wollte er raus, das Gefühl hatte ich zumindest. Aber jetzt gefällt es ihm hier sehr gut und er versucht nicht mehr rauszukommen.

Noch 4 Wochen muß er durchhalten, dann kommt seine neue kleine Freundin :)

Sigrid
26.06.2002, 13:21
Hallo Marika!
Ich hatte früher Freigänger, aber mittlerweile Whngskatzen. Ich würde nie wieder Freigang gewähren. Manchmal (gerade im Frühling/Sommer) tut es mir schon ein bisschen leid, dass meine Katzen das Natürliche in der Aussenwelt nicht erleben, aber die Umwelt verbietet es. Schau doch einfach mal im Net unter www.tiernotruf. Da sind (leider) viele Freigänger, die vermisst werden. Es kann einem das Herz brechen, wenn eine Katze auf Nimmerwiedersehen verschwindet und Du nie erfährst, welches Schicksal sie erlitten hat. Mein Felix ist vor über 18 Jahren vom Erdboden verschluckt worden und ich habe nie erfahren, was passiert ist. Die schlimmsten Vorstellungen macht man sich da und die werden begleitet mit Selbstvorwürfen.
LG
Sigrid

puhma
26.06.2002, 15:58
Vielen Dank für die Tipps, jetzt habe ich wenigstens kein schlechtes Gewissen mehr!!!
Marika

Sarah_41
26.06.2002, 23:01
Ach, @catweazlecat, wenn nur alles so einfach wäre: schwarz oder weiß, drinnen oder draußen ...

Wie Du bestimmt schon gelesen hast, haben wir unseren Garten mit einem Katzenschutzzaun (elektrisch) gesichert. Unseren drei Katern reicht der Garten bis heute, es gab nie einen Ausbruchsversuch (Zaun ist 76 cm hoch) und alle sind zufrieden. Obwohl in der Gruppe ein erst mit 10 Jahren kastrierter Kater ist (der vorher bestimmt Freigänger war) und ein ehemaliger kleiner Wildling. Keiner hat den Drang, den Garten zu verlassen.

Im April bekamen wir dann von einer Katzenhilfegruppe den damals ca. 8monatigen Kater Freddie. Man hat ihn mitten in Hamburg auf einem Balkon gefunden, auf dem er sich regelmäßig einfand. Die Leute hatten aber schon fünf Katzen und gaben ihn dann an die Katzenhilfe ab. Dort wurde er dann kastriert.

Lange Rede - kurzer Sinn. Zwei Monate genügte ihm ebenfalls der Garten, aber die Unruhe stieg von Tag zu Tag. Er suchte - und fand - ein Schlupfloch am Ende des Gartens: Baum hoch, auf nächsten Baum über den Zaun und weg. Die ersten Male holten wir ihn noch zurück, dann bastelten wir mit Kaninchendraht eine Sperre. Er maunzte herzzerreißend. Tage später das nächste Schlupfloch gefunden, mit Kaninchendraht dichtgemacht. Er weinte in den höchsten Tönen. Wenig später Flieder rauf, auf Sichtzaun balanciert, draußen am nächsten Flieder runter. Was sollen wir tun? Die Fliederbäume fällen?

Wir lassen ihn nun ziehen: tätowiert, mit flexiblem Leuchthalsband und Anhänger mit Telefonnummer. Nix davon schützt ihn vor Autos, vor Tierquälern, vor Gift (Jäger sind hier glücklicherweise Mangelware, da Wohngebiet). Ich leide Höllenängste, wenn er weg ist und mir fällt jedes Mal ein Stein vom Herzen, wenn er wieder reinkommt. Nachts ist er drin, er scheint sich an diesen Rhythmus zu gewöhnen. Er ist meist auch nicht weit weg (aber was heißt das schon).

Seit er "ganz" hinaus darf, vollzog sich eine auffällige Veränderung mit ihm: er ist noch schmusiger, liebevoller, anhänglicher. Sollte ich sagen: Dankbar?? Wir hassen es beide, weil wir um die ganzen Gefahren wissen, daß er hinaus geht, aber es gibt nun mal Katzen, die genau das brauchen.

