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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arthrose beim hund



nemesia
10.10.2003, 20:28
hi

nachdem meine huendin (9 jahre, collie schaefer husky mischling) seit ca. 3 wochen ihre hinterbeine oefter komisch gehoben hat bzw sie auch weggerutscht sind war ich gestern mit ihr beim tierarzt.

die tieraerztin meinte dann meine huendin hat arthrose. hab jetzt tabletten fuer sie mitbekommen und soll die mal eine woche testen.

was mich jetzt aber wundert ist das sie eigentlich nur die beinchen nach hinten gestreckt hat und sonst keine untersuchung am bein oder hueftgelenk gemacht hat.

ist arthrose so leicht zu erkennen?
haette ja gedacht das geroengt werden muss oder ultraschall gemacht wird.

gibt es nicht noch viele andere sachen die das am gelenk ein koennten?

und wer hat erfahrungen mit arthrose bei hunden?
gibt es futterzusaetze o.ä. die man geben kann um das ganze "angenehmer" zu machen? also das diese "gelenkschmiere" (weiss leider gerade nicht wie genau ich das nenen soll) wieder ein bisschen aufgebaut wird.
das arthrose nicht heilbar ist weiss ich ja. mag aber das mein hund sowenig wie moeglich drunter leidet.

danke im voraus fuer antworten

Thabo & Nandi
10.10.2003, 20:50
Hallo nemesai (is dat dein name? :( no nie gehört)

also zu Deinem Prob.. leider kenn ich mich nicht aus mit Arthrose...meine beiden sind noch recht jung (11 & 7) aber ich habe schon mit beiden ähnlich Probs. Meine grosse hat vor einigen Monaten begonnen, immer wieder, auf drei Beinen zu laufen. Lt drei versch. Ärzten ist das eine Pathella-Luxation (Kniescheibe springt raus).. muss evtl operiert werden. Sie hat keine Schmerzen, zumindest häult sie nicht und läuft auch genau so gern wie immer.. nur eben kurzzeitig auf drei Beinen und dann wieder einigermassen normal. Einigermassen deswegen weil Nandi mittlerweile eine eigene Gangart entwickelt hat lt TA weil sie wohl gemerkt hat, daß die Kniescheibe dadurch nicht herausspringt...

Ich weiss jetzt nicht ob das bei Deinem ausgesschlossen werden kann.. ich drück auf jeden Fall die Daumen, daß Du bald was findest um Dir und Deinem Hundi das ganze angenehmer zu gestalten..

liebe grüsse
Dina & Thabo & Nandi

Tina2809
10.10.2003, 22:38
Hallo Nemesia!

Arthrose ist allein durch ein Abtasten und Gelenkdehnen nicht wirklich sicher zu erkennen. Das könnte genauso HD sein.
Um sicherzugehen, muss man eine Röntgenaufnahme machen, nur dort erkennt man, was genau die Ursache für die Probs ist.

Entschuldie bitte meine etwas knappe Antwort, ich erkläre es Dir gern ausführlicher morgen, wenn ich etwas fitter bin un das alles, was mein Doc mir erklärt hat, auch richtig wiedergeben kann.

Die Diagnose Deines TA ist mir persönlich allerdings etwas dürftig..

LG, morgen melde ich mich nochmal zu Wort!
Tina

Xorarobin
11.10.2003, 12:50
Hallo,
Robin hat auch Arthrose. Er ist allerdings schon fast 15, da ist das ziemlich wahrscheinlich, deswegen wurde er auch nicht geröntgt. Leider haben die Tabletten vom TA (Rimadyl und Zubrin) bei ihm nicht so recht angeschlagen.
Er bekommt jetzt homöopathisch Traumeel und Vermiculite. Das kannst Du beides in der Apotheke bestellen. Seitdem er das Vermiculite bekommt, geht es ihm viel besser. Wir können wieder Spaziergänge von 4 bis 5 km unternehmen.
Leider kann Robin immer noch nicht alleine aufstehen und sichnur schlecht alleine hinsetzen. Aber vielleicht wird das auch nochmal besser.
Ich wünsche Deinem Hund gute Beserung.
Viele Grüße
Heike

