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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund (aus Tierheim) will nicht fressen/erbricht !!



Maik
24.06.2002, 13:26
Hallo!

Ich habe etwas Kummer mit meinem Hund aus dem Tierheim. Ich hatte ihn (nach einigen male ausführen im Tierheim) gestern das erste mal bei mir zu Hause. Wir haben getobt und auch sonst macht er einen aufgeweckten und fröhlichen Eindruck, trotz seines Alters von 6 Jahren ist er wie ein Jungbrunnen. Aber er macht mir Kummer wegen seinem Fressen: gestern hat er kaum gefressen, nur 2 oder 3 Bissen Trockenfutter (insgesamt so eine Hand voll). Und heute frisst er garnicht. Das Futter ist aus dem Tierheim, also kennt er das ja eigentlich. Trinken tut er aber ganz normal.

Heute als ich ihm das Fressen geben wollte, hat er es nicht angerührt, und hat erbrochen. So eine Art gelbe Flüssigkeit (Magensäure?)

Was kann ich da tun? Aus dem Tierheim weiß ich, dass er nur Trockenfutter und Reis bekommen darf. An was kann das liegen? Ich habe ihm keinerlei Leckerlies oder sonstwas gegeben! Ist es vielleicht nur die Aufregung wegen seinem neuen zu Hause? Oder doch etwas Ernsteres?? Denn nach Essen betteln (wenn ich mir was zu essen mache) tut er ständig, also scheint ja Appetit vorhanden zu sein. Ich mach mir echt Sorgen.

Vielen Dank für Eure Hilfe
Maik

24.06.2002, 14:38
hallo!

erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem hund!

vielleicht muss er sich erstmal eingewöhnen, Terry hat auch in den ersten 3 Tagen überhauptnichts gefressen!
Ich glaube das die wuffs, vorallem Straßenhunde und THhunde sich erstmal an das neue Heim gewöhnen müssen!

viel Glück!!!

mary & wuffs

Phillis
24.06.2002, 22:24
Ers ma keine Sorgen machen
und dafür sorgen, daß er Dich nicht anbettelt.
(Interesse ist sichtlich vorhanden!)
Ignorieren, rausschicken, was Du meinst.

Wenn du seinen Napf fertig machst, nimm was zur Hand, an dem Du knabbern kannst. Es soll für den Hund ausehen, als wenn Du aus dem Napf frisst.
Dann bekommt er den Napf hingestellt.
Manche fangen sofort an zu fressen, andere brauchen eine Weile. Vergeht viel Zeit ohne Interesse am Vorgesetzten, Napf wegstellen und erst zur nächsten Futterzeit vorsetzen.
(Sichert Dir den entspannten 1. Platz in der Rangordnung! Das einzige, was in meinen Augen wirklich zählt.)

Möglich, daß er einige Tage braucht, das Futter anzunehmen.
Ich würde ihm nicht andauernd was anbieten, schon gar nicht weil du Dir Sorgen machst. Das kann zu nem Horrorthema werden. Verlaß Dich mal auf den Hund. Der will nicht wirklich vor Deinen Augen verhungern.

(Die enorme Futtervielfalt läßt uns in solch einem Fall auch noch gerne annehmen, dem Hund schmeckt das Futter nicht.
Typisch Mensch!
Hunde schlingen ihre “Beute" und da spielt der Geschmack keine Rolle.)

Ich bin sicher, daß Dein Gefühl und der Hund Dir zeigen, wenn was körperliches dahintersteckt.

Stell Dir mal einen Hund vor, der wild irgentwo in Spanien (oder...) lebt, nicht so behütet und betüddelt, wie wir das hier betreiben. Der würde warscheinlich den Oberknall kriegen, wenn er so leben müße, wie unsere Hunde hier.
Menschen sind schon viel weiter vom Natürlichen entfernt, als der Hund.
Es wäre an der Zeit, daß der Hund uns mal wieder was beibringt. Die meisten Dinge, die wir ihm beibringen, kann er nicht mal gebrauchen. Er muß sie lernen, damit wir mit ihm umgehen können, was ja meist nicht mal klappt!

Gruß, Phillis.

Maik
24.06.2002, 22:34
Hallo!

Vielen Dank für eure Tipps!! Ich bin wieder erleichtert, denn als ich ihm heute abend etwas hingestellt habe,hat er die Hälfte davon gefressen, ich denke das ist ein gutes Zeichen. Ansonsten ist er nämlich in top Form und fit wie ein Turnschuh :)

Viele Grüße
Maik

Blanche
25.06.2002, 15:09
Hallo,

ich hatte / habe das gleiche Problem. Inzwischen habe ich meinen Tierheim-Hund schon 1 Jahr, aber das mit dem Essen hat mich anfangs ganz verrückt gemacht. Es war genau wie beschrieben: Hund ist topfit, spielt, macht und tut ... nur fressen tun sie nix.