Wie sähe die Alternative aus? Alle Katzen bleiben drin und drücken sich die Nasen am Fenster platt, wenn wir auf der Terrasse sitzen, sie aber keine frische Luft und Sonne genießen dürften? Oder wir verrammeln den Garten wie Fort Knox und sitzen im Käfig?

Außerdem hat sich die Frage: "Drinnnen oder Draußen" mittlerweile für mich recht philosophisch entwickelt. Ist das noch Liebe zu unseren Katzen, wenn wir Ihnen aus lauter Angst (Egoismus) um sie, verweigern, das "Draußen" kennenzulernen? Aber haben wir nicht auch die Pflicht, sie vor Gefahren zu schützen? Müßten wir dann aber nicht auch unsere Kinder einsperren? Ich kann mir diese Frage noch nicht beantworten. Aber bevor ich nun Romane schreibe; gute Nacht und vielleicht findet Ihr ja eine eindeutige Lösung.

Gruß
Sarah_41

simmy
27.06.2002, 09:52
Liebe Sahra,

endlich mal jemand der das genauso sieht wie ich.
Ich leide zwar auch Höllenqualen, wenn unser kleiner Schatz mal wieder denkt, er muss über Nacht die Gegend unsicher machen, aber genauso schön ist es zu sehen, wie glücklich er draußen ist.

Sobald er raus darf, schmeißt er sich draußen auf den Boden und wälzt sich hin und her. Teilweise haben wir ihn auch schon auf einer Wiese in der Nähe unserer Wohnung gesichtet, wo er Mäuse und Vögelchen fängt. Und ich glaube schon das er damit sehr glücklich ist.

Die ersten Lebensmonate (bis er ca. 8 Monate alt war) hatten wir ihn auch nur in der Wohnung. Da hat er sich dann auch nur die Nase am Fenster plattgedrückt, und die ganze Zeit gemaunzt.

Wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, ob drinnen oder draußen, würde ich mich immer wieder für draußen entscheiden.

Wobei man das Ganze natürlich auch nicht pauschalisieren darf. In unserer Wohngegend bietet es sich einfach auch an, da überall verkehrsberuhigte Bereiche sind, und zwischen den Häusern viele Wiesen. Wenn man in der Innenstadt wohnt, sieht die ganze Sache schon wieder ganz anders aus.

Ich denke aber auch, dass das Jeder für sich selbst entscheiden muss.

UschiW
27.06.2002, 14:39
tja das leidige Thema,

auch ich bin der Meinung, dass nur eine reine Wohnungskatze auch wirklich sicher ist. Auf der anderen Seite gibt es Katzen, deren Freiheitsdrang einfach nicht zu bändigen ist.

Meine Katzen waren immer im Garten, meist in unmittelbarer Nähe von mir. Vor vier Jahren musste ich umziehen. Landschaftsschutzgebiet, viel Grün , ein paar Hundert Meter weg eine Strasse, kaum ein Auto.

Leider kein Garten mehr, aber ein grosser Balkon. Ich habe ihn durch ein Katzennetz geschützt, weil ich Angst hatte, dass eine runterfällt. Die beiden alten Katzen haben sich sofort eingewöhnt. Hauptsache in der Sonne neben mir liegen. Bei der Jüngeren war das anders.

Vom ersten Tag an hat sie versucht, Löcher in das Netz zu reissen. Dies gelang ihr auch immer wieder (unterstützt von ein paar Eichhörnchen, die ihren Wintervorrat in meinen Blumenkübeln vergraben hatten).

Jede Nach hat sie mir ihre Beute nach Hause gebracht. Meist lebendig, weil da kann man mit den Mäuschen ja noch spielen.
Jede Nacht hat sie mich ganz stolz aufgeweckt, um mir ihre Beute zu präsentieren. ------Jetzt ist sie tot-------.

Überfahren von dem einen Auto, das in dieser Nacht über diese eine Strasse gefahren ist.

Eine nachdenkliche und sehr traurige
Uschi

UschiW
27.06.2002, 14:41
übrigens, sie wurde gerade mal 4 Jahre alt.

Uschi

Sarah_41
28.06.2002, 09:35
@Simmy, Uschi, ja, mir geht's genauso.

Uschi, wie schrecklich, mein Albtraum ... Auf der einen Seite würde ich mir schreckliche Vorwürfe machen, auf der anderen ...? Wie macht man's nur "richtig"??