Tina2809
11.10.2003, 14:07
Sodele, ich fang mal von vorne an:

Bei der HD (Hüftgelenksdysplasie) kommt es aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Fehlstellung des Hüftgelenkes zu Schmerzen (das Gelenk sitzt nicht mehr richtig in der Gelenkpfanne).
Es kommt dadurch zu "Reibungspunkten", welche die Schmerzen verursachen. Je nach Dauer und Intensität der Reibung entstehen dann (ich nenn es mal so) "Verhärtungen" an diesen Punkten, da der Körper versucht, diese Reibungspunkte "abzudämpfen" bzw. "auszugleichen" - das ist die sogenannte Arthrose.
Man erkennt eine HD oder Arthrose eindeutig über eine Röntgenuntersuchung der Gelenke. Alles andere ist reine Vermutung und meiner Meinung nach unsicher, unzuverlässig und verantwortungslos seitens des Arztes.

Wie sinnvoll eine Operation ist, muss ein kompetenter Arzt entscheiden.
Was man geben kann/ sollte....da gibt es vielerlei Möglichkeiten.

Ich würde Dir raten, einen kompetenten Arzt aufzusuchen, der Deine Hündin richtig untersucht und Dich dann anschliessend dahingehend berät, was man tun kann.

Wie gesagt, es erscheint mir sehr dubios, nur aufgrund des Abtastens diese Diagnose zu stellen und dann einfach mal Tabletten zu verschreiben.
Allein z.B. ein Schmerzmittel zu geben- damit sie keine Schmerzen mehr verspürt und scheinbar beschwerdefrei läuft, ist nicht im Sinne des Hundes!

HD oder Arthrose sind keine Todesurteile, aber man sollte den hund richtig und kompetent untersuchen, um ihm dann entsprechend sein Leben mit dieser Krankheit erleichtern zu können.

Liebe Grüße
Tina

nemesia
11.10.2003, 23:52
erstmal danke fuer alle antworten.

werd naechste woche nochmal zum arzt gehn und mal auf eine roentgenaufnahme bestehn. bzw das er nochmal richtig untersucht (ist eine gemeinschaftspraxis und der arzt bei dem wir normal sind war an dem tag nicht da. mit dem bin ich aber total zufrieden)

mir wurde zwar schon frueher gesagt das meine huendin wohl hd anfaellig ist (von einem anderen arzt) aber ich mags ja trotzdem lieber genau wissen.

Thabo & Nandi : ich heiss nicht wirklich nemeisa ;)
sondern jasmin. wollte mich nur schnell anmelden und war zu faul zu gucken ob jasmin als nick schon vergeben ist. also bin ich auf nummer sicher gegangen und hab was anderes genommen.

Topsy
13.10.2003, 20:43
Hallo,

leider habe ich Erfahrung mit Athrose :(

Meine Topsy hat schon über 5 Jahre Athrose im linken Ellenbogengelenk und sie hatte zeitweise schlimme Beschwerden. Jetzt geht es ihr seit Wochen super und sie rennt wieder wie ein junger Hund und läuft auch wieder längere Strecken.
Topsy bekommt: Akupunktur, Caniviton, diese grünlippige Muschel, Teufelskralle, Rhus toxicodendron, Metacam, nach Bedarf ein homöopathisches Mittel gespritzt (was eigentlich für Pferde ist) und seit 4 Wochen Innova Senior.

Alles half nur Topsys Lebensqualität aufrecht zu halten, aber der große Durchbruch kam mit der Fütterung von Innova Senior. Seit ich Topsy damit füttere, geht es ihr spitze. Als ich den Thread darüber unter Gesundheit reinsetzte, meldete sich noch jemand mit der gleichen Erfahrung. Auch ihr Hund kann seit Innova besser laufen. Sieh Dir den Thread einfach mal an. Er steht unter Gesundheit.
Athrose stellt man übrigens über Röntgenaufnahmen fest.