Erst mal eine Frage: hat er im Tierheim immer Futter da stehen gehabt, oder kannte er schon regelmäßige Essenszeiten? Bei mir gibt es nämlich 2x am Tag was und sonst nix. Im Tierheim (Rudelhaltung) stand aber immer was da... damit kein Streit aufkommt. Ich habe direkt Regelmäßigkeit eingeführt: morgens essen und abends nach dem letzten Rundgang essen. Ansonsten kommt der Napf weg. Es hat ca. 6 Wochen gedauert, bis sie das gemerkt hat.

Außerdem hat mein Hund immer Angst, sie verpasst was. Sie frisst nur, wenn ich dabei bin. Ich weiß, das ist nicht so toll, aber was tut man nicht alles für seinen Liebling. Ich bleib also dabei und stehe solange in ihrer Nähe rum.

Das Futter aus dem Tierheim ist langweilig. Sie hat das gar nicht gefressen. In meinem Fall war es eh nicht sehr angepasst: sie hat wegen der Rudelhaltung mit ihren damals 2,5 Jahren immer noch Welpenfutter serviert bekommen. So habe ich mir in den Tierhandlungen Futterproben mitgeben lassen, und habe daran getesten / testen lassen, was schmeckt. Bis heute wechsele ich recht häufig das Futter (mit zartem Übergang), damit es nicht immer gleich schmeckt und damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Immer das gleiche, das ist öde.
Du hast gesagt, dass Dein Hund Reis fressen sollte. Hat das einen tieferen Sinn? Reis ist zwar nicht schlecht, aber es gibt ja auch Nudeln & Co.

Mein Hund bricht oft gelben Schleim. Ohne allerdings irgendeinen triftigen Grund (kein Autofahren, keine Hitze, keine Bewebung nach dem Essen...). Ich habe ursprünglich 50% des Tagesbedarfs morgens, den Rest abends gefüttert. Nun habe ich bessere Erfolge, wenn ich nur 1/3 morgens füttere, und dafür abends dann mehr. Außerdem hat sie abends mehr hunger, somit frisst sie auch besser. Außerdem glaube ich inzwischen, dass sie am Anfang auch einfach zu müde war zum Fressen: im Tierheim passiert ja kaum was, und bei Dir ist dann volles Programm. Da muß man auch erst mal verschnaufen!

Kleiner Tipp: für eine gute Darmflora gebe ich ihr 1x die Woche Jogurth ins Futter.

Man muss auch sehen, dass Hunde in der Eingewöhnungsphase schon sehr gestresst sind. Da kann ein gereitzter Magen schon mal sein.

Bring einfach mal Regelmäßigkeit in das neue Leben Deines Hundes. Der Rest kommt von selbst!

Nur Mut!

Maik
25.06.2002, 17:02
Hallo Blanche

Ja das mit dem Stress könnte wirklich sein. 2 MOnate im Tierheim, und dann von heute auf morgen neues zu Hause und neue Leute.Ich mixe das neue Futter immer unter das Futter aus dem Tierheim. Jedenfalls darf er nur Trockenfutter kriegen (laut Tierheim)

Ich meine schon, dass der Fressnapf im Tierheim immer in seinem Zwinger war. Was für Joghurt ist das eigentlich, den du da gibst? Normaler purer Joghurt?

Ich glaube, der kleine Racker wird sich an das alles gewöhnen :p

Viele Grüße!
Maik

Blanche
27.06.2002, 09:25
Hi!

Ja, so ein Umzug ins neue Zuhause ist halt schon belastend!

Das TH hat Dir einen guten Rat gegeben mit dem Trockenfutter: erstmal stinkt der Hund nicht so (Blähungen!), die Zähne werden durch das Nassfutter nicht genügen "geputzt", und der Salzgehalt ist in den Dosen oft zu hoch, was die Nieren stark belastet.

Aus diesem Grund hole ich beim Metzger Schlachtabfälle (Reste von Suppenfleisch, Fleisch am Knochen von ausgebeinten Braten, Endstücke aller Art), die ich ggf. abkoche und als Bonbon mit dem normalen Futter manchmal anteilmäßig dazugebe.

Das Jogurth ist tatsächlich "stink normal". Es gibt doch ganz billige weiße Jogis, und das sogar mit Biogarde (Joghurtkulturen), wovon ich dann so ein kleines Töpfchen untermische. Das ist bei heißem Wetter sehr angesagt.
Außerdem steht mein Hund auf Erdbeeren. Da muß Du halt ausprobieren...

Guten Appetit!