Gruß
Sarah

Sigrid
28.06.2002, 09:58
Meine erste Katzengeneration waren Freigänger. Meine jetzige sind Wohnungskatzen. Als ich Freigänger hatte, gingen mir bei jedem späteren Nachhausekommen meiner Samtpfoten die schrecklichsten Bilder durch den Kopf. Jetzt stelle ich mir öfter mal die Frage, ob es nicht ziemlich egoistisch von mir ist, die Katzen ausschliesslich in der Wohnung zu halten und ihnen Dinge vorzuenthalten, die eigentlich zum Katzenleben gehören wie Mäusehatz, Katertreffen etc.
Herz und Kopf geben verschiede Richtungen vor, oder? Mein Herz verbietet mir, die Katzen einzusperren. Mei Kopf jedoch verbietet mir, sie den Gefahren der Umwelt auszusetzen. Ich stelle mir oft die Frage, welche Entscheidung meine Katzen wählen würden. Ich denke die Herzvariante.
Bei meinen ersten Katern, die ich nach 5 Jahren Freigang nach einem Umzug nur noch in der Wohnung gehalten habe (die Umstellung war übrigens kein grosses Problem), bin ich in ihren letzten Lebensjahren wieder gekippt. Nachdem sie fast 10 Jahre Wohnungskatzen waren, habe ich mich entschlossen, ihnen wieder Freigang zu erlauben. Habe eine Wohnung mit grossem Garten in einer ruhigen Strasse gesucht und sie haben es genossen. Meine Rechnung, dass sie als Opas keine grossen Streifzüge mehr machten, ging auf. Sie verbrachten ihren letzten Lebensabschnitt wieder als Freigänger. Ich glaube, sie haben es genossen und wir hatten doch so manchen Abend an dem wir voller Sorge in den Garten schauten und nach ihnen Ausschau hielten.
Mein Ego hat jetzt aber die Oberhand und meine Katzenmädels sind heute Wohnungskatzen, die ihre Nasen auf dem Balkon in die Sonne und den Wind halten dürfen. Ich habe das Gefühl, dass es für sie ok ist. Was würde ich tun, wenn das anders wäre? Wahrscheinlich würde ich mich so entscheiden wie ihr, obwohl mein Kopf "NEIN" sagen würde und das Riskiko eingehen so eine Erfahrung wie Uschi machen zu müssen.
@Arme Uschi - tut mir leid. Aber es ist so: Wie man es macht, ist es verkehrt. Hätten wir bloss eine andere katzengerechte Umwelt - dann wären solche Diskussionen überflüssig.

UschiW
28.06.2002, 17:04
Hallo zusammen,

wollte nur noch mal bemerken, dass halt jede Katze anders ist. Meine kleine Süsse wurde als Wohnungskatze geboren und hat nie gelernt, draussen rumzutoben. Trotzdem hat sie die Freiheit gesucht. Ihre Mutter hat ihr nie beigebracht, Mäuse zu jagen, aber sie wollte es. Und jeden Tag, wenn sie mit ihren Mäuschen heimkam war sie so stolz, dass ich ihr ihre Freude richtig ansehen konnte.

Aber es hat sie das Leben gekostet. Und dann sind wir halt wieder bei der Frage, möchte ich der Mieze ein langes Leben in Sicherheit oder ein kurzes Leben mit "zweifelhaften" Freuden bescheren und ich glaube, dass auch eine Katze leben möchte. Aber wie gesagt, jede Katze ist anders.

Uschi

Vira
28.06.2002, 21:25
Hallo Marika!

Ich hab meinen Kater Benny(9) mit 6 Wochen bekommen und da ich vorher auch schon einen lieben Kater draussen verloren hab, wollte ich diesmal, das meinem neuen kleinen Mitbewohner nichts passiert. Als er 7 Monate alt war, hab ich ihn kastrieren lassen, das ist wichtig, so kann man sie besser im Haus behalten. Ich hab eine kleine 2 Raumwhg und er fühlt sich sehr wohl hier. Bei schönem Wetter darf er auch mal auf den Balkon. Und er war noch nie richtig krank!

Und ich bin sicher, das er glücklich ist!