LG

Elke :cu:

Larrys_Vox
07.03.2004, 12:18
Original geschrieben von Xorarobin
Hallo,
Robin hat auch Arthrose. Er ist allerdings schon fast 15, da ist das ziemlich wahrscheinlich, deswegen wurde er auch nicht geröntgt. Leider haben die Tabletten vom TA (Rimadyl und Zubrin) bei ihm nicht so recht angeschlagen.
Er bekommt jetzt homöopathisch Traumeel und Vermiculite.

Hallo Heike!

Unser Larry ist inzwischen über 15 und die Tabletten (Zubrin, Phen-Pred) reizen mehr seinen Darm, als dass sie helfen. Naja, sie helfen schon, aber Dauerdurchfall ist keine gute Lebensqualität!

Wie dosieren SIe denn Traumeel und Vermiculite :?: :?: ?

Übrigens: Zum Helfen bei Aufstehen und laufen haben wir für Larry neben einem Brustgeschirr eine Laufhilfe gebastelt, um ihn hinten am Bauch halb zu tragen, halb zu stützen. Vielleicht hilft das auch Robin für Aufstehen und Transportieren, weiß jetzt nicht ob er ein großer oder ein kleiner Hund ist...

Viele Grüße und Dank für Ihre Antwort im Voraus!
Natalie :cu:

kimba450
07.03.2004, 17:23
Hallo,
wie ich bei mehreren Threads schon erwähnt habe,ist Sanagel forte ein sehr gutes Ergänzungfutter bei Arthrose und Gelenkproblemen.Es dient zur Vorbeugung und verschafft Linderung.Eine Bekannte von uns gibt es ihrem Hund,und seitdem er es bekommt kann er wirklich wieder besser laufen.
Aber eine korrekte und ausführliche Untersuchung vom Tierarzt sollte schon stattfinden.
Lieben Gruß
Ela

Hovi
08.03.2004, 00:21
Original geschrieben von nemesia
nachdem meine huendin (9 jahre, collie schaefer husky mischling) seit ca. 3 wochen ihre hinterbeine oefter komisch gehoben hat bzw sie auch weggerutscht sind war ich gestern mit ihr beim tierarzt.



Hallo,

diese Symptomatik hört sich für mich nicht nach Arthrose, sondern nach neurologischen Ausfällen (Bandscheibenvorfall oder CES) an.

Wurde das von Deinem TA mal in Betracht gezogen?

Wegrutschen der Hinterbeine und Koordinationsprobleme sind typisch, wenn etwas aufs Rückenmark drückt.

Grüßle
Claudia

nemesia
08.03.2004, 10:25
Das hatte ein Arzt Ende Dezember dann auch entdeckt.
Jetzt ist halt die Grosse Frage.. was tun?
Man kann das zwar genauer untersuchen, aber das wird natuerlich nur unter Narkose gemacht und ist auch nicht ohne Risiko (laut Arzt) SIe würd ein Kontrastmittel ins Rückenmark gespritzt bekommen um zu sehn wie weit das alles fortgeschritten ist und was da ueberhaupt genau los ist.
Im Moment bekommt Sie nur ganz normale Bierhefe Tabletten (soll gut fuer die Nerven sein) und wir versuchens mit Elektroakupunktur (mit Nadeln soll bei Hunden nicht so optimal sein)
Irgendwie hab ich aber das Gefuehl es wird von Tag zu Tag schlimmer. SIe ist mittlerweile richtig wackelig auf den HInterbeinen und schlurft immer so mit den Pfoetchen :(

Hovi
08.03.2004, 18:19
Hallo Nemesia,

das Schlurfen ist ein typisches Cauda-Zeichen (oder aber es rührt von einem Bandscheibenvorfall her, was Deinem Hund u. U. schlimme Schmerzen bereitet, die er nicht zeigt).

Bitte lass ein Myelogramm machen (hierbei wird unter Narkose in den Rückenmarkskanal ein Kontrastmittel gespritzt, so dass man eventuelle Engpässe erkennt). Gegebenenfalls kannst Du gleich ein CT anschließen, daher würde ich das in einer Klinik machen lassen, die einen Computertomographen hat.

An Arthrose glaube ich bei diesen Symptomen überhaupt nicht.

Grüßle
Claudia