Liebe Grüsse
Vira

TineX
01.07.2002, 10:46
Hallo Sarah (und natürlich auch die anderen),
ich fand deinen Beitrag toll - es ist eben gerade nicht schwarz und weiss und jeder muss seine eigene Lösung finden, die von den Miezen und ihren Vorlieben, den Umständen in denen man lebt, sowie der eigenen Einstellung abhängt. Wir sollten dann nur den anderen gegenüber Toleranz walten lassen, da ich annehme dass (fast) alle hier im Forum sich grosse Gedanken gemacht haben zu diesem Thema.
Bei mir hat sich je nach den obigen Kriterien meine persönliche Lösung geändert: meine ersten zwei Kater genossen ihr Leben als Freigänger und starben jeweils in einem relativ hohen Alter (12 und 14 Jahre) eines natürlichen Todes - das war aber auch eine ruhige Gegend am Land.
Als ich dann in in einem kleinen Ort - aber Stadtnähe- wieder zwei Katzen halten wollte, war ich nach langem Überlegen fest . ja GANZ FEST entschlossen, die beiden Racker von Anfang an nur drinnen zu halten. Ich habe mir auch keine Sorgen gemacht, dass sie dabei nicht glücklich sein könnten - wie gesagt: zwei Katzen, katzengerechte Wohnung etc. Aber als es dann im Frühjahr wärmer wurde und die beiden sich an der Terassentüre die Nasen plattmachten, herzwerweichend maunzten und bei jeder Gelegenheit durch die Türe schlüpfen wollten, gab ich nach. Ich habe nach einer praktikablen Lösung gesucht, die die beiden zufrieden macht und mir nicht zuviel Sorgen: mit Mirkochip und Halsband dürfen sie jeden Abend um ca. 9 Uhr losziehen und müssen bis um 12 zurücksein (weil ich dann schlafen will - und das kann ich nur wenn ich Sie wieder wohl behalten in der Wohnung weiss **gg**). Für mich (wohlgemerkt: andere haben das Recht anders zu entscheiden) ist das Risiko so vertretbar: nachts ist es sehr ruhig, Wohngegend mit Sackgasse, viel Grünfläche aussenrum. Dass Katzen für Tierversuche gesammelt werden ist ein Gerücht (Versuchstiere müssen strenge Kriterien erfüllen, deshalb gibt es extra Versuchstierzuchten, mit "normalen" Katzen können also keine Versuche durchgeführt werden), klar kann es einzelne Tierhasser geben, aber in unserer Gegend ist angeblich noch nie eine Katze verschwunden. Und die Miezen haben jetzt solche Freude! Aber klar- nur in der Wohnung wäre es noch sicherer.
Ich wünsche jedem, dass er eine persönliche Lösung findet, mit dem ihr und eure Miezen glücklich sein könnt.

puhma
02.07.2002, 21:43
Vielen Dank für die vielen Beiträge!!
Als ich früher bei meinen Eltern wohnte, hatte ich immer Freilaufkatzen, aber davon sind 2 überfahren worden, 2 spurlos verschwunden, nur die eine haben meine Eltern noch. Jetzt wohne ich mit meinem Freund zusammen, und einerseits wollte ich mir diese Angst und Ungewissheiten ersparen, aber andererseits war ich immer der Meinung, KAtzen können in der Wohnung nicht glücklich werden. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil Katzen ja in die Natur gehören. Aber mein Freund hat ziemliche Angst, dass unseren Lieblingen etwas passiert. Ich denke, es stimmt, dass jede Katze anders ist, noch sind unsere klein. Wir werden ja sehen, ob sie sich nach der Freiheit sehnen. Es ist aber schon mal beruhigend zu wissen, dass es auch glückliche Wohnungskatzen gibt!!!
Marika

stormqueen
11.07.2002, 10:46
Hallo ihr alle!

Meine Miezen sind ehemalige Tierheimbewohner, waren Freigang nie gewöhnt und sind - denke ich - sehr glücklich in meiner Wohnung. Ich wohne mitten in der Stadt, nicht daran zu denken, sie rauslassen zu können.

Sicher würde es ihnen gefallen, sich im Gras wälzen zu können, auf Bäume zu klettern, Mäuse zu fangen usw.

Aber unsere Umwelt ist schon lange keine katzengerechte Umgebung mehr. In der Stadt schon gar nicht und am Land auch nicht mehr. Autos fahren überall und immer schneller, immer weniger Menschen sind bereit Rücksicht auf andere Lebewesen zu nehmen, die eventuell diese Straße überqueren könnten.

Ganz abgesehen von anderen Gefahren, die eine Katze bedrohen, die von Menschen nur Gutes gewöhnt ist. Katzenhasser mit Giftködern
(erst vor ein paar Tagen wurde der Perserkater einer Bekannten vom Hausmeister vergiftet) durchgeknallte Kids, die es lustig finden Tiere zu quälen, ein Schwachsinniger, der seinem Pitbull ein wenig Abwechslung gönnt (hatten wir in der Umgebung hier alles schon) usw.

Dann doch lieber ein wenig mehr an Zeit und Geld in eine katzengerechte Wohnungseinrichtung und einen sicheren Balkon investieren und so sicherstellen, dass ihnen nichts fehlt und sie sich nicht langweilen. Ist halt meine Meinung. :)

Liebe Grüsse
Storm

felidea
04.08.2002, 20:54
Wir hatten schon drei Katzen, die aber alle durch den Freilauf umgekommen sind (2 überfahren und eine vergiftet), deswegen wollte ich meinen Kleinen zuerst auch nicht raus lassen weil wir sowieso in der Innenstadt gewohnt haben.

Es tat mir aber wirklich leid ihn so einsperren zu müssen, weil es in meinen Augen eigentlich Tierquälerei ist. Denn eine Katze liebt nunmal ihre Freiheit und braucht sie auch.

Aber als wir dann an einen Wald zogen in ein Haus mit Garten, ließ ich ihn raus auch wenn mir bis heute noch etwas mulmig ist. Doch es ist wirklich kein Leben für eine Katze.

Doch hier gibt es auch unterschiede. Die normale Hauskatze brauch ihre Freiheit, doch Rassekatzen sind schon lange daran gewöhnt nur in der Wohnung zu leben und brauchen ihre Freiheit nicht so extrem. Deshalb würde ich wenn ich nur eine Wohnungskatze wollte eine Rassekatze kaufen.

Unser kleiner bleibt meistens in unserem Garten was ich sehr gut finde und ist durch die Zeit als reine Wohnungkatze so arg an uns gewöhnt, das sie sogar wenn wir mit dem Hund spazieren gehen mitläuft.

Ein Nachteil dabei ist aber das sie immer ihr Beute ins Haus schlept was nicht gerade lecker ist.

Blackfoot
30.08.2002, 03:47
:) Hallo Marika, ich besitze einen dreijährigen Kater.Er ist eine reine Wohnungskatze.Er darf mal auf den Balkon.WennMein Rocky weg wäre , würde ich tausend Tode sterben.Ich liebe
meinen Rocky über alles.Es wäre mir viel zu gefährlich , bei mir ist gleich eine Strasse, die Autos und auch ,es gibt nicht nur tierliebe Menschen.Dies möchte ich mir und meinem Tier wirklich nicht antun.Viele Grüsse aus Berlin von blackfoot.;)

Isabel
30.08.2002, 12:35
Hallo zusammen,

wir haben zwei Wohnungskatzen (beide aus dem Tierheim) und es macht ihnen gar nichts aus, dass sie nicht rausdürfen. Wir haben, wenn es das Wetter halbwegs zulässt, den ganzen Tag die Balkontüre offen, auch wenn wir nicht da sind. Da unser Balkon nicht gemauert, sondern nur aus Metall mit mehr oder weniger großen Löchern ist, können sie den ganzen Tag über die Autos, die unten vorbeifahren, anlauern.

Gelegentlich versuchen sie zwar, wenn wir zur Haustüre reinkommen, zu entwischen, wenn wir dann aber die Türe zumachen und nur ein paar Sekunden warten, stehen sie wieder da und wollen rein.
Auch als ich mal meinen Großen mit zu einer Nachbarin, die nur ein Stockwerk tiefer wohnt, genommen habe, da er auch wieder rauswollte, war ihm das überhaupt nicht geheuer und er wollte so schnell wie möglich wieder rein.

Ich denke, dass das Rauswollen von Wohnungskatzen reine Neugierde ist, weil sie wissen wollen, was hinter der Wohnungstüre ist. Aber wirklich raus wollen die nicht.

Grüße Isabel:)